25.06.2011 12:39    |    italeri1947    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: Autos

clio1-2baccara
Clio1 2baccara

Dass der Renault Clio I 1990 der erste Kleinwagen überhaupt war, der elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Kassettenradio mit Bedienungssatellit, elektrisches Schiebedach, Velourspolsterung und weitere Annehmlichkeiten bot, weiß kaum jemand mehr. Stattdessen wird der erste Clio als billiger Gebrauchter geschätzt, der dem ganz kleinen Geldbeutel mit niedrigen Unterhaltskosten, preiswerten Ersatzteilen und natürlich einem niedrigen Anschaffungspreis sehr entgegenkommt - das Schicksal teilt er mit vielen Kleinwagen und Kompakten jener Jahre. Diese Klientel verheizt den Clio dann auch eher, als dass sie ihn zum Vertragshändler in die Werkstatt bringt und immer schön inspizieren lässt. Ölwechsel kommen meist auch nicht mehr vor.

 

Ende 1990 debütierte der Clio I als Nachfolger des legendären "Supercinq", des "kleinen Freundes" Renault 5 (der aber trotzdem als Einsteiger-Renault "R5 Campus" noch bis 1992/93 gebaut wurde) mit Motoren ab 55 PS. In diesem Kleinwagen musste der Fahrer auf nichts verzichten - keine Kompromisse, es sei denn, man wählte das Sparmodell "Prima", eine Art Nacktausstattung ohne wesentliche Extras, die noch nicht mal einen Handschuhfachdeckel vorsah. Ansonsten gab es eine sehr gute Ausstattung; Polo II und Corsa A boten um diese Zeit nichts von diesen feinen Spezialitäten, die die Franzosen in ihren Clio einbauten.

 

Als dann noch der "Baccara" (später als "Initiale" bezeichnet) auf den Markt kam und mit Lederausstattung, Wurzelholzdekor am Armaturenbrett, schönen Alufelgen, Metallic-Lackierung und weiteren Gimmicks aufwartete, war Luxus im Kleinformat nicht nur ein frommer Wunsch, sondern auf einmal Realität.

 

Besonders komfortbewusste Zeitgenossen hatten sogar die Möglichkeit, den Clio mit Automatikgetriebe zu kaufen. Bei den deutschen Konkurrenten konnte das damals nur der Ford Fiesta ebenfalls bieten; Opel reagierte erst 1993 beim Corsa B und VW gar erst 1994/1995 beim Polo III. So war der unscheinbare Franzose wieder einen Schritt voraus und begeisterte zahlreiche Käufer. Vor allem die Damenwelt widerstand dem Charme des kleinen Clio nur sehr schwer und griff sehr gern zu. Ich selber habe so auch einige Kundinnen, die seit den 90er-Jahren ausschließlich Clio-Modelle gekauft haben.

 

Sportlichkeit war bei Renault ebenfalls stets ein wichtiges Thema, und Sportsfreude kamen mit dem Clio 16V ab 1991 sowie der legendären Williams-Edition ab 1993 voll auf ihre Kosten. 135 (16V) oder 147 PS (Willams) waren eine starke Ansage und sorgten zusammen mit niedrigem Gewicht und sehr guter Handlichkeit für ein besonderes Fahrerlebnis.

 

Wer es gemütlicher mochte, konnte zwischen zahlreichen Benzinern von 54 bis 109 PS wählen oder den 64-PS-Diesel erwerben. Gleichwohl hatte man die Wahl zwischen zahlreichen Ausstattungsvarianten (RL, RN, RT, Prima) sowie etlichen Sondermodellen wie "Graffitti", "Limited", "Mexx" und vielen anderen. Frischluftfans lockte zudem der von Elia vertriebene Umbausatz zum Cabriolet, der über das Renault-Vertragshändlernetz verkauft wurde - Ähnliches gab es von Bieber-Cabriolet, einem anderen Spezialisten, der damals auch Ford-Fiesta-Modelle zum Cabrio umrüsten konnte. Aber auch Renault selber setzte sich mit einem Clio-Cabriolet auseinander - ein Prototyp blieb übrig und dient noch heute als Ausstellungsstück in einem Renault-Museum.

 

1994 und 1996 gab es zwei Facelifts, wovon das aus 1996, die Phase III, bedeutender war und die Frontscheinwerfer etwas runder und geschwungener werden ließ. Ansonsten tat sich nicht mehr viel, und 1998 wurde die Baureihe zugunsten des Clio II abgelöst.

 

Was bleibt, ist ein erfolgreicher Kleinwagen, der 1990 erstmals zeigte, dass Kleinwagen fahren nicht Verzicht üben heißt. Der Clio gestaltete sich als echter Hit für die Marke Renault und untermauerte zu Beginn der 90er-Jahre zusammen mit ebenso legendären Modellen wie Renault 19, Renault 21 oder Renault Safrane das neue, jugendlich-frische Image des französischen Staatskonzerns. Leider ist davon heute nicht mehr viel übrig - wer heute einen Clio I fährt, ist entweder liebender Erstbesitzer oder einer, der so ein Auto eben fährt, weil es billig, genügsam, zweckmäßig und zuverlässig ist - und der eigene Geldbeutel nicht viel mehr an Möglichkeiten bietet. Vielleicht entdeckt ja jemand den Reiz des ersten Clio als Youngtimer - im richtigen Alter ist er so langsam, und so exklusive Modelle wie der "Baccara" oder die 16V- oder Williams-Modelle bieten sich besonders an.


25.06.2011 12:50    |    VentusGL

Gut geschrieben. Mich wundert es, wie wahnsinnig bequem diese alten Renault-Innenräume auf den Bildern aussehen, hier als auch beim Renault 25. Wahrscheinlich ist das immer die Baccara Ausstattung :)


25.06.2011 13:08    |    racer4679

Clio I. Keiner kennt seinen Verdienst. Doch ich. Sein Verdienst war es gewesen, was mir damals den Geldbeutel regelmäßig und gründlichst entleert hat. Ein schönes Auto. Für die damalige Zeit auch üppig ausgestattet, obwohl ich nur den RL hatte. Aber er war mit Abstand das schlechteste Auto was ich bisher hatte.:(

 

Grüße


25.06.2011 13:22    |    Puntofan31

Irgendwie doch eine sehr verklärte Sichtweise....was soll jetzt der Verdienst des Clio sein? Bereits damals gab es andere Fabrikate, die ebenfalls eine recht umfangreiche Ausstattung hatten (siehe Fiat oder auch diverse japanische Hersteller)...


25.06.2011 13:25    |    go_modem_go

Der Clio passt aber nicht ganz zu deinen Blogtitel "Hans’ Hitparade von Autos, die keiner wollte"

 

Der Peugeot 205 war zwar insgesamt erfolgreicher, aber der Clio I hat in den 90ern mit dem 205-206 halb Frankreich motorisiert.

 

Selbst die allerersten 20 Jahre Alten Clios sind dort immer noch überall anzutreffen - zwar oft mit total ausgeblichener (meist Roter) Farbe und Stoßfängern, aber oft auch noch relativ rostfrei! Auch in Deutschland ist der Clio noch häufig zusehen, aber eher in "ärmeren" Gegenden und bei der sparsameren Kleintel, hier im Südwesten ist er schon fast ausgestorben.

 

Im Prinzip hat der Clio I den französischen Renault Staatskonzern gerettet und Profitabel gemacht. Denn der Vorgänger R5 Supercinq war im Gegensatz zum schicken und absolut gelungenem Peugeot 205 Mitte der 80er nicht mehr so erfolgreich wie sein Vorgänger R5 Serie 1 gegenüber dem sprödem Peugeot 104 / Citroen Visa.

 

Übrigens, auch den Renault 5 (Supercinq) gab es auch schon weit vor dem Clio mit allerhand Komfortfeatures in Baccara Versionen mit Leder & Gedöns. Auch der Peugeot 205 rollte schon 1983 mit E-Fensterhebern und Glasschiebedach vom Band - damals hatten Polo II & Fiesta noch nacktes Blech im Innenraum, und 4-Ganggetriebe mit ultralauten Saufmotoren aus den 70ern :D

 

Die Franzosen lieben eben "Klein aber fein".

 

Kleinwagen heißt dort nicht automatisch "Armut" sondern "Praktibilität" - auch die reiche, gehobene Mittschicht fuhr und fährt in Gallien mehrheitlich Klein- und Kleinstwagen in der Großstadt - dann aber meist in Luxusversionen wie Baccara / Exclusive, Roland Garros und Konsorten.

 

Diese Autophilosophie haben die Deutschen erst Jahrzehnte später mit dem Smart und dem BMW Mini aufgegriffen...

 

Allerdings sind die Franzosen schon wieder weiter: Luxus-Minis à la Clio Baccara wurden schon längst durch Luxus-Maxiscooter abgelöst, zumindestens in Paris, Marseille, Toulouse und Bordeaux. Jeder gehobene Manager den ich in Paris kenne, heizt mit einem Roller zur Arbeit - an allen Autos vorbei. Meist ein Peugeot Satélis, oder Piaggio MP3. Im feinsten Zwirn!

 

Ist aber OT.

 

Ich merke, das ich alt werde - wenn schon der Clio als Youngtimer gehandelt wird. Für mich ist selbst ein Supercinq noch "frisch", und definitiv kein Oldie. R4 und R5 Série 1 schon - die fuhr ich schon in den 80ern als 12 Jährige Gebrauchte Schülerschleudern. Aber der Clio? :eek:


25.06.2011 15:14    |    italeri1947

Es gab in der Tat bereits 1987/1988 den Renault 5 Exclusiv in Deutschland, mit Automatikgetriebe und weiteren feinen Extras, gutem Blaupunkt-Kassettenradio und Metallic-Lackierung sowie besonders schönen Radzierkappen, die auch teurere R21-Versionen besaßen. Von dem habe ich genau ein Exemplar verkauft, in Beigemetallic. Im Juli 2004 lief es noch bei der ersten Besitzerin, seitdem habe ich die alte Dame und den R5 nicht mehr gesehen.


25.06.2011 15:22    |    Bert Benz

Der Renault Clio I ist wirklich ein ansehnlicher Kleinwagen, den hätte ich mir damals auch gut vorstellen können. Das aktuelle Modell hat aber viel vom früheren Chique verloren.


25.06.2011 15:28    |    go_modem_go

Stimmt, das neueste Clio III Modell ist arg aufgedunsen und schwülstig geraten.

 

Aber noch schlimmer ist das, was mit dem Twingo passiert ist. Mein Gott ist der Neue im Vergleich zum Twingo I langweilig geworden... Noch dazu kommt der aus Slowenien (wie der paralell zum Clio III verkaufte Clio II Campus), und nicht mehr aus Frankreich...


25.06.2011 15:30    |    italeri1947

@ go_modem_go:

Das stimmt alles, mir hat die Kleinwagen-Palette von Renault, meiner langjährigen Hausmarke, auch nicht mehr gefallen in den letzten paar Jahren. Man konnte mit diesen Fahrzeugen im Prinzip auch nur noch Stammkunden, die sowieso seit jeher immer Renault gekauft haben, gewinnen. Neukunden hatte ich im Kleinwagensegment seit einigen Jahren nicht mehr viele, außer im Dacia-Sandero-Bereich.


25.06.2011 15:58    |    Dr Seltsam

Wie ich neulich hier bloggte:

 

http://www.motor-talk.de/.../...-long-way-to-the-top-t3322980.html?...

 

Kleinwagen werden verheizt und nicht geliebt. Ich denke für den Clio gilt das selbe wie für den Fiesta, wer sich offen als Liebhaber outet und zugibt die Schüssel erhalten zu wollen darf sich einiges anhören und wird als bekloppt abgestempelt. Das ist ein Problem was sich quer durch alle Kleinwagenmodelle zieht solange sie nicht wie Ente oder der Orginallmini mittlerweile Old- oder Youngtimer sind und selten bzw "Kult".

 

Kleinwagen werden verheizt, dass ist ihr "Schicksal". Egal wie gut sie sind. Sad but true.


25.06.2011 17:34    |    Rockport1911

Naja alle kleinwagen werden nicht verheizt aber die meisten werden nicht wirklich pfleglich behandelt. Mein Exemplar war 13 Jahre lang in Rentnerhand und steht dadurch relativ gut da. Auch die Sportversionen verschiedener Kleinwagenmodelle sieht man doch noch relativ oft in gutem Zustand.

 

Zum Clio: Tolle 90er Jahre Form, relativ robuste Motoren aber recht triste Innenausstattung.


25.06.2011 18:15    |    PureVernunft

Der Clio soll günstig, sparsam und robust sein?

Mein Exemplar Baujahr 95 hat je nach Fahrweise und Einsatzgebiet 6-9 Liter gesoffen, die Versicherung kostete genauso viel wie für meinen aktuellen BMW E36 316i Compact, alle 500km musste ich einen Liter Öl nachkippen und ständig war irgendwas kaputt(Kupplung, Auspuff, Bremsen). Charmat war der Wagen zwar, aber günstig war er nur in der Anschaffung.

Die Vorbesitzer dürften dazu auch ihren Teil beigetragen haben, aber alles in allem, kam mich der Clio alles andere als billig.

 

Trotz magerer Ausstattung war der Wagen seiner Zeit eindeutig voraus! Corsa A, Peugeot 205 und VW Polo wirken eine halbe Nummer kleiner und deutlich zierlicher.


25.06.2011 18:54    |    gaston73

Clio und "Autos die keiner wollte"?! Davon fahren doch noch heute hunderttausende herum, viele sogar in ziemlich gutem Zustand. Er war von Anfang an ein total sinnvolles und durchdachtes Auto, das bei guter Behandlung sehr lange hielt und tatsächlich auch sparsam war.

Wir hatten in der Firma einen weißen Diesel, der über 170 lief und keine 7 Liter brauchte, was bei dem ständigen Vollgasbetrieb mit verschiedenen Fahrern wirklich was heißen wollte. Normal gefahren kam er auch mit 5 Litern aus. Irgendwann bei 300.000 habe ich den Wagen aus den Augen verloren, keine Ahnung, wie lange der noch gefahren ist. Er sah jedenfalls übel aus, weil sich die zahlreichen Fahrer nicht besonders um ihn gekümmert haben. Rost hatte er aber nie.


25.06.2011 19:25    |    magntis2002

zu meiner Azubi zeit hab ich viel mit Clio 1 zu tun gehabt..

Auspuff, Bremse VA + Schläuche mussten alle 20000KM neu..

Ölverlust war auch typisch aber harmlos


25.06.2011 20:20    |    7406

Also bei aller Liebe zu alten Autos: Beim Clio A ist es ganz o.k., dass er jetzt endlich weg ist. Als Besitzer eines Ph 1 und PH 3 ( leider fast gleichzeitig gekauft) war ich schockiert über die Höhe der laufenden Kosten. Spielzeugmotoren mit V6 Verbrauch, die an jeder 2% Steigung erzittern und schließlich scheitern. Dann auch noch der reißwütige Zahnriemen, den man besser aller 4 als 5 Jahre wechseln sollte.

Ab 150.000km werden die Gebrauchten dann so billig und die Mängel so häufig dass man selbst bei größeren Reparaturen nach dem "try and error" Prinzip günstiger fährt, als mit der Renaultwerkstatt.

 

Über all das können zickende Infrarotfernbedienungen ebenso wenig hinwegtäuschen wie die immer defekten EFHs.

 

Btw.: Dieses Auto in einem Blogartikel mit dem Peugeot 205 zu nennen ist Blasphemie.


26.06.2011 11:58    |    italeri1947

Zum Thema "Autos, die keiner wollte" kann ich schon wie mehrfach erwähnt, schreiben, dass dieser Titel im Grunde sich auf Youngtimer oder kommende Klassiker bezieht, deren Wert als solche heute kaum einer erkennt. Diese Fahrzeuge können zum Zeitpunkt, in dem sie neu zu kaufen waren, durchaus erfolgreich gewesen sein.


27.06.2011 19:14    |    ChrisCZT

Genialer Wagen... meinen 97er Clio werd ich nie vergessen. Gut, die Verarbeitung/Anmutung im Innenraum war halt auf dem Niveau, welches auch Polo, Corsa & Co. Anfang der 90er hatten.... bloß das der Clio soooo lange mit immer noch dem selben Cockpit gebaut wurde.

 

Zum Auto selber nix zu sagen. Regelmäßig Wartung. Ab und zu ein paar neue Verschleissteile. Das wars. Robust!!

 

Der 55-PS Motor D7F war mit 6,5 - 7 Liter auf 100 km aber keineswegs besonders sparsam.


27.06.2011 22:59    |    edgar

ein geiles auto ....selbst 3 stück bessesen ( 2 x 16v , 1 x williams ) .....mit etwas liebe zum detail wahren die schwachstellen nur die radlager und die lenksäulen und schiebedächer .

 

in großen motorisierungen echte waffen und nix für fahranfänger ,

 

die kleinen im bekanntenkreis wahren alle recht robust , wobei ich dazu sagen muss das die 1.4er maschine für mich ne hassliebe war , konnte wenig besser als die 1.2er ....


03.07.2011 15:29    |    kjw1980

Mein Renault 5 1,8 GTX hatte ab Werk ebenfalls elektrische Fensterheber vorne, Zentralverriegelung mit Infrarot-Fernbedienung und Velours-Sportsitze. Der Renault-Typische Radiobediensatellit ließ sich im Renault 5 aufgrund der Instrumententafel-Gestaltung leider nicht unterbringen, sonst wäre er sicher auch hier verfügbar gewesen, konnten schließlich in den 80er Jahren schon Renault Espace, Renault 25, Renault 21 und Renault 19 damit aufwarten. Ebenfalls Renault-Typische verfügt der Renault 5 in dieser Ausstattung auch über die Ölstandsanzeige in der Instrumentafel, ein beleuchtetes Handschuhfach, Alufelgen und Nebelscheinwerfer.

Und so war es nicht der Nachfahre, der all diese Neuerungen brachte, sondern bereits der Ahn mit der Nummer im Jahr 1988.

 

 

Trotzdem ein toller Bericht über den Clio I.


30.07.2011 11:53    |    wyatt_mathilda

Clio I Baccara mit 1,8er 8V mit funktionierendem Klimasteuergerät, 1,8 und 2,0 16 V als Williams unverbastelt werden in jedem Fall begehrte Klassiker.

Bei 205 bestenfalls Garros und der Ur-GTI.

Ich hatte hier ausgiebige Vergleichsmöglichkeiten: Die kleinen Clios (1,2 u. 1,4) sind reine Arbeitstiere.

Gut gewartet bleiben sie problemlos. Vernachlässigt brauchen sie ein (teures) Werkstattabo.

beim 205 ist die Qualität der Verarbeitung insgesamt schlechter (ähnlcih wie beim Clio Vorgänger R5). Sitze sind alle durchgequetscht, Türverleidungen falle ab, Plastik löst sich auf...

Da ist der Clio klar voraus.

Und: Man beachte heute mal den Fahrzeugbestand. 205? Die sind irgendwie verschwunden. Clio I? Die Städte sind voll davon.

 

In einigen "Schicki"-Kreisen ist es heute schon wieder cool, einen Clio I zu fahren.

Je oller je doller...


30.07.2011 12:36    |    wyatt_mathilda

Hatte ich noch vergessen: die 3-Türer sind natürlich formal grandios. Die 4-Türer sind optisch etwas unharmonisch. Und immer auf Original-Felgen achten. Erlaubtes Feature: längere Lenkradnabe. Das Rad ist einfach zu weit weg vom Körper.

 

Das Auto ist von schlichter Gestalt, geradezu neutral. Und genau dieses "No-Design" im positiven Sinne hebt den Wagen vom Rest der Kleinwagen, wor allem von den modernen morpho-Unfällen und völlig verzerrten Comic-Autos, ab. Eigentlich ist es auch egal wer der Hersteller war. Hier zufällig Renault...

 

Habe mir kürzlich für den Nahverkehr (Muss den XJ6 SII schonen) auch einen schwarzgrauen Baccara 1,8er 3-T aus 94 gekauft. 120 tkm, Traumzustand. Klima, Leder, Lichtpiepser, EFH, Teppiche, Radio (Original-Renault-Blaupunkt mit Aux-Buchse für iPod :-), Lenkradbedienung, 4 LS), Holz, Original-Felgen, Original-Warndreick, -Lenkrad, -Schaltknauf mit Aufdruck!, -Werkzeug, -Unterlagen, alle Rechnungen seit 94, keinerlei Umbauten etc.. alles perfekt. Auspuff erneuert, Bremsen hinten gemacht, Lambda-Sonde, fertig. Geht wie die sprichwörtliche Sau.

Ein Drehmoment-Bullen-Saugmotor. Im Nahverkehr ist man immer ganz vorne dabei (900 kg?? oder so)

 

Und hier in meiner Nachbarschaft fährt ein original blauer 1,8 16 V herum. Der Typ hat das Auto seit 10 Jahren und er hat nur dieses eine (nicht wie unsereins gleich 4). Tacho-Stand: 320.000 km (!!!). Erster Motor. Garage. Vor kurzem wurde der Zylinderkopf gemacht. Sonst in 10 Jahren nur das "übliche".

 

Die Modelle werden immer erst interessant, wenn sie nicht mehr einfach zu haben sind.

Also ca. ab 2015-18 werden die Clios und 205s auch Ziele der Sammler werden.


30.07.2011 14:01    |    go_modem_go

Gab es den 90PS 1.8l Baccara Clio I bis 95 in DE auch mit Schaltgetriebe? Ich finde die Leder-Klima-Clios Gebraucht hochinteressant (kleine Luxusrutsche um meinen saufenden 200PS "Dicken" zu schonen), aber leider immer nur mit einem elendem Ölrührer zu finden... :(

 

Die Phase III Facelift Modelle ab 95/96 gefallen mir dagegen gar nicht. Das urspüngliche Phase I Design war schön puristisch, vor allem als 3-Türer, und hatte noch etwas 80er Jahre "Kante".

 

PS: Habe gerade gesehen, das es auch 88PS Baccara Versionen als Schalter gab. Phase I - und wohl sehr selten geworden...


30.08.2011 16:12    |    trixi1262

Na dann will ich mich auch mal Outen !

Ich fahre einen Einzer RN und möchte Diesen aus mehreren Gründen erhalten !

Allerdings steht bei mir in der Zulassung,Baujahr 05.09.1990 drin !

Er genügt mir als Citiflitzer,ist kostengünstig,auch Teile und 4 türig !

Er hat fast Null Rost ,hat gerade mal 81000 auf der Uhr !

Das mit den Verheizen trifft leider auch auf meinem zu !

Mein Vorgänger hat den Kleinen als Baustellenfahrzeug benutzt.

Dementsprechend sieht der Lack auch aus.

Naja,jedenfalls läuft er wie ein Bienchen und ich hoffe,das es so bleibt !

mfg trixi1262


12.01.2012 17:05    |    trixi1262

So nun bin ich wieder fast 5 Monate gefahren, habe ja schon länger auf Ethanol umgestellt, im Sommer 70%, jetzt 60% !

Ohne Umbauten, wohlbemerkt ! Hat jetzt 85220 km auf der Uhr

Zum Verbrauch kann ich jetzt sagen, das er bei reinem Benzinbetrieb

im Schnitt 6,5 Liter benötigt und jetzt mit dem Gemisch, ca. 7,5 !

Kann ich gut mit Leben .

Über den Ölverbrauch kann ich nicht klagen, nichts Weltbewegendes.

Alle 4-5 Monate einen knappen halben Liter im Schnitt.

Ersatzteile habe ich den alten Anlasser rausgeschmissen und demnächst ist noch der LLR dran.

Im August ist dann Turnusmäßig der Zahnriemen dran.

Also, Alles in Allem,Alles Bestens !:p

Und zum Kollegen ,welcher viel Pech hatte.

Da hat dein Vorbesitzer wohl mehr als geschlafen !:mad::)

mfg trixi1262


06.02.2012 13:35    |    willytsch

Ich fahre Clio 1 jetzt seit 10 jahren und bin immernoch begeistert !

Angefangen hat es mit einem 1,2er der später zum 1,4er umgebaut wurde :) !

Schönes zuverlässiges auto mit guten verbrauchswerten...lag im durchschnitt bei 6,7l, meist kurzstrecke ! Im sommer fahre ich einen 16V grand prix, nen richtiges spassgerät was man nich an jeder ecke sieht !


04.01.2013 21:20    |    whatcanyoudo

Der Clio I & II wirken noch wie ehrliche französische Kleinwagen, was man vom Clio IV nun leider nicht mehr behaupten kann. Der Clio der vierten Generation wirkt eher wie ein Produkt das aus der Not der unabdingbaren Anpassung an die Konkurrenz entstanden ist. Ich finde den Clio IV zwar nicht hässlich doch wirkt er nicht annähernd so charmant wie der erste Clio. Das mit Abstand interessanteste Modell der ersten Generation ist der Baccara der schon damals Ausstattung bot, die selbst heutzutage wenige Kleinwagen haben.


Deine Antwort auf "Renault Clio I (1991-1998). Keiner kennt seinen Verdienst."

zum erweiterten Editor

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 13.05.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Blogautor(en)

Freundliche Hinweise

Herzlich willkommen!

 

Wenn ihr Interesse an preiswerten Autos

("Low-Budget-Gebrauchtwagen") habt, dann seid ihr hier genau richtig.

 

Es grüßt euch

Hans

Blog Ticker