13.02.2013 15:20    |    italeri1947    |    Kommentare (50)    |   Stichworte:

Low-Budget: Euer Favorit?

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Wieder war ich unterwegs, wieder mit meinem guten Freund Leonhard, nur waren wir dieses Mal in einem anderen Auto unterwegs. Leonhard hatte sich Mitte 2002 als Ersatz für seinen metallic-braunen Audi 100 C3 (Fünfzylinder) einen Mercedes E240 Classic vom Typ W210 gegönnt, als Jahreswagen, mit Automatikgetriebe, Glasschiebedach, Kassettenradio „Audio 10 CC“, Klimaanlage, hellgrauer Stoffpolsterung und einigen weiteren Extras. Der Mercedes ist dunkelgrün-metallic lackiert und wird von Leonhard nur recht selten benutzt.

Heute hatten wir uns wieder dafür entschieden, preiswerte Gebrauchtwagen zu besichtigen, und Spaß hatten wir beide ebenfalls. Dafür wurde der Mercedes aus der Garage geholt.

 

Den Anfang machte ein dunkelroter Peugeot 406 als 1.8-Liter-Stufenhecklimousine aus dem Baujahr 1997. Vierstellige Telefonnummer, Zeitungsinserat, Peugeot 406 mit 122.000 Kilometern: Da gingen wir spontan von einem Senioren aus, der seinen Franzosen loswerden wollte. Dem war aber nicht so, denn als ich anrief, klang mir gestern die Stimme einer Frau entgegen: „Ach, das Auto gehört unserer Tochter...“ – alles klar? Gleich am Morgen hatten Leonhard und ich das Einfamilienhaus der genannten Adresse angesteuert; eine gutbürgerliche Mittelstands-Wohngegend. Da wohnen seriöse Leute, die seriöse Autos fahren, und da wohnt auch Katja, 21 Jahre, die einen Peugeot 406 zu verkaufen hat. Sie empfing uns zusammen mit ihrem Vater, der eigentlich mehr ein Beistand für sie gewesen war, denn gesprochen hatte eigentlich nur Katja. „Den Peugeot hat vorher meine Oma gefahren“, erklärte sie mir, „ich will jetzt was Jüngeres und Kleineres haben.“ Laut Brief war der 406 auch aus erster Hand; die Oma, geboren 1938, hatte den Wagen im November 1997 neu zugelassen und bis 2010 bei Peugeot in Wartung gehabt. Grund vermutlich: Die Versicherung. Vermutlich hatte die alte Dame die Enkelin auf sich fahren lassen, denke ich mir. Mit 88.000 Kilometern hörte im Juli 2010 das Scheckheft auf; seitdem gab es keine Stempel mehr. Katjas Vater erklärte, er habe den Wagen danach selbst gewartet und die Reparaturen habe ein Freund der Familie vorgenommen. Außer der Kupplung, einem Satz neuer Reifen und einer neuen Batterie sei aber nichts gewesen. TÜV war im November 2012 erfolgt, ohne größere Mängel, und zeitgleich habe es einen Ölwechsel mit Filter und neue Bremsflüssigkeit gegeben. Optisch und im Innenraum zeigte der 406 einen bis auf einige Dellen und Kratzer sowie Wasser im linken Rücklicht soweit einen recht guten Zustand inklusive vier originaler Radkappen und dem Werksradio. Die Probefahrt verlief ohne Auffälligkeiten, allerdings ist das Radio defekt, und der elektrische Fensterheber vorn rechts funktionierte nicht. Kleinigkeiten, aber unschön. Für 1500 Euro war der Peugeot ausgeschrieben, für 1300 hätten wir ihn mitnehmen können. Kein schlechtes Angebot, doch wir zogen es vor, im E240 weiter zu fahren. Katjas Vater machte einen etwas unfreundlichen Eindruck, sie selbst schien auch schlecht gelaunt zu sein. Vermutlich, weil zwei ältere Herren nicht die typischen Besichtiger sind und der Vater dachte, wir seien auf körperliche Motive aus? Oder waren die beiden um 9.00 Uhr noch nicht ganz der Nacht entkommen? Ich weiß es nicht...

 

Freundlicher wirkte da schon der Verkäufer des Mercedes C180 Esprit Automatik, Baujahr 12/1995, imperialrot mit schwarz-roten Sitzen. Er (Italiener) lobte seinen Mercedes, den er 2003 bei der Niederlassung gekauft hatte, in höchsten Tönen: „Dieses Auto hat mich immer in meine Heimat Italien und wieder hierher nach Deutschland gebracht!“, rief er, „Und immer zuverlässig! Das ist noch Mercedes-Qualität!“. Warum er sich von dem guten Stück (278.000 Kilometer) trennen möchte? „Keine Klimaanlage“, so der Kommentar, „und außerdem kommt der Rost“. Stimmt – die typischen Roststellen sind vorhanden, aber nicht bedrohlich. An Ausstattung ist nicht viel dran: Elektrisches Stahlschiebe-Hubdach, elektrische Fensterheber vorn, vier Kopfstützen, ABS, zwei Airbags, Anhängerkupplung, Staubfilter, ein Blaupunkt-CD-Radio aus dem Zubehör, klappbare Rücksitze – das war’s auch schon. Offensichtlich hat der Italiener seinen Mercedes wirklich geliebt, denn bis 250.000 Kilometern war die C-Klasse nur bei der Vertragswerkstatt gewesen. Das Wartungsheft beweist es; danach ging es zum örtlichen 1a-Autoservice. Auf der Probefahrt machte diese C-Klasse auch keinen direkt ausgelutschten Eindruck. Die Automatik schaltete spontan, es gab keine außergewöhnlichen Geräusche beim Fahren. C-Klasse fahren eben, wie es 1995 als Mittelklasse-Maßstab galt und noch heute etwas durchaus Entspannendes aufweist. Der Mercedes sollte aus privater Hand 1300 Euro kosten – Verhandeln war nicht drin, aber der Preis ist meiner Meinung nach gerechtfertigt. Dafür gibt es eine brauchbare C-Klasse, ein volles Scheckheft, zwei Vorbesitzer im Brief, von denen der letzte einen seriösen Eindruck macht, die grüne Plakette, und neuen TÜV. Im Dezember 2012 ging der Mercedes anstandslos durch. Wir meinen: Faires Geschäft, und gegenüber dem Peugeot der mürrischen Katja hätte ich den bevorzugt.

 

Beim selben Händler, bei dem wir den roten Audi 80 gesehen hatten, fuhren wir dann vor, um einen Klassiker der Low-Budget-Szene zu besichtigen. Einen weißen VW Golf III „Europe“, Baujahr 1994, fünftürig, 75 PS stark. Er sollte 800 Euro kosten. Dieses Mal war der Inhaber persönlich da und freute sich, uns zu sehen. Der Audi 80 war nicht mehr da, dafür aber der weiße Golf. Wir bekamen die Schlüssel und setzten uns in den alten Wolfsburger. Optisch: Eher schlecht. Zwei dicke Rostlöcher an den Endspitzen vorn links und rechts sowie einen Parkschaden hinten rechts gab es. Auch fehlte eine Zierleiste, und das Gehäuse des linken Außenspiegels war beschädigt. Im Innenraum das gleiche Spiel. Der Golf war ein Raucherauto gewesen, der Aschenbecher war voll, und einige Rückstände vom Vorbesitzer zählten dazu. Eine McDonalds-Verpackung, eine CD von Modern Talking, ein Vanillearoma-Tannenbaum-Lufterfrischer und eine leere Zigarettenschachtel lagen noch im Wagen. Immerhin gab es ABS, Airbags und ein Schiebedach. Das Radio fehlte. Der Tacho zeigte digitale, wahrscheinlich ehrliche 217.000 Kilometer an, das Serviceheft endete 1999 bei 49.000 Kilometern. Erfolgte dann noch richtige Wartung? Großes Fragezeichen. Wenigstens gab es noch TÜV – im Juli 2013 muss dieser Golf wieder zum Prüfer rollen. Aber ich glaube nicht, dass der da anstandslos durchkommt, denn auch der Auspuff röhrte. Angesprochen auf die Mängel, ließ sich der Händler zu 600 Euro erweichen, für die wir den VW bekommen hätten. Diesen Preis wäre der Golf aber auch nicht wert – denn fünf Monate TÜV, ein Wartungsstau, ein insgesamt schlechter Zustand und starker Rost sind allenfalls 300 Euro wert. Dieser Golf ist ein Fall für den schnellen Export.

 

Doch dann stand beim selben Händler noch ein Golf – ebenfalls weiß, aber ein Golf II. Wir sahen uns auch den noch an: Baujahr 1991, somit einer der Letzten, 172.000 Kilometer auf dem Tacho, außer einem manuellen Schiebedach gibt es hier keine Ausstattungen außerhalb dem CL-Serienstandard. Das Radio blieb auch hier beim Vorbesitzer, von denen laut beiden Briefen es hier insgesamt vier gegeben hat. Bis 2003 war der Golf in erster Hand bei einem Rentner gewesen und hatte in dieser Zeit nur 57.000 Kilometer abgespult, was das bis dahin jährlich bei VW abgestempelte Scheckheft auch belegte, danach folgten zwei jüngere Herren und eine Dame. Der 70 PS starke Volkswagen besitzt die grüne Plakette, ein Ölwechselzettel stammt vom Januar 2012. Der TÜV ist noch bis Mai 2014 gültig, also noch mehr als ein Jahr, und da der Golf einen gesunden Eindruck machte, auch äußerlich sich im originalen, nicht schlechten Zustand präsentierte, besser als der Golf III auf selbem Platz wirkte, ist das eine Gebrauchtwagen-Lösung für 750 Euro (ausgeschrieben war er für 850, wir haben verhandelt), über die man nachdenken kann. Hier stimmen Preis und Leistung.

 

Für 500 Euro hätten wir ihn bekommen – und ich hätte am liebsten sofort zugegriffen: Den beim freien Meisterbetrieb stehenden Opel Vectra A 2.0i GLS Automatik, im Februar 1989 erstmals zugelassen, 105.000 Kilometer, platin-metallic, TÜV bis Januar 2014. Zwar wurde der Opel schon mehrfach an den hinteren Radläufen bearbeitet und wenig fachmännisch lackiert, aber sonst ist das ein wirklich solides, wenn auch älteres Low-Budget-Auto. Der letzte Besitzer hatte sich den Vectra im Januar 2005 gekauft – er war Jahrgang 1934, davor fuhr den Opel ein Mann geboren 1914. Vorteil auf dem Land: Den Erstbesitzer kannte ich sogar, er starb mit 90 Jahren und fuhr bis zuletzt mit dem Vectra. Das Scheckheft war noch vorhanden, endete aber bereits 1998. Macht nichts, denn ein Bündel Rechnungen lag im Handschuhfach. Jedes Jahr gab es einen Ölwechsel, alle zwei Jahre zum TÜV eine Durchsicht, letztes Mal war der Opel umfangreich geschweißt worden und erhielt diverse neue Gummis, neue Bremsbeläge sowie 2010 neue Stoßdämpfer. Das Auto machte einen soliden Eindruck und enttäuschte auch beim Fahren nicht. Bis auf eine recht klapprige Verarbeitung im (bräunlich gehaltenen, von den Polstern her noch recht schönen) Innenraum, die man auf das Alter zurückführen kann, ist das kein schlechtes Auto. Mit dem robusten C20NE ist das eine sehr gute Wahl – mein Favorit des heutigen Tags.

 

Bei einem Fähnchenhändler an der Ausfallstraße fanden wir dann einen Nissan Primera 1.6 SLX Stufenheck aus dem Baujahr 1995 mit drei Vorbesitzern. Der blaue Nissan sollte 990 Euro kosten, „inklusive neuem TÜV“, wie auf dem Schild an der Scheibe stand und wie der Verkäufer auch bestätigte. Wenn dem so ist, dann kann das durchaus ein reelles Angebot sein, dachte ich mir, zumal diese Primeras technisch recht zuverlässige Autos sind. Als wir dann die Schlüssel holten und zur Probefahrt aufbrachen, präsentierte sich ein typischer Gebrauchtwagen alter Schule. Typische Gebrauchsspuren zeigten sich überall, aber dafür funktionierte alles inklusive dem Philips-Kassettenradio aus den 90ern einwandfrei. Das Scheckheft hörte bei 100.000 Kilometern im Jahr 2005 auf, wurde aber handschriftlich vom letzten Besitzer (seit 2004 in letzter Hand) fortgesetzt – sehr löblich. Da wurde immer alles gemacht – im Mai 2011 wurde die Kopfdichtung ersetzt, im Juli 2011 war der Auspuff dran. Hört, hört! Der Nissan fuhr sich wie schon damals in den 90ern zwar unspektakulär und langweilig, einfach nur wie ein Alltagsauto für den täglichen Weg zur Arbeit – aber die Überraschung folgte in einer Werkstatt, die wir mit dem Nissan aufsuchten. Dem TÜV des 183.000 Kilometer gelaufenen Nissan stünde laut einem Bekannten, der dort Meister ist, nichts im Wege. Ein bisschen Rost habe der Japaner zwar – „behaltet das im Auge, arbeitet nach, dann kann der auch noch ein weiteres Mal die Plakette kriegen“, sagte er uns. Zurück beim Verkäufer könnten wir den Wagen für 800 Euro ohne TÜV sofort mitnehmen. Dieser Japaner scheint ein preiswerter und praktischer Begleiter für den Alltag zu sein und ist selbst die 990 Euro mit dem neuen TÜV wert. Leonhards Favorit übrigens.

 

Am Ende der Tour standen gute Teller auf dem Plan – dieses Mal an einem Imbiss, 300 Meter vom letzten Fähnchenhändler entfernt; Hähnchen, Pommes, Brötchen, Cola. Wir sprachen über die Autos und stellten ein Fazit auf:

 

Katjas roter Peugeot 406 von 1997 für 1300 Euro ist ein gutes Auto, das man für dieses Geld kaufen kann. Eine weitestgehend nachvollziehbare Vorgeschichte, recht neuer TÜV, eine gute Ausstattung, eine im Rahmen befindliche Laufleistung und ein Vertrauen erweckender Originalzustand mit einigen Gebrauchsspuren der Jahre bürgen für einen soliden Alltagsbegleiter, dem man auch noch einige Jahre zutrauen kann. Dieser weinrote Franzose kann empfohlen werden. Allenfalls die mürrischen Verkäufer sprechen gegen ihn, aber das ist ein anderes Thema...

 

Der Mercedes C180 Esprit Automatik von 1995 für ebenfalls 1300 Euro ist auch eine solide Bank, und wer mit einer hohen Kilometerleistung, diversen leichten Roststellen, einer auffälligen Lackierung und einer eher kargen Ausstattung leben kann, der macht hier einen guten Kauf. Diese C-Klasse ist eine ehrliche Haut, und da die Historie komplett nachweisbar ist, es erst zwei Vorbesitzer gibt und der TÜV im Dezember 2012 problemlos verlief, kann man diesen Mercedes durchaus kaufen. Er ist kein Temperamentsbündel, aber ein zuverlässiger Wagen. Wer sich um den Rost kümmert, hat an dem noch einige Zeit Freude – mit diesem C180 kann man seine 500.000 Kilometer abspulen und den Benz dann in den Export geben. Keine schlechte Wahl!

 

Der VW Golf III „Europe“ von 1994 für 600 Euro war keine direkte Enttäuschung, aber ein gutes Beispiel für solche Möhrchen in der Low-Budget-Klasse. Mit den Jahren hat diesem Exemplar so ziemlich jedes Schicksal zugesetzt, das einem Gebrauchtwagen zustoßen kann. Ein alles in allem sehr nachlässiger Pflegezustand zeigte sich. Wenigstens gab es noch TÜV – doch ich glaube nicht, dass der Golf da anstandslos durchkommen wird. Für 600 Euro ein Auto kaufen, bei dem der Verwerter bald noch Geld sehen will, das lohnt sich nicht. Dieses Auto ist allenfalls für ambitionierte Selbermacher eine Option, aber auch hier bliebe zu sagen, dass es für 600 Euro schon bessere Autos gibt, die weniger gelaufen haben und vom Zustand her solider dastehen als dieser Volkswagen.

 

Der VW Golf II CL von 1991 für 750 Euro ist eine echte Überlegung wert. ABS und Airbags gibt es zwar nicht, dafür aber ist gerade diese Golf-Baureihe dank hervorragender Langzeitqualität in die Geschichte eingegangen. Sichtbaren Rost hatte der Getestete auch nicht, aber dafür die Heißwachsspuren. Wenn mal was kaputt geht, sind die Teile einfach und schnell zu besorgen. Auch sonst hat dieser VW keinen schlechten Eindruck hinterlassen: Der TÜV ist noch bis Mai 2014 gültig, also noch mehr als ein Jahr, und da der Golf einen gesunden Eindruck machte, auch äußerlich sich im originalen, nicht schlechten Zustand präsentierte, ist der 750 Euro wert und kann durchaus empfohlen werden. Wer diesen Golf weiterhin pflegt, kann da sicher noch einige Jahre mit recht preiswert fahren.

 

Der Opel Vectra A 2.0i GLS Automatik von 1989 für 500 Euro. Die beige Limousine aus Rentnerhand mit einigen Reparaturrechnungen im Handschuhfach, einem Jahr TÜV, grundsolider Technik, die wenig hinter sich hat – 100.000 Kilometer wurden eben erst überschritten, wohlgemerkt! – sowie einem Vertrauen erweckenden Werdegang ist wie der Golf eine echte Option für Menschen, die sich nicht über Autos definieren und nicht das neueste, beste und schönste Fahrzeug am Platz fahren müssen. Einziger Nachteil: Der Rüsselsheimer wurde schon kräftig entrostet, und wer den Vectra A kennt, weiß, dass der auch das Rosten weiterhin nicht aufgeben wird. Aber das ist im Grunde die einzige Schwachstelle, denn die Technik gerade beim C20NE mit 115 PS ist so solide und einfach beherrschbar, dass da wenig passieren kann. Reparaturen können wie beim Golf II auch selber durchgeführt werden, die Teile sind preiswert. Wer den Rost im Auge behält, kann diesen Vectra kaufen – er wäre hier meine erste Wahl.

 

Der Nissan Primera 1.6 SLX Stufenheck von 1995 für 800 Euro (mit neuem TÜV 990 Euro ab Händler). Eine sehr ernstzunehmende Wahl für Leute, die nicht das schönste und beste Auto brauchen, denen aber der Vectra zu alt ist. Der Nissan ist ähnlich zuverlässig und problemlos, und dieses Angebot hier wirkte durchaus ehrlich. 183.000 Kilometer sind noch nicht das Ende der Fahnenstange. Dass er sofort TÜV erhalten würde, spricht zudem für ihn, ebenso wie einige Reparaturen, die vor einiger Zeit durchgeführt werden. Dieser Nissan verspricht ein recht preiswertes Fahren und wäre durchaus ins Auge zu fassen, wenn man nicht nur ein Auto für zwei Jahre haben will, sondern etwas für längere Zeit. Ein typischer Geheimtipp auf dem Markt übrigens, dieser Primera.


Kommentare: 50

13.02.2013 15:40    |    auto-rolli_hx

Ich habe dieses mal für die C-Klasse abgestimmt, mit Automatik, neuem TÜV und langem Vorbesitz mein Favorit. Farbe und karge Ausstattung stören mich nicht, in dieser Preisklasse lebt man besser, wenn man da nicht anspruchsvoll ist.

 

Aber die Wahl war diesmal viel schwerer als beim 9er-Vergleich, nur ein Kandidat käme für mich hier gar nicht in Frage (Golf 3, wegen des beschriebenen Zustandes), alle anderen würde ich nehmen, wenn sie mir denn zum richtigen Zeitpunkt, wenn Ersatz benötigt wird, über den Weg laufen würden (oder technisch korrekter gesagt im Weg herumstehen würden). Fast alle genannten Autos waren lange beim jeweiligen Vorbesitzer, war das ein Vor-Auswahlkriterium von euch beiden?

 

Für den Benz spricht auch die gute Teileversorgung und die gar nicht so hohen Ersatzteilpreise für Standard-Kram wie Bremsscheiben- und Beläge etc.

 

Sehr spannender Blog, dürft ihr gerne immer mal wieder machen, solange euch die Lust nicht vergeht :D

 

Rolli_HX


13.02.2013 15:47    |    italeri1947

Zitat:

Fast alle genannten Autos waren lange beim jeweiligen Vorbesitzer, war das ein Vor-Auswahlkriterium von euch beiden?

Ich habe mir die Inserate allesamt vorher ausgesucht, die in Frage kämen, und mich bemüht, ein möglichst buntes Spektrum zusammenzustellen. Autos, die unseriös ausgeschrieben wurden oder schon im Inserat seltsam wirkten, wurden gar nicht erst besichtigt bzw. da wurde kein Verkäufer angerufen. Die einzige Zufallswahl war der Golf II, den wir nicht auf der Rechnung hatten, da dieser (etwas primitiv arbeitende) Händler nicht im Internet inseriert und der Golf III von der Straße aus deutlicher sichtbar war - den Golf II hatte ich schon beim letzten Mal auf dem Gelände stehen gesehen, aber nur am Rande realisiert (da sahen wir uns den Audi 80 an).

 

Danke für deine netten Worte!


13.02.2013 15:47    |    Rockport1911

Zitat:

Leonhard hatte sich Mitte 2002 als Ersatz für seinen metallic-braunen Audi 100 C3 (Fünfzylinder) einen Mercedes E240 Classic vom Typ W210 gegönnt

Erster Fehler, wie kann man einen Fünfzylinder weggeben? Die bockenhäßliche Farbe hätte man ja beheben können.

 

Die Reihenfolge bei mir wäre auch erst der Mercedes, dann nach Zustand entweder Golf II oder III und danach vielleicht der Nissan.


13.02.2013 15:50    |    italeri1947

Zitat:

Erster Fehler, wie kann man einen Fünfzylinder weggeben? Die bockenhäßliche Farbe hätte man ja beheben können.

Leonhard wollte einen Mercedes haben, weil er sich damals mit Audi und den neuen Modellen der Marke wohl nicht mehr identifizieren konnte. Ich weiß noch, wie er mir sagte, dass ihm Audi A4 und A6 "einfach nicht mehr gefallen". Der Audi ging damals nach Litauen, glaube ich. Es müsste ein Baujahr 1983 oder 1984 gewesen sein.


13.02.2013 15:58    |    HerrLehmann

Schwierig diesesmal.

Die Auswahl mit, zumindest laut Deinen Ausführungen, guten Fahrzeugen ist zu groß.

 

Mein Favorit wäre der 406 gefolgt vom Benz und dann der Primera.

Der 406 hat mir otisch schon immer gut gefallen.

Vermutlich wird der Primera aber das technisch anspruchsloseste Fahrzeug sein.

So einen Stern auf der Haube hat aber auch etwas.

 

Gruss HerrLehmann


13.02.2013 16:11    |    MarioE200

Hallo Hans.

 

Ich habe für den Nissan gestimmt, da er von den gezeigten Fahrzeugen in der Summe der Eigenschaften für mich die beste Wahl wäre.

Er ist solide, sparsam, hat Steuerkette, eine gute Heizung und Ausstattung (SLX)

 

Beim Golf 2 wäre ich fast schwach geworden, jedoch habe ich seinerzeit meinen 91er Jetta2 mit 70 PS nur verkauft, weil dieser keine Servolenkung hatte.

Ich glaube, dass sich kein Auto ohne Servolenkung schwerer lenken lässt, als der Golf/Jetta2 :confused:

 

Danke für die Recherche!

 

Gruß

Mario


13.02.2013 16:12    |    samstagnachtreiter

Dass Katja so übellaunig war ist ja kein Wunder,

Zitat:

„ich will jetzt was Jüngeres und Kleineres haben.“

,

wenn ihr beide diesem Wunsch nicht nachgekommen seid und ihr beiden alten Säcke ;):cool:euch statt dessen nur um den Peugeot gekümmert habt.

 

Mein Favorit ist der Golf II ganz einfach wegen der Ersatzteillage.

Gruß Marko


13.02.2013 16:12    |    Ascender

Habe mich mal der Mehrheit angeschlossen und für den Benz gestimmt.

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich aber noch eher zum Vorgänger tendieren, den 190er - auch Baby Benz. ;) Den finde ich vom Design her wesentlich markanter - und gute Exemplare gibt es auch (noch) zu einem guten Kurs.

 

Der 406 hatte leider die Technik-Marotten, die mich dann doch abschrecken würden (Fensterheber, undichter Blinker, etc.). Hm... vlt. waren die einfach nur genervt, dass sie Zeit und Aufwand investieren mussten, und weil nun schon zig Leute sich den Koffer angeschaut, aber noch niemand gekauft hat?

Ansonsten wäre ich jetzt einem 406 nicht abgeneigt.

 

Ich bevorzuge sowieso Stufenheck-Limousinen.

 

Der Golf II wird viel zu überbewertet. Aber er lässt sich nach wie vor gut verkaufen, und das treibt die Preise an.

 

Golf III würde ich mir nicht antun wollen.

Gab ja solche und solche...

 

Opel kommt mir nicht in die Garage. :p

 

Beim Nissan müsste ich 2 x überlegen, aber wenn ich dringend ein Auto brauchen würde, wäre das sicher ein Alternative, da gebe ich dir recht.


13.02.2013 16:27    |    HerrLehmann

Zitat:

Ich glaube, dass sich kein Auto ohne Servolenkung schwerer lenken lässt, als der Golf/Jetta2

Doch mein Ex Ford Sierra Ghia mit allem Zimt und Schotter aber ohne Servo.

Wenn ich mir dessen Ausstattung heute so überlege...:confused:


13.02.2013 16:45    |    Al Bundy II.

Hätte auch den C 180 genommen - der IIIer Golf wäre für mich schon aufgrund der "Modern Talking"-CD aus dem Rennen gewesen..:D


13.02.2013 17:16    |    chrissA4

Ich habe für die C Klasse gestimmt, gefolgt vom Golf II. Zwei von grundauf solide Autos mit nachvollziehbarem Lebenslauf,die mit etwas Pflege noch ein paar Jahre machen. Der Vectra wäre die dritte Wahl aufgrund des klapprigen Innenraums. Golf III fällt raus, Modern Talking CD UND Wunderbaum! :)


13.02.2013 17:22    |    italeri1947

Was mich bisher wundert: Der Peugeot 406 erhielt nur eine einzige Stimme!


13.02.2013 17:37    |    MarioE200

ebenso der Golf III, evtl. liegt es an der Modern-Talking CD?

 

Nein, der Peugeut 406 gilt als zuverlässig. Jedoch stört der defekte Heber und das defekte Radio in Verbindung mit der mürrischen Katja den Gesamteindruck.

Aber wie sang Heino bereits in den 70er Jahren?

Ja, ja die Katja...

 

Gruß

Mario


13.02.2013 17:45    |    chrissA4

Beim Peugeot haben mich auch die vielen Kleinigkeiten gestört und vorallem das Verhalten der Verkäuferin und ihrem Vater.

Der Golf III ist einfach zu weit runter... in Kombination mit besagter CD und dem Wunderbaum keine Option!


13.02.2013 17:45    |    bronx.1965

Mein(e) Favoriten: Vectra (aufgrund der Beschreibung und des Km-Standes, sowie Primera - ein Freund fährt seit Oktober solch einen (92er EZ) als Winterschlampe, der hat unfassbare 420.000 Km auf der Uhr.

Wir betrachten das in unserer Schraubertruppe als eine Art "Feldversuch":D Bis Oktober fuhr ihn der erste Besitzer, ein Ex-Kneiper, Jahrgang 1931. Der Wagen sieht von aussen schrecklich aus, Dellen und Kratzer, zerschrammte Felgen etc. Im November gab es, nach dem Wechsel der Spurstangenköpfe dann bei der HU weitere 2 Jahre "Gnade". Phänomenal;)


13.02.2013 18:11    |    auto-rolli_hx

Zitat:

Was mich bisher wundert: Der Peugeot 406 erhielt nur eine einzige Stimme!

Nun ja, kein schlechtes Modell, keine schlechte Vorgeschichte (eine Halterin), aber wenn schon zwei so offensichtliche und relativ schwer zu verheimlichende Mängel da sind, stellt sich immer die Frage ob da nicht noch mehr ist. Deutet auf eine "In den Wagen wird nichts mehr investiert"-Haltung hin.

 

Gab es Aussagen dahingehend, wie lange diese Mängel schon vorhanden sind? Wurden sie von den Vekäufern erwähnt, oder habt ihr sie zufällig bei der Probefahrt entdeckt? Wenn ich ein Auto zur Probe fahre, bleibt das Radio aus (will ja evtl. Störgeräusche hören), und ob ich den rechten Fensterheber getestet hätte... hätte auch untergehen können. Da hätte ich dann ganz schön blöd geschaut in den Tagen nach dem Kauf.

 

Rolli_HX


13.02.2013 18:17    |    italeri1947

Zitat:

Gab es Aussagen dahingehend, wie lange diese Mängel schon vorhanden sind? Wurden sie von den Vekäufern erwähnt, oder habt ihr sie zufällig bei der Probefahrt entdeckt?

Erwähnt wurden die Macken uns gegenüber zunächst nicht, wir haben sie eigentlich eher bei der Probefahrt entdeckt, weil ich immer sämtliche Verbraucher durchschalte und prüfe, ob etwas nicht so funktioniert, wie es eigentlich sollte.

Beim Verkaufsgespräch gab der Vater die Mängel des Peugeot zu, aber er sagte barsch: "Hören Sie, das ist ein altes Auto - die haben doch immer irgendwas, das wissen Sie ja bestimmt auch, deswegen wollen wir ihn auch loswerden...", und so weiter, und sofort. Mit Nachdruck hatten wir dann 1.300 Euro Verkaufspreis ausgehandelt, weil wir auf die Mängel hinwiesen. Verkaufsfördernd war die Haltung des Mannes aber nicht unbedingt, denn wenn jemand schon öffentlich bekundet, etwas loswerden zu wollen, weil es ihm Probleme macht, ist es vorprogrammiert, dass das nicht positiv ankommt.

 

Zitat:

Deutet auf eine "In den Wagen wird nichts mehr investiert"-Haltung hin.

Das kam auf mich ebenso zur Sprache. Die Leute schienen den 406 nicht sonderlich zu mögen.

 

Die Tochter stand indes gleichgültig daneben. Ich glaube, dass ihr das alles völlig egal gewesen ist. Eine seltsame Familie; die Mutter hatte am Telefon auch einen etwas schnippischen Ton gebracht.


13.02.2013 18:53    |    NoNameHR

Zitat:

Ich glaube, dass sich kein Auto ohne Servolenkung schwerer lenken lässt, als der Golf/Jetta2

Du hast noch nie nen LT 28 ohne Servo gefahren oder nen T3 syncro mit nem vollen 1000 Liter Faß auf der Ladefläche.

 

Ich stimme ganz klar für den Golf 2, wenig km, unanfällige und überschaubare Technik, günstige Teilepreise und schon ein klein Wenig Kultfaktor. ..... und die Servo lässt sich einfach nachrüsten ;)


13.02.2013 19:01    |    chrissA4

Das mit dem LT kann ich so unterschreiben! Hab mal bei ner Tiefbaufirma gejobbt, LT 28 75PS,voll mit irgendwelchen Krimskrams, großer Anhänger mit Minibagger drauf, ohne Servo. Fahrer kleiner Italiener, musste im stehen lenken! Der beste Spruch von ihm: wenn Gang nicht reingehen, musst du nehmen die Fuß :-)


13.02.2013 19:12    |    sukkubus

ohne mir den besichtigungstext durchzulesen, habe ich spontan für den golf2 gestimmt.

bester rostschutz.

einfache unkomplizierte technik

ersatz/verschleißteile leicht und günstig zu bekommen (ob neu oder schrotti)

 

beim benz bin ich vorbelastet... der vater einer freundin hatte so ein teil (ok, motorisierung weiß ich nicht mehr genau). bei diesem ist um ~1998-2000 automatik und ein jahr später der motor verreckt.

und das war kein heizer, sondern ein honoriger älterer herr.

und für mich kommt merde eh nicht in frage, zu bourgeois:p

 

zum golf2 ohne servo- ich habe 1984 bis 1992 den gti einmal als normal, später als 16v gefahren. ohne servo. als extra kam beim 16v lediglich abs rein. nicht dieses ganze leistungsmindernde gedöns, was heute so in mode ist:D

 

und der fuhr sich gut, lediglich beim einparken wurde die armmuskulatur etwas trainiert. war aber auszuhalten.


13.02.2013 19:39    |    andi_sco

ich habe für den primera abgestimmt, hatte einen 100ps reimport aus italien. einer der besten wagen, die ich hatte, super fahrwerk, gute ausstattung, nur verschleißteile gewechselt.

klimaanlage funktionierte auch als heizung, also an und 2min später warme luft:D. großer riesen kofferraum für eine limo. mehrlenkerachse, als andere noch auf mc pherson setzten. sparsamer motor (landstraße und kurzstrecke auf 6,5-7 l/100km).


13.02.2013 22:23    |    mr. mountain

Wie ich sehe hat der Golf 2 die meisten Stimmen bekommen...mittlerweile ist der 2er echt Kult!

Ich habe mich für den Primera entschieden, da ich davon ausgehe, dass dieser schon mit ABS und Airbags ausgerüstet ist. Ich möchte kein Auto mehr ohne diese Sicherheitsfeatures fahren.

Ferner waren die Nissan aus den 90ern Autos mit Dauerläuferqualitäten.

Der Benz hat für meinen Geschmack zu viele Kilometer, auch wenn da sicherlich noch ein paar dazukommen können. Motor und Getriebe sind eben nicht die einzigen Verschleißteile.


13.02.2013 23:09    |    almoehi26759

Golf III fahre seit 3 tagen auch einen.....TDI 94 HU/AU 3-14 331Tkm 400Eu aussen pfui innen hui....läuft...was will man(n) mehr...is zwar was anderes wie n Omega B,aber wenn frau vergisst Frostschutz einzufüllen(ZKD Wapu gekillt) muss man(n) nehmen was kommt...


14.02.2013 09:54    |    MarioE200

Zitat:

Du hast noch nie nen LT 28 ohne Servo gefahren oder nen T3 syncro mit nem vollen 1000 Liter Faß auf der Ladefläche.

Doch, als alter THWler durfte ich so einiges an Merkwürdigkeiten fahren. Mein erster 911, den ich gefahren bin, war kein Porsche!:eek:

 

UND AN ALL DIE LEUTE, WELCHE MEINEN, EIN 518i SEI UNTERMOTORISIERT, SOLLTEN MAL DEN MERCEDES 911 FAHREN!!!!

 

Im Vergleich zum Kadett, Escort, Mazda323 usw. lenkte sich der Golf/Jetta recht schwer. Heute hat fast jeder Panda sogar einen City-Modus.


14.02.2013 10:33    |    andi_sco

Bei kleinen gurken wie dem neuen panda oder up! braucht man keine servo. Einige jammern ja schon beim alten und wirklich leichten e30 darüber ...


14.02.2013 12:19    |    gtspecial

Für mich ebenfalls ganz klar der Vectra!

 

Kein schlechtes Auto. Der Motor unkaputtbar, Renterhand ist immer gut - ebenso wie die Automatik!

Die 100.000 km sind erst der Anfang - da kann man noch 200.000 km drauf addieren. Die Ersatzteile sind sehr preiswert! Nach dem Kauf mal beim Automaten das Öl wechseln und dann langsam an den neuen Fahrstil gewöhnen!


14.02.2013 16:59    |    VolkerIZ

Hier ist noch einer, der für den Golf 2 gestimmt hat. Auch wenn es nicht gerade meine Wunsch-Motorisierung wäre (1600er mit dem etwas anfälligen elektronischen Vergaser), immer noch das einfachste und reparaturfreundlichste Auto und für den Alltagsverkehr die erste Wahl für Leute, die sich nichts größeres leisten können oder wollen. Schiebedach und G-Kat ist auch dran, mehr braucht man nicht unbedingt. Und so übel war die CL-Serienausstattung im letzten Baujahr ja auch nicht mehr, der hat ja immerhin schon mal eine Uhr und einen zweiten Spiegel.

Golf 2 ohne Servo: Davon hatte ich 2 Stück, die konnte man beide mit 2 Fingern lenken. Den LT 28 von meinem Ex-Arbeitgeber auch. Das war allerdings noch ein Benziner mit dem Audi 100-Motor, also nicht der schwere 6-Zylinder-Diesel. Wenn beim Golf die Lenkung schwer geht, sollte man vielleicht mal damit in die Werkstatt. Da ist mit Sicherheit irgendwas festgerostet, verbogen oder was auch immer und bevor es sich komplett zerlegt, lieber mal einen Fachmann ran lassen.


14.02.2013 17:17    |    chrissA4

Die Auswahl an Teilen für den Golf II ist ja auch noch recht groß so das man die CL Ausstattung, wenn sie einem nicht reicht, aufwerten kann! Sagenhaft das man noch heute Golf II sieht an, denen das Wachs aus der Heckklappe läuft!


14.02.2013 20:53    |    XG30_2000

Hallo,

 

ich tendiere bei einer solchen Auswahl immer zum neusten Auto mit akzeptablem Kilometerstand. Deswegen habe ich für den Mondeo gestimmt. :)


14.02.2013 23:31    |    baumi70

Ich stehe auf alte Autos, die die Phase des Herunterrockens hinter sich haben. Autos, die älter als 20 Jahre sind, sind entweder immer super gepflegt worden oder unverwüstbar konstruiert.

Deshalb habe ich für den Golf II gestimmt. Der 70PS Benziner ist sogar recht sparsam im Verbrauch, 7-8l sind zu erwarten und mit grüner Plakette kann man überall hin.

Für den Benz hätte ich gestimmt, wenn es statt der C-Klasse ein richtiger 190er gewesen wäre. Aber die sind in gutem Zustand für wenig Geld leider nicht mehr zu bekommen. Das liegt vielleicht daran, dass niemals Heißwachs heraustropfte.


15.02.2013 06:27    |    chrissA4

@7406

Einer ist ja immer der Spielverderber.

Mit sind zwei freundliche seriöse ältere Herren zehnmal lieber als 2 Youngster, die ,,Ey voll krass alder, lass ma Probefahrt machen'' wollen! Genauso gibt es Leute die beim Händler eine Probefahrt machen um mal eben ein paar Sachen zu transportieren oä. Die Abnutzung bei einer Probefahrt halte ich auch für äußerst gering, da ich sowieso immer mitfahre und drauf achte das keiner Wilde Sau spielt.

Also locker bleiben.

MfG Chriss


15.02.2013 08:19    |    Diesel73

Sehr schöner Bericht. Ich habe auch für den Mercedes gestimmt, einmal aus Liebe zu diesen Fahrzeugen und auch, weil ich der Überzeugung bin, dass er einfach der Beste in der Reihe ist :).

Ich finde das übrigens klasse, dass ihr solche Touren macht. Das gibt dann echt einen realen Praxisbericht für alle, die gerade in der Situation sind, sich ein Low-Budget Auto zu kaufen. Und dafür ist MT ja da.

Also, weiter so, Daumen hoch!


15.02.2013 09:46    |    7406

@chrissA4 und Diesel73:

 

Nö, es ist nicht in Ordnung, das jemand solche Besichtigungstouren macht. Stellt euch doch mal vor ihr wolltet ein Auto verkaufen und da kommen dutzende solcher Autoenthusiasten, die zwar ohne böse Absicht aber auch ohne jede Kaufabsicht a) eure Zeit beanspruchen b) euren Sprit verheizen und sehrwohl ist der Verschleiß bei einer Probefahrt höher als bei einer alltäglichen Fahrt (man will ja die Bremsen testen, sehen ob der Hobel auch beschleunigt und da keine Stunde Fahrtzeit drinne ist, am besten auch mit kaltem Motor).

 

Ich habe das alles schon hiner mir und lege bei jedem auf, von dem ich nicht überzeugt bin, dass er mir den Wagen noch heute vom Hof fährt. Die Welt kann auf solche Hobby "Checker" verzichten.


15.02.2013 11:12    |    bronx.1965

Zitat:

Ich habe das alles schon hiner mir und lege bei jedem auf, von dem ich nicht überzeugt bin, dass er mir den Wagen noch heute vom Hof fährt. Die Welt kann auf solche Hobby "Checker" verzichten.

Ich wüsste nicht, ob ich das am Telefon sogleich einschätzen kann. Manchmal stellt sich eine vermeintlich lockende Offerte ja erst bei einer Probefahrt als absoluter Kernschrott heraus. Mir bei der Besichtigung eines D-Rekord selbst passiert. Es waren top-Fotos in der Offerte, innen wie aussen. Der Preis war zwar heftig, aber gute Ware kostet halt etwas mehr. Das dann "aufgefundene" und probegefahrene Auto erwies sich in jeder Hinsicht als der perfekte Blender. Das ging dann soweit, das der Verkäufer das ganze abbrach, als ich zu einer GTÜ-Stelle wollte um mal auf eine Bühne zu fahren. Die An- und Abfahrtswege von zusammen 280 Km waren halt umsonst.


15.02.2013 11:27    |    italeri1947

Zitat:

Handelt es sich hierbei eigentlich um eine fiktive Besichtigungstour oder habt ihr das wirklich durchgezogen, zum "Spaß" Autos anzugucken? Falls ja, finde ich das ganze äußerst unfair gegenüber den Fahrzeugbesitzern. Wer ein Auto verkaufen will, will nicht als Referenz für andere misbraucht werden, nicht für Spaßfahrten herhalten müssen und schon garnicht auf MT subjektiv bewertet werden.

Das haben wir wirklich unternommen - ich habe mich manchmal auch gefragt, ob das ganz richtig ist gegenüber den Verkäufern, um zu sagen "Ich überleg's mir, rufe noch einmal an", aber genau das dann doch nicht oder mit Absage für das zu verkaufende Auto zu tun. Dann war ja die ganze Mühe der Verkaufenden umsonst, das stimmt schon.

 

Aber wenn ich zusammenzählen würde, wie viele Interessenten bei mir sich in all den Jahren beraten ließen und dann am Ende doch wo anders gekauft oder eine andere Marke gewählt haben, waren das wirklich nur "Peanuts".

 

Es muss jeder, der sein Auto ausschreibt, im Grunde ja damit rechnen, dass potenzielle Interessenten kommen, die den Wagen vielleicht zur Probe fahren und besichtigen, aber dann doch nicht kaufen wollen. Deswegen macht man ja solche Besichtigungen - ein Auto ungesehen kaufen, das kann man nur machen, wenn es wirkliche Glückstreffer zu Freundschaftspreisen sind, bei denen man davon ausgeht, dass nicht viel passieren kann, wie etwa der leicht beschädigte Ford Sierra für 100 Euro mit einem Jahr TÜV, den ich mir vor einigen Jahren habe entgehen lassen.

 

Zitat:

Genauso gibt es Leute die beim Händler eine Probefahrt machen um mal eben ein paar Sachen zu transportieren oä. D

Ich habe vor Jahren mal einen neuwertigen Laguna I Grandtour zur Probefahrt herausgegeben. Später, als ich dann in der Mittagspause an einem Bäckerladen stand, dem gegenüber ein (heute nicht mehr existentes) Möbelhaus lag, sah ich dann meinen bayeux-violetten Laguna Grandtour mit meiner Händlerwerbung stehen, während der Typ, dem ich eine Stunde vorher die Schlüssel gab, etwas einlud. Erklärung: Der scheinbare Laguna-Interessent hatte sich den Wagen wohl nur geholt, um ein paar Stücke zu transportieren. Ich habe es ihm nicht gesagt, dass ich ihn sah, mir aber meinen Teil gedacht. Er ließ sich dann zwar noch Laguna-Prospekte geben, doch gekommen ist er danach nie wieder.

 

Nun verabschiede ich mich zu einer Rundfahrt und einem Treffen mit engen Freunden; für euch alle wünsche ich einen schönen Freitag.


15.02.2013 15:52    |    Christian8P

Eiegntlich würde ich zur C-Klasse tendieren, schon deshalb, weil ich immer an die Zuverlässigkeit des Sterns glaube. (Übrigens trage ich mich mit der wahnwitzigen Idee mit einem W140 nach Wladiwostock zu fahren...Mal sehen ob sich das verwirklichen lässt). Andererseits kann mit einem Golf II nur wenig falsch machen. Super Rostvorsorge und ein Motor, bei dem man sich schon echt anstrengen muss um ihn klein zu kriegen.


16.02.2013 16:12    |    backbone23

Nach den Erfahrungen mit meinem Micra würde ich wohl zum Nissan tendieren.

 

Der Benz wäre mir für die KM einfach zu teuer, der Golf III ist nicht das Gelbe vom Ei, Golf II als Alltagswagen für mich ungeeignet, bei dem Opel steht die Automatik im Weg und der Peugeot ... sicherlich nicht schlecht, aber mein Bauch würde mich den Nissan nehmen lassen. ;)

 

Ich seh gerade, der Benz hat ja auch Automatik. :D


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