19.08.2012 17:33
|
italeri1947
|
Kommentare (47)
| Stichworte:
Autos
Kaufen würde ich ihn mir nicht, denn er wäre mir schlicht zu klein für meine Einsatzzwecke - aber er ist eindrucksvoll robust und setzte 1986 Zeichen für die Zukunft: Vollverzinkt, 10-jährige Garantie gegen Durchrostung ab 1988, procon-ten, Aerodynamik erster Klasse, Innenraumdesign wie aus einer höheren Klasse, feinste Verarbeitungsqualität und laufruhige, sparsame Motoren waren es unter anderem, die den letzten Audi 80 als B3 und B4 zunächst zu Bestsellern auf dem Neuwagenmarkt und anschließend zu gefragten Gebrauchtwagen werden ließen. Gebaut von 1986 bis 1991 (B3) und von 1991 bis 1995 (B4) sind die Fahrzeuge noch heute ein fester Teil des deutschen Straßenbilds und gehen einfach nicht kaputt. Man muss sich schon sehr dumm anstellen, um einen Audi 80 zu zerstören.
Vorhin habe ich gleich zwei Audi 80 B4 gesehen; einer war silbern, der andere weinrot. Beide hatten originale Alufelgen im Zehnspeichen-Styling und sahen gepflegt aus. Sie standen geparkt beide am Straßenrand, sodass ich die Fahrer nicht sehen konnte.
Die Frage in diesem Artikel, die primär gestellt werden sollte, wird schon aus dem Titel ersichtlich, doch ich stelle sie euch noch einmal komplett formuliert:
Wie stellt ihr euch den typischen Fahrer der Audi 80 B3 und B4 vor? - charakterlich, altersmäßig, von Beruf, Wohnlage, Hobbys, Familienstand und optischer Erscheinung her? Gern dürft ihr auch nach Karosserievarianten und Bauserien differenzieren. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf kreative Beiträge von euch! |




Kommentare: 47
19.08.2012 18:17 |
rpalmer
Der typische Fahrer eines Massen-08/15 Autos?
Das ist ungefähr genauso wie "Wie stellt man sich den typischen Elise-Fahrer vor?" und andere pauschalisierende Aussagen. Wieso stellt man sich überhaupt die Frage?
Mein Audi 80 war zunächst von einer jungen Audi-Mitaerbeiterin bewegt, dann fast zwei Jahrzehnte von Rentnern (Damals gerade in diese gekommen), dann von mir für den Winter und jetzt ging er an einen 35-Jährigen, der ihn nur als Zweitwagen braucht, da seine Frau ab und zu Erledigungen zu tun hat, wenn er in der Arbeit ist.
Aber was sagt das schon?
In der Nachbarschaft fährt ein Student mit einem 1,9 TDI B4 herum, weil der damit günstig zur Uni kommt und ich kenne auch einen Tankstellenpächter der lange Zeit einen Competition hatte und jetzt auf M3 e46 umgesattelt hat. Den Competition hat er aber immer noch, jedoch abgemeldet.
19.08.2012 18:31 |
notting
Mein Kumpel hatte mal so einen als Fahranfänger-Fahrzeug, IIRC vom Vater "geerbt". Vater ist IIRC Prokurist und mein Kumpel hat nach dem Abi eine Banker-Ausbildung gemacht für die Abi Voraussetzung ist, ist also nicht aus armen Hause. Seit er richtig Geld verdient, hat er einen neueren Audi.
notting
19.08.2012 18:32 |
Monstrabidur
Zu seiner Zeit war der Audi 80 das Hut-und-Hosenträger-Auto der nicht am Hungertuche nagenden Gesellschaftschicht schlechthin. Ein Image, mit dem Audi heute um Himmelswillen nicht mehr in Verbindung gebracht werden will.
Aus heutiger Perspektive ist gerade das letzte Modell (91 bis 94) dieser Reihe vor dem A4 das interessanteste, da es eine Karosserievielfalt und -qualität hat, die man vorher nicht kannte.
19.08.2012 18:49 |
VolkerIZ
Seh ich genau so. Audi ist die Marke für Leute, die sich einen Mercedes leisten könnten und auch nicht an der Qualität sparen wollen, aber ganz bewußt keine Nobelmarke fahren wollen. Ein wenig spießig, aber unheimlich seriös. Wobei es mich heute noch wundert, daß der B3 sich so gut verkauft hat. Der B2 wurde ja noch von Familien mit Kindern gekauft, dafür reichte beim B3 der Kofferraum nicht mehr. Irgendwie hat Audi es geschafft, das neue Modell trotz der äußerst spacigen Form vorwiegend an ältere Herren zu verkaufen. Beim B4 stimmte dann auch wieder der Nutzwert, aber die treue Kundschaft ist geblieben. Es liegt also nicht nur an der Verzinkung, daß es noch so viele gute Exemplare gibt, sondern auch an den typischen Erstbesitzern, die ihre Autos noch gepflegt haben.
Heute sieht das natürlich vielfältiger aus. Ein Audi jenseits der 300tkm ist einfach ein billiges Auto und wird auch von Leuten gefahren, denen die Marke egal ist, auch viele junge Leute. Und so sehen die Autos dann häufig auch aus, knallbunt mit breiten Reifen und bombastischen Bassboxen, was eigentlich überhaupt nicht zum Audi paßt.
19.08.2012 18:53 |
Goify
Hm, er heißt Stefan und fährt ein 93er Modell, den er sich nach einer langen Reihe recht minderwertiger Autos aus Italien im Jahr 1994 als Jahreswagen gönnte. Der Wagen ist schwarz metallic, hat die oben erwähnten 10-Speichenfelgen in bemitleidenswertem Zustand und an Extras nur ein Schiebedach und elektrische Fensterheber. Insgesamt steht der Wagen nach seinen über 200.000 km recht mies da und man kann jeden einzelnen nicht oder nur notdürftig reparierten Unfallschaden gut erkennen. In den letzten Jahren wurden die TÜV-Vorbereitungen immer teurer, aber aus einem Grund, den er selbst nicht nennen kann, tauscht er ihn nicht gegen einen jüngeren Wagen ein, sondern lässt ihn beständig reparieren. Der Ölverbrauch soll bei ca. 2 L auf 1000 km liegen, sagt er.
Im Winter fährt er mit dem Wagen die paar Kilometer innerorts ins Büro und im Sommer mit dem Rennrad, sozusagen eine Art Winterauto mit gelegentlicher Langstreckenfahrt. Aber auch das ist seltener geworden, da er viel lieber mit dem Zug fährt.
Er selbst ist Anfang 40 ledig und Bauzeichner, wohnt allein in einer kleineren Wohnung und ist äußerst bescheiden. Seine Urlaube verbringt er wandernd, gerne auch mal zu Fuß von München nach Venedig, wie letztes Jahr. Außerdem ist er äußerst sympathisch und eher ein ruhiger Typ.
19.08.2012 19:08 |
bronx.1965
DER typische Audi-80-Käufer seiner Zeit stand für Seriösität in der Lebensplanung, durch und durch solide
fast schon an's Spießige grenzend, bloß nicht auffallen wollen.
Aber bei Qualität und Haltbarkeit keine Kompromisse akzeptierend. Der Karren konnte ruhig was kosten,
man sah es ja nicht auf den ersten Blick. Daimler? Kommt nicht in Frage, zu protzig!
Der typische Mittelständler mit dem Reihen-Häuschen, Car-Port daneben, ein Leben-brav und solide gelebt. Diese, nicht ganz ernst gemeinte Einschätzung galt natürlich nur für die DAMALIGEN Erwerber und ist MEINE Sicht der Dinge, welche überhaupt keinen Anspruch erhebt.
Heute kann man das nicht so stehen lassen. JEDER kann in einem B-3,B-4 sitzen. Student, Freiberufler, Rentner, was auch immer.
Für mich waren die Baureihen ein Meilenstein in Sachen Robustheit und Haptik. Diese Verarbeitungs-Quali
wurde danach nicht mehr erreicht. Der 1,8L mit 90(?) PS war einer der besten Motorisierungen seinerzeit.
19.08.2012 19:30 |
Chrisifan
Für mich war de Audi 80 ein typisches "Aufsteigerauto" Menschen die jahrelang Golf + Passat gefahren sind. Dann durch Rente oder Kinder aus dem Haus, sich mal was gegönnt. Ein MB oder BMW kam nicht ins Haus,was soll der Nachbar denken, in Reihensiedlungen gibt es keine Angeber.
19.08.2012 19:44 |
mirabeau
Die typischen Fahrer waren Audisten ;-)
19.08.2012 19:52 |
WOB79
Ich fahre meinen 80er noch sehr sehr gerne. Es ist ein Auto was durch seine sehr gute Langzeitqualität überzeugt. Auch wenn der Benzinverbrauch nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Die Abwrackprämie war und wird nie zur Debatte stehen.
Ich sag nur auf die nächsten 19 Jahre. Dann aber als Youngtimer.
19.08.2012 20:09 |
HyundaiGetz
Mein Opa hatte einen. Ich glaube - ich bin mir aber nicht mehr sicher - es war eines der späteren Modellen in Bordeux-Metallic. Habe ihn leider nur noch wage in Erinnerung... meine Mutter sollte ihn auf seinen Wunsch hin erben - leider hat er den Weg aber nie in unsere Garage geschafft.
Das ist aber eine andere Geschichte.
19.08.2012 20:56 |
volvocrasher
Meine Mutter hat vor ca. 5 Jahren einen gehabt, Dritt- oder sogar Viertbesitzer(in). Vorher hatte Sie einen 115PS-Passat Typ Nasenbär, für den die Versicherung nach einer TK-Anpassuzng zu teuer wurde, weswegen er verkauft wurde. Der Audi war ein Zufallsfund, silber, Motor fraß von Anfang an Öl, fuhr sich aber super, Ø-verbrauch von 8 Litern Super. Die einzigen Kriterien waren Kombi und mac. 5000 Euro. Hätte also auch ein Omega oder Golf werden können. Frauen haben bei ihren Autos eben kein Statusdenken, daher eine Reihenhausblaueswasserimgästeklountenlinksvomeingangmutmapungen.
19.08.2012 20:58 |
s-m-n
Ich hab ein paar Audi 80-Fahrer in meinem Freundeskreis, und diese berichten über einen Spritverbrauch von 12-14 Litern auf 100 km....das ist für mich eigentlich der einzige Grund, warum ich noch keinen 80er fahre....für mich käme aber nur der B3 in Frage.
19.08.2012 20:59 |
Goify
12 bis 14 Liter? Du hast aber nen komischen Bekanntenkreis.

19.08.2012 21:02 |
s-m-n
Einer fährt nen B4 mit der 2.0 100 PS-Maschine und kriegt ihn nicht unter 12 Liter...hat aber wohl auch nen nervösen rechten Fuß^^
Achja und der andere ist ein Audi 90 fällt mir grad ein, der kriegt ihn mit seinen 5 Zylindern und 170 PS auch nicht unter 14 Liter....
19.08.2012 21:09 |
Knecht ruprecht 3434
Wenn der Drehzahlmesser im Begrenzer hängt darf man schalten.
Tut man dies ca. 4000 Touren früher wirds angenehmer
für Brieftasche, Ohren und Mitmenschen.
19.08.2012 21:13 |
notting
@Knecht ruprecht 3434: Blödsinn! Der typ. Audi-80-Fahrer tankt sowieso immer nur für 20EUR und der Motor ist dank der fetten Audio-Anlage unhörbar, egal was man damit macht!
SCNR
notting
19.08.2012 21:14 |
whyismypoopsobig
Um ein Haar, wäre so ein Audi mal mein erstes Auto geworden.
Baujahr 1989 1988 1.8S als limousine,
Geworden ist es damals ein 92er Astra F, weil billig und weniger Kilometer und neuer, gepflegtes Frauenauto.
Einen der besten Opel, abgesehen vom Rost.
Und jetzt?
Bediene ich Klischees ?
Sehe ich aus wie ein Beamter?
19.08.2012 21:16 |
VolkerIZ
Der B3 sollte eigentlich mit maximal 8 Litern auskommen (4-Zylinder). Der B4 gilt als etwas übergewichtig und ich habe hier im Forum schon öfter gelesen, daß sich Leute über den Verbrauch beschwert haben. Der ist auch schwerer als z.B. der Audi 100 C3. Über die Werte kann ich mich trotzdem nur wundern. Der JN (90PS 1800er) hat bei mir im Audi B2 oder auch Passat 32B nie über 8 Liter gebraucht und ich fahre relativ viel Stadtverkehr. Der B3 müßte schon wegen der besseren Aerodynamik sparsamer sein. Und so sehr kann das Gewicht beim B4 auch nicht ins selbige fallen, ein 190er Mercedes ist z.B. auch schwer für seine Größe und braucht auch nicht mehr.
Man sollte vielleicht doch mal die Motoreinstellung überprüfen lassen.
170PS im Audi 90? Gab es das überhaupt? Das wäre ja dann der Turbo. Der kann natürlich schon mal etwas mehr brauchen. 14 Liter finde ich aber auch etwas extrem.
19.08.2012 21:18 |
Caddynutzer
Ich war wohl damals ein eher untypischer Audi 80 B4-Fahrer, mit meinen damals rund 30 Lenzen.2.0 l mit 90 PS.
Absolut laufruhig das Fahrzeug.
Bis mir das Fahreug dann in Polen (wo auch sonst?) gestohlen wurde, war ich sehr zufrieden.
19.08.2012 22:12 |
Bulli Driver
Ich hatte vr Jahren auch mal ein 4B 2.0E 115PS mit dem ich anfangs sehr zufrieden wahr. Ordetliche Fahrleistngen bei humanen Verbrauch. Ich hab ihn mit 8-10l im Stadtverkehr auf Kurzstrecke bewegt, was zu Deutsche Mark Zeiten durch aus im Rahmen war. Leider ging der Verbrauch bei c.a. 148TKM schlagartig auf 14-16l hoch u. die Aussage des
Im Fehlerspeicher ist nichts hinterlegt und eine Fehlersuche würde 2-3TDM kosten was für einen Azubi den GAU bedeutet mußte er weg.
Schade eigendlich, bis auf die wackeligen Sitze (Limo) ein sehr schöner Wagen.
19.08.2012 23:00 |
Mobi Dick
Ich hatte den Audi 80 Quatro mit 170 PS. Kann mich aber nicht daran erinnern, dass der einen Turbo gehabt hatte, aber in jedem Fall 5 Zylinder! Die Straßenlage wäre auch heute noch konkurrenzfähig und ich nahm dem Auto auch ab, dass er eine schneebedeckte Sprungschanze hoch schafft! Nur der Luftmassenmesser, Tuerschloss Fahrerseite, die hinteren Bremssättel ( Handbremse) machten Probleme. Daraufhin habe ich das Coupé in Zahlung gegeben. Ein Verbrauch unter 12 Liter ist mir auch nicht in Erinnerung!
20.08.2012 00:10 |
mr. mountain
Audi 80 als Neuwagen in den 90ern:
Pensionierter Lehrer, der vom Käfer über Passat zum Audi 80 in grünmetallic aufgestiegen ist. Fährt den Wagen bis zur altersbedingten Untauglichkeit ein Fahrzeug zu bewegen.
Beamter der Stadtverwaltung wechselt vom E 30 BMW (viertürige Limousine) zu einem Audi 80 Avant, ebenfalls in grünmetallic.
Nach 10 Jahren wird der Wagen an den studierenden Sohn weitergegeben und er selbst steigt auf einen Golf Plus um.
Fliesenleger, der am Wochenende gerne aus seinem Opel Combo in einen sauberen, schwarzen Audi 80 steigt. gute Ausstattung, Limousine, Sportfahrwerk und edle Felgen zieren das gepflegte Fahrzeug.
Heute fährt dieser Handwerker einen Audi A6 Avant 4f.
Dies sind keine Fiktionen, sondern Bekannte, die zu einem neuen bzw. neuwertigen Audi 80 griffen.
20.08.2012 01:00 |
rpalmer
30000 DM Fehlersuche, nur um Lambdasonde und Motortemperatursensor durchzumessen?
20.08.2012 08:31 |
WOB79
@rpalmer,
nicht 30000, 3000!
War bestimmt diese Werkstatt.
http://www.autohaus-fickfrosch.de/
20.08.2012 08:41 |
gtspecial
Grundlegend scheint insgesamt die sehr lange Nutzungsdauer, denn die Fahrzeuge sind auch heute noch in vielen Punkten gleichwertig (Langstrecken - Komfort, Verarbeitung etc.). Die Fahrer kauften n.m.E. überlegt, wollten das Auto lange nutzen und haben es dann meist familiär weitergegeben.
Unser B4, 2.0 ABT (12.1991) kam 1994 zu uns. Seine Ausstattung (u.a. ABS, Klima) war sehr gut und letztes Jahr haben wir 20zigsten zusammen gefeiert. Der Wagen hat die Abwrackprämie locker passiert, weil er eben seiner Zeit voraus war. Der Verbrauch liegt bei Kirchturmtouren so um die 8 Liter, auf der AB zurückhaltend auch um die 7.0. Die Kupplung ist immer noch die erste (km: ca. 350.000) und auch sonst gab es wenig Probleme.
Ich mag seine entschleunigende Art und ich glaube die meisten Fahrer sind Reisende und keine Raser. Sie schätzen die „Aus dem vollen Gefräst“ – Qualität! Da beschlägt keine Scheibe, die Heizung ist auch für Sibirien geeignet, die Tür fällt satt ins Schloss, dieser Auspuffsound (die Anlage ist komplett original!) und und und…… Seine Fahrer mögens dies, die inneren Qualitäten und eher nicht Effekthascherei.
20.08.2012 09:06 |
Daemonarch
Gab es im B4 nicht sogar nen 2l mit 90ps? Das war ein unzerstörbarer Klotz, beinahe schon ein Vielstoffmotor!
20.08.2012 09:08 |
Daemonarch
Das ist in meinen Augen ein Oxymoron!
Negativ! 2,3l 20v ohne Turbo.
Hatte ne Freundin als Fronti im Coupe und hat den im überwiegenden Stadtverkehr mit 9l bewegt.
20.08.2012 09:11 |
chrissA4
@volker IZ
der 170PS war der 5zyl. 20V ohne Turbo!
Der typische Audi 80 Fahrer hat sich nicht über sein Auto definiert, er ist gradlinig, konservativ mit nem Hang zur spießigkeit. Der Audi 80, grad die B3 und B4 waren für ihre Zeit moderne, aber trotzdem konservative Autos. Ich hab vom B1 über B2 und B3 alle gefahren. mein erstes Auto war ein 75er Audi 80L, während alle Kumpels Manta A und Ford Capri fuhren. Ja, ich war ein Spießer! :-)
mfg chriss
20.08.2012 09:13 |
bronx.1965
@Daemonarch:
Als alter Audi-Pilot müsste dir doch bekannt sein, das der im allerersten Audi-60 sitzende Motor,
ein von Daimler-Benz ursprünglich für Y-Bildungsreisen entwickelter Motor war.
(tats. gedacht als "Vielstoff-Motor") Daraus wurde dann der oft-zitierte "Mitteldruck"-Motor.
Zum Oxymoron - JEPP
Mit Grüssen, Bronx..
20.08.2012 09:16 |
Goify
Aus dem Yps-Heft?
20.08.2012 09:19 |
bronx.1965
@Goify:
Y= Bundeswehr! (der gebräuchliche Kurzausdruck von gedientem Personal
)
20.08.2012 09:32 |
Chris492
Schwer zu sagen, heute kaufen ihn wohl Preißbewusste Fahrer... in der Regel ist der Audi 80 ja sehr robust und kann lange gefahren werden ohne viel zu investieren.
Wie schon erwähnt war der Astra F auch so robust... wurde damals bei uns gefahren mit dem 1.4Liter 60PS Motor... lief immer ohne Problme....ganze 19Jahre lang...dann war halt doch zuviel Rost am Wagen und es wäre einfach unrentabel gewesen das alles schweissen zu lassen.
Aber beim Audi 80 ist ja nicht viel mit Rost in der Regel.
20.08.2012 09:51 |
Daemonarch
Ich hätte mitte der 90er nen super gepflegten Typ89 für 2000dm kaufen können, und ärgere mich heute noch, das ich es nicht getan hab.
Mit schönen 9x16 sah das Ding echt super aus...
20.08.2012 10:43 |
Kickdown-169
Glaube nicht, dass es einen typischen Audi 80-Fahrer gibt.
Mein Opa (heute 76) hatte auch einen Audi 80, einer von 88, danach einen Audi A4 und nun VW Jetta.
Eine Tante von mir hatte auch mal einen 86er Audi 80 mit Automatik, der im Jahr ca. 2000KM bewegt wurde, nach Ihrem Tod wurde der Wagen verschenkt.
Mein Vater fuhr auch mal einen 93er Audi 80 Avant 2.0E, hatten wir einige Jahre und es war sein ganzer Stolz.
Danach einen 98er Passat Limo TDI, dann Volvo V70, verschiedene BMW´s und nun hat er einen 2011er Volvo S60 D5.
Ist also niemand Audi treu geblieben bei uns
Grüße
20.08.2012 11:25 |
Rockport1911
Pauschalisieren lässt sich das nicht. Aber Ich denke das der heutige typische Audi 80 fahrer eher nicht an einen Verkauf denkt.
Ein Bekannter von mir hat auch einen dunkelgrünen 80er gefahren. Neu gekauft und bis letztes Jahr gefahren. Ein großer Reperaturstau und der erhöhte Spritverbrauch bei wenig Fahrleistung führte dann zur Verschrottung. Jetzt fährt er Polo 6n2.
20.08.2012 11:53 |
amidufou
In den Jahren 86-91 kauften oder leasten den Audi 80 Typ 89 (später B3 genannt) und den B4 durchaus viele junge Berufsaufsteiger. Durch sein dynamisches Hartmut Warkuß-Design war er eine Dreier-BMW-Alternative. Der MB 190 W201 war damals schon etliche Jahre auf dem Markt und wirkte noch deutlich "gesetzter" als der durchaus sportliche 80er (Ex-80er-Fahrer griffen daher in der Zeit auch häufig zu Jetta und Passat Stufenheck, die eher dem Image des 80er-Vormodells entsprachen) und der 3er E34 von BMW lag in den letzten Zügen vor Modellwechsel Dezember 1990. Auch diese beiden Modelle gehören ja noch heute zum Straßenbild und haben Charme, Charisma und Qualität.
Sie haben das, weil sie, jeder auf seine Art, heute als "letzte Vertreter des alten Markengeists" gesehen werden. Der Audi 80 als Massenprodukt war damals der zweite Vertreter des Audi-Aufbruchs, der mit dem Audi 100 Typ 44 (später C3 genannt) im Herbst 1982 begonnen hatte.
Seinen Geist (technisch innovativ, schlankes, sachliches Design, sehr robust und gut verarbeitet) atmen nach meinem Gefühl heute am ehesten die noch laufende C-Klasse oder der derzeitige Octavia, alles Andere (A4-5-6-7 und BMW 3-4-5-6-7er) ist aufgebretzeltes und letztlich doch spießiges Poser-Material fürs Establishment, auch für den kommenden Mercedes C ahne ich nichts Gutes, wenn ich mir E und A anschaue.
Was würde ich darum geben, wenn ich statt manchem Cross-over SUV und Hochdach-Kompakten à la Countryman, Tiguan und X1-6 einen "alten" 86er-94er Audi 80 sehen dürfte. Laßt solche Ausgeburten der effekthascherischen Nischenmodellpolitik für Angeber erst mal alt werden, dann sind sie nur noch peinlich und nicht zeitlos wie heute so ein Audi 80 oder MB 190.
20.08.2012 13:58 |
Fordlover1975
Tj, also: meine Eltern hatten nacheinander 2 ( Typ 78 / 81 ? ): Bj 81, alpin weisser Formel E mit 85 PS, gehörte vorher älteren Leuten / Schlachter, 1984 - 86, ab 86 80 SC silbermet. mit 90Ps aus 1984,bis 1989 in unserer Familie. Von älterem Herrn, da fuhr hinten kaum jemand auf der Decke !!!!!mit, der hatte damals auch nur 34000 auf der Uhr, danach fing dir Japanerzeit an ( 323,626,bis jetzt 3 Accord ) Der hatte einen für eine Limousine riesigen kofferraum. Eigentlich sollte der weiße Audi mal ein Santana werden, war unseren Eltern aber zu teuer. Der Sc war wie aus dem Ei gepellt, der vorbesitzer hat Ihn / Sie / Es ? nie bei Regen aus der Garage geholt.
20.08.2012 14:19 |
knolfi
Ich weiss nicht ob ich ins Klischee passe...aber ich hatte einen Audi 80 (B4) mit dem "kleinen" V6-Benziner (2,6l mit 150 PS) von Mai 1994 bis April 1997 in meinem Besitz. Der Wagen war dunkelgrün metallic und war als ehemaliger Werkswagen der Audi AG, wo ich ihn drei Monate nach Erstzulassung mit 10.000 km auf der Uhr gekauft habe, für damalige Verhältnisse sehr gut ausgestattet: Klimaanlage, Lederausstattung, Sitzheizung, Wurzelholz, ABS, zwei Airbags und das "große" Casettenradio Gamma inkl. Aktivlautsprecher waren an Bord.
Der Wagen war nach meinem Katastrophen Golf III eine echte Wohltat und ideal für lange Strecken...somit hab ich in drei Jahren auch 80.000 km mit ihm abgespult.
Meine damalige "Fast"-Freundin fand den Wagen allerdings "spiessig" (gut der Golf sah sportlicher aus) und ich hab damals optisch durch ein paar 17-Zoll-10-Speichenfelgen aus dem original Zubehör und einer Frontschürze von Zehnder inkl. weisser Blinker etwas nachgeholfen, den "Spiesser-Look" etwas zu reduzieren. Ach ja, ein Blaupunkt-Radio mit CD-Wechsler hab ich auch noch nachgerüstet.
20.08.2012 19:37 |
St. Abilus
Nachdem ich auf dem W123 240D und dem Fiesta Mk3 1.3 meiner Eltern abwechselnd gefahren bin, musste als mein Bruder seinen Führerschein hatte ein eigenes Auto her.
Ich war damals 22 und mein erstes Auto ein Audi 80 B4 Baujahr 1992, seinerzeit 6 Jahre alt. 60000km gelaufen, Vorbesitzer war ein älterer Herr, Weinrotmetallic mit beiger Innenausstattung.
2l Benziner mit 90PS, Verbrauch lag so bei 9-10l Normalbenzin. Habe das Auto 4 Jahre gefahren und 2002 nach Unfall durch einen B6 1.8T ersetzt, welchen ich heute noch fahre (261000km).