19.05.2013 15:35    |    italeri1947    |    Kommentare (220)    |   Stichworte:

evanda-2004evanda-2004

In der gehobenen Mittelklasse ist die Luft für Importmarken sehr dünn - es sei denn, sie sprechen mit kompromisslos extravaganten Autos (Franzosen/Italiener) oder Komplettpreis-Angeboten für Schnäppchenjäger (die aber außer dem bis 2004 einigermaßen erfolgreichen Mitsubishi Galant seit den 90er-Jahren nie wieder auf große Stückzahlen kamen) bestimmte Zielgruppen an. Ein Vertreter der erfolglosen Garde ist hier traditionell Daewoo/Chevrolet gewesen.

 

Nach dem Leganza (1997-2003), den ich im Blog hier schon hatte (wen es interessiert, der kann gern lesen!) und der an anderer Stelle auch für knallharte Rechner empfohlen wurde, kam zum Modelljahr 2003 der Daewoo Evanda auf den Markt. Diese 4.77 Meter lange Stufenheck-Limousine der gehobenen Mittelklasse verfolgte das gleiche Rezept wie der unpopuläre Vorgänger: Viel Auto für wenig Geld sollte angeboten werden. Geboten wurde von technischer Seite ein braver Zweiliter-Vierzylinder-Benziner mit 131 PS; serienmäßig mit Fünfgang-Handschaltung; gegen Aufpreis gab es ein Automatikgetriebe mit vier Gängen.

 

Überhaupt war die Aufpreisliste des im Sommer 2004 für 20.990.- Euro käuflichen Evanda sehr kurz - außer der bereits genannten Automatik gab es noch spezielle Metallic-Lackierungen, eine Lederausstattung, ein Schiebedach und ein Navigationsgerät, ansonsten war eigentlich alles serienmäßig, was 2002 Klassenstandard war: Hochwertige Radioanlage mit Kassettenteil und CD-Wechsler, Klimaautomatik, Sitzheizung, elektrische Fensterheber vierfach, Alufelgen, Holzimitat - und eine im Ganzen, vor allem am niedrigen Preis gemessen durchaus gute Verarbeitungsqualität. Die war schon im Leganza nicht schlecht gewesen.

 

Dafür gab es Mängel in der Feinabstimmung - der eigentlich für den US-Markt entwickelte Evanda, der dort als Suzuki verkauft wurde, hatte einige Macken, die in Deutschland ein Fernbleiben der Kundschaft bewirkten: Dazu zählten ein unzeitgemäß hoher Verbrauch, eine nicht der Klasse entsprechende Materialanmutung im Innenraum, ein für den deutschen Geschmack zu weiches Fahrwerk sowie das Fehlen bestimmter Sicherheitseinrichtungen wie ESP oder Kopf-Airbags, die 2002 eigentlich in dieser Klasse Standard waren. Dieselmotoren und eine Kombiversion, beides bei uns eigentlich ein Muss, wurden gar nicht erst angeboten.

 

Große Verkaufserfolge waren so nicht zu erreichen; der Wagen geriet zu einer Standuhr und konnte nur über hohe Preisnachlässe verkauft werden. Die treuesten Kunden hatte die Marke Daewoo in den neuen Bundesländern, wo der Evanda auch tatsächlich in einer nennenswerten Stückzahl unter die Leute kam - oft auch, weil die Vertragshändler schon Trabant und Wartburg repariert hatten, man sich kannte und ein Markendenken den Autokäufern dort eher fremd war - man suchte einfach einen gemütlichen, gut ausgestatteten Wagen mit viel Platz und ohne lange Aufpreisliste, da war man dann beim Evanda und ähnlichen Modellen nicht am falschen Ort.

 

Der Evanda war dafür geräumig und preiswert - und, wie man heute sieht, ist er ein zuverlässiges Gemüt, denn wenn man sich umhört, ist eigentlich jeder mit diesem Daewoo ganz zufrieden. Größere modelltypische Schwächen hat der Fronttriebler nicht, er gilt als recht problemloser und unkomplizierter Vertreter seiner Klasse, ist rein technisch für 200.000 stressfreie Kilometer gut.

 

Ende 2004 gab GM die Marke Daewoo auf und bürgerte stattdessen Chevrolet ein - so wurde auch der Evanda fortan bei uns als "Chevy" verkauft. Was nichts an seinem Wesen und seinen Talenten änderte. Es gab ein kleines Facelifting mit anderen Polsterstoffen, geändertem Innenraum und modernisierten Leuchten, ansonsten blieb alles beim Alten - auch der niedrige Preis. Im Frühjahr 2005 wurde erstmals eine Autogas-Version eingeführt und offiziell über das Händlernetz vertrieben.

 

Im Februar 2006 kam der Nachfolger Epica auf den Markt - auch dieser verkaufte sich bis zur Einstellung zum Modelljahr 2011 kaum, begeisterte aber die Stammkunden des Evanda und Schnäppchenjäger, die auch gut damit bedient waren und sind - doch darüber kann ich, besteht Interesse, gern ein anderes Mal schreiben. Die wenigen Vertragshändler waren auch beim Evanda froh, kaufte mal einer dieses Fahrzeug und warfen den Wagen praktisch den Käufern hinterher. 16.000 Euro oder weniger waren zum Schluss als Neupreis durchaus möglich. Kam dann ein Evanda mal als Gebrauchtwagen zurück, dann das selbe Spiel - er galt als praktisch unverkäuflich, woran sich auch heute nichts geändert hat, und man war froh, ihn loszuwerden. So ist das auch heute noch. Gut gepflegte Evanda mit lückenlosem Scheckheft und nicht selten aus erster oder zweiter Hand (die sind eigentlich eher die Regel) sind für keine 3.000 Euro schon zu bekommen und den Preis meist wert, vor allem, weil derartige Angebote oft frischen TÜV haben. Aber meist kauft so ein Fahrzeug niemand.

 

Was bleibt, ist im Falle des Evanda ein günstiger Gebrauchtwagen: Hoher Wertverlust und geringe Nachfrage machen diesen Koreaner zum echten Preisschlager. Wer mit kleinen Schwächen leben kann und bereit ist, ein Auto zu akzeptieren, das dem Standard der oberen Mittelklasse nicht ganz entspricht, bekommt eine im Ganzen grundsätzlich durchaus gut gemachte klassische Limousine mit zeitlosem Design und soliden Qualitäten. Es wird sehr viel Auto für sehr wenig Geld angeboten, und auch die Qualität ist respektabel. Der Evanda ist billig - aber nicht schlecht, da er auch durchaus eine gute Zuverlässigkeit aufweist. Im Low-Budget-Bereich eine ernstzunehmende Alternative für Leute, die damit leben können, ein No-Name-Auto zu fahren - wer das kann, sollte sich den Evanda ruhig mal näher anschauen.


Kommentare: 220

19.05.2013 15:42    |    Drahtfahrer

Würde ich ppersönlich nicht empfehlen ,die teile sind bestimmt schlechz zu kriegen usw


19.05.2013 16:18    |    Monstrabidur

Für einen Apfel und ein Ei macht man gewiss nichts falsch. Außer man will ihn irgendwann mal verkaufen.

 

P.S.: Danke Hans, endlich mal wieder ein Fahrzeug, dass dem Titel deines Blogs gerecht wird. :-)


19.05.2013 16:21    |    italeri1947

Zitat:

Für einen Apfel und ein Ei macht man gewiss nichts falsch. Außer man will ihn irgendwann mal verkaufen.

Das trifft zu - wer einen Evanda heutzutage kauft, der sollte sich eigentlich bewusst sein, dass er den nie wieder gewinnbringend verkaufen kann und entweder bis zum Schrottplatz oder bis zum wirtschaftlichen Totalschaden fahren muss.

 

Zitat:

P.S.: Danke Hans, endlich mal wieder ein Fahrzeug, dass dem Titel deines Blogs gerecht wird. :-)

Danke für das Lob! In nächster Zeit folgen einige weitere solcher Modelle!

 

Zitat:

Würde ich persönlich nicht empfehlen ,die teile sind bestimmt schlechz zu kriegen usw

Wir reden hier ja von relativ "jungen", etwa zehn Jahre alten Fahrzeugen - und für die bekommt man eigentlich noch alles, was man braucht. Schwierig wäre es jetzt, wenn wir hier von angehenden Youngtimern sprechen würden; so etwas würde ich ich auch nicht mehr empfehlen!


19.05.2013 16:25    |    Drahtfahrer

Asso :-)naa dann würde ich denn schon empfehlen :-):-)

 

Wie sind die Motoren haltbar ?


19.05.2013 16:26    |    italeri1947

Zitat:

Wie sind die Motoren haltbar ?

Die grundsätzliche Technik war nie das Problem solcher Autos; Motor und Getriebe es Evanda sind für 200.000 Kilometer gut.


19.05.2013 16:35    |    Drahtfahrer

Hört sich nicht schlecht an ,

 

Müssten mall beim mobile einen finden


19.05.2013 17:16    |    carisim

Erstmal Lob dafür, dass du dir die Arbeit machst und über solch ein unbekanntes Auto berichtest, vorallem weil Koreaner ja lange Zeit eher ein "Tabuthema" für dich waren.

 

Aber deine abenteuerlichen Geschichten über die Leute in den neuen Bundesländern ohne Markendenken und nur ein möglichst großes Auto für möglichst wenig Geld suchen werden langsam wirklich etwas fad, nicht böse gemeint.


19.05.2013 17:28    |    FastEddy

Schöner Artikel, Hans und dafür, dass Du ja eigentlich eine gewisse Abneigung gegen amerikanische und koreanische Autos in Dir trägst, sehr neutral geschrieben. ;)

Darf ich trotzdem eine kleine Korrektur anbringen?

Du schreibst:

Zitat:

Ende 2004 gab GM die Marke Daewoo auf und bürgerte stattdessen Chevrolet ein

Das ist so aber nicht vollkommen korrekt. In Südkorea werden die Autos der GM DAT (General Motors Daewoo Auto & Technology Co.) noch immer unter dem Label Daewoo verkauft und in Down Under klebt das Holden Logo auf den Autos.

 

Ansonsten freue ich mich, dass Du Deine Blogs wieder den Exoten und Aussenseitern widmest, viele und gute Blogger, die nicht den Mainstream behandeln, sind ja nicht mehr hier. Falls ich mir aber jemals ein Thema bei Dir wünschen dürfte, dann wäre es ein Blog über einen Exoten aus den '50er, '60er oder '70er Jahren, denn die kommen leider in den Blogs überhaupt nicht mehr vor…


19.05.2013 17:31    |    italeri1947

Zitat:

Falls ich mir aber jemals ein Thema bei Dir wünschen dürfte, dann wäre es ein Blog über einen Exoten aus den '50er, '60er oder '70er Jahren, denn die kommen leider in den Blogs überhaupt nicht mehr vor…

Das können wir arrangieren!


19.05.2013 17:48    |    FastEddy

Echt?! :D

Aber das sind ja gar nicht so Deine Jahrgänge – äh, Blogtechnisch gesehen… ;)


19.05.2013 20:36    |    mirabeau

Den Citroen Visa zum Bleistift wurde schon gebracht, der ist aus den 70ern. Es fehlen dann noch der LNA und der Axel.

 

Zum Evanda: Den habe ich auch schon ein paar mal gesehen und fand ihn ganz ok, ich würde ihn fahren wenn ich etwas drüber wüsste, ob es Teile und zu welchem Preis es sie gibt. Innen der typische Koreaner-Schick aus aalglattem Echtleder und Plasteholz.


19.05.2013 21:00    |    Christian8P

Der Peugeot 604 ist auch aus den 1970er Jahren und war hier ja auch schon Thema.

 

Der Evanda ist mal wieder so ein Fall, der mir erst durch diesen Beitrag wieder in denn Sinn kam. Ich würde sagen: Heute kaufen, wegstellen und in 20 Jahren ist man der Mittelpunkt jeder Old- und Youngtimer-Messe, weil ihn wohl Niemand wirklich aufbewahren wird (möchte). - Ich auch nicht, allerdings freut es mich immer sehr, wenn sich Leute auch solch "Mauerblümchen" annehmen.


19.05.2013 21:06    |    VolkerIZ

Kennt noch jemand den Chrysler Sunbeam (deutsche Bezeichnung)? Ich meine jetzt nicht den geschrumpften Horizon mit Heckantrieb, sondern das Modell, was im Ausland als Hillman Avenger verkauft wurde und das sogar mit Erfolg. Bei uns ist das wohl das vergessenste Auto überhaupt. Ich finde im gesamten Internetz keine Hinweise mehr darauf, dass der überhaupt mal bei uns angeboten wurde und wüßte auch nicht, ob irgendwo noch einer mit deutscher EZ rumfährt. In den 80ern gab es bei uns in der Gegend einen einzigen. Ähnlich selten ist der Moskwitsch Aleko, aber den hatten wir hier schon und der ist auch ein paar Jahre jünger.


19.05.2013 21:12    |    Christian8P

Doch den gab es auch in Deutschland, allerdings hieß der hier doch irgendwie anders. Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass der mal in der Auto-Zeitung mit seinen Mitbewerbern verglichen wurde und den letzten Platz belegte.


19.05.2013 21:19    |    VolkerIZ

Weiß ich, dass es den in Deutschland gab. Aber ich finde heute keine Hinweise mehr darauf. Der existiert nur noch in der Erinnerung von ein paar alten Säcken so wie bei mir. :D


19.05.2013 21:19    |    bronx.1965

Zitat:

Aber deine abenteuerlichen Geschichten über die Leute in den neuen Bundesländern ohne Markendenken und nur ein möglichst großes Auto für möglichst wenig Geld suchen werden langsam wirklich etwas fad, nicht böse gemeint.

Sehe ich anders.

 

 

Zitat:

Die treuesten Kunden hatte die Marke Daewoo in den neuen Bundesländern, wo der Evanda auch tatsächlich in einer nennenswerten Stückzahl unter die Leute kam - oft auch, weil die Vertragshändler schon Trabant und Wartburg repariert hatten, man sich kannte und ein Markendenken den Autokäufern dort eher fremd war - man suchte einfach einen gemütlichen, gut ausgestatteten Wagen mit viel Platz und ohne lange Aufpreisliste, da war man dann beim Evanda und ähnlichen Modellen nicht am falschen Ort.

Das, was Hans da anspricht, ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen und eher positiv gemeint. Ich stamme auch aus den "neuen" Ländern (ein übrigens äusserst besch*** Begriff) und teile das!

Man war und ist dort nicht so markenbetont gewesen bei der Kaufentscheidung eines Autos. Schon gar nicht in der Zeit der Wiedervereinigung. Marken wie Renault und die Koreaner erreichten aufgrund gutem Preis/Leistungsverhältnis sehr gute Absatzzahlen. Das die damalige Kundschaft zudem recht konservativ war, sieht man an den verkauften Modellen. Es wurden mehr Stufenhecks verkauft als in den alten Ländern.

Das betraf Opel genau so wie Renault (Chamade, sehr beliebt in "Neufünfland"), sowie den eher ungeliebten Jetta, der sich im Osten viel besser verkaufen liess (wie übrigens auch der VW-Santana).


19.05.2013 21:22    |    bronx.1965

Zitat:

Kennt noch jemand den Chrysler Sunbeam (deutsche Bezeichnung)?

Gab es den in den USA nicht auch als Dodge Omni?


19.05.2013 21:24    |    VolkerIZ

So hieß der Horizon in Amiland. Würde mich aber nicht wundern, wenn der Name vorher schon mal vorgekommen ist. Über die diversen Avenger-Exportmodelle könnte man sowieso Doktorarbeiten schreiben. In Argentinien wurde er als Dodge 1500 verkauft und nachdem VW Chrysler Arg. gekauft hatte, als VW 1500. Mit VW-Zeichen, sonst unverändert. Mit dem Typ 3 oder dem 1500er Käfer hatte das natürlich nichts zu tun.


19.05.2013 21:25    |    Christian8P

Ne ne. Den meinten wir nicht. Der kam erst später. - Glaube ich. Also der Dodge Omni, Talbot Horizon und wie er sonst noch geheißen haben mag.


19.05.2013 21:43    |    Andi2011

Moin,

erst heute ist mir ein Evanda über den Weg gelaufen,stand am Strassenrand abgestellt auf einem Parkplatz mit heftigem Unfallschaden. Da hab ich noch gedacht,dass der Wagen eigentlich ganz gelungen aussah, sein (ja beabsichtigter) Ami-Touch gefiel mir immer irgendwie ganz gut, er erinnerte mich auch immer etwas an den guten Crown Victoria, was vieleicht auch nicht ganz unabsichtlich von Daewoo war.

 

 

Grüße

Andi


19.05.2013 21:45    |    Christian8P

@VolkerIZ

In Deutschland hieß das Teil Sunbeam 1250 tc



19.05.2013 21:49    |    VolkerIZ

Ist ja mal heftig, ein echter Linkslenker. Soweit ich weiß, gab es da auch mehr Modelle. Der, an den ich mich erinnern kann, war ein 1500 oder 1600GT, hatte auch Doppelscheinwerfer, aber der Grill war irgendwie anders, und dann Vinyldach und Stahlsportfelgen, ähnlich wie bei Opel. Der Fahrer paßte perfekt zu seinem Auto, mit Koteletten und brauner Cordhose, noch Mitte der 80er. Im Gegensatz zum Auto hatte er aber weniger Löcher. :D


19.05.2013 21:51    |    Christian8P

Das Bild hat mir Google geliefert. Gut möglich, dass es da für einzelne Exportmärkte wieder mal Unterschiede gab.

 

Mit so einem Outfit wäre der Typ heute richtig "angesagt".


19.05.2013 21:52    |    mirabeau

Der Hillman Avenger sah aus wie der Chrysler 2 Litre, nachdem er zu heiß gewaschen wurde. Auf youtube gab es mal einen vintage road test dazu, leider finde ich ihn nicht mehr.


19.05.2013 21:55    |    Chrisifan

nee der Chrysler Sunbeam war der da http://www.rootes-chrysler.co.uk/car-development/dev-sunbeam.html.

 

Den gab es auch als Sunbeam Lotus und fur in der Rally WM.

Der Sunbeam hatte im gegensatz zum Horizon Heckantrieb

ich fuht mal selbst einen . In so einer Orangegelben Farbe


19.05.2013 21:59    |    Christian8P

Der Link funktioniert (bei mir?) nicht.

Du meinst diesen Apparat nehme ich mal an.

- Nicht zu verwechseln mit dem Horizon...



19.05.2013 22:24    |    Chrisifan

Ja genau der ist es der link geht nicht weil hinter dem *****.html ein Punkt ist . Den weg machen und schon geht der Link

Habe gerade bei Wiki nachgeschaut Als Lotus wurde er sogar WM


19.05.2013 22:35    |    Christian8P

Das ist aber auch der einzige Grund, warum er noch in den hintersten Winkeln meines Hirns existiert...

 

- Ich liebe diesen Blog.

Immer wieder kommt man hier auf Autos zu sprechen, die in meinem Kopf sonst nicht unbedingt präsent sind und immer wieder wird hier so richtig "freigedreht". Ich erinnere mich, dass wir mal mit Autos für unter 500Euro angefangen hatten und am Ende beim Lotus Omega gelandet waren.

 

Danke Hans!


19.05.2013 22:40    |    VolkerIZ

Dem kann ich mich nur anschließen. Hans ist immer so tolerant, wenn man vom Thema abkommt. :)

Geh ich jetzt ins Bett oder mach ich noch ein Fass auf?

Gut, ich geh ins Bett.

Oder kennt noch jemand den Datsun Violet? :D


19.05.2013 22:42    |    Christian8P

Ja doch den kenne ich. Der hatte diesen völlig "farblosen" Nachfolger Stanza.

 

Ich kann noch nicht ins Bett gehen. - 24h-Stunden Nürburgring...


19.05.2013 22:43    |    VolkerIZ

Den Stanza gab es in den ersten Jahren unter anderem in so farblosen Farben wie mintgrün, flieder und fast rosa, natürlich alles in Metallic. Fällt mir nur gerade ein, bevor ich ins Bett gehe. :cool:


19.05.2013 22:49    |    Christian8P

Bekannte von meinen Eltern hatten mal einen in mintgrün. Das ist aber verdammt lange her. 1986/87?

 

Der Violet hieß vorher übrigens 160J :o


20.05.2013 00:05    |    Bert Benz

eine klassische Limo, fand den damals durchaus bemerkenswert ansehnlich.

 

Aktuell sind solche Limo-Exoten z.B. Chevrolet Malibu und Kia Optima, selten zu sehen aber durchaus gut brauchbar. Viel Auto fürs Geld und fahren bis er auseinander fällt!


20.05.2013 00:10    |    Christian8P

Obwohl ich eigentlich kein großer Freund asiatischer Autos bin, finde ich den Kia Optima richtig "sexy". Den wird wahrscheinlich auch das gleiche Schicksal ereilen...


20.05.2013 04:00    |    rpalmer

Durchaus ein interessantes Auto, aber im Mittel 10 Liter Verbrauch (Laut dem einen Benzin-User auf Spritmonitor)... das ist echt heftig für nen 4-Zylinder mit 131PS. Und aus dem Grund würde der nicht auf den Hof kommen, sind bei den jetzigen Preisen mal eben 15,50€ für 100km :rolleyes:


20.05.2013 10:24    |    Bert Benz

Das Verbrauchsproblem verbindet ihn auch mit dem aktuellen Limo-Exoten Suzuki Kizashi (vom US Markt abgezweigt). Bemerkenswerte Preisgestaltung all inclusive, wie aus den Anfangsjahren der Japaner.


20.05.2013 10:48    |    kjw1980

Hallo Hans,

 

wie immer ein toller Beitrag.

In meinen Augen gibt es einen starken Grund, warum dieses Fahrzeug neben fehlendem Image und fehlender Bekanntheit keinen Markterfolg hatte:

Das Kombiinstrument!

 

Beim Evanda bewegt sich die Gestaltung der Tachoeinheit auf dem Niveau eines japanischen Kleinwagens der neunziger Jahre. Und genau hier isst das Auge des Fahrers sehr stark mit, muss er doch immerzu auf diese Sammlung aus verschiedenen Anzeigen blicken.

 

Ich habe mal das Kombiinstrument (KI) des Evanda zweien seiner Konkurrenten aus dem Jahr 2005 gegenüber gestellt. Auf der einen Seite haben wir den BMW 5er E60 mit einer KI-Gestaltung, die in ihrer Schlichtheit fast an Langeweile grenzt, aber den Fahrer mit ihrer Klarheit erfreut. Darüber hinaus ist das KI sehr stilsicher. Auf der anderen Seite haben wir unseren geliebten Oberklasse-Outsider Renault Vel Satis, der mit einem opulenten und verspielten KI antritt und den Fahrer damit entweder erfreut oder überfordert. Doch genauso wie der BMW mit seiner Klarheit ist der Renault mit seiner fast barocken Opulenz stilsicher.

Beim Evanda hocken Anzeigen in plastilinen Höhlen, die Digitalanzeige ist oval. Stil? Naja. Zu Gute halten muss man dem koreanisch-amerikanischen KI, das alles vorhanden ist. Damit endet aber auch schon das Positive, aber seht selbst:



20.05.2013 12:03    |    martyv8

Erstmal danke an Italeri für den interessanten Beitrag.

 

ZUm Kombiinstrument des Evanda: Ich finde das nicht so schlimm. Es entspricht dem bereits vorher genannten Japan-Chic der 90er Jahre. Es erinnert mich ein bisschen an Honda Accord und Legend- Instrumente aus dieser Zeit.


20.05.2013 13:30    |    italeri1947

Zitat:

- Ich liebe diesen Blog.

Immer wieder kommt man hier auf Autos zu sprechen, die in meinem Kopf sonst nicht unbedingt präsent sind und immer wieder wird hier so richtig "freigedreht". Ich erinnere mich, dass wir mal mit Autos für unter 500Euro angefangen hatten und am Ende beim Lotus Omega gelandet waren.

Danke Hans!

Vielen Dank für dieses Lob, und ich freue mich immer sehr darüber!

 

Zitat:

Den Stanza gab es in den ersten Jahren unter anderem in so farblosen Farben wie mintgrün, flieder und fast rosa, natürlich alles in Metallic. Fällt mir nur gerade ein, bevor ich ins Bett gehe. :cool:

Oh, ja, das dämmert mir auch noch. Die Stanzas waren eigentlich gar nicht verkehrt - mir fiel noch Silberblau-Metallic ein, das eigentlich bei uns die Hauptfarbe für dieses Modell gewesen ist - aber um 1995 herum spätestens waren sie wie vom Erdboden verschluckt. Wohl auch wegen den Prämien für Autos ohne Katalysator beim Kauf eines Neuwagens; auf diese Weise starben auch andere Japaner der frühen 80er-Jahre einen jähen Tod.

 

Zitat:

Oder kennt noch jemand den Datsun Violet? :D

Selbstverständlich!

 

Zitat:

Kennt noch jemand den Chrysler Sunbeam (deutsche Bezeichnung)?

Das war die gezeigte größere Limousine, die eigentlich mal von Talbot entwickelt wurde und dann über verschiedene Jahre in allen möglichen Modellbezeichnungen bis hoch zu "Chrysler 2-Liter" bei uns für Preise zwischen 11.-13.000 D-Mark verkauft worden ist. An sich kein schlechtes Auto, aber schlecht verarbeitet und ohne jegliche Feinabstimmung. Dafür waren sie als Gebrauchtwagen sehr preiswert, wenn auch genauso rostanfällig. Ich glaube, die Autos wurden fast fünfzehn Jahre lang bei uns verkauft, bis etwa 1980/1981 herum.


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