22.11.2012 12:44    |    italeri1947    |    Kommentare (56)    |   Stichworte:

bmw-5er-1988-1996bmw-5er-1988-1996

Mit Low-Budget-Gebrauchtwagen ist das immer so eine Sache: Es gibt solche, die man nur aufgrund des niedrigen Preises loswird, die aber eigentlich viel mehr wert wären und schlicht wegen fehlendem Interesse so günstig sind – es gibt aber auch solche, die Selbstläufer sind und auch in betagtem Alter immer verkauft werden können. Irgendwo in der Mitte hält sich mein nächstes Kandidat im Blog auf – wir kennen ihn alle, wir fuhren alle auch mal in so einem oder kennen einen, der mal einen solchen hatte. Die Chance, dass man täglich so einen sieht, ist groß.

 

Die Rede ist von einem Auto, das ich mir fast selbst gekauft hätte, weil es einfach so gut und überzeugend gemacht ist. Es war 1987/1988, als ich auf BMW umsteigen wollte und kurzzeitig von meinem 750i-Traum abkam, da der E34 mir sehr gut gefiel und im direkten Vergleich dem E32 fast ebenbürtig zu sein schien. Ein 524td Automatik hätte mich fasziniert, und ich sah mich schon in einem solchen sitzen: Alpinweiß lackiert, graue Polster, Alufelgen, schwarze Rückleuchten, wie das damals Trend war, und Schiebedach. Ich kam dann doch wieder davon weg und kaufte mir den 750i-Traumwagen; habe das auch nie bereut.

 

Der BMW E34 kam in eine Zeit, in der die Bayern in der 5er-Klasse kaum mehr einen Stich hatten: Der Opel Rekord hieß jetzt Omega und war durch seine moderne, sachliche Art ein ernstzunehmender Konkurrent geworden, der Mercedes W124 begeisterte nach Problemen beim Serienanlauf durchgehend, der Audi 100 war alt geworden, wurde aber Ende 1987 mit dem Facelift auf hochwertigstes Niveau gebracht. München musste reagieren und stellte im Januar 1988 die ersten E34 in die Autohäuser. Sieben Millionen Kilometer legten die Testexemplare bis dahin zurück, bis man sicher war, dass der BMW ohne Schwierigkeiten serienreif sein könne.

 

Der E34, dessen Form bereits im Sommer 1985 feststand, markierte für BMW eine neue Dimension und wurde von der Autobild, als der 520i getestet wurde, zum „Bayern, der alles hinter sich lässt“, gekürt. Im November 1987 lief das erste Serienfahrzeug in Dingolfing vom Band; ein 535i mit 211 PS. Die Kunden hatten ihre Freude hingegen viel eher an 520i (129 PS) und 525i (170 PS). Es folgten der bereits erwähnte 524td mit 115 PS und der 530i mit 188 PS. Eine eta-Version mit etwa 150 PS war angedacht, wurde aber verworfen, ebenfalls war der 524d mit 86 PS anfangs noch im Gespräch gewesen, wurde aber auch nicht eingebaut. Dafür kam zum Modelljahr 1989 ein neuer M5 mit wuchtigen 315 PS auf den Markt. BMW lieferte für die meisten Motoren Schalt- und Automatikgetriebe.

 

BMW hatte Erfolg: Im Juni 1988 hatte sich der neue BMW etabliert – aber er war alles andere als billig; die Grundversion als 520i kostete bei akzeptabler, aber nicht üppiger Ausstattung immerhin 38.900 Mark – und da war noch nicht einmal ein Radio drin. Aber mit Erfolg: 208 Prozent Umsatzsteigerung gegenüber dem ersten Halbjahr 1987 mit dem E28 waren im ersten Halbjahr ’88 für den Neuling drin.

 

Leider hatte es BMW nicht geschafft, ein Auto ganz ohne Kinderkrankheiten auf den Markt zu bringen, doch stetige Modellpflege hielt den BMW auf dem Laufenden: Bereits im Januar 1989 wurden die Frontscheinwerfer überarbeitet. Auch flogen im Juni 1989 die Modelle ohne Katalysator, die BMW vorher auf ausdrücklichen Kunden-Sonderwunsch noch lieferte, endgültig aus dem Programm – solche Fahrzeuge dürften heute original kaum noch existieren; derartige ECE-Versionen waren ab Werk lediglich für den Kat-Einbau vorbereitet. Ehemalige ECE-E34 könnte es noch geben, aber eben mit nachgerüsteten Katalysatoren. Viele wissen sicher gar nicht, dass es den E34 jemals ohne Katalysator gegeben hat!

 

Der 4.72 Meter lange BMW wurde im Crashtest 1990 zudem noch als einer der damals sichersten Limousinen seiner Klasse beworben. Das war zwar für mich ein Nachteil, da der im selben Test geprüfte Renault 25 gnadenlos schlecht abschnitt, aber andererseits waren BMW und Renault Autos für verschiedene Kundenkreise, sodass dieses Argument kaum zog. Wer einen R25 wollte, für den wäre BMW keine Möglichkeit gewesen, damals zumindest. ABS und Airbag waren im BMW lieferbar; ab 1990 gab es ABS in Serie für alle Modelle, vorher modellabhängig.

 

Ebenfalls 1990 wurden die kleinen Sechszylinder überarbeitet; der 520i leistete nun 150 PS, der 525i kam auf 192 PS. Der 530i flog aus dem Programm. Ab Mai 1990 entfiel der Zahnriemenwechsel; BMW stellte auf Steuerketten um. Neue Technik bekamen auch die Automatik-Kunden, denn die Bayern brachten ihrem inzwischen Meistgekauften im Oktober 1990 die neue Fünfgang-Automatik mit EH-Steuerung bei. Der alte Viergang-Automat wurde nur noch in den 535i eingebaut, der 1991 sowieso eingestellt wurde. Dafür kam der 525tds mit 143 PS im November 1991 auf den Markt; der bereits 1983 vorgestellte und aus dem E28 mitgeschleppte 524td entfiel somit.

 

1992 kam es zu einem Facelift, in das inzwischen auch der zweite E34 einbezogen wurde. Im Herbst 1991 hatte BMW wie in den Jahren zuvor schon Mercedes, Audi, Opel, Volvo und Citroen auch einen großen Kombi auf den Markt geworfen, und der Ford Scorpio Turnier war auch für 1992 angekündigt – da konnte München nur schnell reagieren: Der touring kam im September 1991 auf den Markt und wurde schnell akzeptiert. Einzig eine Cabrio-Version, die 1989 durch die Presse geisterte, wurde nicht realisiert. BMW konzentrierte sich auf den Klassiker mit Stufenheck sowie auf den neuen Kombi. Ebenfalls hielt der Allradantrieb Einzug – als 525iX mit elektronischer Antriebssteuerung und 192 PS gab es nun auch einen Fünfer mit Vierrad-Antrieb. Er gilt heute als extreme Rarität und wenn doch einer zu finden ist, dann ist er meist ziemlich aufgebraucht und über Gebühr verwittert. Zudem gab es jetzt auch den 540i mit dem 286 PS starken V8-Motor, den es auch im E32 gab, und einen neuen 530i mit V8-Motor und 218 PS, analog zum Siebener. Den 540i konnten sportliche Fahrer auch ohne Preisunterschied mit Sechsgang-Schaltgetriebe statt der serienmäßigen Automatik ordern.

 

Zum Modelljahr 1993 gab es wie gesagt ein Facelifting. Als wesentlichen Schritt kann man hierzu einerseits die serienmäßige Einführung des Fahrer-Airbags mit PUR-Kranz nennen, ebenso wurde der M5 auf 340 PS hochgezüchtet. Gurtstrammer, eine Aufwertung der allgemeinen Serienausstattung, neue Außenspiegel und Radzierkappen sowie eine Erweiterung der wählbaren Sonderausstattungen rundeten den neuen 5er-Jahrgang ab. Technisch führte BMW nun die variable Nockenwellensteuerung VANOS ein und stellte sich wieder mal auf die Spitzenposition. Der Absatz gab BMW Recht, denn der E34 verkaufte sich nach wie vor hervorragend.

 

Dann platzte 1993 die Bombe – lang von BMW dementiert, gab es nun ein neues Basismodell; den 518i mit vier Zylindern. Für bestimmte Exportländer wurde er bereits ab 1989 hergestellt. Nur wenige Monate gab es ab Januar 1993 das 113-PS-Modell mit altem M40-Motor, ehe der 518i auf Steuerkettenbetrieb umgestellt wurde und mit dem neuen M43-Motor auf 115 PS kam. Es gab den 518i auch mit Automatikgetriebe und als touring. Der Grundpreis betrug akzeptable 43.500.- DM (Limousine). Meistverkauftes Modell war nach wie vor der 520i mit 150 PS, ein Dauerbrenner – wie gut der ist, zeigt sich heute auf dem Low-Budget-Markt besonders eindrucksvoll, aber dazu später mehr. Neu war 1993 auch der 525td mit 115 PS als zweiter agiler Reihensechszylinder-Turbodiesel. Er blieb jedoch ein Außenseiter.

 

1994 kam BMW mit Sondermodellen um die Ecke; eine Fülle von Editionen wurde geboren. Während der E30 touring als „Design Edition“ aufgewertet wurde und in sein letztes Jahr ging, hielt sich der E34 dezent als „Executive“ in Position: Edle Hölzer, Velourspolsterungen, die Teillederausstattung „Millpoint“ sowie Ledersitze standen zur Auswahl. Spezielle Mica- und Metallicfarben wurden geliefert, ebenso beinhaltete das Executive-Paket attraktive und gern gekaufte Sonderausstattungen. Daneben wurde zwar weiterhin auch der normale E34 geliefert, doch aufgrund Preisvorteilen entfiel 1994 ein Großteil auf die Executive-Versionen, die es für alle Modelle sowie für Limousine und touring gegeben hat.

 

Ende 1994 baute BMW dann den Beifahrer-Airbag in jeden E34 ohne Mehrpreis ein. Die letzten Limousinen liefen im September 1995 vom Band, ehe der neue E39 folgte. Der touring hielt noch bis 1997 durch; dann mitunter auch als Erdgas-Version 518g mit 115 PS. So endeten im März 1997 fast zehn Jahre Automobilgeschichte – der E34 war für BMW ein voller Erfolg und hat auch gewiss Automobilgeschichte geschrieben. Er war so ausgewogen, dass er im Grunde fast jeden ansprach.

 

Heute:

Was bleibt, ist ein echter Dauerbrenner – der E34 stirbt einfach nicht aus. Er ist aus dem Straßenbild nicht wegzudenken, da man immer auf ihn trifft; er gilt als einer der besten BMW aller Zeiten und ist auch für viele „der 5er schlechthin“, denn er ist einfach allgegenwärtig. Selbst Exemplare aus den Jahren 1988 und 1989 sind noch recht zahlreich im Umlauf! Der Wagen war schon immer gut, doch erst heute zeigt sich, wie gut er wirklich ist: Eindrucksvoll gut nämlich. Zwar neigen Modelle aus dem Baujahr 1993 durch Probleme mit neuen Lackierungsverfahren zu stärkerem Rostbefall als die davor und danach gefertigten Exemplare, doch wirklich aufhalten kann den E34 kaum etwas. Er ist so haltbar, dass die langlebige Technik auch Wartungsfehler verzeihen kann. Übertreiben sollte man es dennoch nicht – Dinge wie Kopfdichtungsschäden und Wasserpumpenprobleme sind überliefert, aber man kann ja alles vermeiden. Pflege und Wartung sind auch bei so robusten Autos wie dem E34 unerlässlich! Wer so einen heute kauft, kann noch viel Freude mit dem alten Bayern haben, wenn er sich um den Wagen kümmert.

 

Mich persönlich hat speziell an den BMWs aus den Jahren 1987-1995 immer ihre Ausgewogenheit fasziniert. E32, E34, E36 und der Facelift-E30 haben Dimensionen gezeigt, die BMW nie mehr erreicht hat; sei es im Bezug auf Qualität, aber auch was die Haltbarkeit und die Wartungsfreundlichkeit angeht, waren und sind diese Autos ganz weit vorn. Das sind einfach angenehme Fahrzeuge mit einem bodenständigen, zuverlässigen Charakter und einem ganz eigenen Reiz, dem man verfallen muss. Die Perfektion der Verarbeitung muss man erlebt haben.

 

Der E34 ist auch heute noch zeitgemäß – trotz oder gerade wegen seines Alters: Die Chance, ein seltenes Modell ohne Katalysator von 1988/1989 zu finden, ist so gering, dass man auf diese ECE-Versionen nicht weiter eingehen muss. Kaltlaufregler sind ein dickes Thema und für die E34 problemlos zu erreichen; die grüne Plakette ist für die Benziner immer drin. Auf diese sollte man sich heute auch konzentrieren; mein Tipp ist der handgeschaltete 520i, der alles mitmacht, ausreichend Kraft bietet und nicht zuviel verbraucht. Automatik ist angenehm, aber defekte oder gestörte Automatikgetriebe sind bei BMW gerade um 1990 herum sehr weit verbreitet und immer teuer zu reparieren. Man kann solche Schwachstellen umgehen, indem man sich Autos holt, die betreffende Extras nicht haben. Mechanisch sind beim E34 wenige Probleme zu erwarten, auch die Ausstattungselemente sollten nicht kaputtgehen; Kleinärger betrifft aber immer wieder die aufpreispflichtigen Bordcomputer aller Jahrgänge und digitale Displays – aber auch das ist typisch für BMWs dieser Generation. Der beste Allrounder ist in jedem Fall ein 520i mit 150 PS und manuellem Getriebe ab Baujahr 1990 – er ist der beste Kompromiss, aber auch alle anderen Triebwerke können grundsätzlich empfohlen werden.

 

Die Marktlage des E34 ist heute zweiseitig; er ist weder ein gefragtes Auto noch wirklich unbeliebt. Es gibt viele vergammelte Autos für niedere dreistellige Preise, die rein technisch noch kerngesund sein können – aber die bessere Wahl ist immer das bessere Auto. Es gibt drei Preisgruppen:

 

Für runde 1000 Euro kann man eine E34-Limousine von etwa 1990/1991 (vor der großen Modellpflege) als 520i oder 525i erwarten. Um die 200.000 Kilometer sind hier eher die Regel, aber dennoch kann es gut gepflegte Autos aus langjähriger zweiter Hand mit Serviceheft und frischem TÜV geben. Die sind ihr Geld immer wert und speziell als 520i sehr empfehlenswert. Gebrauchsspuren sind natürlich serienmäßig wie wohl auch Schiebedach und Bavaria-Kassettenradio, aber dafür ist die Chance auf relativ solide BMWs gegeben. Plastik-Radkappen, Modellschriftzug auf dem Heckdeckel und schlichte Lackierungen sind immer ein gutes Zeichen für ordentlich gepflegte, vernünftige Autos. Einen touring für etwa 1000 Euro sollte man eher meiden; die Limousine steht hier immer durch die Bank besser da.

 

Für runde 2000 Euro sind auch gepflegte Rentner-Limousinen drin, aber auch Kombis in ernstzunehmender Verfassung kann es nun geben. Es sollten hier die Modelle nach 1992 überwiegen; was älter ist, befindet sich für 2000 Euro in einem sehr guten Zustand und kann teilweise noch fünfstellige Laufleistungen aufweisen! Auch Executive-Modelle sind nun drin. Der beste Kauf ist auch hier die Limousine.

 

Für 3000 Euro und mehr sind dann E34 der absoluten Spitzenliga zu erwarten, die auch deutlich mehr als 3000 Euro kosten können. Ein M5 kann durchaus noch 8000 Euro kosten, ist aber eher etwas für Fans, die diesem Klassiker die richtige Pflege schenken können: Für den Normalfahrer ist dieses Auto in jeder Hinsicht viel zu anspruchsvoll und zu teuer.


Kommentare: 56

22.11.2012 13:10    |    bronx.1965

Zitat:

Mich persönlich hat speziell an den BMWs aus den Jahren 1987-1995 immer ihre Ausgewogenheit fasziniert. E32, E34, E36 und der Facelift-E30 haben Dimensionen gezeigt, die BMW nie mehr erreicht hat; sei es im Bezug auf Qualität, aber auch was die Haltbarkeit und die Wartungsfreundlichkeit angeht, waren und sind diese Autos ganz weit vorn. Das sind einfach angenehme Fahrzeuge mit einem bodenständigen, zuverlässigen Charakter und einem ganz eigenen Reiz, dem man verfallen muss. Die Perfektion der Verarbeitung muss man erlebt haben.

In diesem Zitat steckt alles, was ich mit diesen Fahrzeugen verbinde. Klasse geschrieben! Ich halte Claus Luthe heute noch für einen der besten Formgestalter seinerzeit bei BMW. (ich vermeide "Designer" bewußt) Auf Augenhöhe mit Paul Braq und Wilhelm Hofmeister. Wie keinem anderen gelang es Luthe, die Formensprache und BMW-typische Elemente vom E-28 auf den E 34 unter hinzuname von Elementen seines Siebeners zu übertragen. Davon zehrt BMW bis heute. Selbst Colani sagte zum E 30: "an diesem ganzen Auto sehe ich nicht ein faules Blech".

Der E 34 ist auch für mich "der BMW schlechthin".


22.11.2012 13:13    |    Fordlover1975

Schönes Auto, Paps von Klassenkameraden hatte den 1988 als 520i, hat

meinen Klassenkameraden abgeholt, mich auch weil gleich ums Eck gewohnt. Die hatten noch Klang, frage mich warum BMW dieses Pfund sehenden Auges ( 6-Zyl. ) in verschenkt...

Solides Auto, nur bei den 95/96 gabs Probleme mit dem Rost.


22.11.2012 13:33    |    meehster

E34 ohne Kat? Das kann ja nur ein 520er sein, denn ab 2 Litern Hubraum wurde der Kat im Jahre 1988 zur Vorschrift - zumindest in D.

 

Das mit dem "Vanos" war eine gute Sache. Über variable Ventilsteuerung habe ich einst einen Artikel geschrieben: Klick

 

Grundsätzlich finde ich die BMWs dieser Ära sehr schön. Besondere faszination auf mich übt der 535i mit dem Traumsechszylinder aus, dicht gefolgt vom M5. Ich finde die schmalen Nieren schöner als die breiten, das geht mir beim 7er genauso. Deswegen werde ich z.B. mit den Achtzylindern nocht wirklich warm.


22.11.2012 13:33    |    Bayernlover

Ich hätte mir statt des E36 auch fast so ein Exemplar angeschafft, hätte es ein gutes in meiner Umgebung geben. Dann als 518i, aber im Nachhinein bin ich froh, da das Auto ein ganz schöner Trinker und mit den 115 PS zu langsam ist. Nichtsdestotrotz ist der E34 ein toller BMW, und ich kann das Gesagte nur unterstreichen. Der Nachbar meines Vaters fährt einen 525i, und beschwert sich eigentlich nur über die Trinksitten.


22.11.2012 14:19    |    bronx.1965

Die Idee für eine Fünfer-Reihe bei BMW lieferte übrigens eine bei Bertone in Auftrag gegebene Studie namens "Garmisch". 1970, noch als 2-Türiger Entwurf auf dem Genfer Salon präsentiert, entstand im Vorstand die Idee, daraus einen Nachfolger des 2000ers zu machen. Erscheinungzeitraum: die olympischen Spiele 1972. Daher der Spitzname der ersten Reihe: Olympioniken.

Die Studie zeigt alle typischen Elemente des später erschienenen 4-türigen Serienfahrzeuges.

Erstmals nahm BMW bei dieser Reihe die klassische Typisierung mit den drei Zahlen auf.

 

(Studie:Bild unten)



22.11.2012 14:35    |    BMWRider

Mit diesem Modell (hatte mein Onkel anfang der 90er als Dienstwagen) entflammte meine Leidenschaft für BMW. Diese Form, das Mitfahren....unvergleichlich damals.


22.11.2012 15:40    |    MarioE200

ein wirklich schönes Fahrzeug, welches mir immer gut gefallen hat.

Vornehm, sportlich und nicht krawallig.

Als 518 nicht unbedingt das, wozu ein Franzose Bouillon sagt, aber trotzdem ausreichend.

Wenn ich dieses Auto gefahren bin, lag mein Augenmerk immer auf der Anzeige unter dem Drehzahlmesser.

Diese hat mich seitdem so beeindruckt, dass ich mir dieses Fahrzeug noch nicht gekauft habe.

Ich will mal schauen. Bei mir steht bald ein Fahrzeugwechsel an.

Gruß

Mario


22.11.2012 15:41    |    Brucklyn

Der E34 ist einer meiner Lieblings-BMW, der spukt mir immer wieder im Kopf herum.

Allerdings tendiere ich zum 525 mit M50 oder gleich zum 535. Speziell der 520 mit M20 wäre mir zu lahm für den Durst (...sagt der Volvo Turbo-Fahrer :D ). Der 525 verbraucht auch nicht viel mehr, geht aber wesentlich besser. Vom M20 täte ich generell Abstand nehmen und zum M50 greifen, der M20 hat doch gelegentlich Probleme mit der Kopfdichtung und auch dem Kopf selbst.

Sowohl M20 als auch M50 haben aber eine gewisse Schwäche die Pleuellager betreffend, einen Wechsel bei 150 - 200 tkm sollte man einrechnen.

Hab hier neben mir einen E30 Spezialisten sitzen, der fragt mich mindestens einmal in der Woche, warum ich mir keinen E34 hole, der würde doch so gut zu mir passen.

 

Es ist jammerschade, daß aus dem Cabrio nichts wurde, das sieht absolut umwerfend aus.


22.11.2012 16:19    |    italeri1947

Sehr freut es mich, dass sich so viele bisher gemeldet haben und dass euch der E34-Blog auch zusagt.

 

Zitat:

E34 ohne Kat? Das kann ja nur ein 520er sein, denn ab 2 Litern Hubraum wurde der Kat im Jahre 1988 zur Vorschrift - zumindest in D.

Für den deutschen Markt gab es nur den 520i als ECE-Version, das stimmt - nach Frankreich wurde auch noch der 525i mit 171 PS geliefert.

 

Zitat:

Hab hier neben mir einen E30 Spezialisten sitzen, der fragt mich mindestens einmal in der Woche, warum ich mir keinen E34 hole, der würde doch so gut zu mir passen.

Dann steige doch einfach um - billiger wird der E34 nicht mehr, und man kann für relativ wenig Geld schöne Autos finden.

 

Für 1000 Euro eine obere Mittelklasse? Da landet man durch große Verbreitung und passende Preise oft bei einem Modell, auf das man bei so einer Suche immer stößt: Der BMW E34, gebaut zwischen 1987 und 1996. Ihn möchte ich auch empfehlen, aber nur als Limousine, als handgeschalteten 520i mit 150 PS, den es in dieser Form von 1990 bis 1995 gab. Das beste Argument kommt als erstes: Zahnriemenwechsel entfallen bei diesem Motor, und auch der Rest ist auffallend haltbar: Technische Probleme sind bei jenem Triebwerk eher selten; der Reihensechszylinder gilt als einer der besten BMW-Motoren überhaupt. Entfallen sollte auch jedes verbastelte Modell; der 5er wurde nicht gar so kriminell und mit entspanntem Verhältnis zur Legalität wie früher der E30 und nun der E36 aufgemotzt, aber Tuning gab es wie bei BMW immer. Solche Autos sollte man ignorieren. Ein 520i für 1000 Euro, der was taugen soll, hat durchschnittlich um die 200.000 Kilometer hinter sich; selten weniger, manchmal mehr. Furcht vor diesen Laufleistungen muss man nicht haben, denn der E34 gilt als sehr haltbar, und es kann auch in dieser niedrigen Preisklasse gut gepflegte Autos mit gestempeltem Serviceheft und maximal zwei Vorbesitzern geben, die es mit ihren Limousinen gut gemeint haben: So etwas sollte man sich holen und nichts anderes. Der E34 ist zwar ein BMW und damit ein Vertreter der automobilen Premiumklasse, doch entspricht die Ausstattung einem eher einfacheren Geschmack: Exemplare der Baujahre 1991 aufwärts weisen meist eine schlichte Ausstattungsliste mit den wesentlichen Säulen Schiebedach, BMW-Kassettenradio, Metallic-Lackierung, Nebelscheinwerfern und Skisack auf. Diese Extras hat praktisch jeder 520i! ABS ist immer dabei, Airbags ab 1992/1993 ebenfalls. Spätere Modelle gab es als nobles „Executive“-Modell mit Holz und Leder- sowie Alcantarapolstern; da kommt ein kleiner Siebener! Doch: Schlichte Ausstattungen, Stahlfelgen mit originalen Radkappen, eine dezente Lackierung und am besten noch der vorhandene Modellschriftzug auf dem Heckdeckel sind gute Zeichen auf genauso schlichte und seriöse Vorbesitzer, ein gut gefülltes Scheckheft und einen rundum soliden BMW 520i E34, der trotz einigen Kilometern auf dem Buckel noch einige Jahre fahren kann. Rost ist kein großes Thema, jedoch altersbedingt immer wieder vorhanden. Um die 1000 Euro sind aber auch ein Preis, zu dem man keinen Neuwagen erwarten kann. Gebrauchsspuren sind bei einem noch so gepflegten Auto auch nach mindestens 17 Jahren vorhanden.

 

Zitat:

Die Idee für eine Fünfer-Reihe bei BMW lieferte übrigens eine bei Bertone in Auftrag gegebene Studie namens "Garmisch". 1970, noch als 2-Türiger Entwurf auf dem Genfer Salon präsentiert, entstand im Vorstand die Idee, daraus einen Nachfolger des 2000ers zu machen. Erscheinungzeitraum: die olympischen Spiele 1972. Daher der Spitzname der ersten Reihe: Olympioniken.

Danke für diese ergänzende Erinnerung; dein hohes Fachwissen ist immer wieder eine große Bereicherung und ich danke sehr herzlich dafür!

 

Zitat:

Ich finde die schmalen Nieren schöner als die breiten, das geht mir beim 7er genauso.

Das sehe ich genauso; meinen 750i habe ich ebenfalls auf schmale Nieren umgerüstet. Das war durchaus verbreitet, und wurde schließlich 1990 auch als kostenlose Sonderwunschausstattung ab Werk eingeführt!


22.11.2012 16:31    |    Andi2011

Moin,

 

ich habe damals meinen E34 525tds Touring ja nicht sonderlich geliebt,deshalb wurde er ja gegen einen Mercedes W202 eingetauscht.

 

Zitat:

Das sind einfach angenehme Fahrzeuge mit einem bodenständigen, zuverlässigen Charakter und einem ganz eigenen Reiz, dem man verfallen muss. Die Perfektion der Verarbeitung muss man erlebt haben.

Ich kann wie dir schon mal schrieb gar nicht sagen, warum ich diesem Reiz damals nicht verfallen bin,denn der E34 war gewiss ein echt guter Wagen. Ich hatte aber einfach keinerlei Emotion für ihn.

Heute würde ich das vieleicht etwas anders sehen.

 

Grüße

Andi


22.11.2012 16:41    |    thoelz

Der 1986 neuerschienene 7er (E 32) war, nach objektiven Kriterien erstmals besser als der vergleichbare Mercedes (W 126) und nach allgemeingültiger Meinung das beste Auto der Klasse.

Der hier betrachtete 5er (E 34) setzte diesen Erfolg eine Klasse tiefer fort. Ähnlich wie der E 36 in der unteren Mittelklasse.

 

Allen gemeinsam ist, daß sie (noch?) keine besondere Fangemeinde haben. Vielleicht sehen sie noch zu modern aus und fahren auch so.

 

Viel Gegenwert für wenig Geld also.


22.11.2012 16:47    |    ROVERV8

Wieder mal ein sehr gut geschriebener Artikel von dir,ja der gute E34 war auch immer so ein Traumwagen von mir aber immer wenn ein Fahrzeugwechsel bei mir bevorstand war nichts brauchbares zu finden,oder zu teuer.


22.11.2012 16:58    |    italeri1947

Zitat:

Vielleicht sehen sie noch zu modern aus und fahren auch so.

Genau das ist das Problem - ich gestehe, dass ich bei vielen Autos aus den späten 90er-Jahren das Problem habe, dass ich sie obgleich eines hohen Fahrzeugalters nicht als "alte Autos" anerkenne, sondern aufgrund vorhandener Sicherheits- und Komfortausstattung, großer Verbreitung und hoher Haltbarkeit eher als Gebrauchtwagen gängiger Machart. Viele Autos sehe ich aufgrund meiner beruflichen Vergangenheit auch noch als teure Neuwagen im Schauraum des stolzen Händlers blinken!

 

Zitat:

Viel Gegenwert für wenig Geld also.

Ohne Zweifel - der E34 ist in etwa das, was bei Mercedes aktuell der W202 ist: Preiswert und nicht sehr stark nachgefragt, seinen Preis aber meist wert.


22.11.2012 17:36    |    Brucklyn

@Italeri1947

 

Ich weiß, billiger werden die wohl nicht, aber riesige Preissprünge sind ja bei BMW Viertürern auch nicht unbedingt zu erwarten, ausgenommen Delikatessen wie M5 oder 540 Schalter. Aber die habe ja jetzt schon ihren Preis.

Umsteigen geht gar nicht, dann müßte ich ja meinen heißgeliebten Volvo hergeben. Falls der Traktor mal irreparabel platt sein sollte durch Unfall o.Ä., könnte ich mir vorstellen, statt eines neuen alten Volvos einen E34 zu kaufen. Bissl Abwechslung schadet nicht.

 

Ein Zweitwagen scheitert an meinem Geiz, bzw. hau ich mein Geld lieber anderweitig raus. Gereizt hat es mich schon öfter, keine Frage, aber der Kopf sagt dann immer STOP. Keine Ahnung, was da hilft. Naja, betrunken tu ich mir mit kaufen leichter :D

 

Als ich das letzte Mal nach einem Auto gesucht habe, waren der Volvo und der BMW in der Endrunde. Wenn ich nicht so schnell einen passenden 940er gefunden hätte, wäre es wohl auf einen BMW herausgelaufen, der ist vor allem hier in der Gegend doch etwas häufiger im Angebot.


22.11.2012 17:56    |    V70_D5

Zitat:

Mich persönlich hat speziell an den BMWs aus den Jahren 1987-1995 immer ihre Ausgewogenheit fasziniert. E32, E34, E36 und der Facelift-E30 haben Dimensionen gezeigt, die BMW nie mehr erreicht hat; sei es im Bezug auf Qualität, aber auch was die Haltbarkeit und die Wartungsfreundlichkeit angeht, waren und sind diese Autos ganz weit vorn. Das sind einfach angenehme Fahrzeuge mit einem bodenständigen, zuverlässigen Charakter und einem ganz eigenen Reiz, dem man verfallen muss. Die Perfektion der Verarbeitung muss man erlebt haben.

Lieber Hans!

 

Ich kann mit diesem Absatz nicht wirklich viel anfangen, weil ich der Meinung bin, dass die nachfolgenden Autos mindestens so gut, allerdings komplizierter waren.

Das grosse Problem gebrauchter BMWs ist das Publikum. Wie schon anderweitig beschrieben, suchte ich ein E46 Cabrio. Was mir da an Baustellen unterkam, spottet jeder Beschreibung. Das Problem lag meiner Ansicht nach nicht an den Autos selber, sondern an den "Narren Händen", denen sie ausgeliefert waren. BMWs brauchen eher Fachwerkstätten als alle andere Autos. Die Elektronik ist im Alter kaum beherrschbar, wenn nicht BMW Kundige mit entsprechenden Testern an ihnnen arbeiten. Es leuchtete an den Grotten immer das was angeblich schon reparariert worden war. Offenbar hatten die freien WErkstätten keine Mittel die Elektronik nach Reparatur zurück zu setzen. Was auch ein Schwachpunkt an den Sechszylindern ist, sind die Kühlmittelpumpe, der Thermostat und der Kühler. Das scheint gerne zu platzen.

Wohl wissend, dass Du kein Mercedes Fan bist, finde ich Mercedes im Alter für haltbarer. Wenn ich an meinen CLK W209 denke.... So was Schönes fand ich unter den BMWs einfach nicht.


22.11.2012 18:11    |    VectraBSport

Joar war ein schönes Auto, ich hatte den 535i von 92, unten mal ein Link zu meinem 5er :)

 

Das einzige was ich zu bemängeln hatte war der Rost an den Türen, aber der schöne 3,5R6 hat das alles wieder wett gemacht :D:D:D:D

Naja ausser als ich dann wieder an der Tanke stand ^^ im schnitt 14Liter :D:D:D:D:D

 

http://www.motor-talk.de/fahrzeuge/81723/bmw-5er-e34


22.11.2012 18:47    |    auto-rolli_hx

Zitat:

Die Rede ist von einem Auto, das ich mir fast selbst gekauft hätte, weil es einfach so gut und überzeugend gemacht ist. Es war 1987/1988, als ich auf BMW umsteigen wollte und kurzzeitig von meinem 750i-Traum abkam, da der E34 mir sehr gut gefiel und im direkten Vergleich dem E32 fast ebenbürtig zu sein schien. Ein 524td Automatik hätte mich fasziniert, und ich sah mich schon in einem solchen sitzen: Alpinweiß lackiert, graue Polster, Alufelgen, schwarze Rückleuchten, wie das damals Trend war, und Schiebedach. Ich kam dann doch wieder davon weg und kaufte mir den 750i-Traumwagen; habe das auch nie bereut.

Ist es wirklich erst ca. 25 Jahre her, dass es möglich war, dass ein Vertragshändler einer bestimmten Marke (wie in diesem Fall z.B. Renault) privat ein Modell eines anderen Herstellers fuhr (wie in diesem Fall BMW)?

 

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das heute, im Jahr 2012, noch gehen würde - nur ein subjektives Gefühl, und natürlich bezogen darauf, dass dieses andere Modell für die Kunden des Händlers "sichtbar" ist. Das gäbe doch garantiert Ärger mit dem Importeur/Hersteller der vertretenen Marke. Hat dich da nie jemand von Renault drauf angesprochen, Hans?

 

Das ist übrigens eine Frage, die mich auch schon seit ca. 25 Jahren beschäftigt.

Rein zufällig gab es damals auch hier in meiner Heimatstadt, in Höxter, einen Renault-Vertragshändler, der privat (und für jeden sichtbar, das Auto stand immer vor dem Verkaufsraum) BMW fuhr.

 

Zuerst einen E21 3er BMW in einer Farbe, die bei VW inarisilber gehiessen hätte (man verzeihe mir meine fehlenden Detailkenntnisse im Bezug auf BMW-Farben) und dann einen ca. 1984/85er E30 in blaumetallic. Ich fand das damals, in meinem jugendlichen Alter, unerhört und wunderte mich, dass das geduldet wurde.

Nachdem er den Betrieb ca. 1996/1997 abgegeben hatte, stieg er dann auf einen R25 Nachfacelift Bj. ca. 1988 um.

 

Wie gesagt, das ist gefühlt unendlich lange her, inzwischen gibt es hier einen Renault-Händler in einem ziemlich toten Industriegebiet, der zu einer Kette von vier oder fünf Renault-Filialen gehört. Auf dem Grundstück des oben beschriebenen ehemaligen Händler hat gerade heute ein neu gebauter Kaufland eröffnet.

 

Rolli

 

P.S. On topic: Der Vater eines sehr guten Freundes von mir hatte damals in den frühen 90ern einen E34 524td aus dem Bj. 1988. Da gab es fast jeden Monat was zu basteln dran, insbesondere der Motor inklusive Peripherie war bei diesem Modell bei weitem nicht so solide wie die anerkannt guten Benziner - sei froh, dass du den nicht gekauft hast. Er war übrigens delphingrau - eine Farbe, die ich damals absolut furchtbar fand - heute bin ich der Meinung, dass der E34 gerade in dieser dezentesten aller Farben lackiert sein sollte.


22.11.2012 19:23    |    tom-ohv

Ein sehr schöner Artikel.

Von März ´91 bis 93 fuhr ich für zwei Jahre einen neuen E34 (535i) als Leasingfahrzeug.

Mit so ziemlich allem was die Aufpreisliste damals hergab allerdings als Handschalter.

Ein wunderschöner Wagen mit richtig Qualm und mit richtig guten Winterreifen auch bei Schnee und Eis sehr sicher.

Was mir auch im Gedächtnis geblieben ist, die Klimaanlage kühlte im Vergleich zu heutigen Autos extrem stark.

In den zwei Jahren wurden 80Tkm ohne jegliche Mängel zurück gelegt.

Bei meiner damaligen Fahrweise war der Durst allerdings grenzwertig.

Bei den damaligen Benzinpreisen war es aber auszuhalten.:)


22.11.2012 19:51    |    mr. mountain

Ich mag diese klassische BMW Designlinie.

Der E34 war gegenüber dem E28 ein echter Fortschritt, sowohl technisch als auch vom Design her.


23.11.2012 00:10    |    harrry

@bronx.1965:

Du hast alles gesagt.

 

Zeitlos schön ist er, der E34.Gestern, heute und morgen noch. BMW wird nie wieder so etwas bauen können. Aktuelle BMWs läßt er, in meinen Augen, alle im Regen stehen...


23.11.2012 00:16    |    meehster

Schön liegt im Auge des Betrachters, wobei ich ihn auch schön finde. Zeitlos ist er aber auf jeden Fall.

 

Ich finde übrigens den E28 noch schöner, würde den E28 sogar als den für mich schönsten BMW bezeichnen wollen.


23.11.2012 00:18    |    harrry

Ja, der ist auch schön und die, die ich in meinem Fiasko-Beitrag genannt habe...


23.11.2012 10:07    |    magnus1982

Schönes Auto,habe nun den Dritten E34 gekauft. Ist aber leider ne abgeranzte Karre. Werde den wieder ein wenig aufmöbeln. Technisch fit machen durch den Tüv bringen,und erstmal im Winter und Sommer fahren. Passt ja schön was rein in den Touring. Und 2l Sechszylinder läuft auch gut.

 

Suchte vor knapp 2 Jahren eigentlich nen schönen 540i Touring oder Limo.Aber war nix schönes zufinden. Nun bin ich Audi Fahrer.


23.11.2012 11:48    |    italeri1947

Zitat:

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das heute, im Jahr 2012, noch gehen würde - nur ein subjektives Gefühl, und natürlich bezogen darauf, dass dieses andere Modell für die Kunden des Händlers "sichtbar" ist. Das gäbe doch garantiert Ärger mit dem Importeur/Hersteller der vertretenen Marke. Hat dich da nie jemand von Renault drauf angesprochen, Hans?

Oh, ja, da hat's einige böse Worte gegeben; man bezeichnete mich als unglaubwürdig und Verräter der eigenen Marke, aber ich habe meinen Standpunkt dann auch immer erläutert: Hätte Renault ein solches Auto gebaut, hätte ich natürlich das gekauft - aber das gab es eben nicht. Bei offiziellen Anlässen benutzte ich dann immer unterschiedliche Vorführwägen, um Diskussionen aus dem Weg zu gehen.


23.11.2012 12:05    |    bronx.1965

Das trifft leider auch auf andere Bereiche zu: ein Freund von mir schafft im VW-Werk Mosel (Sachs.).

Der fuhr eine Zeitlang einen Hyundai Santa-Fe. Das gabs neben einem Zettel am Wischer (natürlich anonym) auch mal ein paar "klärende" Worte vom Abteilungsleiter (der das natürlich "selber gar nicht so sieht", aber die da "oben" sehen das gar nicht gerne...)

Inzwischen hat sich das Problem aber erledigt. Mit dem dritten Kind wurde es ein gebrauchter T-5.


23.11.2012 19:03    |    BMWRider

italeri, dieser Beitrag hat mich jetzt zu meinem ersten BlogArtikel bewegt :)


23.11.2012 22:48    |    c4 2,8 quattro

Lieber Hans,

 

einmal mehr ein spannender Artikel von Dir.

 

Mit dem E34 verbindet mich folgendes Erlebnis: In den Jahren 98/99, genau weiss ich es nicht mehr, habe ich bei einem Augsburger BMW-Händler einen 92er oder 93er 540iA für 25.000 DM gesehen und spontan probegefahren. Das Auto bestach trotz recht guter Ausstattung (Klima und SSD) durch seine Schlichtheit (Hellblau-Metallic, Stoffsitze und keine hinteren Kopfstützen), war aus erster Hand und sah aus wie neu.

 

Die Probefahrt war für mich, der ich damals einen als Jahreswagen gekauften Audi 80 1,8S bewegte und bislang nur Fronttriebler gefahren war, ein echtes Erlebnis. Der BMW verfügte über keinerlei elektronische Fahrhilfen, und es regnete. In einer Autobahnzubringerkurve, die ich genauso schnell wie mit dem Audi durchfahren wollte, versuchte das Heck des BMW einen Überholversuch, der drohende Dreher liess sich aber durch Gegenlenken abwenden. Auf einer nassen Landstrasse wollte ich aus Tempo 60 ein Überholmanöver beginnen, gab herzhaft Gas, und die Hinterräder drehten auch bei dieser Geschwindigkeit noch durch.

 

Da dieses herrliche Auto beim zügigen Fahren viel Konzentration erforderte, ließ ich ihn schweren Herzens stehen und kaufte wenig später einen 92er Audi 100 2.8E quattro, der bei Nässe und Schnee wie auf Schienen fuhr.

 

An den 540er denke ich aber immer noch manchmal, und wenn mir mal ein unverbastelter mit nachvollziehbarer Historie über den Weg läuft, könnte es das nächste Liebhaberauto in meinem kleinen Fuhrpark werden.


24.11.2012 11:09    |    italeri1947

Zitat:

italeri, dieser Beitrag hat mich jetzt zu meinem ersten BlogArtikel bewegt :)

Ich habe schon gesehen - und deinen Blog findet man jetzt bei mir in den "freundlichen Empfehlungen".


27.11.2012 02:17    |    XG30_2000

Hallo,

 

auch ich besaß mal zwei E34er (und auch einen E32 :)). Beide waren Ersthand-Autos mit lückenloser Historie und unter 130.000 km auf der Uhr. Der erste war ein 88er 520i und der zweite ein 91er 520i. Das Design finde ich bis heute quasi perfekt und durch und durch gelungen. Heutzutage wäre der kurze Radstand wahrscheinlich nicht mehr zeitgemäß, aber damals hat das alles gepasst.

 

Letztendlich bin ich damals von meinen Franzosen-Autos und dann Opels auf den BMW-Zug aufgesprungen. Leider wurde ich durch diese beiden Autos ein wenig enttäuscht. Ich erhoffte mir mit dem Mehrpreis bei der Anschaffung auch eine bessere Zuverlässigkeit zu erhalten. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass sie tendenziell weniger zuverlässig liefen als meine R19er oder mein Vectra A. Im Nachhinein betrachtet war es zwar ein Image-Produkt mit gutem Potential, aber nicht von herausragender Qualität wegen überdurchschnittlich vieler Reparaturen/Anfälligkeiten.

 

Dennoch war es ein tolles Auto: sehr agiles Fahrwerk, stabile Bauweise, durchaus sehr innovative Konstruktionen, kaum Rostprobleme, auf Langstrecke sehr sparsam bei defensiver Fahrweise.

 

 

Viele Grüße

XG


05.12.2012 11:33    |    Christian8P

Nach wie vor ein äußerst zeitloses Auto. Kaum zu glauben, dass die ersten Exemplare nächstes Jahr 25 Jahre alt werden. Meine Großtante hat ihren 520i von 1992 mit knapp 60.000km(!) erst dieses Jahr verkauft.


05.12.2012 12:22    |    Hellhound1979

Mein Vater fuhr Anfabng der 2000er eine 94er 520i Automatik. Dieses Fahrzeug brachte ihn zu dem Schluss, nach vielen unterschiedlichen Marken und Modellen, in Zukunft nur noch BMW zu fahren (das er dem nicht treu geblieben ist, werde ich mal in meinem Blog erläutern:D). 2005 gab er ihn mit 240.000km auf der Uhr ab, einer der Mechaniker in seiner BMW Stammwerkstatt hat ihm diesen privat abgekauft. Der Nachfolger wurde ein 2003er E39 530d.

 

Zitat:

In einer Autobahnzubringerkurve, die ich genauso schnell wie mit dem Audi durchfahren wollte, versuchte das Heck des BMW einen Überholversuch, der drohende Dreher liess sich aber durch Gegenlenken abwenden. Auf einer nassen Landstrasse wollte ich aus Tempo 60 ein Überholmanöver beginnen, gab herzhaft Gas, und die Hinterräder drehten auch bei dieser Geschwindigkeit noch durch.

Ja, ja die bösen Hecktriebler... ;)


05.12.2012 15:32    |    italeri1947

Zitat:

Meine Großtante hat ihren 520i von 1992 mit knapp 60.000km(!) erst dieses Jahr verkauft.

Was hat der noch gebracht?

Hoffe doch, er landete nicht im Export, sondern macht noch hierzulande jemandem Freude. Die Autos haben ihre Qualitäten und werden dennoch oft verkannt.


05.12.2012 15:35    |    harrry

Leider werden diese Fahrzeuge absolut runtergewirtschaftet von vielen ihrer Besitzer... :-(


05.12.2012 16:07    |    Christian8P

Was hat der noch gebracht?

 

Hoffe doch, er landete nicht im Export, sondern macht noch hierzulande jemandem Freude. Die Autos haben ihre Qualitäten und werden dennoch oft verkannt.

 

 

 

2.000Euro. Er ist in Deutschland geblieben und versieht jetzt in der Nachbarschaft treue Dienste.


05.12.2012 16:25    |    harrry

"nur" 2 Mille - traurig... Da bekomme ich immer Herzkrämpfe...


05.12.2012 16:42    |    Christian8P

Hätte er etwas mehr Ausstattung gehabt und eine andere Farbe als "Babyblau metallic" hätte ich ihn auch genommen.


05.12.2012 16:59    |    italeri1947

Zitat:

2.000Euro. Er ist in Deutschland geblieben und versieht jetzt in der Nachbarschaft treue Dienste.

Das beruhigt mich!

 

Zitat:

Hätte er etwas mehr Ausstattung gehabt und eine andere Farbe als "Babyblau metallic" hätte ich ihn auch genommen.

Gerade Autos mit seltsamen Lackierungen und geringer Ausstattung sind der beste Kauf!


06.12.2012 21:01    |    Christian8P

Der 520i von meiner Großtante fiel schon durch seine E36 Radkappen auf.... Wer es mag soll soetwas kaufen. Ich würde dunkelblau bzw. schwarz und Kreuzspeichenfelgen bevorzugen.


07.12.2012 00:43    |    harrry

Es geht nichts über Originalität. So, wie er mal ab Werk war, hat für mich so ein Auto am meisten Charakter...


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