MOTOR-TALK News - Aktuelle News rund ums Auto & Motorrad aus der Redaktion

21.04.2013 09:00    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Opel ist momentan sehr oft in den Medien: schleppender Verkauf, dadurch geringe Verkaufszahlen, rote Zahlen, Werksschließungen und vieles mehr. Da ich tief in meinem Herzen ein Opel-Fan bin, finde ich die Nachrichten teilweise echt schlimm, teilweise aber auch nachvollziehbar.

 

Seit meiner frühsten Kindheit gehört Opel irgendwie zu unserer Familie. Egal ob bei meinen Tanten oder in meiner "direkten" Familie - überall gab es Opel. Corsa A, Corsa B, Zafira A, diverse Combos waren hier und da vertreten.

 

Angefangen hat es bei uns Mitte der 90er Jahre mit einem gebrauchten Kadett E Caravan in der "Club" Variante mit 75 PS. Meine Mutter war ganz stolz auf den Kombi - endlich ein Kombi um mal wieder mit der ganzen Familie ans Meer zu fahren. Dazu ist es allerdings nie gekommen - aber das ist ein anders Thema. Das genaue Kaufjahr des Kadett weiß ich leider nicht. Ich tippe mal auf 1995 / 1996. Der Kadett war jedenfalls von 1988 und damit ein Jahr älter als ich.

 

Mein Bruder machte 2000 seinen Führerschein und kaufte sich als Anfängerauto einen Corsa A "Swing" von 1992 mit 45 PS. Mit seinem roten Lack und seinen kleinen Alufelgen ein schickes Auto. Da mein Bruder aber einige Kilometer zur Ausbildung fahren musste, war ihm der Corsa A auf Dauer zu unbequem und so kaufte er 2001 einen Corsa B von 1997 mit 54 PS. Den Corsa A übernahm meine Mutter, der Kadett E ging in die Schrottpresse.

 

Im Jahr 2004 benötigte meine Schwester ein eigenes Auto. Nachdem meine Mutter ihren neuen Hyundai Getz bekommen hatte, übernahm meine Schwester den Corsa A. Bei der Suche nach einem neuen Fahrzeug für meine Mutter war auch ein Corsa im Gespräch, das gute Angebot des Hyundai Händlers brachte meine Mutter aber schlussendlich dazu Opel untreu zu werden.

 

Im Frühjahr 2005 hatte meine Schwester ihren ersten Autounfall: Der Corsa A landete in einer Leitplanke. Ihr ist zum Glück nichts passiert, aber der Corsa war ein wirtschaftlicher Totalschaden. Schaden! Trotz Opeltypischer Rostprobleme lief der Corsa wirklich sehr problemlos. Ein Liebling in unserer Familie. Nach dem Corsa A folgte hier der erste Renault Twingo - einen passenden gebrauchten Corsa B oder Corsa D haben wir leider nicht gefunden. So wurd auch meine Schwester Opel untreu.

 

Nur mein Bruder hielt treu durch. 2006 kam der Corsa B langsam in das Alter in dem immer mehr Reparaturen anstanden. Der Kleine hatte zwischenzeitlich über 170 tkm gelaufen und es wurd Zeit für was anderes. Beim Opel Händler in der Nähe kaufte mein Bruder einen Jahreswagen Astra GTC. Mit einem 101 PS Dieselmotor unter der Haube das stärkste Fahrzeug in unserem Familienfuhrpark und mit der "Njoy" Ausstattung einigermaßen gut ausgestattet.

 

Mein Bruder ist allerdings nie richtig glücklich geworden mit dem GTC. Die Mängel hielten sich zwar in Grenzen, aber auf Dauer war der GTC meinem Bruder doch etwas zu unübersichtlich für den Alltag. Erst war in Überlegung eine Einparkhilfe nachzurüsten. Aber schlussendlich ist Anfang 2008 ein Opel Corsa D bestellt worden.

 

Bei der Bestellung des Corsa sind fast alle mögliche Ausstattungsoptionen gewählt worden: Sport-Ausstattung, 17 Zoll Felgen, OPC II Paket, 125 PS Diesel Motor etc. etc.

 

Im Mai 2008 ist der Corsa ausgeliefert worden. Eine echte Rakete! Wobei mir persönlich der Motor wegen des großen Turbolochs nie richtig zugesagt hat. Der Corsa hielt insgesamt recht gut durch. Ein paar typische Probleme, wie die Radlager bei den stärkeren Motoren, hatte der Corsa zwar auch, aber dank Garantie alles kein Problem.

 

Ende letzten Jahres kam dann allerdings der erste große Knick in der Opel Laufbahn: Mein Bruder blieb mit einem Motorschaden auf der Autobahn liegen. Ein Schlauch vom Kühler war ohne Vorankündigung gerissen. Die entsprechende Warnleuchte ging erst an, als es zu spät war. Eventuell wäre der Schaden geringe ausgefallen, wenn Opel eine Kühlwasseranzeige hätte. Aber, hätte hätte bringt uns ja nicht weiter. Nach langem hin und her wurd der Corsa schlussendlich repariert. Dank Garantieverlängerung war der Eigenanteil noch einigermaßen erträglich (ca. 2.500 €).

 

Nach dem Motortausch lief der Corsa besser als vorher und der Verbrauch ging um gut einen Liter zurück. Mein Bruder wollte dennoch den Corsa langfristig gegen ein größeres Auto tauschen. Es lagen mehrere Angebote zu verschiedenen Astra 5-Türern, Astra Sportstourer sowie Insignia Sportstourer vor. Das richtige Angebot war allerdings nicht dabei. Aber, der Corsa lief ja gut, daher hatte mein Bruder kein Stress.

 

Bis... ja, bis vorletzte Woche. Auf dem Weg zur Arbeit sprang auf der Autobahn der 5. Gang raus und konnte nicht mehr eingelegt werden. Mein Bruder wurd vom ADAC in die Werkstatt geschleppt: Diagnose Getriebeschaden. Das Vertrauen in Opel erhielt einen großen Einbruch.

 

Aktuell steht der Corsa in der Werkstatt und wartet auf seinen Weiterverkauf. Leider stellt sich momentan der Händler etwas quer. Mein Bruder will keinen weiteren Opel, was für mich nach den beiden doch recht großen Schäden verständlich ist. Auch das Verhalten des Händlers ist nicht unbedingt optimal. Da mein Bruder natürlich recht kurzfristig ein neues Auto benötigte hat er sich nun einen gebrauchten Audi A4 Avant gekauft. Mein Bruder hatte schon länger überlegt, einen Audi zu kaufen und so war nun die perfekte Zeit dafür.

 

Somit hat sich das Thema Opel bei uns in der Familie nun leider erledigt. Und auch in meiner weiteren Verwandschaft verschwinden immer mehr die Opel und werden durch andere Marken ersetzt.

 

Ich wünsche Opel trotzdem weiterhin viel Glück für die Zukunft! Wenn mal wieder etwas bessere Modelle auf den Markt kommen (ich denke mit Mokka und Adam sind die Rüsselsheimer auf dem richtigen Weg, der Astra und Insignia sind einfach zu fett... ), kann es natürlich sein das irgendwann mal wieder ein Opel vor der Tür steht.


15.10.2012 08:18    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: , , , , ,

Samstagmorgen. Eigentlich sollte es ein ganz normaler Samstagmorgen werden: Schnell ein paar Erledigungen in der Stadt machen und dann wieder nach Hause. Aber schon weitem sah ich den großen Mini-Promotion Stand, der natürlich sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Mini ist nun, ehrlich gesagt, nicht unbedingt eine meiner Lieblingsmarken, aber wenn die Fahrzeuge schon einmal ausgestellt werde, schaue ich mir diese natürlich gerne an.

 

Es waren verschiedene Fahrzeuge, vom Mini One bis zum Clubman, ausgestellt. Und kaum stand ich an einem Fahrzeug, bin ich direkt angesprochen worden, ob ich nicht direkt eine unverbindliche, kostenlose Probefahrt machen möchte. Da ich bisher noch nie Mini gefahren bin, war ich damit natürlich direkt einverstanden.

 

Ich konnte mir „meinen“ Mini aus der Reihe der vorhandenen Fahrzeuge aussuchen. Für’s Cabrio war es nicht unbedingt das richtige Wetter, ebenso wenig für den Roadster. Die Countryman’s waren – wie ich später gesehen habe – alle unterwegs und der Mini One ging gerade an die Leute vor mir. Also, blieb mir nur der Mini Clubmann. Dies war für mich persönlich allerdings nicht so tragisch, da der Clubman eh das Auto ist, was mich bei Mini am meisten anspricht.

 

Nach kurzem Papierkram und den obligatorischen Fragen für die Statistik („Welches Fahrzeug fahren Sie aktuell? Sind Sie bereits Mini gefahren? Steht in den nächsten 12 Monaten ein Fahrzeugkauf an?“) ging die halbstündige Probefahrt auch schon los.

 

Optik des Clubman’s

 

Wie bereits geschrieben ist der Mini Clubman der Mini der mich am meisten anspricht. Ich mag kleine Kombis (auch wenn Fahrzeuge wie ein Skoda Fabia praktischer sind) und finde es schade, dass nicht mehr Hersteller in diesem Bereich ein Fahrzeug anbieten. Die Mini-typischen runden Lichter an der Front sind ja bereits länger bekannt. Durch die optisch erst einmal fehlende hintere Tür wirkt der Mini meiner Meinung recht interessant. Mir persönlich gefällt der Clubman ohne Dachreling aber noch etwas besser. Eigentlich bin ich nicht unbedingt ein Freund der Trendfarbe Braun bei Autos, aber beim Mini sagt mir die Farbe irgendwie zu. Besonders mit den vielen dunklen Akzenten und den dunklen Felgen sieht der Mini echt schickt aus. Mein Arbeitskollege, der die Mini-Bilder gesehen hat, meinte nur „Sieht ja aus wie ein zu heiß gewaschener Leichenwagen!“ – etwas recht hat er…

 

Setzen wir uns rein!

 

Die braune Farbe von Außen wird im Innenraum durch braunes Plastik (bin ich garkein Fan von!) und schönen braunen Lederpolstern (die mag ich dann schon eher) wiederholt. Der Innenraum wird vom großen Tacho in der Mitte förmlich dominiert. Ich bin schon mehrere Fahrzeuge mit Zentraltacho gefahren und habe eigentlich kein Problem damit. Beim Mini ist er aber etwas an der falschen Stelle. Bei der Probefahrt habe ich den Tacho aber dank Digitalanzeige im Drehzahlmesser allerdings garnicht beachtet. Ich glaub, so geht es vielen Mini-Fahrern. Ansonsten ist der Innenraum ja auch bereits bekannt. Viele Knöpfe und Schalter sucht man erst etwas vergeblich. Die Schalter für die Fensterheber gehen z. B. in der Mittelkonsole etwas unter – wenn man natürlich weiß wo sie sind, findet man sie direkt. Qualitativ scheint der Mini im normalen Rahmen zu sein, wobei ich angesichts des Preises teilweise etwas hochwertigere Materialien erwartet hätte. Und, das braune Plastik geht für mich persönlich garnicht!

 

Los geht’s

 

Unter der Haube des Mini’s werkelte ein 112 PS Diesel Motor, den ich ganz angenehm fand. Der Motor zieht ohne merkliches Turboloch von unten hoch und bietet in allen Lebenslagen ausreichend kraft. Auf der Autobahn war bei ca. 190 km/h Schluss. Der Motor hatte allerdings auch erst knapp über 2.000 km gelaufen – eventuell ist auch noch mehr drin. Die 6-Gang Schaltung war super knackig zu schalten, so hätte ich es gerne auch in anderen Autos! Überrascht war ich vom Fahrwerk: Ich hätte gedacht es wäre „Mini-typisch“ etwas straffer und holpriger. Gut, ich bin von meinem Hyundai i20 nun auch kein butterweiches Fahrwerk gewöhnt, aber ich könnte mir mit dem Mini durchaus auch eine längere Strecke vorstellen. Wären dort nicht die lauten Windgeräusche! Die rahmenlosen Scheiben hört man auf der Autobahn doch sehr stark. Finde ich nicht unbedingt angenehm und hinsichtlich des Preises auch nicht unbedingt angebracht. Besonders in der Dieselvariante ist der Mini sicherlich auch ein Fahrzeug für Langstreckenfahrer und da gehen solche lauten Windgeräusche echt nicht.

 

Was für mich noch ungewohnt war: die tiefe Sitzposition. Sie ist zwar angenehm, aber durch das recht weit nach vorn gezogene Dach, war es mit meiner Größe (~ 190 cm) teilweise nicht möglich die Ampel zu sehen. Gut, dass der Mini ein Panoramadach mit dabei hatte, so konnte ich einfach daraus schauen. Störend finde ich auch etwas die geteilte Heckklappe. Die mittige Strebe hat man doch immer im Blick wenn man in den Rückspiegel schaut. Technisch sicherlich nicht anders regelbar, im Alltag aber eher unpraktisch.

 

Erstaunt war ich über das Platzangebot auf den vorderen Sitzen. Mein Beifahrer und ich hatten ordentlich Platz und ich habe mich nicht unwohl gefühlt. Beim Probesitzen bisher habe ich mich im Mini irgendwie etwas unwohler gefühlt. Der Kofferraum ist aber für die „Kombivariante“ (Ich weiß, es ist kein Kombi im klassischen Sinne) etwas klein geraten. Das Platzangebot auf der Rückbank habe ich mir erst garnicht angeschaut – ist für mich persönlich auch nicht unbedingt ein ausschlaggebender Punkt beim Auto.

 

Der größte Nachteil

 

Kommen wir zum größten Nachteil des Minis: Der Preis! Mini ist teuer. Das war mir klar. Trotzdem ist mir beim Blick auf das Preisschild etwas schlecht geworden. Gefahren bin ich einen Mini Clubman Cooper D (Ich hoffe, das ist richtig so). An Bord waren einige Extras wie Leder, Panoramadach, Soundanlage und noch einiges, was ich nicht aufzählen kann. Auf den ersten Blick hatte der Mini aber gefühlt keine übertrieben hohe Ausstattung! Der gefahrene Mini sollte 35.000 € (!) kosten. Echt heftig. Es waren alleine Extras im Wert meines Hyundai i20 verbaut. Das überzeugt mich beim Mini nicht wirklich…

 

Fazit

 

Mein Beifahrer hat es nach der Probefahrt schon auf den Punkt gebracht: Es war mal ganz nett, aber Mini? Nein danke! Das Auto ist sicherlich ein netter Wagen, mit großen Sympathiepunkten und großer Fangemeinde. Für mich ist er hinsichtlich der gebotenen Leistung und des geforderten Preises aber kein passendes Auto. Ich muss auch ehrlich zugeben: Wenn ich mir einen Luxus-Kleinwagen kaufen würde, wäre es wohl der Audi A1…


17.08.2012 12:22    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: , , , , , , , , , ,

Zwei Jahre... so schnell gehen also zwei Jahre vorbei. Heute genau vor zwei Jahren habe ich meinem Hyundai i20 beim örtlichen Hyundai Händler abgeholt. Eine Zeit, in der viel passiert ist... ich habe innerbetrieblich den Job gewechselt, stehe kurz vor den Abschlussprüfungen meiner Weiterbildung, habe mich Beziehungsmäßig getrennt, neu verliebt und bin vor kurzem umgezogen. Viele Momente in denen mich mein i20 treu begleitet hat.

 

Vor zwei Jahren habe ich mein Auto mit jungfräulichen 10 km auf dem Tacho abgeholt - heute stehen 49.6XX km auf dem Tacho. Tendenz natürlich steigend. ;)

 

Gerne möchte ich ein kurzes Fazit zum Auto ziehen...

 

Mein Spritverbrauch hat sich über die o. g. Strecke bei ca. 5,70 Liter eingependelt. Wenn man es drauf anlegt, kann der i20 auch mit knapp über 5,00 Liter gefahren werden, bei viel Autobahn geht es aber oft eher in Richtung 6,00 Liter - was ich immer noch für angemessen finde. Der Verbrauch ist natürlich gegenüber dem Vorgängerauto, einem Citroen C1, gut einen Liter höher, allerdings habe ich damit gerechnet und insgesamt fällt mir das "Sparsam-Fahren" mit dem i20 deutlich schwieriger als mit C1, einfach weil er auf der Straße einen souveräneren Eindruck vermittelt.

 

Ein kurzer Überblick der bisherigen Mängel:

 

KM 1.615: Ausfall der Frontscheibenwischer - ein Massekabel war nicht richtig angeschlossen.

 

KM 13.200: Die Kanten der Kofferraumklappe und Motorhaube wurden wegen minimaler Lackmängel ("Staubeinschlüsse") neu lackiert. Der quietschende Fahrersitz wurde geölt und es gab neue Radschrauben, da dort ein leichter Rostansatz zu sehen war (Waren allerdings nicht die originalen Radschrauben von Hyundai!)

 

KM 24.191: Es gab noch einmal neue Radschrauben und der Fahrersitz wurde neu justiert. Seitdem ist Ruhe.

 

KM 37.617: Die schwarze Schutzfolie an der Fahrer- und Beifahrertür wurde erneuert, da sie eingerissen war.

 

KM 42.001: Die Schutzfolie wurd erneut gewechselt (Folie hat wegen schlampiger Arbeit der Werkstatt nicht richtig gepasst)

 

Das war's schon. Insgesamt keine gravierenden Mängel. Mit den Staubeinschlüssen hätte man z. B. leben können, aber wozu hat man Garantie? Auf meine Kosten musste ein Parkrempler (keine Ahnung wo der herkam) überlackiert und ein Reifen geflickt werden.

 

Ein kleines "Problem" ist noch der Lack von Hyundai, da dieser teilweise etwas empfindlich für Steinschläge ist. Allerdings haben das Problem auch andere Hersteller. Nach dem letzten Winter war mein Auto übersäht mit Teerspritzern und Flugrost (Flugrost hat jedes Auto, bei Weiß sieht man es eben nur besonders), daher hab ich den Kleinen im April zum Aufbereiter geschickt. Die Versieglung merkt man bis heute und ich bin sehr zufrieden damit. Spätestens nächstes Jahr erhält er nochmal diese Kur.

 

Für die 15.000 km Inspektion habe ich beim örtlichen Hyundai Händler 129,76 €, für die 35.000 km Inspektion 246,95 € bezahlt. Die nächste Inspektion ist bei 55.000 km fällig. Vor ein paar Tagen ist die Bremsflüssigkeit für 42,77 € gewechselt worden, da diese alle 24 Monate gewechselt werden muss.

 

Ansonsten gibt es nicht viel über den i20 zu berichten. Er macht genau das was er soll: mich von A nach B bringen. Andere Autos haben mehr Emotionen, andere sind sportlicher, schneller, sehen vielleicht besser aus (mir gefällt der i20 optisch immer noch gut)... aber für meine Ansprüche reicht das Auto voll und ganz. Für mich sind Autos mehr als reines Fortbewegungsmittel, allerdings ist es immer noch ein Mittel zum Zweck und das ist der i20.

 

Im Alltag nervt ab und an das etwas hakelige Getriebe und auch manche Materialien im Innenraum könnten hochwertiger sein (aber das ist natürlich auch der Preis des Preises). Ab und an wünscht man sich auch eine Einparkhilfe hinten, da der i20 durch die recht breite C-Säule und die relativ kleine Heckscheibe manchmal doch etwas unübersichtlich ist.

 

Ausstattungsmäßig brauche ich in einem Auto nicht mehr. Klimaanlage, Radio, Servo, el. Fenster, ZV mit Funk sind vorhanden, ebenso Sicherheitsausstattungen wie ESP, ABS und Airbags. Elektrische Außenspiegel sind auch verbaut, die ich aber nicht unbedingt brauche. Gerne hätte ich allerdings im Winter eine Außenspiegelheizung. Aber, es geht auch so.

 

Ich hoffe der i20 wird sich auch weiterhin so gut schlagen... bisher bereue ich den Kauf nicht. ;)


29.07.2011 19:56    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

HyundaiGetz hat es mal wieder in die weite Welt verschlagen - diesmal stand Südfrankfreich auf dem Reiseplan. Genauer: Nizza!

 

Da wir uns aber nicht nur auf Nizza beschränken wollten - eine wirklich schöne Stadt, aber wirklich mehr als einen Tag braucht man zur Erkundung nicht wirklich - haben wir uns für zwei Tage einen Leihwagen gemietet. Am ersten Tag haben wir Monaco, am zweiten Tag Cannes mit dem jeweiligen Umland erkunden.

 

Die Anmietung ist wieder über Sixt abgelaufen. Das Auto konnten wir ein paar Meter von unserem Hotel an der Promenade in Empfang nehmen. Gebucht war - wie eigentlich immer - die kleinste Fahrzeugklasse. Nicht nur der günstigere Preis sondern auch die Vorteile eines kleineren Autos in den wuseligen und chaotischen Städten im südlichen Europa haben uns zu dieser Wahl gebracht. Als Beispielfahrzeug wurd ein Fiat 500, Fiat Punto etc. genannt. Heimlich hatte ich mich ja schon auf einen Fiat 500 gefreut...

 

Bei der Sixt-Station angekommen fuckelte die Mitarbeiterin an einem Mercedes Schlüssel rum - etwa doch ein kleines Upgrade auf einen Mercedes SLK oder gar SL? Bei dem schönen Wetter vor Ort sicherlich auch ein schönes Auto... aber leider nicht. Die Dame zeigte auf eine graue Mercedes A-Klasse, die wie üblich, etwas chaotisch mitten auf der Kreuzung geparkt wurde. A-Klasse, okay. Bin ich bisher nicht gefahren, und hey, es ist immerhin ein Mercedes.

 

Die A-Klasse ist mittlerweile ja schon etwas länger auf dem Markt. An die Optik hat man sich mittlerweile gewöhnt, war sie doch bei der Markteinführung der ersten A-Klasse Variante etwas ungewöhnlich für Mercedes. Mir persönlich gefällt die Optik - wenn auch nicht mehr ganz taufrisch - recht gut. In Deutschland hat die A-Klasse ja eher das (ohne jemanden zu beleidigen... ) Senioren-Image. Meiner Meinung nicht zu recht. Gut, wirklich sportlich wirkt die A-Klasse nicht. Aber, wenn ich sportlich haben möchte, kaufe ich einen Sportwagen!

 

Beim Einsteigen habe ich mich direkt sehr wohl gefühlt. Unser Mietwagen hatte die "Avantgarde"-Ausstattung. Das heißt Licht- und Regensensor, el. Fenster vorne und hinten, Klimaanlage, el. anklappbare Außenspiegel etc. - ich weiß nicht, ob sich die Ausstattung zur deutschen Variante irgendwo unterscheidet. So gut kenne ich mich bei Mercedes nicht aus. Darüber hinaus war ein Navigationssystem verbaut, welches für uns doch recht praktisch war.

 

Insgesamt gesehen wirkt der Innenraum sehr wertig. Das Lederlenkrad.... oh das Lederlenkrad! Es fühlt sich herrlich an. Es sieht super aus und fühlt sich echt klasse an. Dazu ein relativ übersichtlicher Innenraum, den man gut bedienen kann. Nur der Tempomathebel über dem Blinkerhebel stört mich doch etwas. Qualitativ kann man sich echt nicht beschweren. Alles wirkt sehr gut zusammen gebaut und angenehme Materialien wurden verbaut. Ich habe keine Stelle gefunden wo ich sage "Oh nein, das geht garnicht.." - leider hatte ich das zuletzt vermehrt bei vielen Fahrzeugen. Klappern / Knistern war auch kein Thema - aber gut, bei unter 1000 km auf dem Tacho sollte das auch normal sein.

 

Unter der Motorhaube werkelte ein Dieselmotor mit 109 PS. Der Motor ist ausreichend motorisiert, allerdings sind wir auch hauptsächlich in der Stadt und Landstraße gefahren. Leider, leider... war ein Automatikgetriebe verbaut. Okay, leider ist nun übertrieben. In den überfüllten Städten war die Automatik ansich schon sehr angenehm, aber so richtig gut harmonisiert sie nicht mit dem Dieselmotor. Besonders beim Anfahren merkt man ein deutliches Turboloch, welches durch die Automatik gefühlt noch verstärkt wird... hier hätte ich mir teilweise doch ein manuelles Getriebe gewünscht. Akustisch ist der Diesel immer präsent - was mich aber nicht wirklich stört. Verbrauchsmäßig lagen wird laut Bordcomputer immer zwischen 6 und 8 Liter. Angesichts des vielen Stop- & Go-Betriebes aber ganz in Ordnung.

 

Das Fahrwerk... hier war ich sehr überrascht wie komfortabel ein so kleines Auto doch sein kann. Ich bin ja bekennender Kleinwagen-Fan und die A-Klasse war das komfortabelste was ich bisher fahren durfte! Ich weiß, die A-Klasse zählt eher zur Golf-, aber von der Außenlänge doch eher zur Polo-Klasse. Die Federung federt ordentlich weich, ohne dabei schwammig zu wirken. Die direkte Lenkung lässt sogar etwas sportlichkeit aufkommen... nur auf ganz kaputten Straßen wird man ordentlich durchgeschüttelt.

 

Die Übersichtlichkeit und das Platzangebot ist mir sehr positiv aufgefallen. Durch die erhöhte Sitzposition hat man ein gute Übersicht - so ist einparken auch ohne Sensoren sehr gut möglich.

 

Was mir etwas negativ aufgefallen ist: Die Bremse! Sie packt zwar ordentlich, aber teilweise habe ich nicht den richtigen Druckpunkt gefunden. Entweder ich habe zu fest oder zu weich gebremst - aber ist sicherlich eine Sache der Gewöhnung.

 

In 2 Tagen sind wir gut 200 km gefahren. Viel Stadtverkehr und kurvige Landstraßen - die A-Klasse war ein angenehmer Begleiter. Komfortable Federung, sehr gute Übersicht und der angenehme Innenraum waren sehr positiv. Die Kombination Diesel und Automatik wie die Bremsen haben mir leider nicht so gut gefallen...

 

Ich hoffe die A-Klasse hat noch ein schönes Leben bei der Sixt-Vermietung im schönen Südfrankreich. ;) Ein hoffentlich Kratzer und Beulenfreies Leben - DAS wird wohl schwierig in Frankfreich.


18.07.2011 20:53    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: , , , , ,

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... heute ist es wohl genauso gelaufen. Eigentlich stand für 17 Uhr eine Probefahrt mit einem Hyundai i30 auf dem Terminkalender - ein Kumpel von mir sucht ein neues Auto und da passte der i30 genau ins Beutelschema. Und ich muss zugeben: Auch mich interessiert der i30.

 

Aber, soweit sind wir leider nicht gekommen. Um kurz vor 17 Uhr, ich wollte gerade das Büro verlassen, klingelt mein Handy "Du, ich steh an Standort X, mein Auto ist kaputt...". Da der Hyundai Händler auf dem Weg lag bin ich schnell reingesprungen, hab den Termin abgesagt und bin weiter zum gestrandeten Kumpel.

 

Als ich vor Ort ankam war der ADAC bereits informiert und unterwegs... also hieß es warten. Warten... und warten. Wobei es insgesamt recht fix. Der kaputte Astra G (Baujahr 1999) wurd zur nächstgelegenen Werkstatt geschleppt und nach kurzer Diagnose stand fest: Anlasser defekt. Reparatur erst morgen. Dank "ADAC Plus" Mitglied und mehr als 50 km Entfernung zum Heimatort stand meinem Kumpel ein Leihwagen zu, den wir dann beim Abschleppdienst abgeholt haben.

 

Der nette Herr vom Abschleppdienst sagte uns schon bei der Werkstatt das ein Opel Astra Sports Tourer auf uns warten wurden - ich war begeistert, mein Kumpel eher nicht: Er bekommt man Freitag einen Astra J 5-Türer für 4 Monate (Opel-Mitarbeiterfahrzeug), der kaputte Astra G geht zurück zu seinem Opa... Aber egal.

 

Ich habe trotzdem die Chance genutzt, mit dem Astra eine kurze Probefahrt zu absolvieren.

 

Schick sieht er aus, der "kleine" Kombi. Klein ist hier wirklich nichts mehr - der Kompaktklasse ist er zumindest von der Außenlänge entwachsen. Ein Skoda Octavia Kombi, den ich bisher immer eine Klasse höher angesetzt habe, ist von der Außenlänge her kleiner! Mit dem Heck stehe ich insgesamt auch etwas aufs Kriegsfuß - ich bin eigentlich ein Kombi Fan, beim Astra würde ich aber doch eher zum "normalen" 5-Türer greifen.

 

Bei einem Kombi erwartet man Platz... der Kofferraum ist ausreichend groß, auf der Rückbank geht es aber bei größeren Fahrern doch recht eng zu, das kann die Konkurrenz doch schon etwas besser. Auf dem Fahrerplatz finde ich aber ordentlich Platz. Inzwischen habe ich auch keine Probleme mehr vom Kupplungspedal zur Fußablage zu kommen ohne das Cockpit unten zu streifen - hier hat Opel wohl schon etwas getan.

 

Leider, leider hat der Leih-Astra nur die Selection Ausstattung und die Sitze in dieser Ausstattungsvariante sind einfach nur grauenvoll. Ich bin ja jetzt kein Luxusauto gewohnt, aber die Astra Sitze gehen wirklich absolut garnicht! Egal wie ich mich hinsetze, irgendwas drückt im Rücken und der Hintern rutscht in eine Art "Loch"... äußerst unbequem auf Dauer.

 

Die Ausstattung ist Basis-Varianten-Typisch recht einfach: Klimaanlage, el. Fenster, ZV mit Funk... nichts besonderes, aber insgesamt vollkommen ausreichend.

 

Was mir fehlt: Die Einparkhilfe hinten! Die Übersicht ist nach hinten eher mäßig, wobei ich es mir doch schlimmer vorgestellt habe. Hier im Sauerland wo es noch ausreichend Parkplätze gibt, käme man vielleicht noch ohne PDC klar, aber spätestens beim ersten Besuch in der Stadt würde ich auf PDC nicht verzichten wollen - gerne auch vorne.

 

Unter der Motorhaube werkelt ein 1.4 Turbo mit 103 kw / 140 PS. Ein ganz netter Motor, wenn auch mit einem leichten Turboloch. Gut, der Motor hatte auch erst knappe 900 km gefahren und vermutlich muss sich der Motor noch etwas entwickeln - dennoch was ich vom Durchzug beim Anfahren doch eher enttäuscht. Auf der Autobahn ist man aber schnell auf 150 km/h und die sind im Astra wirklich sehr entspannt fahrbar. Die Innengeräusche sind angenehm ruhig und der Astra läuft sehr gut und stabil auf der Bahn. Mit besseren Sitzen könnte man so sicherlich einige Kilometer fahren.

 

Die 6-Gang Schaltung lässt sich ordentlich schalten und weißt einen recht lang übersetzten 6. Gang auf. Auf der Autobahn zum Spritsparen sehr angenehm! Bei Tacho 160 km/h dreht der Motor im 6. Gang bei knapp über 3.000 Umdrehungen. Leider macht der Leder(?)sack des Schaltknaufes etwas Geräusche...

 

Insgesamt ist der Astra wirklich ein sehr angenehmer Begleiter. Da ich ja tief in meinem Herzen sowieso ein Opel-Fan bin, habe ich mich im Astra direkt wohl gefühlt. Vom Kombi hätte ich aber schon deutlich mehr Platz erwartet - das Platzangebot geht doch deutlich auf Lasten der Optik. Vom Fahrverhalten her etc. ist der Astra durchaus für einige Kilometer gemacht.

 

Zurück in meinem i20 fiel mir direkt eins auf: Mir fehlt der Turbo...


29.06.2011 13:21    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: , , , , , ,

Wie? HyundaiGetz fährt schon wieder Golf IV? Das hatten wir doch erst... Ja, ich weiß! Diesmal geht's aber um den Variant und noch mehr: um einen unserer Firmenwagen. Daher hab ich auch schon einige Kilometer mehr damit gefahren als mit den meisten Leihwagen. Aber, von Anfang an.

 

Also unser Golf 1999 das Licht der Welt erblickte, ahnte er vermutlich noch nicht, was für ein Lebensweg ihm bevorsteht... die ersten drei Jahre verbrachte er glücklich bei seinem Vorbesitzer - einer großen Firma hier im Sauerland. Dort wurd er sicherlich immer ordentlich gepflegt und gewaschen...

 

Nach 3 Jahren - vermutlich ein Leasing-Wagen - übernahmen wir dann den dunkelgrünen Golf IV Variant. Der Erstbesitzer hatte meiner Meinung nach eine ordentliche Ausstattung ausgewählt: So sind Klimaautomatik, el. Fenster vorne und hinten, ZV, el. Außenspiegel, Regensensor, autom. Innenspiegel und eine Anhängerkupplung vorhanden. Nur ESP sucht man vergebens - war bei dem Baujahr ja auch noch nicht serienmäßig.

 

Unter der Haube werkelt ein 1.9 TDI mit 66 kw bzw. 90 PS. Ein recht angenehmes Triebwerk, auch wenn es charakterlich meiner Meinung nach nicht mit aktuellen Dieselmotoren vergleichbar ist: Diesen Motor kann man deutlich höher ziehen als ich es sonst von einem Diesel gewöhnt bin. Von ca. 1.500 bis etwas über 4.000 Umdrehungen zieht der Motor recht angenehm durch, ohne dabei extrem laut zu werden.

 

Optisch sieht der Golf Variant ansich immer noch recht schick aus - gefällt mir persönlich in der Kombivariante sogar noch besser als der aktuelle Golf Variant. Okay, man muss zugeben: Unser Golf sieht optisch nicht mehr gut aus. Der harte Arbeitsalltag in einem Bauunternehmen (Straßen-, Kanal- u. Tiefbau) und der (fast) tägliche Besuch diverser Baustellen zeigt hier eben seine Spuren. Für uns sind Autos eben reine Baugeräte, daher wird auch kein Wert auf die Optik gelegt. Technisch ist unser Golf aber noch recht fit - wird schließlich auch regelmäßig gewartet.

 

Zu den optischen Mängeln passen auch die kleinen elektronischen Zickereien: Manchmal geht eine Tür beim aufschließen nicht mit offen, mal fallen teile der Amaturenbeleuchtung aus und gehen dann hinterher wieder und der Regensensor hat auch schon bessere Tage erlebt...

 

Alles in allem aber wirklich gut, wenn man bedenkt, das der Golf mittlerweile 12 Jahre alt ist und stark auf die 380.000 km (!) zugeht.

 

Was mich immer noch überzeugt sind Sitze (auch wenn die Polster etwas gelitten haben), Platzangebot (vorne wie auch im Kofferraum) und die wirklich sehr gute Übersicht. Da können sich aktuelle Fahrzeuge teilweise eine große Scheibe von abschneiden!

 

Die Schaltung ist mittlerweile recht hakelig und auch der Kupplung merkt man die Kilometer schon an... und wie gesagt: Das Auto wird nicht geschohnt. Was natürlich nicht heißt, das extra so gefahren wird, das etwas kaputt geht.

 

Was mir immer noch nicht am Golf gefällt: Die Federung. Viiiel zu weich und schwammig. Durch den längeren Radstand beim Variant wird dies nur noch verstärkt. Große Schlaglöcher werden fast ungefiltert an den Innenraum weitergeleitet - kleine Unebenheiten werden merklich weg geschaukelt...

 

Alles im allen ist unser Golf IV Variant aber ein treurer Begleiter. Heute morgen bin ich wieder etwas über 100 km mit ihm gefahren. Wie viel ich insgesamt bisher gefahren bin, kann ich allerdings nicht mehr nachvollziehen... können sicherlich schon 1.000 km und mehr sein - bei Wind und Wetter. Egal ob Schnee, Regen oder Sonnenschein. Der Golf schlägt sich gut!

 

Auf die nächsten 380.000 km... wenn alles gut läuft, bleibt uns der Golf sicherlich noch so lange erhalten. ;)


15.06.2011 22:13    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: , , , , , ,

Da irgendein anderer Autofahrer meinte, vermutlich beim Ausparken, an der Frontschürze meines i20 vorbei schrammen zu müssen, steht mein Auto momentan beim Lackierer. Natürlich hat sich niemand gemeldet, glücklicherweise ist der Schaden mit 80 EUR nicht allzuhoch.

 

Da ich natürlich mobil bleiben muss / will, habe ich von der Lackiererei einen kostenlosen Leihwagen bekommen. Versprochen war mir ein Opel Corsa D. Doch als ich heute morgen auf dem Hof gefahren bin: Weit und breit kein Corsa zu sehen.

 

1. Gedanke: Die haben den Leihwagen für mich vergessen!

2. Gedanke: Hoffentlich bekomme ich den Firmen-VW Transporter nicht...

3. Gedanke: Oder steht der Corsa nur hinterm Haus?

 

Aber ich bekam eben den Schlüssel (den 3. Schlüssel! Also ein kleines Plastikstück... ) für einen VW Golf IV in die Hand gedrückt. Okay, hätte mich schlimmer treffen können, auch wenn ich nicht so der VW Fan bin.

 

Laaangweilig?

 

Zum Design des Golf IV muss man ja nicht viel sagen. Es ist wirklich zeitlos und klassisch. Obwohl der Golf ja schon etwas in die Jahre gekommen ist, wirkt er noch recht modern. Mir persönlich gefällt der Golf IV genauso wie der Golf VI am besten. Optisch hat der Leih-Golf schon etwas gelitten. Kratzer hier, Dellen da, leichter Rostansatz ist auch an manchen Stellen zu sehen - aber bei knappen 170 tkm in Ordnung.

 

"Mein" Golf ist im September 1999 das erste mal zugelassen worden - gehört also zu der ersten Generation Golf IV.

 

Kurbeln!

 

Als ich die Fahrertür geöffnet habe, sind sie mir direkt ins Auge gefallen: Fensterkurbeln. Wie ich die Dinger mittlerweile hasse. An elektrische Fenster gewöhnt man sich doch so schnell... außerdem gehen sie optisch auch nicht wirklich.

 

Bei den Fensterkurbeln wusste ich schon: Bei dem Golf handelt es sich um einen Trendline. Keine el. Fenster, keine Funk ZV, keine el. Außenspiegel, kein hier, kein da. Nur eine Klimaanlage und ein (hässliches) Nachrüst-Radio mit CD / MP3 sind vorhanden. Aber klar, für einen Tag: vollkommen ausreichend. Einem geschenkten Gaul - ihr wisst schon...

 

Huuubraum!

 

Ich glaube, unter der Haube des Golf werkelt ein recht seltener Motor. 125 PS aus 1.8 Liter Hubraum - laut Wikipedia wurd der Motor auch nicht lange gebaut. In der Verbindung mit der Basisvariante sicherlich noch eine seltenere Kombination.

 

Der Motor ist aber super. Zieht ordentlich los, dreht freudig auch über 4.500 Umdrehungen. Auf der Autobahn ist bei gut 210 km/h laut Tacho Schluss. Mehr geht nicht - dann dreht der Motor schon knapp vor dem roten Bereich. Zum Verbrauch kann ich natürlich nicht viel sagen, da ich das Auto leer bekommen habe und auch leer zurück gebe. Die Tanknadel fällt bei rasanter Autobahnfahrt natürlich schnell - das ist klar.

 

Das Getriebe ist insgesamt etwas hakelig - was aber sicherlich auch schon an der Laufleistung liegt. Der 1. wie auch der 3. Gang sind besonders schlimm. Die Schaltwege hätten meiner Meinung nach auch etwas kürzer ausfallen können...

 

Platz genommen!

 

Gut, ich muss zugeben: Der Golf IV ist für mich nichts neues. Mein Ex-Freund hatte bereits einen und wir haben 2 Golf IV Variant als Firmenwagen (1999er mit gut 375 tkm, 2004er mit ca. 210 tkm), die ich öfter mal bewege.

 

Ich finde mit meiner Größe von etwas über 190 cm ganz gut Platz auf den recht bequemen Sitze. Wenn ich Platz genommen habe, hat hinter mir aber keiner mehr wirklich Platz - außer vielleicht ein Kleinkind.

 

Das Cockpit wirkt immer noch modern - könnte so fast in einem aktuellen Fahrzeug angeboten werden. Die Qualität ist in Ordnung, hier und da klappert und knackt mal was... aber bei dem Alter und der Laufleistung.

 

Schaukeln...

 

Mir persönlich ist die Federung etwas zu weich und zu schaukelig. Wenn ich das Auto dauerhaft fahren würde, müsste es dezent (!) tiefergelegt werden.

 

Fazit!

 

Ein kurzer Bericht, zu einem kurzen Test. Bin bisher auch nur gut 90 km gefahren.

 

Der Golf IV ist ein angenehmes Auto, welches sich auch heute nicht verstecken muss. Wenn man teilweise die Konkurrenz aus der Zeit bekommt, ist der Golf sicherlich ein Highlight. Bei mir ist der "Golf-Funke" immer noch nicht so recht übergesprungen - aber es muss ja auch nicht jeder golfen...


26.05.2011 18:36    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Nach langem Warten war es am letzten Sonntag soweit: Der Flieger in den Mallorca Urlaub hob ab! Da wir nicht zum Ballermann, sondern lieber die Insel erkunden wollten, brauchten wir auch einen Mietwagen.

 

Da ich bisher noch nicht so große Erfahrung mit der Anmietung von Fahrzeugen habe, griff ich auf den Vermieter "Sixt" zurück. Wirklich teurer als die Konkurrenz war er auch nicht - außerdem konnte man auch als 21-jähriger bereits ein Auto anmieten. Gebucht wurde die günstigste Fahrzeugklasse - Beispielfahrzeug Peugeot 107.

 

Nachdem wir am Sonntag morgen unseren Koffer eingesammelt haben, ging es zum Sixt Schalter in der Einkaufshalle des Flughafens. Die Dame am Schalter schaute im System nach, welche Fahrzeuge verfügbar waren und wir konnten zwischen Hyundai i20, Ford Fiesta und Renault Clio auswählen - also eine Fahrzeugklasse höher als eigentlich gebucht. Da ich ja selbst einen i20 fahre und mich der Clio schon länger interessiert hat, entschied ich mich spontan dafür. Dann konnten wir uns noch zwischen Diesel- und Benzinmotor entscheiden: Ich entschied mich spontan für den Diesel, ohne die aktuellen Spritpreise in Spanien zu kennen. Im Endeffekt die richtige Entscheidung!

 

Im Parkhaus angekommen holten wir den Schlüssel für unser Auto auf Zeit ab. Da es bei uns ja so üblich ist, dass unsere Autos Namen bekommen, bekam natürlich auch der Clio einen: Clemens! Wir hatten also für 4 Tage einen Clemens.

 

Auf Knopfdruck begrüßte uns Clemens mit einfachem Blinken... vor uns stand ein silberner Clio als 5-Türer mit dem 1.5 dCi Motor mit 86 PS. Die Ausstattung ist ungefähr mit der deutschen "Dynamique" vergleichbar: Zentralverrieglung mit Funk, el. Fenster, Airbags, Servolenkung, Klimaautomatik etc. ist vorhanden - nur die elektrischen Außenspiegel und ich glaube auch ESP fehlen.

 

Unsere erste Fahrt ging quer über die Insel vom Flughafen zum Hotel nach Can Picafort. Bereits nach den ersten Metern merkte man: Clemens wird ein angenehmer Begleiter für die Zeit. Die Federung ist wie die Sitze französisch weich, aber auf den teilweise schlechten Straßen doch recht angenehm.

 

Der Motor zieht ordentlich von unten rauf, ohne merkbares Turboloch. Die 86 PS reichen im Alltag vollkommen aus - selbst die teilweise recht steilen Berge stellen für den Clio absolut kein Problem dar. Auf der Schnellstraße fehlt auf Dauer aber leidr der 6. Gang - wobei ich sowieso dafür bin, jedes Auto mit einem 6. Gang auszustatten.

 

Platzmäßig reicht der Clio für zwei Personen wirklich aus. Auf der Rückbank ist Klassenüblich etwas weniger Platz, hinter mir hätte niemand mehr sitzen können. Der Kofferraum hat unsere großen Koffer (frei nach dem Motto "Packen wir mal für mehrere Wochen ein...") gut aufgenommen. Der alltägliche Wocheneinkauf passt also sicherlich auch rein.

 

Leider ist die Schaltung etwas hakelig und irgendwie knochig. Die Gänge gehen teilweise etwas wiederwillig rein... muss man sich wirklich sehr dran gewöhnen. Die Schaltwege sind aber angenehm kurz.

 

Insgesamt gesehen ist der Clio für Mallorca ein ideales Auto: Nicht zu groß, nicht zu klein - auf den engen Kurvenstrecken habe ich oft gesagt, wie glücklich ich bin, kein größeres Auto genommen zu haben. Die Federung ist angenehm komfortabel - am Anfang wirklich etwas schaukelig. Platzangebot wirklich ausreichend, Motor super! Den hätte ich in meinem i20 auch manchmal gerne.... Verbrauchsmäßig lagen wir übrigens bei exakt 5,0 Liter. Insgesamt sind wir in 4 Tagen etwas über 800 km gefahren.

 

Der Abschied tat schon etwas weh. Hoffen wir mal, dass die Nachmieter auch gut mit Clemens umgehen. ;)


27.03.2011 20:20    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (58)    |   Stichworte: , , , , , ,

8 Jahre. 8 Jahre lang fuhr meine bessere Hälfte einen Audi A3, den er als Jahreswagen gekauft hat. Ein relativ einfacher A3 mit dem 102 PS Basis-Benziner. Bis auf eine Klimaautomatik und ein Radio / Kassette mit angeschlossenem CD-Wechsler keine wirkliche Ausstattung. Nach 8 Jahren war aber nun mal die Zeit für etwas neues - auch wenn der Kilometerstand keine 80.000 km anzeigte.

 

Die Auswahl an Fahrzeugen war eigentlich relativ gering - es sollte wieder ein Fahrzeug aus dem Volkswagen-Konzern werden. Da mein Freund derzeit nur ca. 7.000 km im Jahr fährt, stand auch fest: Es kann ruhig etwas kleineres als der A3 werden. Damit war die Auswahl schon etwas eingeschränkter. Über Skoda Fabia wie auch Seat Ibiza wurd erst garnicht nachgedacht, ein VW Fox kam auch nie in Frage. Blieben also nur Polo und A1 übrig. Beim Polo ist der Funke aber nie wirklich übergesprungen - ganz anders war es beim A1!

 

Nach mehreren Angeboten von verschiedenen Händlern (Lagerwagen, komplette Neubestellungen, sowie Vorführwagen) stand die Auswahl fest: Es soll ein Lagerwagen von dem Händler werden, wo 2003 bereits der A3 gekauft wurde.

 

Und... da isser!

 

Ich muss ja schon sagen: Mich persönlich hat der A1 bereits bei der Vorstellung fasziniert. Ein Mini mit Luxus, für Leute die meist nur zu zweit unterwegs sind (und in Zukunft das "Problem" Kinder nicht haben...). Und ich muss auch sagen: Wenn ich mir einen A1 bestellen würde, säh er exakt so aus. Rote Außenlackierung, silberner Dachbogen sowie silberne Außenspiegel. Gut, ich würde wohl etwas andere Alufelgen wählen, aber bei einem Lagerfahrzeug hat man ja meist nicht so große Auswahl, und meinem Freund ist das auch relativ egal.

 

Die Fahrzeugfront finde ich persönlich sehr schick. Mit dem relativ großen Kühlergrill und den schicken Scheinwerfern wirkt er recht aggressiv. Im Rückspiegel denkt man wohl als erstes nicht an einen Kleinwagen! Die Seitenlinie wirkt recht stimmig, nur das Heck passt für mich persönlich nicht ganz ins Bild. Dunkle Rückleuchten wären hier wohl angebracht und würden die Optik deutlich verändern.

 

Willkommen an Bord!

 

Könnte man jedenfalls fast sagen (besonders weil das Auto die Abkürzung einer großen deutschen Fluggesellschaft am Kennzeichen hat)... ich fühle mich auf jedenfall direkt wohl. Auf dem Fahrersitz ist ausreichend Platz und auch auf dem Beifahrersitz fühlt man sich als großer Mensch dank Höhenverstellung sehr wohl. Insgesamt ist der Innenraum ansehnlich, wenn auch klassisch gestylt. Mir persönlich gefallen die relativ wenigen Schalter (deren Anordnung man schnell versteht). Auch die Innenraumqualität überzeugt mich sehr - da kann ein Mini meiner Meinung nach nicht mithalten...

 

Wir fliegen los...

 

Gut, so schnell wie ein Flugzeug ist der A1 beim starten nicht. Aber die 122 PS reichen für den Kleinen vollkommen aus. Ich kenne den Motor bereits aus dem aktuellen Golf Plus - dort hat er mich schon überzeugt. Aber im A1 ist der Motor natürlich nochmal ganz anders, auch wenn man noch etwas merkt, dass der Motor noch eingefahren werden muss (Kilometerstand aktuell etwas über 100 km). Ich freue mich schon darauf, wenn man den Motor etwas höher drehen kann... da bekommt man sicherlich richtig Laune!

 

Das Getriebe ist sehr gut abgestimmt, die Schaltwege angenehm kurz. So macht fahren und auch schalten Spaß. Die 6-Gänge flutschen sehr gut durch die Schaltgassen...

 

Bin ich ein Hase?

 

Leider... Leider hat der A1 das Sportfahrwerk - ich würde es wohl bei meiner Bestellung abwählen. Gut, der A3 war dank nachträglicher Tieferlegung noch hoppeliger, aber grobe Unebenheiten wie auch kurze Stöße werden fast ungefiltert in den Innenraum weitergegeben. Auf Dauer würde mich das doch wohl sehr nerven. Positiv ist natürlich: Man kann ordentlich durch die sauerländischen Kurven prügeln. Die Lenkung bietet hierfür auch ausreichend Rückmeldung. So machen Kurven echt Spaß! Die serienmäßigen Sportsitze (der A1 hat die "Ambition" Ausstattung) sind für eine etwas rasantere Fahrt gut ausgelegt.

 

Das war jetzt natürlich nur ein kurzer Bericht. Ich bin auch nur etwa 30 km gefahren, und das auch nur über die Landstraße. Die Geräuschekulisse bei Landstraßentempo ist angenehm, wie sie auf der Autobahn ist kann ich natürlich nicht sagen. Auch Erfahrungen im Bereich Verbrauch, wirkliche Qualität etc. wird sich erst im Laufe der Zeit herausstellen... aber, da mein Freund das Auto sicherlich noch eine geraume Zeit fährt, kann ich ja ab und an mal wieder berichten.


03.03.2011 13:09    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Da ich mal wieder zu einer mehrtägigen Weiterbildung sollte, hatte ich die Möglichkeit bei "unserem" Autovermieter vor Ort mal wieder ein Auto zu mieten. Letztes Jahr stand für die Reise ein Skoda Octavia Kombi zur Verfügung, dieses Jahr ein VW Golf VI.

 

Fakten, Fakten, Fakten!

 

Fahrzeug: VW Golf VI 1.6 TDi (77 kw / 105 PS) "Team", 5-Türer, Reflexsilber

Anmietung: 28.02. - 02.03.2011

Erstzulassung: 09.12.2010

Kilometer bei Abholung: 10.094

Kilometer bei Abgabe: 10.642

Gefahrene Kilometer: 548

Kosten: 54,00 EUR / Tag zzgl. Märchensteuer

 

Da isser!

 

So rief jedenfalls die Dame bei der Autovermietung als ein silberner Golf auf den Hof gefahren ist. Nach genauerem hinsehen merkte sie allerdings: Hey, das ist ja meine Kollegin! Okay, kleiner Fehler. Aber genau so ein Auto sollte ich wohl bekommen: Golf Plus. Noch in der "V"-Variante. Schön, Golf Plus mag ich ja! Eine kleine Vorfreude kam in mir auf. Ein paar Minuten später: So, das ist nun aber wirklich ihr Auto. Ich drehte mich um und sah durch's Fenster hinter mir einen Golf VI. Einen "normalen" Golf, kein Plus. Schade. Aber ehrlich gesagt, ich hätte einer Mitarbeiterin bei einer Autovermietung schon etwas mehr Autokenntnis zu getraut.

 

Nach einem kleinen Rundgang ums Auto konnte es also los gehen...

 

Topmodel?

 

Nunja, ob der Golf VI bei Germany's next Topmodel wohl eine Chance hätte? Ich weiß ja nicht. Ich sehe Heidi Klum schon vor meinem geistigen Auge dem Golf mitteilen "Ich habe leider kein Bild für Dich! Du bist einfach zu langweilig...". Man (Frau vielleicht auch... ) muss schon sagen: Der Golf wirkt recht langweilig. Was jetzt weder positiv noch negativ gemeint ist. Es ist einfach ein klassisches Auto, welches man sich auch in ein paar Jahren noch gut ansehen kann. Und das sollte ein Volkswagen ja irgendwo auch schon sein - ohne Frage. Konkurrenten wie der Renault Megane, Fiat Bravo etc. sind vielleicht etwas aufregender gestylt, aber man sieht sich sicherlich schon recht schnell satt daran. Neben dem Golf IV ist der Golf VI für mich der schönste in der Baureihe. Der Golf V ist recht grenzwertig (besonders die Frontlichter), über Golf III brauchen wir garnicht erst zu sprechen. Golf II und Golf I haben eventuell schon etwas Kultstatus (?), dafür bin ich wohl aber noch etwas zu jung.

 

Bitte Platz nehmen!

 

Man setzt sich in einen Golf rein und fühlt sich direkt wohl - ich jedenfalls. Alles wirkt gut verarbeitet und sehr aufgeräumt. Alle Schalter und Knöpfe liegen exakt da, wo man sie auch vermutet. Eine optimale Sitzposition habe ich schnell gefunden - okay, ab und an nervt rechts am Bein die Mittelkonsole, dies ist aber z. B. in einem alten Audi A4 deutlich schlimmer. Also alle Spiegel einstellen und los geht die Fahrt...

 

Ah, ein Diesel!

 

Gut, dass das Auto ein Diesel ist, war mir schon von anfang an klar, immerhin hatte ich auch einen Diesel reserviert. Den 1.6 TDI hört man schon etwas, besonders wenn er kalt ist. Finde ich persönlich aber garnicht so störend, einen Diesel kann man ruhig hören. Fahren wir also los... Das Schaltungs- / Kupplungsspiel habe ich schnell raus, immerhin fahre ich öfter im Betrieb verschiedene VW-Diesel (Golf IV, Golf V, Caddy). Der Motor zieht mit seinen 105 PS gut von unten raus, da hat die Konkurrenz wie ein Opel Astra ein deutlich größeres Turboloch. Nur unterhalb von 1.500 Umdrehungen passiert nicht wirklich was. Aber das ist wirklich in Ordnung. Hier im Sauerland kommt der Motor an manchen Bergen aber merklich an seine Grenzen...

 

Laaang...

 

Das 5-Gang Getriebe ist wirklich recht lang übersetzt - insbesondere der 4. und 5. Gang. Fürs Spritsparen sicherlich praktisch, im Alltag aber manchmal etwas hinderlich. Wenn man z. B. bei 50 km/h in den 4. Gang schaltet fällt die Drehzahl unter 1.500 Umdrehungen, der Motor fängt an zu brummen und es passiert nicht mehr wirklich viel... Schaltet man wieder in den 3. Gang zurück mahnt einen die Schaltpunktanzeige - LOS! Ab in den nächsten Gang. Also auf knapp 60 km/h lt. Tacho beschleunigen, 4. Gang einlegen und alle sind zufrieden. Ein 6. Gang Getriebe mit einem kürzeren 4. Gang wäre sicherlich praktischer.

 

Autobahn!

 

Gut 400 km führten uns über die Autobahn, wo wir bei Geschwindigkeiten zwischen 120 - 180 km/h das angenehm ruhige Fahrzeug genießen konnten. Ab 160 km/h nehmen die Windgeräusche aber schon etwas zu... da wir aber meist bei ca. 140 km/h waren hat uns das nicht weiter gestört. Der Verbrauch über die gesamten 548 km belief sich lt. Bordcomputer auf 5,7 Liter mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 75 km/h. Nachgerechnet ergab sich ein Verbrauch von 5,2 Liter - wobei man natürlich beim Leihwagen nie weiß, ob man ihn wirklich voll übernommen hat.

 

"Städte"tour

 

Die restlichen Kilometer habe ich auf verschiedenen Kurz- und Mittelstrecken (3 - 40 km) zurück gelegt. Dabei war der Golf wirklich ein sehr angenehmer Begleiter. Er ist im Vergleich z. B. zum aktuellen Astra deutlich übersichtlicher, gut, es fehlen auch von der Außenlänge einige Zentimeter, was man aber im Innenraum nicht merkt. Ich war wirklich begeistert! Nur die Funktion der Parkpiepser im Frontbereich haben sich mir nicht ganz erschlossen. Vom Opel Antara kenne ich es z. B. das die Dinger auch beim Einparken piepsen, beim Golf piepsen sie erst, wenn man den Rückwärtsgang einlegt. Etwas komischer, meiner Meinung nach.

 

Qualität?

 

Wie bereits geschrieben, der Qualitätseindruck ist sehr gut. Allerdings hörte man hier und da schon einige Geräusche vom Fahrzeug - besonders von der Beifahrertür. Auch die Bedienung des Bordcomputer finde ich per Multifunktionslenkrad etwas umständlicher als per Knopf am Blinkerhebel (kenne ich so z. B. vom Caddy).

 

Faaazit!

 

Die drei Tage mit dem Golf waren wirklich sehr angenehm! Er hat sich als angenehmer Begleiter erwiesen, egal ob in der Stadt oder auf der Landstraße. Ich war bisher kein wirklich großer Golf-Fan, aber dieser hat mich wirklich überzeugt. Tief in mir drin schlägt eigentlich ein Opel-Herz, allerdings würde ich den Golf VI dem aktuellen Astra vorziehen. Der Astra ist im Vergleich einfach zu rießen von der Außenlänge, und bietet dennoch nicht mehr Platz. Der Umstieg auf meinen i20 war auch erst etwas komisch, besonders weil auf der Autobahnauffahrt der Turbo fehlte...


28.11.2010 20:24    |    HyundaiGetz HyundaiGetz    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: , , , , , ,

Aufmerksame Blog-Leser werden es schon gemerkt haben: Kein "HyundaiGetz fährt XXX" und dennoch sind Autobilder zu sehen?

 

Nunja, heute möchte ich euch das "neue" Auto in meinem Leben vorstellen. Wie ich bereits } hier { berichtet habe, begleitet uns seit 01.04.2010 ein Audi A4 Avant. Ich sage nun einfach "uns", auch wenn ich mit der eigentlichen Besitzerin weder blutsverwandt noch irgendwie Liebestechnisch verbandelt bin. Dennoch bewege ich den Audi doch recht oft...

 

Unser Audi rollte im Jahre 2004 mit einem 1.9 TDi und 130 PS vom Band. Die Außenfarbe gefällt uns zwar beiden nicht so richtig, aber bei einem Gebrauchten schaut man da ja auch mal drüber weg. Die Vorbesitzer haben nicht sonderlich viele Kreuze auf der Ausstattungsliste gesetzt... so ist die Ausstattung mit Klimaautomatik, el. Fenster vorne, ZV mit Funk und Nebelscheinwerfern recht überschaubar. Aber gut, der Vorgänger-Ford hatte nicht wirklich mehr zu leisten... nur die heizbare Frontscheibe wird bisher vermisst!

 

Der A4 lässt sich recht angenehm fahren. Man fühlt sich richtig geborgen im dem Auto und auch 700 km an einem Tag sind ohne Probleme möglich. Das Geräuschniveau ist angenehm ruhig und der Motor ausreichend kräftig. Eine Reisegeschwindigkeit von 160 km/h ist ohne Probleme dauerhaft möglich (natürlich nur, wenn es die Verkehrsdichte zulässt ;) ). Da wird eh meist nur zu zweit unterwegs sind, reicht das Platzangebot vollkommen aus. Auch der Hund fühlt sich im Kofferraum pudelwohl - obwohl es kein Pudel ist.

 

Obwohl der A4 Avant insgesamt recht übersichtlich ist, würde ich mich im Alltag öfter über die Einparkhilfe im Heckbereich freuen. Das Fahrwerk bietet meiner Meinung nach einen guten Kompromiss aus Sportlichkeit und Komfort. Bodenwellen werden gut gedämpft, dennoch kann man auch mal ganz fix um die Kurven zirkeln - auch wenn der Focus hierfür natürlich deutlich besser war.

 

Der Verbrauch des 130 PS Diesel liegt im Normalfall zwischen 5,5 und 6,0 Liter. Der fehlende Partikelfilter ist hier im Sauerland kein Problem. Im April haben wir den Audi mit 147.000 km übernommen. Mittlerweile zeigt der Kilometerstand gut 180.000 km an. Also etwas mehr als 30.000 km in 8 Monaten. Diese Kilometerleistung liegt vorallem an dem täglichen Arbeitsweg (54 km einfache Strecke).

 

Bisher ist der A4 recht problemlos gefahren. Es mussten nur die Bremsen rundrum und die Freilaufnabe gewechselt werden. Okay, eine Glühbirne war noch kaputt. Also insgesamt ohne wirkliche Probleme. Ich hoffe das bleibt so!

 

Achja, bevor ich es vergesse: Wir haben den Audi "Adrian" getauft. Ja, unsere Autos haben immer Namen - finde ich aber auch nicht verrückt! :D Adrian und Ida (mein Hyundai i20) verstehen sich glücklicherweise auch ganz gut...

 

Adrian wird uns sicherlich noch einige Zeit und Kilometer bestehen bleiben... ich hoffe es wird weiterhin so problemlos sein. Der A4 ist insgesamt wirklich ein gelungenes, zeitloses Auto.


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Mein Blog hat am 29.10.2008 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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