15.03.2012 10:01
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HerrLehmann1973
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Nun ist es also soweit: die Minderheiten... ähhh Minderheitsregierung von Ypsilanti 2.0´s Gnaden ist Geschichte. Nachdem sowohl die dunkelroten Heils- ähhh Mehrheitssbringer aus dem SED-Nachfolgelager als auch die FDP ihre Zusage zu dem Haushalt mit mehr als 4,8 frischen Schuldenmillarden für rotgrüne Werbegeschenke verweigert haben, muss neu gewählt werden. In einem Punkt hat die linksalternative Provinzschmiere, die natürlich statt die Eckdaten des Haushaltsplanes zu kolportieren sich wieder einmal lieber in der Auslassung über verunglückte Parteistrategie ergeht, aber wohl recht: einen Gefallen hat sich die FDP mit ihrer Unerpressbarkeit wahrlich nicht getan. Dank des blassen und eher unpopulären Auftretens auf Bundesebene wird es für sie kaum eine reale Chance geben, in den nächsten 5 Jahren ein Fraktionsbüro ihr Eigen nennen zu dürfen. Klassischer Pyrrhussieg also. Denn anders als bei der grünen Konkurrenz kann man sich bei den Liberalen wohl kaum der Hoffnung hingeben, dass eine zufällige Naturkatastrophe in Reaktornähe hier für eine spontane Verdoppelung der Stimmen sorgt. Tja, so ist das eben mit dem aufgeklärten Bürger: vor der Moral kommt zwar das Fressen, aber davor noch immer die wutbürgernde Angst vor der "Umwelt-Akopalütze" wie Helge Schneider sagen würde
Die heimeigene Presse bescheinigt der Ministerpräsidentin in vorauseilendem Gehorsam schon mal gute Schulnoten für ihre 20 Monate Politik der "ruhigen Hand". In der Tat sah man - abgesehen von dem Wahlgeschenk für den grünen Führungsnachwuchs (die Sozialpädagogikstudenten im 134. Semester, die nun keine Gebühren mehr von ihrem Taxifahrereinkommen abdrücken müssen) und der Einführung des Modellprojektes Gemeinschaftsschule (denn schließlich hat ja jeder Migrationshintergründler, der nicht Lesen und Schreiben kann, ein Anrecht auf Abitur, einen Vorstandsposten und einen 3er BMW Sie hat quasi eigentlich nichts anderes gemacht als Rüttgers - nämlich NICHTS
Man darf also getrost gespannt darauf sein, welche einstelligen Rabattprozente beim Autokauf man "spontan" bei Röttgens Ehefrau finden wird oder welcher Kaffeeklatsch im Düsseldorfer Sky-office im Sperrfeuer der linken Wahlkampfjournaille von WDR bis WAZ zur Spendenaffaire hochstilisiert wird.
Aber vielleicht hat man diesmal ja so armselige Possen des Wahlkampfes gar nicht nötig, denn die Umfragen sehen für rot-grün aktuell eine komfortablen Vorsprung, zumal es unter den sog. "kleinen Parteien" neben den Grünen aktuell höchstens noch die Linken in den Landtag schaffen würden. Aber trotzdem die beiden Parteien SPD und Grüne 57% der Stimmen auf sich vereinigen könnten, wünschen sich nach aktuellen Umfragen nur 42% der Wähler eine rot-grüne Koalition. 41% der Wähler wünschen sich dagegen eine "große Koalition" aus SPD und CDU. Ein klarer Wählerauftrag sieht m. E. doch ein bißchen anders aus.
Warten wir also mal ab, wie sich NRW weiter entwickeln wird. Wir im Pott sind das Leiden ja gewohnt. Heißt es also die nächsten 5 endlosen Jahre: Froschtunnel statt AB-Tunnel. Sozialförderung statt Strukturwandel; Multi-Kulti-Teestube statt Sprachschule. Aber trotz allem gilt einmal mehr der Ruhrpottspruch - aktuell gerade auch in Bezug auf Baden-Württemberg: "woanders is auch scheiße" |



