Flowmasters Meinung zu Gott und der Welt

18.11.2008 21:56    |    Flowmaster Flowmaster    |    Kommentare (44)    |   Stichworte: , ,

Liebe Gemeinde,

 

es ist ja durch aus interessant.

Da steht ein Automobilhersteller, der allgemein immer etwas Probleme hatte in der Presse Anerkennung zu kriegen, vor einem finanziellem Engpass.

Eigentlich erwartet man ja jetzt, dass die Presse das als gefundenes Fressen ansieht. 

Daher war ich wesentlich erstaunter, was sich wirklich tat.

Diverse Medien vom Internet, übers Radio bis hin zu den Printmedien übertrumpfen sich gegenseitig mit ihren Lobeshymnen. 

Hier hört man wie Innovativ die Marke ist, dort hört man dass die Autos modern und gut sind. Dann wird auch noch der Isginia zum Auto des Jahres gewählt. 

Gut okay es springt immer noch Herr Dudenhöffer herum, der immer noch verkraftet hat, dass er mal aus dem Laden gegangen worden ist. Querulanten gibt es immer :) 

 

Man könnte schon fast meinen die Pressemeldungen der letzten Tage waren eine gezielte Imagekampange der Marke Opel. 

 

Ich kann mich nicht dran errinern, dass Opel jemals durch die Bank  so ein gutes Feedback erhalten hat. 

 

Was jetzt nur noch fehlt, dass die Bevölkerung zu den Händlern rennt und fleißig Verträge unterschreibt. :)

 

Meinungen sind sehr gerne willkommen. 

 

Ach sollte jemand auf die Idee kommen dumme Kommentare " Ey VW is eh viel geiler" abzugeben, werden die nicht lange bleiben :) 

Eine Diskussion sehr gerne, plumpe Stammtisch parolen Nein :)

 

So long,


Kommentare: 44

18.11.2008 22:16    |    regda regda

Darüber habe ich mich auch gewundert. Gestern Nacht wurde in den RTL Nachrichten (0Uhr) bestimmt 5 mal auf den guten Insignia hingewiesen. Sogar das die Vorstandsspitze im neuen Auto vorm Kanzleramt vorgefahren ist wurde gesagt inkl. Bildmaterial.

 

Alles andere würde Opel auch in den Abgrund ziehen. Die Mehrheit der Menschheit macht halt zu sehr seine Meinung von den Medien abhängig. ;)


18.11.2008 22:28    |    AndyTHL AndyTHL

Ist schon bissel was dran, aber Opel hat sich in den letzten 2 Jahren vom Modellprogramm auch sehr modernisiert.

Der Corsa ist ein guter Wagen, selbst mein Chef hat einen.:)


18.11.2008 22:46    |    DerNachtfalke09 DerNachtfalke09

Opel war und ist sicher nicht schlecht.

 

Bin selber Jahrelang Opel gefahren von C-Coupe, Astra GSI, Calibra Turbo, Vectra Turbo, Vectra I500, in der Familie noch diverse Omega´s aber alle immer mit mindestens 3 Liter Hub.

 

Opel geht es gar nicht so schlecht wenn man der Presse glauben darf, sondern GM ist das Problem welches die Marke aus Rüsselsheim hat.

 

Na ja über den Geschmack, in Sachen Design vom Isignia lässt sich streiten.

 

Ich hoffe nur das Opel die Kurve ohne fremde Hilfe schafft, vielleicht werde ich mal wieder OPEL fahren.

 

Gruß


18.11.2008 22:47    |    wuslon9 wuslon9

klare sache opel will scheine sehen und keiner weiss wo es enden wird....schoene bescherung....


18.11.2008 23:23    |    ulluagu ulluagu

Ich wünsche einfach nur Opel, das sie von GM los kommen, ihre Marke selbsständig vertreten und wieder und weiterhin gute Autos baut. Dann bleib ich auch weiterhin ein Kunde der Opelgemeinde ;)


19.11.2008 01:00    |    OMILEG OMILEG

Schaut euch mal den Insignia genau an und ihr versteht warum man so positiv über diese Auto und Opel heutzutage redet.

Die Probleme liegen in der Tat nicht bei opel,sondern bei der schwankenden Mutter GM (Mütter behandeln ihre Kinder eigentlich besser:mad:)

Sollte GM fallen,vieles deutet darauf hin,dann besteht die einzige Chance für Opel entweder durch die Übernahme eines anderen Riesen oder durch zeitlich begrenzte Verstaatlichung mit eventuellen Mitarbeiterbeteiligungen.

Opel als Marke sollte jedenfalls existent bleiben,da hier wirklich viel NowHow und weltklasse Ingeneure und hochmotivierte Mitarbeiter ihr Werk tun und immer getan haben.

 

Qualitativ hochwertige,technisch inovative und bezahlbare Autos für "normale" Leute.

Das ist mittlerweile Opel.

Ich habe mit meinen bisherigen vier Opelmodellen bisher wirklich nur gute Erfahrungen gemacht.

 

omileg


19.11.2008 02:01    |    rene12 rene12

Es geht ja nicht nur darum, das "die Bevölkerung nun losgeht & fleißig Verträge unterschreibt", sondern wieviel pro Fahrzeug bei Opel hängenbleibt um in die Modelle von morgen investiert zu werden. GM wird Opel nicht hergeben & somit wird von jedem verdientem Euro weiterhin viel versumpfen.

Vielleicht kommt auch der beginnende Wahlkampf in Deutschland in der Sache recht günstig; momentan will ja jeder einzelne Politiker Opel retten....

 

daumendrückende Grüße


19.11.2008 02:17    |    blacKnight284 blacKnight284

So bescheiden die Situation für Opel ist: Staatliche Garantien für einen Autobauer werden zu einem Fass ohne Boden, weil vermutlich immer mehr Branchen nach irgendwelchen Hilfen schreien werden. Und das kann auf Dauer nicht funktionieren.

 

Letztlich hängt alles vom Stehen und Fallen General Motors ab. Ich persönlich glaube nicht, das Opel von GM verkauft/freigegeben wird. Opel stellt im Konzern ja geradezu eines der Filetstücke dar. Und letztlich muss man GM auch zu Gute halten, dass Sie Mitte der 1990er zu Opel (die vorhandenen Probleme sollten bekannten sein) gehalten haben und viel Geld investiert haben, so dass Sie letztlich heute so dastehen wie sie dastehen.

 

Ich wünsch den Opelanern alles Gute. Irgendwie wird/muss es schon weitergehen.

 

Viele Grüße

René


19.11.2008 03:43    |    meehster meehster

Zum Insignia: Ich habe dringesessen und es fühlte sich verdammt gut an :)

 

Die aktuellen Probleme von Opel lassen sich eigentlich mit zwei Worten sagen: GM und Lopez.

 

GM zieht Opel jedes Guthaben und jeden Gewinn ab, so daß Opel keine Rücklagen bilden konnte. Das gilt auch für die Vergangenheit vor Lopez, wo Opel auch gut Gewinn gemacht hat und sich den Ruf "Opel, der Zuverlässige" erarbeitet hat.

Der Ruf wurde durch das Kaputtsparen durch eben diesen Lopez zerstört. Das Kaputtsparen hat zwar kruzfristig die Gewinne erhöht, aber langfristig... Ich darf mir noch immer anhören "Opel ist Sch****", wenn ich sage, daß ich mir nächstes Jahr evtl. einen Neuwagen leisten kann und will und ein Opel nach aktuellem Kenntnisstand von sieben Kandidaten die besten Chancen auf den Zuschlag hat.

 

Ich wundere mich allerdings, warum der Lopez-Effekt bei der Konkurrenz aus WOB "nur" die Qualität und nicht den Ruf in Mitleidenschaft gezogen hat.


19.11.2008 08:25    |    dc-viper dc-viper

Weil`s von den Medien nicht zugelassen wurde. AB sei dank.

 

Inzwischen ist es ja nicht mehr GM alleine. Heute morgen in den Nachrichten wurde gesagt, dass Chrysler und Ford in den USA ebenfalls vor dem Ende stehen, falls sie keine staatliche Unterstützung bekommen. Und der Tenor aus Politik und Medien in den USA ist der, dass sich die Märkte selbst regulieren werden. Der Großteil ist also gegen eine staatliche Unterstützung.


19.11.2008 08:49    |    DOIT DOIT

Ein guter Freund von mir hat nach inzwischen 4 Vectras den Insignia bestellt und durfte am Wochenende das erste Mal drin sitzen.

Sein erster Kommentar war: "Ich wusste zwar, dass das Auto groß ist, aber sooo groß!"

Die Haptik und Qualitätsanmutung des Innenraums wäre sensationell und man würde sich fühlen wie in der gehobenen Mittelklasse.

Er bekommt ihn aber erst im Januar und spätestens dann werde ich auch mal eine Runde damit drehen :)

 

Ich denke, dass mit dem Insignia das ewige Altherren-Image des Vectra vorbei sein dürfte und den Nachfolger vom Vectra nicht Vectra D zu nennen war eine sehr gute Idee.

Dann hätte der noch so gut aussehen können - wer mit einem Vectra A oder B immer nur Probleme hatte, kauft sich keinen Vectra D.

Ein neuer Name ist auch ein Stückchen Psychologie in den Köpfen der Leute.

 

Wenn man sich überlegt, dass auch manch innovative Ideen, wie z. B. der "Volt" auf die Kappe deutscher Opel-Ingenieure gehen, womit sich aber GM gebrüstet hat, würde ich mir schon wünschen, dass Opel einfach mal eigenständig wirtschaften kann, um zu sehen, was dann dabei raus kommt.

Auch eine Klasse Idee finde ich am Corsa den ausziehbaren Fahrradträger!

 

Bleibt zu hoffen, dass es mit Opel weiter geht und gute Qualität wieder mit diesem Namen in den Köpfen der Leute verbunden wird.

Lopez hat auf jeden Fall viele Scherben hinterlassen und ein Marketing-Mensch von Opel hat es mal auf den Punkt gebracht, als er sagte: "Es braucht nur kurze Zeit, um einen guten Ruf zu verlieren, aber es dauert viele viele Jahre, um sich wieder einen guten Ruf zu erarbeiten!"

 

Gruß

DOIT 


19.11.2008 08:56    |    RuedigerV8 RuedigerV8

Tja,

 

ich halte es für sehr gefährlich, wenn der Staat(letztendlich regulierend) in die Marktwirtschaft eingreift...

 

Ich finde da die Einstellung der USA sinnvoller.

 

Opel(auch wenn ursprünglich mal deutsch) und auch Ford sind für mich ausländische Marken, deshalb sehe ich da grade keine Notwendigkeit, die zu unterstützen.

 

Gestern habe ich noch einen interessanten Radio-Beitrag zum Thema gehört(WDR 2).

 

Der befragte Experte spaltete die Problematik um Opel in 2 Bereiche auf:

1. Arbeitsplätze, die man natürlich auch im Bereich der Zulieferer nicht gefährden möchte.

2. Opel am Markt

Er erwähnte, daß der neue Insignia sogar mehr Sprit verbraucht, als der Vectra.

 

Daß Opel kein Alleinstellungsmerkmal hat. Daß sich Opel generell schlecht verkaufen. Es würde nicht auffallen, wenn Opel wegfiele, da es genug andere Anbieter gibt, die die Lücke schließen würden.

 

Ich würde mir selber auch kein ausländisches Auto kaufen. In unserem Bekanntenkreis fährt auch kaum jemand Opel. Irgendwie fehlt mir völlig der Bezug zu dieser Marke, außer, daß mein Großvater alle Rekord-Modelle gefahren hat, aber das ist lange her.

 

Im Radio-Beitrag wurde auch noch erwähnt, daß es viele kleine Firmen in allen möglichen Bereichen gibt, denen auch niemand bei der Lösung ihrer Probleme hilft.

Es sollten lieber mal die Banken ihren Job machen und Kredite vergeben, damit der Staat nicht überall helfen muß.

 

lg Rüdiger:-)


19.11.2008 10:21    |    hades86 hades86

Zitat:

Opel(auch wenn ursprünglich mal deutsch) und auch Ford sind für mich auslänische Marken, deshalb sehe ich da grade keine Notwendigkeit, die zu unterstützen.

So ein Blödsinn! Überlege mal, wieviele deutsche Arbeitsplätze an den beiden Herstellern hängen. Opel baut immer noch deutsche Autos und Ford Deutschland ist auch etwas ziemlich anderes als Ford USA. Allein für Opel arbeiten in Deutschland nur in den Werken ~30 000 Leute, die Werke im Ausland nicht mitgezählt - hinzu kommen noch die ganzen Händler und Zulieferer. Es gibt sehr viele Opel-Autohäuser, auch in kleineren Orten.

 

Bei Ford arbeiten - glaube ich - auch um die 30 000 Menschen.

 

Wenn dein Arbeitsplatz daran hängen würde, würdest du wahrscheinlich anders denken...

 

Idealfall wäre jedoch, zu versuchen, GM zum Verkauf zu bewegen, was jedoch wahrscheinlich nicht funktionieren wird, da die sich damit auf einen Schlag selbst abschießen würden, wenn sie ihr bestes Pferd im Stall verkaufen. Die werden erstmal schön das Angebot der Regierung ausnutzen, bis der Laden den Bach runtergeht. Vielleicht wird dann Opel endlich zum Verkauf angeboten. Ich hoffe nur inständig, dass Opel dann auch von Deutschen aufgekauft wird und nicht von Chinesen oder Japanern - wenn das der Fall sein sollte, würde ich keinen Opel mehr kaufen.

 

Zitat:

 

Er erwähnte, daß der neue Insignia sogar mehr Sprit verbraucht.

Was war das denn für ein "Experte"? So große Motoren wie im Insignia gab es bisher ja auch nicht, jedoch glaube ich kaum, dass die sparsamen Modelle (wenn man vergleicht, sollte man auch richtig vergleichen) mehr verbrauchen. Schau dir die Motorenpalette an, die ist ziemlich gut, da dürfte für jeden etwas dabei sein. Es gibt sogar noch den 1600er Saugbenziner.

 

 

 

Zitat:

Daß Opel kein Alleinstellungsmerkmal hat.

Informiere dich mal richtig, welche technischen Innovationen tatsächlich auf Opel zurückgehen (als Stichwort: AFL). Gerade die pfiffigen Detaillösungen überzeugen mich immer wieder von der Marke. Da wird wenigstens nachgedacht - und das Design ist das einzige neben Mercedes, was mir durch die Bank zusagt (BMW hat sich mit der Riesenniere, die jetzt auch für den 5er kommt, für mich ins Aus katapultiert). Zur Zeit gibt es weder von VW, noch von Audi ein Auto, das mir wirklich rundum gefällt. Ich erwähne jetzt nochmal ausdrücklich, dass ich wirklich nichts gegen die Marken habe, im Gegenteil, aber die gegenwärtige Situation ist nunmal so, dass ich mich designtechnisch bei VW mit keinem anderen Auto als dem Passat CC und dem Phaeton anfreunden kann (der ist als Gebrauchtwagen sogar erstaunlich günstig und wird noch weiter im Preis fallen, steht also schon in der engeren Wahl meines nächsten Autos in ein paar Jahren) und bei Audi ist es das A4 Cabrio und der A5. Das sind aber alles Autos, die für mich finanztechnisch eigentlich gar nicht in Frage kommen, schon gar nicht während meines Studiums (das hoffentlich nicht mehr so lange dauert).

Blöd ist auch, dass ich mir auch keinen Benz leisten kann... hat Opel also kein Alleinstellungsmerkmal? Mir würde der Wegfall in jedem Fall auffallen und da gehe ich jede Wette ein, dass ich da nicht der einzige bin.


19.11.2008 10:40    |    Jason123 Jason123

Ich würde es nicht befürworten, meine Steuergelder an Opel zu verschenken.

Es sind auch schon andere Fahrzeughersteller vom Markt verschwunden. So ist das Leben.

Wer in der freien Marktwirtschaft nicht genügend Umsatz erzielt, bzw. Gewinne macht, verschwindet eben.

Und wenn es Opel trifft, ist es eben Opel. Who cares?, bzw. Wayne interessiert`s?

Nur weil ein Minister mal Opel gefahren ist, sollen die überleben?

 

Was ist mit den Herstellern von mechanischen/elektrischen Schreibmaschinen oder mechanischen Nähmaschinen??

Wenn die ihre Produkte nicht mehr verkauft bekommen, müssen die was anderes produzieren oder Insolvenz anmelden.

 

Vielleicht hätten die Opels auch mal überlegen sollen, nicht zu "alten Stäreken" zurückzukehren, nämlich große Karren wie den

Insignia zu bauen (1.610kg Leergewicht beim Kombi), sondern mal kleinere sparsame Autos herzustellen. Vielleicht

hätte es da ja noch eine litzekleine Chance gegeben.

 

Wenn die übrigen deutschen Hersteller nicht blitzartig umschwenklen, wird es auch die treffen.

 

Grüße eines Ford Focus Turnier (genug Platz) 1.6TDCI-Fahrers Ø4,5l laut Herstellerangabe


19.11.2008 10:57    |    Jason123 Jason123

Natürlich würde ich auch anders reden, wenn ich bei Opel arbeiten würde. Aber in meiner

Branche sieht es auch nicht rosig aus. Mein Chef wird jedoch keine Unterstützung vom Staat erhalten.

 

Und 30.000 Leute, die arbeitslos würden, hört sich viel an, jedoch gab es auch in anderen Bereichen schon Massenentlassungen,

die in die zig tausende gingen und da war auch nicht zu helfen. Sieh dir telekom, Post usw. an. Banken, Fluggesellschaften werden auch ein Thema sein. Hier werden auch tausende entlassen werden.

Sehr viele in den großen Konzernen werden auch noch sehr weich abgefedert.

 

Im übrigen wird mir Opel nicht fehlen. Es gibt noch viele andere Automarken, die schicke Autos herstellen.


19.11.2008 11:10    |    Dennie Dennie

@hades: Mal langsam. Rüdiger hat einige Sachen auf den Tisch gebracht die zwar unbequem, aber nicht minder richtig sind.

 

Der Insignia - egal wie gut - ist zu groß!! Der Wagen ist über 4,80 Meter lang - so groß wie Fünfer und E-Klasse! Er ist aber der Nachfolger des Vectra - also fällt jetzt Opel ins gleiche Problem wie damals VW zwischen Passat und Phaeton: Da fehlt ein Modell zwischen Astra und Insignia! Dass neue Autos weniger verbrauchen müssen als ihre Vorgänger ist auch richtig - und dass das Auto größer geworden ist zählt dabei nicht als Ausrede, da kann der Käufer nichts dafür!

 

Opel und Alleinstellungsmerkmal: Deine Argumentation zeigt dass Du nicht genau weißt was ein Alleinstellungsmerkmal ist. Lies das bitte noch mal nach.

 

Arbeitsplätze: Daimler geht es derzeit auch nicht gut. Da hängen 300.000 Arbeitsplätze dran. Siemens? BMW? VW? Deutsche Bank? EnBW? BASF? SAP? Wo fängst Du an, wo hörst Du auf? Und vor allen Dingen: Ein Großteil der deutschen Innovationen und sozialen Verantwortung liegt gar nicht bei den Großunternehmen die shareholder-value-getrieben einstellen und entlassen wie's ihnen grade passt. Es ist nur medienwirksamer. 98 Prozent der deutschen Unternehmen sind mittelständisch. Fast alle neu geschaffenen Stellen der letzten Jahre sind im Mittelstand geschaffen worden. Der Mittelstand bildet überproportional viele junge Menschen aus - anders als die Großindustrie. Ein Großteil der Innovationen und Entwicklungen kommen aus dem Mittelstand und den Zulieferern - weil die großen Konzerne sich die kapitalintensive Forschung und Entwicklung nicht mehr selbst leisten, sondern einkaufen.

 

Was machst Du denn dann? 27.500 Mitarbeiter bei Opel - und zwack reden wir über 1 Milliarde Euro. 20 ganz normale Mittelständler - das Rückgrat unserer deutschen Wirschaft - mit jeweils 2000 Mitarbeitern (davon gibt es hunderte!) gehen um weil sie von den Banken die teure Forschung nicht mehr vorfinanziert bekommen - darüber redet kein Mensch. Sind aber dann auch 40.000 Menschen ohne Arbeit. Wo also fördern wir? Wo aber nicht? Opel hat in den vergangenen Jahren schon 50 Prozent der Belegschaft in D abgebaut, dafür in Polen und Russland und der Türkei aufgebaut. Stand das auch in der Zeitung????

 

Ich wünsche NIEMANDEN den Verlust seines Jobs. Fakt ist aber auch dass die deutsche Automobilindustrie seit Jahren Überkapazitäten vor sich her schiebt. Es sind einfach zu viele Kapazitäten da, Autos werden schon lange (nicht nur von Opel!) auf Halde gebaut und dann mit viel Rabatt in den Markt gedrückt. Hunderttausende Vorführer, Tageszulassungen oder auf dezenten Außenstellplätzen rund um die Werke zu Tausenden versteckten Neuwagen belasten die Bilanzen ALLER Hersteller seit Jahren. Es geht gar nicht anders als dass sich diese Industrie jetzt gesundschrumpft und vor allem auf die tatsächlichen Herausforderungen der Mobilität in Zukunft konzentriert, sonst wird sie rechts und links überholt.

 

Es kann nicht Sinn und Zweck des Staats sein eine Industrie zu subventionieren die in der aktuellen Form nicht zukunftsfähig ist (siehe Produkte und Kapazitäten). Das ist ein Fass ohne Boden. Und - wie auch schon oben geschrieben - ichhalte es für extrem kontraproduktiv die politisch gut nutzbaren Großunternehmen zu pampern und die Kleinen kaputt gehen zu lassen - denn die sind in Wirklichkeit die deutsche Wirtschaft. Nicht zuletzt halte ich es auch für sehr schwierig zu organisieren wer nun Subventionen bekommt und wer nicht. Denn alle Wirtschaftsbereiche kann die Bundesrepublik gar nicht gleichzeitig bezahlen.

 

Problematisch allerdings betrachte ich den aktuellen Wettlauf aller möglichen Länder um die größte staatliche Unterstützung von Industrien. Allen voran Frankreich, aber auch UK und USA, pumpen Milliarden in ihre Unternehmen - will man den Wettbewerb da nicht verzerren, muss man mitziehen. Das halte ich für falsch. Die Aufgabe des Staates ist es, in wirtschaftlich guten Zeiten Geld aus dem Kreislauf zu ziehen um eine Überhitzung zu vermeiden und dieses Geld dann bei unvermeidlichen Marktkorrekturen nach unten dafür zu nutzen dass die einzelnen beim "Ausatmen" des Marktes nicht auf der Strecke bleiben. Die Aufgabe des Staates ist es aber NICHT, Fehlentwicklungen in der Privatwirtschaft komplett zu bezahlen und auf die Allgemeinheit umzulegen. 50.000 arbeitslose Opelaner und Zulieferer kosten auch Geld, das ist klar. Aber man muss aufpassen dass man das Geld dort zum Abpolstern einsetzt wo auch Zukunftschancen sind.

 

Opel zum Beispiel hat nach Aussage seines Chefs aus sich selbst heraus mit europaweit 1,6 Millionen produzierten Autos keine Überlebenschance, sondern nur im Konzern, weil sich die Entwicklung sonst nicht lohnt. Stand gestern in der Zeitung. Wenn das so ist und GM im nächsten Jahr wahrscheinlich mit staatlicher Unterstützung keine Bezahlung mehr für Entwicklungen in D leisten wird (Amerikaner denken nun mal zuerst an ihre eigene Auslastung) dann heißt dass dass Opel so nicht existieren kann. Daran ändert sich dann wohl nur was wenn wir pro Jahr eine Milliarde da reinstecken, oder wie dürfen wir das verstehen?

 

Ein Fass ohne Boden kann man nicht stopfen. Man kann nur verrückt werden bei dem Versuch es zu tun.


19.11.2008 11:17    |    DerNachtfalke09 DerNachtfalke09

Nur kurz ich dachte immer der Insignia ist über dem Vectra angesiedelt, als Nachfolger des Omega´s welches ein Klasse Auto war.

 

Also in meinen Augen eher der Nachfolger des absolut nicht erfolgreichen Signum.

 

Nur so als Rande oder ist das etwa falsch ?????

 

Gruß


19.11.2008 11:35    |    Dennie Dennie

...dann hätte der Vectra aber keinen Nachfolger. Will meinen: Ändert am Problem nichts. Wenn es einen neuen Omega gäbe ohne einen Vectra wäre das genauso doof wie einen Vectra der so groß ist wie ein Omega...:)

 

Fakt ist aber: Der Insignia (den ich übrigens für ein tolles Auto halte, Rüsselsheim ist ja nur 15 km von mir weg und ich sehe die schon sehr häufig) ist der Nachfolger des Vectra.


19.11.2008 11:38    |    DerNachtfalke09 DerNachtfalke09

Ok kann sein, so gut kenne ich mich mit der Modellpolitik von Opel auch nicht mehr aus :(

 

Obwohl Rüsselsheim auch nicht weit weg von mir ist.

 

Komme aus dem LKR GG :)


19.11.2008 11:47    |    hades86 hades86

Zitat:

Opel und Alleinstellungsmerkmal: Deine Argumentation zeigt dass Du nicht genau weißt was ein Alleinstellungsmerkmal ist. Lies das bitte noch mal nach.

Wieso? Alleinstellungsmerkmale können doch unter Anderem sein: Preis, Design, Innovationen. Wo ist da der Fehler? Ein absolut allgemeingültiges Alleinstellungsmerkmal für den kompletten Markt zu finden, wird bei einer Automarke sehr schwierig, denn diese Merkmale sind von subjektiven Einstellungen der Konsumenten abhängig. Wenn es nur ein "radikales" Alleinstellungsmerkmal geben sollte, sind wir ganz schnell wieder beim Trabi.

 

Ob der Insignia tatsächlich zu groß ist, wird sich zeigen. Über voraussichtliche Absatzzahlen kann man nur spekulieren und das ist nicht gerade sinnvoll. So gesehen kann man es keinem recht machen. Macht man es wie im Falle Insignia, ist das Auto angeblich zu groß "für einen Opel", macht man ihn kleiner, kann er "mit der Konkurrenz nicht mithalten". Da gibt es eine ziemlich große Grauzone und nicht nur schwarz und weiß - so einfach ist das nicht.

 

Ich bin auch nicht dafür, Staatsgelder zu verpulvern, aber im konkreten Fall gibt es da doch kaum eine andere Möglichkeit. Wie viele mittelständische Betriebe hängen denn an Firmen, die sie beliefern können? Wie viele mittelständische Unternehmen hängen direkt an Opel? Bisher wurde keine Zahl genannt, aber eine geringe wird es nicht sein.

Idealfall wäre es, Opel von GM freikaufen zu lassen durch einen anderen deutschen Automobilhersteller - und ich kann mir gut vorstellen, dass sich da einer finden wird. Das Hauptproblem hängt nur bei GM. Die sind es, die "unsere" Steuergelder ausnutzen wollen und nicht primär Opel.

Die große Katastrophe ist hier sowieso kaum noch abzuwenden, man kann sie nur verschieben. Ich will kein Horrorszenario ausmalen, aber wir bewegen uns kontinuierlich auf eine neue Massenarbeitslosigkeit zu. Was das heißt, kann sich jeder selbst denken. Unsere Wirtschaftsbilanzen sinken immer weiter, und zwar unaufhaltsam, somit steht der Staat vor einem Problem, das er nicht schultern kann. Sämtliche Produkte werden in Billiglohnländern hergestellt und hier auf den Markt geworfen. Schau dir nur die Textilbranche an... was kommt davon noch aus Deutschland? Jeder will immer nur sparen, sparen, sparen und irgendwann beißt sich die Katze eben selbst in den Schwanz. Mir geht die Galle hoch, wenn ich immer Leute zu kik oder sonstigen Sch***läden rennen sehe, die billigste Sachen verkaufen, die in vermutlich menschenunwürdigen Verhältnissen hergestellt wurden. Das schlimme daran ist nur: Mittlerweile sind "wir" so weit, dass wir es zu weit getrieben haben mit der freien Marktwirtschaft und die Leute kaum noch eine andere Wahl haben, da sie selbst auch trendgemäß immer weniger Geld zur Verfügung haben, auch bedingt durch die Arbeitsplätze die immer weiter abnhemen und dann in Billiglohnländer verlagert werden.

Ein freier Markt ist gut und schön, aber auf Dauer kann es leider nicht so funktionieren, denn es wird nicht an einem Strang gezogen. Solange andere ausgenutzt werden, damit sich einige wenige die Taschen vollmachen können, wird sich daran nichts ändern (nein, ich bin absolut nicht links und gegen Kommunismus), aber unser ganzes "globales" System ohne anständige Zollpolitik ist so gesehen der Anfang vom Untergang. Wenn man die Leute zwingen könnte, heimische Produkte zu kaufen, würde es auch mit unserer Industrie wieder bergauf gehen.

Ist nur ein Denkanstoß, die Sache hat natürlich noch viel mehr Seiten, aber das ist für mich der Grund, warum ich soweit möglich deutsche Produkte kaufe und diese anderen vorziehe. Weil ich für mich entschieden habe, dass das der richtige Weg ist.

 

Das "Gesundschrumpfen" der Industrie ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss, denn unser Sozialstaat wird dann auf der anderen Seite der Medaille wieder einspringen müssen und die ganzen Arbeitslosen unterstützen müssen, die durch den Wegfall der Arbeitsplätze entstehen.

Die Frage ist, wo siehst du die Zukunftschancen zum Abpolstern, wenn vorwiegend ausländische Billigprodukte gekauft werden? Für mich ist das zu unserem jetzigen Stand eine ausweglose Situation.

 

Du formulierst ja völlig richtig: "Ein Fass ohne Boden kann man nicht stopfen. Man kann nur verrückt werden bei dem Versuch(,) es zu tun."

Aber: Wenn man den Versuch gleich wegschiebt, ohne es probiert zu haben, fährt man den Karren sofort an die Wand. Meiner Meinung nach auch nicht das Beste, den Idealfall aus meiner Sicht habe ich schon geschildert.


19.11.2008 11:49    |    MT1901 MT1901

Hmhhh. Ist schon eine blöde Sache mit Opel. In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Als "Ex-"Opelverkäufer hänge ich natürlich an dieser Marke. Tolle Autos, tolles Betriebsklima (auch unter den Händlern) uvm. Und jetzt? Ich sage dazu nur GM. In meiner zweiten und letzten Opelzeit hatte ich eher das Gefühl, in einer Behörde zu arbeiten. Füllen Sie hier aus, machen Sie mal einen Antrag fertig und was weiß ich nicht alles. Und dabei soll man dann Autos verkaufen, die von Modellwechsel zu Modellwechsel immer teurer werden. Rechnet doch mal um Leute! Für einen durchschnittlich (aber ausreichend) ausgestatteten Insignia würden 70.000 DM nicht reichen. Was ist denn da bloß so teuer geworden? ESP? AFL? Mein erster privat gekaufter Vectra (B) kostete in CD-Ausstattung und Automatik (und leider nur 1.6i) 25 1/2 TDM. Macht also so um die 13 T€. Da kann das Auto wachsen, wie's will. Die Preissteigerungen für Rohstoffe und der Mehreinsatz von Material kann dafür nicht herhalten. Aber das beschränkt sich ja ohnehin nicht nur auf Opel.

 

Wieder zum Thema: Ich gebe Dennie in dem Punkt Recht, dass es für die Mittelständler keinen staatlichen Airbag gibt. Ich zähle auch zu diesen Kreisen und muss auch sehen, wo die Richtung hingeht. Aber bei mir hat noch keiner medienwirksam angeklopft und ein Köfferchen mit Geld oder Sicherheiten mitgebracht. Überlegt doch alle mal: Es stehen Wahlen vor der Tür. Da trifft sich unser Vizekanzler schon vor der Kanzlerin mit dem Betriebsrat von Opel um Pläne zu erörtern. Hier buhlt eine Partei mehr als die andere um möglichst viel Medienaufmerksamkeit. Ich erinnere da nur an Philip Holzmann. Da gab's auch eine Bürgschaft, und? PH gibt's nicht mehr, einfach insolvent gegangen. Nur einen Fingerschnipps später.

 

Das GM Opel nicht freigeben wird, davon gehe ich auch aus, obwohl ich es lieber gesehen hätte. Aber vergesst mal bitte nicht, dass die meisten aus der Führungsebene bei Opel von GM kommen. Und solange Geld von Opel an GM fließt, wird bei GM auch keiner die Leitung kappen wollen. Dafür aber mit einem Buchhaltertrick einen Hauptbatzen Schulden Opel überbraten. Frei dem Gedanken: der Verlustausgleich wird schon klappen.

 

Vorschlag: Opel sollte wieder seine Stammkundschaft erkennen und pflegen. Sparsamere Autos auch für bezahlbare Preise auf den Markt bringen. Bei den heutigen Preisen sehe ich eher die Tendenz zum Abschied, wie bei vielen anderen "Luxus"-Gut-Herstellern.


19.11.2008 11:56    |    dc-viper dc-viper

Zitat:

Opel zum Beispiel hat nach Aussage seines Chefs aus sich selbst heraus mit europaweit 1,6 Millionen produzierten Autos keine Überlebenschance, sondern nur im Konzern, weil sich die Entwicklung sonst nicht lohnt. Stand gestern in der Zeitung.

Ist Schwachsinn. Z. B. Fiat hat in Europa ähnliche (oder geringere?) Stückzahlen verkauft und lebt auch noch. Zudem hat GM ja mit seinen Marken-Spielereien dafür gesorgt, dass Opel in vielen Ländern überhaupt nicht zu kaufen war. Da könnte also noch einiges an Potenzial schlummern. ;)

 

 

Was ich hier von einigen lese, schlägt echt dem Fass den Boden aus. "Gerecht, in unserer Branche sieht es auch nicht rosig aus".... was bitteschön ist das für ein Begründung??? Das ist doch wohl nur ein Zeugnis der Boshaftigkeit und Neid, der in einem Menschen sitzt. Wenn hunderttausende Jobs gefährdet sind, ist es völlig legitim, dass eine Regierung über Rettungskonzepte nachdenkt. Das geschah auch schon früher. Und das auch schon bei deutlich kleineren Unternehmen (Siehe Bauunternehmen Holzmann).

 

Damit ne handvoll überbezahlter Banker ihren Job nicht loswerden, fließen deutlich größere Mengen Geld. Aber wenn einer der größten deutschen Arbeitgeber vor die Hunde geht, ist das "gerecht"? Vor allem scheinen die meisten hier nicht zu kapieren, dass Opel (GM Europa) keineswegs schlecht gewirtschaftet hat und somit vollkommen schuldlos in dieser Situation steckt.

 

Das sind hier echt nur noch Stammtisch-BILD-Parolen!


19.11.2008 12:10    |    MT1901 MT1901

Nein, nicht falsch verstehen, ich bin schon dafür, dass Opel geholfen wird. Aber die Probleme, die die Hersteller allesamt haben sind hausgemacht. Die brauchten die Finanzkrise nur als Zündfunke. Das Explosionsgemisch besteht ja schon seit fast zwei Jahren: Höhere Umsatzsteuer, höhere Sozialabgaben zum Ausbremsen der Kauflust. Falsche Modell- und Preispolitik von den Herstellern insgesamt und jetzt noch der Finanzcrash. Dass das auf Dauer nicht gut gehen kann, lernt meine Tochter im Gymnasium. Da braucht man kein Abi, kein Diplom. Jede Hausfrau wirtschaftet da besser!

 

Wenn's mit Opel nicht gehen sollte, würde es mir schon auffallen, weil: die bauen trotzdem geile Autos, auch wenn der Insignia meiner Meinung nach zur falschen Zeit auf den Markt geworfen wird. Wetten, der steht sich genau so die Räder eckig, wie der C-Vectra. Und das war bei mir der mit Abstand beste Opel, den ich je fahren durfte. Da gefiel das Design der Mehrheit nicht. Heute wird das Geld für Anschaffung und Unterhalt fehlen.


19.11.2008 13:32    |    Jason123 Jason123

DC-viper, das ist keine Boshaftigkeit, Neid vielleicht schon eher, aber wie dein Vorredner richtig mitteilte, ist PH auch trotz

Eingreifen des Staates schnell vom Markt verschwunden.

Opel wird auch nicht der einzige Autohersteller sein, der bei der Kanzlerin anklopft. Was meinst du, wieviele Milliarden da zur Verfügung gestellt werden müßten, um jedem zu helfen. Und wo fängt es an, wo hört es auf?

Wenn Daimler anklopft und droht 100.000 Mitarbeiter zu entlassen, wieviele Milliarden würden da fällig?

Wer bezahlt das? Wo soll es herkommen?

Meiner Meinung nach war es auch ein Fehler den Banken zu helfen, aber das Konzept jetzt einfach 1:1 auf Autohersteller umzumünzen kann nicht der richtige Weg sein. Was meinst du , wem da noch alles geholfen werden müßte?

 

Und überhaupt, was willst du retten, wenn keiner mehr kauft? Siehe Ford, die haben noch einen guten Absatz. Sie haben den neuen Focus (recht preiswertes und spritsparendes Familienauto), den neuen Fiesta (klein, geringer Verbrauch), den neuen Ka (3,62 Meter lang) ab sofort, Fusion kommt neu gestaltet in 2009 . Glaubst du nicht auch, daß Ford hier die besseren Modelle entwickelt, bzw. weiterentwickelt hat, als Opel mit der großen Insignia-Karre? Voll am Markt vorbei, würde ich sagen.

Es liegt doch wohl momentan auf der Hand, daß der Trend zu kleineren, sparsameren, preisgünstigeren Fahrzeugen geht.

Und im Mittelklassesegment gibt schon genug, die sich prügeln. Schau dir BMW an. Die 5er-Kisten bleiben alle bei den Händlern. Kauft keiner mehr.

 

Nein, ich bleibe dabei, wenn es bei Opel nicht funktioniert, verschwinden die vom Markt.

Marktwirtschaft eben. Hätte wir die nicht, gäb's auch noch Trabant.


19.11.2008 13:52    |    hades86 hades86

Zu jedem der genannten Fordmodelle gibt es von Opel ein Äquivalent. Wetten, dass auch der nächste Mondeo noch größer wird?


19.11.2008 13:54    |    Dennie Dennie

@dc-viper:

 

Zitat:

Ist Schwachsinn. Z. B. Fiat hat in Europa ähnliche (oder geringere?) Stückzahlen verkauft und lebt auch noch. Zudem hat GM ja mit seinen Marken-Spielereien dafür gesorgt, dass Opel in vielen Ländern überhaupt nicht zu kaufen war. Da könnte also noch einiges an Potenzial schlummern.

Pass auf mit so großen Worten. Für was auch immer Du es hältst, es ist nun mal das was das Opel-Management sagt:

 

Zitat:

"Eine Abspaltung vom angeschlagenen Mutterkonzern General Motors lehnt Demant hingegen strikt ab. Auf sich allein gestellt habe Opel keine Zukunftsperspektive, sagte er im Bayerischen Rundfunk. "Als Teil eines großen Konzerns zu agieren hat eine Menge Vorteile, sowohl für Opel als auch für unsere Mitarbeiter", sagte Demant. Der Verkauf von jährlich rund 1,6 Millionen Opel-Modellen in Europa reiche zum Überleben nicht aus. Demant rechnet derzeit dennoch nicht mit einer Insolvenz des Mutterkonzerns. "Wir gehen davon aus, dass es eine Lösung gibt.""

 

Quelle: SPON

 

Von "Gerecht" oder "gut so" habe ich ganz sicher nichts geschrieben, neidisch bin ich auch nicht, ich warne nur davor so zu tun als ob der Staat alle Unternehmen die Mist gebaut haben retten müsste - oder sogar könnte.

 

Was die Banken betrifft, stimme ich Dir in vielen Fällen zu, aber die Punkte sind hier deutlich anders gelagert. Hier hat der Staat eingegriffen (und auch eingreifen MÜSSEN) weil ein Systemversagen nicht nur drohte, sondern schon entstanden war. Es gab einige Tage KEINEN Interbankenhandel - und die Garantien der Staaten galt nicht der Rettung einzelner Branchen sondern der Rettung des Finanzwesens als solches. Ohne das wäre nämlich keine Altersvorsorge, keine Kreditversorgung, keine Marktwirtschaft und keine Kapitalversorgung mehr möglich gewesen.

 

Um es überspitzt zu formulieren: Ohne Opel müssten alle Menschen VW, Ford, Renault, Kia, Dacia, Audi, Mercedes, BMW, Mini, Land Rover, Aston Martin, Ferrari, Porsche, Seat, Fiat, Lancia, Alfa, Toyota, Honda, Mazda, Nissan oder Peugeot oder oder oder... kaufen. Du merkst auf was ich herauswill: Ohne Bankensektor geht nichts, ohne Opel eine ganze Menge. Die weggefallene Kapazität von Opel müssten dann andere Hersteller auffangen - was wiederum dort Arbeitsplätze sichern würde oder vielleicht sogar neue schaffen könnte. Fakt ist: Es wird eine bestimmte Menge Fahrzeuge gekauft - und die werden auch alle hergestellt. Zum Herstellen einer bestimmten Menge Fahrzeuge braucht es eine bestimmte Menge Mitarbeiter. Die verteilen sich dann halt auf 25 oder 26 Hersteller.

 

Nein, ich würde nicht sagen dass sich die Finanzkrise mit der Pleite von GM vergleichen lässt. Dafür sind einfach zu viele Unterschiede dabei.

 

Ich hoffe nach wie vor dass sich eine marktwirtschaftliche Lösung für Opel's Probleme finden lässt. Vielleicht kauft ja wirklich Solarworld Opel...:D


19.11.2008 13:54    |    xxeosxx xxeosxx

 

Hi @all,

 

Neid ist nicht der Grund warum auch ich nicht für eine Unterstützung Opel´s bin. Es ist vielmehr der Hintergrund

dass es doch wohl unser eigens bezahltes Steuergeld ist was in diesen großen schwarzen Löchern verschwindet.

Und wie es schon mein Vorredner geschrieben hat, werden in den großen Industriebetrieben Arbeitslose meist weich

aufgefangen!!!!!

 

Was ich mich nun vielmehr frage ist wer zum Gei.. macht sich denn Gedanken um die aktuell bei allen Herstellern

ausgebeuteten, nicht weich aufgefangenen aber entlassenen Zeitarbeiter!?!?!?!?!?!?

 

Wer hat sich schon mal ernsthaft überlegt wie sich eine Fleischwarenfachverkäuferin mit mtl. 800,00 Euro netto

bei Vollzeit einen "nur" neuen Audi A3 leisten soll!?!?!?!?! Während sich Gewerkschaftsbosse die Hosentaschen

voll Stopfen,.. und schön von Ihren Mitgliedern die Beiträge abziehen,.... die wiederum meistens bei einem Hersteller

fest angestellt sind und diese leicht nebenbei begleichen können.

 

Ich kann diese Situation gut beurteilen da ich selbst bei einem Autohersteller meine Lehre absolviert, und anschließend

weiterhin am Band gearbeitet habe. Bereiis in meiner Lehrzeit hatte ich teilw. mit Urlaubsgeld 1700,00 DM netto in der

Tasche,....

 

wie sollen aber solche Beträge von einem Mittelst. Unternehmen aufgebracht werden!?!?!?!?! Nicht möglich.

 

 

Mein Fazit deshalb:

 

Die Industrie sägt sich selbst den Ast ab auf dem Sie sitzt da das Geld nicht im Umlauf, sondern bei einigen wenigen

in den Taschen hängen bleibt.

 

Sobald dieser Kreislauf unterbrochen ist, und sich Manager wie in Sao Paulo

mit dem Hubschrauber in Ihr Unternehmen fliegen lassen müssen weil Sie auf dem Weg durch die Tür von Leuten

gemeuchelt würden weil diese nichts mehr zu verlieren, nur einen Gefängnisplatz zu gewinnen hätten, wird man

sich auch in good old Germany wieder Gedanken machen,.....

 

 

PS: Es gibt einige Branchen die nach wie vor einstellen,.... evtl. könnten ja Opel Mitarbeiter zukünftig Windräder bauen!?!?!?

 

 

Ich hoffe euch war mein Text nicht zu ironisch / sarkastisch, allerdings macht sich niemand wirklich Gedanken ohne

Übertreibungen.

 

Freundlichst.


19.11.2008 14:53    |    Fischmanni Fischmanni

Hallo

 

OPEL war in den letzten Jahren zurecht in der Kritik. Die Qualität der Autos war einige Jahre schlecht, dank Hr. Lopez.

Hier wäre es auch noch Interessant zu erfahren wie ein offensichtlich Wahnsinniger zum Spitzenmanager aufsteigen kann.

Denke mal genau hier liegt das Problem: Der Unterschied zwischen einem Hilfsarbeiter und einem Manager ist das Gehalt. Die schlauen liegen irgendwo dazwischen.

Die Aussage des Herren xy Manager von OPEL sagt ja einiges, was hat die Größe eines Unternehmens mit Erfolg zu tun?

Man Vergleiche Daimler/Chrysler mit Porsche!

Der Unterschied: Ein Herr Wendelin Wiedekind kennen viele, einen 1 Million Euro Gehalt Xy niemand.

Das die Presse schönes Wetter macht ist auf Grund der Krise wohl normal.


19.11.2008 16:03    |    Jason123 Jason123

19.11.2008 13:52 | hades86

Zu jedem der genannten Fordmodelle gibt es von Opel ein Äquivalent. Wetten, dass auch der nächste Mondeo noch größer wird?

 

Ok, aber die verkaufen sich eben nicht so gut. Also am Markt vorbeiproduziert, -geworben oder wie auch immer. Opel hat es

nicht geschafft, seine Modelle gut zu "verkaufen", was die aktuellen Verkaufsstatistiken belegen. Im Gegensatz zu Ford, die haben zugelegt. Aber es ist halt immer so, wenn einer mehr Marktanteile gewinnt, muß ein anderer Marktanteile abgeben.

Und wenn die Zahlen zu schlecht werden, droht eben die Insolvenz. Das heißt ja nicht, daß alle Opel- und Zulieferermitarbeiter entlassen werden oder entlassen werden müssen. Es kann ja durchaus nach einer Insolvenz weitergehen, bzw. die Zulieferer erhalten evtl. Aufträge von anderen Kunden.


19.11.2008 16:30    |    MT1901 MT1901

Ich hätte da einen Lösungsansatz, die Wirtschaft aus dem Stottern zu bekommen:

 

Der Staat muss nur die Abgabenlast ein wenig senken. USt. wieder auf 16 %, die Pflichtbeiträge zu den Sozialversicherungen wieder auf ein angemessenes Niveau und schon geht's in die richtige Richtung. Der Endverbraucher braucht spürbar wieder mehr Geld in der Tasche. Der Arbeitgeber braucht eine entsprechende Entlastung an Lohnnebenkosten. Die Produktionskosten werden dadurch gesenkt. Fazit: geringe Herstellungskosten -> geringerer Preis, mehr Realeinkommen -> mehr Kaufbereitschaft.

 

Nur so kann man eine Neiddiskussion vermeiden, weil hier alle von der Sch..e betroffen sind und eben nicht nur irgendwelche Wirtschaftszweige. Ich wage gar nicht mir auszumalen, was im kommenden Jahr passiert, wenn die Krankenkassenbeiträge exorbitant in die Höhe schnellen, die Leistungen der Kassen gesenkt werden und dann vielleicht noch die Spritpreise sich wieder abfangen und nach oben galoppieren.

 

Die Hersteller hatten meiner Ansicht nach genug Zeit, sich um Alternativen im Antrieb zu kümmern. Die Preise hätten's kostentechnisch gedeckelt. Aber wenn dann ein Management mit gesamter Führungsebene sich die Taschen vollhaut, Leute entlässt und lieber auf die gleichen qualifizierten Kräfte im Zeitarbeitmodell zurückholt, ist das Ergebnis kaum verwunderlich. Wenn man die ganze Zeit Peanuts füttert, muss man sich eben nicht wundern, wenn man eines Tages nur von Affen umgeben ist.


19.11.2008 17:00    |    Mission Control Mission Control

Es ist völlig egal was Opel für Autos baut. Selbst wenn die den besten Wagen der Welt bauen nützt das nichts.

Mit einem Opel kann man sich einfach nicht blicken lassen.

 

Es gibt gute und schlechte Images, Opel jedoch hat gar kein Image und da liegt das Problem.

 

Man muss die Marke mit irgendetwas in Verbindung bringen können.

Ob das nun Sportlichkeit oder Zuverlässigkeit oder Fortschrittlichkeit oder

Umweltfreundlichkeit ist spielt keine entscheidende Rolle.

 

Der Name Opel an sich, ist schon Handicap genug. Zumindest im deutschen ist ein so klingender Name

höchstens als Name für Gartengeräte geeignet aber nicht für emotionale Dinge, die Autos hier nun mal sind.

 

LG

MC :)


19.11.2008 17:14    |    emil2267 emil2267

wahsinnig,nachm krieg wurden in einem teil deutschlands betriebe zwangsenteignet & später verdienen sich vorstände dumm & dämmlich,fahren den karren in den dreck & schreien dann wehleidig nach hilfe durch unseren sozialen staat,herzlich willkommen kapitalsozialismus :rolleyes:

 

natürlich wird sich GM finanziell aus opel ziehen was geht,sie haben die marke schliesslich auch um hier in deutschland/europa geld zu verdienen,u.a. auch dass was ihnen anderswo fehlt & trotzdem find ich solche bittstellungen wie die aktuelle sehr fadenscheinig !

soll die unterstützung irgendwann mal rückgeführt werden & wenn,wie ?

dafür wirds als erstes mal einsparungen geben & ich glaub nicht wirklich daran,dass es von löhnen,provisionen,abfindungen oder prämien von denen abgeht,die auch mal zugunsten der firma zeitweise drauf verzichten können,eher werden arbeiter (grad mit im trend liegenden zeitverträgen) heimgeschickt & vielleicht auch noch kurzarbeit angemeldet & dann noch mehr dem staat kosten,was der steuerzahler am ende zahlen kann,wenn er überhaupt noch was zahlen kann :mad:

 

ich hab wirklich nix gegen opel,aber die sind nunmal das prominenteste beispiel derer,die ich vorerst erstmal fett auf die fresse fliegen lassen würd,eh ich denen zucker in den ar... blase :o

 

vielleicht kommt opel am ende ja doch von GM los,als VEB Adam Opel Fahrzeugbau :D


19.11.2008 17:31    |    V77 V77

Hab mal CDU und SPD angeschrieben... bis jetzt gabs antwort von CDU:

 

Sehr geehrter Herr XXXXX,

 

 

 

haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben zu den derzeit diskutierten Hilfen des Staates für das Unternehmen Adam Opel GmbH in Deutschland bzw. die Automobilbranche an sich. Die CDU Deutschlands begrüßt es, dass Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

 

 

 

Entgegen vereinzelten Medienberichten ist es keineswegs beschlossen, ob und in welcher Form die Adam Opel GmbH Hilfen erhalten wird. Vielmehr hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB angekündigt, entsprechende Hilfen zu prüfen. Eine Entscheidung, hierzu wird bis Weihnachten getroffen. Diese Frist ist erforderlich, weil gründlich geprüft werden muss, ob Opel überhaupt staatliche Hilfen benötigt und falls ja, wie diese am besten gewährt werden sollen. Zu beachten ist in jedem Fall, dass das Unternehmen seine schwierige finanzielle Lage nicht selbst verschuldet, sondern durch die fundamentalen Schwierigkeiten des Mutterkonzerns, General Motors in den USA, ins Wanken gerät. Es ist nicht die Adam Opel GmbH in Deutschland sondern vielmehr der amerikanische Mutterkonzern General Motors, zu dem die Adam Opel GmbH seit 1929 gehört, der seit Jahren Verluste in Milliardenhöhe zu verantworten hat. Dies ist verschiedenen unternehmerischen Entscheidungen von General Motors in Amerika geschuldet und nicht etwa einer verfehlten Unternehmenspolitik der Adam Opel GmbH in Deutschland. Nunmehr droht aber die Situation einzutreten, dass General Motors zahlungsunfähig wird und die Adam Opel GmbH in Deutschland mit in den Strudel reißt. Dies könnte bedeuten, dass im Zuge einer Unternehmenspleite des General Motors Konzerns auch die Adam Opel GmbH insolvent wird. Dadurch drohte ein Arbeitsplatzverlust für mehr als 25.000 Beschäftigte, alleine bei der Adam Opel GmbH in Deutschland. Dies kann in keinem Fall sehenden Auges tatenlos hingenommen werden.

 

 

 

Das weitere Vorgehen muss allerdings der beschriebenen Sondersituation, in der sich Opel befindet, Rechnung tragen.

 

 

 

Dabei ist zu beachten, dass auch die Vereinigten Staaten von Amerika ein umfangreiches Maßnahmen- und Hilfspaket angekündigt haben – von dem auch General Motors profitieren könnte. Falls jedoch trotzdem tatsächlich eine Staatsbürgschaft oder ähnliche Hilfsmaßnahmen in Deutschland erforderlich werden sollten, muss sichergestellt sein, dass die Mittel in Deutschland bei Opel verbleiben. Steuergelder – dürfen nicht bei General Motors in Amerika versickern, sondern sollen dem Erhalt deutscher Arbeitsplätze dienen.

 

 

 

Die viel diskutierte Option, Opel Deutschland aus dem Mutterkonzern General Motors „herauszulösen“, ist nicht so einfach. Schließlich sind bestimmte Tätigkeitsbereiche bei der Adam Opel GmbH in Deutschland, insbesondere bei Forschung und Entwicklung, eng mit dem General Motors Konzern verzahnt. Zudem steht eine solche Herauslösung vor erheblichen juristischen Problemen. Allein deshalb gilt es, eine umfassende Prüfungsfrist einzuhalten. Sorgfältigkeit geht hier vor Schnelligkeit.

 

 

 

Anders zu bewerten sind jedoch die Maßnahmen des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU). Die hessische Landesregierung unter Roland Koch hat einen Gesetzentwurf in den hessischen Landtag eingebracht, mit dem die Übernahme von Garantien und Bürgschaften insbesondere zur Stabilisierung von Unternehmen in Folge der aktuellen internationalen Finanzmarktkrise ermöglicht werden. Mit dem Gesetz soll der Landtag den hessischen Finanzminister in Ergänzung zu dem bestehenden haushaltsgesetzlichen Ermächtigungsrahmen in die Lage versetzen, in dringenden, volkswirtschaftlich gerechtfertigten Fällen Garantien und Bürgschaften bis zum Betrag von 500 Mio. Euro zu übernehmen. Dass Ministerpräsident Koch so schnell reagieren musste und nicht bis Weihnachten – wie die Bundesregierung – abwarten kann, liegt an der besonderen derzeitigen Situation in Hessen: Voraussichtlich am morgigen Mittwoch, den 19. November 2008, wird sich der Hessische Landtag wegen des gescheiterten Wortbruchs von Andrea Ypsilanti auflösen und Neuwahlen für den 18. Januar 2009 beschließen. Dies bedeutet aber gleichzeitig, dass in dieser Zwischenzeit der ordentliche Parlamentsbetrieb ruht und keine Gesetze mehr verabschiedet werden. Da die Automobindustrie in Hessen eine Schlüsselindustrie ist und alleine Opel in Hessen rund 15.000 Beschäftigte hat, wäre es geradezu unverantwortlich, mit einem Gesetz bis zum Januar zu warten. Dabei ist zu beachten: Allein mit der Verabschiedung des Gesetzes wird noch keine Hilfe gewährt. Aber die hessische Landesregierung wird damit in die Lage versetzt, falls es nötig werden sollte, konkret zu helfen. Dieses Vorgehen ist sehr vorausschauend und im absoluten Interesse der Angestellten von Opel und der Zulieferunternehmen.

 

 

 

Angesichts der Finanzkrise sind Politik und Wirtschaft aufgefordert, das Vertrauen der Menschen in unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wieder zu stärken. Dazu gilt es, die Balance zwischen ökonomischer Leistungsfähigkeit und sozialer Gerechtigkeit zu halten.

 

 

 

 

 

Auch im Namen der Bundeskanzlerin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen aus Berlin.

 

 

 

Fritz Kluchert

 

Team Bürgerservice der CDU-Bundesgeschäftsstelle


19.11.2008 17:44    |    Mercedes-Diesel Mercedes-Diesel

Na ja, ehrliche Meinung ? Ich habe dass bei der Geschäftspolitik bei der Adam Opel AG kommen sehen.

Habe so massive Probleme mit denen gehabt...bei einem Neuwagen !! Ich bin Vielfahrer und habe etliche Marken durch, aber so wie dort Kunden behandelt werden...nie wieder.

Erst hatte man massive Rostprobleme...dieses wurde ja nun abgestellt....und jetzt technische Probleme die auf den Kunden abgewältzt werden.

Nie wieder werde ich einen Opel fahren !!

Wen meine Odysee interessiert...bitte unten anklicken.

 

http://www.motor-talk.de/.../...2-twinport-ez-5-2005-t1742346.html?...


19.11.2008 17:58    |    V77 V77

Du mit deine Kupplungsprobleme?! Schau erstmal was bei Mercedes los ist! Rostprobleme ohne ende! Sogar bei jungere Modelle A und B Klasse. So viel zum Premium und Langzeitquallität für Vielfahrer... Am besten kaufst du dir Porsche mit Simmerringsprobleme (schon seit Jahrzehente bekannt). Und mal schauen ob du da wenigstens Kulanz bekommst?! Spar dir deine Kommentare! es kostet nur Speicherplatz bei MT.


19.11.2008 18:00    |    vitalis72 vitalis72

Hallo zusammen,

 

Na ja, Ich hab da von Wirtschaft nicht die so große Ahnung, Opel war meiner Meinung nach in den 70er Jahren der Mercedes unter den anderen Europäischen Fahrzeugen, siehe Commodore, Senator, Diplomat............einfach geile Autos gewesen.

 

Man hätte sich Technisch wie Optisch vermehrt um Luxuriöse und auch besser Qualitativ wirkende kleine wie große Fahrzeuge bemühen müssen. ( siehe VW )

Alles was so ab Bj, 1985 gebaut wurde war vom Qualitätseindruck gegenüber vergleichbare Marken nicht mehr konkurrenzfähig, und damit meine Ich nicht Technisch.

Das Design sah und sieht innen wie außen immer noch viel zu verspielt und Futuristisch aus.

Meiner Meinung nach sollten ganz dringend an der inneren und äußeren Modellstruktur der Fahrzeuge Radikale Veränderungen vorgenommen werden, und das fängt schon bei der Form des Schriftzuges an, jede Kleinigkeit muss und sei es auch das Firmenzeichen grundlegend in Form Größe und Design verändert werden, das ist nur ein kleines Beispiel.

Das was ein Potentieller Neuwagenkäufer Primär zum Kauf eines Fahrzeuges bewegt ist der Preis und das Hoch qualitativ in Material und Form wirkende Erscheinungsbild des Fahrzeuges. Ich Denke ,es sind nicht die Technischen Gegebenheiten die Opel in den Finanziellen Ruin treiben, CO 2 stoßen die Konkurrenten Fahrzeuge nicht mehr oder weniger aus.

 

Opel könnte wieder zu einem Anspruchsvollen Fahrzeug werden, wenn von Grund auf alles komplett neu Entwickelt und verändert wird.

 

Vielleicht sollten mal gerade solch von Pleiten bedrohten Unternehmen die Wünsche , die Gedanken ev, auch Ideen des Normalen Bürger mit in die Entwicklung eines Fahrzeuges einfließen lassen, viele Automobilhersteller nutzen so weit ich informiert bin dieses Instrument für die Fahrzeugentwicklung.

 

Mfg

 

vitalis


19.11.2008 18:11    |    Mercedes-Diesel Mercedes-Diesel

Zitat:

19.11.2008 17:58 | V77 V77

 

Du mit deine Kupplungsprobleme?! Schau erstmal was bei Mercedes los ist! Rostprobleme ohne ende! Sogar bei jungere Modelle A und B Klasse. So viel zum Premium und Langzeitquallität für Vielfahrer... Am besten kaufst du dir Porsche mit Simmerringsprobleme (schon seit Jahrzehente bekannt). Und mal schauen ob du da wenigstens Kulanz bekommst?! Spar dir deine Kommentare! es kostet nur Speicherplatz bei MT.

Die Wahrheit ist manchmal grausam..Nach gut 2 Jahren und knapp 30.000 km sollte ich mal schlappe 1300 € zahlen !! Das findest Du also so in Ordnung ?? Rostprobleme bei DB kenne ich nicht....interessieren mich auch nicht da ich alle drei Jahre und knapp 300.000 km wechsele. Technisch hatte ich mit DB nie Probleme...reinsetzen und fahren.

Porsche habe ich ... Carrera 4s...Simmeringprobleme ?? Nö du, läuft wie ein Uhrwerk.

 

Ach ja...und Kulanz....bei den von Dir bezeichneten Premiummarken bekomme ich wenigstens kostenlos einen Leihwagen....bei Opel darfst Du den bezahlen.

 

Und sei mir nicht böse...aber meine Meinung darf ich doch noch äußern ...oder ???


19.11.2008 19:06    |    der_deppen_daemel der_deppen_daemel

Nabend!

 

Nun, Opel als eigenständiges Unternehmen á la "Königsegg", Porsche, und co zu sehen, wäre natürlich sehr schön und gut, aber dazu ist die Marke so schon mit GM und Saab sehr eng verwoben.

 

Sollte Opel "rausgekauft" werden KÖNNEN, so müsste man erst einmal richtig Geld investieren.

 

Die Fahrzeuge würden teurer werden. Wieso? Simpel:

 

Die Stückzahlen drücken ja immer den Preis von Einzelteile. Sprich, wenn man 100.000 Fahrzeuge baut, sind 100.000 im Endeffekt vom Preis her GÜNSTIGER als wenn man nur 10.000 baut.

 

Wir dürfen nicht vergessen, dass (soweit ich weiß) in Rüsselsheim und Bochum nicht nur Opel vom Band laufen, sondern auch Vauxhall. Die englische Version von Opel. Somit würden die Kapazitäten schon arg weniger werden.

Dazu noch basieren viele Opel auf Plattformen der GM Corparation. "Joint Venture" wäre schon möglich, ist ja auch bei Ford mit dem neuen Ka und Fiat (der neue Ka basiert auf dem Fiat 500) so, dass 2 "Konkurrenten" sich eine Bodengruppe teilen. Saab baut auch auf den Plattformen von Opel auf (der alte 9-3/900 basierte auf den Opel Vectra B(?)).

 

Je mehr man sich die Verwobenheit von Opel mit GM anschaut, umso teurer und komplexer wäre die Ausgliederung der Marke.

 

Man sollte sich einfach anschauen, wie viele Firmen bei GM "untergebracht" sind:

 

-> Cadilliac

-> Opel

-> Saab

-> Chevrolet

-> Daewoo

-> Vauxhall (Opel)

-> Saturn (Opel)

-> Holden

-> GMC

-> Hummer

-> Buick

-> Pontiac

-> Oldsmobile (Produktion endete 2005)

 

Viele der genannten Marken verkaufen Opel Fahrzeuge:

 

Antara: Chevrolet Captiva, Saturn Aura, Vauxhall Antara

Astra: Saturn Astra, Vauxhall Astra

Omega: Vauxhall Omega, Cadilliac Catera

Vectra: Vauxhall Vectra, Saab 9-3/900 II

Usw.

 

Die Marke ist sehr eng im Konzern integriert. Dazu bezieht man Motoren von Opel bzw. kauft welche von Saab (die Turbo-Maschinen (V6) stammen m.E. von Saab).

 

Das wäre "buchstäblich" das Sägen am eigenen Ast (oder wie immer der Spruch lautete).

 

Ich würde mich freuen, wenn Opel sich noch eine Weile durchschlagen könnte. Schließlich werden die Autos immer ansehnlicher (der Insignia gefällt optisch wirklich sehr gut!) und sind qualitativ hochwertig - endlich!

 

Also dann: Opel, auf das es dich länger gibt!


19.11.2008 19:21    |    MT1901 MT1901

Nee nee. Kooperationen mit anderen Herstellern gibt's zu Hauf. Mitsubishi verbaut VW-Motoren. Opel und Renault nebst Nissan teilen sich die Nutzfahrzeugpalette, warum soll Opel nicht auch als eigenständiges Unternehmen Kooperationen in Entwicklung und Produktion eingehen. Das Rad muss doch nicht neu erfunden werden.

 

Bestes Beispiel Sharan, Alhambra, Galaxy. Hat doch auch funktioniert. Die Qualität hat nicht drunter gelitten. Das Modell war für die damalige Zeit genau das Richtige. Opel hat den ersten Zafira auch von Porsche designen lassen. Und? War das nun schlecht? Hat Porsche dadurch irgendeinen Imageschaden erlitten? Nein! Im Gegenteil, das ist ein simples Geschäft. Und wenn man wirklich hinter allen Details nachforschen würde, könnte man feststellen, dass 'ne Menge Teile von anderen, mitunter auch von Zulieferern, entwickelt und hergestellt werden. Diese Teile werden dann ohnehin nur noch vom Finalhersteller eingekauft und verbaut. Spricht doch auch nix dagegen.

 

Und die Premiumhersteller? Was denkt Ihr, wo die die Teile her haben? Es kochen alle mit dem gleichen Wasser, das Mischungsverhältnis macht's. Die Qualität gleicht sich immer mehr an. Bei Premiumherstellern nach unten (wegen Sparzwang) und bei den "Butter-und-Brot"-Herstellern nach oben (leider auch preislich).


Kommentar zu Opel und die Presse

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