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31.12.2012 19:15    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (35)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

TitelbildTitelbild

Hallo zusammen,

 

die Weihnachtszeit und das Aufeinandertreffen von 5 Lackversiegelungsprodukten mit meinem Winter-Polo machen es möglich:

Der Celsi bringt nach langer Zeit mal wieder einen Artikel heraus. Na gut, ich will es nicht vertuschen: MonaLisa hat kräftig geholfen :)

Die Produkte sind nicht alle neu, im Gegenteil, bis auf das ARMOR ALL Shield sind es sogar schon fast "Klassiker". Aber meiner Kenntnis nach sind sie in dieser Konstellation noch nie gegeneinander angetreten, und meinen letzten Versuch, das Shield auf seine Standzeit zu testen, hatte ich ja leicht verbockt (siehe hier )

 

 

 

Für diesen Artikel habe ich mir vorgenommen, mich nicht auf das übliche Fachhützelgrützel zu beschränken, sondern auch den geneigten Anfänger etwas an das Thema heranzuführen. Deswegen gibt es diesmal auch eine etwas ausführlichere Einleitung, die sich kurz (jedenfalls so kurz wie einem Romanschreiber wie mir möglich) mit den wissenswerten Dingen rund um die Lackversiegelung beschäftigen soll.

Zur besseren Lesbarkeit und Aufteilung des Blog führe ich außerdem BEREICHSÜBERSCHRIFTEN ein und die Funktion...

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08.07.2012 19:20    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Dies ist der 4te und letzte Teil eines knapp einmonatigen Standzeitvergleiches zwischen den im Titel genannten Produkten.

 

Link zu Teil 1

Link zu Teil 2

Link zu Teil 3

 

Dieser letzte Teil besteht fast nur aus Bildern mit gelegentlichen Kommentaren. Die Bilder sollten aufgezoomt werden, um Details, aber auch die Kennzeichnung, um welches Produkt es sich handelt, besser erkennen zu können.

 

Und schon geht es los mit dem ersten Update:

 

 

 

3 Tage nach Anwendung, "echtes" Regen-Beading:

 

3 Tage - Acrylic Spritz3 Tage - Acrylic Spritz3 Tage - Brilliant Shine Detailer3 Tage - Brilliant Shine Detailer Kommentare:

 

Während nach 3 Tagen das DODO JUICE Acrylic Spritz und der SONAX Brilliant Shine Detailer nur geringe Unterschiede im Beading (zugunsten des SXBSD) zeigen, fällt das PRIMA Slick weiterhin durch ein so saumäßig schlechtes Beading auf, dass es kaum von der unbehandelten Fläche zu unterscheiden ist.

 

Wenn ich darüber nachdenke, wie ich mit diesem Detailer fast ein jahr lang zufrieden sein konnte, fallen mir nur 2 mögliche Erklärungen ein:

3 Tage - Prima Slick3 Tage - Prima Slick3 Tage - Unbehandelte Fläche3 Tage - Unbehandelte Fläche

 

Entweder benötigt das PRIMA Slick zwingend ein Wachs oder eine Versieglung als "Untergrund", um zu funktionieren, oder das Produkt funktioniert einfach gar nicht, und das Beading des LSP darunter wird/wurde dem PRIMA Slick zu unrecht "gutgeschrieben". Eine Wäsche verbessert/reaktiviert das Beading so gut wie immer, aber niemand vergleicht danach das Beading vor Detailer <-> nach Detailer, jeder haut sofort den Detailer drauf.

 

 

 

3 Tage - Panoramaansicht der Testfläche3 Tage - Panoramaansicht der Testfläche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4 Tage nach Anwendung, "echtes" Regen-Beading, nächtlicher Dauerregen:

 

4 Tage - DJAS und SXBSD unterer Bereich4 Tage - DJAS und SXBSD unterer Bereich4 Tage - DJAS und SXBSD oberer Bereich4 Tage - DJAS und SXBSD oberer Bereich Kommentare:

 

Eine einzige Regennacht bewirkt eine nun etwas deutlicher sichtbare Verschlechterung des DODO JUICE Acrylic Spritz gegenüber dem SONAX Brilliant Shine Detailer, während PRIMA Slick und unbehandelte Fläche gleichauf schlecht bleiben.

 

 

 

 

 

4 Tage - Slick und unbehandelt unten4 Tage - Slick und unbehandelt unten4 Tage - Slick und unbehandelt oben4 Tage - Slick und unbehandelt oben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4 Tage - Panoramaansicht der Testfläche4 Tage - Panoramaansicht der Testfläche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10 Tage nach Anwendung, "echtes" Regen-Beading:

 

10 Tage - DJAS und SXBSD10 Tage - DJAS und SXBSD10 Tage - Slick und unbehandelt 10 Tage - Slick und unbehandelt Kommentare:

 

Diesmal hatte ich früh morgens vor dem Weg zur Arbeit nur 2 Fotos gemacht. Wiederum sehr leichte Verschlechterung beim DODO JUICE Produkt (noch mehr unregelmäßige Tropfen), der SONAX Detailer hingegen wirkt nahezu frisch. Das PRIMA Produkt läßt sich immer noch nicht von der unbehandelten Fläche unterscheiden, beide werden von Tag zu Tag unmerklich "schlechter".

 

 

 

 

 

 

18 Tage nach Anwendung, "echtes" Regen-Beading, nächtlicher Dauerregen:

 

18 Tage - Acrylic Spritz18 Tage - Acrylic Spritz18 Tage - Brilliant Shine Detailer18 Tage - Brilliant Shine Detailer Kommentare:

 

Am 18. Tag nach Anwendung habe ich mir ein wenig mehr Mühe gemacht. Das wird ein Freitag gewesen sein, denn sonst stehe ich nie so früh auf, dass es draussen noch praktisch dunkel ist. Egal, auf den Bildern ist trotzdem was zu erkennen:

 

Das DODO JUICE Acrylic Spritz baut weiter ab, der SONAX Brilliant Shine Detailer hat, obwohl er noch sehr gut dasteht, auch den Eindruck von "gerade frisch aufgetragen" verloren, und das PRIMA Slick ...

18 Tage - Slick18 Tage - Slick18 Tage - Unbehandelte Fläche18 Tage - Unbehandelte FlächeNaja, ich kann praktisch zu jedem Bildsatz das gleiche zum PRIMA Slick schreiben. Die nachrückende Generation, die aktuell gerade ihre Führerscheine macht, würde es vermutlich so ausdrücken: FAIL!

 

Allerdings kam mir bei der Betrachtung der Ergebnisse eine Idee: Mir war schon einmal aufgefallen, wie sehr der SONAX Detailer von einer Wäsche profitiert. Ein scheinbar völlig durch Dreck und Insektenmatsch an der TT-Front "zerstörtes" Beading war nach einer Wäsche unerwartet in voller Pracht zurückgekehrt. Für das PRIMA Slick habe ich mit keine Hoffnungen mehr gemacht, aber dem 18 Tage - Polo in der Waschbox18 Tage - Polo in der Waschbox18 Tage - Blasphemie: Waschbürste18 Tage - Blasphemie: WaschbürsteDODO JUICE Acrylic Spritz, das mich schon etwas enttäuschte, hoffte ich mit einer Wäsche wieder auf die Sprünge zu helfen.

 

Also ab in die Waschbox mit dem Polo, allerdings wollte ich mich nicht mit einer aufwändigen Handwäsche aufhalten (hatte auch nichts in dieser Hinsicht dabei), und so griff ich dann zur sonst undenkbaren Waschbürste und schrubbte die Motorhaube damit ab. Dabei fiel mir sofort auf, wie standhaft sich der SONAX Brilliant Shine Detailer selbst gegen den Schaum wehrte - schaut Euch mal das Bild "18 Tage - Schaumbeading" genau an!

 

18 Tage - Schaumbeading18 Tage - Schaumbeading18 Tage - Panorama nach Wäsche18 Tage - Panorama nach Wäsche Zum Erfolg der Waschaktion: Das DODO JUICE Acrylic Spritz hat kaum (ein wenig) davon profitiert, das Beading wurde nur geringfügig besser. Der SONAX Brilliant Shine Detailer jedoch war wieder im Top-Form, der Unterschied zum DODO JUICE Produkt ist nun dramatisch. Dem PRIMA Slick und der unbehandelten Fläche hat die Wäsche den Rest gegeben. Auf der unbehandelten Fläche reißt der Wasserteppich schon an einigen Stellen nicht mehr auf, und auf dem PRIMA Slick (bzw. da, wo es mal war), verhält es sich kaum besser.

 

 

 

18 Tage - DJAS nach der Wäsche18 Tage - DJAS nach der Wäsche18 Tage - SXBSD nach der Wäsche18 Tage - SXBSD nach der Wäsche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

18 Tage - Prima Slick nach der Wäsche18 Tage - Prima Slick nach der Wäsche18 Tage - Unbehandelt nach der Wäsche18 Tage - Unbehandelt nach der Wäsche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

22 Tage nach Anwendung, "echtes" Regen-Beading:

 

22 Tage - DJAS und SXBSD22 Tage - DJAS und SXBSD22 Tage - Slick und Unbehand. Fläche 22 Tage - Slick und Unbehand. Fläche Kommentare:

 

Weitere 4 Tage nach der letzten Wäsche hat das DODO JUICE Produkt noch mal deutlich abgebaut, und auch der SONAX Detailer wirkt wieder angeschlagen. Das PRIMA Produkt, praktisch eine "Fehlzündung" vom ersten Testtag an, ist völlig erledigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

26 Tage nach Anwendung, "echtes" Regen-Beading:

 

26 Tage - DJAS und SXBSD26 Tage - DJAS und SXBSD26 Tage - Slick und unbehandelt 26 Tage - Slick und unbehandelt Kommentare:

 

Nach weiteren 4 Tagen voller Regen ist der Zustand des DODO JUICE Acrylic Spritz grenzwertig, und auch der SONAX Brilliant Shine Detailer hat gelitten. Vom PRIMA Slick mag ich gar nicht mehr reden ... siehe Bilder. Nach den Fotos am Morgen habe ich spontan beschlossen, dass die der letzte Testtag sein soll, und dass ich den Kandidaten am Abend mit einer weiteren Wäsche den Todesstoß geben würde. Nicht, dass das PRIMA Slick noch einen brauchen würde ...

 

 

26 Tage - nochmals Bürstenwäsche26 Tage - nochmals Bürstenwäsche26 Tage - Abkärchern nach Wäsche26 Tage - Abkärchern nach WäscheAlso abends ab in die Waschbox und noch einmal gründlich und wenig schonend drübergewaschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26 Tage - DJAS und SXBSD nach Wäsche 126 Tage - DJAS und SXBSD nach Wäsche 126 Tage - DJAS und SXBSD nach Wäsche 226 Tage - DJAS und SXBSD nach Wäsche 2

Die Eindrücke nach der finalen Wäsche:

 

Das DODO JUICE Acrylic Spritz wies überhaupt kein Beading mehr auf, präsentierte dafür aber ein Art "schwaches Sheeting": Der Wasserteppich riss hier und da ein wenig auf, anders als beim Slick oder der unbehandelten Fläche.

 

Der SONAX Brilliant Shine Detailer dagegen überraschte, um nicht zu sagen: schockte 26 Tage nach Anwendung wieder mit einem nahezu taufrischen Beading. Man merkte zwar, dass er auf schmutzigen Lack nun schneller nachließ (siehe Bilder vor Wäsche), aber durch die Wäsche 26 Tage - Slick und Unbeh. nach Wäsche 126 Tage - Slick und Unbeh. nach Wäsche 126 Tage - Slick und Unbeh. nach Wäsche 226 Tage - Slick und Unbeh. nach Wäsche 2(obwohl kein schonendes Shampoo) wurde er erneut auf wundersame Weise reaktiviert. Eine wahnsinnige Standhaftigkeit für einen Detailer!

T E S T S I E G E R !!!

 

Beim PRIMA Slick fühle ich mich an einen meiner Lieblings-Sketchs von Monty Phyton erinnert (in dt. Synchronisation ): "Der Vougel ist doud. Mausedoud." Und zwar nahezu von Anfang an. Ich kann es immer noch nicht glauben und werde das irgendwann noch mal ausprobieren, ob das Slick in einem weiteren Test auch gar nichts bewirkt.

 

Blaues 3M Tape will nicht mehr runterBlaues 3M Tape will nicht mehr runterBlaues 3M Tape will nicht mehr runter 2Blaues 3M Tape will nicht mehr runter 2Ich habe keinen Schimmer, wie lange der SONAX Brilliant Shine Detailer es noch auf der häßlich-grünen Haube aushalten würde, ich vemute, noch mehrere Wochen. Austesten bis zum Schluß kann/will ich es aber nicht, denn die Haube muss für den nächsten Test vorbereitet werden: Das ARMOR ALL Shield ("Besser als Wachs") im Standzeittest gegen ein Polymer-Carnauba-Hybrid-Wachs (DODO JUICE Supernatural Hybrid), ein reines Carnauba-Wachs (DODO JUICE Orange Crush) und, nach diesem Test einer Laune nachgebend, den SONAX Brilliant Shine Detailer :D

 

Das besagte "Vorbereiten" der Haube wird aber gar nicht so einfach werden: Ich habe schon bei der letzten Waschaktion nach 26 Tagen gemerkt, dass das blaue 3M Tape sich durch den Mix von Wasser und braten in der Sonne heftigst in den Lack verbissen hat (Siehe Bilder). Das wird noch ein Spass, das wieder runterzupuhlen.

 

Ich melde mich wieder, wenn der Mist ab und das ARMOR ALL Shield + Konkurrenten drauf ist. Sachdienliche Hinweise zur leichteren Entfernung des Tapes nehme ich gern entgegen :D

 

Bis dahin,

Celsi

 


03.07.2012 18:46    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Okay, weiter geht es mit Teil 3.

Ich habe jedoch schon jetzt, ganz am Anfang des Artikels, das Gefühl, dass er in puncto Aufteilung und Design eines meiner schwächeren Werke werden wird. Es gibt 4 Kandidaten und 4 Testflächen auf der Motorhaube, aber die MotorTalk Blogs lassen nur max. 3 Bilder nebeneinander zu. Mal sehen, ob ich immer ein Bild hinterherhinken lassen, aber möglicherweise entscheide ich mich auch noch für jeweils einen 2+2 Block mit dem Text in der 3. Spalte.

Allzu viel Text wird es sowieso nicht geben, denn ich habe Unmengen von Bildern unterzubringen. Was Bilder und Updates angeht, wird dies hier mein ausführlichster Bericht ever, ich weiß es, denn ich habe die Bilder alle schon auf der SD-Karte :)

Okay, ich habe mich entschlossen: 2er-Blöcke mit dem Text rechts:

 

1 Abkleben in 4 Bereiche mit 3M Tape1 Abkleben in 4 Bereiche mit 3M Tape Die Polier und IPA-Aktion in der Garage hat keine Viertelstunde gedauert, dann haben wir den armen Opfer-Polo wieder ans Tagesliocht geschoben. Wie schon gesagt, sollte das Polieren eine gute und saubere Basis für die Produkte erzeugen und diente nicht der Defektbeseitigung. Dementsprechend waren ca. 95% aller Kratzer auch noch da ...

 

Aber egal, das interessierte uns jetzt nicht, und draussen begannen wir dann mit dem Abkleben in 4 ungefähr gleich große Bereiche (Bild 1). Zur besseren Übersicht haben wir die fertig abgeklebte Haube dann noch einmal mit den Produkten für die einzelnen Bereiche zusammen abgelichtet (Bild 2). Die äußerst rechte Testfläche blieb unbehandelt, hat also zuletzt IPA gesehen.

Alle 3 Produkte wurden vorsichtig aufgesprüht, damit sie keinen "Nachbarbereich" "verunreinigten", kurz verteilt und dann mit einem weichen MFT abgenommen.

Hiervon haben wir leider keine Bilder.

2 Haubenpanorama und Kandidaten2 Haubenpanorama und Kandidaten

 

Dann ging es an die Beading- und Sheeting-Tests, und davon haben wir jede Menge Bilder, die ich zum Teil unkommentiert lassen werde, weil sie gut für sich selbst sprechen.

 

Es bleibt noch zu bemerken, dass es sich bei den Beading-Bildern um "künstliches" Beading mit dest. Wasser aus der Sprühflasche handelt. Hier sieht die Perlenbildung grundsätzlich immer dramatisch genial aus. Normaler Regen dagegen ist weder so sauber, noch so fein zerstäubt.

Petrus war mir aber gnädig bei den meisten Updates, die noch folgen; es hat oft geregnet und so werden die in den Updates kommenden Bilder "echtes Regenbeading" zeigen.

 

So, dann komme ich mal mit dem ersten 2+2 Block rüber:

 

 

 

3 Beading DODO JUICE Arcrylic Spritz3 Beading DODO JUICE Arcrylic Spritz4 Beading SONAX Brilliant Shine Detailer4 Beading SONAX Brilliant Shine Detailer Sprüh-Beading auf den frisch behandelten Teilflächen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5 Beading PRIMA Slick5 Beading PRIMA Slick6 Beading unbehandelte Fläche6 Beading unbehandelte Fläche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7 DODO Acrylic Spritz Beading im Detail7 DODO Acrylic Spritz Beading im Detail8 SONAX Brillant Shine Beading im Detail8 SONAX Brillant Shine Beading im Detail Detail-Bilder nach der ersten Sprühaktion

 

Ein paar kurze Kommenatare von mir zu jedem Kandidaten:

 

* DODO JUICE Acrylic Spritz: Abgesehen vom umwerfenden Glättegefühl ein feines, sauberes Beading mit kleinen, nahezu perfekt runden Perlen.

 

* SONAX Brilliant Shine Detailer: Fühlt sich eher stumpf als glatt an, dafür aber herausragendes Beading, kleine, perfekte Perlchen, noch einen winzigen Tick besser als das DODO JUICE Produkt.

9 PRIMA Slick Beading im Detail9 PRIMA Slick Beading im Detail10 Unbehandelt Beading im Detail10 Unbehandelt Beading im Detail

 

* PRIMA Slick: glatter als das SONAX Produkt, aber lange nicht so glatt wie das DODO. Beading gut, aber nicht herausragend wie bei den beiden Vorgängern.

 

* Unbehandelte Fläche: Gutes Beading ... Moment !! Beading auf unbehandeltem Lack oder gar auf IPA? An dieser Stelle begann ich, den Test in Zweifel zu ziehen und mit Mona zu diskutieren, ob evtl. einer der Detailer auf die "unbehandelte" Fläche geraten ist. Erst viel später erfuhr ich von Kollegen, dass es normal ist, dass frisch polierter, unkonservierter Lack aufgrund seiner anfänglichen Glätte auch beadet.

 

 

Das nachfolgende Bild 11 zeigt noch einmal den Direktvergleich der beiden Favoriten DODO JUICE Acrylic Spritz (links) und SONAX Brilliant Shine Detailer (rechts): (Noch) kein sichtbarer Unterschied. Bild 12 und 13 vermitteln einen kleinen Eindruck darüber, wie wir vor meiner Garage ohne Schlauch oder starken Regen das Sheeting getestet haben :D :

 

11 Spritz / Brill. Shine Direktvergleich11 Spritz / Brill. Shine Direktvergleich12 Der Sheeting Test aus der Nähe12 Der Sheeting Test aus der Nähe13 Der Sheeting Test aus der Nähe 213 Der Sheeting Test aus der Nähe 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sheeting Ergebnisse im Detail:

 

14 Sheeting DODO JUICE Acrylic Spritz14 Sheeting DODO JUICE Acrylic Spritz15 Sheeting SONAX Brilliant Shine Det.15 Sheeting SONAX Brilliant Shine Det.

* DODO JUICE Acrylic Spritz: Gutes bis sehr gutes Ablaufverhalten, es bleiben nur mininale Wasserreste zurück. Ich vergebe trotzdem kein glattes "sehr gut", um steigerungsfähig zu bleiben, nämlich für den ...

 

* ... SONAX Brilliant Shine Detailer: Überragendes Ablaufverhalten, der Lack ist praktisch trocken bis auf wenige Reste. So etwas habe ich bisher nur bei hochwertigen Versiegelungen beobachten können.

 

 

 

16 Sheeting PRIMA Slick16 Sheeting PRIMA Slick17 Sheeting Unbehandelte Fläche17 Sheeting Unbehandelte Fläche

* PRIMA Slick: Das Ablaufverhalten ist okay, aber steigerungsfähig. Ehrlich gesagt hat es mich leicht enttäuscht, ich hatte immer einen besseren Eindruck vom Slick, es aber zuvor auch noch nie solo (auf nacktem Lack ohne ein LSP drunter) getestet.

 

* Unbehandelte Fläche: Wenig überraschend relativ gesehen das schlechteste Ablaufverhalten, aber absolut gesehen bin ich immer noch leicht erstaunt, wie gut sich "nichts" schlägt :D

 

 

 

 

 

18 Gruppenbild Sheeting Ergebnisse18 Gruppenbild Sheeting Ergebnisse19 Und tschüss19 Und tschüssEin letztes "Gruppenbild" aller Ergebnisse, dann wurde die "WinTTerschlampe" zurück in Ihre Parkbox getrieben.

 

In den kommenden Tagen und Wochen werde ich Euch nun mit Update-Bildern totschmeissen, die allesamt schon im Kasten sind, aber noch aufbereitet und gepostet werden müssen. Meine derzeit chronische Zeitknappheit könnte das Ganze noch ein wenig in die Länge ziehen, sorry dafür.

 

Außerdem wird sich aus aktuellem Anlaß (siehe Forum) wohl noch ein Schnelltest des ARMOR ALL Shield dazwischendrängen.

 

Das Shield wird mir momentan zu sehr gehyped, und ich muss es einfach selber testen und gegen 2 bis 3 Wachse im Stresstest (10x Waschen und Trocknen) antreten lassen, um gehaltvoll mitreden zu können und nicht dem Trend zu unbewiesenen Aussagen und Pauschalierungen zu folgen.

 

Bis dahin,

Celsi

 


27.06.2012 21:13    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

So, nachdem dies ja unfreiwillig ein Mehrteiler geworden ist, habe ich nun die Zeit gefunden, mal zumindest die Produktvorstellung zu Ende zu bringen. Finishbilder, Beading- und Sheeting-Tests, 4(!) Updates ... die Fotos sind alle schon gemacht, aber ich finde kaum Zeit, das mal mit ein paar Worten zu posten ... aber irgendwann kommt's.

 

Aber erst mal weiter mit den beiden letzten Kandidaten:

 

 

 

 

 

 

 

1 PRIMA Slick1 PRIMA SlickDas PRIMA Slick war der Detailer meiner Wahl, bevor ich auf den SONAX Brilliant Shine Detailer stieß.

Als mich vor einigen Monaten das halbsynthetische DODO JUICE Supernatural Hybrid Wachs mit seinem harten, glasartigen Glanz in den Bann geschlagen hatte, bin ich sehr schnell von meinem damaligen Liebling CHEMICAL GUYS P40 Pro Detailer weg: Auf dem Hybrid schien er immer einen leichten, milchigen Schleier zu erzeugen, der gleiche Effekt, den ich bekommen habe, als ich versuchte, das Hybrid mit dem normalen Supernatural Carnauba Wachs zu toppen. Deswegen habe ich das in beiden Produkten enthaltene Carnaubawachs in Verdacht ...

Diese Probleme machte jedenfalls das synthetische PRIMA Slick, das man mir ans Herz gelegt hat (ich glaube, Freund Strikeagle war's), auf dem Supernatural Hybrid nicht. Die Anwendung des Slick ist einfach (Aufsprühen, Abwischen, kein Geschmiere), der Geruch angenehm frisch und die Glanzauffrischung und der Glätteeffekt auf Basis der bestehenden Supernatural Hybrid Schicht sind zufriedenstellend.

 

Von der Standzeit her bewegt sich das PRIMA Slick auf dem detailertypischen Niveau von ein paar Tagen. Das Slick ist zudem auch ein hervorragendes Gleitmittel für Knete, aufgrund seiner guten Streckbarkeit mit dest. Wasser, aber auch aufgrund seines niedrigen Preises.

Ich hatte zwischendurch mit anderen synthetischen Detailern experimentiert (CHEMICAL GUYS Ultra Slick Synthetic Detailer, CHEMICAL GUYS V7, etc...), die aber nichts wirklich besser konnten, deswegen bin ich immer wieder zum preiswerten Slick zurückgekehrt. Es ist in Deutschland nicht leicht zu kriegen, aber da man es auch als Gallone bekommt, muss man den Aufwand der Beschaffung dafür relativ selten betreiben.

Mit einem Literpreis von ca. EUR 12,- pro Liter (Grundlage Gallone) tut das Slick zudem der Geldbörse nicht so weh wie seine

Konkurrenten.

 

 

2 IPA (Isopropylalkohol) in Laborflasche2 IPA (Isopropylalkohol) in LaborflascheDas IPA (IsoPropylAlkohol, Isopropanol oder auch 2-Propanol) hier mit aufzuführen, ist eigentlich nur eine Art Scherz. Als (relativ sanftes, materialfreundliches) Lösemittel ist es die Antithese zu einem Detailer, da es stark fettlösend ist und mühelos jedes Wachs und auch einige Versiegelungen schonend vom Lack entfernen kann. In der Autopflege verwenden wir es auch genau dafür, nämlich um Wachs- oder Politurreste

restlos von Lack zu entfernen, wenn er quietschsauber und unbehandelt sein soll.

Die Kontrollfläche in diesem Test (siehe spätere Schilderungen und Fotos), die nicht mit einem der 3 Detailer behandelt wurde, hat dementsprechend als

letztes "Produkt" das IPA gesehen, deswegen führe ich es hier mit auf.

IPA ist günstig im großen Online-Auktionshaus, aber auch in manchen Baumärkten zu bekommen. Ebenso in der Apotheke, allerdings zum sprichwörtlichen "Apothekenpreis".

 

 

Noch einmal für die, die den Artikel nur überfliegen: IPA IST KEIN DETAILER UND KEIN LACKSCHUTZSPRODUKT, IM GEGENTEIL !!!

 

 

Vor dem eigentlichen Testbildern und den entsprechenden Erläuterungen möchte ich noch einmal (etwas zu) ausführlich in die vorbereitenden Arbeiten vertiefen, ein bißchen "2. Erzähllinie mit ein paar OffTopic-Bildern" abseits von den eigentlichen, nackten Fakten erwartet ein Großteil meiner Leser einfach mittlerweile von mir.

Dem dadurch gelangweilten "Überflieger" sei das Weiterscrollen ausdrücklich erlaubt.

 

Also beginne ich mit ein paar Bildern, wie ich die (immer noch unaufbereitete) Saftorange aus íhrer Garage werfe, während meine reizende Mittesterin schon mal die häßlich-grüne motorisierte Testfläche aus Ihrer Parkbox in Richtung Garage scheucht.

 

3 Die Saftornage wird weichen müssen ...3 Die Saftornage wird weichen müssen ...4 Das Grauen in grün rückt an ...4 Das Grauen in grün rückt an ...5 ... da ist es schon.5 ... da ist es schon.

6 Mieser Lackzustand6 Mieser Lackzustand7 Eingesetzte Mittel7 Eingesetzte Mittel8 Verranztes ROTWEISS Pad8 Verranztes ROTWEISS Pad

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor der Garage haben wir noch einmal kurz Halt gemacht, um den bemitleidenswerten Lackzustand des Winterpolos in ein paar Bildern festzuhalten, bevor wir uns auf der Flucht vor der grellen Sonne und zur Erhaltung meines relativ guten Rufes bei den Nachbarn (es war Sonntag) in die geschlossene Abteilung Garage zurückzogen. Die Testkandidaten, die MENZERNA IP2000 und das verranzte orangene ROTWEISS Pad, mit dem wir dem Polo die oberste Lackschicht peelen wollten, haben wir auch noch kurz eingefangen.

 

9 Haube polieren mit der Flex9 Haube polieren mit der Flex10 Deutlicher Übergang am Kotflügel10 Deutlicher Übergang am Kotflügel11 IPA11 IPA

12 Haube entfetten mit IPA12 Haube entfetten mit IPA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Garage wurden dann die Halogen-Fluter angeworden, das scheintote Light Cutting Pad auf die FLEX 3401 geschnallt und die IP2000 auf's Pad geschlotzt. Von etwas härterem als der IP2000 haben wir abgesehen, weil wir

 

    a) ein wenig Hochglanz wollten, um den Kandidaten auch eine "Bühne" bieten zu können

    b) sowieso "nur" eine Exzenter benutzen und uns nicht länger als 5-10 Minuten an der ganzen Haube aufhalten wollten

    c) gehofft hatten, dass der 16 Jahre alte VAG-Lack noch von der weicheren Sorte und nach kurzer Zeit schon relativ kratzerfrei wäre (Pustekuchen)

 

 

 

So richtig belastet hat uns die schwache Defektentfernung jedoch auch nicht. Der Lack sollte ja nur für die kommenden Produkte grundgereinigt werden, und an der Übergangskante am Kotflügel konnte man schon deutlich sehen, dass wir einiges an "totem" Decklack entfernt hatten. Sogar so etwas wie Hochglanz hatte sich eingestellt, trotz aller verbliebenen Kratzer. Also haben wir die FLEX zur Seite gelegt, das Pad entsorgt und die Flasche mit dem IPA zur Hand genommen, um die letzten Politurreste zu beseitigen und den Kandidaten einen absolut grundgereinigten Lack zu bieten. Ein frisches, mittelhartes MFT wurde mit IPA getränkt und die Haube sorgfältig damit abgerieben, für ein nahezu steriles Finish.

 

Bild 12 zeigt außerdem sehr schön: Auch Lack, der verkratzt ist wie eine Eislaufbahn, kann auf einem Foto hochglänzend und "kratzerfrei" rüberkommen.

 

 

 

Fortsetzung mit Beading- und Sheetingbildern der Kandidaten folgt.


20.06.2012 21:26    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Liebe Leser,

 

nach 2 recht kurzen Reviews habe ich nun wieder mal was in epischer Breite vorbereitet: Der Kampf der "Über-Detailer". Das konnte ich aber nicht als Überschrift verwenden, denn 1 Kandidat, das neue DODO JUICE Acrylic Spritz (DJAS), ist gar kein Detailer, sondern ist offiziell als "Sythetic Spray Sealant" klassifiziert. Synthetische Sprühversiegelung also. Trotzdem, mit meinem "Bauchgefühl", dass die Standzeit solcher Sprühversiegelungen eigentlich besser in Wochen gemessen werden sollte und dem Wissen um die herausragende Standzeit des SONAX Brilliant Shine Detailer (SXBSD) hoffe ich, hier keine Äpfel gegen Birnen antreten zu lassen. Als Referenz habe ich meinen bisherigen Lieblings Quick Detailer mit ins Boot geholt, das PRIMA Slick, und außerdem polierten, mit IPA behandelten und ansonsten ungeschützten (häßlich-grünen) Lack.

 

 

1 DODO JUICE Acrylic Spritz1 DODO JUICE Acrylic SpritzBeginnen würde ich gerne mit einer genaueren Vorstellung des "Newbies", also dem DJAS.

 

Das Acrylic Spritz ist eine neues Produkt aus der Supernatural Reihe, wie die Jungs von DODO JUICE Ihre hochwertigste Produktline getauft haben. Dies war ursprünglich der alleinige Name des besten (und teuersten) Wachses, welches das Haus zu bieten hatte, wurde jedoch, nachdem dieses herausragende Carnaubawachs sich einen guten Ruf erarbeitet hatte, zu einer Produktlinie ausgebaut. Seither verzettelt sich DODO JUICE, das früher mit einer klaren und überschaubaren Auswahl hochwertiger Wachse für jeden Zweck erfreute, in einer weiteren Produktlinie ("Basics of Bling") sowie allerlei seltsamen und teilweise nicht sehr gut funktionierenden Nischenprodukten (Tyromania, Tarmalade etc.) Bei alle dem versucht man außerdem, die Tradition der "witzigen" Produktnamen beizubehalten, was auch nicht mehr bei jedem Mal gelingt. Aber ich schweife ab ...

 

Das DJAS ist also, wie schon erwähnt, eine Sprühversiegelung. DODO JUICE empfiehlt es auf dem Flaschenetikett jedoch auch ausdrücklich als Topping für eine bestehende Wachsschicht (aber ebenso als alleinigen Lackschutz), weshalb ich überhaupt erst auf die Idee gekommen bin, es gegen andere gute Detailer antreten zu lassen.

Die Anwendung ist einfach: Auf den (kühlen, sauberen) Lack sprühen, verteilen und mit einem weichen Mikrofasertuch (MFT) wieder abnehmen. Fertig. Obwohl im weiteren Text auf dem Etikett von möglichem Schmieren geschrieben wird, hat dies bei mir auf dem grundgereinigten, unbehandelten Lack ohne zu schmieren einwandfrei funktioniert, möglicherweise neigt es ja nur zum Schmieren, wenn schon bestimmte Vorprodukte (Wachs, Versiegelung) auf dem Lack sind. Anwendung also leicht und problemlos, und auch der Verbrauch hielt sich im üblichen Rahmen. Der Geruch des Produktes ist fast neutral, mit einem leichten Hauch von "Putzmittel", eher "frisch" als "chemisch".

Einen nennenswerten Glanzzuwachs konnte ich auf dem zwar polierten, aber dennoch geschundenen (siehe spätere Bilder) Lack meines Winterautos nicht erkennen, bei keinem der Kandidaten. Dafür wartet das Acrylic Spritz nach der Anwendung und Abnahme jedoch mit einem hervorragenden Glättegefühl der behandelten Oberfläche auf, das ich sonst nur noch von einem bestimmten Wachs so kenne, dem PETZOLDTs Premium Wachs (vorm. ARISTOCLASS).

Mit einem Grundpreis von ca. EUR 60,- pro Liter (250ml = ca. EUR 16,- / 500ml = ca. EUR 29,-) ist das Acrylic Spritz nicht gerade preiswert, aber das hat auch niemand, der die Marke kennt, so recht erwartet. Was jedoch die meisten erwarten, ist Qualität und eine brauchbare Standzeit, mal sehen, wie weit es damit her ist.

 

 

2 SONAX Brilliant Shine Detailer2 SONAX Brilliant Shine Detailer Kommen wir zum Hauptgegner des DJAS: Der SONAX Brilliant Shine Detailer (SXBSD) Dieser hat vor einigen Wochen nach anfänglicher Skepsis, die wohl zum größten Teil seinem Auftreten in der silber-blauen "xtreme" Verkleidung zu verdanken war, die Nutzer forenübergreifend begeistert. Selbst die hartnäckigsten "ATU- und Baumarktprodukteverweigerer" (zu denen ich mich auch zähle) knicken in den Fachforen mittlerweile ein mit Kommentaren wie "Okay, Ihr habt mich soweit, jetzt muss ich ihn auch probieren" und "So ein Mist, der ist ja toll".

Ich konnte diese mentale Hürde umgehen, denn ich hatte ihn von meinem SONAX-Spezi bereits frühzeitig als Testsample zur Verfügung gestellt bekommen: Im Baumarktregal hätte ich ihn, aufgrund seines silber-blauen Äußeren, unter Garantie links liegen lassen. In diesem Zusammenhang erlaube ich mir auch ein leichtes Unverständnis, warum dieses tolle Produkt nicht in der schwarzen "Premium Line" untergebracht wurde, die sich an die Enthusiasten richtet: Zwar wäre der Detailer, wenn ich SONAX' Marketing-Strategien richtig auffasse, damit nicht in den Baumarktregalen gelandet, aber das nimmt SONAX ja auch bei dem respektablen Carnauba-Wachs "Carnauba Care" (Premium Line) und beim ebenfalls brauchbaren "Saphir Power Polish" aus der gleichen Linie in Kauf. Zumal der Waschanlagen-Nutzer, bzw. seine positive Weiterentwicklung, der Otto-Normal-Sonntags-Schwamm-und-Leder-Handwäscher, wahrscheinlich bei OBI in Unverständnis die Stirn in Falten legen würde, wenn ihm das englische Wort "Detailer" begegnet, das ja doch eher der Enthusiasten-Szene entstammt.

Ich schreibe bewusst "… in Falten legen würde", denn wirklich angekommen ist der Brilliant Shine Detailer in den Regalen offenbar noch nicht. In den betreffenden Threads in den Foren wird immer wieder von Kaufwilligen nachgefragt, wo das Produkt denn überhaupt zu kriegen sei: Dies scheinen momentan nur einige wenige Webshops sowie das bekannteste Online-Auktionshaus zu sein.

SONAX Deutschland nahm auf meine diesbezügliche Nachfrage wie folgt Stellung: Gar nicht. Schon ein wenig enttäuschend für ein großes deutsches Unternehmen, das nach einem harmlosen Pressekommentar bzgl. Produktverfügbarkeit gefragt wird ...

Dafür hat mir ein SONAX-naher Forenkollege am Wochenende den Tip gegeben, dass eigentlich jeder Kfz.-Laden, der SONAX führt (also praktisch alle) den SXBSD innerhalb von 24h besorgen können sollte - vorausgesetzt, er wüßte, was das ist. Die meisten werden das Produkt noch nicht kennen und bei Nachfrage gucken wie ein Kalb wenn's donnert, also rennt am Besten gleich mit der SONAX Artikelnummer da rein: #287 400.

 

Aber zurück zum Produkt: Der SXBSD ist ein ebenfalls synthetischer Quick Detailer mit einer, soviel darf ich vorwegnehmen, herausragenden Standzeit, die ich noch nicht final ermitteln konnte. Dies liegt in erster Linie daran, dass ich meinen TT, auf dem ich ihn seit Wochen einsetze, immer wieder wasche und dann den SXBSD nachlege, wahrscheinlich lange, bevor die vorherige Schicht überhaupt auch nur daran gedacht hat, den Geist aufzugeben.

 

Zur Anwendung des SONAX Brilliant Shine Detailer: Das Etikett verrät, dass der (gut geschüttelte) Detailer auf zusammenhängende Flächen aufgesprüht, verteilt werden und dann mit dem beiliegenden Mikrofasertuch die Überstände abgenommen werden sollten. Funktioniert auch einwandfrei, wenn man darüber hinwegsieht, dass, insbesondere bei niedrigen Temperaturen, der Sprühkopf leicht sifft. Das ist der Konsistenz des Produktes geschuldet, der SXBSD ist milchig-dickflüssig, so in etwa wie magere Buttermilch. Dementsprechend gut hält er sich dafür aber auch auf abschüssigen Flächen.

Dem Detailer liegt ein rotes SONAX Mikrofasertuch (#416 200) bei, welches ich jedoch aus langer Erfahrung (ich habe bestimmt 20 Stück davon im Umlauf) nicht für den Lack empfehlen kann. Keinesfalls mehr nach der 2. Wäsche in der Waschmaschine, denn mit jeder Wäsche/Trocknung nimmt seine serienmäßige, grenzwertige Härte noch mal deutlich zu. Damit hat man sich schnell feinste Kratzer in den Lack gezogen. Aber wie jetzt, ich habe doch gerade gesagt, ich habe ca. 20 Stück davon? Ja, und ich nutze sie begeistert für den Innenraum, Scheiben (Auto und Wohnung) sowie den Haushalt. Dafür sind sie einfach ideal, denn sie sind immer noch leicht weicher als jedes Supermarkttuch, aber trotzdem hart genug für eine ordentliche Reinigungswirkung auf kratzerunempfindlichen Flächen. Für die Verteilung des Detailers auf dem Lack jedoch würde ich mir ein MFT auf dem Weichheitslevel von mindestens einem COBRA Super Plush Gold / Lupus 500 zulegen, ich bevorzuge sogar noch weichere Tücher mit mind. 600g/m². Durch seine Dickflüssigkeit wird der undefinierbar-angenehm-fruchtig riechende SXBSD auch von diesen sehr flauschigen Tüchern nicht allzu sehr aufgesaugt und läßt sich sehr sparsam verarbeiten.

Ein sichtbarer Glanzzuwachs ist bei der Testfläche, wie auch zuvor beim Acrylic Spritz, nur mit viel gutem Willen wahrzunehem, während das Glättegefühl deutlich hinter dem DJAS und auch anderen mir bekannten Detailern zurückfällt. In dieser Hinsicht hat mich der SXBSD sofort an die Versiegelung SONAX Nano Lack Protect erinnert, die offenbar auch erst gar nicht dazu konzipiert worden ist, sich glatt anzufühlen und lieber auf einen überragenden Abperleffekt und Standzeit setzt.

Bleibt dann noch der Preis zu erwähnen, den ich mit durchschnittlich ca. EUR 18,- pro Liter angeben würde (die 750ml Flasche wird zwischen 11,- und 16,- EUR gehandelt). Er kostet damit nur ca. 1/3 des DODO JUICE Konkurrenten im Literpreis.

 

 

VERDAMMT !!! Das ist mir auch noch nie passiert. Ich habe versehentlich statt auf "Editieren" auf "Veröffentlichen" geklickt, und schon steht das nur zu ca. 1/3 fertige Ding im Web. Notgedrungen habe ich da jetzt Teil 1 draus gemacht - aber da folgt noch eine Menge mehr!

 


18.03.2012 17:36    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (58)    |   Stichworte: , , , , , , , , , ,


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Der Hauptartikel zu diesem ersten Update ist unter diesem Link zu finden (oder man scrollt einfach ein wenig runter im BLOG): Hauptartikel

 

Ein erstes Update nach 8 Wochen gibt es hier zu sehen: Update 1

 

Um das Video einbinden zu können, mußte ich dieses Update als neuen Artikel gestalten.

 

 

 

Hallo Freunde,

 

heute habe ich überraschend weitere Bilder vom im August mit der SONAX Nano Lackversiegelung versiegelten weißen Tiguan bekommen (danke @Rolf).

 

Das ist 29 Wochen (fast 30) her, und der Tiguan wurde seither 12.000km durch den Winter geschleift (Garagenwagen, seltene Handwäsche mit DODO JUICE Born To Be Mild, keine Waschanlagenwäsche, kein Detailer).

 

Beading (Fotos) und Sheeting (Video) sind fast so frisch wie am ersten Tag, das habe ich nicht erwartet. Ich bin kein Fan von Versiegelungen (hat keinen besonderen Grund, ist Geschmackssache), aber diese Bilder bringen meine Aufbereitungspläne für die Saftorange übernächste Woche zum Wackeln: Ich wollte eigentlich das PETZOLDTs Premium Wachs ausprobieren, aber MANN, schaut Euch mal diese Bilder/dieses Video nach 29 Wochen an, das ist schon beeindruckend.

 

Beading 1Beading 1Beading 2Beading 2Beading 3Beading 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke für's Lesen und viele Grüße vom

 

Celsi


05.02.2012 16:24    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , ,

Titelbild (2)Titelbild (2)

Hinweis:

 

Dies ist Teil 2 des Aufbereitungsberichtes zum schwarzen Mercedes ML aus Dezember 2011. Teil 1 ist hier zu finden (oder einfach etwas runterscrollen)

Und nun viel Spaß mit der Fortsetzung.

 

 

 

Gut, hier ist noch Platz für

 

Hinweis 2:

 

Als relativer "Pedant" auch in puncto Rechtschreibung habe ich kürzlich erschüttert festgestellt, dass ich seit je her "Excenter" falsch schreibe, das wird wohl mit "z" geschrieben.

Hat das keiner gemerkt oder wart Ihr nur zu nett, um mich darauf hinzuweisen ? ;)

Ist auch sicher erst so seit der dämlichen Rechtschreibreform ... Ich habe mal schnell ein "Suchen & Ersetzen" über den ganzen Text hier laufen lassen und hoffe, ich habe alle erwischt :)

 

 

Liebe Leser,

 

in Teil 1 sind die Vorbereitungen vor dem eigentlichen, lackabtragenden Schritt ja soweit abgeschlossen worden. Also geht es nun an den wirklich interessanten Schritt, die allgemeine Defektkorrektur an einem bockharten MB-Lack, mit einer Exzenter und in möglichst nur einem Arbeitsgang.

Undenkbar? Mag sein - auf jeden Fall ein schwieriges Unterfangen. Ganz sicher muß es, wenn es schon eine Exzenter sein soll, ein kräftiges Gerät mit Zwangsmitnahme sein - stehenbleiben unter Druck ist nicht akzeptabel bei diesem Vorhaben. Also müssen die beiden FLEX XC 3401 VRG ran - andere Exzenter haben wir auch gar nicht mehr ;)

 

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V. DEN LACK KENNENLERNEN _____________________________________________________________________________________

 

 

V.1 VORSTELLUNG

 

 

"Kenne Deinen Feind."

 

Keine Ahnung, welcher General oder Indianerhäuptling das mal vom Stapel gelassen hat, aber er hatte Recht. Praktisch jeden Wagen muß man kennenlernen, bevor man loslegt, um bei der Wahl der Mittel die Balance zwischen "so sanft wie möglich, so hart wie nötig" zu finden. Was diesen ML angeht, wußten wir von der Defektkorrektur zuvor natürlich schon, dass uns ein knallharter Lack erwartet, deshalb hielten wir uns nicht mit "medium" Pads oder oder Standard-Polituren auf, sondern holten gleich die "harten Sachen" hervor.

Im Folgenden haben wir also dann diese beiden "Anti-Swirl-Exzenter Kraftpakete" gegeneinander auf der Motorhaube antreten lassen:

 

1 FLEX3401,  3M #50487,  MEG#1051 FLEX3401, 3M #50487, MEG#105DER ALTMEISTER

 

Diese Kombination hatte ich noch vor wenigen Monaten unter einer Überschrift ähnlich wie "Endlich swirlfreie Orange auch mit einer Exzenter" bejubelt. In der Tat kam ich damit an meinem ebenfalls recht harten TT-Lack zum ersten Mal in einem Durchgang zu einem defektfreien Ergebnis, das mir zuvor nie vergönnt war. Die Testfläche war, nachdem ich die nicht zerfallende #105 bis zum Geht-nicht-mehr durchgearbeitet hatte, auch bei genauerem Hinsehen 100% defektfrei, das gab es bei mir noch nie. Also schon eine Super-Kombi!

 

 

 

DER HERAUSFORDERER

 

Ein relativ neues Produkt auf dem Markt, hier kann es natürlich nicht bei einem Bild bleiben wie beim "Altmeister".

 

2 FLEX3401, DA Cutting Discs in OVP2 FLEX3401, DA Cutting Discs in OVP 3 FLEX3401, DA Cutting Disc ausgepackt3 FLEX3401, DA Cutting Disc ausgepackt 4 DA Cutting Disc im Profil4 DA Cutting Disc im Profil

5 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (1)5 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (1) 6 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (2)6 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (2) 7 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (3)7 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das MEGUIARS DA Microfiber Paint Correction System besteht grundsätzlich aus 4 Kernprodukten:

 

 

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ging es uns hier jedoch ausschließlich um die defektentfernenden Komponenten, also die Cutting Discs und die Correction Compound. Was das LSP (Wachs) angeht, hielten der Preis und unsere begrenzten Transportmöglichkeiten aus den USA unsere Experimentierfreude in Grenzen - warum wertvollen Stauraum im Gepäck mit Konservierungprodukten "verschwenden", wenn in unseren Kellern mittlerweile Wachse und Versiegelungen eigene Facebook-Parties schmeissen ?

 

    Tipp 1:

    Das "DA" vor jedem Begriff steht übrigens für "Dual Action", was nichts anderes bedeutet als "Exzenter".

     

    Tipp 2: Wenn Ihr vorhabt, Euch das Zeug zuzulegen, prüft als erstes Eure Kontakte in den USA, ob Euch nicht jemand dort die Sachen privat besorgen und zuschicken kann, oder vielleicht habt Ihr gerade (wie ich) Arbeitskollegen drüben, die Euch mal was mitbringen können. Dort wid für MEGUIARS Produkte derzeit weniger als die Hälfte der deuschen Preise aufgerufen. Auch in UK sind die Sachen noch deutlich billiger als hier, wenn keine US-Kontakte bestehen.

 

 

V.2 TEST SPOTS

 

Kommen wir nun zum eigentlichen Kennenlernen des Lacks in Form von Test Spots. Dies sind in der Regel mit Abklebeband eingerahmte Bereiche an gut zugänglicher Stelle (hier: Motorhaube), an denen man die Pads und Polituren ausprobiert und hinterher nach Entfernen des Klebebandes eine schöne, scharfe Grenze zwischen "vorher" und "nachher" sieht. Da wir zuletzt das DA Correction System von MEGUIARS vorgestellt haben, mache ich mit diesem auch gleich weiter.

 

MEGUIARS DA CORRECTION SYSTEM

 

Gemäß unserer jüngsten Erkenntnisse, dass wir zu viel Produkte nehmen und dadurch die Cutting Wirkung der Pads behindern, haben wird das Correction Compound sehr sparsam aufgetragen (Bild 8). Auf einem zuvor abgeklebten 40x40cm Testareal haben wir die Correction Compound dann mit der Cutting Disc richtig lange gefahren, bestimmt 2 Minuten lang (Bilder 9 und 10). Erst später fiel uns auf, wie gering die Staubentwicklung dabei war: Nahe Null. Das kennt man anders von den "richtig harten Sachen".

 

8 DA Correction Compund auf Cutting Disc8 DA Correction Compund auf Cutting Disc 9 Test Spot mit DA Correction System9 Test Spot mit DA Correction System 10 DA Corr. Sys. läßt sich laange fahren10 DA Corr. Sys. läßt sich laange fahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis dieser ersten Runde war beeindruckend. Den Defektbeseitigungsgrad aus dem Stand heraus schätze ich auf 95%, es waren nur noch sehr vereinzelt Swirlreste zu sehen (meist im Randbereich, wo man wegen des Abklebebandes etwas zaghafter vorgeht). Siehe Bild 11.

Als uns die starke Wirkung dieser Kombination bewußt wurde, haben wir auch gelegentlich mit der Hand hingelangt und gefühlt, wie die Wärmeentwicklung ausfällt. Das wurde nach 2 Minuten rumrutschen in dem 40x40cm Quadrat schon merklich warm, aber lange nicht "gefährlich", ich schätze so 40-50°C. Damit würde ich das DA Correction System, trotz seiner Effizienz, als "kunststoffsicher" einstufen. Was das heißen soll ? Nun, um einen ordentlichen Grad der Defektbeseitigung wie diesen zu erreichen, muß(te) man in der Regel bei den modernen, bockharten Lacken auf Rotationsmaschinen und sehr feste Pads, oder gar Lammfell zurückgreifen. Sehr abrasiv, aber effektiv und leider auch beschädigungsträchtig, weil hohe Hitzeentwicklung. Wir haben es in unserer "Karriere" schon mehrfach geschafft, mit der Rotationsmaschine den Lack zu schädigen, weil die Sache zu heiß wurde.

Und das war in allen Fällen auf lackiertem Kunststoff, wie Stoßfänger oder Zierleiste. Während man nämlich auf "Blech" die Sache noch gut unter Kontrolle hat, indem man die Hitzeentwicklung mit der Hand kurz nachfühlt, steigt allmählich die Sicherheit und das Selbstbewußtsein bei der Führung der Rota. Juchu, ist doch ganz easy, solange der Lack nicht so heiß wird, dass es für die Finger unangenehm wird.

Dann kommt man irgendwann am Stoßfänger an, und der hält eine böse Überraschung bereit: Blech unter dem Lack leitet die Reibungshitze gut ab - Kunststoff nicht, der nimmt sie auf und verformt sich. Bevor man also auf dem Kunststoff überhaupt zum ersten Mal nachfühlen will, ob die Sache vielleicht ein wenig zu warm wird (und das hat auf Blech schon ein paar Dezisekunden gedauert), ist die Kacke schon am dampfen (im wahrsten Sinne des Wortes): Der Kunststoff des Stoßfängers hat sich unter der Maschine zu einem schönen Faltenmuster aufgeschoben und ist in Rekordzeit zu einem Fall für den Smart-Repairer geworden. Deswegen habe ich heute immer noch so einen Respekt vor den Rotationsmaschinen, und deswegen suche seit ich Jahren so verbissen nach einer Methode, nur mit einer Exzenter den Korrekturgrad einer Rota zu erreichen: Exzenter drehen deutlich langsamer als Rotas und belasten durch ihre Exzenter-Bewegungen (Dual Action) auch die einzelne Stelle nicht so stark ...

 

So, nach diesem kleinen Ausflug in meinen Kopf und meine Rotaphobie nun zurück zu dem, was ich eigentlich sagen wollte: Die DA Cutting Disc erzeugte mit der DA Correction Compound trotz aller Effizienz nicht genug Hitze, um auf lackiertem Kunststoff Probleme zu bereiten. Was sie zu unserer Verwunderung sehr wohl erzeugte, waren ganz leichte Hologramme. Ließen sich leider nicht mir einem Foto einfangen, ich habe es versucht, aber dazu waren sie zu leicht. Das ist natürlich kein Beinbruch, da man nach so einem scharfen Korrektur-Ritt sowieso noch einmal mit einer feinen Politur hinterher muß, die den Hochglanz perfektioniert und gleichzeitig die Holos entfernt. Aber überrascht hat es uns schon, Holos mit einer Exzenter.

Dazu passt, dass die Maschine mit den Cutting Pads auch ein wenig "zieht", sie will in Drehrichtung "weglaufen" und muß mit Kraft in der Spur gehalten werden. Auch das kennt man sonst nur von einer Rota ...

 

11 DA Corr. Testspot Ergebnis 111 DA Corr. Testspot Ergebnis 112 DA Corr. Testspot Durchgang 212 DA Corr. Testspot Durchgang 213 DA Corr. Testspot Ergebnis 213 DA Corr. Testspot Ergebnis 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind dann später noch mal mit einer 2 Runde rüber, als wir die Abklebung eigentlich schon entfernt hatten (Bild 12). Danach war das Ergebnis makellos, keine Swirls mehr (Bild 13). Auch hier fiel uns dann erneut auf, wie wenig Staub diese beiden Runden mit dem DA Correction System erzeugt hatten, deutlich weniger als die üblichen Schleifpolituren. Ebenso war der Materialverbrauch an Politur erfreulich gering, die DA Correction Compound läßt sich auch sparsam dosiert lange fahren. Dazu haben wir mit nur 2 Pads einen dicken Geländewagen gemacht, ohne dass die Cutting Disc merklich an Wirkung verloren - auch das ist nicht schlecht. Die paar Mikrofaser-Flusen auf dem eigentlichen Pad aus Moosgummi können sich nicht so mit Produkt vollsaugen wie herkömmliche Pads, und durch die Beweglichkeit der Mikrofaser-Fäden setzt sich da auch nicht viel zu. Wir haben später die Discs lediglich zwischendurch mal mit einer Handbürste kurz ausgebürstet, um die wenigen getrockneten Rückstände zu entfernen.

Einen kleinen Nachteil der Discs möchte ich zum Schluß noch anführen, und das ist ihre Dicke, oder besser gesagt, ihre "Dünne". Wenn man mit normalen Schaumstoff-Pads Rundungen am Fahrzeug bearbeitet, passt sich der teilweise recht dicke Schaumstoff ein wenig der Rundung an. Bei den harten, dünnen und unflexiblen Cutting Discs kann ist das nicht möglich, hier muß man sich z.B. bei Stoßfängern etwas mehr verrenken und aufwändiger arbeiten, wenn man an alle Stellen ordentlich herankommen will. Ein kleiner "Preis" jedoch für all die Vorteile, zumal die "Dünne" im Umkehrschluß dafür sorgt, dass der Druck, den man mit der Hand von oben auf die Maschine ausübt, auch gut auf dem Lack ankommt. Kein zentimeterdicker Schaumstoff fängt diesen ab.

Kurzum: Wir waren sehr angetan von dem DA Correction System.

 

Nun mal schauen, wie sich der "Altmeister" dagegen schlägt:

 

 

MEGUIARS #105 ULTRA CUT COMPOUND + 3M PAD #50487 GRÜN

 

14 Die #105 ein wenig verteilt und los14 Die #105 ein wenig verteilt und los 15 Ergebnis #105 nach einem Durchgang15 Ergebnis #105 nach einem Durchgang 16 Ergebnis #105 nach zweitem Durchgang16 Ergebnis #105 nach zweitem Durchgang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir begannen damit, dass wir sparsam die MEGUIARS #105 auf das Pad gaben und diese durch Tupfen ein wenig auf dem Testspot verteilten, bevor wir die Maschine anschalteten (Bild 14). Dann fuhren wir die #105, bis sie völlig durchgearbeitet war, was etwas schneller der Fall war als beim DA Correction System. Auch die Staubentwicklung war nun wieder vorhanden. Nach der Abnahme der Politurreste des ersten Durchganges zeigte sich dann, wie biestig hart der MB-Lack nun wirklich war. Das DA Correction System war noch neu für uns, aber das #105/3M Gespann nutzen wir schon eine Weile, und wir sind gewohnt, dass nach dem ersten Durchgang schon gleich der absolut überwiegende Teil der Swirls das Handtuch geworfen hat.

Wie Bild 15 zeigt, kann davon aber diesmal nicht wirklich die Rede sein, es sind noch erhebliche Swirl-Reste erkennbar. Es bedurfte noch eines weiteren Durchgangs mit ordentlich Druck auf der Maschine, um auch hier ein nahezu swirlfreies Ergebnis (Bild 16) hinzubekommen.

 

 

Fazit

 

Beide Kandidaten haben im Endeffekt 2 Durchgänge für ein nahezu perfektes Ergebnis auf diesem bockharten MB-Lack benötigt. Wir hatten allerdings einen deutlich positiveren Eindruck vom DA Correction Set, weil dieses schon im ersten Durchgang den weitaus überwiegenden Teil der Swirls auf der Testfläche beseitigt hat. In nahezu allen Eigenschaften, selbst den weniger schönen wie "Ausbrechversuchen" der Maschine und (moderater) Hitzeentwicklung signalisierte uns das DA Correction Set, dass es noch ein ganzes Stück wirksamer ist als die 3M/MEG#105 Kombi.

 

Ich habe das mal zusammengefaßt:

 

 

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    Bewertung MEGUIARS DA Correction Set 5" (Ohne Wachs)

     

    PRO

  • Sehr gute Abrasiv-Wirkung. "Nur ein Durchgang" halte ich bei mittelharten bis harten Lacken für möglich.
  • Geringe Staubentwicklung
  • Geringe Wärmeentwicklung im Verhältnis zu Wirkung ("kunststoffsicher")
  • Geringer Materialverbrauch
  • Lange fahrbar
  • Praktisch kein "Zusetzen" der Pads, mit einer Bürste zum gelegentlichen Ausbürsten halte ich es für möglich, ein ganzes Auto zu machen.

 

    CONTRA

  • In Deutschland überteuert wie alle MEGUIARS Produkte, besseres P/L in UK und insbesondere USA
  • Erschwerte Bearbeitung von Rundungen und Sicken durch die dünne, unflexible Cutting Disc

 

 

 

    Bewertung der Kombination 3M Pad grün #50487 und MEGUIARS #105 Ultra Cut Compound

     

    PRO

  • Gute abrasive Wirkung, auf mittelharten Lacken "1 Durchgang" möglich. Nun meine "Nr. 2", wenn ich mit Exzentern gegen starke Swirls vorgehen will.
  • Geringe Wärmeentwicklung im Verhältnis zur Wirkung ("kunststoffsicher")
  • Etwas flexibler durch dickeres, wenn auch sehr festes Pad

 

    CONTRA

  • Herkömmliches Schaumstoffpad mit den üblichen Nachteilen (Ausfransen, Zusetzen), auch wenn sich das Zusetzen durch die geschlossenzellige Struktur stark in Grenzen hält. Ausbürsten hilft auch etwas. Trotzdem brauche ich für den TT in der Regel 3 Pads pro Durchgang.
  • Sowohl die 3M Komponente als auf die MEGUIARS Politur sehr teuer in Deutschland
  • Typische Staubentwicklung

 

 

 

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VI. DIE LACKAUFBEREITUNG _____________________________________________________________________________________

 

 

VI.1 DEFEKTBESEITIGUNG

 

Da der Artikel schon wieder länger und länger wird, und ich den Großteil dieses Punktes schon unter "Den Lack kennenlernen" abgearbeitet habe, die restliche Defektbeseitigung in einer kurzen, kommentarlosen Bilderstrecke. Wir haben beide mit dem MEGUIARS DA Correction Set auf der FLEX 3401 das Auto zuende gemacht:

 

17 Unterschied Dach17 Unterschied Dach18 Swirlfreie Motorhaube18 Swirlfreie Motorhaube19 Swirlfreie Motorhaube #219 Swirlfreie Motorhaube #2

20 Kotflügel 50/50 #120 Kotflügel 50/50 #121 Kotflügel 50/50 #221 Kotflügel 50/50 #222 benutzte Cutting Disc22 benutzte Cutting Disc

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VI.2 HOCHGLANZERZEUGUNG

 

Zur Hochglanzerzeugung wird es jetzt wieder etwas ausführlicher, denn wir haben uns hier entschlossen, ein Produkt einzusetzen, welches wir erst seit Kurzem kennen und schätzen:

 

23 CHEMICAL GUYS V38 Optical Grade23 CHEMICAL GUYS V38 Optical Grade24 V38 sparsam dosiert24 V38 sparsam dosiert25 V38 zügig auf der Haube verarbeitet25 V38 zügig auf der Haube verarbeitet

26 V38 auf der Fahrzeugflanke26 V38 auf der Fahrzeugflanke27 V38 Finish Spiegelungen27 V38 Finish Spiegelungen28 V38 Finish Haube - Spiegelglanz28 V38 Finish Haube - Spiegelglanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das CHEMICAL GUYS V38 Optical Grade Final Polish ist anders als die anderen Hochglanz-Polituren, die ich kenne. Der Lack fühlt sich nach der Behandlung nicht etwa seidig-glatt an wie nach den üblichen Hochglanzpolituren, oder gar rutschig-glatt wie nach einem PreCleaner, sondern richtiggehend stumpf und "rutsch-stoppend". Er vermittelt dem darüberstreichenden Finger oder Handrücken (damit "fühle" ich immer) das Gefühl: "Grundgereinigter Lack ohne irgendwas drauf", ist also im Grunde das "Gegenteil" von einem PreCleaner, die teilweise sogar damit werben, "pflegende Öle" zu enthalten oder Rückstände auf dem Lack zu hinterlassen, die die Haltbarkeit des folgenden Wachses begünstigen sollen.

 

Da wir allerdings erneut beabsichtigten, eine Versiegelung als LSP aufzutragen, haben wir uns "zusammengesponnen", dass das V38 als Vorbereitung für die Versiegelung noch besser geeignet sein könnte als der empfohlende PreCleaner des Versiegelungsherstellers, da einfach nichts mehr zwischen Lack und Versiegelung zu stehen scheint - nicht mal die Rückstände eines PreCleaners. Denn, so geht unsere "Verschwörungstheorie" weiter, könnten PreCleaner mit Ihrem Glätteeffekt ja in erster Linie den Tastsinn des Anwenders reizen und ihn zum Kauf bewegen wollen. Der Glätteeffekt, der ja eindeutig durch Hinterlassenschaften des PreCleaners auf dem Lack verursacht wird, könnte für die Haltbarkeit des LSP ja sogar schädlich sein ...

 

Wilde Theorien, ich weiß. Zumal wir das V38 noch nicht lange genug nutzen, um den geringsten Beweis pro oder contra unserer Theorie zu haben.

 

Ansonsten macht die Verarbeitung des V38 einfach Spaß: Es ist genauso leicht und sparsam zu verarbeiten wie andere Hochglanzpolituren, riecht angenehm nach Marzipan und ist leicht wieder abzunehmen.

 

Einzig der hohe Preis von fast EUR 27,- für mickrige 473ml können das Vergnügen ein wenig trüben.

 

 

 

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VII. DAS LAST STEP PRODUCT (LSP) _____________________________________________________________________________________

 

 

29 SONAX Nano Lack Protect29 SONAX Nano Lack Protect Auch diesen Part will ich diesmal kurz und schmerzlos abhandeln. Wir haben erneut das SONAX Nano Lack Protect verwendet, allerdings haben wir uns diemal die Profi-Version besorgt, wo kein Tuch und kein PreCleaner dabei ist, sondern nur die nackte Versiegelung mit 2 Auftragsschwämmchen. Darum hat sie auch "nur" EUR 27,49 gekostet (Im Laden). Bei Amazon ist sie sogar noch mal ein Stück billiger (siehe Link oben).

Verarbeitung und Ergebnis fielen wie in meinem ausführlichen Review zum Produkt aus, welches man hier nachlesen kann:

 

 

sowie bisher ein Update zur Haltbarkeit des Produktes:

 

 

 

 

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VIII. KUNSTSTOFFPFLEGE _____________________________________________________________________________________

 

 

Hier haben wir das GTECHNIQ C4 Permanent Trim Restorer verwendet, auch kein Unbekannter mehr. Im Gegenteil, dieses Produkt nutze ich seit über einem Jahr und kann deshalb nur bestätigen, was über seine Standzeit gesagt wird, 1 Jahr und mehr! Ich habe die beiden einzigen verbliebenen, unlackierten Kunststoffteile an meinem TT damit gemacht (Abdeckungen Lufteinlässe bei Nebelscheinwerfer). Okay, der TT steht nun seit ein paar Monaten eingewintert in der Garage, aber bei der letzten Wäsche war das C4 ca. 1 Jahr drauf und sah noch tiptop aus.

Der "Nachfärbe-Effekt" (obwohl das Zeug nicht färbt, es ist transparent) ist so gut, dass ich wieder davon abgerückt bin, diese beiden letzten Teile auch noch glanzschwarz lackieren zu lassen. Sie liegen nämlich voll im Steinschlagbereich, ca. 20cm über der Strasse, und ich glaube, die könnte ich dann jedes Jahr neu lackieren lassen.

 

Aber zurück zum C4, und zwar mit ein paar Bildern, Bild 31 finde ich dabei sehr aussagekräftig als 50/50, in Bild 32 sieht man eher den seidenmatten Glanz der Scheibenwischergehäuseabdeckung im Endergebnis. So sah die selbst bei Neuauslieferung des Fahrzeuges nicht aus - und nun stellt Euch noch vor, das hält mindestens ein Jahr!

Mir jedenfalls ist es 1x im Jahr die horrenden EUR 30,- für gerade mal 15ml (mit denen man aber weit kommt) wert - ich habe schon mehr Geld für Sinnloseres Autopflegezeugs verbraten :)

 

30 -Gtechniq C4 und Wattepads30 -Gtechniq C4 und Wattepads31 C4 50/50 an der Kunststoff-B-Säule31 C4 50/50 an der Kunststoff-B-Säule32 C4 auf Scheibenwischergeh.abdeckung32 C4 auf Scheibenwischergeh.abdeckung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Anwendungstipp 1:

    Unbedingt die beiliegende Anwendungsanleitung buchstabengetreu beachten. Insbesondere die Vorbereitung der Fläche mit IPA muss gewissenhaft erfolgen, die lange Haltbarkeit ist nur bei absoluter Fettfreiheit der behandelten Oberfläche möglich.

     

    Anwendungstipp 2:

    ... widerspricht Tipp 1 ein wenig, denn hier bin ich von der Anleitung abgewichen. Die seltsame Wabenstruktur meiner oben erwähnten Einlassgitter hat es jedoch sehr schwierig gemacht, mit den Wattepads das Produkt zu verarbeiten. Ich habe es deshalb sehr dünn mit einem weichen, nicht haarenden Pinsel aufgetragen - das hat gut funktioniert.

 

 

 

 

An diese Stelle gehört nun eigentlich die Felgen- und Reifenpflege, hier habe ich allerdings in diesem Artikel nichts zu bereichten, weil dieses Thema beim ML komplett außen vor blieb.

 

 

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IX. SHOWOFF

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Dies ist immer der angenehmste Teil, man kann sich stolz zurücklehnen, die Bilder sprechen lassen ... ja, die meisten Bilder mußte ich nicht mal selbst machen :D

 

33 ShowOff Spiegelung Pflanzenplane33 ShowOff Spiegelung Pflanzenplane34  ShowOff 234 ShowOff 235  ShowOff 335 ShowOff 3

36  ShowOff 436 ShowOff 437  ShowOff 537 ShowOff 538 ShowOff 638 ShowOff 6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zu guter Letzt dann noch eine Vorschau, womit sich mein kommendes Review befasst. Dabei hauptsächlich mit den beiden "liegenden" Gesellen im Vordergrund, die eine Besonderheit gegenüber Ihren herkömmlichen "Kollegen" aufweisen.

 

39 Preview39 Preview

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Grüße vom

 

Celsi


27.12.2011 16:38    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (47)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , ,

Hinweis für ratsuchende Benutzer:

 

Dieser BLOG-Artikel geht im weiteren Verlauf näher auf die folgenden Produkte ein:

 

 

 

Unter Punkt IV.2, "Nachtupfen mit Originallack", gibt es außerdem ein kleines, schriftliches "How-To", was die Ausbesserung von Steinschlag und Macken mit sog. Lackreparatursets (Lackstift) betrifft.

 

 

 

 

Hallo Freunde,

 

trotz der winterlichen Verhältnisse durfte ich vor kurzem zusammen mit Kumpel Rolf den Wagen eines gemeinsamen Freundes aufbereiten: Einen metallic-schwarzen MERCEDES ML.

Und zwar in einer Umgebung, die mir die (Neid-)Tränen in die Augen trieb. Als jemand, der sich erst jetzt, wo es sportlicher geworden ist, mit dem Mercedes-Design anfreunden kann, kam ich mit dem fetten MB-Klotz noch gerade so klar (vom Neid her). Aber die Garage ... ins Haus integriert, Rauhputz an den Wänden, gefliest, Strom und Wasser natürlich, ausreichend Platz und auf wohlige 22° beheizt, als wir ankamen. Ich habe tatsächlich im T-Shirt gearbeitet, während sich draußen meine Winterschlampe Ihren Eispanzer zulegte, der mich dann um 23:00 überraschte.

Womit ich es praktisch schon vorwegenommen habe: Begonnen haben wir um 09:30h morgens, fertig waren wir um ca. 22:30h nachts:

 

    Dauer der Aufbereitung: 25 Mannstunden (13 Stunden á 2 Personen abzgl. pauschal 1 Stunde quatschen und ein wenig was futtern)

 

Selbst, wenn man da noch unsere umfangreichen Experimente mit den verschiedenen Mitteln/Pads auf der Haube abzieht, um die neuen Produkte und den ungewohnten Mercedes-Lack kennenzulernen, darf man da einfach nicht weiter drüber nachdenken. Mal eben einen vollständigen Samstag plattgemacht, um einem Freund, den ich bis dato auch nur flüchtig kannte, den Wagen zupolieren. Aber es macht halt sooo Spaß ... nach 3 oder 4 Monaten Abstinenz hätten wir fast dafür bezahlt, den Wagen machen zu dürfen ... ;)

 

Außerdem brannten wir beide darauf, unsere neuen Spielzeuge aus den USA auszuprobieren, nämlich den "bissigen" Teil des MEGUAIRS DA Paint Correction Systems. Ich betone das "bissig" dran so, weil wir bewußt nur die Cutting Discs (das Mikrofaser-Äquivalent harter Polierpads) und das Corrrection Fluid (netter Name für eine sehr abrasive Politur) bestellt haben - nicht aber die Auftragspads und das Finishing Wax. Der Grund ist, dass wir bzgl. des Wachses keine Revolution erwarten, sondern ein weiteres gutes, aber unspektakuläres LSP (Last Step Product = Wachs oder Versiegelung). Und davon haben wir wirklich in den letzten 2 Jahren genug in unseren Kellern angehäuft - wir setzen hier lieber auf unsere bisherigen Favoriten ... naja, eigentlich einen noch recht neuen Favoriten. Aber dazu später mehr - nun geht es erst einmal der Reihe nach.

 

Bevor es nun mit dem Abkleben los geht, ein letzter 1 Abdeckplane schützt die Pflanzen 1 Abdeckplane schützt die Pflanzen Hinweis zu den kommenden Fotos. Wir hatten unseren Freund bereits im Vorfeld drauf vorbereitet, dass wir seine edle Garage und die angrenzenden Räume (keine Türen) ordentlich zustauben würden. Der mattgepeitschte Zustand des Wagens war uns bekannt, die Härte von modernen MB-Lacken ist legendär und überhaupt geht bei der Lackpolitur heftiger "Biss" stets mit heftigem Stauben einher. Damals wußten wir noch nicht, wie sehr wir uns irrten ... also haben wir unseren Kumpel mit unseren Staubsturm-Warnungen so verunsichert, dass er kurzerhand alle Türöffnungen sowie die in der Garage überwinternden Pflanzen mit Malerfolie zugehängt hat. Soweit kein Problem, die Folie hat auch die Wärme schön in der Garage gehalten ... bis wir uns die ersten "Vorher"-Fotos auf dem Kamera-Display angeschaut haben:

Sowohl die Abdeckplanen als auch die geriffelten Lichteinlässe in der Garagendecke spiegeln sich teilweise recht stark in Lack auf den Fotos. Ich werde bei den Fotos jedesmal gesondert darauf hinweisen, aber bitte schaut 2x hin, was Grauschleier oder Swirl, und was Reflektion von Plane im Lack ist.

 

 

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I. AUSGANGSZUSTAND ____________________________________________________________________________

 

Mit diesem Thema sind wir schnell durch, denn 8 Jahre Waschanlage"pflege" haben aussagekräftige Fotos möglich gemacht. Der Lackzustand der Haube ist natürlich auf den gesamten Wagen zu übertragen - ich will Euch hier jetzt aber nicht mit 20 Bildern von immer dem gleichen, bemitleidenswerten Swirl- und Kratzerdrama auf jedem Karosserieteil vollpumpen - dieser Bericht wird auch so bilderreich und lang genug.

 

 2 Ausgangszustand Haube 1 2 Ausgangszustand Haube 1  3 Ausgangszustand Kotflügel 3 Ausgangszustand Kotflügel 4 Ausgangszustand Stoßfänger4 Ausgangszustand Stoßfänger

 

 5 Ausgangszustand Steinschlag vorne 5 Ausgangszustand Steinschlag vorne  6 Ausgangszustand Auspuff 6 Ausgangszustand Auspuff  7 Ausgangszustand Gummidichtungen 7 Ausgangszustand Gummidichtungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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II. VORBEREITUNG ____________________________________________________________________________

 

II.1 Abkleben der Kunststoff- und Gummiteile

 

Für das Abkleben benutzen wir seit einiger Zeit nicht mehr das "teure", blaue 3M Band, sondern Rolf hat mal im Web von einem Shop für Lackierbedarf einen großen Karton Abklebeband gekauft. Das ist nicht nur günstiger gewesen, sondern klebt auch besser (intensiver) als das 3M Band. Leider habe ich Marke des Bandes oder den Namen des Shops nicht mehr parat - wenn es jemanden brennend interessiert, fragt in den Kommentaren nach, dann werde ich Rolf bitten, die Rechnung rauszukramen.

 

Das Abkleben gestaltete sich als sehr ausfwendige Arbeit, denn für einen Luxushobel hatte der Mercedes eine Menge nacktes Gummi (breite Fensterdichtungen) und Plastik. Immer noch in Erwartung eines erheblichen Polierstaub-Aufkommens, entschieden wir uns außerdem dazu, die gelochten und lackierten Einlaßgitter des Doppelgrills erst mit der Hand vorzupolieren und dann vollständig abzukleben (Bild 9). Wir wollten nicht, daß Polierstaub hinter den Grill gelangt und dort später durch den Fahrtwind im Motorraum verteilt wird.

Ebenfalls gelocht war die Kunststoffabdeckung des Scheibenwischergehäuses - diese große Fläche jedoch haben wir mit Küchenrolle abgedeckt und durch Unterklemmen an den Scheibenwischern und mit ein paar Streifen Klebeband fixiert (Bild 10). Sogar auf dem Dach gab es Kunststoff, vor und hinter der Reling. Da konnte man nur mit der Leiter vernünftig ran, und wenn man nicht riskieren wollte, mit dieser an den Lack der Türen zu kommen, mußte man sich schon ein wenig verrenken (Bild 12).

Auch den Heckwischer aus Kunststoff haben wir gleich mit verarztet (Bild 13) - Wahnsinn, wieviel Kunststoff an so einem edlen Fahrzeug zu finden und abzukleben ist.

 

 8 Abklebeband, Kaffee, Pflegekrempel 8 Abklebeband, Kaffee, Pflegekrempel  9 Oberer Grill abgeklebt 9 Oberer Grill abgeklebt  10 Scheibenwischergehäuse abgedeckt 10 Scheibenwischergehäuse abgedeckt

 

 11 Seitenfenster und Türgriffe abgekl. 11 Seitenfenster und Türgriffe abgekl.  12 Turnerei für Dachleisten 12 Turnerei für Dachleisten  13 Heckwischer abgeklebt 13 Heckwischer abgeklebt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

II.2 Auspuffkosmetik

 

Ich führe den Auspuff mal unter "Vorbereitung". So richtig passt er hier nicht hin, allerdings war unser Auftrag rein die Lackpflege ohne Auspuff, ohne Felgen, ohne innen. Da mir aber langweilig war, während Rolf auf dem Dach rumturnte und abklebte, habe ich mir schnell die Dose NEVRDULL geschnappt und den Auspuff kurz gemacht. Daher fällt er zumindest in der Reihenfolge bei dieser Aufbereitung und "Vorbereitung".

Ich habe zwar die ganzen Pickel und Anhaftungen mit dem NEVRDULL gut wegbekommen, aber am Ende der Rohre war durch mangelnde Pflege und die aggressiven Abgase schon der Chrom weggeplatzt - das war nicht mehr perfekt hinzubekommen.

 

 14 Auspuff vorher 14 Auspuff vorher  15 Auspuff nachher (1) 15 Auspuff nachher (1)  16 Auspuff nachher (2) 16 Auspuff nachher (2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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III. KNETEN ____________________________________________________________________________

 

Kommen wir nun zum Kneten, und damit zu den ersten beiden Produkten in diesem Aufbereitungsbericht, über die wir uns ein Urteil herausnehmen wollen. Der Witz an der Sache ist, wir vergleichen hier eine SONAX Knete mit einer anderen SONAX Knete - wobei ich als langjähriger MAGIC Clean Blau Nutzer natürlich deren Eigenschaften praktisch auswendig weiß und sie wahrscheinlich sogar am Geschmack erkennen würde.

 

Für den Test zur Verfügung gestellt bekamen wir das SONAX xTreme Spray & Clay Lackreinigungsset einerseits und das SONAX Clay Lackpeeling andererseits (Bild 17). Gleicher Hersteller, aber grundverschiedene Produkte, wie ich noch ausführen werde.

Das Spray & Clay Set kommt in der auffälligen Verpackung der xTreme Linie daher und bringt auch das Gleitmittel gleich mit - dafür geizt es aber mit Knete, davon gibt es nur ein winziges Scheibchen (60g).

Das Clay Lack Peeling hingegen scheint sich in seiner nüchternen, aber praktischen Dose eher an den (Semi)Profi zu richten, und hier bekommt man auch ordentlich Knete für's Geld: 200g reichen eine Weile. Gleitmittel ist nicht dabei, wird aber meiner Meinung nach vom (Semi)Profi auch nicht vermisst, denn das hält dieser in seinem Keller/Lager gallonenweise vor oder nutzt Quick Detailer. Von MT-User KAX hatte ich außerdem den Tipp bekommen, dass das Gleitmittel aus dem Spary & Clay Set nichts anderes sei als der SONAX Scheibenreinigungszusatz - was ich nach Geruchs- und Glitschtests nun auch bestätigen kann. Für den fairen Vergleich habe ich mir dann auch noch ein Sprühfläschchen voll davon besorgt (Bild 18).

 

 17 SX Knete vs. SX Knete 17 SX Knete vs. SX Knete  18 Sonax Clay Lackpeeling im Detail 18 Sonax Clay Lackpeeling im Detail  19 Sonax Spray & Clay im Detail 19 Sonax Spray & Clay im Detail

 

20 Die beiden unterschiedlichen Knete20 Die beiden unterschiedlichen Knete  21 Die beiden SX Kneten im Einsatz 21 Die beiden SX Kneten im Einsatz  22 Schmutz in der Knete 22 Schmutz in der Knete

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon bei den Äußerlichkeiten fallen im direkten Vergleich sofort deutliche Unterschiede auf (Bild 20). Die gelbe Knete aus dem Spray & Clay Kit wirkt nicht so matt wie Ihr blauer Gegenpart aus der ProfiLine, glänzt eher etwas plastikartig. Bei der Handhabung setzt sich der Eindruck, ein besonders weiches Stück Plastik in der Hand zu haben, leider fort. Obwohl es in der Garage kuschelige 22°C hat und wir die gelbe Knete auch fleißig mit der Hand druchgewalkt haben, wollte sie sich nicht so recht in Form bringen lassen, war merklich widerspenstiger als die Blaue. Richtig unhandlich wurde sie dann jedoch, als Gleitmittel ins Spiel kam (Bild 21), sie ließ sich dann aufgrund ihrer Härte so gut wie nicht mehr umformen, sondern glitschte einem bei Versuch ständig aus der Hand wie ein Stück Seife. Das machte nicht nur keinen Spaß mehr, sondern tat auch der Hand nicht gut.

Die blaue Sonax hingegen verhielt sich in jeder Hinsicht wie die blaue Magic Clean Knete, schön formbar nach einiger Kneterei in der Hand und schön stumpf-griffig, auch unter Gleitmittel.

An der Reinigungsleistung der gelben Knete gab es dagegen genauso wenig auszusetzen wie an der blauen, und dass es auch was zu reinigen gab, zeigen die Spuren in der Knete von nur einem Kotflügel in Bild 22. Trotzdem machte die gelbe so wenig Sapß, dass ich sie nur kurz an Rolf übergab, um meine Eindrücke zu bestätigen, und mir dann für die weitere Kneterei auch ein Stück von der blauen abschnitt.

Das Gleitmittel/der Scheibenreiniger war in beiden Fällen schön glitschig und gut zu gebrauchen.

 

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    Bewertung SONAX Xtreme Spray & Clay

     

    PRO

  • Gute Reinungsleistung.
  • Brauchbares Gleitmittel.

 

    CONTRA

  • Schlechtes Preis/Leistungsverhältnis mit ca. EUR 14,- pro 100g (den halben Liter Scheibenwaschzusatz so gut es geht rausgerechnet). Zum Vergleich: 100g Magic Clean = EUR 11,25
  • Hart, plastikartig, kaum formbar, erst recht unter Gleitmittel
  • Kein Behältnis zur Aufbewahrung nach Gebrauch dabei

 

 

    Bewertung SONAX Clay Lackpeeling

     

    PRO

  • Gute Reinungsleistung.
  • Mit umgerechnet EUR 11,- für 100g ein sogar leicht besseres Preisleistungsverhältnis als die Magic Clean (EUR 11,25 pro 100g)
  • Relativ stabile Plastikdose für Aufbewahrung auch nach dem Gebrauch

 

    CONTRA

  • - / -

 

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Fazit:

- Das Spray & Clay Set halte ich aufgrund der harten Knete und dem Preis/Leistungsverhältnis für nicht empfehlenswert.

- Die blaue SONAX Clay ist, aufgrund der gleichen Eigenschaften wie die Magic Clean, aber des geringfügig besseren Preises, mein neuer Favorit in puncto Knete: sehr empfehlenswert.

 

 

 

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IV. SUCHE BESONDERER DEFEKTE UND DEREN KORREKTUR ____________________________________________________________________________

 

IV.1 Suche und Markierung

 

Die gezielte "Defektsuche" ist seit einiger Zeit bei uns ein fester Schritt, weshalb ich sie hier auch mit einem eigenen Topic würdige. Weniger bei unseren Autos, als bei denen unserer Freunde und Bekannten, gilt es vor der allgemeinen Politur die Stellen bzw. Defekte im Lack zu finden, die einer Sonderbehandlung bedürfen. Dazu zählt ordinärer Steinschlag, aber auch besonders fette Kratzer oder Lackabplatzer, die wir zuvor sorgfältig nachtupfen und/oder mit der Rotationsmaschine, einem kleinen Pad und einer Schleifpaste nahezu "unsichtbar" machen. Diese Stellen fallen uns teilweise schon beim Kneten auf, aber spätestens jetzt bekommen sie einen "Marker" in Form eines kleinen Fetzens Abklebeband verpasst.

 

 23 Defektmarker Beifahrerseite 23 Defektmarker Beifahrerseite  24 Defektmarker Haube 24 Defektmarker Haube  25 Defektmarker u. Swirls Fahrerseite 25 Defektmarker u. Swirls Fahrerseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IV.2 Nachtupfen mit Originallack

 

Nun ging es an das Abtupfen der Kratzer. Leider gibt es hierzu keine Bilder, ich war so darauf konzentriert, das vernünftig und mit der nötigen Geduld zu machen, dass ich Fotos völlig vergessen habe. Also muß das mit Worten veranschaulicht werden:

 

Wie schon angedeutet, ist es hier wichtig, dass man mit aller Ruhe und Besonnenheit an die Sache drangeht. Nimmt man einfach einen Lackstift, am besten noch NoName aus dem Zubehörhandel, und klatscht mit der im Schraubdeckel integrierten Quaste wild Farbe auf die Defekte, kann das nichts Vernünftiges werden.

Zunächst haben wir unseren Kumpel im Vorfeld also nach Mercedes laufen und einen Original-Lackstift besorgen lassen. Da dieser neu und ungeöffnet war, sah ich hier keinen Grund zur Verdünnung. In diesem Zusammenhang aber:

 

Tipp 1: Alle nachzutupfenden Stellen vorher gründlich mit IPA (Isopropanol), meinetwegen auch Äthanol, und einem weichen fusselfreien Lappen entfetten.

 

Tipp 2: Ältere, schon benutzte "Lackreparatur-Sets" (so der offizielle Name), sind oft nicht mehr flüssig genug, um in Rillen oder Kratern ordentlich zu verlaufen. Hier nehme ich dann gewöhnlich ein wenig Verdünner aus dem Baumarkt hinzu, und mische etwas halbwegs Flüssiges in einem separaten Gefäß zusammen. Lieber ein Krater, der nur eine dünne Schicht Lack am Boden enthält und immer noch ein Krater ist (aber in Originalfarbe), als ein fetter, hervorstechender Lackknubbel da, wo mal ein Krater war. Letzteren sieht man viel deutlicher, während man den "Krater" immer wieder nach dem Eintrocknen der vorherigen Schicht erneut füllen kann (Arbeit für Doofe), bis er komplett eben ist.

 

Tipp 3: Nicht den im Deckel des Lacksets integrierten Pinsel nutzen, der ist viel zu dick für feine Arbeiten und nimmt zu viel Lack auf. Damit hat man im Nu einen fetten Tropfen auf dem Lack sitzen. Besorgt Euch einen ordentlichen, dünnen, spitz zulaufenden Pinsel (Gr. 1 oder max. Gr. 2) im Baumarkt, in der Ecke für Maler (Künstler). Der kann schon mal EUR 5,- kosten, aber das ist es wert!

 

Mit dem Pinsel dann vorsichtig Lack aufnehmen, bei einem größeren Steinschlag-Krater ist es okay, wenn ein kleines Tröpfchen an der Pinselspitze hängt, solange dessen Volumen nicht größer als der Kraterinhalt ist. Beachten, dass das Volumen des in den Krater eingebrachten Lackes beim Trocknen schrumpft. Was also im "nassen" Zustand plan oder gar leicht überfüllt aussieht, trocknet wahrscheinlich wieder zu einem nicht perfekt gefüllten Krater ein (hier dann Prozedur wiederholen).

 

Tipp 4: Pinsel zwischen Zeigefinger und Daumen nehmen, ganz so, wie man auch einen Stift hält. Nicht freihändig nachtupfen, sondern Hand/Faust auf dem umliegenden Lack abstützen, ganz so, als wollte man schreiben statt tupfen.

 

 26 Arbeitsgeräte und Mittel 26 Arbeitsgeräte und MittelTipp 5: (Ganz) Leichte Überständen am Rand zu "gesunden" Lack sind okay, die gleicht die Politur später an. Sie können auch mit einem IPA-getränkten Tuch beigewischt werden, mit etwas Übung schafft man es, den Lack im Krater dabei unversehrt zu lassen. Mit einem Tuch mit IPA (Isopropanol, Baumarkt oder Apotheke) hat man übrigens beliebig viele Versuche, der nicht getrocknete Lack läßt sich damit wieder vollständig entfernen.

Den bei Zweischicht-Lacken beiliegenden Klarlack ignoriere ich übrigens stets. Bei den kleinen Stellen, mit denen wir zu tun haben, ist dieser überflüssig in meinen Augen.

 

Alles Weitere ist Sache der Übung und vor allem: der Ruhe und der Geduld. Hast und Zeitdruck richten hier mehr Schaden an, als sie beheben!

 

Der nächste Schritt war nun die Defektbeseitigung mit der Rota - das Arbeitsgerät lag schon bereit (Bild 26).

 

 

IV.3 Kratzerbeseitigung mit Rotationsmaschine, Schleifpaste und Spotpad

 

Die Vorher-Bilder zu Beginn des Artikels haben ja schon einen Eindruck davon vermitteln können, dass der Mercedes zusätzlich zu den Swirls auch tiefere Kratzer einstecken mußte. Der ML ist ein nicht regelmäßig genutzter, für Waschanlagennutzungs-Verhältnisse gepflegter Garagenwagen. Man kann deshalb davon ausgehen, dass auch die längeren, tieferen Kratzer durch ungepflegte Bürsten in der Waschanlage entstanden sind.

Da wir auf der Motorhaube nachher noch genug herumreiten, haben wir uns exemplarisch für die Dokumentation einen ansehlichen Kratzer auf dem Kotflügel ausgesucht (Bild 27).

 

Die Wahl der Waffen fiel auf

 

 

Das Wort "Waffen" ist an dieser Stelle gar nicht mal so fehl am Platze: Die MEGUIARS #105 auf einer Rotationsmaschine mit einem relativ festen Pad beisst schon richtig gut zu - aber wir wollten ja auch was erreichen. Trotzdem geht uns bei sowas immer etwas die Düse, und regelmäßiges Nachfühlen am Lack bzgl. der Temperaturentwicklung (siehe Bild 30) stellte sicher, dass wir an dem teuren Schlitten nichts ankokelten.

 

 27 Fetter Kratzer auf dem Kotflügel 27 Fetter Kratzer auf dem Kotflügel 28 FLEX3403 - ROTWEISS Med. - MEG#10528 FLEX3403 - ROTWEISS Med. - MEG#105 29 Fehlerkorrektur Kotflügel29 Fehlerkorrektur Kotflügel

 

30 Prüfen Hitzeentwicklung mit Hand30 Prüfen Hitzeentwicklung mit Hand 31 Kotflügel hinterher: Kratzer weg (1)31 Kotflügel hinterher: Kratzer weg (1) 32 Kotflügel hinterher: Kratzer weg (2)32 Kotflügel hinterher: Kratzer weg (2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich haben wir fleissig Hologramme in den Kotflügel gebügelt (sieht man auf den Bilder nicht wirklich gut), aber der Kratzer ist nahezu unsichtbar geworden (in real sieht man ihn noch ganz leicht, wenn man genau hinsieht, auf den Fotos ist er weg). Trotzdem haben wir bestimmt 5 Minuten lang mit der Rota und der #105 auf dem Kratzer rumbügeln müssen, und an den anderen Stellen (z. B. der lange auf der Motorhaube aus Bild 1) ging auch nicht leichter raus. Der Mercedes Lack ist schon ein verdammt hartes Luder.

 

Nachdem wir mit allen Defekten (auch den nachgetupften Stellen) so verfahren waren und diese weg oder immerhin nahezu unsichtbar gemacht hatten, haben wir die Excenter-Maschinen hervorgeholt, eine davon mit den MF-Pads des MEGUIARS DA Paint Correction Systems bestückt und die andere mit dem bisher bewährten Dampfhammer: Grüne 3M Pads (hart, #50487) und MEGIUARS #105 Ultra Cut Compound.

 

Mal sehen, wer von den beiden mehr reißt. Aber nicht mehr hier: Dieser Artikel ist schon wieder viel zu lang, ich schließe hier ab und verfasse einen 2 Teil.

 

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FORTSETZUNG FOLGT !

 


24.10.2011 14:21    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , , , , ,


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Der Hauptartikel zu diesem ersten Update ist unter diesem Link zu finden (oder man scrollt einfach ein wenig runter im BLOG): Hauptartikel

 

Um das Video einbinden zu können, mußte ich dieses Update als neuen Artikel gestalten.

 

 

 

Hallo Freunde,

 

der Besitzer des weißen Tiguan aus dem oben verlinkten Review hat Wort gehalten und nunmehr knapp 8 Wochen nach der Aufbereitung Beading(Abperlverhalten)-Bilder nachgeliefert, ja, sogar ein kleines Handy-Video vom Ablaufverhalten (Sheeting) gedreht. Leider ist das Video wohl bei zunehmender Dunkelheit gedreht worden, so dass auf dem Original zwar im Grunde noch alles zu erkennen war, der Upload nach YOUTUBE jedoch hat das letzte Quäntchen Erkennbarkeit fast gekillt. Wenn man in YOUTUBE als Videoauflösung "720p" auswählt, dann auf "Vollbild" geht und sich ein wenig vom Monitor zurückzieht, erkennt man noch am meisten.

Für die, die nichts erkennen können, die Kurzzusammenfassung: Das Ablaufverhalten ist wie am ersten Tag, das Wasser fließt schnell und bis auf wenige, kreisrunde Tropfen rückstandsfrei ab.

EDIT: Ich habe das Video so nachbearbeiten können, dass nun mehr zu erkennen ist. Es ist jetzt zwar so blau wie Kumpel Chris nach den Wasen, aber nun erkennt man das Ablaufverhalten auch in der Standardauflösung ganz gut.

 

Daten zur bisherigen Standzeit:

 

    * Versiegelung (in einer Schicht) aufgetragen vor knapp 8 Wochen

    * Wagen seither erst ein mal gewaschen, nämlich direkt vor dem Video/den folgenden Bildern

    * Verwendetes Shampoo = DODO JUICE Born To Be Mild, also nichts carnaubahaltiges, was das Ablaufverhalten positiv beeinflussen könnte

 

Zum Beading habe ich zusätzlich noch ein paar Bilder bekommen. Ich habe keine weiteren Infos dazu, gehe jedoch davon aus, dass es sich um künstlich erzeugtes Beading handelt, also kein Regen, sondern aus einer Sprühflasche, was immer etwas "dramatischer" aussieht als (unregelmäßiger und leicht verunreinigter) Regen. Trotzdem zeigt es, dass die Versiegelung noch "voll da" ist.

Das ist nun kein Weltwunder, aber erste "High End" Wachse (z.B. das MEG NXT Tech Wax II) strecken nach dieser Zeit schon die Flügel. Spätere Fotos, z.B. nach weiteren 8 Wochen (*zum Tiguan-Besitzer schiel*) lassen da sicher bessere Rückschlüsse auf die Standzeit zu. Aber nun die Fotos:

 

Beading 1Beading 1Beading 1Beading 1Doch noch mal SheetingDoch noch mal Sheeting

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinweis: Das auf den Bildern sichtbare Tuch ist NUR das Trockentuch, der Lack wurde auf keine Weise "nachbehandelt".

 

Danke für's Lesen und viele Grüße vom

 

Celsi


10.10.2011 16:38    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , ,

Hallo zusammen,

 

nach langer Zeit mal wieder ein neuer Artikel in meinem BLOG. Der Anlaß ist kein erfreulicher, denn ich muß von meinem weiteren "Niedergang" berichten. Vor einem Jahr noch war ich nur reinen Wachsen zugetan, und fürchtete zusammen mit Kollege NORKSE die böse Hexe Polymer .

 

1 SONAX Nano Lackversiegelung Set1 SONAX Nano Lackversiegelung SetDer langsame Abstieg begann, als mein Lieblings-Wachsproduzent DODO JUICE plötzlich auf die schiefe Bahn geriet und mit dem Supernatural Hybrid ein Produkt herausbrachte, das mehr Versiegelung als Wachs war. Der relativ harte, "tiefe" Glanz hatte mich sofort in seinen Bann geschlagen, und die bisher berichteten Standzeiten sind gut, auch wenn sich aufgrund unterschiedlicher Nutzungsprofile kein einheitlicher Wert von X Monaten herauslesen läßt. Eigene Werte kann ich hingegen nicht vorweisen, weil ich ständig mit Quick Detailern herummurksen und meine Testergebnisse verpfuschen muss. Verdammte Sucht.

 

Aber ich schweife ab, zurück zum meinem Abstieg, der mit der SONAX Nano Lack Versiegelung (Siehe Bild 1) seinen bisherigen Tiefpunkt fand. Um Mißverständnissen vorzubeugen: "Tiefpunkt" nicht, weil das Produkt schlecht ist, sondern weil ich noch vor wenigen Monaten meine Abneigung gegen alle "Nano"-Produkte ausschweifend und öffentlich kundtat.

 

Aber ich hatte halt die SONAX Versiegelung noch hier (Test Sample), und welchen Sinn hat es, die in der Ecke vergammeln zu lassen, wenn ich sie doch auf anderer Leute Autos testen kann, falls die Naniten sich doch durch's Blech knabbern ... ;)

 

Das Testfahrzeug habe ich, wie immer, zusammen mit Kumpel Rolf aufbereitet.

 

2 SONAX Lackcleaner SPARSAM angewendet2 SONAX Lackcleaner SPARSAM angewendetZunächst haben wir das Set einmal gründlich auseinandergenommen. Darin zum Vorschein kam (Bild 1) zunächst die Versiegelung selber, die in einer mit Treibmittel gefüllten Metallkartusche lagert, welche in einem dreieckigen Applicator Pad endet (eine Einheit). Zu deren Abnahme liegt das bekannte, relativ flauschige (aber kleine) weiße SONAX Mikrofasertuch (MFT) bei. Außerdem ist in der Schachtel noch eine ganze Flasche des "Lack Cleaner" (PreCleaner) zu finden (mitsamt roten MFT zum Abnehmen), der uns beim Test mit dem Smart solche Probleme bei der Abnahme bereitet hat. Hierzu im folgenden Abschnitt aber mehr.

Zu guter Letzt ist noch eine recht ausführliche, mehrsprachige Anleitung dabei, die die Anwendung genau erklärt. Sogar auf die Wirkweise des "Nano"-Prinzips wird kurz, aber anschaulich eingegangen.

Etwas schmunzeln mußten wir bei Punkt 5 der Anleitung, der Abnahme der Versiegelung mit dem weißen MFT. Hier wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Ränder des MFT "nach innen zu falten" sind. Mit anderen Worten, SONAX weiß, dass der relativ harte Rand des Tuches problematisch ist, reagiert darauf aber nur mit diesem Ratschlag, statt mit Verbesserung am Tuch selber.

 

Dieser Beitrag dreht sich um die Lackversiegelung. Ich führe die Vorarbeiten deswegen nur kurz und stichpunktartig auf:

- Handwäsche mit MEG Shampoo Plus und einem Schuss MEG APC

- Entfernung einer umfassenden Verseuchung mit Flugrost mit ca. 250ml CARPRO IRON.X, erneutes Abspülen und Trocknung

- Maschinelle Politur (nur Excenter) mit grünen, harten 3M Pads (#50487) und MEG #105 Ultra Cut Compound (Swirlentfernung)

- Maschineller Nachgang mit weißem LAKE COUNTRY Pad und MENZERNA 106FA (Hochglanz)

 

Danach ging es weiter mit ...

 

 

I. PRECLEANING

 

Den SONAX Lack Cleaner hatten wir ja schon zuvor einmal verwendet und kräftig geflucht, weil er so schwer wieder runterzubekommen war. Ich hatte allerdings schon in meinem damaligen Aufbereitungsbericht nicht ausgeschlossen, dass das daran lag, dass wir zuviel Produkt verwendet haben. Dementsprechend sparsam haben wir dieses Mal sehr sparsam dosiert (siehe Bild 2), und siehe da: Er ließ sich ganz leicht wieder abtragen.

Verwendet wurde ein weißes LAKE COUNTRY Polishing Pad, dass auf dem Foto (Bild 2) nicht mehr wirklich weiß aussieht, weil es schon einiges hinter sich hat.

 

3 Verarbeitung mit FLEX 3401 VRG3 Verarbeitung mit FLEX 3401 VRG4 Verarbeitung Lack Cleaner mit Panorama4 Verarbeitung Lack Cleaner mit Panorama5 Lack Cleaner: Problemstellen mit Hand5 Lack Cleaner: Problemstellen mit Hand6 Lack Cleaner: Finish6 Lack Cleaner: Finish

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das zum Abnehmen des PreCleaners gedachte, rote SONAX MFT lasse ich in neuem/neuwertigen Zustand sogar wirklich an den Lack. Nach spät. der 3. Wäsche jedoch, bei welcher es seine rote Farbe gerne und reichlich mit den mitgewaschenen Tüchern teilt, werden diese roten Tücher jedoch so hart, dass sie nur noch als "Schlampentücher" weiterzuverwenden sind. Weich oder nicht, zu klein war es in jedem Fall für den großen Tiguan. Wir haben deshalb ein COBRA Super Plush Gold zur Abnahme verwendet. Obwohl die Verpackung sich nicht darüber ausläßt, gehen wir davon aus, dass es sich beim SONAX Lack Cleaner um einen PreCleaner ohne abrasive Elemente handelt. So ein Vergleich ist immer schwer, vor allem, wenn man nicht beide Produkte nebeneinander auf dem Lack hat, aber ich konnte beim Ergebnis (siehe Bilder 3 und 6) keinen Unterschied zu einem mit DODO JUICE Lime Prime gepflegten Lack feststellen. Schöner Glanz, glattes und leicht "rutschiges" Anfass-Gefühl.

 

 

 

II. VERSIEGELUNG

 

Aufgrund der ungewohnten Konstruktion des Kartuschen/Pad-Gedingsels und unserem "ersten Mal" mit einer waschechten Versiegelung haben wir die beiliegende Anleitung (Bild 7, bei Zoom sollte der Text lesbar sein.) nicht, wie üblich, als Unterlage zum Abstellen der Produkte verwendet, sondern wirklich gelesen. Sie ist kurz, aber anschaulich, und läuft darauf hinaus, dass man nach Entfernung der Transportsicherung das dreieckige Pad in seiner umhüllenden Plastikschale läßt (damit nichts tropft oder spritzt) und einfach kurz oben auf die Kartusche drückt, während das Pad nach unten zeigt (Bild 8). Wie bei einer umgedrehten Deo-Dose zischt Produkt heraus und befeuchtet das Pad.

 

7 Gebrauchsanweisung7 Gebrauchsanweisung8 Das 'Auftragsdingens'8 Das 'Auftragsdingens'9 Auftragen mit Auftragsdingens9 Auftragen mit Auftragsdingens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit, und mit der Kartusche als "Griff", fährt man nun über den Lack und hinterläßt einen dünnen Film Nano-Versieglung, der schnell ablüftet. Laut Anleitung sollte man sich mit dem Abnehmen je nach Temperatur max. 30 Sekunden Zeit lassen, man kann also stets nur Teilpartien des Fahrzeuges behandeln. Die Anleitung betont dies auch ausdrücklich. Es war außerdem die Rede von Maßnahmen gegen mögliche Schlieren, Streifen oder Schleier (erneute Applikation), jedoch hatten wir damit keinerlei Probleme.

Zwischendurch war es immer wieder nötig (und auch so vorgesehen), den Applikator wieder in seine Plastikwanne einzusetzen und erneut auf den Kartuschenkiopf zu drücken, um den Applikator wieder mit Versiegelungsflüssigkeit zu tränken.

Die flach gebaute, dreieckige Form der Applikators erwies sich als sehr nützlich, um damit auch in die entlegensten Ecken zu gelangen. Der gesamte Vorgang des Auf- und Abtragen war angenehm und leicht, auch wenn man beim Abtrag ein klein wenig mehr Mühe hatte wie bei einem dünn aufgebrachten Carnauba-Wachs.

 

Das "Anfassgefühl" nach erfolgter Behandlung war übrigens nicht sanft und glatt, sondern eher stumpf. Ob das das daran lag, dass die Versiegelung noch Ihre Nano-Partikel anordnen mußte (die Anleitung erklärt da was zu) oder ob dies das "normale" Anfassgefühl dieses Produktes ist, vermochten wir aufgrund der rapiden Verschlechterung der Außenbedingungen (es wurde kalt und es bildete sich Beschlag auf den Lacken) nicht mehr zu klären.

 

 

 

III. SHOW-OFF und BEADING-CONTEST

 

Als wir den Tiguan dann fertig hatten und aus der Garage fuhren, hatte sich die Sonne leider schon verabschiedet, und es wurde in Windeseile dunkel. Wie dann mein (ungewaschener) TT und der Tiguan so in der Dämmerung nebeneinander standen (Bild 10), wollten wir wenigstens noch das Beading des Nano-Produktes auf dem VW testen, und um einen Vergleich zu haben, habe ich die Motorhaube des TT kurz mit dem CHEMICAL GUYS Hybrid V7 Quick Detailer/Sprühversiegelung gemacht. Darunter war noch eine intakte Schicht DODO JUICE Supernatural Hybrid. Eigentlich beste Voraussetzung für ein überlegenes Beading, hätte ich gemeint, auch wenn der Vergleich "mal eben quick-detailed" vs. "frisch nano-versiegelt" nicht ganz fair ist.

Aber während das Beading des V7 eher enttäuschend unregelmäßig war (siehe Bild 12), waren die (dest.) Wasser Perlen auf der SONAX Nano-Versiegelung nahezu perfekt (siehe Bild 11).

 

 

10 Los Contrahentos10 Los Contrahentos11 Kunstbeading (Spühflasche) SX11 Kunstbeading (Spühflasche) SX12 Kunstbeading (Sprühflasche) CG V712 Kunstbeading (Sprühflasche) CG V7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann haben wir noch eine Gießkanne mit Regenwasser organisiert, um das Sheeting Verhalten zu testen. Auch hier siegte die frische Nano-Versieglung, das Wasser flüchtete förmlich vom Lack (siehe Bild 13), während es beim ebenfalls frischen V7 eher zögerlich aufreissende "Lachen" auf dem Lack bildete, die sich langsam zusammenzogen und abflossen (Bild 14).

 

 

13 Sheeting SX Nano-LV13 Sheeting SX Nano-LV14 Sheeting CG Hybrid V714 Sheeting CG Hybrid V715 Rückstände SONAX Nano-LV15 Rückstände SONAX Nano-LV

16 Rückstände CG Hybrid V716 Rückstände CG Hybrid V7Dementsprechend auch die Wasserrückstände auf den benetzten Flächen:

Bei der SONAX Nano Lack Versiegelung nur vereinzelte Tropfen (Bild 15), beim V7 (Bild 16) blieben deutlich mehr Wasserreste zurück.

 

 

 

IV. FAZIT

 

Tja, wie soll man hier zu einem Fazit kommen? Das saubere Beading und Sheeting der SONAX Nano Lack Versieglung war schon beeindruckend, aber das ist es fast bei jedem Konservierungprodukt (außer wohl beim CHEMICAL GUYS Hybrid V7, das hat hier in meinen Augen kräftig versagt) direkt nach dem Auftragen. Außerdem wird das Beading in vielen Amateur-Produkttests wie meinem zwar gerne als Indikator herangezogen, läßt aber im Grunde trotzdem keine verlässliche Aussage über die Güte oder über den Zustand (Standzeit) eines Produktes zu. Schon gar nicht direkt nach der Behandlung und völlig ohne Beanspruchung.

Es läuft also wie bei so vielen meiner Reviews: Da das behandelte Fahrzeug nicht meines ist und der Besitzer auch nicht "mal eben um die Ecke" wohnt, werde ich hinter Bildern nach einigen Wochen/Monaten Standzeit herrennen. Es sollte ja auch nicht einfach nur ein Regenbild sein, sondern üblicherweise lichtet man das Beading auf dem frisch gewaschenen Fahrzeug ab (weil es besser kommt als auf schmutzigem Fahrzeug). Nur selten bekomme ich von den Besitzern da etwas Brauchbares geliefert, aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben: Die Aktion ist nun fast einen Monat her und ich habe um Beading-Fotos gebeten ... mal sehen, ob da was kommt.

 

Die SONAX Nano Lack Versieglung ist (derzeit) im Web schon ab um die 30,- EUR (zzgl. Versand) zu bekommen.

 

Gruss,

Celsi


10.07.2011 18:37    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , ,

HINWEIS: Dies ist Teil 2 des Aufbereitungsberichtes. Teil 1 ist hier zu finden.

 

 

 

 

 

 

 

Verzeihung auch für das schrille Titelbild, aber ich hatte gerade Bock, was Auffälliges und Witziges zu basteln ;)

 

 

 

III. ABLAUF mit Kommentaren zu den verwendeten Produkten (Fortsetzung)

 

III.5 POLIEREN (Fortsetzung)

 

2 Einstiege mit ProfiLine Handpolitur2 Einstiege mit ProfiLine Handpolitur Nach dem maschinellen Polieren des Lackes mit den beiden unterschiedlichen und doch so ähnlichen SONAX ProfiLine Maschinenpolituren haben wir uns an die Bereiche gemacht, die nicht mit der Maschine zu erreichen waren oder ein besonderes Mittel erforderten. Da waren dann zunächst die Einstiege, für die unsere SONAX Auswahl die ProfiLine Handpolitur bereit hielt (Siehe Bild 2). Ich tue mich schwer, zu diesem Produkt ein brauchbares Feedback zu geben, weil es ingesamt gut, aber unspektakulär war. Vom Ergebnis her konnte ich keine Unterschiede zur 3M Handpolitur feststellen, mit der der Smart beim letzten Mal gemacht wurde. Stellt Euch vor, Ihr müßtet die Reinigungswirkung von Scheuermilch beurteilen - da gibt es doch auch kaum Unterschiede ... Aufgetragen und durchgearbeitet wurde die Handpolitur übrigens mit einem blauen Polierschwamm (rechteckig) von LUPUS, abgenommen mit einem COBRA Super Plush Gold.

 

 

 

    Kurze Bewertung der SONAX ProfiLine Handpolitur

     

    PRO

  • Leicht aufzutragen und abzunehmen
  • Schön glänzendes Finish3 Ergebnis Einstiege nach Abnahme3 Ergebnis Einstiege nach Abnahme
  • Bei dem relativ weichen Smart Lack gingen oberflächliche und feine Kratzerchen gut raus
  • Mit um die EUR 6,- pro Tube recht preiswert, in EBAY fand ich den Liter für knapp EUR 17,-

 

    CONTRA

     

  • Silikonhaltig. Mag nicht jeder, kann Lackierern die Arbeit schwer machen und die Haltbarkeit späterer Versiegelungen negativ beeinflussen.
  • Wie bei nahezu allen Handpolituren, chancenlos gehen mittlere und stärkere Lackdefekte, wie z.B. die tieferen Spuren nachgezogener Schuhe im Einsteigsbereich
  • Dosierung durch die Membran genauso nervig wie bei den Maschinenpolituren

 

    Ich vermute außerdem einen gewissen "Fülleffekt" bei Kratzern durch das enthaltene Silikon, da kann jeder selbst entscheiden, ob er das "Pro" oder "Contra" zurechnen möchte.

 

 

4 Kunststoffdach mit ZAINO Z144 Kunststoffdach mit ZAINO Z14Weiter ging es mit dem Dach, und dieses bestand beim Smart aus getöntem, durchsichtigen Kunststoff, über den zu allem Überfluss auch noch zu 1/3 foliert wurde (dieses neckische Schwarz-Rot-Gold Band zieht sich längs über das ganze Auto). Wir haben uns hier für das ZIANO Z-14 Plastic Magic auf einem weißen Lake Country Pad entschieden. Dem "Glas"dach ist es gut bekommen und nahezu alle Waschanlagenkratzer wurden entfernt. Der folierte Teil hatte leichte Ausbeißungen, da war die Folie ein wenig matt stellenweise, entweder ist da mal etwas recht aggressives draufgetropft oder ein Vogel hat sich dort nach dem Clusterbomben-Prinzip erleichtert. Hier hat das Z-14 nichts ausrichten können, die Stellen blieben matt.

Da es hier vornehmlich um die SONAX Produkte geht, gibt es keine zusammenfassende Beurteilung zum Z-14. Ich kann nur soviel dazu sagen, dass ich mein Z-14 nach dieser Aktion als "für mich nutzlos" eingestuft und verkauft habe. Es hat das Kunststoffdach nett gesäubert und

poliert, aber das hätte eine sanfte Lackpolitur (2500er oder 3000er) auch hinbekommen. Stattdessen hat es jedoch das Pad so nachhaltig versifft, dass es mich etwas geärgert hat, das war kaum sauberzukriegen. Von der Hartnäckigkeit leicht weniger penetrant als das MEGUIARS Endurance Tire Gel als Maßstab für diejenigen, die das kennen.

 

5 Scheibe mit ZAINO Z-12 poliert5 Scheibe mit ZAINO Z-12 poliert Bei der Gelegenheit haben wir auch gleich die Frontscheibe poliert, als Vorbereitung auf die Versieglung. Hier kam abermals ein ZAINO Produkt zum Einsatz, die Z-12 Glaspolitur. Und die würde ich nicht wieder verkaufen, die habe ich liebgewonnen und mache meine Scheibe(n) vor jeder neuen Versiegelung damit. Wir verarbeiten die Z-12 stets maschinell, mit einem weißen LAKE COUNTRY Polishing Pad und der FLEX 3401 auf Stufe 4 (Bild 4). Nach dem Durchgang mit der Z-12 ist die Scheibe quietschig glatt und porentief rein. Kratzerentfernung aus dem Glas darf man allerdings selbst auf unterstem Niveau nicht erwarten, dafür ist Glas zu hart, nur perfekte Säuberung.

Versiegelt wurde die Frontscheibe und auch die anderen Scheiben (nach normaler Reinigung mit IPA) dann später mit der OMBRELLO Scheibenversiegelung (auch ohne Bild). Auch die Wahl dieses Produktes geht auf eine längere Probierphase mit verschiedenen Mitteln zurück. Ich bin beim

OMBRELLO hängengeblieben, weil es sehr lange hält (um die 12 Monate), dabei preiswert ist (um die EUR 8,-) und bei richtiger Anwendung keine Blendeffekte oder Schlieren durch die Scheibenwischer verursacht.

Einzig die Anwendung ist etwas nervig: Hat man die im Applikator integrierte Ampulle einmal zerbrochen, kommt zunächst mehr Produkt heraus, als es gut ist. Die erste Hälfte der Windschutzscheibe ist richtiggehend nass mit dem Zeug, während es bei der 2. Hälfte relativ ausgeglichen ist. Wird der Applikator zu trocken und die Scheibe nicht mehr gleichmäßig benetzt, muß man sich ein Herz fassen, die Anleitung mißachten und nochmal über die erste Scheibenhälfte gehen, um wieder Produkt aufzunehmen. Anders ist dort aufgrund der schieren Menge des OMBRELLO auch vor einer halben Stunde kein Antrocknen des Produktes hinzubekommen. Wer immer wieder von der ersten Scheibenhälfte aufnimmt, kann auf diese Weise bei einem kleinem Fahrzeug wie dem Smart oder auch einem Golf alle Scheiben ausreichend damit benetzen.

Auch später beim Abnehmen des angetrockneten OMBRELLO weichen wir von den Empfehlungen der Anleitung ab: Statt Küchenrolle nehmen wir es mit einem (niederwertigen) Mikrofasertuch ab, an härtnäckigen Stellen unterstützt durch einen kurzen Sprühstoß dest. Wasser. "Bestraft" wurden diese Vergehen gegen die Anleitung noch nie, das Ergebnis war immer einwandfrei.

 

6 Lack Cleaner/ Bild (C) by SONAX6 Lack Cleaner/ Bild (C) by SONAXWeiter ging es mit dem Precleaning, dazu haben wir den vorliegenden SONAX PremiumLine Lack Cleaner verwendet. Allerdings nicht mit dem praktischen, beiliegenden Auftragsschwamm, sondern mit der Maschine und einem weißen Lake Country Pad. Dazu haben wir uns entschieden, weil die Beschreibung des Produktes den Schluß zuläßt, daß es leicht abrasiv ist: "...die behandelten Oberflächen werden poliert und geglättet ...", und das weiße light polishing Pad sollte das optimal unterstützen.

Diesen Schritt hat Kumpel Rolf allein durchgeführt, denn ich war währenddessen mit dem Kunststoffdach beschäftigt. Die Tatsache, dass ich diesem Schritt übersprungen habe, hat leider auch dazu geführt, dass ich ein Foto dazu "übersprungen" habe - sorry dafür. Ich habe stellvertretend ein Produkt Bild von der SONAX Page verwendet - Bild 6.

Zu dem Produkt selber kann ich, auch mit Rolfs Infos, kaum verwertbare Angaben machen. Der Lackreiniger soll den Lack für das Wachs vorbereiten, säubern, glätten und den Glanz erhöhen. Ich denke, das hat er gemacht, aber ich weiß keine Methode, wie ich überprüfen sollte, wie gut er das gemacht hat. Der Lack war hinterher glatt und gänzend, aber ich denke, selbst wenn ich eine angrenzende Fläche mit einem anderen PreCleaner gemacht hätte, hätte ich keinen Unterschied gesehen. Nicht nur mangels Sonnenlicht, sondern einfach, weil man das kaum mit dem Auge erfassen kann. Das ist wie die alte "Welches Wachs glänzt besser" Geschichte... Allerdings erinnere ich mich noch gut an Rolf's Gemecker bei der Abnahme des PreCleaners (erst mit dem beiliegenden roten SONAX MFT, dann mit COBRA Super Plush Gold). Das muß ein richtiger Knochenjob gewesen sein, allerdings kann man nicht ausschließen, dass entweder zuviel Produkt verwendet wurde oder wir es zu lange antrocknen ließen, deswegen ist diese "Kritik" mit Vorsicht zu genießen.

Ich entschuldige mich zu den "verwaschenen" Infos speziell zum Lack Cleaner, hier habe ich geschlampt und hätte dem mehr Aufmerksamkeit schenken sollen.

 

 

IV. KONSERVIERUNG

 

7 SONAX ProfiLine Hartwax7 SONAX ProfiLine HartwaxIm nächsten Schritt haben wir den Lack konserviert, und auch hier stand wieder das passende Produkt zur Verfügung: SONAX ProfiLine Hartwax. Uns stand zwar auch das SONAX PremiumLine Carnauba Care Wachs zur Verfügung (siehe Bild 7, über dem Applicator Pad), aber das hatte ich ja bereits in einem vorherigen BLOG-Artikel kurz angetestet und als gutes, wenn auch nicht überragendes Wachs etwa auf Höhe der DODO JUICE Standardwachse kennengelernt und beschrieben.

Das ProfiLine Hartwax richtet sich, wie der name schon sagt, an die Profis und verzichtet deshalb auf Nebensächlichkeiten wie einen leckeren Geruch oder einen schicken Behälter, wie wir es von den Enthusiastenprodukten kennen. Wir haben es nicht vermisst. Zur Standzeit des Produktes kann ich natürlich noch nicht viel sagen, es existieren zwar schon Bilder von 3 Wochen nach dem Auftrag (siehe am Ende dieses Berichtes), aber das ist natürlich noch keine Herausforderung an ein Hartwachs.

 

 

    Kurze Bewertung des SONAX ProfiLine Hartwax

     

    PRO

     

  • Flüssiges Carnaubawachs, angenehme Konsistenz, angenehm aufzutragen, leicht abzutragen
  • Schöner Glanz, spiegelnd auf dem schwarzen Smart Lack
  • Mit um die EUR 8,- für 250ml außerordentlich preiswert, um nicht schon zu sagen: billig.

 

    CONTRA

     

  • Nur die übliche nervende Tube mit der widerspenstigen Membran.

 

 

Auch hier war es wieder eine undankbare Aufgabe, sich ein brauchbares Pro/Contra aus dem Hirn zu wringen. Okay, der Glanz war ganz nett und hat uns das Endergebnis versüßt, aber die wichtigste Angabe, die Standzeit, muß ich noch nachreichen. Ehrlich gesagt, und man möge mir meine Voreingenommenheit verzeihen, läßt mich der verdammt günstige Preis von um die EUR 8,- hier keine Wunder erwarten, aber wir werden sehen ... ;)

 

8 Tankdeckel mit C4 konserviert8 Tankdeckel mit C4 konserviertEndlich wieder ein konkretes, deutlich sichtbares Ergebnis hingegen erzeugte die Verwendung der GTECHNIQ C4 Kunststoffversiegelung auf den ausgebissenen, grauem Kunststoffteilen. Über den Preis den C4 mag man denken was man will, EUR 30,- für 15ml sind einfach ein Hammer (und zwar kein erfreulicher). 9 Spiegeldreieck mit C4 konserviert9 Spiegeldreieck mit C4 konserviertMan kommt zwar relativ weit mit den 15ml, das klingt weniger, als es ist, weil das Produkt sehr sparsam verarbeitet werden kann, aber an einem älteren Auto mit viel Kunststoff (z.B. die Voll-Kunststoff-Stoßfänger an einem AUDI 80 B3) kann das trotzdem knapp werden. Der Punkt ist jedoch die extreme Standzeit des C4, man hat ein Jahr oder länger einfach Ruhe mit der Kunststoffpflege, und das ist mir pers. schon mal 30,- EUR wert - zumal ich so wenig Kunststoff an der Orange habe, dass ich das C4 (wie hier) auch an "fremden" Autos benutze.

 

Ich finde das C4 toll, auch wenn es ruhig ein wenig preiswerter sein könnte.

 

 

 

V. ERGEBNIS

 

Beim Ergebnis lasse ich zunächst einfach nur die Bilder sprechen. Mit etwas Sonne, damit man den Lackzustand mal genauer erkennen kann, wollte Petrus am frühen Abend leider nicht mehr rausrücken:

 

10 Front10 Front11 Seite11 Seite12 Heck12 Heck

13 Spiegeleien I13 Spiegeleien I14 Spiegeleien II14 Spiegeleien II15 Spiegeleien III (Tür)15 Spiegeleien III (Tür)

16 Rad/Reifepflege16 Rad/Reifepflege

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um auch was zu der Standzeit sagen zu können, hatte ich die Besitzerin des Smart gebeten, mit ein paar Fotos zukommen zu lassen. Da das schon ein paar Tage her ist und sich kein Regen einstellen wollte, ist sie kurzerhand in eine Waschbox gefahren und hat den Smart nassgemacht, allerdings nicht zuvor gewaschen. Bei den Bilder handelt es sich also um Beading auf einem verschmutzten (3 Wochen nicht gewaschen) Alltagsfahrzeug.

 

17 Beading (ungewaschen) 3 Wochen später17 Beading (ungewaschen) 3 Wochen später18 Tankdeckel C4 konserv. 3 Woch. später18 Tankdeckel C4 konserv. 3 Woch. später19 Griffschale C4 konserv. 3 Woch später19 Griffschale C4 konserv. 3 Woch später

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war es soweit zu diesem 2teiligen Bericht - danke für's Lesen.

 

Gruss,

Celsi


17.06.2011 13:05    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: , , , , , , ,

1 Zur Verfügung stehende Produkte1 Zur Verfügung stehende ProdukteI. EINLEITUNG

 

Produkte der Marke SONAX sind ja eher der "Underdog", jedenfalls bei uns Enthusiasten. Obwohl es sich um ein großes und angesehenes deutsches Unternehmen handelt, dessen Produkte sich z.B. in den USA auch bei den "Freaks" großer Beliebtheit erfreuen, lässt dieser Name bei uns hier in Deutschland unweigerlich das gedankliche Bild von roten Pullen (manchmal auch schon blau-silber) im Baumarktregal hinter den Augen erscheinen - zu denen ich mich dann auch nicht weiter auslassen möchte.

Nun hatte ich Gelegenheit, einen kleinen Karton mit vielen Produkten aus der SONAX PremiumLine (im Kfz.-Handel erhältlich) und der SONAX ProfiLine zu ergattern (Siehe auch Bild 1). Die SONAX ProfiLine Produkte waren lange Zeit den Profis, also den gewerblichen Aufbereitern vorbehalten, sind aber nun (ich weiß nicht genau, wie lange schon, habe das nicht beobachtet) auch uns Amateuren zugänglich, vorzugsweise über das Internet.

 

Kumpel Rolf und ich haben uns dann einfach mal den Smart einer Freundin geschnappt und diesen, so gut es ging, mit den vorhandenen SONAX Produkten aufbereitet. "So gut es ging" bedeutet dabei nicht, dass die Produkte an Ihre Grenzen stießen, sondern es war einfach nicht für jede Anwendung etwas dabei. Zusätzlich habe ich in der Hitze des Gefechts an ein paar Stellen vergessen, aussagekräftige Fotos zu machen, da werdet Ihr Euch mit Text begnügen müssen. Und wir hatten zwar die SONAX Felgenversiegelung zur Verfügung, allerdings waren die Felgen des Smart bereits zuvor von der nichtsahnenden Besitzerin sorgfältig aufbereitet und mit 3 Lagen JetSeal 109 versiegelt worden - das wieder runterzuschrubben, hätte zu unserem sofortigen Ableben durch die Hand eben dieser Besitzerin geführt. Die Felgenversiegelung blieb daher leider unbenutzt, ebenso wie einige andere Produkte aus dem Karton, die wir vorerst nicht brauchten oder deren Verwendungszweck sich mit einem anderen Produkt überschnitt.

Für andere Stellen, wie z.B. das teilfolierte Dach oder die Politur der Scheiben, haben wir nichts passendes aus der SONAX Sammlung gefunden und griffen auf Bewährtes von anderen Herstellern zurück.

 

 

2 Verwendetes Material: U.a. 2x Flex34012 Verwendetes Material: U.a. 2x Flex3401II. HERSTELLERNACHWEIS und verwendetes Material für diese Aufbereitung:

 

  • Shampoo: MEGUIARS Shampoo Plus + einen guten Schuss MEGUIARS APC
  • Waschmedien: SONÜS Lammfellhandschuh und Baumarkt Fransenhandschuh für unterhalb der Gürtellinie und Felgen
  • Trocknung: Orange Babies Drying Towel (alte Version) und div. COBRA Super Plush Gold zum Nachwischen
  • Knete: MAGIC CLEAN blau
  • Gleitmittel: CHEMICAL GUYS Pro Detailer with Carbauba
  • Für grobe Teerflecken: DODO JUICE Tarmalade
  • Detailarbeiten: EZ Detail Brush Mini
  • Felgenreinigung: Normales Waschwasser und EZ Detail Brush
  • Maschinen: 2x FLEX 3401 VRG 140mm Teller (Bild 2), eine FLEX 3403 VRG mit 100er Teller wartete auf fiesere Kratzer, aber da der Smart aus Plastik ist (Stichwort "Wärmeableitung"), haben wir uns deren Einsatz völlig verkniffen.
  • Polierschwämme: LAKE COUNTRY 6,5" orange (light cutting) und weiß (polishing), von jeder Sorte je einer pro Maschine, sowie ROTWEISS orange 5,5"
  • Polituren: SONAX ProfiLine Cut & Finish (entf. 1500er Schleifspuren) und SONAX ProfiLine Perfect Finish (entf. 2000er Schleifspuren)
  • Politur für maschinen-unzugängliche Stellen: SONAX ProfiLine Handpolitur und Lackreinigungsschwamm blau von LUPUS
  • PreCleaner: SONAX Premium Class Lack Cleaner
  • Tücher (MFT) Politurabtrag: SONAX rot, später COBRA Super Plush Gold und COBRA Supreme Buff 530
  • Konservierung: SONAX ProfiLine Hartwax
  • Tücher (MFT) Wachsabtrag: SONAX rot, später CARRAND (AUTOSOL) Microfiber Max
  • Kunststoffpflege: GTECHNIQ C4 (nur noch Reste vorhanden) und später AUTOGLYM Rubber & Plastic Care (heisst heute "Plastic Cleaner")
  • Reifenpflege: MEGUIARS Endurance Tire Gel

 

 

III. ABLAUF mit Kommentaren zu den verwendeten Produkten

 

 

III.1 AUSGANGSZUSTAND

 

Die Bilder zum Ausgangszustand muss ich wohl nicht groß kommentieren: Lange kein hoffnungsloser Fall, aber ungepflegt. Frauenauto halt, wenn ich mir dieses Vorurteil erlauben darf. Davon, dass wir den Wagen bereits ein Jahr zuvor in der Mangel hatten, sieht man ihm kaum was an. Bis auf eine Ausnahme, aber dazu komme ich im Kapitel "Wäsche". Zunächst noch mal ein paar Bilder zum Ausgangszustand:

 

3 Fotos lügen:Dieser Smart ist schmutzig3 Fotos lügen:Dieser Smart ist schmutzig4 Kaum Fliegen durch VMax. bei 140km/h4 Kaum Fliegen durch VMax. bei 140km/h5 Dummes totes Insekt (killed by Smart)5 Dummes totes Insekt (killed by Smart)

6 Kotflügel :-)6 Kotflügel :-)7 Ein Jahr alte Collinite 476 Reste7 Ein Jahr alte Collinite 476 Reste8 Völlig ausgebissener Plastiktürgriff8 Völlig ausgebissener Plastiktürgriff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

III.2 WÄSCHE

 

Für die Handwäsche haben wir schon lange eine kleine Waschboxanlage einer Tankstelle in der Nähe gefunden, an der wir nach freundlichem Nachfragen am Counter und Zusicherung zügiger Wäsche stets mit der Hand waschen dürfen.

Also den Kofferraum des Smart mit den ganzen Utensilien vollgepackt und auf geht's.

 

Um eventuelle Reste des vor ca. 1 Jahr aufgetragenen Standzeithammers COLLINITE 476s garantiert loszuwerden, haben wir uns für eine "heftige" Wäsche mit einer kräftigen Dosis MEGUIARS Shampoo Plus mit einem ebenfalls kräftigen Schuss MEGUIARS APC entschieden. Aufgrund dieses Gemisches haben wir sogar diesmal Gummihandschuhe unter den Waschhandschuhen getragen. Als Waschhandschuhe kamen 2 SONÜS Lammfellhandschuhe sowie ein Baumarkthandschuh mit MFT-Fransen für die unteren Regionen zum Einsatz. Die Felgen wurden mit der EZ Detail Brush gesäubert. Ohne Bild: Auch Details wie das innere des Tankstutzens, fies viele Waben im Kühlergrill, Einstiege und Ablaufrinnen der Heckklappe (EZ Detail Brush Mini) wurden sorgfältig gesäubert.

 

9 Smart voll mit Waschkrempel9 Smart voll mit Waschkrempel10 Zwei Eimer, eine Box - voll isser10 Zwei Eimer, eine Box - voll isser

11 Erst mal schön ausbreiten11 Erst mal schön ausbreiten12 Dann gründlich waschen12 Dann gründlich waschen13 Überraschung: Intaktes C4 nach 1 Jahr13 Überraschung: Intaktes C4 nach 1 Jahr

14 Trocknen mit Orange Babies14 Trocknen mit Orange Babies15 Swirlogramme :-)15 Swirlogramme :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Wäsche wartete noch eine Überraschung auf uns: Ein Restbeading des COLLINTE vom letzten Jahr war allenfalls noch auf dem Dach erkennbar. Die Ansaughutze aus Kunststoff (Bild 13) jedoch, die wir letztes Jahr mit der schweineteuren Kunststoffversiegelung GTECHNIQ C4 bearbeitet hatten ... die zeigte noch einen Abperleffekt und eine Farbtiefe, als seien nur 2 Wochen vergangen. Einfach ein Hammer das Zeug, trotz seines Preises, schade, dass wir das damals nicht auch für die Türgriffschalen verwendet hatten, aber wir hatten nur eine kleine Probemenge.

 

Dann wurde mit 2 Orange Babies getrocknet, und im prallen Sonnenlicht, das uns an diesem wolkigen Tag sehr sparsam zur Verfügung stand, gelang mir dann auch noch ein kleiner Swirl-Shot (siehe Bild 15). Da wir noch keine Ahnung hatten, wie hart oder weich der Smart Lack ist, und außerdem schon wussten, dass wir die Rotationsmaschine erst gar nicht auspacken müssen, weil am Smart alles lackiertes Plastik ist, hatten wir hier schon Zweifel, ob wir das alles rausbekommen.

 

 

 

III.3 KNETEN

 

16 Dreck in der Knete von nur 1/4 Tür16 Dreck in der Knete von nur 1/4 Tür17 Zufälliger Fun-Shot: Kopfloser Celsi17 Zufälliger Fun-Shot: Kopfloser CelsiGeknetet wurde mit der MAGIC CLEAN Blau und dem CHEMICAL GUYS Pro Detailer with Carnauba (1:1) als Gleitmittel. Erwartungsgemäß kam an den Türen kräftig was runter (Bild 16), ebenso am Heck. Front, Haube und Dach waren eher harmlos.

 

Bei meinem Versuch, Rolf's pedantische Kneterei sogar am Nummernschild abzulichten, ist mir in den zahlreichen Rundungen des Smart zufällig eine spaßige Spiegelung vor die Linse geraten, wir haben es erst später, bei der Auswertung der Fotos, entdeckt. (Bild 17 unbedingt aufzoomen :-) )

 

 

 

 

III.4 ABKLEBEN

 

18 Abgeklebt18 AbgeklebtAbgeklebt haben wir mit TESA Band aus dem Baumarkt - da die Karre zu einem großen Teil aus unlackiertem Plastik besteht, das abgeklebt werden mußte, wollten wir unser gutes 3M Band nicht in grossen Mengen daran verheizen. Das sorgfältige Abkleben hat mit 2 Mann fast eine Stunde "gefressen".

 

Wie immer, war ich ordentlich genervt nach der Kleberei - das gehört eindeutig zu den von mir am meisten gehassten Aktionen eines Aufbereitungstages - gleich nach dem frühen Aufstehen, das notwendig ist, um früh genug an der Waschbox aufzuschlagen. Später am Tag, wenn die ganzen Samstagswäscher wach sind und sich vor den (nur 2) Waschboxen stapeln, rottet sich schon mal schnell ein Lynchmob zusammen, wenn man dann gemächlich mit der Hand wäscht und die Box blockiert. Kaum einer schnallt, dass wir zu zweit mit der Hand nahezu genauso schnell arbeiten wie nur eine Person, die die Kratzbürsten nutzt und sich nur ein wenig Mühe gibt, auch ja keine Stelle am Auto zu verschonen.

 

 

 

III.5 POLIEREN

 

Zum Polieren konnten wir dann endlich auf SONAX Produkte zurückgreifen wie geplant. Es kamen auf unseren 2 Excenter die beiden Polituren rechts in Bild 19 zum Einsatz, und zwar parallel, da wir uns nicht eine Tube ständig hin- und her reichen wollten. Das war auch nicht weiter schlimm, denn wir haben kaum einen Unterschied zwischen den beiden Polituren bemerkt auf dem mittelhart Smart Lack, beide Polituren haben leichte Kratzer und Swirls auch mit den Excentern relativ gut und zügig beseitigt und ließen bei vorherigen Test-Spots keine Unterschiede erkennen.

Hätte uns jemand während des Polierens heimlich die Tuben vertauscht - ich glaube nicht, dass wir es gemerkt hätten.

Ich hatte die sanftere SONAX ProfiLine Perfect Finish (entf. 2000er Schleifspuren) am Wickel, deswegen konzentriere ich meine nachfolgende Kurzbewertung auf diese (Bild 20) . Rolf hat die SONAX ProfiLine Cut & Finish (entf. 1500er Schleifspuren) benutzt, aber wie gesagt, wir haben keine grossen Unterschiede auf diesem Lack bemerkt.

 

19 verwendete SONAX Polituren19 verwendete SONAX Polituren20 SX Perfect Finish und oranges RW Pad20 SX Perfect Finish und oranges RW Pad21 Hochkonzentrierter Celsi mit der Flex21 Hochkonzentrierter Celsi mit der Flex

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Kurze Bewertung der SONAX ProfiLine Perfect Finish

     

    Insgesamt hat uns diese Politur sehr gefallen, was auch auf Ihre etwas giftigere Schwester, die SONAX ProfiLine Cut & Finish zutrifft. Wir werden wohl unsere bisherigen MENZERNA Bestände erst einmal aufbrauchen und auf den SONAX Polituren Range umsteigen. Für härtere Fälle halten wir die 3M Schleifpolituren vor, ausserdem habe ich vor, die MEGUIARS #105 mal auszuprobieren. SONAX hat zwar mit der ProfiLine Schleifpaste (war nicht unter den Testartikeln) noch was Härteres im Programm, aber das haben wir noch nicht getestet und eine 500er fehlt im Product Range, wenn ich nicht schiele.

     

    PRO

     

  • Sehr angenehm und lange zu fahren, bleibt lange "feucht" und verklumpt erst sehr spät
  • Sehr geringe Staubentwicklung
  • Guter "Biss" bei gutem Finish, auf dem Niveau unserer zuvor benutzten MENZERNA Produkte bei gleicher Zügigkeit
  • Auch preislich auf gleicher Höhe wie MENZERNA oder 3M

 

    CONTRA

     

  • Keine Angaben/Empfehlungen zur Drehzahl auf der Tube, ebenfalls nicht zum Schleifgrad (nur ein SONAX-eigenes Zahlenstufensystem von 1-6)
  • Absolut ärgerliche Dosierung: Der Auslaß enthält eine Membran, die bei Druck auf die Tube zunächst nichts austreten läßt. Man muß stärker drücken, damit was rauskommt, und dann kommt gleich ein ganzer Schwall raus. Kontrollierte Entnahme erfordert Konzentration und Übung - nicht optimal, um mal eben Produkt nachzulegen. Nervtötend !

 

 

 

 

Nachdem die Tür fertig war, ein Blick nach draussen: Oha, die Sonne lässt sich gerade blicken. Die Chance für einen Hologramm-Check, also raus mit der Karre in die Sonne, und siehe da: Keine Hologramme. Allgemeine Zufriedenheit, auch wenn Rolf auf der Spiegelung in der Tür gerade einen Gesichtsausdruck hat, als hätte er sich versehentlich auf die EZ Detail Brush gesetzt (Siehe Bild 22)

 

22 Hologramm-Check in der Sonne22 Hologramm-Check in der Sonne23 Abnahme erst mit SONAX rot, ...23 Abnahme erst mit SONAX rot, ...24 ... dann mit COBRA Tüchern24 ... dann mit COBRA Tüchern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Abnahme der Polituren verwendeten wir die in kleiner Zahl ebenfalls beiliegenden roten SONAX Mikrofasertücher , dann die COBRA Tücher, die einfach mehr schlucken und weicher sind.

 

 

 

    Kurze Bewertung der SONAX 04162410 Mikrofasertücher rot

     

    PRO

     

  • Im Neuzustand weich und lackunschädlich, es sei denn, man scheuert mit großem Druck
  • Deutlich weicher und lackschonender als Supermarkt-Mikrofasertücher, aber kaum teurer
  • Mit ca. EUR 2,- pro Stück konkurrenzlos preiswert für diese Qualität (siehe auch unter "contra")

 

    CONTRA

     

  • mit ca. 40 x 40 cm recht klein, dazu kommt eine relaltiv geringe Faserdichte und -länge. Deshalb insgesamt nicht sehr aufnahmefähig, aber für den Preis durchaus okay.
  • Der nach Wäsche für alle MFT, die ich bisher getestet habe, übliche "Weichheitsverlust" bringt dieses Tuch schon nach ca. 2maliger Wäsche an die Grenze der Eignung für den Lack, jedenfalls für uns "Haarlinienzähler". Es gibt dann aber immer noch ein sehr schönes und vielseitiges "Schlampentuch" ab, ich nutze es gerne für Fenster und Innenreinigung und sogar im Haushalt.
  • Relativ harter, gekettelter Rand
  • Färbt bei Wäsche übelst ab, nicht mit anderen Sachen waschen, wenn diese nicht einen rosé Ton annehmen sollen

 

 

 

 

*** So, hier mache ich nun erstmal einen Cut und veröffentliche das ganze als "Teil 1". Ich bin noch lange nicht fertig, aber es sind jetzt schon fast unzumutbar viele Bilder und Text - da schlaft Ihr mir ja ein. Teil 2 reiche ich nach, sobald Ihr diesen Teil hier 'verdaut' habt :) ***


Autor

Celsi Celsi

Wachsnascher


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