Titelbild (2)
Hinweis:
Dies ist Teil 2 des Aufbereitungsberichtes zum schwarzen Mercedes ML aus Dezember 2011. Teil 1 ist hier zu finden (oder einfach etwas runterscrollen)
Und nun viel Spaß mit der Fortsetzung.
Gut, hier ist noch Platz für
Hinweis 2:
Als relativer "Pedant" auch in puncto Rechtschreibung habe ich kürzlich erschüttert festgestellt, dass ich seit je her "Excenter" falsch schreibe, das wird wohl mit "z" geschrieben.
Hat das keiner gemerkt oder wart Ihr nur zu nett, um mich darauf hinzuweisen ? 
Ist auch sicher erst so seit der dämlichen Rechtschreibreform ... Ich habe mal schnell ein "Suchen & Ersetzen" über den ganzen Text hier laufen lassen und hoffe, ich habe alle erwischt 
Liebe Leser,
in Teil 1 sind die Vorbereitungen vor dem eigentlichen, lackabtragenden Schritt ja soweit abgeschlossen worden. Also geht es nun an den wirklich interessanten Schritt, die allgemeine Defektkorrektur an einem bockharten MB-Lack, mit einer Exzenter und in möglichst nur einem Arbeitsgang.
Undenkbar? Mag sein - auf jeden Fall ein schwieriges Unterfangen. Ganz sicher muß es, wenn es schon eine Exzenter sein soll, ein kräftiges Gerät mit Zwangsmitnahme sein - stehenbleiben unter Druck ist nicht akzeptabel bei diesem Vorhaben. Also müssen die beiden FLEX XC 3401 VRG ran - andere Exzenter haben wir auch gar nicht mehr 
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V. DEN LACK KENNENLERNEN _____________________________________________________________________________________
V.1 VORSTELLUNG
"Kenne Deinen Feind."
Keine Ahnung, welcher General oder Indianerhäuptling das mal vom Stapel gelassen hat, aber er hatte Recht. Praktisch jeden Wagen muß man kennenlernen, bevor man loslegt, um bei der Wahl der Mittel die Balance zwischen "so sanft wie möglich, so hart wie nötig" zu finden. Was diesen ML angeht, wußten wir von der Defektkorrektur zuvor natürlich schon, dass uns ein knallharter Lack erwartet, deshalb hielten wir uns nicht mit "medium" Pads oder oder Standard-Polituren auf, sondern holten gleich die "harten Sachen" hervor.
Im Folgenden haben wir also dann diese beiden "Anti-Swirl-Exzenter Kraftpakete" gegeneinander auf der Motorhaube antreten lassen:
1 FLEX3401, 3M #50487, MEG#105DER ALTMEISTER
Diese Kombination hatte ich noch vor wenigen Monaten unter einer Überschrift ähnlich wie "Endlich swirlfreie Orange auch mit einer Exzenter" bejubelt. In der Tat kam ich damit an meinem ebenfalls recht harten TT-Lack zum ersten Mal in einem Durchgang zu einem defektfreien Ergebnis, das mir zuvor nie vergönnt war. Die Testfläche war, nachdem ich die nicht zerfallende #105 bis zum Geht-nicht-mehr durchgearbeitet hatte, auch bei genauerem Hinsehen 100% defektfrei, das gab es bei mir noch nie. Also schon eine Super-Kombi!
DER HERAUSFORDERER
Ein relativ neues Produkt auf dem Markt, hier kann es natürlich nicht bei einem Bild bleiben wie beim "Altmeister".
2 FLEX3401, DA Cutting Discs in OVP
3 FLEX3401, DA Cutting Disc ausgepackt
4 DA Cutting Disc im Profil
5 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (1)
6 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (2)
7 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (3)
Das MEGUIARS DA Microfiber Paint Correction System besteht grundsätzlich aus 4 Kernprodukten:
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ging es uns hier jedoch ausschließlich um die defektentfernenden Komponenten, also die Cutting Discs und die Correction Compound. Was das LSP (Wachs) angeht, hielten der Preis und unsere begrenzten Transportmöglichkeiten aus den USA unsere Experimentierfreude in Grenzen - warum wertvollen Stauraum im Gepäck mit Konservierungprodukten "verschwenden", wenn in unseren Kellern mittlerweile Wachse und Versiegelungen eigene Facebook-Parties schmeissen ?
Tipp 1:
Das "DA" vor jedem Begriff steht übrigens für "Dual Action", was nichts anderes bedeutet als "Exzenter".
Tipp 2: Wenn Ihr vorhabt, Euch das Zeug zuzulegen, prüft als erstes Eure Kontakte in den USA, ob Euch nicht jemand dort die Sachen privat besorgen und zuschicken kann, oder vielleicht habt Ihr gerade (wie ich) Arbeitskollegen drüben, die Euch mal was mitbringen können. Dort wid für MEGUIARS Produkte derzeit weniger als die Hälfte der deuschen Preise aufgerufen. Auch in UK sind die Sachen noch deutlich billiger als hier, wenn keine US-Kontakte bestehen.
V.2 TEST SPOTS
Kommen wir nun zum eigentlichen Kennenlernen des Lacks in Form von Test Spots. Dies sind in der Regel mit Abklebeband eingerahmte Bereiche an gut zugänglicher Stelle (hier: Motorhaube), an denen man die Pads und Polituren ausprobiert und hinterher nach Entfernen des Klebebandes eine schöne, scharfe Grenze zwischen "vorher" und "nachher" sieht. Da wir zuletzt das DA Correction System von MEGUIARS vorgestellt haben, mache ich mit diesem auch gleich weiter.
MEGUIARS DA CORRECTION SYSTEM
Gemäß unserer jüngsten Erkenntnisse, dass wir zu viel Produkte nehmen und dadurch die Cutting Wirkung der Pads behindern, haben wird das Correction Compound sehr sparsam aufgetragen (Bild 8). Auf einem zuvor abgeklebten 40x40cm Testareal haben wir die Correction Compound dann mit der Cutting Disc richtig lange gefahren, bestimmt 2 Minuten lang (Bilder 9 und 10). Erst später fiel uns auf, wie gering die Staubentwicklung dabei war: Nahe Null. Das kennt man anders von den "richtig harten Sachen".
8 DA Correction Compund auf Cutting Disc
9 Test Spot mit DA Correction System
10 DA Corr. Sys. läßt sich laange fahren
Das Ergebnis dieser ersten Runde war beeindruckend. Den Defektbeseitigungsgrad aus dem Stand heraus schätze ich auf 95%, es waren nur noch sehr vereinzelt Swirlreste zu sehen (meist im Randbereich, wo man wegen des Abklebebandes etwas zaghafter vorgeht). Siehe Bild 11.
Als uns die starke Wirkung dieser Kombination bewußt wurde, haben wir auch gelegentlich mit der Hand hingelangt und gefühlt, wie die Wärmeentwicklung ausfällt. Das wurde nach 2 Minuten rumrutschen in dem 40x40cm Quadrat schon merklich warm, aber lange nicht "gefährlich", ich schätze so 40-50°C. Damit würde ich das DA Correction System, trotz seiner Effizienz, als "kunststoffsicher" einstufen. Was das heißen soll ? Nun, um einen ordentlichen Grad der Defektbeseitigung wie diesen zu erreichen, muß(te) man in der Regel bei den modernen, bockharten Lacken auf Rotationsmaschinen und sehr feste Pads, oder gar Lammfell zurückgreifen. Sehr abrasiv, aber effektiv und leider auch beschädigungsträchtig, weil hohe Hitzeentwicklung. Wir haben es in unserer "Karriere" schon mehrfach geschafft, mit der Rotationsmaschine den Lack zu schädigen, weil die Sache zu heiß wurde.
Und das war in allen Fällen auf lackiertem Kunststoff, wie Stoßfänger oder Zierleiste. Während man nämlich auf "Blech" die Sache noch gut unter Kontrolle hat, indem man die Hitzeentwicklung mit der Hand kurz nachfühlt, steigt allmählich die Sicherheit und das Selbstbewußtsein bei der Führung der Rota. Juchu, ist doch ganz easy, solange der Lack nicht so heiß wird, dass es für die Finger unangenehm wird.
Dann kommt man irgendwann am Stoßfänger an, und der hält eine böse Überraschung bereit: Blech unter dem Lack leitet die Reibungshitze gut ab - Kunststoff nicht, der nimmt sie auf und verformt sich. Bevor man also auf dem Kunststoff überhaupt zum ersten Mal nachfühlen will, ob die Sache vielleicht ein wenig zu warm wird (und das hat auf Blech schon ein paar Dezisekunden gedauert), ist die Kacke schon am dampfen (im wahrsten Sinne des Wortes): Der Kunststoff des Stoßfängers hat sich unter der Maschine zu einem schönen Faltenmuster aufgeschoben und ist in Rekordzeit zu einem Fall für den Smart-Repairer geworden. Deswegen habe ich heute immer noch so einen Respekt vor den Rotationsmaschinen, und deswegen suche seit ich Jahren so verbissen nach einer Methode, nur mit einer Exzenter den Korrekturgrad einer Rota zu erreichen: Exzenter drehen deutlich langsamer als Rotas und belasten durch ihre Exzenter-Bewegungen (Dual Action) auch die einzelne Stelle nicht so stark ...
So, nach diesem kleinen Ausflug in meinen Kopf und meine Rotaphobie nun zurück zu dem, was ich eigentlich sagen wollte: Die DA Cutting Disc erzeugte mit der DA Correction Compound trotz aller Effizienz nicht genug Hitze, um auf lackiertem Kunststoff Probleme zu bereiten. Was sie zu unserer Verwunderung sehr wohl erzeugte, waren ganz leichte Hologramme. Ließen sich leider nicht mir einem Foto einfangen, ich habe es versucht, aber dazu waren sie zu leicht. Das ist natürlich kein Beinbruch, da man nach so einem scharfen Korrektur-Ritt sowieso noch einmal mit einer feinen Politur hinterher muß, die den Hochglanz perfektioniert und gleichzeitig die Holos entfernt. Aber überrascht hat es uns schon, Holos mit einer Exzenter.
Dazu passt, dass die Maschine mit den Cutting Pads auch ein wenig "zieht", sie will in Drehrichtung "weglaufen" und muß mit Kraft in der Spur gehalten werden. Auch das kennt man sonst nur von einer Rota ...
11 DA Corr. Testspot Ergebnis 1
12 DA Corr. Testspot Durchgang 2
13 DA Corr. Testspot Ergebnis 2
Wir sind dann später noch mal mit einer 2 Runde rüber, als wir die Abklebung eigentlich schon entfernt hatten (Bild 12). Danach war das Ergebnis makellos, keine Swirls mehr (Bild 13). Auch hier fiel uns dann erneut auf, wie wenig Staub diese beiden Runden mit dem DA Correction System erzeugt hatten, deutlich weniger als die üblichen Schleifpolituren. Ebenso war der Materialverbrauch an Politur erfreulich gering, die DA Correction Compound läßt sich auch sparsam dosiert lange fahren. Dazu haben wir mit nur 2 Pads einen dicken Geländewagen gemacht, ohne dass die Cutting Disc merklich an Wirkung verloren - auch das ist nicht schlecht. Die paar Mikrofaser-Flusen auf dem eigentlichen Pad aus Moosgummi können sich nicht so mit Produkt vollsaugen wie herkömmliche Pads, und durch die Beweglichkeit der Mikrofaser-Fäden setzt sich da auch nicht viel zu. Wir haben später die Discs lediglich zwischendurch mal mit einer Handbürste kurz ausgebürstet, um die wenigen getrockneten Rückstände zu entfernen.
Einen kleinen Nachteil der Discs möchte ich zum Schluß noch anführen, und das ist ihre Dicke, oder besser gesagt, ihre "Dünne". Wenn man mit normalen Schaumstoff-Pads Rundungen am Fahrzeug bearbeitet, passt sich der teilweise recht dicke Schaumstoff ein wenig der Rundung an. Bei den harten, dünnen und unflexiblen Cutting Discs kann ist das nicht möglich, hier muß man sich z.B. bei Stoßfängern etwas mehr verrenken und aufwändiger arbeiten, wenn man an alle Stellen ordentlich herankommen will. Ein kleiner "Preis" jedoch für all die Vorteile, zumal die "Dünne" im Umkehrschluß dafür sorgt, dass der Druck, den man mit der Hand von oben auf die Maschine ausübt, auch gut auf dem Lack ankommt. Kein zentimeterdicker Schaumstoff fängt diesen ab.
Kurzum: Wir waren sehr angetan von dem DA Correction System.
Nun mal schauen, wie sich der "Altmeister" dagegen schlägt:
MEGUIARS #105 ULTRA CUT COMPOUND + 3M PAD #50487 GRÜN
14 Die #105 ein wenig verteilt und los
15 Ergebnis #105 nach einem Durchgang
16 Ergebnis #105 nach zweitem Durchgang
Wir begannen damit, dass wir sparsam die MEGUIARS #105 auf das Pad gaben und diese durch Tupfen ein wenig auf dem Testspot verteilten, bevor wir die Maschine anschalteten (Bild 14). Dann fuhren wir die #105, bis sie völlig durchgearbeitet war, was etwas schneller der Fall war als beim DA Correction System. Auch die Staubentwicklung war nun wieder vorhanden. Nach der Abnahme der Politurreste des ersten Durchganges zeigte sich dann, wie biestig hart der MB-Lack nun wirklich war. Das DA Correction System war noch neu für uns, aber das #105/3M Gespann nutzen wir schon eine Weile, und wir sind gewohnt, dass nach dem ersten Durchgang schon gleich der absolut überwiegende Teil der Swirls das Handtuch geworfen hat.
Wie Bild 15 zeigt, kann davon aber diesmal nicht wirklich die Rede sein, es sind noch erhebliche Swirl-Reste erkennbar. Es bedurfte noch eines weiteren Durchgangs mit ordentlich Druck auf der Maschine, um auch hier ein nahezu swirlfreies Ergebnis (Bild 16) hinzubekommen.
Fazit
Beide Kandidaten haben im Endeffekt 2 Durchgänge für ein nahezu perfektes Ergebnis auf diesem bockharten MB-Lack benötigt. Wir hatten allerdings einen deutlich positiveren Eindruck vom DA Correction Set, weil dieses schon im ersten Durchgang den weitaus überwiegenden Teil der Swirls auf der Testfläche beseitigt hat. In nahezu allen Eigenschaften, selbst den weniger schönen wie "Ausbrechversuchen" der Maschine und (moderater) Hitzeentwicklung signalisierte uns das DA Correction Set, dass es noch ein ganzes Stück wirksamer ist als die 3M/MEG#105 Kombi.
Ich habe das mal zusammengefaßt:
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Bewertung MEGUIARS DA Correction Set 5" (Ohne Wachs)
PRO
- Sehr gute Abrasiv-Wirkung. "Nur ein Durchgang" halte ich bei mittelharten bis harten Lacken für möglich.
- Geringe Staubentwicklung
- Geringe Wärmeentwicklung im Verhältnis zu Wirkung ("kunststoffsicher")
- Geringer Materialverbrauch
- Lange fahrbar
- Praktisch kein "Zusetzen" der Pads, mit einer Bürste zum gelegentlichen Ausbürsten halte ich es für möglich, ein ganzes Auto zu machen.
CONTRA
- In Deutschland überteuert wie alle MEGUIARS Produkte, besseres P/L in UK und insbesondere USA
- Erschwerte Bearbeitung von Rundungen und Sicken durch die dünne, unflexible Cutting Disc
Bewertung der Kombination 3M Pad grün #50487 und MEGUIARS #105 Ultra Cut Compound
PRO
- Gute abrasive Wirkung, auf mittelharten Lacken "1 Durchgang" möglich. Nun meine "Nr. 2", wenn ich mit Exzentern gegen starke Swirls vorgehen will.
- Geringe Wärmeentwicklung im Verhältnis zur Wirkung ("kunststoffsicher")
- Etwas flexibler durch dickeres, wenn auch sehr festes Pad
CONTRA
- Herkömmliches Schaumstoffpad mit den üblichen Nachteilen (Ausfransen, Zusetzen), auch wenn sich das Zusetzen durch die geschlossenzellige Struktur stark in Grenzen hält. Ausbürsten hilft auch etwas. Trotzdem brauche ich für den TT in der Regel 3 Pads pro Durchgang.
- Sowohl die 3M Komponente als auf die MEGUIARS Politur sehr teuer in Deutschland
- Typische Staubentwicklung
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VI. DIE LACKAUFBEREITUNG _____________________________________________________________________________________
VI.1 DEFEKTBESEITIGUNG
Da der Artikel schon wieder länger und länger wird, und ich den Großteil dieses Punktes schon unter "Den Lack kennenlernen" abgearbeitet habe, die restliche Defektbeseitigung in einer kurzen, kommentarlosen Bilderstrecke. Wir haben beide mit dem MEGUIARS DA Correction Set auf der FLEX 3401 das Auto zuende gemacht:
17 Unterschied Dach
18 Swirlfreie Motorhaube
19 Swirlfreie Motorhaube #2
20 Kotflügel 50/50 #1
21 Kotflügel 50/50 #2
22 benutzte Cutting Disc
VI.2 HOCHGLANZERZEUGUNG
Zur Hochglanzerzeugung wird es jetzt wieder etwas ausführlicher, denn wir haben uns hier entschlossen, ein Produkt einzusetzen, welches wir erst seit Kurzem kennen und schätzen:
23 CHEMICAL GUYS V38 Optical Grade
24 V38 sparsam dosiert
25 V38 zügig auf der Haube verarbeitet
26 V38 auf der Fahrzeugflanke
27 V38 Finish Spiegelungen
28 V38 Finish Haube - Spiegelglanz
Das CHEMICAL GUYS V38 Optical Grade Final Polish ist anders als die anderen Hochglanz-Polituren, die ich kenne. Der Lack fühlt sich nach der Behandlung nicht etwa seidig-glatt an wie nach den üblichen Hochglanzpolituren, oder gar rutschig-glatt wie nach einem PreCleaner, sondern richtiggehend stumpf und "rutsch-stoppend". Er vermittelt dem darüberstreichenden Finger oder Handrücken (damit "fühle" ich immer) das Gefühl: "Grundgereinigter Lack ohne irgendwas drauf", ist also im Grunde das "Gegenteil" von einem PreCleaner, die teilweise sogar damit werben, "pflegende Öle" zu enthalten oder Rückstände auf dem Lack zu hinterlassen, die die Haltbarkeit des folgenden Wachses begünstigen sollen.
Da wir allerdings erneut beabsichtigten, eine Versiegelung als LSP aufzutragen, haben wir uns "zusammengesponnen", dass das V38 als Vorbereitung für die Versiegelung noch besser geeignet sein könnte als der empfohlende PreCleaner des Versiegelungsherstellers, da einfach nichts mehr zwischen Lack und Versiegelung zu stehen scheint - nicht mal die Rückstände eines PreCleaners. Denn, so geht unsere "Verschwörungstheorie" weiter, könnten PreCleaner mit Ihrem Glätteeffekt ja in erster Linie den Tastsinn des Anwenders reizen und ihn zum Kauf bewegen wollen. Der Glätteeffekt, der ja eindeutig durch Hinterlassenschaften des PreCleaners auf dem Lack verursacht wird, könnte für die Haltbarkeit des LSP ja sogar schädlich sein ...
Wilde Theorien, ich weiß. Zumal wir das V38 noch nicht lange genug nutzen, um den geringsten Beweis pro oder contra unserer Theorie zu haben.
Ansonsten macht die Verarbeitung des V38 einfach Spaß: Es ist genauso leicht und sparsam zu verarbeiten wie andere Hochglanzpolituren, riecht angenehm nach Marzipan und ist leicht wieder abzunehmen.
Einzig der hohe Preis von fast EUR 27,- für mickrige 473ml können das Vergnügen ein wenig trüben.
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VII. DAS LAST STEP PRODUCT (LSP) _____________________________________________________________________________________
29 SONAX Nano Lack Protect Auch diesen Part will ich diesmal kurz und schmerzlos abhandeln. Wir haben erneut das SONAX Nano Lack Protect verwendet, allerdings haben wir uns diemal die Profi-Version besorgt, wo kein Tuch und kein PreCleaner dabei ist, sondern nur die nackte Versiegelung mit 2 Auftragsschwämmchen. Darum hat sie auch "nur" EUR 27,49 gekostet (Im Laden). Bei Amazon ist sie sogar noch mal ein Stück billiger (siehe Link oben).
Verarbeitung und Ergebnis fielen wie in meinem ausführlichen Review zum Produkt aus, welches man hier nachlesen kann:
sowie bisher ein Update zur Haltbarkeit des Produktes:
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VIII. KUNSTSTOFFPFLEGE _____________________________________________________________________________________
Hier haben wir das GTECHNIQ C4 Permanent Trim Restorer verwendet, auch kein Unbekannter mehr. Im Gegenteil, dieses Produkt nutze ich seit über einem Jahr und kann deshalb nur bestätigen, was über seine Standzeit gesagt wird, 1 Jahr und mehr! Ich habe die beiden einzigen verbliebenen, unlackierten Kunststoffteile an meinem TT damit gemacht (Abdeckungen Lufteinlässe bei Nebelscheinwerfer). Okay, der TT steht nun seit ein paar Monaten eingewintert in der Garage, aber bei der letzten Wäsche war das C4 ca. 1 Jahr drauf und sah noch tiptop aus.
Der "Nachfärbe-Effekt" (obwohl das Zeug nicht färbt, es ist transparent) ist so gut, dass ich wieder davon abgerückt bin, diese beiden letzten Teile auch noch glanzschwarz lackieren zu lassen. Sie liegen nämlich voll im Steinschlagbereich, ca. 20cm über der Strasse, und ich glaube, die könnte ich dann jedes Jahr neu lackieren lassen.
Aber zurück zum C4, und zwar mit ein paar Bildern, Bild 31 finde ich dabei sehr aussagekräftig als 50/50, in Bild 32 sieht man eher den seidenmatten Glanz der Scheibenwischergehäuseabdeckung im Endergebnis. So sah die selbst bei Neuauslieferung des Fahrzeuges nicht aus - und nun stellt Euch noch vor, das hält mindestens ein Jahr!
Mir jedenfalls ist es 1x im Jahr die horrenden EUR 30,- für gerade mal 15ml (mit denen man aber weit kommt) wert - ich habe schon mehr Geld für Sinnloseres Autopflegezeugs verbraten 
30 -Gtechniq C4 und Wattepads
31 C4 50/50 an der Kunststoff-B-Säule
32 C4 auf Scheibenwischergeh.abdeckung
Anwendungstipp 1:
Unbedingt die beiliegende Anwendungsanleitung buchstabengetreu beachten. Insbesondere die Vorbereitung der Fläche mit IPA muss gewissenhaft erfolgen, die lange Haltbarkeit ist nur bei absoluter Fettfreiheit der behandelten Oberfläche möglich.
Anwendungstipp 2:
... widerspricht Tipp 1 ein wenig, denn hier bin ich von der Anleitung abgewichen. Die seltsame Wabenstruktur meiner oben erwähnten Einlassgitter hat es jedoch sehr schwierig gemacht, mit den Wattepads das Produkt zu verarbeiten. Ich habe es deshalb sehr dünn mit einem weichen, nicht haarenden Pinsel aufgetragen - das hat gut funktioniert.
An diese Stelle gehört nun eigentlich die Felgen- und Reifenpflege, hier habe ich allerdings in diesem Artikel nichts zu bereichten, weil dieses Thema beim ML komplett außen vor blieb.
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IX. SHOWOFF
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Dies ist immer der angenehmste Teil, man kann sich stolz zurücklehnen, die Bilder sprechen lassen ... ja, die meisten Bilder mußte ich nicht mal selbst machen 
33 ShowOff Spiegelung Pflanzenplane
34 ShowOff 2
35 ShowOff 3
36 ShowOff 4
37 ShowOff 5
38 ShowOff 6
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Zu guter Letzt dann noch eine Vorschau, womit sich mein kommendes Review befasst. Dabei hauptsächlich mit den beiden "liegenden" Gesellen im Vordergrund, die eine Besonderheit gegenüber Ihren herkömmlichen "Kollegen" aufweisen.
39 Preview
Viele Grüße vom
Celsi