MOTOR-TALK News - Aktuelle News rund ums Auto & Motorrad aus der Redaktion

11.07.2012 20:34    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (79)    |   Stichworte: , , , , ,

Wie wascht Ihr bevorzugt Euer Auto und warum (Kommentar)?

Hallo zusammen,

 

gerade hatte ich schon dazu angesetzt, im Fahrzeugpflegeforum in einem Thread, wo es um maschinelle Autowäsche geht, mal wieder in epischer Breite zu erläutern, was ich von Waschanlagen/Waschstrassen halte. Und vor allem, WARUM.

 

Dann aber dachte ich mir, warum mir stets den Mund fusselig reden und ständig mit meiner Meinung dazu hausieren gehen: Lasse ich Euch doch mal Eure Meinungen dazu kundtun.

 

 

 

 

Also, mögt Ihr Waschanlagen und nutzt sie regelmäßig, oder bevorzugt Ihr Handwäsche, und welche Art der Handwäsche? Super-toll fände ich es, wenn Ihr noch kurz im Kommentar erläutern würdet, warum Ihr genau Eure Art der Wäsche bevorzugt.

 

Ich weiß jetzt schon, dass das Thema "Zündstoff" birgt. Bitte versucht, wenn Ihr den Argumenten eines Vorredners Eure eigenen Argumente entgegenhalten wollt, einen angemessenen Umgangston zu verwenden. Ich hätte schon ganz gerne eine angeregte, kontroverse Diskussion, aber keinen Flamewar :D

 

Danke für's Mitmachen,

Celsi


05.02.2012 16:24    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , ,

Titelbild (2)Titelbild (2)

Hinweis:

 

Dies ist Teil 2 des Aufbereitungsberichtes zum schwarzen Mercedes ML aus Dezember 2011. Teil 1 ist hier zu finden (oder einfach etwas runterscrollen)

Und nun viel Spaß mit der Fortsetzung.

 

 

 

Gut, hier ist noch Platz für

 

Hinweis 2:

 

Als relativer "Pedant" auch in puncto Rechtschreibung habe ich kürzlich erschüttert festgestellt, dass ich seit je her "Excenter" falsch schreibe, das wird wohl mit "z" geschrieben.

Hat das keiner gemerkt oder wart Ihr nur zu nett, um mich darauf hinzuweisen ? ;)

Ist auch sicher erst so seit der dämlichen Rechtschreibreform ... Ich habe mal schnell ein "Suchen & Ersetzen" über den ganzen Text hier laufen lassen und hoffe, ich habe alle erwischt :)

 

 

Liebe Leser,

 

in Teil 1 sind die Vorbereitungen vor dem eigentlichen, lackabtragenden Schritt ja soweit abgeschlossen worden. Also geht es nun an den wirklich interessanten Schritt, die allgemeine Defektkorrektur an einem bockharten MB-Lack, mit einer Exzenter und in möglichst nur einem Arbeitsgang.

Undenkbar? Mag sein - auf jeden Fall ein schwieriges Unterfangen. Ganz sicher muß es, wenn es schon eine Exzenter sein soll, ein kräftiges Gerät mit Zwangsmitnahme sein - stehenbleiben unter Druck ist nicht akzeptabel bei diesem Vorhaben. Also müssen die beiden FLEX XC 3401 VRG ran - andere Exzenter haben wir auch gar nicht mehr ;)

 

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V. DEN LACK KENNENLERNEN _____________________________________________________________________________________

 

 

V.1 VORSTELLUNG

 

 

"Kenne Deinen Feind."

 

Keine Ahnung, welcher General oder Indianerhäuptling das mal vom Stapel gelassen hat, aber er hatte Recht. Praktisch jeden Wagen muß man kennenlernen, bevor man loslegt, um bei der Wahl der Mittel die Balance zwischen "so sanft wie möglich, so hart wie nötig" zu finden. Was diesen ML angeht, wußten wir von der Defektkorrektur zuvor natürlich schon, dass uns ein knallharter Lack erwartet, deshalb hielten wir uns nicht mit "medium" Pads oder oder Standard-Polituren auf, sondern holten gleich die "harten Sachen" hervor.

Im Folgenden haben wir also dann diese beiden "Anti-Swirl-Exzenter Kraftpakete" gegeneinander auf der Motorhaube antreten lassen:

 

1 FLEX3401,  3M #50487,  MEG#1051 FLEX3401, 3M #50487, MEG#105DER ALTMEISTER

 

Diese Kombination hatte ich noch vor wenigen Monaten unter einer Überschrift ähnlich wie "Endlich swirlfreie Orange auch mit einer Exzenter" bejubelt. In der Tat kam ich damit an meinem ebenfalls recht harten TT-Lack zum ersten Mal in einem Durchgang zu einem defektfreien Ergebnis, das mir zuvor nie vergönnt war. Die Testfläche war, nachdem ich die nicht zerfallende #105 bis zum Geht-nicht-mehr durchgearbeitet hatte, auch bei genauerem Hinsehen 100% defektfrei, das gab es bei mir noch nie. Also schon eine Super-Kombi!

 

 

 

DER HERAUSFORDERER

 

Ein relativ neues Produkt auf dem Markt, hier kann es natürlich nicht bei einem Bild bleiben wie beim "Altmeister".

 

2 FLEX3401, DA Cutting Discs in OVP2 FLEX3401, DA Cutting Discs in OVP 3 FLEX3401, DA Cutting Disc ausgepackt3 FLEX3401, DA Cutting Disc ausgepackt 4 DA Cutting Disc im Profil4 DA Cutting Disc im Profil

5 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (1)5 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (1) 6 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (2)6 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (2) 7 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (3)7 DA Cutting Disc auf FLEX3401 (3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das MEGUIARS DA Microfiber Paint Correction System besteht grundsätzlich aus 4 Kernprodukten:

 

 

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ging es uns hier jedoch ausschließlich um die defektentfernenden Komponenten, also die Cutting Discs und die Correction Compound. Was das LSP (Wachs) angeht, hielten der Preis und unsere begrenzten Transportmöglichkeiten aus den USA unsere Experimentierfreude in Grenzen - warum wertvollen Stauraum im Gepäck mit Konservierungprodukten "verschwenden", wenn in unseren Kellern mittlerweile Wachse und Versiegelungen eigene Facebook-Parties schmeissen ?

 

    Tipp 1:

    Das "DA" vor jedem Begriff steht übrigens für "Dual Action", was nichts anderes bedeutet als "Exzenter".

     

    Tipp 2: Wenn Ihr vorhabt, Euch das Zeug zuzulegen, prüft als erstes Eure Kontakte in den USA, ob Euch nicht jemand dort die Sachen privat besorgen und zuschicken kann, oder vielleicht habt Ihr gerade (wie ich) Arbeitskollegen drüben, die Euch mal was mitbringen können. Dort wid für MEGUIARS Produkte derzeit weniger als die Hälfte der deuschen Preise aufgerufen. Auch in UK sind die Sachen noch deutlich billiger als hier, wenn keine US-Kontakte bestehen.

 

 

V.2 TEST SPOTS

 

Kommen wir nun zum eigentlichen Kennenlernen des Lacks in Form von Test Spots. Dies sind in der Regel mit Abklebeband eingerahmte Bereiche an gut zugänglicher Stelle (hier: Motorhaube), an denen man die Pads und Polituren ausprobiert und hinterher nach Entfernen des Klebebandes eine schöne, scharfe Grenze zwischen "vorher" und "nachher" sieht. Da wir zuletzt das DA Correction System von MEGUIARS vorgestellt haben, mache ich mit diesem auch gleich weiter.

 

MEGUIARS DA CORRECTION SYSTEM

 

Gemäß unserer jüngsten Erkenntnisse, dass wir zu viel Produkte nehmen und dadurch die Cutting Wirkung der Pads behindern, haben wird das Correction Compound sehr sparsam aufgetragen (Bild 8). Auf einem zuvor abgeklebten 40x40cm Testareal haben wir die Correction Compound dann mit der Cutting Disc richtig lange gefahren, bestimmt 2 Minuten lang (Bilder 9 und 10). Erst später fiel uns auf, wie gering die Staubentwicklung dabei war: Nahe Null. Das kennt man anders von den "richtig harten Sachen".

 

8 DA Correction Compund auf Cutting Disc8 DA Correction Compund auf Cutting Disc 9 Test Spot mit DA Correction System9 Test Spot mit DA Correction System 10 DA Corr. Sys. läßt sich laange fahren10 DA Corr. Sys. läßt sich laange fahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis dieser ersten Runde war beeindruckend. Den Defektbeseitigungsgrad aus dem Stand heraus schätze ich auf 95%, es waren nur noch sehr vereinzelt Swirlreste zu sehen (meist im Randbereich, wo man wegen des Abklebebandes etwas zaghafter vorgeht). Siehe Bild 11.

Als uns die starke Wirkung dieser Kombination bewußt wurde, haben wir auch gelegentlich mit der Hand hingelangt und gefühlt, wie die Wärmeentwicklung ausfällt. Das wurde nach 2 Minuten rumrutschen in dem 40x40cm Quadrat schon merklich warm, aber lange nicht "gefährlich", ich schätze so 40-50°C. Damit würde ich das DA Correction System, trotz seiner Effizienz, als "kunststoffsicher" einstufen. Was das heißen soll ? Nun, um einen ordentlichen Grad der Defektbeseitigung wie diesen zu erreichen, muß(te) man in der Regel bei den modernen, bockharten Lacken auf Rotationsmaschinen und sehr feste Pads, oder gar Lammfell zurückgreifen. Sehr abrasiv, aber effektiv und leider auch beschädigungsträchtig, weil hohe Hitzeentwicklung. Wir haben es in unserer "Karriere" schon mehrfach geschafft, mit der Rotationsmaschine den Lack zu schädigen, weil die Sache zu heiß wurde.

Und das war in allen Fällen auf lackiertem Kunststoff, wie Stoßfänger oder Zierleiste. Während man nämlich auf "Blech" die Sache noch gut unter Kontrolle hat, indem man die Hitzeentwicklung mit der Hand kurz nachfühlt, steigt allmählich die Sicherheit und das Selbstbewußtsein bei der Führung der Rota. Juchu, ist doch ganz easy, solange der Lack nicht so heiß wird, dass es für die Finger unangenehm wird.

Dann kommt man irgendwann am Stoßfänger an, und der hält eine böse Überraschung bereit: Blech unter dem Lack leitet die Reibungshitze gut ab - Kunststoff nicht, der nimmt sie auf und verformt sich. Bevor man also auf dem Kunststoff überhaupt zum ersten Mal nachfühlen will, ob die Sache vielleicht ein wenig zu warm wird (und das hat auf Blech schon ein paar Dezisekunden gedauert), ist die Kacke schon am dampfen (im wahrsten Sinne des Wortes): Der Kunststoff des Stoßfängers hat sich unter der Maschine zu einem schönen Faltenmuster aufgeschoben und ist in Rekordzeit zu einem Fall für den Smart-Repairer geworden. Deswegen habe ich heute immer noch so einen Respekt vor den Rotationsmaschinen, und deswegen suche seit ich Jahren so verbissen nach einer Methode, nur mit einer Exzenter den Korrekturgrad einer Rota zu erreichen: Exzenter drehen deutlich langsamer als Rotas und belasten durch ihre Exzenter-Bewegungen (Dual Action) auch die einzelne Stelle nicht so stark ...

 

So, nach diesem kleinen Ausflug in meinen Kopf und meine Rotaphobie nun zurück zu dem, was ich eigentlich sagen wollte: Die DA Cutting Disc erzeugte mit der DA Correction Compound trotz aller Effizienz nicht genug Hitze, um auf lackiertem Kunststoff Probleme zu bereiten. Was sie zu unserer Verwunderung sehr wohl erzeugte, waren ganz leichte Hologramme. Ließen sich leider nicht mir einem Foto einfangen, ich habe es versucht, aber dazu waren sie zu leicht. Das ist natürlich kein Beinbruch, da man nach so einem scharfen Korrektur-Ritt sowieso noch einmal mit einer feinen Politur hinterher muß, die den Hochglanz perfektioniert und gleichzeitig die Holos entfernt. Aber überrascht hat es uns schon, Holos mit einer Exzenter.

Dazu passt, dass die Maschine mit den Cutting Pads auch ein wenig "zieht", sie will in Drehrichtung "weglaufen" und muß mit Kraft in der Spur gehalten werden. Auch das kennt man sonst nur von einer Rota ...

 

11 DA Corr. Testspot Ergebnis 111 DA Corr. Testspot Ergebnis 112 DA Corr. Testspot Durchgang 212 DA Corr. Testspot Durchgang 213 DA Corr. Testspot Ergebnis 213 DA Corr. Testspot Ergebnis 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind dann später noch mal mit einer 2 Runde rüber, als wir die Abklebung eigentlich schon entfernt hatten (Bild 12). Danach war das Ergebnis makellos, keine Swirls mehr (Bild 13). Auch hier fiel uns dann erneut auf, wie wenig Staub diese beiden Runden mit dem DA Correction System erzeugt hatten, deutlich weniger als die üblichen Schleifpolituren. Ebenso war der Materialverbrauch an Politur erfreulich gering, die DA Correction Compound läßt sich auch sparsam dosiert lange fahren. Dazu haben wir mit nur 2 Pads einen dicken Geländewagen gemacht, ohne dass die Cutting Disc merklich an Wirkung verloren - auch das ist nicht schlecht. Die paar Mikrofaser-Flusen auf dem eigentlichen Pad aus Moosgummi können sich nicht so mit Produkt vollsaugen wie herkömmliche Pads, und durch die Beweglichkeit der Mikrofaser-Fäden setzt sich da auch nicht viel zu. Wir haben später die Discs lediglich zwischendurch mal mit einer Handbürste kurz ausgebürstet, um die wenigen getrockneten Rückstände zu entfernen.

Einen kleinen Nachteil der Discs möchte ich zum Schluß noch anführen, und das ist ihre Dicke, oder besser gesagt, ihre "Dünne". Wenn man mit normalen Schaumstoff-Pads Rundungen am Fahrzeug bearbeitet, passt sich der teilweise recht dicke Schaumstoff ein wenig der Rundung an. Bei den harten, dünnen und unflexiblen Cutting Discs kann ist das nicht möglich, hier muß man sich z.B. bei Stoßfängern etwas mehr verrenken und aufwändiger arbeiten, wenn man an alle Stellen ordentlich herankommen will. Ein kleiner "Preis" jedoch für all die Vorteile, zumal die "Dünne" im Umkehrschluß dafür sorgt, dass der Druck, den man mit der Hand von oben auf die Maschine ausübt, auch gut auf dem Lack ankommt. Kein zentimeterdicker Schaumstoff fängt diesen ab.

Kurzum: Wir waren sehr angetan von dem DA Correction System.

 

Nun mal schauen, wie sich der "Altmeister" dagegen schlägt:

 

 

MEGUIARS #105 ULTRA CUT COMPOUND + 3M PAD #50487 GRÜN

 

14 Die #105 ein wenig verteilt und los14 Die #105 ein wenig verteilt und los 15 Ergebnis #105 nach einem Durchgang15 Ergebnis #105 nach einem Durchgang 16 Ergebnis #105 nach zweitem Durchgang16 Ergebnis #105 nach zweitem Durchgang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir begannen damit, dass wir sparsam die MEGUIARS #105 auf das Pad gaben und diese durch Tupfen ein wenig auf dem Testspot verteilten, bevor wir die Maschine anschalteten (Bild 14). Dann fuhren wir die #105, bis sie völlig durchgearbeitet war, was etwas schneller der Fall war als beim DA Correction System. Auch die Staubentwicklung war nun wieder vorhanden. Nach der Abnahme der Politurreste des ersten Durchganges zeigte sich dann, wie biestig hart der MB-Lack nun wirklich war. Das DA Correction System war noch neu für uns, aber das #105/3M Gespann nutzen wir schon eine Weile, und wir sind gewohnt, dass nach dem ersten Durchgang schon gleich der absolut überwiegende Teil der Swirls das Handtuch geworfen hat.

Wie Bild 15 zeigt, kann davon aber diesmal nicht wirklich die Rede sein, es sind noch erhebliche Swirl-Reste erkennbar. Es bedurfte noch eines weiteren Durchgangs mit ordentlich Druck auf der Maschine, um auch hier ein nahezu swirlfreies Ergebnis (Bild 16) hinzubekommen.

 

 

Fazit

 

Beide Kandidaten haben im Endeffekt 2 Durchgänge für ein nahezu perfektes Ergebnis auf diesem bockharten MB-Lack benötigt. Wir hatten allerdings einen deutlich positiveren Eindruck vom DA Correction Set, weil dieses schon im ersten Durchgang den weitaus überwiegenden Teil der Swirls auf der Testfläche beseitigt hat. In nahezu allen Eigenschaften, selbst den weniger schönen wie "Ausbrechversuchen" der Maschine und (moderater) Hitzeentwicklung signalisierte uns das DA Correction Set, dass es noch ein ganzes Stück wirksamer ist als die 3M/MEG#105 Kombi.

 

Ich habe das mal zusammengefaßt:

 

 

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    Bewertung MEGUIARS DA Correction Set 5" (Ohne Wachs)

     

    PRO

  • Sehr gute Abrasiv-Wirkung. "Nur ein Durchgang" halte ich bei mittelharten bis harten Lacken für möglich.
  • Geringe Staubentwicklung
  • Geringe Wärmeentwicklung im Verhältnis zu Wirkung ("kunststoffsicher")
  • Geringer Materialverbrauch
  • Lange fahrbar
  • Praktisch kein "Zusetzen" der Pads, mit einer Bürste zum gelegentlichen Ausbürsten halte ich es für möglich, ein ganzes Auto zu machen.

 

    CONTRA

  • In Deutschland überteuert wie alle MEGUIARS Produkte, besseres P/L in UK und insbesondere USA
  • Erschwerte Bearbeitung von Rundungen und Sicken durch die dünne, unflexible Cutting Disc

 

 

 

    Bewertung der Kombination 3M Pad grün #50487 und MEGUIARS #105 Ultra Cut Compound

     

    PRO

  • Gute abrasive Wirkung, auf mittelharten Lacken "1 Durchgang" möglich. Nun meine "Nr. 2", wenn ich mit Exzentern gegen starke Swirls vorgehen will.
  • Geringe Wärmeentwicklung im Verhältnis zur Wirkung ("kunststoffsicher")
  • Etwas flexibler durch dickeres, wenn auch sehr festes Pad

 

    CONTRA

  • Herkömmliches Schaumstoffpad mit den üblichen Nachteilen (Ausfransen, Zusetzen), auch wenn sich das Zusetzen durch die geschlossenzellige Struktur stark in Grenzen hält. Ausbürsten hilft auch etwas. Trotzdem brauche ich für den TT in der Regel 3 Pads pro Durchgang.
  • Sowohl die 3M Komponente als auf die MEGUIARS Politur sehr teuer in Deutschland
  • Typische Staubentwicklung

 

 

 

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VI. DIE LACKAUFBEREITUNG _____________________________________________________________________________________

 

 

VI.1 DEFEKTBESEITIGUNG

 

Da der Artikel schon wieder länger und länger wird, und ich den Großteil dieses Punktes schon unter "Den Lack kennenlernen" abgearbeitet habe, die restliche Defektbeseitigung in einer kurzen, kommentarlosen Bilderstrecke. Wir haben beide mit dem MEGUIARS DA Correction Set auf der FLEX 3401 das Auto zuende gemacht:

 

17 Unterschied Dach17 Unterschied Dach18 Swirlfreie Motorhaube18 Swirlfreie Motorhaube19 Swirlfreie Motorhaube #219 Swirlfreie Motorhaube #2

20 Kotflügel 50/50 #120 Kotflügel 50/50 #121 Kotflügel 50/50 #221 Kotflügel 50/50 #222 benutzte Cutting Disc22 benutzte Cutting Disc

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VI.2 HOCHGLANZERZEUGUNG

 

Zur Hochglanzerzeugung wird es jetzt wieder etwas ausführlicher, denn wir haben uns hier entschlossen, ein Produkt einzusetzen, welches wir erst seit Kurzem kennen und schätzen:

 

23 CHEMICAL GUYS V38 Optical Grade23 CHEMICAL GUYS V38 Optical Grade24 V38 sparsam dosiert24 V38 sparsam dosiert25 V38 zügig auf der Haube verarbeitet25 V38 zügig auf der Haube verarbeitet

26 V38 auf der Fahrzeugflanke26 V38 auf der Fahrzeugflanke27 V38 Finish Spiegelungen27 V38 Finish Spiegelungen28 V38 Finish Haube - Spiegelglanz28 V38 Finish Haube - Spiegelglanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das CHEMICAL GUYS V38 Optical Grade Final Polish ist anders als die anderen Hochglanz-Polituren, die ich kenne. Der Lack fühlt sich nach der Behandlung nicht etwa seidig-glatt an wie nach den üblichen Hochglanzpolituren, oder gar rutschig-glatt wie nach einem PreCleaner, sondern richtiggehend stumpf und "rutsch-stoppend". Er vermittelt dem darüberstreichenden Finger oder Handrücken (damit "fühle" ich immer) das Gefühl: "Grundgereinigter Lack ohne irgendwas drauf", ist also im Grunde das "Gegenteil" von einem PreCleaner, die teilweise sogar damit werben, "pflegende Öle" zu enthalten oder Rückstände auf dem Lack zu hinterlassen, die die Haltbarkeit des folgenden Wachses begünstigen sollen.

 

Da wir allerdings erneut beabsichtigten, eine Versiegelung als LSP aufzutragen, haben wir uns "zusammengesponnen", dass das V38 als Vorbereitung für die Versiegelung noch besser geeignet sein könnte als der empfohlende PreCleaner des Versiegelungsherstellers, da einfach nichts mehr zwischen Lack und Versiegelung zu stehen scheint - nicht mal die Rückstände eines PreCleaners. Denn, so geht unsere "Verschwörungstheorie" weiter, könnten PreCleaner mit Ihrem Glätteeffekt ja in erster Linie den Tastsinn des Anwenders reizen und ihn zum Kauf bewegen wollen. Der Glätteeffekt, der ja eindeutig durch Hinterlassenschaften des PreCleaners auf dem Lack verursacht wird, könnte für die Haltbarkeit des LSP ja sogar schädlich sein ...

 

Wilde Theorien, ich weiß. Zumal wir das V38 noch nicht lange genug nutzen, um den geringsten Beweis pro oder contra unserer Theorie zu haben.

 

Ansonsten macht die Verarbeitung des V38 einfach Spaß: Es ist genauso leicht und sparsam zu verarbeiten wie andere Hochglanzpolituren, riecht angenehm nach Marzipan und ist leicht wieder abzunehmen.

 

Einzig der hohe Preis von fast EUR 27,- für mickrige 473ml können das Vergnügen ein wenig trüben.

 

 

 

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VII. DAS LAST STEP PRODUCT (LSP) _____________________________________________________________________________________

 

 

29 SONAX Nano Lack Protect29 SONAX Nano Lack Protect Auch diesen Part will ich diesmal kurz und schmerzlos abhandeln. Wir haben erneut das SONAX Nano Lack Protect verwendet, allerdings haben wir uns diemal die Profi-Version besorgt, wo kein Tuch und kein PreCleaner dabei ist, sondern nur die nackte Versiegelung mit 2 Auftragsschwämmchen. Darum hat sie auch "nur" EUR 27,49 gekostet (Im Laden). Bei Amazon ist sie sogar noch mal ein Stück billiger (siehe Link oben).

Verarbeitung und Ergebnis fielen wie in meinem ausführlichen Review zum Produkt aus, welches man hier nachlesen kann:

 

 

sowie bisher ein Update zur Haltbarkeit des Produktes:

 

 

 

 

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VIII. KUNSTSTOFFPFLEGE _____________________________________________________________________________________

 

 

Hier haben wir das GTECHNIQ C4 Permanent Trim Restorer verwendet, auch kein Unbekannter mehr. Im Gegenteil, dieses Produkt nutze ich seit über einem Jahr und kann deshalb nur bestätigen, was über seine Standzeit gesagt wird, 1 Jahr und mehr! Ich habe die beiden einzigen verbliebenen, unlackierten Kunststoffteile an meinem TT damit gemacht (Abdeckungen Lufteinlässe bei Nebelscheinwerfer). Okay, der TT steht nun seit ein paar Monaten eingewintert in der Garage, aber bei der letzten Wäsche war das C4 ca. 1 Jahr drauf und sah noch tiptop aus.

Der "Nachfärbe-Effekt" (obwohl das Zeug nicht färbt, es ist transparent) ist so gut, dass ich wieder davon abgerückt bin, diese beiden letzten Teile auch noch glanzschwarz lackieren zu lassen. Sie liegen nämlich voll im Steinschlagbereich, ca. 20cm über der Strasse, und ich glaube, die könnte ich dann jedes Jahr neu lackieren lassen.

 

Aber zurück zum C4, und zwar mit ein paar Bildern, Bild 31 finde ich dabei sehr aussagekräftig als 50/50, in Bild 32 sieht man eher den seidenmatten Glanz der Scheibenwischergehäuseabdeckung im Endergebnis. So sah die selbst bei Neuauslieferung des Fahrzeuges nicht aus - und nun stellt Euch noch vor, das hält mindestens ein Jahr!

Mir jedenfalls ist es 1x im Jahr die horrenden EUR 30,- für gerade mal 15ml (mit denen man aber weit kommt) wert - ich habe schon mehr Geld für Sinnloseres Autopflegezeugs verbraten :)

 

30 -Gtechniq C4 und Wattepads30 -Gtechniq C4 und Wattepads31 C4 50/50 an der Kunststoff-B-Säule31 C4 50/50 an der Kunststoff-B-Säule32 C4 auf Scheibenwischergeh.abdeckung32 C4 auf Scheibenwischergeh.abdeckung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Anwendungstipp 1:

    Unbedingt die beiliegende Anwendungsanleitung buchstabengetreu beachten. Insbesondere die Vorbereitung der Fläche mit IPA muss gewissenhaft erfolgen, die lange Haltbarkeit ist nur bei absoluter Fettfreiheit der behandelten Oberfläche möglich.

     

    Anwendungstipp 2:

    ... widerspricht Tipp 1 ein wenig, denn hier bin ich von der Anleitung abgewichen. Die seltsame Wabenstruktur meiner oben erwähnten Einlassgitter hat es jedoch sehr schwierig gemacht, mit den Wattepads das Produkt zu verarbeiten. Ich habe es deshalb sehr dünn mit einem weichen, nicht haarenden Pinsel aufgetragen - das hat gut funktioniert.

 

 

 

 

An diese Stelle gehört nun eigentlich die Felgen- und Reifenpflege, hier habe ich allerdings in diesem Artikel nichts zu bereichten, weil dieses Thema beim ML komplett außen vor blieb.

 

 

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IX. SHOWOFF

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Dies ist immer der angenehmste Teil, man kann sich stolz zurücklehnen, die Bilder sprechen lassen ... ja, die meisten Bilder mußte ich nicht mal selbst machen :D

 

33 ShowOff Spiegelung Pflanzenplane33 ShowOff Spiegelung Pflanzenplane34  ShowOff 234 ShowOff 235  ShowOff 335 ShowOff 3

36  ShowOff 436 ShowOff 437  ShowOff 537 ShowOff 538 ShowOff 638 ShowOff 6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zu guter Letzt dann noch eine Vorschau, womit sich mein kommendes Review befasst. Dabei hauptsächlich mit den beiden "liegenden" Gesellen im Vordergrund, die eine Besonderheit gegenüber Ihren herkömmlichen "Kollegen" aufweisen.

 

39 Preview39 Preview

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Grüße vom

 

Celsi


27.12.2011 16:38    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (47)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , ,

Hinweis für ratsuchende Benutzer:

 

Dieser BLOG-Artikel geht im weiteren Verlauf näher auf die folgenden Produkte ein:

 

 

 

Unter Punkt IV.2, "Nachtupfen mit Originallack", gibt es außerdem ein kleines, schriftliches "How-To", was die Ausbesserung von Steinschlag und Macken mit sog. Lackreparatursets (Lackstift) betrifft.

 

 

 

 

Hallo Freunde,

 

trotz der winterlichen Verhältnisse durfte ich vor kurzem zusammen mit Kumpel Rolf den Wagen eines gemeinsamen Freundes aufbereiten: Einen metallic-schwarzen MERCEDES ML.

Und zwar in einer Umgebung, die mir die (Neid-)Tränen in die Augen trieb. Als jemand, der sich erst jetzt, wo es sportlicher geworden ist, mit dem Mercedes-Design anfreunden kann, kam ich mit dem fetten MB-Klotz noch gerade so klar (vom Neid her). Aber die Garage ... ins Haus integriert, Rauhputz an den Wänden, gefliest, Strom und Wasser natürlich, ausreichend Platz und auf wohlige 22° beheizt, als wir ankamen. Ich habe tatsächlich im T-Shirt gearbeitet, während sich draußen meine Winterschlampe Ihren Eispanzer zulegte, der mich dann um 23:00 überraschte.

Womit ich es praktisch schon vorwegenommen habe: Begonnen haben wir um 09:30h morgens, fertig waren wir um ca. 22:30h nachts:

 

    Dauer der Aufbereitung: 25 Mannstunden (13 Stunden á 2 Personen abzgl. pauschal 1 Stunde quatschen und ein wenig was futtern)

 

Selbst, wenn man da noch unsere umfangreichen Experimente mit den verschiedenen Mitteln/Pads auf der Haube abzieht, um die neuen Produkte und den ungewohnten Mercedes-Lack kennenzulernen, darf man da einfach nicht weiter drüber nachdenken. Mal eben einen vollständigen Samstag plattgemacht, um einem Freund, den ich bis dato auch nur flüchtig kannte, den Wagen zupolieren. Aber es macht halt sooo Spaß ... nach 3 oder 4 Monaten Abstinenz hätten wir fast dafür bezahlt, den Wagen machen zu dürfen ... ;)

 

Außerdem brannten wir beide darauf, unsere neuen Spielzeuge aus den USA auszuprobieren, nämlich den "bissigen" Teil des MEGUAIRS DA Paint Correction Systems. Ich betone das "bissig" dran so, weil wir bewußt nur die Cutting Discs (das Mikrofaser-Äquivalent harter Polierpads) und das Corrrection Fluid (netter Name für eine sehr abrasive Politur) bestellt haben - nicht aber die Auftragspads und das Finishing Wax. Der Grund ist, dass wir bzgl. des Wachses keine Revolution erwarten, sondern ein weiteres gutes, aber unspektakuläres LSP (Last Step Product = Wachs oder Versiegelung). Und davon haben wir wirklich in den letzten 2 Jahren genug in unseren Kellern angehäuft - wir setzen hier lieber auf unsere bisherigen Favoriten ... naja, eigentlich einen noch recht neuen Favoriten. Aber dazu später mehr - nun geht es erst einmal der Reihe nach.

 

Bevor es nun mit dem Abkleben los geht, ein letzter 1 Abdeckplane schützt die Pflanzen 1 Abdeckplane schützt die Pflanzen Hinweis zu den kommenden Fotos. Wir hatten unseren Freund bereits im Vorfeld drauf vorbereitet, dass wir seine edle Garage und die angrenzenden Räume (keine Türen) ordentlich zustauben würden. Der mattgepeitschte Zustand des Wagens war uns bekannt, die Härte von modernen MB-Lacken ist legendär und überhaupt geht bei der Lackpolitur heftiger "Biss" stets mit heftigem Stauben einher. Damals wußten wir noch nicht, wie sehr wir uns irrten ... also haben wir unseren Kumpel mit unseren Staubsturm-Warnungen so verunsichert, dass er kurzerhand alle Türöffnungen sowie die in der Garage überwinternden Pflanzen mit Malerfolie zugehängt hat. Soweit kein Problem, die Folie hat auch die Wärme schön in der Garage gehalten ... bis wir uns die ersten "Vorher"-Fotos auf dem Kamera-Display angeschaut haben:

Sowohl die Abdeckplanen als auch die geriffelten Lichteinlässe in der Garagendecke spiegeln sich teilweise recht stark in Lack auf den Fotos. Ich werde bei den Fotos jedesmal gesondert darauf hinweisen, aber bitte schaut 2x hin, was Grauschleier oder Swirl, und was Reflektion von Plane im Lack ist.

 

 

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I. AUSGANGSZUSTAND ____________________________________________________________________________

 

Mit diesem Thema sind wir schnell durch, denn 8 Jahre Waschanlage"pflege" haben aussagekräftige Fotos möglich gemacht. Der Lackzustand der Haube ist natürlich auf den gesamten Wagen zu übertragen - ich will Euch hier jetzt aber nicht mit 20 Bildern von immer dem gleichen, bemitleidenswerten Swirl- und Kratzerdrama auf jedem Karosserieteil vollpumpen - dieser Bericht wird auch so bilderreich und lang genug.

 

 2 Ausgangszustand Haube 1 2 Ausgangszustand Haube 1  3 Ausgangszustand Kotflügel 3 Ausgangszustand Kotflügel 4 Ausgangszustand Stoßfänger4 Ausgangszustand Stoßfänger

 

 5 Ausgangszustand Steinschlag vorne 5 Ausgangszustand Steinschlag vorne  6 Ausgangszustand Auspuff 6 Ausgangszustand Auspuff  7 Ausgangszustand Gummidichtungen 7 Ausgangszustand Gummidichtungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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II. VORBEREITUNG ____________________________________________________________________________

 

II.1 Abkleben der Kunststoff- und Gummiteile

 

Für das Abkleben benutzen wir seit einiger Zeit nicht mehr das "teure", blaue 3M Band, sondern Rolf hat mal im Web von einem Shop für Lackierbedarf einen großen Karton Abklebeband gekauft. Das ist nicht nur günstiger gewesen, sondern klebt auch besser (intensiver) als das 3M Band. Leider habe ich Marke des Bandes oder den Namen des Shops nicht mehr parat - wenn es jemanden brennend interessiert, fragt in den Kommentaren nach, dann werde ich Rolf bitten, die Rechnung rauszukramen.

 

Das Abkleben gestaltete sich als sehr ausfwendige Arbeit, denn für einen Luxushobel hatte der Mercedes eine Menge nacktes Gummi (breite Fensterdichtungen) und Plastik. Immer noch in Erwartung eines erheblichen Polierstaub-Aufkommens, entschieden wir uns außerdem dazu, die gelochten und lackierten Einlaßgitter des Doppelgrills erst mit der Hand vorzupolieren und dann vollständig abzukleben (Bild 9). Wir wollten nicht, daß Polierstaub hinter den Grill gelangt und dort später durch den Fahrtwind im Motorraum verteilt wird.

Ebenfalls gelocht war die Kunststoffabdeckung des Scheibenwischergehäuses - diese große Fläche jedoch haben wir mit Küchenrolle abgedeckt und durch Unterklemmen an den Scheibenwischern und mit ein paar Streifen Klebeband fixiert (Bild 10). Sogar auf dem Dach gab es Kunststoff, vor und hinter der Reling. Da konnte man nur mit der Leiter vernünftig ran, und wenn man nicht riskieren wollte, mit dieser an den Lack der Türen zu kommen, mußte man sich schon ein wenig verrenken (Bild 12).

Auch den Heckwischer aus Kunststoff haben wir gleich mit verarztet (Bild 13) - Wahnsinn, wieviel Kunststoff an so einem edlen Fahrzeug zu finden und abzukleben ist.

 

 8 Abklebeband, Kaffee, Pflegekrempel 8 Abklebeband, Kaffee, Pflegekrempel  9 Oberer Grill abgeklebt 9 Oberer Grill abgeklebt  10 Scheibenwischergehäuse abgedeckt 10 Scheibenwischergehäuse abgedeckt

 

 11 Seitenfenster und Türgriffe abgekl. 11 Seitenfenster und Türgriffe abgekl.  12 Turnerei für Dachleisten 12 Turnerei für Dachleisten  13 Heckwischer abgeklebt 13 Heckwischer abgeklebt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

II.2 Auspuffkosmetik

 

Ich führe den Auspuff mal unter "Vorbereitung". So richtig passt er hier nicht hin, allerdings war unser Auftrag rein die Lackpflege ohne Auspuff, ohne Felgen, ohne innen. Da mir aber langweilig war, während Rolf auf dem Dach rumturnte und abklebte, habe ich mir schnell die Dose NEVRDULL geschnappt und den Auspuff kurz gemacht. Daher fällt er zumindest in der Reihenfolge bei dieser Aufbereitung und "Vorbereitung".

Ich habe zwar die ganzen Pickel und Anhaftungen mit dem NEVRDULL gut wegbekommen, aber am Ende der Rohre war durch mangelnde Pflege und die aggressiven Abgase schon der Chrom weggeplatzt - das war nicht mehr perfekt hinzubekommen.

 

 14 Auspuff vorher 14 Auspuff vorher  15 Auspuff nachher (1) 15 Auspuff nachher (1)  16 Auspuff nachher (2) 16 Auspuff nachher (2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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III. KNETEN ____________________________________________________________________________

 

Kommen wir nun zum Kneten, und damit zu den ersten beiden Produkten in diesem Aufbereitungsbericht, über die wir uns ein Urteil herausnehmen wollen. Der Witz an der Sache ist, wir vergleichen hier eine SONAX Knete mit einer anderen SONAX Knete - wobei ich als langjähriger MAGIC Clean Blau Nutzer natürlich deren Eigenschaften praktisch auswendig weiß und sie wahrscheinlich sogar am Geschmack erkennen würde.

 

Für den Test zur Verfügung gestellt bekamen wir das SONAX xTreme Spray & Clay Lackreinigungsset einerseits und das SONAX Clay Lackpeeling andererseits (Bild 17). Gleicher Hersteller, aber grundverschiedene Produkte, wie ich noch ausführen werde.

Das Spray & Clay Set kommt in der auffälligen Verpackung der xTreme Linie daher und bringt auch das Gleitmittel gleich mit - dafür geizt es aber mit Knete, davon gibt es nur ein winziges Scheibchen (60g).

Das Clay Lack Peeling hingegen scheint sich in seiner nüchternen, aber praktischen Dose eher an den (Semi)Profi zu richten, und hier bekommt man auch ordentlich Knete für's Geld: 200g reichen eine Weile. Gleitmittel ist nicht dabei, wird aber meiner Meinung nach vom (Semi)Profi auch nicht vermisst, denn das hält dieser in seinem Keller/Lager gallonenweise vor oder nutzt Quick Detailer. Von MT-User KAX hatte ich außerdem den Tipp bekommen, dass das Gleitmittel aus dem Spary & Clay Set nichts anderes sei als der SONAX Scheibenreinigungszusatz - was ich nach Geruchs- und Glitschtests nun auch bestätigen kann. Für den fairen Vergleich habe ich mir dann auch noch ein Sprühfläschchen voll davon besorgt (Bild 18).

 

 17 SX Knete vs. SX Knete 17 SX Knete vs. SX Knete  18 Sonax Clay Lackpeeling im Detail 18 Sonax Clay Lackpeeling im Detail  19 Sonax Spray & Clay im Detail 19 Sonax Spray & Clay im Detail

 

20 Die beiden unterschiedlichen Knete20 Die beiden unterschiedlichen Knete  21 Die beiden SX Kneten im Einsatz 21 Die beiden SX Kneten im Einsatz  22 Schmutz in der Knete 22 Schmutz in der Knete

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon bei den Äußerlichkeiten fallen im direkten Vergleich sofort deutliche Unterschiede auf (Bild 20). Die gelbe Knete aus dem Spray & Clay Kit wirkt nicht so matt wie Ihr blauer Gegenpart aus der ProfiLine, glänzt eher etwas plastikartig. Bei der Handhabung setzt sich der Eindruck, ein besonders weiches Stück Plastik in der Hand zu haben, leider fort. Obwohl es in der Garage kuschelige 22°C hat und wir die gelbe Knete auch fleißig mit der Hand druchgewalkt haben, wollte sie sich nicht so recht in Form bringen lassen, war merklich widerspenstiger als die Blaue. Richtig unhandlich wurde sie dann jedoch, als Gleitmittel ins Spiel kam (Bild 21), sie ließ sich dann aufgrund ihrer Härte so gut wie nicht mehr umformen, sondern glitschte einem bei Versuch ständig aus der Hand wie ein Stück Seife. Das machte nicht nur keinen Spaß mehr, sondern tat auch der Hand nicht gut.

Die blaue Sonax hingegen verhielt sich in jeder Hinsicht wie die blaue Magic Clean Knete, schön formbar nach einiger Kneterei in der Hand und schön stumpf-griffig, auch unter Gleitmittel.

An der Reinigungsleistung der gelben Knete gab es dagegen genauso wenig auszusetzen wie an der blauen, und dass es auch was zu reinigen gab, zeigen die Spuren in der Knete von nur einem Kotflügel in Bild 22. Trotzdem machte die gelbe so wenig Sapß, dass ich sie nur kurz an Rolf übergab, um meine Eindrücke zu bestätigen, und mir dann für die weitere Kneterei auch ein Stück von der blauen abschnitt.

Das Gleitmittel/der Scheibenreiniger war in beiden Fällen schön glitschig und gut zu gebrauchen.

 

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    Bewertung SONAX Xtreme Spray & Clay

     

    PRO

  • Gute Reinungsleistung.
  • Brauchbares Gleitmittel.

 

    CONTRA

  • Schlechtes Preis/Leistungsverhältnis mit ca. EUR 14,- pro 100g (den halben Liter Scheibenwaschzusatz so gut es geht rausgerechnet). Zum Vergleich: 100g Magic Clean = EUR 11,25
  • Hart, plastikartig, kaum formbar, erst recht unter Gleitmittel
  • Kein Behältnis zur Aufbewahrung nach Gebrauch dabei

 

 

    Bewertung SONAX Clay Lackpeeling

     

    PRO

  • Gute Reinungsleistung.
  • Mit umgerechnet EUR 11,- für 100g ein sogar leicht besseres Preisleistungsverhältnis als die Magic Clean (EUR 11,25 pro 100g)
  • Relativ stabile Plastikdose für Aufbewahrung auch nach dem Gebrauch

 

    CONTRA

  • - / -

 

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Fazit:

- Das Spray & Clay Set halte ich aufgrund der harten Knete und dem Preis/Leistungsverhältnis für nicht empfehlenswert.

- Die blaue SONAX Clay ist, aufgrund der gleichen Eigenschaften wie die Magic Clean, aber des geringfügig besseren Preises, mein neuer Favorit in puncto Knete: sehr empfehlenswert.

 

 

 

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IV. SUCHE BESONDERER DEFEKTE UND DEREN KORREKTUR ____________________________________________________________________________

 

IV.1 Suche und Markierung

 

Die gezielte "Defektsuche" ist seit einiger Zeit bei uns ein fester Schritt, weshalb ich sie hier auch mit einem eigenen Topic würdige. Weniger bei unseren Autos, als bei denen unserer Freunde und Bekannten, gilt es vor der allgemeinen Politur die Stellen bzw. Defekte im Lack zu finden, die einer Sonderbehandlung bedürfen. Dazu zählt ordinärer Steinschlag, aber auch besonders fette Kratzer oder Lackabplatzer, die wir zuvor sorgfältig nachtupfen und/oder mit der Rotationsmaschine, einem kleinen Pad und einer Schleifpaste nahezu "unsichtbar" machen. Diese Stellen fallen uns teilweise schon beim Kneten auf, aber spätestens jetzt bekommen sie einen "Marker" in Form eines kleinen Fetzens Abklebeband verpasst.

 

 23 Defektmarker Beifahrerseite 23 Defektmarker Beifahrerseite  24 Defektmarker Haube 24 Defektmarker Haube  25 Defektmarker u. Swirls Fahrerseite 25 Defektmarker u. Swirls Fahrerseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IV.2 Nachtupfen mit Originallack

 

Nun ging es an das Abtupfen der Kratzer. Leider gibt es hierzu keine Bilder, ich war so darauf konzentriert, das vernünftig und mit der nötigen Geduld zu machen, dass ich Fotos völlig vergessen habe. Also muß das mit Worten veranschaulicht werden:

 

Wie schon angedeutet, ist es hier wichtig, dass man mit aller Ruhe und Besonnenheit an die Sache drangeht. Nimmt man einfach einen Lackstift, am besten noch NoName aus dem Zubehörhandel, und klatscht mit der im Schraubdeckel integrierten Quaste wild Farbe auf die Defekte, kann das nichts Vernünftiges werden.

Zunächst haben wir unseren Kumpel im Vorfeld also nach Mercedes laufen und einen Original-Lackstift besorgen lassen. Da dieser neu und ungeöffnet war, sah ich hier keinen Grund zur Verdünnung. In diesem Zusammenhang aber:

 

Tipp 1: Alle nachzutupfenden Stellen vorher gründlich mit IPA (Isopropanol), meinetwegen auch Äthanol, und einem weichen fusselfreien Lappen entfetten.

 

Tipp 2: Ältere, schon benutzte "Lackreparatur-Sets" (so der offizielle Name), sind oft nicht mehr flüssig genug, um in Rillen oder Kratern ordentlich zu verlaufen. Hier nehme ich dann gewöhnlich ein wenig Verdünner aus dem Baumarkt hinzu, und mische etwas halbwegs Flüssiges in einem separaten Gefäß zusammen. Lieber ein Krater, der nur eine dünne Schicht Lack am Boden enthält und immer noch ein Krater ist (aber in Originalfarbe), als ein fetter, hervorstechender Lackknubbel da, wo mal ein Krater war. Letzteren sieht man viel deutlicher, während man den "Krater" immer wieder nach dem Eintrocknen der vorherigen Schicht erneut füllen kann (Arbeit für Doofe), bis er komplett eben ist.

 

Tipp 3: Nicht den im Deckel des Lacksets integrierten Pinsel nutzen, der ist viel zu dick für feine Arbeiten und nimmt zu viel Lack auf. Damit hat man im Nu einen fetten Tropfen auf dem Lack sitzen. Besorgt Euch einen ordentlichen, dünnen, spitz zulaufenden Pinsel (Gr. 1 oder max. Gr. 2) im Baumarkt, in der Ecke für Maler (Künstler). Der kann schon mal EUR 5,- kosten, aber das ist es wert!

 

Mit dem Pinsel dann vorsichtig Lack aufnehmen, bei einem größeren Steinschlag-Krater ist es okay, wenn ein kleines Tröpfchen an der Pinselspitze hängt, solange dessen Volumen nicht größer als der Kraterinhalt ist. Beachten, dass das Volumen des in den Krater eingebrachten Lackes beim Trocknen schrumpft. Was also im "nassen" Zustand plan oder gar leicht überfüllt aussieht, trocknet wahrscheinlich wieder zu einem nicht perfekt gefüllten Krater ein (hier dann Prozedur wiederholen).

 

Tipp 4: Pinsel zwischen Zeigefinger und Daumen nehmen, ganz so, wie man auch einen Stift hält. Nicht freihändig nachtupfen, sondern Hand/Faust auf dem umliegenden Lack abstützen, ganz so, als wollte man schreiben statt tupfen.

 

 26 Arbeitsgeräte und Mittel 26 Arbeitsgeräte und MittelTipp 5: (Ganz) Leichte Überständen am Rand zu "gesunden" Lack sind okay, die gleicht die Politur später an. Sie können auch mit einem IPA-getränkten Tuch beigewischt werden, mit etwas Übung schafft man es, den Lack im Krater dabei unversehrt zu lassen. Mit einem Tuch mit IPA (Isopropanol, Baumarkt oder Apotheke) hat man übrigens beliebig viele Versuche, der nicht getrocknete Lack läßt sich damit wieder vollständig entfernen.

Den bei Zweischicht-Lacken beiliegenden Klarlack ignoriere ich übrigens stets. Bei den kleinen Stellen, mit denen wir zu tun haben, ist dieser überflüssig in meinen Augen.

 

Alles Weitere ist Sache der Übung und vor allem: der Ruhe und der Geduld. Hast und Zeitdruck richten hier mehr Schaden an, als sie beheben!

 

Der nächste Schritt war nun die Defektbeseitigung mit der Rota - das Arbeitsgerät lag schon bereit (Bild 26).

 

 

IV.3 Kratzerbeseitigung mit Rotationsmaschine, Schleifpaste und Spotpad

 

Die Vorher-Bilder zu Beginn des Artikels haben ja schon einen Eindruck davon vermitteln können, dass der Mercedes zusätzlich zu den Swirls auch tiefere Kratzer einstecken mußte. Der ML ist ein nicht regelmäßig genutzter, für Waschanlagennutzungs-Verhältnisse gepflegter Garagenwagen. Man kann deshalb davon ausgehen, dass auch die längeren, tieferen Kratzer durch ungepflegte Bürsten in der Waschanlage entstanden sind.

Da wir auf der Motorhaube nachher noch genug herumreiten, haben wir uns exemplarisch für die Dokumentation einen ansehlichen Kratzer auf dem Kotflügel ausgesucht (Bild 27).

 

Die Wahl der Waffen fiel auf

 

 

Das Wort "Waffen" ist an dieser Stelle gar nicht mal so fehl am Platze: Die MEGUIARS #105 auf einer Rotationsmaschine mit einem relativ festen Pad beisst schon richtig gut zu - aber wir wollten ja auch was erreichen. Trotzdem geht uns bei sowas immer etwas die Düse, und regelmäßiges Nachfühlen am Lack bzgl. der Temperaturentwicklung (siehe Bild 30) stellte sicher, dass wir an dem teuren Schlitten nichts ankokelten.

 

 27 Fetter Kratzer auf dem Kotflügel 27 Fetter Kratzer auf dem Kotflügel 28 FLEX3403 - ROTWEISS Med. - MEG#10528 FLEX3403 - ROTWEISS Med. - MEG#105 29 Fehlerkorrektur Kotflügel29 Fehlerkorrektur Kotflügel

 

30 Prüfen Hitzeentwicklung mit Hand30 Prüfen Hitzeentwicklung mit Hand 31 Kotflügel hinterher: Kratzer weg (1)31 Kotflügel hinterher: Kratzer weg (1) 32 Kotflügel hinterher: Kratzer weg (2)32 Kotflügel hinterher: Kratzer weg (2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich haben wir fleissig Hologramme in den Kotflügel gebügelt (sieht man auf den Bilder nicht wirklich gut), aber der Kratzer ist nahezu unsichtbar geworden (in real sieht man ihn noch ganz leicht, wenn man genau hinsieht, auf den Fotos ist er weg). Trotzdem haben wir bestimmt 5 Minuten lang mit der Rota und der #105 auf dem Kratzer rumbügeln müssen, und an den anderen Stellen (z. B. der lange auf der Motorhaube aus Bild 1) ging auch nicht leichter raus. Der Mercedes Lack ist schon ein verdammt hartes Luder.

 

Nachdem wir mit allen Defekten (auch den nachgetupften Stellen) so verfahren waren und diese weg oder immerhin nahezu unsichtbar gemacht hatten, haben wir die Excenter-Maschinen hervorgeholt, eine davon mit den MF-Pads des MEGUIARS DA Paint Correction Systems bestückt und die andere mit dem bisher bewährten Dampfhammer: Grüne 3M Pads (hart, #50487) und MEGIUARS #105 Ultra Cut Compound.

 

Mal sehen, wer von den beiden mehr reißt. Aber nicht mehr hier: Dieser Artikel ist schon wieder viel zu lang, ich schließe hier ab und verfasse einen 2 Teil.

 

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FORTSETZUNG FOLGT !

 


Autor

Celsi Celsi

Wachsnascher


Dieser BLOG wird seit 2013 nicht mehr fortgeführt.

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