MOTOR-TALK News - Aktuelle News rund ums Auto & Motorrad aus der Redaktion

18.11.2011 17:12    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: , , , , , ,

Hallo zusammen,

 

nach der "Saftorange", meinem Sommer-Flitzer, möchte ich Euch heute den "Rollrasen" kurz vorstellen, oder, wie ich sie lieber nenne, meine "Winterschlampe".

 

Die Kleine ist schon etwas in die Jahre gekommen, wird nun bald 16, aber hat sich gut gehalten. Mit 122.000km hat sie es noch lange nicht hinter sich, zumal der Motor (ATM) nur 93.000 auf dem Buckel hat und die wichtigesten Anbauteile beim Motortausch gleich erneuert und der Zahnriemen gleich mitgemacht wurde.

 

Winterschlampe HeckansichtWinterschlampe HeckansichtWinterschlampe seitlichWinterschlampe seitlichWinterschlampe Front/seitl.Winterschlampe Front/seitl.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit ihren feurigen 45PS kommt sie die Steigung auf meinem Arbeitsweg immerhin mit 85km/h bei Vollgas hoch und gehört damit zu den Autos, die ich im Sommer im TT verfluche und mir ein Zulassungsverbot dafür auf deutschen Strassen wünsche :D:D:D

 

Die lange Liste der Sonderausstattung will ich auch mal eben runterbeten:

 

- Servolenkung

- Schiebedach

 

Das war's. Ich schäme mich so für den Rollrasen, dass ich auf der Heckscheibe nicht umhin konnte, dezent darauf hinzuweisen, was ich im Sommer fahre. Außerdem habe ich versucht, MT zu hacken und im Profil den "Gefällt mir" Button, der beim TT immerhin schon 57x gedrückt wurde, in "Mein Beileid" umzuprogrammieren. Ist mir aber nicht geglückt, als kondoliert mir doch einfach in den Kommentaren ...

 

Aber einen Vorteil hat die Sache: Ich habe nun endlich eine ordentliche Testfläche für Pflegeprodukte - den der Polo bekommt nur die nötigste Pflege und vielleicht 4 (Anlagen-)wäschen im Jahr - ideal für Langzeittests.

 

So, das war dannn endlich mal wieder was anders von mir als ein bier-ernster Testbericht :p ...

 

Gruss,

Celsi


14.11.2011 17:55    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: , , , , ,

1 - SX Flugrosterentferner vs. Iron.X1 - SX Flugrosterentferner vs. Iron.XLiebe Leser,

 

heute widme ich mich einmal dem Thema "Flugrost". Obwohl beim meinem Wagen (orange) kein (sichtbares) Problem, sind mir nun in der jüngeren Vergangenheit mehrere Bekannte mit weißen, neueren VW und AUDI untergekommen, die sehr stark von diesem Problem betroffen sind. Ursache scheint mir der rapide Qualitätsrückgang bei den Bremscheiben bei VW und AUDI zu sein, die gammeln, was das Zeug hält. Wenn man ein frisch gewaschenes Auto in die Garage stellt, muß man die angezogene Handbremse oft sogar am nächsten Morgen erst (mit einem lauten Krachgeräusch) losfahren, weil der Bremsbelag sich durch den Rost auf der Bremsscheibe festgebacken hat.

Auch, wenn ich an der Orange kein Problem mit Flugrost habe, ist das "Festback"-Problem auch bei mir vorhanden; ich habe sogar am Anfang, als der Wagen zarte 17 Monate alt war, versucht, das zu reklamieren. Laut AUDI ist das jedoch "Stand der Technik" - ich nenne es MURKS.

 

2 Vorher - kaum was zu erkennen auf Foto2 Vorher - kaum was zu erkennen auf FotoAber zurück zum Flugrost.

 

  • Bremsabrieb und
  • Rost von den Bremsscheiben

 

sind nur 2 mögliche Ursachen, meiner Kenntnis nach entsteht Flugrost auch durch:

 

  • Nähe zu Bahnstrecken (Abrieb von Oberleitungen)
  • Parken in/an Industriegebieten oder metallverarbeitenden Betrieben
  • einfach mit der Zeit, wenn man lange genug durch normales Fahren indirekt Flugrost von den obigen Quellen eingesammelt hat, auch ohne ihnen direkt ausgesetzt zu sein.

 

 

3 Links Iron.X, rechts SX Flugrostentf.3 Links Iron.X, rechts SX Flugrostentf.Nachdem wir im Sommer am besonders betroffenen weißen Passat von Arbeitskollege Joe mit 2 Mann ganze 3 Stunden (!) geknetet hatten, um den Flurost von nur 1,5 Jahren loszuwerden, begann ich mich nach alternativen Methoden und Mitteln umzusehen. Dabei stieß ich schnell auf das recht neue Produkt von CARPRO, den Flugrostentferner Iron.X. Dieser wird derzeit in diversen Fachforen heiß diskutiert und war daher nicht schwer zu finden. Erhältlich ist er unter anderem bei Carparts Köln, wo ich ihn auch schon vor ein paar Wochen für weißen Tiguan aus dem SONAX Nano-Versiegelungs-Test bezogen hatte. Dort hatte es gut funktioniert, jedoch hat der große Tiguan fast eine 3/4 Flasche (300ml) davon verbraucht, was mit knapp EUR 9,- zu Buche schlug - eine teure Arbeitserleichterung. Den Rest der Flasche habe ich anderweitig verbraucht, so dass ich für diesen neuen Tiguan nachkaufen mußte. Ich habe mich dann auch nach alternativen Flugrostentfernern umgesehen, die möglicherweise günstiger sind, und bin auf das Produkt von SONAX gestoßen. Forenkollege KAX, unser SONAX-Guru, war so freundlich, mich kostenlos mit einem Probegebinde zu versorgen: Herzlichen Dank dafür!

 

4 Links Iron.X4 Links Iron.XAn einem Samstagmorgen haben wir uns dann in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett gequält, um pünktlich zur Öffnungszeit des lokalen Waschplatzes zur Stelle zu sein. 3 Mann und erneut ein weißer Tiguan. Es war noch dunkel, aber das lag in unserer Absicht:

Ich wußte schon von dem vorherigen weißen Tiguan (der aus dem SX Nano-Review), dass das Iron.X seine Arbeit farblich ziemlich dramatisch anzeigt, und es war mir wichtig, kein Publikum zu haben - welcher Trottel wäscht schon samstags um 07.00h morgens sein Auto? Nicht, dass ich noch wegen dubioser chemischer Experimente Hausverbot auf dem einzigen Waschbox-Platz in der Umgebung bekomme, der mir Handwäsche gestattet.

Zu Beginn habe ich fix die Fahrertür in 2 Bereich unterteilt (blaues 3M Abklebeband), um die möglicherwese unterschiedliche Wirkung beider Kontrahenten nebeneinander zeigen zu können. Die Tür habe ich gewählt, weil diese besonders stark mit Flugrost übersät war, auch, wenn sich das leider aufgrund der geringen Größe der Pickelchen nicht in einem "Vorher"-Bild festhalten ließ. In Bild 2 habe ich das versucht, aber alles, was zu sehen ist, ist die übliche Orangenhaut bei "modernen" Lacken in der Spiegelung der Neonröhren im Lack. 5 Rechts SONAX Flugrostentferner5 Rechts SONAX FlugrostentfernerEbenfalls "Stand der Technik", aber in Wirklichkeit eine Sparmaßnahme und, sagen wir es zusammen: MURKS.

 

Auf der linken Seite des abgeklebten Bereiches kam das Iron.X zum Einsatz, rechts der SONAX Flugrostentferner, wie in Bild 3 - 5 gezeigt. Das Aufsprühen war bei beiden Produkten im Grunde problemlos, auch wenn mir der Sprühkopf beim SONAX Produkt etwas besser gefallen hat. In dessen einziger Sprühstellung fand er genau die richtige Mischung aus feiner, flächiger Verteilung und Menge. Der Produktverlust beim Sprühen durch den leichten Luftzug in der Waschbox war kaum vorhanden. Der Sprühkopf des Iron.X hingegen kennt 2 Stellungen, die beide kleine Nachteile haben. In der ersten handelt es sich um einen relativ scharfen Doppelstrahl, der vor allen Versuchen eines Luftzuges, ihn "wegzuwehen", sicher ist. Jedoch trifft er so hart auf dem Lack auf, dass er von dort zum Teil abprallt, und die flächige Verteilung ist auch 6 Wirkung6 Wirkungbescheiden. In Stellung 2 hingegen wird das Produkt superfein verteilt, fast schon "vernebelt", und ist außerordentlich anfällig für Luftbewegung. Man muß das Produkt dann aus nächster Nähe zum Lack aufsprühen - was der Flächenabdeckung abträglich ist und auch nicht 100%ig vor "Verwehung" schützt.

 

Nach ca. 1 Minute begannen beide Produkte durch Verfärbung anzuzeigen, dass sie ihre Wirkung entfalteten. Nach weiteren 2 Minuten fiel auf, dass die Wirkung des Iron.X besser zu sein schien: die linke Seite der Testfläche "blutete" deutlich stärker als die rechte, mit dem SONAX Produkt benetzte Seite. Man kann sogar oben am Rand zur Scheibendichtung erkennen, wie ein Sprühstoß Iron.X ein wenig auf die SONAX Seite geraten ist (Bild 6 aufgezoomt). Und das, obwohl wir beiden Produkte gleichermaßen üppig aufgetragen haben - an mangelnder Produktmenge auf SONAX Seite kann es also nicht liegen. Wir vermuteten eine Weile lang, dass evtl. auf der linken Seite mehr Flugrost vorhanden war, aufgrund der größeren Nähe zum Rad. Aber irgendwie klang das nicht schlüssig, Flugrost, auch vom Rad kommend, lagert sich nicht nur hauptsächlich auf 7 Beifahrertür - kaum Unterschied7 Beifahrertür - kaum Unterschiedder linken Türhälfte ab und auf der rechten Seiter weniger. Trotzdem machten wir kurz eine "Gegenprobe" auf der Beifahrertür: SONAX auf der radzugewandten Seite, das Iron.X auf der Seite mit dem Türgriff. Und siehe da: aus irgendeinem Grund war der Unterschied zwischen SONAX und dem Iron.X dort nicht ganz so dramatisch, auch, wenn man trotzdem eine leicht deutlichere Färbung beim Iron.X wahrnehmen konnte (in Bild 7 festgehalten, aber der Unterschied ist schwer zu erkennen).

 

Wir behielten also erst einmal im Hinterkopf "Das SONAX arbeitet möglicherweise nicht ganz so gut wie das Iron.X" und haben dann den ganzen Wagen von oben bis unten mit dem SONAX Flugrostentferner benetzt. Einfach, weil dieser nichts gekostet hatte, während ich das Iron.X teuer bezahlt hatte. Impressionen vom komplett eingesprühten Wagen in Bild 8-11. Je nach Grad der Kontaminierung, verfärbten sich die Flächen mal mehr und mal weniger stark. Das Heck zum Beispiel hatte eine Menge abbekommen und "blutete" entsprechend. Nachdem wir überall eine Wirkzeit von mind. 5 Minuten sichergestellt hatten, wurde der Wagen 8 SX FRE auf dem ganzen Wagen 18 SX FRE auf dem ganzen Wagen 1ausgiebig abgekärchert. Dabei konnte ich meine beiden Helfern mit "hellseherischen Fähigkeiten" beeindrucken, indem ich vorher ankündigte, dass sich hinter den Aluleisten unten an den Türen sicher eine Menge Flugrostentferner angesammelt hatte. Dort hätte er sicher gammelnde Clips oder Schrauben gefunden, und es würde noch lange die farbige Suppe dort herauslaufen. Schließlich kannte ich dieses Problem ja schon von dem anderen weißen Tiguan aus dem Nanoversieglungs-Review. Und so war es dann auch (siehe Bild 12), ich habe sage und schreibe 6 EUR an klarem Wasser versprüht, bis nirgendwo mehr was aus irgendeiner Ritze lief. Und darauf sollte man auch unbedingt achten, dass da nicht doch noch irgendwo Flugrostentferner rausläuft. Übersieht man so ein Rinnsal, und es trocknet ein, hat man da später eine unschöne orange-braune "Laufnase" auf dem Lack, die man nur noch mit Politur wegbekommt. Politur stand aber gerade für diesen Tiguan nicht auf dem Programm, aufgrund der Temperatur von gerade mal 7°C hatte ich dem Besitzer schon vorher gesagt, dass er sich die abschminken kann.

 

9 SX FRE auf dem ganzen Wagen 29 SX FRE auf dem ganzen Wagen 210 SX FRE auf dem ganzen Wagen 310 SX FRE auf dem ganzen Wagen 311 Heck11 Heck

12 Es sifft lange aus den Leisten12 Es sifft lange aus den Leisten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Abspülen und der folgenden Trocknung war es mittlerweile einigermaßen hell geworden, so dass wir das Ergebnis begutachten konnten. Dabei fielen uns grundsätzlich 2 Dinge auf:

 

1) Trotz der SONAX-seitig geringeren Verfärbung der behandelten Flächen waren beide Seiten der Fahrertür nun gleichermaßen frei von Flugrost. Auch am Rest des Wagens waren nirgendwo mehr braune Pickelchen zu finden. Die scheinbar schlechtere Wirkung des SONAX Produktes war also eine Täuschung, ausgelöst durch die geringere Einfärbung des Reaktionsproduktes. Vermutung, bin kein Chemiker.

 

2) Aufgrund zahlreicher Teerpickelchen sowie festgebackenen Insekten vorne war es trotzdem noch notwendig, die Knete zu zücken.

 

 

 

    Bewertung CARPRO Iron.X

     

    PRO

     

  • Sehr gute Wirkung gegen Flugrost
  • Deutliche Anzeige der Wirkung durch starke Verfärbung

 

    CONTRA

     

  • Verbesserungsfähiger Sprühkopf
  • Mit EUR 2,20 bis 2,78 pro 100ml (je nach Gebinde) nicht gerade preiswert.
  • Die Angabe in der Produktbeschreibung von Carparts Köln, 100ml reichten für einen PKW aus, kann ich nicht bestätigen. Ich behaupte, selbst bei sehr sparsamer Verwendung ist mehr als das Doppelte nötig für einen VOLLSTÄNDIG eingesprühten PKW.

 

 

 

    Bewertung SONAX Flugrostentferner

     

    PRO

     

  • Sehr gute Wirkung gegen Flugrost
  • Mit ca. EUR 1,80 pro 100ml preiswert im Vergleich zum Iron.X
  • Brauchbarer Sprühkopf

 

    CONTRA

     

  • Im Vergleich mit dem Iron.X magere Indikation der Wirkung (Verfärbung)
  • Auch hier hoher Verbrauch von 200-300ml pro Fahrzeug, der allerdings durch den Preis relativiert wird.

 

 

13 Fahrertür nach Kneten13 Fahrertür nach KnetenBild 13 und 14 zeigen einmal die behandelte Fahrertür im Detail und dann noch mal den ganzen Tiguan nach dem Wachsen (DODO JUICE Supernatural Hybrid). Für diese Gegenüberstellung nicht mehr wirklich von Wert, weil auf Bild 13 (Tür) schon geknetet ist (egal, denn die Anhaftungen vorher konnte man zumindest mit meiner Kamera nicht einfangen), und auf Bild 14 sogar gewachst.

Aber ich finde, jeder Testbericht sollte mit einem schönen Abschlußfoto vom fertigen Auto enden :)

 

 

FAZIT

 

Beide Produkte machen Ihren Job gut, wobei das Iron.X sein Werk durch die deutlichere Verfärbung gefühlt besser verrichtet, obwohl unter dem Strich sowohl die Iron.X als auch die SONAX Testflächen komplett frei von Flugrost waren. Die bessere Indikation der Wirkung beim Iron.X bezahlt man jedoch mit einem deutlichen14 Fertiger Tiguan mit Kollegen14 Fertiger Tiguan mit Kollegen Aufpreis zum SONAX Flugrostentferner.

Und einen großen Nachteil, den man Ihnen im Grunde jedoch nicht zur Last legen darf, haben beide Produkte: In den allermeisten Fällen wird man hinterher den Wagen trotzdem noch kneten müssen, weil die beiden Kandidaten nämlich nur den Job tun, wofür sie gemacht wurden: Sie entfernen Flugrost. Baumsäfte, Insekten, Teer und andere nicht-metallene Anhaftungen bleiben unbeeinträchtigt und müssen nach wie vor mit Knete entfernt werden.

Deswegen stellen Iron.X und SONAX Flugrostentferner eine deutliche, aber auch kostenpflichtige Arbeitserleichterung dar, wenn ein Fahrzeug stark von Flugrost betroffen ist. Das Kneten können sie aber in den allermeisten Fällen nicht ersetzen, wenn man Wert auf einen grundgereinigten Lack legt.

 

Gruss,

Celsi


24.10.2011 14:21    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , , , , , ,


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Der Hauptartikel zu diesem ersten Update ist unter diesem Link zu finden (oder man scrollt einfach ein wenig runter im BLOG): Hauptartikel

 

Um das Video einbinden zu können, mußte ich dieses Update als neuen Artikel gestalten.

 

 

 

Hallo Freunde,

 

der Besitzer des weißen Tiguan aus dem oben verlinkten Review hat Wort gehalten und nunmehr knapp 8 Wochen nach der Aufbereitung Beading(Abperlverhalten)-Bilder nachgeliefert, ja, sogar ein kleines Handy-Video vom Ablaufverhalten (Sheeting) gedreht. Leider ist das Video wohl bei zunehmender Dunkelheit gedreht worden, so dass auf dem Original zwar im Grunde noch alles zu erkennen war, der Upload nach YOUTUBE jedoch hat das letzte Quäntchen Erkennbarkeit fast gekillt. Wenn man in YOUTUBE als Videoauflösung "720p" auswählt, dann auf "Vollbild" geht und sich ein wenig vom Monitor zurückzieht, erkennt man noch am meisten.

Für die, die nichts erkennen können, die Kurzzusammenfassung: Das Ablaufverhalten ist wie am ersten Tag, das Wasser fließt schnell und bis auf wenige, kreisrunde Tropfen rückstandsfrei ab.

EDIT: Ich habe das Video so nachbearbeiten können, dass nun mehr zu erkennen ist. Es ist jetzt zwar so blau wie Kumpel Chris nach den Wasen, aber nun erkennt man das Ablaufverhalten auch in der Standardauflösung ganz gut.

 

Daten zur bisherigen Standzeit:

 

    * Versiegelung (in einer Schicht) aufgetragen vor knapp 8 Wochen

    * Wagen seither erst ein mal gewaschen, nämlich direkt vor dem Video/den folgenden Bildern

    * Verwendetes Shampoo = DODO JUICE Born To Be Mild, also nichts carnaubahaltiges, was das Ablaufverhalten positiv beeinflussen könnte

 

Zum Beading habe ich zusätzlich noch ein paar Bilder bekommen. Ich habe keine weiteren Infos dazu, gehe jedoch davon aus, dass es sich um künstlich erzeugtes Beading handelt, also kein Regen, sondern aus einer Sprühflasche, was immer etwas "dramatischer" aussieht als (unregelmäßiger und leicht verunreinigter) Regen. Trotzdem zeigt es, dass die Versiegelung noch "voll da" ist.

Das ist nun kein Weltwunder, aber erste "High End" Wachse (z.B. das MEG NXT Tech Wax II) strecken nach dieser Zeit schon die Flügel. Spätere Fotos, z.B. nach weiteren 8 Wochen (*zum Tiguan-Besitzer schiel*) lassen da sicher bessere Rückschlüsse auf die Standzeit zu. Aber nun die Fotos:

 

Beading 1Beading 1Beading 1Beading 1Doch noch mal SheetingDoch noch mal Sheeting

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinweis: Das auf den Bildern sichtbare Tuch ist NUR das Trockentuch, der Lack wurde auf keine Weise "nachbehandelt".

 

Danke für's Lesen und viele Grüße vom

 

Celsi


10.10.2011 16:38    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , ,

Hallo zusammen,

 

nach langer Zeit mal wieder ein neuer Artikel in meinem BLOG. Der Anlaß ist kein erfreulicher, denn ich muß von meinem weiteren "Niedergang" berichten. Vor einem Jahr noch war ich nur reinen Wachsen zugetan, und fürchtete zusammen mit Kollege NORKSE die böse Hexe Polymer .

 

1 SONAX Nano Lackversiegelung Set1 SONAX Nano Lackversiegelung SetDer langsame Abstieg begann, als mein Lieblings-Wachsproduzent DODO JUICE plötzlich auf die schiefe Bahn geriet und mit dem Supernatural Hybrid ein Produkt herausbrachte, das mehr Versiegelung als Wachs war. Der relativ harte, "tiefe" Glanz hatte mich sofort in seinen Bann geschlagen, und die bisher berichteten Standzeiten sind gut, auch wenn sich aufgrund unterschiedlicher Nutzungsprofile kein einheitlicher Wert von X Monaten herauslesen läßt. Eigene Werte kann ich hingegen nicht vorweisen, weil ich ständig mit Quick Detailern herummurksen und meine Testergebnisse verpfuschen muss. Verdammte Sucht.

 

Aber ich schweife ab, zurück zum meinem Abstieg, der mit der SONAX Nano Lack Versiegelung (Siehe Bild 1) seinen bisherigen Tiefpunkt fand. Um Mißverständnissen vorzubeugen: "Tiefpunkt" nicht, weil das Produkt schlecht ist, sondern weil ich noch vor wenigen Monaten meine Abneigung gegen alle "Nano"-Produkte ausschweifend und öffentlich kundtat.

 

Aber ich hatte halt die SONAX Versiegelung noch hier (Test Sample), und welchen Sinn hat es, die in der Ecke vergammeln zu lassen, wenn ich sie doch auf anderer Leute Autos testen kann, falls die Naniten sich doch durch's Blech knabbern ... ;)

 

Das Testfahrzeug habe ich, wie immer, zusammen mit Kumpel Rolf aufbereitet.

 

2 SONAX Lackcleaner SPARSAM angewendet2 SONAX Lackcleaner SPARSAM angewendetZunächst haben wir das Set einmal gründlich auseinandergenommen. Darin zum Vorschein kam (Bild 1) zunächst die Versiegelung selber, die in einer mit Treibmittel gefüllten Metallkartusche lagert, welche in einem dreieckigen Applicator Pad endet (eine Einheit). Zu deren Abnahme liegt das bekannte, relativ flauschige (aber kleine) weiße SONAX Mikrofasertuch (MFT) bei. Außerdem ist in der Schachtel noch eine ganze Flasche des "Lack Cleaner" (PreCleaner) zu finden (mitsamt roten MFT zum Abnehmen), der uns beim Test mit dem Smart solche Probleme bei der Abnahme bereitet hat. Hierzu im folgenden Abschnitt aber mehr.

Zu guter Letzt ist noch eine recht ausführliche, mehrsprachige Anleitung dabei, die die Anwendung genau erklärt. Sogar auf die Wirkweise des "Nano"-Prinzips wird kurz, aber anschaulich eingegangen.

Etwas schmunzeln mußten wir bei Punkt 5 der Anleitung, der Abnahme der Versiegelung mit dem weißen MFT. Hier wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Ränder des MFT "nach innen zu falten" sind. Mit anderen Worten, SONAX weiß, dass der relativ harte Rand des Tuches problematisch ist, reagiert darauf aber nur mit diesem Ratschlag, statt mit Verbesserung am Tuch selber.

 

Dieser Beitrag dreht sich um die Lackversiegelung. Ich führe die Vorarbeiten deswegen nur kurz und stichpunktartig auf:

- Handwäsche mit MEG Shampoo Plus und einem Schuss MEG APC

- Entfernung einer umfassenden Verseuchung mit Flugrost mit ca. 250ml CARPRO IRON.X, erneutes Abspülen und Trocknung

- Maschinelle Politur (nur Excenter) mit grünen, harten 3M Pads (#50487) und MEG #105 Ultra Cut Compound (Swirlentfernung)

- Maschineller Nachgang mit weißem LAKE COUNTRY Pad und MENZERNA 106FA (Hochglanz)

 

Danach ging es weiter mit ...

 

 

I. PRECLEANING

 

Den SONAX Lack Cleaner hatten wir ja schon zuvor einmal verwendet und kräftig geflucht, weil er so schwer wieder runterzubekommen war. Ich hatte allerdings schon in meinem damaligen Aufbereitungsbericht nicht ausgeschlossen, dass das daran lag, dass wir zuviel Produkt verwendet haben. Dementsprechend sparsam haben wir dieses Mal sehr sparsam dosiert (siehe Bild 2), und siehe da: Er ließ sich ganz leicht wieder abtragen.

Verwendet wurde ein weißes LAKE COUNTRY Polishing Pad, dass auf dem Foto (Bild 2) nicht mehr wirklich weiß aussieht, weil es schon einiges hinter sich hat.

 

3 Verarbeitung mit FLEX 3401 VRG3 Verarbeitung mit FLEX 3401 VRG4 Verarbeitung Lack Cleaner mit Panorama4 Verarbeitung Lack Cleaner mit Panorama5 Lack Cleaner: Problemstellen mit Hand5 Lack Cleaner: Problemstellen mit Hand6 Lack Cleaner: Finish6 Lack Cleaner: Finish

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das zum Abnehmen des PreCleaners gedachte, rote SONAX MFT lasse ich in neuem/neuwertigen Zustand sogar wirklich an den Lack. Nach spät. der 3. Wäsche jedoch, bei welcher es seine rote Farbe gerne und reichlich mit den mitgewaschenen Tüchern teilt, werden diese roten Tücher jedoch so hart, dass sie nur noch als "Schlampentücher" weiterzuverwenden sind. Weich oder nicht, zu klein war es in jedem Fall für den großen Tiguan. Wir haben deshalb ein COBRA Super Plush Gold zur Abnahme verwendet. Obwohl die Verpackung sich nicht darüber ausläßt, gehen wir davon aus, dass es sich beim SONAX Lack Cleaner um einen PreCleaner ohne abrasive Elemente handelt. So ein Vergleich ist immer schwer, vor allem, wenn man nicht beide Produkte nebeneinander auf dem Lack hat, aber ich konnte beim Ergebnis (siehe Bilder 3 und 6) keinen Unterschied zu einem mit DODO JUICE Lime Prime gepflegten Lack feststellen. Schöner Glanz, glattes und leicht "rutschiges" Anfass-Gefühl.

 

 

 

II. VERSIEGELUNG

 

Aufgrund der ungewohnten Konstruktion des Kartuschen/Pad-Gedingsels und unserem "ersten Mal" mit einer waschechten Versiegelung haben wir die beiliegende Anleitung (Bild 7, bei Zoom sollte der Text lesbar sein.) nicht, wie üblich, als Unterlage zum Abstellen der Produkte verwendet, sondern wirklich gelesen. Sie ist kurz, aber anschaulich, und läuft darauf hinaus, dass man nach Entfernung der Transportsicherung das dreieckige Pad in seiner umhüllenden Plastikschale läßt (damit nichts tropft oder spritzt) und einfach kurz oben auf die Kartusche drückt, während das Pad nach unten zeigt (Bild 8). Wie bei einer umgedrehten Deo-Dose zischt Produkt heraus und befeuchtet das Pad.

 

7 Gebrauchsanweisung7 Gebrauchsanweisung8 Das 'Auftragsdingens'8 Das 'Auftragsdingens'9 Auftragen mit Auftragsdingens9 Auftragen mit Auftragsdingens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit, und mit der Kartusche als "Griff", fährt man nun über den Lack und hinterläßt einen dünnen Film Nano-Versieglung, der schnell ablüftet. Laut Anleitung sollte man sich mit dem Abnehmen je nach Temperatur max. 30 Sekunden Zeit lassen, man kann also stets nur Teilpartien des Fahrzeuges behandeln. Die Anleitung betont dies auch ausdrücklich. Es war außerdem die Rede von Maßnahmen gegen mögliche Schlieren, Streifen oder Schleier (erneute Applikation), jedoch hatten wir damit keinerlei Probleme.

Zwischendurch war es immer wieder nötig (und auch so vorgesehen), den Applikator wieder in seine Plastikwanne einzusetzen und erneut auf den Kartuschenkiopf zu drücken, um den Applikator wieder mit Versiegelungsflüssigkeit zu tränken.

Die flach gebaute, dreieckige Form der Applikators erwies sich als sehr nützlich, um damit auch in die entlegensten Ecken zu gelangen. Der gesamte Vorgang des Auf- und Abtragen war angenehm und leicht, auch wenn man beim Abtrag ein klein wenig mehr Mühe hatte wie bei einem dünn aufgebrachten Carnauba-Wachs.

 

Das "Anfassgefühl" nach erfolgter Behandlung war übrigens nicht sanft und glatt, sondern eher stumpf. Ob das das daran lag, dass die Versiegelung noch Ihre Nano-Partikel anordnen mußte (die Anleitung erklärt da was zu) oder ob dies das "normale" Anfassgefühl dieses Produktes ist, vermochten wir aufgrund der rapiden Verschlechterung der Außenbedingungen (es wurde kalt und es bildete sich Beschlag auf den Lacken) nicht mehr zu klären.

 

 

 

III. SHOW-OFF und BEADING-CONTEST

 

Als wir den Tiguan dann fertig hatten und aus der Garage fuhren, hatte sich die Sonne leider schon verabschiedet, und es wurde in Windeseile dunkel. Wie dann mein (ungewaschener) TT und der Tiguan so in der Dämmerung nebeneinander standen (Bild 10), wollten wir wenigstens noch das Beading des Nano-Produktes auf dem VW testen, und um einen Vergleich zu haben, habe ich die Motorhaube des TT kurz mit dem CHEMICAL GUYS Hybrid V7 Quick Detailer/Sprühversiegelung gemacht. Darunter war noch eine intakte Schicht DODO JUICE Supernatural Hybrid. Eigentlich beste Voraussetzung für ein überlegenes Beading, hätte ich gemeint, auch wenn der Vergleich "mal eben quick-detailed" vs. "frisch nano-versiegelt" nicht ganz fair ist.

Aber während das Beading des V7 eher enttäuschend unregelmäßig war (siehe Bild 12), waren die (dest.) Wasser Perlen auf der SONAX Nano-Versiegelung nahezu perfekt (siehe Bild 11).

 

 

10 Los Contrahentos10 Los Contrahentos11 Kunstbeading (Spühflasche) SX11 Kunstbeading (Spühflasche) SX12 Kunstbeading (Sprühflasche) CG V712 Kunstbeading (Sprühflasche) CG V7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann haben wir noch eine Gießkanne mit Regenwasser organisiert, um das Sheeting Verhalten zu testen. Auch hier siegte die frische Nano-Versieglung, das Wasser flüchtete förmlich vom Lack (siehe Bild 13), während es beim ebenfalls frischen V7 eher zögerlich aufreissende "Lachen" auf dem Lack bildete, die sich langsam zusammenzogen und abflossen (Bild 14).

 

 

13 Sheeting SX Nano-LV13 Sheeting SX Nano-LV14 Sheeting CG Hybrid V714 Sheeting CG Hybrid V715 Rückstände SONAX Nano-LV15 Rückstände SONAX Nano-LV

16 Rückstände CG Hybrid V716 Rückstände CG Hybrid V7Dementsprechend auch die Wasserrückstände auf den benetzten Flächen:

Bei der SONAX Nano Lack Versiegelung nur vereinzelte Tropfen (Bild 15), beim V7 (Bild 16) blieben deutlich mehr Wasserreste zurück.

 

 

 

IV. FAZIT

 

Tja, wie soll man hier zu einem Fazit kommen? Das saubere Beading und Sheeting der SONAX Nano Lack Versieglung war schon beeindruckend, aber das ist es fast bei jedem Konservierungprodukt (außer wohl beim CHEMICAL GUYS Hybrid V7, das hat hier in meinen Augen kräftig versagt) direkt nach dem Auftragen. Außerdem wird das Beading in vielen Amateur-Produkttests wie meinem zwar gerne als Indikator herangezogen, läßt aber im Grunde trotzdem keine verlässliche Aussage über die Güte oder über den Zustand (Standzeit) eines Produktes zu. Schon gar nicht direkt nach der Behandlung und völlig ohne Beanspruchung.

Es läuft also wie bei so vielen meiner Reviews: Da das behandelte Fahrzeug nicht meines ist und der Besitzer auch nicht "mal eben um die Ecke" wohnt, werde ich hinter Bildern nach einigen Wochen/Monaten Standzeit herrennen. Es sollte ja auch nicht einfach nur ein Regenbild sein, sondern üblicherweise lichtet man das Beading auf dem frisch gewaschenen Fahrzeug ab (weil es besser kommt als auf schmutzigem Fahrzeug). Nur selten bekomme ich von den Besitzern da etwas Brauchbares geliefert, aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben: Die Aktion ist nun fast einen Monat her und ich habe um Beading-Fotos gebeten ... mal sehen, ob da was kommt.

 

Die SONAX Nano Lack Versieglung ist (derzeit) im Web schon ab um die 30,- EUR (zzgl. Versand) zu bekommen.

 

Gruss,

Celsi


13.07.2011 15:12    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , ,

HINWEIS: Diesen Artikel habe ich bereits in einigen anderen Fachforen veröffentlicht, dem ein oder anderen könnte er also bekannt vorkommen ;)

 

 

Hallo Freunde,

 

an dieser Stelle möchte ich Euch kurz ein etwas 'militantes' Aufbewahrungskonzept für eine FLEX3401 oder eine andere Poliermaschine vorstellen.

 

Kurz zu den Materialien:

 

  • Die stabile, wasserdichte BW-Kiste findet Ihr in EBAY unter dem Suchbegriff "Geräte-Kasten".
  • Den frei gestaltbaren Schaumstoff (Inlay) findet Ihr in EBAY unter dem Suchbegriff "Rasterschaumstoff"
  • Den dramatisierenden Aufkleber findet Ihr in EBAY unter dem Suchbegriff "Aufkleber radioaktiv"

 

Material-Gesamtkosten ca. EUR 40,-

 

Und nun lasse ich Bilder sprechen:

 

1 Leere Kiste mit Deckel1 Leere Kiste mit Deckel2  Leere Kiste innen2 Leere Kiste innen3 Gefederte Henkel3 Gefederte Henkel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mat-Nr. und Gewichtsangabe auf der Kiste waren 'serienmäßig', Radioaktiv-Aufkleber wurde nachgerüstet, ungeteilte Aufmerksamkeit an Flughäfen oder Grenzenstationen gibt's gratis dazu.

 

 

4 Geschlossene Kiste, 4 Geschlossene Kiste, 5 Rasterschaumstoff Lieferung5 Rasterschaumstoff Lieferung6 Werkzeug6 Werkzeug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rasterschaumstoff ist in großen Mengen billiger und man kann ihn immer gebrauchen

 

 

7 Erster Schicht Schaumstoff als Boden7 Erster Schicht Schaumstoff als Boden8 Fertig ausgestaltetes Inlay8 Fertig ausgestaltetes Inlay9 Flex 3401 in der Kiste9 Flex 3401 in der Kiste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn man nicht auf allzu perfekter Ordnung besteht, passen auch noch vier 165mm Pads hinein.

 

 

10 Kabellösung10 Kabellösung11 4x 165mm Pads passen auch noch11 4x 165mm Pads passen auch noch12 Flex ist seitlich liegend zu lagern12 Flex ist seitlich liegend zu lagern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lagerung der Flex auf der Seite in Bild 12 weicht von den übrigen Bildern ab. Das liegt daran, dass ich nach der Erstveröffentlichung dieses Berichtes und seiner Bilder die Info bekommen habe, dass man die Flex Maschinen bei längerer Lagerung seitlich liegend und mit leicht angehobenen Griff lagern sollte. So werden sie übrigens auch ausgeliefert.

Das soll wohl verhindern, dass Schmierstoffe, die die Mechanik der Maschine schmieren und sich über die Zeit hinweg durch den Zug der Schwerkraft bewegen können, an Stellen gelangen, wo sie Schaden anrichten können.

 

Die starke Reflektion oben rechts in Bild 12 ist eine kleine, aber starke ANSMANN AGENT 1 LED Lampe (3W) , mit der man bei schlechtem Licht zuverlässig Lackdefekte aufspüren kann ("Swirl-Finder").

Ein kleines Loch in eine freie Schaumstofffläche, und schon ist der perfekte Platz dafür gefunden. Sie ist aus auf dem Foto, reflektiert aber heftig den Blitz des Fotoapparates.

 

So, das war's. Wenn noch Fragen bestehen, beantworte ich sie gerne.

 

Gruss,

Celsi


10.07.2011 18:37    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , ,

HINWEIS: Dies ist Teil 2 des Aufbereitungsberichtes. Teil 1 ist hier zu finden.

 

 

 

 

 

 

 

Verzeihung auch für das schrille Titelbild, aber ich hatte gerade Bock, was Auffälliges und Witziges zu basteln ;)

 

 

 

III. ABLAUF mit Kommentaren zu den verwendeten Produkten (Fortsetzung)

 

III.5 POLIEREN (Fortsetzung)

 

2 Einstiege mit ProfiLine Handpolitur2 Einstiege mit ProfiLine Handpolitur Nach dem maschinellen Polieren des Lackes mit den beiden unterschiedlichen und doch so ähnlichen SONAX ProfiLine Maschinenpolituren haben wir uns an die Bereiche gemacht, die nicht mit der Maschine zu erreichen waren oder ein besonderes Mittel erforderten. Da waren dann zunächst die Einstiege, für die unsere SONAX Auswahl die ProfiLine Handpolitur bereit hielt (Siehe Bild 2). Ich tue mich schwer, zu diesem Produkt ein brauchbares Feedback zu geben, weil es ingesamt gut, aber unspektakulär war. Vom Ergebnis her konnte ich keine Unterschiede zur 3M Handpolitur feststellen, mit der der Smart beim letzten Mal gemacht wurde. Stellt Euch vor, Ihr müßtet die Reinigungswirkung von Scheuermilch beurteilen - da gibt es doch auch kaum Unterschiede ... Aufgetragen und durchgearbeitet wurde die Handpolitur übrigens mit einem blauen Polierschwamm (rechteckig) von LUPUS, abgenommen mit einem COBRA Super Plush Gold.

 

 

 

    Kurze Bewertung der SONAX ProfiLine Handpolitur

     

    PRO

  • Leicht aufzutragen und abzunehmen
  • Schön glänzendes Finish3 Ergebnis Einstiege nach Abnahme3 Ergebnis Einstiege nach Abnahme
  • Bei dem relativ weichen Smart Lack gingen oberflächliche und feine Kratzerchen gut raus
  • Mit um die EUR 6,- pro Tube recht preiswert, in EBAY fand ich den Liter für knapp EUR 17,-

 

    CONTRA

     

  • Silikonhaltig. Mag nicht jeder, kann Lackierern die Arbeit schwer machen und die Haltbarkeit späterer Versiegelungen negativ beeinflussen.
  • Wie bei nahezu allen Handpolituren, chancenlos gehen mittlere und stärkere Lackdefekte, wie z.B. die tieferen Spuren nachgezogener Schuhe im Einsteigsbereich
  • Dosierung durch die Membran genauso nervig wie bei den Maschinenpolituren

 

    Ich vermute außerdem einen gewissen "Fülleffekt" bei Kratzern durch das enthaltene Silikon, da kann jeder selbst entscheiden, ob er das "Pro" oder "Contra" zurechnen möchte.

 

 

4 Kunststoffdach mit ZAINO Z144 Kunststoffdach mit ZAINO Z14Weiter ging es mit dem Dach, und dieses bestand beim Smart aus getöntem, durchsichtigen Kunststoff, über den zu allem Überfluss auch noch zu 1/3 foliert wurde (dieses neckische Schwarz-Rot-Gold Band zieht sich längs über das ganze Auto). Wir haben uns hier für das ZIANO Z-14 Plastic Magic auf einem weißen Lake Country Pad entschieden. Dem "Glas"dach ist es gut bekommen und nahezu alle Waschanlagenkratzer wurden entfernt. Der folierte Teil hatte leichte Ausbeißungen, da war die Folie ein wenig matt stellenweise, entweder ist da mal etwas recht aggressives draufgetropft oder ein Vogel hat sich dort nach dem Clusterbomben-Prinzip erleichtert. Hier hat das Z-14 nichts ausrichten können, die Stellen blieben matt.

Da es hier vornehmlich um die SONAX Produkte geht, gibt es keine zusammenfassende Beurteilung zum Z-14. Ich kann nur soviel dazu sagen, dass ich mein Z-14 nach dieser Aktion als "für mich nutzlos" eingestuft und verkauft habe. Es hat das Kunststoffdach nett gesäubert und

poliert, aber das hätte eine sanfte Lackpolitur (2500er oder 3000er) auch hinbekommen. Stattdessen hat es jedoch das Pad so nachhaltig versifft, dass es mich etwas geärgert hat, das war kaum sauberzukriegen. Von der Hartnäckigkeit leicht weniger penetrant als das MEGUIARS Endurance Tire Gel als Maßstab für diejenigen, die das kennen.

 

5 Scheibe mit ZAINO Z-12 poliert5 Scheibe mit ZAINO Z-12 poliert Bei der Gelegenheit haben wir auch gleich die Frontscheibe poliert, als Vorbereitung auf die Versieglung. Hier kam abermals ein ZAINO Produkt zum Einsatz, die Z-12 Glaspolitur. Und die würde ich nicht wieder verkaufen, die habe ich liebgewonnen und mache meine Scheibe(n) vor jeder neuen Versiegelung damit. Wir verarbeiten die Z-12 stets maschinell, mit einem weißen LAKE COUNTRY Polishing Pad und der FLEX 3401 auf Stufe 4 (Bild 4). Nach dem Durchgang mit der Z-12 ist die Scheibe quietschig glatt und porentief rein. Kratzerentfernung aus dem Glas darf man allerdings selbst auf unterstem Niveau nicht erwarten, dafür ist Glas zu hart, nur perfekte Säuberung.

Versiegelt wurde die Frontscheibe und auch die anderen Scheiben (nach normaler Reinigung mit IPA) dann später mit der OMBRELLO Scheibenversiegelung (auch ohne Bild). Auch die Wahl dieses Produktes geht auf eine längere Probierphase mit verschiedenen Mitteln zurück. Ich bin beim

OMBRELLO hängengeblieben, weil es sehr lange hält (um die 12 Monate), dabei preiswert ist (um die EUR 8,-) und bei richtiger Anwendung keine Blendeffekte oder Schlieren durch die Scheibenwischer verursacht.

Einzig die Anwendung ist etwas nervig: Hat man die im Applikator integrierte Ampulle einmal zerbrochen, kommt zunächst mehr Produkt heraus, als es gut ist. Die erste Hälfte der Windschutzscheibe ist richtiggehend nass mit dem Zeug, während es bei der 2. Hälfte relativ ausgeglichen ist. Wird der Applikator zu trocken und die Scheibe nicht mehr gleichmäßig benetzt, muß man sich ein Herz fassen, die Anleitung mißachten und nochmal über die erste Scheibenhälfte gehen, um wieder Produkt aufzunehmen. Anders ist dort aufgrund der schieren Menge des OMBRELLO auch vor einer halben Stunde kein Antrocknen des Produktes hinzubekommen. Wer immer wieder von der ersten Scheibenhälfte aufnimmt, kann auf diese Weise bei einem kleinem Fahrzeug wie dem Smart oder auch einem Golf alle Scheiben ausreichend damit benetzen.

Auch später beim Abnehmen des angetrockneten OMBRELLO weichen wir von den Empfehlungen der Anleitung ab: Statt Küchenrolle nehmen wir es mit einem (niederwertigen) Mikrofasertuch ab, an härtnäckigen Stellen unterstützt durch einen kurzen Sprühstoß dest. Wasser. "Bestraft" wurden diese Vergehen gegen die Anleitung noch nie, das Ergebnis war immer einwandfrei.

 

6 Lack Cleaner/ Bild (C) by SONAX6 Lack Cleaner/ Bild (C) by SONAXWeiter ging es mit dem Precleaning, dazu haben wir den vorliegenden SONAX PremiumLine Lack Cleaner verwendet. Allerdings nicht mit dem praktischen, beiliegenden Auftragsschwamm, sondern mit der Maschine und einem weißen Lake Country Pad. Dazu haben wir uns entschieden, weil die Beschreibung des Produktes den Schluß zuläßt, daß es leicht abrasiv ist: "...die behandelten Oberflächen werden poliert und geglättet ...", und das weiße light polishing Pad sollte das optimal unterstützen.

Diesen Schritt hat Kumpel Rolf allein durchgeführt, denn ich war währenddessen mit dem Kunststoffdach beschäftigt. Die Tatsache, dass ich diesem Schritt übersprungen habe, hat leider auch dazu geführt, dass ich ein Foto dazu "übersprungen" habe - sorry dafür. Ich habe stellvertretend ein Produkt Bild von der SONAX Page verwendet - Bild 6.

Zu dem Produkt selber kann ich, auch mit Rolfs Infos, kaum verwertbare Angaben machen. Der Lackreiniger soll den Lack für das Wachs vorbereiten, säubern, glätten und den Glanz erhöhen. Ich denke, das hat er gemacht, aber ich weiß keine Methode, wie ich überprüfen sollte, wie gut er das gemacht hat. Der Lack war hinterher glatt und gänzend, aber ich denke, selbst wenn ich eine angrenzende Fläche mit einem anderen PreCleaner gemacht hätte, hätte ich keinen Unterschied gesehen. Nicht nur mangels Sonnenlicht, sondern einfach, weil man das kaum mit dem Auge erfassen kann. Das ist wie die alte "Welches Wachs glänzt besser" Geschichte... Allerdings erinnere ich mich noch gut an Rolf's Gemecker bei der Abnahme des PreCleaners (erst mit dem beiliegenden roten SONAX MFT, dann mit COBRA Super Plush Gold). Das muß ein richtiger Knochenjob gewesen sein, allerdings kann man nicht ausschließen, dass entweder zuviel Produkt verwendet wurde oder wir es zu lange antrocknen ließen, deswegen ist diese "Kritik" mit Vorsicht zu genießen.

Ich entschuldige mich zu den "verwaschenen" Infos speziell zum Lack Cleaner, hier habe ich geschlampt und hätte dem mehr Aufmerksamkeit schenken sollen.

 

 

IV. KONSERVIERUNG

 

7 SONAX ProfiLine Hartwax7 SONAX ProfiLine HartwaxIm nächsten Schritt haben wir den Lack konserviert, und auch hier stand wieder das passende Produkt zur Verfügung: SONAX ProfiLine Hartwax. Uns stand zwar auch das SONAX PremiumLine Carnauba Care Wachs zur Verfügung (siehe Bild 7, über dem Applicator Pad), aber das hatte ich ja bereits in einem vorherigen BLOG-Artikel kurz angetestet und als gutes, wenn auch nicht überragendes Wachs etwa auf Höhe der DODO JUICE Standardwachse kennengelernt und beschrieben.

Das ProfiLine Hartwax richtet sich, wie der name schon sagt, an die Profis und verzichtet deshalb auf Nebensächlichkeiten wie einen leckeren Geruch oder einen schicken Behälter, wie wir es von den Enthusiastenprodukten kennen. Wir haben es nicht vermisst. Zur Standzeit des Produktes kann ich natürlich noch nicht viel sagen, es existieren zwar schon Bilder von 3 Wochen nach dem Auftrag (siehe am Ende dieses Berichtes), aber das ist natürlich noch keine Herausforderung an ein Hartwachs.

 

 

    Kurze Bewertung des SONAX ProfiLine Hartwax

     

    PRO

     

  • Flüssiges Carnaubawachs, angenehme Konsistenz, angenehm aufzutragen, leicht abzutragen
  • Schöner Glanz, spiegelnd auf dem schwarzen Smart Lack
  • Mit um die EUR 8,- für 250ml außerordentlich preiswert, um nicht schon zu sagen: billig.

 

    CONTRA

     

  • Nur die übliche nervende Tube mit der widerspenstigen Membran.

 

 

Auch hier war es wieder eine undankbare Aufgabe, sich ein brauchbares Pro/Contra aus dem Hirn zu wringen. Okay, der Glanz war ganz nett und hat uns das Endergebnis versüßt, aber die wichtigste Angabe, die Standzeit, muß ich noch nachreichen. Ehrlich gesagt, und man möge mir meine Voreingenommenheit verzeihen, läßt mich der verdammt günstige Preis von um die EUR 8,- hier keine Wunder erwarten, aber wir werden sehen ... ;)

 

8 Tankdeckel mit C4 konserviert8 Tankdeckel mit C4 konserviertEndlich wieder ein konkretes, deutlich sichtbares Ergebnis hingegen erzeugte die Verwendung der GTECHNIQ C4 Kunststoffversiegelung auf den ausgebissenen, grauem Kunststoffteilen. Über den Preis den C4 mag man denken was man will, EUR 30,- für 15ml sind einfach ein Hammer (und zwar kein erfreulicher). 9 Spiegeldreieck mit C4 konserviert9 Spiegeldreieck mit C4 konserviertMan kommt zwar relativ weit mit den 15ml, das klingt weniger, als es ist, weil das Produkt sehr sparsam verarbeitet werden kann, aber an einem älteren Auto mit viel Kunststoff (z.B. die Voll-Kunststoff-Stoßfänger an einem AUDI 80 B3) kann das trotzdem knapp werden. Der Punkt ist jedoch die extreme Standzeit des C4, man hat ein Jahr oder länger einfach Ruhe mit der Kunststoffpflege, und das ist mir pers. schon mal 30,- EUR wert - zumal ich so wenig Kunststoff an der Orange habe, dass ich das C4 (wie hier) auch an "fremden" Autos benutze.

 

Ich finde das C4 toll, auch wenn es ruhig ein wenig preiswerter sein könnte.

 

 

 

V. ERGEBNIS

 

Beim Ergebnis lasse ich zunächst einfach nur die Bilder sprechen. Mit etwas Sonne, damit man den Lackzustand mal genauer erkennen kann, wollte Petrus am frühen Abend leider nicht mehr rausrücken:

 

10 Front10 Front11 Seite11 Seite12 Heck12 Heck

13 Spiegeleien I13 Spiegeleien I14 Spiegeleien II14 Spiegeleien II15 Spiegeleien III (Tür)15 Spiegeleien III (Tür)

16 Rad/Reifepflege16 Rad/Reifepflege

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um auch was zu der Standzeit sagen zu können, hatte ich die Besitzerin des Smart gebeten, mit ein paar Fotos zukommen zu lassen. Da das schon ein paar Tage her ist und sich kein Regen einstellen wollte, ist sie kurzerhand in eine Waschbox gefahren und hat den Smart nassgemacht, allerdings nicht zuvor gewaschen. Bei den Bilder handelt es sich also um Beading auf einem verschmutzten (3 Wochen nicht gewaschen) Alltagsfahrzeug.

 

17 Beading (ungewaschen) 3 Wochen später17 Beading (ungewaschen) 3 Wochen später18 Tankdeckel C4 konserv. 3 Woch. später18 Tankdeckel C4 konserv. 3 Woch. später19 Griffschale C4 konserv. 3 Woch später19 Griffschale C4 konserv. 3 Woch später

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war es soweit zu diesem 2teiligen Bericht - danke für's Lesen.

 

Gruss,

Celsi


17.06.2011 13:05    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: , , , , , , ,

1 Zur Verfügung stehende Produkte1 Zur Verfügung stehende ProdukteI. EINLEITUNG

 

Produkte der Marke SONAX sind ja eher der "Underdog", jedenfalls bei uns Enthusiasten. Obwohl es sich um ein großes und angesehenes deutsches Unternehmen handelt, dessen Produkte sich z.B. in den USA auch bei den "Freaks" großer Beliebtheit erfreuen, lässt dieser Name bei uns hier in Deutschland unweigerlich das gedankliche Bild von roten Pullen (manchmal auch schon blau-silber) im Baumarktregal hinter den Augen erscheinen - zu denen ich mich dann auch nicht weiter auslassen möchte.

Nun hatte ich Gelegenheit, einen kleinen Karton mit vielen Produkten aus der SONAX PremiumLine (im Kfz.-Handel erhältlich) und der SONAX ProfiLine zu ergattern (Siehe auch Bild 1). Die SONAX ProfiLine Produkte waren lange Zeit den Profis, also den gewerblichen Aufbereitern vorbehalten, sind aber nun (ich weiß nicht genau, wie lange schon, habe das nicht beobachtet) auch uns Amateuren zugänglich, vorzugsweise über das Internet.

 

Kumpel Rolf und ich haben uns dann einfach mal den Smart einer Freundin geschnappt und diesen, so gut es ging, mit den vorhandenen SONAX Produkten aufbereitet. "So gut es ging" bedeutet dabei nicht, dass die Produkte an Ihre Grenzen stießen, sondern es war einfach nicht für jede Anwendung etwas dabei. Zusätzlich habe ich in der Hitze des Gefechts an ein paar Stellen vergessen, aussagekräftige Fotos zu machen, da werdet Ihr Euch mit Text begnügen müssen. Und wir hatten zwar die SONAX Felgenversiegelung zur Verfügung, allerdings waren die Felgen des Smart bereits zuvor von der nichtsahnenden Besitzerin sorgfältig aufbereitet und mit 3 Lagen JetSeal 109 versiegelt worden - das wieder runterzuschrubben, hätte zu unserem sofortigen Ableben durch die Hand eben dieser Besitzerin geführt. Die Felgenversiegelung blieb daher leider unbenutzt, ebenso wie einige andere Produkte aus dem Karton, die wir vorerst nicht brauchten oder deren Verwendungszweck sich mit einem anderen Produkt überschnitt.

Für andere Stellen, wie z.B. das teilfolierte Dach oder die Politur der Scheiben, haben wir nichts passendes aus der SONAX Sammlung gefunden und griffen auf Bewährtes von anderen Herstellern zurück.

 

 

2 Verwendetes Material: U.a. 2x Flex34012 Verwendetes Material: U.a. 2x Flex3401II. HERSTELLERNACHWEIS und verwendetes Material für diese Aufbereitung:

 

  • Shampoo: MEGUIARS Shampoo Plus + einen guten Schuss MEGUIARS APC
  • Waschmedien: SONÜS Lammfellhandschuh und Baumarkt Fransenhandschuh für unterhalb der Gürtellinie und Felgen
  • Trocknung: Orange Babies Drying Towel (alte Version) und div. COBRA Super Plush Gold zum Nachwischen
  • Knete: MAGIC CLEAN blau
  • Gleitmittel: CHEMICAL GUYS Pro Detailer with Carbauba
  • Für grobe Teerflecken: DODO JUICE Tarmalade
  • Detailarbeiten: EZ Detail Brush Mini
  • Felgenreinigung: Normales Waschwasser und EZ Detail Brush
  • Maschinen: 2x FLEX 3401 VRG 140mm Teller (Bild 2), eine FLEX 3403 VRG mit 100er Teller wartete auf fiesere Kratzer, aber da der Smart aus Plastik ist (Stichwort "Wärmeableitung"), haben wir uns deren Einsatz völlig verkniffen.
  • Polierschwämme: LAKE COUNTRY 6,5" orange (light cutting) und weiß (polishing), von jeder Sorte je einer pro Maschine, sowie ROTWEISS orange 5,5"
  • Polituren: SONAX ProfiLine Cut & Finish (entf. 1500er Schleifspuren) und SONAX ProfiLine Perfect Finish (entf. 2000er Schleifspuren)
  • Politur für maschinen-unzugängliche Stellen: SONAX ProfiLine Handpolitur und Lackreinigungsschwamm blau von LUPUS
  • PreCleaner: SONAX Premium Class Lack Cleaner
  • Tücher (MFT) Politurabtrag: SONAX rot, später COBRA Super Plush Gold und COBRA Supreme Buff 530
  • Konservierung: SONAX ProfiLine Hartwax
  • Tücher (MFT) Wachsabtrag: SONAX rot, später CARRAND (AUTOSOL) Microfiber Max
  • Kunststoffpflege: GTECHNIQ C4 (nur noch Reste vorhanden) und später AUTOGLYM Rubber & Plastic Care (heisst heute "Plastic Cleaner")
  • Reifenpflege: MEGUIARS Endurance Tire Gel

 

 

III. ABLAUF mit Kommentaren zu den verwendeten Produkten

 

 

III.1 AUSGANGSZUSTAND

 

Die Bilder zum Ausgangszustand muss ich wohl nicht groß kommentieren: Lange kein hoffnungsloser Fall, aber ungepflegt. Frauenauto halt, wenn ich mir dieses Vorurteil erlauben darf. Davon, dass wir den Wagen bereits ein Jahr zuvor in der Mangel hatten, sieht man ihm kaum was an. Bis auf eine Ausnahme, aber dazu komme ich im Kapitel "Wäsche". Zunächst noch mal ein paar Bilder zum Ausgangszustand:

 

3 Fotos lügen:Dieser Smart ist schmutzig3 Fotos lügen:Dieser Smart ist schmutzig4 Kaum Fliegen durch VMax. bei 140km/h4 Kaum Fliegen durch VMax. bei 140km/h5 Dummes totes Insekt (killed by Smart)5 Dummes totes Insekt (killed by Smart)

6 Kotflügel :-)6 Kotflügel :-)7 Ein Jahr alte Collinite 476 Reste7 Ein Jahr alte Collinite 476 Reste8 Völlig ausgebissener Plastiktürgriff8 Völlig ausgebissener Plastiktürgriff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

III.2 WÄSCHE

 

Für die Handwäsche haben wir schon lange eine kleine Waschboxanlage einer Tankstelle in der Nähe gefunden, an der wir nach freundlichem Nachfragen am Counter und Zusicherung zügiger Wäsche stets mit der Hand waschen dürfen.

Also den Kofferraum des Smart mit den ganzen Utensilien vollgepackt und auf geht's.

 

Um eventuelle Reste des vor ca. 1 Jahr aufgetragenen Standzeithammers COLLINITE 476s garantiert loszuwerden, haben wir uns für eine "heftige" Wäsche mit einer kräftigen Dosis MEGUIARS Shampoo Plus mit einem ebenfalls kräftigen Schuss MEGUIARS APC entschieden. Aufgrund dieses Gemisches haben wir sogar diesmal Gummihandschuhe unter den Waschhandschuhen getragen. Als Waschhandschuhe kamen 2 SONÜS Lammfellhandschuhe sowie ein Baumarkthandschuh mit MFT-Fransen für die unteren Regionen zum Einsatz. Die Felgen wurden mit der EZ Detail Brush gesäubert. Ohne Bild: Auch Details wie das innere des Tankstutzens, fies viele Waben im Kühlergrill, Einstiege und Ablaufrinnen der Heckklappe (EZ Detail Brush Mini) wurden sorgfältig gesäubert.

 

9 Smart voll mit Waschkrempel9 Smart voll mit Waschkrempel10 Zwei Eimer, eine Box - voll isser10 Zwei Eimer, eine Box - voll isser

11 Erst mal schön ausbreiten11 Erst mal schön ausbreiten12 Dann gründlich waschen12 Dann gründlich waschen13 Überraschung: Intaktes C4 nach 1 Jahr13 Überraschung: Intaktes C4 nach 1 Jahr

14 Trocknen mit Orange Babies14 Trocknen mit Orange Babies15 Swirlogramme :-)15 Swirlogramme :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Wäsche wartete noch eine Überraschung auf uns: Ein Restbeading des COLLINTE vom letzten Jahr war allenfalls noch auf dem Dach erkennbar. Die Ansaughutze aus Kunststoff (Bild 13) jedoch, die wir letztes Jahr mit der schweineteuren Kunststoffversiegelung GTECHNIQ C4 bearbeitet hatten ... die zeigte noch einen Abperleffekt und eine Farbtiefe, als seien nur 2 Wochen vergangen. Einfach ein Hammer das Zeug, trotz seines Preises, schade, dass wir das damals nicht auch für die Türgriffschalen verwendet hatten, aber wir hatten nur eine kleine Probemenge.

 

Dann wurde mit 2 Orange Babies getrocknet, und im prallen Sonnenlicht, das uns an diesem wolkigen Tag sehr sparsam zur Verfügung stand, gelang mir dann auch noch ein kleiner Swirl-Shot (siehe Bild 15). Da wir noch keine Ahnung hatten, wie hart oder weich der Smart Lack ist, und außerdem schon wussten, dass wir die Rotationsmaschine erst gar nicht auspacken müssen, weil am Smart alles lackiertes Plastik ist, hatten wir hier schon Zweifel, ob wir das alles rausbekommen.

 

 

 

III.3 KNETEN

 

16 Dreck in der Knete von nur 1/4 Tür16 Dreck in der Knete von nur 1/4 Tür17 Zufälliger Fun-Shot: Kopfloser Celsi17 Zufälliger Fun-Shot: Kopfloser CelsiGeknetet wurde mit der MAGIC CLEAN Blau und dem CHEMICAL GUYS Pro Detailer with Carnauba (1:1) als Gleitmittel. Erwartungsgemäß kam an den Türen kräftig was runter (Bild 16), ebenso am Heck. Front, Haube und Dach waren eher harmlos.

 

Bei meinem Versuch, Rolf's pedantische Kneterei sogar am Nummernschild abzulichten, ist mir in den zahlreichen Rundungen des Smart zufällig eine spaßige Spiegelung vor die Linse geraten, wir haben es erst später, bei der Auswertung der Fotos, entdeckt. (Bild 17 unbedingt aufzoomen :-) )

 

 

 

 

III.4 ABKLEBEN

 

18 Abgeklebt18 AbgeklebtAbgeklebt haben wir mit TESA Band aus dem Baumarkt - da die Karre zu einem großen Teil aus unlackiertem Plastik besteht, das abgeklebt werden mußte, wollten wir unser gutes 3M Band nicht in grossen Mengen daran verheizen. Das sorgfältige Abkleben hat mit 2 Mann fast eine Stunde "gefressen".

 

Wie immer, war ich ordentlich genervt nach der Kleberei - das gehört eindeutig zu den von mir am meisten gehassten Aktionen eines Aufbereitungstages - gleich nach dem frühen Aufstehen, das notwendig ist, um früh genug an der Waschbox aufzuschlagen. Später am Tag, wenn die ganzen Samstagswäscher wach sind und sich vor den (nur 2) Waschboxen stapeln, rottet sich schon mal schnell ein Lynchmob zusammen, wenn man dann gemächlich mit der Hand wäscht und die Box blockiert. Kaum einer schnallt, dass wir zu zweit mit der Hand nahezu genauso schnell arbeiten wie nur eine Person, die die Kratzbürsten nutzt und sich nur ein wenig Mühe gibt, auch ja keine Stelle am Auto zu verschonen.

 

 

 

III.5 POLIEREN

 

Zum Polieren konnten wir dann endlich auf SONAX Produkte zurückgreifen wie geplant. Es kamen auf unseren 2 Excenter die beiden Polituren rechts in Bild 19 zum Einsatz, und zwar parallel, da wir uns nicht eine Tube ständig hin- und her reichen wollten. Das war auch nicht weiter schlimm, denn wir haben kaum einen Unterschied zwischen den beiden Polituren bemerkt auf dem mittelhart Smart Lack, beide Polituren haben leichte Kratzer und Swirls auch mit den Excentern relativ gut und zügig beseitigt und ließen bei vorherigen Test-Spots keine Unterschiede erkennen.

Hätte uns jemand während des Polierens heimlich die Tuben vertauscht - ich glaube nicht, dass wir es gemerkt hätten.

Ich hatte die sanftere SONAX ProfiLine Perfect Finish (entf. 2000er Schleifspuren) am Wickel, deswegen konzentriere ich meine nachfolgende Kurzbewertung auf diese (Bild 20) . Rolf hat die SONAX ProfiLine Cut & Finish (entf. 1500er Schleifspuren) benutzt, aber wie gesagt, wir haben keine grossen Unterschiede auf diesem Lack bemerkt.

 

19 verwendete SONAX Polituren19 verwendete SONAX Polituren20 SX Perfect Finish und oranges RW Pad20 SX Perfect Finish und oranges RW Pad21 Hochkonzentrierter Celsi mit der Flex21 Hochkonzentrierter Celsi mit der Flex

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Kurze Bewertung der SONAX ProfiLine Perfect Finish

     

    Insgesamt hat uns diese Politur sehr gefallen, was auch auf Ihre etwas giftigere Schwester, die SONAX ProfiLine Cut & Finish zutrifft. Wir werden wohl unsere bisherigen MENZERNA Bestände erst einmal aufbrauchen und auf den SONAX Polituren Range umsteigen. Für härtere Fälle halten wir die 3M Schleifpolituren vor, ausserdem habe ich vor, die MEGUIARS #105 mal auszuprobieren. SONAX hat zwar mit der ProfiLine Schleifpaste (war nicht unter den Testartikeln) noch was Härteres im Programm, aber das haben wir noch nicht getestet und eine 500er fehlt im Product Range, wenn ich nicht schiele.

     

    PRO

     

  • Sehr angenehm und lange zu fahren, bleibt lange "feucht" und verklumpt erst sehr spät
  • Sehr geringe Staubentwicklung
  • Guter "Biss" bei gutem Finish, auf dem Niveau unserer zuvor benutzten MENZERNA Produkte bei gleicher Zügigkeit
  • Auch preislich auf gleicher Höhe wie MENZERNA oder 3M

 

    CONTRA

     

  • Keine Angaben/Empfehlungen zur Drehzahl auf der Tube, ebenfalls nicht zum Schleifgrad (nur ein SONAX-eigenes Zahlenstufensystem von 1-6)
  • Absolut ärgerliche Dosierung: Der Auslaß enthält eine Membran, die bei Druck auf die Tube zunächst nichts austreten läßt. Man muß stärker drücken, damit was rauskommt, und dann kommt gleich ein ganzer Schwall raus. Kontrollierte Entnahme erfordert Konzentration und Übung - nicht optimal, um mal eben Produkt nachzulegen. Nervtötend !

 

 

 

 

Nachdem die Tür fertig war, ein Blick nach draussen: Oha, die Sonne lässt sich gerade blicken. Die Chance für einen Hologramm-Check, also raus mit der Karre in die Sonne, und siehe da: Keine Hologramme. Allgemeine Zufriedenheit, auch wenn Rolf auf der Spiegelung in der Tür gerade einen Gesichtsausdruck hat, als hätte er sich versehentlich auf die EZ Detail Brush gesetzt (Siehe Bild 22)

 

22 Hologramm-Check in der Sonne22 Hologramm-Check in der Sonne23 Abnahme erst mit SONAX rot, ...23 Abnahme erst mit SONAX rot, ...24 ... dann mit COBRA Tüchern24 ... dann mit COBRA Tüchern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Abnahme der Polituren verwendeten wir die in kleiner Zahl ebenfalls beiliegenden roten SONAX Mikrofasertücher , dann die COBRA Tücher, die einfach mehr schlucken und weicher sind.

 

 

 

    Kurze Bewertung der SONAX 04162410 Mikrofasertücher rot

     

    PRO

     

  • Im Neuzustand weich und lackunschädlich, es sei denn, man scheuert mit großem Druck
  • Deutlich weicher und lackschonender als Supermarkt-Mikrofasertücher, aber kaum teurer
  • Mit ca. EUR 2,- pro Stück konkurrenzlos preiswert für diese Qualität (siehe auch unter "contra")

 

    CONTRA

     

  • mit ca. 40 x 40 cm recht klein, dazu kommt eine relaltiv geringe Faserdichte und -länge. Deshalb insgesamt nicht sehr aufnahmefähig, aber für den Preis durchaus okay.
  • Der nach Wäsche für alle MFT, die ich bisher getestet habe, übliche "Weichheitsverlust" bringt dieses Tuch schon nach ca. 2maliger Wäsche an die Grenze der Eignung für den Lack, jedenfalls für uns "Haarlinienzähler". Es gibt dann aber immer noch ein sehr schönes und vielseitiges "Schlampentuch" ab, ich nutze es gerne für Fenster und Innenreinigung und sogar im Haushalt.
  • Relativ harter, gekettelter Rand
  • Färbt bei Wäsche übelst ab, nicht mit anderen Sachen waschen, wenn diese nicht einen rosé Ton annehmen sollen

 

 

 

 

*** So, hier mache ich nun erstmal einen Cut und veröffentliche das ganze als "Teil 1". Ich bin noch lange nicht fertig, aber es sind jetzt schon fast unzumutbar viele Bilder und Text - da schlaft Ihr mir ja ein. Teil 2 reiche ich nach, sobald Ihr diesen Teil hier 'verdaut' habt :) ***


15.06.2011 20:59    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , ,

I. EINLEITUNG

 

Hinweis: Dieser Text ist in dieser Form zunächst in einem anderen Fachforum von mir veröffentlicht worden. Allerdings werde ich hier auf MotorTalk immer wieder nach diesem Produkt bzw. meinem Kurzreview dazu gefragt. Darum habe ich den nachfolgenden Artikel, modifiziert und aktualisiert, nun auch hier eingestellt.

 

 

Ich möchte Euch nachfolgend kurz ein neues DODO JUICE Produkt, die Versiegelung Supernatural Hybrid (nachfolgend: SNH) vorstellen. Diese Vorstellung beschränkt sich umständehalber auf die bekannten Fakten zum neuen Produkt, sowie die Anwendung und optische Eindrücke. Zur Standzeit kann ich nicht mit eigenen Erfahrungen dienen: Abgesehen davon, dass das SNH für aussagekräftige Standzeittest-Ergebnisse erst viel zu kurz auf dem Markt ist, probiere ich als Neuling in puncto Versiegelungen gerade mit diversen synth. Quick Detailern herum. U.a. mit dem ebenfalls recht neuen CHEMICAL GUYS Hybrid V7 Optical Select-High Gloss Spray Sealant & Detailer und dem PRIMA Slick. Von Letzterem habe ich bereits einen sehr guten Eindruck auf dem SNH gewonnen ...

 

Da diese Detailer u.a. auch die Standzeit "boosten", scheidet mein Fzg. damit schon aus für einen Standzeittest des SNH.

 

 

 

II. ANGABEN ZUM PRODUKT

 

- Das SNH soll die Eigenschaften vom 'normalen' Supernatural und die des DODO JUICE Quick Detailers Red Mist optimal vereinen.

- Es ist nicht vorgesehen, das 'normale' Supernatural durch das SNH zu ersetzen oder zu verdrängen, die Produkte sollen nebeneinander existieren und verschiedene Vorlieben bedienen.

- Wird im 100ml Pot geliefert

- DODO JUICE führt es als "Paste Sealant", nicht als Wachs, obwohl es wie ein Wachs aussieht (aber nicht riecht)

- Das Schichten wird auf dem Etikett ausdrücklich empfohlen

- Über das mögliche Toppen von SNH mit SN gibt es bisher trotz Nachfragen keine Angaben (siehe aber dazu meine Erfahrungen im letzten Abschnitt)

- In ihrem Forum nennen die Jungs von DODO JUICE eine erwartete Standzeit von ungefähr 6 Monaten bei schonender Pflege (Anzahl der Schichten bleibt ungenannt, ich vermute, die Rede ist von einer). Generell bescheinigt man dem SNH ungefähr einen Monat mehr Standzeit als dem SN. Auf "hauptsächlich in der Garage stehende Wagen" (so interpretiere ich "Garage Queens") sollen bis zu 8 Monate drin sein.

- Angeblich bessere Lösemittel-Resistenz als beim SN, damit hoffentlich auch unempfindlicher gegen die Folgen in der Sonne schmurgelnder Insekten (ein Problem u.a. bei "VAG-Lacken" im Sommer) (siehe aber dazu meine Erfahrungen im letzten Abschnitt)

- Kostenpunkt: derzeit knapp EUR 38,- in Deutschland

 

 

III. LOOK AND FEEL

 

DOSE

Das flache Döschen ist (in doppelter Höhe) vom regulären SN bekannt. Das Etikett auf der Rückseite bietet einige Hinweise. Damit jeder was davon hat, übersetze ich es:

SUPERNATURAL HYBRID ist eine (sehr) haltbare Pasten-Versieglung, gemacht aus synthetischen wie (bzw. 'und') natürlichen Zutaten, geeignet, um Lack und Felgen zu versiegeln. Auf eine saubere, (gut) vorbereitete Fläche auftragen. Abnehmen nach Eintrübung (Antrocknen). Schichte (es) nach 1-24 Stunden

 

INHALT

Das Produkt wirkt zunächst einmal fest. Es hat sich auch schon in dem Döschen "losgerappelt" und schlackert beim Schütteln darin herum und erweckt auch vom Geräusch her den Eindruck von "Härte". Wenn man jedoch mit dem Finger auf der Oberfläche herumfährt, gibt es sofort nach, "schmilzt", wenn man so will und bleibt in einem sehr dünnen Film am Finger zurück. Das SNH wird sicher sehr sparsam zu verarbeiten sein, vllt. auch deshalb die kleine Dose. Ich habe im folgenden Detailbild mal ein "S" auf die Oberfläche gemalt, ist aber kaum zu erkennen:

 

Von der Konsistenz her erinnert es mich damit schon sehr an das FINISH KARE 1000P , aber noch mehr vom Geruch. Keine Spur mehr von der fast neutralen, leicht süßlichen Note des SN, sondern es riecht (ebenso leicht wie das SN) nach Lösemittel, und zwar in der gleichen Duftnote wie das (viel stärker riechende) 1000P.

 

 

IV. PRAKTISCHE ANWENDUNG

 

- Das SNH ist im Grunde aufzutragen wie jedes andere Hardwachs der DODO JUICE Reihe auch.

- Im Gegensatz zum normalen Supernatural, das ich absichtlich auf Kunststoffe geschmiert habe, weil es sie schön konserviert und wieder tief schwarz gemacht hat, sollte das SNH nicht auf nackten Kunststoff oder Gummidichtungen gelangen. Es hinterläßt dort weiße Rückstände, die meinem Gefühl nach aber nicht so schwer zu entfernen waren wie Politurreste.

- In der Beschreibung auf der Dose wird nicht genau darauf eingegangen, wie lange das Produkt auf dem Lack verweilen sollte ("Buff off when hazed"). Nach einer Viertelstunde in der (noch recht schwachen) Sonne jedoch mußte ich manchmal ganz schön "schrubben", um die letzten Spuren vom SNH wieder vom Lack zu bekommen. Insgesamt war die Verarbeitung aber nicht außergewöhnlich zickig.

- Der Verbrauch war nicht so niedrig, wie ich in Teil 1 "orakelt" hatte. Ich habe für 2 Schichten etwa 1/8 der Dose verbraucht.

 

 

V. GLANZ UND ERGEBNIS

 

Vom Glanz her glaubte ich die begeisterten Schilderungen, die ich bis dato in UK Fachforen gelesen hatte, zunächst nicht nachvollziehen zu können. Das SNH glänzt schon toll, allerdings hatte ich das vom normalen SN auch nicht anders in Erinnerung. Der Glanz vom SNH ist dabei erwartungsgemäß mehr "sealant-like", härter.

Allerdings, als dann die Nachmittagssonne herauskam und ich mal aus den richtigen Perspektiven geschaut habe, glaubte ich doch teilweise eine Tiefe in dem Glanz zu erkennen, die es beim SN so nicht gibt.

Ganz besonders gut sieht man diese Tiefe in Bild 6 - es wirkt, als könne man in die Motorhaube hineinspringen und untertauchen.

Für alles weitere lasse ich (10) Bilder sprechen.

 

Bild 1Bild 1Bild 2Bild 2Bild 3Bild 3

Bild 4Bild 4Bild 5Bild 5Bild 6Bild 6

Bild 7Bild 7Bild 8Bild 8Bild 9Bild 9

Bild 10Bild 10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VI. BISHERIGE ERFAHRUNGEN

 

- Mit der von mir erhofften erhöhten Resistenz gegen Insekten sieht es nicht gut aus: Ca. 2 Wochen nach Wachsauftrag hafteten die Insekten am SNH genauso hartnäckig wie am SN, und 2 oder 3 fette Exemplare haben es auch bis auf/in den Decklack geschafft und dort die üblichen "Schatten" hinterlassen.

 

- Auch mein Experiment, das SNH mit SN zu toppen, ging aus meiner Sicht in die Hose. Das SN nahm dem SNH den harten, spiegelnden Glanz, der mich so begeistert hat, der Glanz wurde leicht "diffus", wie die Sonne durch leichten Dunst betrachtet. Das SN habe ich mit einem stark entfettenden Shampoo wieder runtergewaschen und noch eine Schicht SNH nachgelegt.

 

- Mein langjähriger Begleiter, der altbewährte CHEMICAL GUYS Pro Detailer with Carnauba , hatte einen ganz Bild 11Bild 11ähnlichen Effekt wie das SN auf dem SNH, deswegen suche ich derzeit, ich hatte es eingangs erwähnt, nach alternativen Detailern im synthetischen Bereich.

 

- Zum Anschluss jetzt aber noch was wirklich Positives zu meinem neuen Lieblingswachs meiner neuen Lieblingsversiegelung: (Siehe Bild 11: ) Überragendes Beading noch fast 3 Wochen nach Auftrag (Wagen ca. 1000km bewegt in dem Zeitraum).

 

Ich hoffe, Euch hiermit einen guten Eindruck von dieser tollen Versiegelung verschafft zu haben.

 

Gruss,

Celsi


13.02.2011 23:08    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (97)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Alles hat ein Ende nur mein BLOG hat zwei ?

 

Hach, ich könnte mir stundenlang auf die Schulter klopfen für den 'Vortitel' "Das dicke Ende". Nimmt er doch sowohl Bezug darauf, daß die mein letzter BLOG-Eintrag ist und ich meine Aktivitäten bei MotorTalk aufgebe, als auch darauf, daß das Hinterteil meiner Saftorange nach der u.a. Aktion nun um ca 40kg schwerer geworden ist.

 

Eigentlich bin ich ja schon seit fast 2 Wochen "weg", aber ich hatte versprochen, Kumpel Saverio mit einem BLOG-Artikel über seine Arbeit zu 'ehren', und dieses Versprechen löse ich hiermit noch ein.

 

 

 

 

Vorwort

 

Am BOSE Soundsystem im TT 8J scheiden sich die Geister, und dies nicht nur in diesem Forum. Von 'grottenschlecht' bis 'toll' ist alles dabei, ich habe sogar schon Meinungen gelesen, daß man eine Art 'audiophiles Gehör' benötige, um rauszuhören, wie gut das BOSE System wirklich sei.

 

Von meinem Standpunkt aus ist das BOSE System ganz okay, aber seine Software macht es künstlich schlecht. Bei mir hat das BOSE System eine gewisse "Entwicklung" hinter sich, bevor ich es endgültig rausgeworfen habe, deswegen kann ich alle Meinungen, die es dazu gibt, nachvollziehen, bis auf vielleicht die 'audiophile Theorie'.

 

Die Entwicklung meines BOSE Systems am BNS 5.0 seit Kauf

 

Mein 2008er TT wurde im Dezember 2009 gekauft, obwohl mich der Sound schon bei der Probefahrt enttäuscht hatte (hatte extra eine CD aus meiner Sammlung dabei). Aber die Begeisterung über den Rest des Wagens ließ dies völlig in den Hintergrund treten, zumal ich mich noch mit dem Gedanken getröstet habe, das BOSE Zeugs 'mal eben' rauszurupfen, wenn ich gar nicht damit klarkomme.

Jedoch habe ich mich schon wenige Tage später mit dem 'Soundproblem' befasst, weil es wirklich klang, als käme der Sound nicht aus (pseudo-)HiFi-Lautsprechern, sondern aus hinter den Abdeckungen verbauten Telefonhörern. Schon bald las ich in den Fachforen vom "Sofwareupdate #160", und wie üblich mußte man bei AUDI mit einer TPI Nummer und einem völlig am Problem vorbeigehenden Stichwort "Navi-Stottern" (hatte ich nicht) aufkreuzen, damit die schlecht informierten AUDI-Servicemitarbeiter das Update in ihrem System wiederfanden.

Genug geschimpft, denn eines muß man sagen: Die Veränderung durch Softwarestand #160 waren dramatisch. Der Sound war 'präsenter', die bisher vermissten Mitten wurden viel ausgepräger und aus dem Heck kam bei entsprechenden Tracks plötzlich ein satter, trockener Bass, den ich bei größerer Lautstärke sogar als 'druckvoll' bezeichnen würde. Ich sage es ganz ehrlich: Wäre das so geblieben, hätte der im folgenden beschriebene Ausbau nie stattgefunden. Und diese Phase des guten Sounds 'trotz BOSE', wie man ja fast schon sagen muß, ist auch der Grund, warum ich Leute, die mit Ihrem BOSE Sound im 8J zufrieden sind, nicht kategorisch für bekloppt erkläre und BOSE Systeme nicht grundsätzlich als 'schlecht' abstempeln möchte.

Diese Zufriedenheit dauerte ca. 1/2 Jahr, bis der Wagen in die Werkstatt ging. Seine 2Jahres-Werksgarantie neigte sich dem Ende zu, und ich hatte genug über das "Longlife" Prinzip gelesen, um bei erster Gelegenheit wieder auf feste Intervalle umstellen zu lassen. Also ließ ich einen Ölwechsel mit ordentlichem Öl machen und den Wagen auf 15.000km-Festintervall umstellen. Mein AUDI-Service-Mitarbeiter, dem ich im Grunde vertraue, schwört, er hätte nichts anderes gemacht, wäre sowohl hardware- als auch softwareseitig nicht mal in der Nähe des BOSE-Systems gewesen ... aber ich bekam den Wagen nicht nur mit 15.000km-Intervallen zurück, sondern auch wieder mit "Telefonhörer"-Sound.

Ab da begann mein 4monatiger Kampf gegen den schlechten Sound, den ich mal in Stichpunkten aufführe, um es etwas abzukürzen:

  • Keine der Komponenten (Lautsprecher) war ausgefallen
  • Das Auslesen des Steuergerätes zeigte immer noch Softwarestand #160 an. Zur Sicherheit ließ ich das #160 nochmals drüberbügeln - keine Besserung.
  • Ich habe BOSE kontaktiert, dort gab man sich die allergrößte Mühe, mir zu helfen, bot mir sogar an, mir testweise ein definitiv intaktes Steuergerät ("BOSE-Verstärker") zuzusenden, das habe ich nicht wahrgenommen wegen dem nächsten Punkt:
  • Ich habe 2 weitere TTs (1x 2010er TTS, 1x2007er TT 2.0) aufgetrieben, beide mit BOSE, der TTS mit #160 und der TT mit #150 - beide klangen genauso schlecht wie meiner. Ergo: Bei meinem ist nichts kaputt.
  • Ich habe einen sehr hilfsbereiten User hier aus dem Forum (TTaurus) aufgetrieben, der ein VCDS OBD-Kabel besitzt, plus die entspr. Software. Wir haben stundenlang versucht, der Saftorange besseren Sound zu entlocken, in sehr engen Grenzen hat das sogar funktioniert: Codiert als "Roadster mit Stoffsitzen" wurde zumindest der Bass ein wenig satter, aber gut war das noch lange nicht.
  • Natürlich habe ich auch die Möglichkeit, daß diese Verschlechterung nur in meinem Kopf stattgefunden hat, in Erwägung gezogen. Allerdings bestätigten mir die 10 Leute, die regelmäßig bei mir 'beifahren', teilweise sogar ungefragt, daß meine Soundquali derbe abgestürzt war.

 

Zusammenfassung: Der Wagen mit SW #160 und gutem Sound wurde (für die Intervallumschlüsselung) an die AUDI Online-Diagnose gehängt und kam mit schlechtem Sound zurück (aber weiterhin SW #160). Ob sich diejenigen, die noch guten Sound haben, unter diesen Umständen noch in die Werkstatt trauen, müssen sie wohl mit sich selbst (oder ihrem Freundlichen) ausmachen.

 

 

Die Lösung des Problems

 

Aufgrund dieser Reihe von Pleiten und einem üppigen Weihnachtsgeld gegen Ende 2010 habe ich mich dann zum Jahreswechsel dazu entschlossen: Das BOSE muß raus. Im TTFAQ-Forum hatte ich schon länger Kontakt mit Saverio, der hobbymäßig schon dem ein- oder anderen Wagen zu einer 'besseren Stimme' verholfen hatte und den ich dann kurzerhand mal besucht habe. Der hat mir Teile empfohlen, von denen ich bisher noch nie gehört hatte (größtenteils JL) und deren Preise mein Weihnachtsgeld dahinschmelzen ließen wie ein Stück Butter in der Sonne, aber er strahlte eine dermaßene Kompetenz aus, daß ich alle seine Vorschläge blind 'gefressen' habe. Meinen Wagen habe ich ihm eine Woche dagelassen, damit er das alles in Ruhe einbauen kann - und ich habe es bis heute kein Stück bereut. Der Sound in meinem TT ist nun zum Weinen genial, in aller Unbescheidenheit: Ich hab in keinem Auto je etwas besseres gehört.

Leider hat Saverio nur wenige Fotos gemacht, aber die will ich Euch hier zeigen und kommentieren:

 

1 Innenleben der Türen o. Speaker1 Innenleben der Türen o. Speaker Die Türen bekamen das 3-Wege-System

 

HERTZ HSK163.3 mit V-Cone

 

spendiert. Vorher hat Saverio sie allerdings noch aufwendig mit Alubutyl ausgekleidet, so daß sie jetzt ins Schloss fallen wie bei einer gepanzerten S-Klasse. Dafür rappelt oder scheppert rein gar nichts - nur die Gläser der Außenspiegel mußte ich fixieren, die hatte der Bass schnell losgerappelt.

Den nötigen Aufbau, um den Rahmen und damit die 'Tiefe' der BOSE Lautsprecher zu reproduzieren, hat Saverio durch mehrere geschichtete MDF-Ringe gelöst - siehe Bild 1. Außerdem brauchen die Mitteltöner einen geschlossenen Raum von ca. 1 Liter 'im Rücken', auch den hat ihnen Saverio aus MDF gebaut.

2 Innenleben der Türen o. Speaker2 Innenleben der Türen o. SpeakerDie Kabel wurden durch die serienmäßigen Kabelführungen in die Türen geführt. Spätestens bei diesem Kommentar wird sich wohl der ein oder andere fragen, wo denn da die Hochtöner und die Frequenzweichen geblieben sind. Nun, zu den Hochtönern kommen wir gleich im nächsten Abschnitt, und die recht voluminösen Frequenzweichen waren nirgendwo vorne im Wagen ordentlich unterzubringen und wurden deshalb in der Kofferraumwanne untergebracht - wie der Rest der Elektronik. Auch, da die Frequenzweichen den Benutzer durch Schalter noch Einfluß auf die Ausprägung der Höhen und Mitten nehmen lassen, war das eindeutig die elegantere Lösung, statt sie im Inneren der Türen oder irgendwo hinter dem Armaturenbrett 'wegzuschließen'. Die 2x3 Paare hochwertiges Lautsprecher-Kabel (Hochtöner: 2,5mm² AIV, Mitteltöner: 2,5mm² AIV, Tiefmitteltöner: 4mm² AIV), die man dafür vom Heck zur Front nach vorne führen mußte (zzgl. der eigens dafür konfektionierten Chinch+Remote Leitung zu den Endstufen hinten), nahm der Fachmann deshalb gerne in Kauf.

 

Zu den Hochtönern habe ich ja oben schon 3 Bilder geliefert, die praktisch alles zeigen.

 

 

3 Hochtöneraufnahmen Rohzustand3 Hochtöneraufnahmen Rohzustand4 Hochtöner links fertig4 Hochtöner links fertig5 Hochtöner rechts fertig5 Hochtöner rechts fertig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Naja, Bild 4 benötigt wohl ein paar erklärende Worte :) : Das sind die originalen Lautsprechergitter der Höhen links und rechts aus dem Armaturenbrett, auf denen das Hochtönergehäuse von HERTZ aufgeklebt und mit einer Damenstrumpfhose abgespannt wurde. Hehehe, er hat gesagt, ich soll das nicht schreiben, das gibt Ärger :) :) :) . Also, die Damenstrumpfhose wurde dann mit GFK Glasfaserspachtel bestrichen und so wurde eine feste Struktur geschaffen, die laminiert, grundiert und matt lackiert werden konnte. Wenn man Bild 4 und 5 aufzoomt, sieht man auch was vom Endergebnis :)

Weiter geht's mit dem Kofferraum, bzw. der Reserveradmulde, erstmal mit ein paar Bildern:

 

6 Frequenzweichen im Einbau6 Frequenzweichen im Einbau7 Fertig bestückte Reserveradwanne7 Fertig bestückte Reserveradwanne8 Kabel zum Subwoofer8 Kabel zum Subwoofer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Saverio hat für alle Komponenten Aufnahmen ins Styropor hineingesägt und sie damit perfekt untergebracht. Die Kabel sind ordentlich verlegt und verschwinden sauber im (Styropor-)Untergrund. Stromkabel und Audiokabel verlaufen getrennt. Von großem Vorteil war es, daß der 8J die Batterie auch im Kofferraum hat, so lang die Audiokabel auch laufen mußten bis nach vorn, die Kosten für die Stromversorgungskabel hielten sich in Grenzen :). Der Sicherungskasten (rechts oberhalb der Batterie) wurde auch gleich in der Nähe untergebracht, ebenso der 1 Farad Kondensator von BRAX (links neben dem Tyre Set).

 

Die beiden Endstufen (Bild 8) sind je eine

 

- JL Audio Slash 300/2 V2 (2x 150W) für das Frontsystem

 

und

 

- JL Audio Slash 500/1 V2 Monoblock (1x 500W) für den Subwoofer (zu dem komme ich als nächstes)

 

Bild 9 zeigt das gesleevte Kabel (6mm² AIV), welches zum Subwoofer geht. Es endet in einem speziellen Stecker, der mit einem Handgriff am Subwoofer-Gehäuse angebracht oder abgemacht werden kann, damit der Sub schnell rausgenommen werden kann, wenn der ohnehin kleine TT-Kofferraum komplett benötigt wird. Der Stecker trennt (wenn er ab ist), übrigens auch die Remote-Leitung für den Monoblock, damit die Stufe nicht vor sich hin brät, während der Sub nicht dran hängt. Saverio denkt an alles :)

 

Kommen wir nun zum Star des Ensembles: Dem Subwoofer und dem handgerfertigtem Gehäuse. Dazu gibt es gleich nochmal eine kleine Bilderstrecke:

 

9 Subwoofergehäuse Rohzustand9 Subwoofergehäuse Rohzustand10 Subwoofergehäuse fertig10 Subwoofergehäuse fertig11 Subwoofergehäuse mit Sub11 Subwoofergehäuse mit Sub

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12 Gehäuse mit TT Relief12 Gehäuse mit TT ReliefBei dem Woofer handelt es sich um einen

 

JL Audio 10W6V2-D4

 

Zum Gehäuse: Gebaut aus 21mm MULTIPLEX. Die Neigung der Rückwand entspricht exakt der leichten (3°) Neigung des Rücksitzbank. Bezogen mit hochwertigem Kunstleder, die Unterseite ist mit Anti-Rutschmatte beklebt, so daß das Gehäuse auch in scharfen Kurven an Ort und Stelle bleibt. Als besonderes Schmankerl hat Saverio mich mit dem TT Relief auf der Oberseite überrascht und den Alu-Profilen. Er mag es, Sachen bis ins letzte Detail auszufeilen.

 

 

 

 

Kommen wir nun noch zum subjektiven Teil: Das Klangbild. Ich muß vorausschicken, daß ich zwar Wert auf einigermaßen gut klingende Musik im Auto lege, aber diese 'Mätzchen' mit mehreren Endstufen, Powercap etc. immer für unnötig hielt. Ich habe keine Erfahrung mit hochwertigen Soundsystemen im Auto und mich nur auf diese Aktion eingelassen, um meine lange Sound-Leidensgeschichte im TT garantiert hinter mir zu lassen. Entsprechend überwältigt bin ich nun vom Ergebnis. Der Sound ist dermaßen klar und ... präsent, die 'Bühne', wie Saverio es nennt, ist wirklich in meinem Fahrgastraum vorne und nicht irgendwo in weiter Ferne wie beim BOSE System zuvor. Jedes Instrument wird klar herausgespielt, auch bei schwierigen Stücken, wo viele Instrumente ineinander spielen und der Bass auch noch kräftig beansprucht wird. (Beispiel: ab ca. Minute 2:35 ). Das geilste war aber, daß ich in dem mir seit langen Jahren bekannten Song "Money For Nothing" von Dire Straits zum ersten Mal rausgehört habe, daß eine Cowbell mitspielt (so eine 'Kuhglocke', auf die man mit dem Drumstick haut) - das habe ich nie zuvor bemerkt, weder im Auto noch auf dem Heimsystem. Die Höhen sind so klar und brilliant, daß ich sie am Radio ein Stück rausgedreht habt. Bass steht auf 0 oder +1 - mehr kann ich nicht reindrehen, schon jetzt wuscht mir der Bassdruck von hinten die Haare, wenn ich's etwas lauter mache - kein Scherz! Dabei ist der Bass kraftvoll, aber hart und trocken - perfekt. Der Bass ist übrigens vom BNS 5.0 aus 'regelbar': Da dieser an den hinteren Ausgängen hängt und das Frontsystem an den vorderen (ein Hecksystem gibt es nicht mehr), muß ich nur nach vorne/hinten faden, um den Bass-Level zu mindern oder zu erhöhen.

 

Alles in allem eine absolut gelungene Sache, die zwar ihren Preis hatte (ich darf soviel verraten, daß eine "2" vorne stand) - aber ich würde es jederzeit wieder tun. Und auch jederzeit wieder zu Saverio gehen für Beratung und Einbau. Für mich als "Anti-Handwerker" ist es einfach unbegreiflich, wie man aus dem Nichts solche Bassboxen oder Hochtöneraufnahmen baut.

 

Rückfragen beantworte ich gerne - wenn ich denn kann ;)

 

Gruss,

Celsi

 

 

 

 

BILDER zur untenstehenden Ergänzung: (Kommentare einblenden um diese zu lesen)

 


15.01.2011 19:09    |    Celsi Celsi    |    Kommentare (2)

Hallo zusammen,

 

aufgrund der immer wieder auftauchenden Fragen nach Motorkennbuchstabe, aber mittlerweile noch öfter dem Farbcode des Leders (wird benötigt bei Bestellung von Reparatur-Sets) habe ich mich entschlossen, das im Service-Heft auf Seite 1 zu findende Codesheet mal aufzudröseln.

Das im Bild gezeigte Codesheet ist von einem TT von 08/2008, sollte aber nach meinen Informationen für alle derzeit aktuellen AUDI-Modelle mehr oder weniger passen.

Ich weiß nicht, wie es bei anderen Modellen ist, aber der TT 8J hat so einen Aufkleber auch noch einmal im Kofferraum auf der Polblende der Batterie.

 

Wer diesen Artikel um das Codesheet für seine Fahrzeugmarke erweitert sehen möchte, kann die Infos gerne zusammensammeln und mir ein entsprechendes PIC zur Verfügung stellen, ich werde es dann in ihrem/seinem Namen zu diesem Artikel hinzufügen.

 

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Autor

Celsi Celsi

Wachsnascher


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