25.02.2010 23:13
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Dr Seltsam
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Kommentare (29)
drekscherfiesta
Dieser Blog schwebt mir seit geschlagnen 3 Monaten vor, aber jetzt wo Kollege Honkie diesen Blog rausbrachte:
http://www.motor-talk.de/.../...-ein-scirocco-update-t2586909.html?...
wars für mich klar, dass hier muss raus! Warum?! Werdet ihr vielleicht beim lesen verstehen. Den wenn ich so meine Neulichartikel schreibe, den Autos Charakter gebe, dann fällt mir auf, so wie es bei den Menschen Klischeetypen gibt die man einfach nicht übergehen kann, so gibts die auch bei den Autos. Daher hier, Dr Seltsams Autoklischeetypen. Habt Spass beim lesen und wiederfinden und alles nicht so Ernst nehmen
Das Arbeitstier: Lack stumpf, Rost am Arsch, Frontstoßstange wackelt, die 200.000 innerhalb von 15 Jahren locker überschritten und selbst der taffeste Schrottplatzwart erschrickt vor dieser Kiste. Aber sie fährt! Und fährt, und fährt und fährt. Täglich. Dutzende vom KM. Und ist nicht tot zu kriegen. Das typische Arbeitstier eben, fertig von der Arbeit, davon deutlich gezeichnet, ist aber nicht tot zu kriegen! Schlaglöcher nimmt sie mit sarkastischen Sprüchen und fetzt sich gern mit Karren des Status Beamter und Luxuszicke. Einfach weils ihr Spass macht. Typische Vertreter: Alle Mittelklassefahrzeug von Opel, VW und Ford der 90er sowie Kleinwagen jeder Epoche.
Der Beamte: Tägliches Fahrtaufkommen: Exakt 20,5 KM insgesamt. Garagenstellplatz und jeden Sonntag wird 5 Stunden von Hand gewaschen, der Wagen nur mit den edelsten Pflegeprodukten angefasst und jeder Fliegenkörper der auf der Front zerplatzt, jedes Salzkorn das seine scharfen Kanten am Blech reibt ist ein halber Weltuntergang. Fängt allerdings auch direkt an zu jammern wenns mal nass wird. Eben ein kleines Sensibelchen was zusehr von Papa verwöhnt wurde. Typische Vertreter: Vorallem Neuwagen der Oberklasse, kann aber teilweise sogar runter bis zum Kleinwagen gehen.
Die Luxuszicke: Steht eigentlich nur in der Garage, wird maximall pro Woche bis zum Supermarkt und zurück bewegt und kriegt jede Inspektion. Kaum leuchtet mal eine Lampe wird sie sofort in die fachkundigen Hände eines Meisters weitergerreicht. Wie das aber so ist, man muss sich bewegen, sonst wird man fett und faul. Und so ists auch mit der Luxuszicke. Wird eigentlich nicht gefordert, aber das viele stehen bekommt ihr nicht gut weswegens gern mal passieren kann das sie so faul wird das sie auch die kleinste Arbeit verweigt und mit Standschaden liegen bleibt. Dafür aber glänzt sie umsomehr auf Shows, Messen und Veranstaltungen. Typische Vertreter: Showcars, Oldtimer, Omas Einkaufstasche und Supersportwagen aus großen Sammlungen.
Der Hardrocker: Rein in die Kurve mit maximaller Geschwindigkeit, raus und voll durchs Schlammloch. Dreckbesuddelt weiter, Gang runterumsen und die Schleichkröte mit kreischendem Motor und Getriebe überrunden, scharf einscherren, weiter im Programm! Fährt grundsätzlich gern am Limit und ist erst glücklich wenns irgendwas lahmes vor sich herjagen kann. Im Gegensatz zu seinem nächsten Verwandten dem Tiger findet man diesen Wagen weniger auf der Autobahn sondern mehr überallanders. Im Stadtverkehr, auf buckligen Landstraßen und Innerorts sowie auf Parkplätzen wo er wild kreisend sich über die riesen Staubwolken freut die er nach hinten aufwirbelt. Dieser Wagen ist erst glücklich wenns so richtig kracht, schauckelt und das Adrenalin durch den Kühlkreislauf schiesst! Typische Vertreter: Alte Kleinwagen aller Art in der Hand von U 30, Sportwagen, Mittelklassekisten in ihrer Sportausführung wie z.B. Golf GTI oder Focus ST.
Der Tiger: Unauffällig und genüsslich cruiste er durch Stadt und Land. Aber wehe dem er sieht das blaue Schild mit einer kleinen Nummer in einem weißen, rechteckigen Kasten. Dann erwacht der Jagdttrieb! Unter 200 ist Schrittgeschwindigkeit, warum verfolgen wenn man führen kann. Wie ein Blitz jagt er an allem vorbei, was im Weg ist wird zur Seite gelichthupt auch wenn das selten nötig ist, sein Auftretten allein reicht aus das man ihm gebieterisch Platz macht. Brüllend faucht er vorbei, bewundernde Blicke hinter sich, die KM vor sich. Typische Vertreter: Sportwagen ab Porsche, teilweise auch GTI, RS und Co.
Der Angsthase: 80 möglich, 70 erlaubt, 60 werden gefahren. Sorgenvoll schaut er sich um, Lücken müssen viermal so groß sein wie eigentlich benötigt und abgebogen wird nur so, dass das Wasser in der Wasserwage sich keinen MM nach links oder rechts bewegt. Bei jedem Gerräusch zuckt er zusammen, Huptöne führen schonmal zum spontanen Zündaussetzern. Diese Wagen sind wandelnde Nervenbündel, nur nicht aufregen sonst fällt ihnen noch die Radkappe ab vor lauter Zittern! Typische Vertreter: Reiskocher aller Art und alles ab Mittelklasse abwärts in Silber
Der Hippy: Die Welt ist bunt, dass Leben ist schön, die Kühe gucken freundlich und selbst die Sonne scheint Gitarre zu spielen. Alles is voll im Flow, warum hetzen wenn man das Leben genießen kann?! Das Tempolimit ist die oberste Grenze, er hat viel Zeit. Im Gegensatz zu andren. Weswegen er auch andre gernmal zur Zornesröte treibt. Aber ihn bringt nichts aus der Ruhe, den er hat sie gepachtet, die Ruhe. Typische Vertreter: Alles was alt, schrebblig und eh ohne Power ist.
Der Adler: Majestätisch gleitet er dahin, stolz und würdevoll. Die Blicke sind ihm sicher. Seine Embleme und der Chrome blitzen. Leicht könnte man ihn mit einer Kiste der Kategorie Beamter oder Luxuszicke verwechseln, aber er hat sein Leben gelebt. 30 Jahre und älter ist er, einer der letzten seiner Art. Er darf es langsam an gehen, man versteht es wenn er nur bei Sonne rauswill. Und jeder Rost, jede Panne, jeder Aussetzer wird ihm verziehen den er ist einfach ein alter Gentelmen bzw eine alte Lady und wer kann schon seinem Opa böse sein?! Vorallem wenn er so verdammt gut aussieht! Typische Vertreter: Oldtimer aller Art
Der Hektiker: Ich muss vorbei, ich muss vorbei. Schneller, schneller, schneller. Oh mein Gott ich komm zu spät. Wie Goofy im Ramschladen stürzt er über die Straße, immer knapp am Unfall vorbei, gehetzter Blick und hektische Fahrweise. Gerne wird er mal mit wesentlich zuviel auf dem Tacho erwischt und er kennt viele Heckklappen im Detail von hinten weil er so nah dran sitzt. Typische Vertreter: Vertretterkisten aller Art
Der rollende Jahrmarkt: Er ist so schön bunt. Soviel Zeug dran, soviel Kram. Es leuchtet bunt aus dem Innenraum, es leuchtet teilweise bunt von unten. Der Kollege ist so schwer behangen mit allerlei Klimbim das er wie ein rollender Jahrmarkt aussieht. Aus seinem innren ertönt Musik die meilenweit zu hören ist und während vorne die hässliche Plastikschürze ( unlackiert natürlich! ) Risse und Kratzer sammelt klappert hinten der dicke Endtopf und rotten sich in seinem Takt die Rostpartikel am Heck zusammen. Aber er meint er ist der Schönste im ganzen Land. Typische Vertreter: Golfmodelle ab Golf V abwärts und einige Opel der frühen 90er
Der Leidende: Schon seine Geburt war ein einziges Drama wie er sich so aus der Fabrik quälte. Kurz danach fing es an, erst die Lichtmaschine, dann klapperte die Dachverkleidung und zum Schluss ging einfach die Hupe los. Manchmal ist plötzlich die Batterie leer und nach dem ersten Winter gibts bereits den ersten Rost. Qualvoll sind schon seine ersten Jahre, Sonntagswagen wird er gern genannt, im Stillen betet man das ihn ein leichter Unfall oder der TÜV von seinem qualvollem Leben befreit. Typische Vertreter: Kann jeden treffen!
Der Harlekin: Das uneheliche Kind von Arbeitstier, Hardrocker und Hippy. Rote Karosse, gelbe Beifahrertür, weiße Heckklappe. Hässlich wie die Nacht, langsam wie die Schneckenpost, aber es fährt und ist nicht kaputt zu kriegen. Hat soviel mitgemacht das es übermäßig zu sarkastisch-zynischen Sprüchen neigt. Schafts teilweise bis zum Youngtimer aber fragt mich nicht wie. Mit vorrsicht zu genießen da dieser Wagentyp zu abstrusen Scherzen in Pannenform neigt. Typische Vertreter: Trifft meist alle unterhalb Oberklasse, besonders gerne bei Kleintransportern. |





