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Dr Seltsam

Geschlossen-Wir danken für ihre Treue

25.02.2010 23:13    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (29)

drekscherfiestadrekscherfiesta

Dieser Blog schwebt mir seit geschlagnen 3 Monaten vor, aber jetzt wo Kollege Honkie diesen Blog rausbrachte:

 

http://www.motor-talk.de/.../...-ein-scirocco-update-t2586909.html?...

 

wars für mich klar, dass hier muss raus! Warum?! Werdet ihr vielleicht beim lesen verstehen. Den wenn ich so meine Neulichartikel schreibe, den Autos Charakter gebe, dann fällt mir auf, so wie es bei den Menschen Klischeetypen gibt die man einfach nicht übergehen kann, so gibts die auch bei den Autos. Daher hier, Dr Seltsams Autoklischeetypen. Habt Spass beim lesen und wiederfinden und alles nicht so Ernst nehmen ;) :D :D :D :)

 

Das Arbeitstier: Lack stumpf, Rost am Arsch, Frontstoßstange wackelt, die 200.000 innerhalb von 15 Jahren locker überschritten und selbst der taffeste Schrottplatzwart erschrickt vor dieser Kiste. Aber sie fährt! Und fährt, und fährt und fährt. Täglich. Dutzende vom KM. Und ist nicht tot zu kriegen. Das typische Arbeitstier eben, fertig von der Arbeit, davon deutlich gezeichnet, ist aber nicht tot zu kriegen! Schlaglöcher nimmt sie mit sarkastischen Sprüchen und fetzt sich gern mit Karren des Status Beamter und Luxuszicke. Einfach weils ihr Spass macht.

Typische Vertreter: Alle Mittelklassefahrzeug von Opel, VW und Ford der 90er sowie Kleinwagen jeder Epoche.

 

Der Beamte: Tägliches Fahrtaufkommen: Exakt 20,5 KM insgesamt. Garagenstellplatz und jeden Sonntag wird 5 Stunden von Hand gewaschen, der Wagen nur mit den edelsten Pflegeprodukten angefasst und jeder Fliegenkörper der auf der Front zerplatzt, jedes Salzkorn das seine scharfen Kanten am Blech reibt ist ein halber Weltuntergang. Fängt allerdings auch direkt an zu jammern wenns mal nass wird. Eben ein kleines Sensibelchen was zusehr von Papa verwöhnt wurde.

Typische Vertreter: Vorallem Neuwagen der Oberklasse, kann aber teilweise sogar runter bis zum Kleinwagen gehen.

 

Die Luxuszicke: Steht eigentlich nur in der Garage, wird maximall pro Woche bis zum Supermarkt und zurück bewegt und kriegt jede Inspektion. Kaum leuchtet mal eine Lampe wird sie sofort in die fachkundigen Hände eines Meisters weitergerreicht. Wie das aber so ist, man muss sich bewegen, sonst wird man fett und faul. Und so ists auch mit der Luxuszicke. Wird eigentlich nicht gefordert, aber das viele stehen bekommt ihr nicht gut weswegens gern mal passieren kann das sie so faul wird das sie auch die kleinste Arbeit verweigt und mit Standschaden liegen bleibt.

Dafür aber glänzt sie umsomehr auf Shows, Messen und Veranstaltungen.

Typische Vertreter: Showcars, Oldtimer, Omas Einkaufstasche und Supersportwagen aus großen Sammlungen.

 

Der Hardrocker: Rein in die Kurve mit maximaller Geschwindigkeit, raus und voll durchs Schlammloch. Dreckbesuddelt weiter, Gang runterumsen und die Schleichkröte mit kreischendem Motor und Getriebe überrunden, scharf einscherren, weiter im Programm! Fährt grundsätzlich gern am Limit und ist erst glücklich wenns irgendwas lahmes vor sich herjagen kann. Im Gegensatz zu seinem nächsten Verwandten dem Tiger findet man diesen Wagen weniger auf der Autobahn sondern mehr überallanders. Im Stadtverkehr, auf buckligen Landstraßen und Innerorts sowie auf Parkplätzen wo er wild kreisend sich über die riesen Staubwolken freut die er nach hinten aufwirbelt. Dieser Wagen ist erst glücklich wenns so richtig kracht, schauckelt und das Adrenalin durch den Kühlkreislauf schiesst!

Typische Vertreter: Alte Kleinwagen aller Art in der Hand von U 30, Sportwagen, Mittelklassekisten in ihrer Sportausführung wie z.B. Golf GTI oder Focus ST.

 

Der Tiger: Unauffällig und genüsslich cruiste er durch Stadt und Land. Aber wehe dem er sieht das blaue Schild mit einer kleinen Nummer in einem weißen, rechteckigen Kasten. Dann erwacht der Jagdttrieb! Unter 200 ist Schrittgeschwindigkeit, warum verfolgen wenn man führen kann. Wie ein Blitz jagt er an allem vorbei, was im Weg ist wird zur Seite gelichthupt auch wenn das selten nötig ist, sein Auftretten allein reicht aus das man ihm gebieterisch Platz macht. Brüllend faucht er vorbei, bewundernde Blicke hinter sich, die KM vor sich.

Typische Vertreter: Sportwagen ab Porsche, teilweise auch GTI, RS und Co.

 

Der Angsthase: 80 möglich, 70 erlaubt, 60 werden gefahren. Sorgenvoll schaut er sich um, Lücken müssen viermal so groß sein wie eigentlich benötigt und abgebogen wird nur so, dass das Wasser in der Wasserwage sich keinen MM nach links oder rechts bewegt. Bei jedem Gerräusch zuckt er zusammen, Huptöne führen schonmal zum spontanen Zündaussetzern. Diese Wagen sind wandelnde Nervenbündel, nur nicht aufregen sonst fällt ihnen noch die Radkappe ab vor lauter Zittern!

Typische Vertreter: Reiskocher aller Art und alles ab Mittelklasse abwärts in Silber

 

Der Hippy: Die Welt ist bunt, dass Leben ist schön, die Kühe gucken freundlich und selbst die Sonne scheint Gitarre zu spielen. Alles is voll im Flow, warum hetzen wenn man das Leben genießen kann?! Das Tempolimit ist die oberste Grenze, er hat viel Zeit. Im Gegensatz zu andren. Weswegen er auch andre gernmal zur Zornesröte treibt. Aber ihn bringt nichts aus der Ruhe, den er hat sie gepachtet, die Ruhe.

Typische Vertreter: Alles was alt, schrebblig und eh ohne Power ist.

 

Der Adler: Majestätisch gleitet er dahin, stolz und würdevoll. Die Blicke sind ihm sicher. Seine Embleme und der Chrome blitzen. Leicht könnte man ihn mit einer Kiste der Kategorie Beamter oder Luxuszicke verwechseln, aber er hat sein Leben gelebt. 30 Jahre und älter ist er, einer der letzten seiner Art. Er darf es langsam an gehen, man versteht es wenn er nur bei Sonne rauswill. Und jeder Rost, jede Panne, jeder Aussetzer wird ihm verziehen den er ist einfach ein alter Gentelmen bzw eine alte Lady und wer kann schon seinem Opa böse sein?! Vorallem wenn er so verdammt gut aussieht!

Typische Vertreter: Oldtimer aller Art

 

Der Hektiker: Ich muss vorbei, ich muss vorbei. Schneller, schneller, schneller. Oh mein Gott ich komm zu spät. Wie Goofy im Ramschladen stürzt er über die Straße, immer knapp am Unfall vorbei, gehetzter Blick und hektische Fahrweise. Gerne wird er mal mit wesentlich zuviel auf dem Tacho erwischt und er kennt viele Heckklappen im Detail von hinten weil er so nah dran sitzt.

Typische Vertreter: Vertretterkisten aller Art

 

Der rollende Jahrmarkt: Er ist so schön bunt. Soviel Zeug dran, soviel Kram. Es leuchtet bunt aus dem Innenraum, es leuchtet teilweise bunt von unten. Der Kollege ist so schwer behangen mit allerlei Klimbim das er wie ein rollender Jahrmarkt aussieht. Aus seinem innren ertönt Musik die meilenweit zu hören ist und während vorne die hässliche Plastikschürze ( unlackiert natürlich! ) Risse und Kratzer sammelt klappert hinten der dicke Endtopf und rotten sich in seinem Takt die Rostpartikel am Heck zusammen. Aber er meint er ist der Schönste im ganzen Land.

Typische Vertreter: Golfmodelle ab Golf V abwärts und einige Opel der frühen 90er

 

Der Leidende: Schon seine Geburt war ein einziges Drama wie er sich so aus der Fabrik quälte. Kurz danach fing es an, erst die Lichtmaschine, dann klapperte die Dachverkleidung und zum Schluss ging einfach die Hupe los. Manchmal ist plötzlich die Batterie leer und nach dem ersten Winter gibts bereits den ersten Rost. Qualvoll sind schon seine ersten Jahre, Sonntagswagen wird er gern genannt, im Stillen betet man das ihn ein leichter Unfall oder der TÜV von seinem qualvollem Leben befreit.

Typische Vertreter: Kann jeden treffen!

 

Der Harlekin: Das uneheliche Kind von Arbeitstier, Hardrocker und Hippy. Rote Karosse, gelbe Beifahrertür, weiße Heckklappe. Hässlich wie die Nacht, langsam wie die Schneckenpost, aber es fährt und ist nicht kaputt zu kriegen. Hat soviel mitgemacht das es übermäßig zu sarkastisch-zynischen Sprüchen neigt. Schafts teilweise bis zum Youngtimer aber fragt mich nicht wie. Mit vorrsicht zu genießen da dieser Wagentyp zu abstrusen Scherzen in Pannenform neigt.

Typische Vertreter: Trifft meist alle unterhalb Oberklasse, besonders gerne bei Kleintransportern.


24.02.2010 09:59    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (48)

Die Frage kam mir das erstemal als ich einen Peugot 207 sah:

 

http://www.autodino.de/.../peugeot-207.jpg

 

Aber mal von Anfang an. Im letzten Blog hatte ich die Frage aufgeworfen ob die 90er das goldne Autojahrzehnt waren. Sinnigerweise fragte jemand, ob nicht unser Jahrzehnt vielleicht das Goldne sein könnte wenn wir von 2019 einen Rückblick wagen. Nun, dass wag ich zu bezweifeln, den, wenn ich unsre Autos ansehe. Aber bevor wir vom Wort degenerieren ausgehen muss erstmal gefragt werden von welchem Standpunkt wir aus starten, was also ein echtes Auto ist, bevor wir von "degenerien" sprechen können.

 

Meiner Definition nach ist ein "echtes Auto" der ideale Querschnitt aus Großraumtransportflugzeug und Kampfjet. Um so besser ein Auto, um so besser sollte der Querschnitt aus Zuladung, Robustheit und Handling sein. Unter einem "Kampfjethandling" verstehe ich, dass meine Konzentration zum maximallen Teil auf der Straße lassen kann, im Cockpit darf mich nichts ablenken, alle Informationen müssen sofort verfügbar sein, in Sekundenbruchteilen abzulesen sein und alle Schalter und Kontrollelemente so angebracht das ich eigentlich ohne großes Training blind danach greifen kann. Dazu muss eine gute Rundumsicht gewährleistet sein und das Fahrzeug muss mir permanent Feedback auch durch meine andren Sinne ( Gerruch, Gleichgewicht ( neigt sich das Auto?! ) und Gehör ) geben damit die Augen nicht alles erledigen müssen und entlastet werden.

 

Daher auch meine große Freude am Fiesta, den für mich diese Kriterien bis auf die Leistung ( 60 PS ) und die etwas dicke C-Säule sauber erfüllt. In der Mitte sind 3 Hauptschalter für Gebläsestärke, Richtung und Tempratur. Links und rechts des Lenkrads wie gehabt Blinker und Wischeranlagen. Die Rundumsicht grenzt an perfekt bis auf die dicke C-Säule, ich seh super nach hinten wie vorne und kann alles mit einem schnellen Blick abschätzen. Der Wagen schaft sogar teilweise die berühmten "Träckerfeldwege" die in der Mitte einen erhöhten Hubbel haben da die schweren Traktoren die Fahrspuren "ausgefräst" haben, kommt auch über die dümmsten Verkehrsschweller ( ihr kennt diese sch.... Buckel mitten auf der Straße die teilweise enorm steil hochgehen und direkt wieder runter, gruß von den Stoßdämpfern! ) und die 900 L Kofferraumvolume lassen sich perfekt ausnutzen wie ich neulich glücklicherweise feststellen durfte.

 

Soweit dazu, wie komm ich jetzt darauf das die Fahrzeuge von heute "degenerieren"?! Fangen wir wieder beim Peu 207 von vorhin an. Wer sich den mal ankuckt, die Front hängt extrem tief. Gewisse Straßenpoller und Träckerfeldwege die der Fiesta noch ohne Probleme schaft, dürften für diesen Wagen das Ende der Frontschürze bedeuten. Risse, Kratzer oder einfach Löcher sind hier sicher schneller zu erwarten als beim Fiesta.

 

Machen wir aber weiter, vor zirka einem Jahr fuhr ich als Werkstattersatzwagen einen Fiat Panda, neustes Modell. Das Ding hat zwar toll beschleunigt, scheisse nur das ich davon nichts mitbekommen habe. Der Motor ändert seine Lautstärke kaum, selbst wenn man voll drauf tritt. Um jetzt den idealen Schaltzeitpunkt zu finden muss ich also immer wieder auf den Drehzahlmesser gucken und kann nicht mehr wie im Fiesta nach der Lautstärke des Motors schalten. Dazu scheint die Karre so steif zu sein das es mich in der ersten Haarnadelkurve fast auf die Flanke gepackt hätte, es neigt sich nichts, permanent muss man auf KMh und Drehzahl schielen um zu wissen ob man jetzt die Kurve so schaft oder nicht.

Für mich persönlich ein Sicherheitsmanko, wenn ich permanent auf die Uhren glotzen muss, hab ich meinen Blick nicht auf der Straße. Und das manchmal um Sekunden geht in denen es sich entscheidet "Unfall oder nicht?!" war ich froh nachher meinen Fiesta wieder zu haben.

 

Nächster Punkt der zunehmend um sich greift, als Beispiel diesmal der neue Ford Fiesta: Rundumsicht. Nicht nur das ich nichts mehr höre wie eben angesprochen, ich seh auch fast nix mehr. Die Hecksicht schrumpft immer mehr zum rückwärtigen Guckloch, die Säulen werden immer dicker, der tote Winkel immer größer. Und somit steigt die Chance das man irgendwenn übersieht, besonders ein Radfahrer ist damit mal schnell umgenietet.

Auch der Kofferraum war für mich so eine Sache, hat meiner noch ein riesen "Großmaul" und eine fast grade Dachlinie wodurch sich schon beim einladen die maximalle Höhe und Breite des Kofferraums nutzen lässt, so haben viele neuere Autos ein nach hinten abfallende Dachkante. Dadurch ist das "Ladeloch" teilweise ein gutes Stück kleiner als der eigentliche Kofferraum, dass beladen wird schwieriger. Und durch die nach hinten abfallende Dachlinie lassen sich große Güter die eigentlich die komplette Fahrzeughöhe benötigen nicht mehr einladen weils vorne einfach zu eng wird.

 

Für den dritten Punkt auf meiner Mängelliste wäre die neue E-Klasse das passende Problemkind obwohl auch dieser Punkt mittlerweile durch alle Marken und Modelle grasiert: Zuviele Knöpfe, Lichter und Schalter! Es piept, blinkt, fiept und leuchtet. Dutzende von Menüs mit noch mehr Unterfunktionen und jegliche erdenkliche Richtung in die man einen Schalter bewegen kann hat eine andre Funktion. Dadurch werden es mehr Tasten die immer kleiner werden, blindes schnell verstellen von Dingen wie eben der Heizung oder Klimaanlage gehen nicht mehr, ich muss wieder meinen Blick von der Straße auf die Instrumente abwenden. Wie schon gesagt, für mich ein Sicherheitsrisiko.

 

Dazu kommen dann noch so Dinge wie zuviele elektrische Stellmotoren, hochempfindliche Stoßfänger die schon bei der ersten Berührung scheinbar auseinander fallen und durch die zunehmend abgedeckten Motoren welche eine schnelle Pannenreperatur im Falle eines Falles unmöglich machen weil man nirgends mehr rankommt weswegen ich eigentlich nur bei ältren Modellen noch rechts ran fahre um zu fragen "kann ich helfen?". Selbst wenn ich könnte, bei modernen Autos komm ich ja nirgends mehr ran.

 

Aber geb ich die Frage mal weiter, was meint ihr, degenerieren unsre Autos, werden sie immer unpraktischer und anfälliger oder übertreib ich irgendwie?! Her mit den Kommentaren! :)

 

Und robert, ja, der nächste Neulichteil kommt, vielleicht heute Abend, du musst mir nicht schon wieder ne Mail schreiben :D :D :D


21.02.2010 23:01    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (18)

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Wenn ich so über unsre Straßen fahren und mich auch hier auf MT umschaue, dann fällt mir eins auf: Viel BJ 199. unterwegs!

 

Dort ein alter Opel Astra, da der markante "Nasenbär" Passat und ganze Schiffsladungen des berühmten Dreigestirn "Polo, Corsa, Fiesta", alle BJ 199X. Teilweise rostig, teilweise wie neu. Dort hinten ein T-4, dort drüben ein W-124. Da ein Mondeo MK-1, dort irgend ein Peu 406 aus dem Jahrzehnt in dem der Ostblock zerbröselte und ein Jahrtausend zu Ende ging.

Dahinten ein alter A-6, daneben ein gut erhaltner BMW und mir drängt sich die Frage auf, ja wollter nich in Ruhestand?!

 

Nö scheinen sie mir zu sagen! Mal mit mehr, mal mit weniger Macken, aber alle fahren sie und drehen ihre Runden. Ihre Kollegen aus den 80ern und davor sieht man fast nicht mehr, es ist schon eine Art unheimlicher Cut. 90er zu Hauf, 80er fast nicht mehr, 70er reden wir besser erst garnicht davon.

 

Und da frag ich mich so still und leis, waren die 90er das goldne Automobiljahrzehnt?! Ein hier recht bekannter Passatfahrer darf nächstes Jahr seinen Wagen Youngtimer nennen, er hat einen 91er Nasenbär und da ich auch den Lebenslauf dieses Auto kenne darf ich sagen, der Wagen hat seine 20 Jahre eigentlich ohne irrsinnigen Finanzaufwand und Mühen zusammenbekommen und fährt immer noch top.

 

Aber mal zurück zu meiner These, woher kommt das, dass diese Kisten aus den 90ern so scheinbar unverwüstlich sind?!

 

Zum einen, der Rost der bis in die 80er lange ein Problem war, war in den 90ern bei den meisten Herstellern langsam aber sicher ein Problem das man in den Griff bekommen hatte. Klar, die Autos rosten, aber das tun sie alle irgendwann mal bis auf ein paar Ausnahmen. Dazu kommt, waren die Kisten der 80er teilweise noch recht lebensgefährlich ( wer jemals in einem der Kleinwagen dieser Zeit gehockt hat und ihre zierlichen Türchen gesehen hat weiß was ich meine ) wurde das in den 90ern besonders in der zweiten Hälfte immer besser. Musste man früher Angst haben bei jedem kleineren Unfall im Polo oder Fiesta gleich schwerste Verletzungen davon zu tragen, so waren jetzt nicht nur ABS und dickre Türen mit an Bord, sondern oft auch der Airbag.

 

Nun gut, sagen wir also, die Karren der 90er waren denen der 80er in Sachen Rost und Sicherheit überlegen, aber was macht sie besser als die heutigen?! Recht simpel, dass Geld!

 

Die 90er waren eigentlich das letzte glückliche Jahrzehnt des selber schrauben. Egal ob Kombi, Limo oder Kleinwagen, Haube auf und ran an den Motor. Es gab schon einige elektrische Teile, viele funktionierte bereits elektrisch, aber es war noch nicht so hochkomplex wie heute. Es war alles noch recht gut zugänglich und nicht wie heute unter einem Haufen Abdeckungen versteckt und im Innenraum mit sovielen Airbags gespickt das ein falscher Hieb mit dem Schraubenzieher den Luftsack auslösen kann.

Ich sehe das teilweise an mir selber, an meinem Fiesta hab ich mir selber die Grundlagen der Motorentechnik beibringen können. Dort das Leerlaufregelventil, da sieht man den Kühlkreislauf und dort hockt der Bremskraftverstärker. Mach ich jetzt bei einem modernen Auto die Haube auf seh ich den Motorblock, ein Plastikteil, ein paar Schläuche und ansonsten?! Nix nada, da kann selbst ein geplatzter Kühlschlauch den man früher schnell mal mit Packetband geflickt hätte um aus eigner Kraft die 4 KM bis zur Werkstatt zu schaffen ein Fall für den Abschlepper werden wie ich letzten Sommer erleben durfte.

 

Und da kann schon die Frage aufkommen, waren die 90er das goldne Zeitalter des Automobilsbaus?!


15.02.2010 16:35    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (23)

Mein Herz, ach, es schlägt so Bang. Ich fahr durch Straßen in dem ich nichtmal einer Gruppe alter Nonnen über den Weg trauen würde ( Achtung vor der Ninja-Nonne! ). Traurig-bedrohlich erheben sich über mir 70er Jahre Fabrikgebäude und Bürotürmchen, ein typisches deutsches Industriegebiet mit Straßen voller Schneematsch.

Ein rostiger Kipper kreuzt meinen Weg und dort ist es, die grausame Prüfung die mir allen 2 Jahren droht, bzw meinem und vielen andren Lieblingen. Drei Buchstaben, zwei Plaketten, eine Sorge: Kommts durch?!

 

Ich biege also ab und steh allein vor großer Halle. Mit festem Stand trette ich auf und betrette den Vorhof der Höl, aeh des TÜVs. Eine freundliche Dame nimmt mich und meine Fahrzeugpapiere in Empfang. Mein Auto und ich, wir haben unsre Nerven noch, aber anscheind hat meine EC-Karte die Nerven verloren. Da kann man einen nach dem andren durchziehen, da geht nix. Also manuelle Eingabe der Daten. Dann der Richterspruch in Papierformat, "warten sie vor der Halle bis sie aufgerufen werden!".

 

Also wieder zurück ins Auto und vor der Halle warten. Visionen suchen mich Heim, Tor 2 geht auf und eine Schredderanlage. Tor 5 geht auf und ein TÜVler mit Hörnern. Tor 3, dahinter der Zonk und was hinter Tor 6, "der blaue Fiesta bitte zu Tor 6!". Langsam unheilverkündend öffnet sich das Tor und mit ängstlichem Blick rollt mein geliebtes Stück Blech in die heiligen Hallen. Der TÜV-Prüfer war wirklich ein verdammt freundlicher junger Mann der wohl den Angstschweiss von uns Autoliebhabern kennt und entsprechend versucht zu beruhigen. Die Bühne hebt sich, ist das was da vom Auto tropft nur Schmelzwasser vom Schneematsch oder Angstschweiss?! Es wird gerüttelt, geschüttelt, maaaan, is doch kein Bananenshake, isn Fiesta! Der Blick wird lang, die Prüfung wird länger, "fahren sie bitte einmal um die Halle rum, Tor 1 is die Abgasuntersuchung!".

 

Also einmal rum ums Karre, dass Tor öffnet sich, ich erkenne die Kabine ist Schallgedämmt. Schallgedämmt wegen dem Krach der aufheulenden Motoren oder wegen der entsetzen Schreie wenn hier die Plakette verweigert wird?! Wie dem auch sein, der Motor brüllt auf, Rauchfahnen schiessen hinten raus und nach bangen Minuten des Wartens endlich der Segensspruch seiner Majestät TÜV, "alles in Ordnung". Noch die Frage wie sich meine Kleine den für ihre mittlerweile 11 Jahre gehalten hat, "recht gut, sieht man selten das ein 11 Jahre altes Auto in dem guten Zustand ist" meint der Meister. "Da merkt man das sich jemand drum kümmert oder regelmässig nachgeschaut wurde" geht es weiter.

 

Das hintre Hallentor öffnet sich. Vorne nur noch ein weißer Punkt weil die Abgabsplakette entfällt, hinten die Legitimation für 2 Jahre weitren Fiestaspass im Aufkleberformat und in der Hand ein Blatt Papier das meine Christine laut TÜV keinerlei Mängel vorweist.

 

Draußen scheint die Sonne wieder im blauen Himmel, statt des grauen Himmels Firmaments von vorhin. Für mich kanns jetzt nur noch ein schöner Tag werden :)


14.02.2010 12:48    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (54)

spartazwergspartazwerg

Neulich fragte mich hier jemand wann der nächste "Neulich"-Teil kommt. Hab gesagt eigentlich diesen Sonntag und ich hab heute eigentlich auch Zeit, aber in der letzten Zeit hab ich ehrlich gesagt immer weniger Lust und Laune noch irgendwie meinen Kopf fürn Blog anzustrengen.

 

Das liegt nicht daran das mir die Ideen ausgegangen sind, ich depressiv mit dem Kopf im Biomülleimer hänge oder meine Tastatur kaputt ist, dass liegt ehrlich gesagt einfach an vielen andren Blogs die hier rumschwirren.

 

Aber mal von Anfang an, wie meine Stammkunden vielleicht merken, ich semmel hier Themenmäßig einmal quer durch den Garten bzw versuche das. Autos und Frauen, Oldtimerunfälle, Schrottplatzknigge, Atombunker etc. Diese Themen sprechen natürlich teilweise immer wieder andre Personenkreise an oder erfordern es das bestimmte Personenkreise darauf aufmerksam werden damit die Sache in Fahrt kommt. N Artikel kann noch so toll sein, mit zwei Comments die einen Inhalt wie "hihi" drunter haben is der Artikel fürn Arsch und man hat das Gefühl die Arbeit war fürn Dutt.

Aber für den Fall gibts ja die Seitenleiste rechts wo neue Blogs erscheinen.

 

Und jetzt zu meinem Problem. Ich setz mich also hin, denk mir was aus, schreib mir ne Stunde oder zwei die Finger wund und das Hirn madig, stell das Online und dann das: Keine 2 Stunden später ist der Artikel weg weil wieder irgend so ein absoluter ( sry das ich das jetzt so offen sage ) 0-Qualitätsschrottblog online geschoben wird. Und darüber muss ich mich echtmal auskotzen weil mich das irgendwie aufregt auch wenns vielleicht schonmal gesagt wurde.

 

Es gab und gibt hier viele intressante Blogs die schön zu lesen sind, die man aber als arbeitender Mensch teilweise nicht findet weil es hier scheinbar einen Haufen Leute gibt die von Qualität und Qualitätsansprüchen noch nichts gehört haben oder meinen ihre Karre sei so geil das der Rest unwichtig ist.

 

Da werden dann 10 oder 12 halbverwackelte 0815 Fotos online gestellt, n Satz der fast kürzer ist als meine Telefonnummer drunter gestellt und dann wird der Kram als BLOG rausgehauen. Oder überhaupt kein Satz, nur ein paar Alibiworte. Einer hatte hiermal den tollen Trick drauf an dem Tag 5 oder 6 Blogs gleichzeitig rauszuhauen die fast nur aus Bildern bestanden, super, damit die andren Blogs auch nicht zum Zug kommen oder gesehen werden. Grade, und das muss ich offen sagen, bei VWlern und Opelanern fällt mir das häufig auf. Da wird die olle Möhre in nur 10 Bildern und sonst nix präsentiert oder irgendwas was nur dieses Auto angeht und damit ins passende Autounterforum gehört und dann rausgehauen. Und da sag ich mal offen: ES INTRESSIERT NIEMANDEN WIE DER SCHEISS GOLF 3 MIT ANDREN BLINKERN AUSSIEHT!!!!!

 

Sowas sieht man täglich, überall, besonders dieses Kirmistuning. Da ist nichts besondres dran! Das ist vielleicht höchstens für andre Golf 3 Fahrer intressant, intressiert aber n Scheiss einen Audi, Ford oder Mitsubishifahrer. Ein Blog sollte schon so gehalten sein das die Wahrscheinlichkeit groß ist das quer durch alle Marken ein Intresse am Thema besteht. Natürlich kann man das eigne Auto als Beispiel fürs Thema ranziehen wie ichs bei den "Der Letzte macht das Licht aus" gemacht habe, aber dann sollte man das auch direkt so offen halten das wirklich gefragt wird "das ist meine Sonderserie, was sind eure?!" und nicht "boah guck mal mein seltner Golf 3 und jetzt fallt auf die Knie!".

 

Und eine Auto oder irgendwas Vorstellung die nur aus Bildern besteht ist der gleiche Müll. Irgendwelche Autobilder kann ich mir auch zu Hauf auf Google, Mobile oder sonstwo angucken, wenn ihr schon das Auto hier allen zeigen wollt dann schreibt wenigstens noch einen Text dazu der wenigstens in GANZEN SÄTZEN die wichtigsten technischen Daten beinhaltet. Ein Blog is ein Blog, sonst wärs ne Diashow.

 

So, dass musste jetzt mal raus. Vielleicht hab ich übetrieben, vielleicht nicht, aber das regt mich ehrlich gesagt seit über 2 Monaten auf und musste jetzt raus.


10.02.2010 20:48    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (157)

titelbidalphatitelbidalpha

Nein werte Gemeinde, hier gehts nicht um halbnackte Frauen die die Sicht auf schöne Autos versperren, hier gehts auch nicht um die schonmal disskutierte Frage, "was ist euch wichtiger, Auto oder Frau?!", sondern um die Frage, Autos und Frauen, was habt ihr unter diesem Schlagwort schon erlebt?!

Wie reagieren Frauen auf euer Auto, wie kommts vielleicht an, was habt ihr unter dem Stichwort "Autos und Frauen" schon erlebt oder fahrt ihr vielleicht anders mit Frau an Bord?! Und bitte nicht ( zuviele ) blöde Witze über Frau am Steuer :D :D :D

 

Um nochmal zu verdeutlichen was ich meine, meine Christine hat ihren Namen nicht wirklich umsonst. Nicht-King Lesern sei erstmal soviele gesagt, Christine ist eigentlich ein Roman in dem es um ein Auto geht das nach und nach alle umbringt die sich zwischen den Fahrer und das Auto ( im Buch ein 58er Plymouth Furry namens Christine ) stellen. Unter die "Opfer" des Autos soll nun auch die Freundin des Wagenhalters fallen. Versucht umzubringen hat mein Fiesta noch niemand, aber es ist intressant wie nöllig die Karre manchmal wird wenn Frauen an Bord sind :D :D :D :D

 

Gleich bei der ersten Tour mit weiblicher Begleitung wurde an der ersten Bodenwelle der Innenspiegel abgeworfen. Klar, Sommer, warm, der Kleber erhitzt sich, Spiegel geht ab. Komischerweise ging seit dem der Spiegel nie wieder ab, selbst wenn im Wagen Tempraturen weit über 60 Grad waren :D :D :D

Nächster Fall, war auch die letzte Fahrt mit der Tante. Die ganze Fahrt über durfte ich mir schon von ihr anhören wie toll ihr Ex sei, blablabla. Scheinbar konnts das Auto auch nicht mehr hören, nach dem gastanken gab es jedesmal ein dumpf-pfeindes Gerräusch aus dem Motorraum ( klang so ähnlich wie wenn man auf ner Flasche bläst ) aus dem Motorraum wenn ich beschleunigt hab. Als ich die Alte endlich abgesetzt hatte war das Gerräusch wie weggeblasen. Gut, Motor an, Motor aus, kann sein das der Motor das neue Gasgemisch erstmal nicht richtig verarbeitet hat, aber theoretisch :D :D :D

Dritter Fall, ich park grad rückwärts ein als Madame sich nach links rüberbeugt und meint mal keck am rechten Schaltstock zu spielen. Aufeinmal schiessen die Wischer vorne wie hinten auf voller Stufe los und die Waschanlage haut raus was drin ist. Ziemlicher Kunstgriff meiner Meinung nach das hinzukriegen und den panischen Schrei als aufeinmal die Vorstellung losging werd ich wohl nicht mehr so schnell vergessen :D :D :D

Fall Vier, Mädel wohnt an nem steilen Berg, ich will dort hoch, unterwegs würgt sich einfach der Motor ab. Passiert sonst nie.

 

Man könnte also wirklich den Eindruck gewinnen, irgendwas hat meine Karre gegen weibliche Beifahrer :D :D :D

Und jetzt will ich eure Storys :D :D :D


06.02.2010 17:39    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (88)

Da meinem Haushalt noch etwas fehlte ( ja, ich bin jetzt flügge! :D :) ) war ich unterwegs noch ein paar Sachen zu holen. Destilliertes Wasser fürs bügeln, Bügelbrett ( man kam ich mir dämmlich vor mit Metallica ( "Am i evil?!") und gleichzeitig nem Bügelbrett rumzufahren :D :D :D ) und Kopfhörer für Mucke. Als erstes gings in einen großen Elektronikmarkt um neue Kopfhörer für den MP-3 Player zu besorgen. Beim verlassen des Ladens auf dem Weg zum Baumarkt passierte es, meine Tankleuchte ging an! Aber nicht die vom Fistel, sondern die vom Fahrer. Zeit sich etwas reinzustopfen.

 

So was nun tun, also durch die Kleinstadt geeiert und geguckt wos hier was zu futtern gibt. Mir schwebt ein Schnitzel, meterdick paniert im Gefolge von 299 treuen Pommes vor, ein echtes SPARTA-Mahl was einen hungrigen Fiestafahrer satt macht oder eine Currywurst so lang das ich die Rücksitze umklappen müsste um sie ins Auto zu bekommen.

 

Gesagt getan, da aber keine Pommesbude in Sicht der erst Stop bei meinem Nummero Uno Fastfood Subway. Vor mir eine Mutter mit zwei Kindern im passenden Alter für die 5. Klasse, zwei Gutscheinen und keinem Plan.

"Öähhh, also wir nehmen"...."Nein ich wollt eigentlich", "Achso, können wir da immer noch das?". Meine Reserveleuchte schob sich wieder einen Zacken gen Nullpunkt und umso unterzuckerter ich bin, um so mehr werd ich zum Hulk. Daher versuch ich immer rechtzeitig im vorraus was zu Essen zu bekommen.

Was passiert wenn ich das verpenn hab ich vor zirka einem 3/4 Jahr erlebt, als nach über einer halben Stunde ich an einer Wurstbude immer noch nichts bekommen hatte ( im Gegensatz zum Rest der Kundschaft die schon 3 mal gewechselt hatte ) war ich dermaßen geladen das ich fast ne Schlägerei mit dem Wurstbudentyp angezettelt hätte weil nach 4 fachem lautstarken meinerseits immer noch keinerlei Reaktion erfolgt war.

Zum Glück brachte mich das Paar was mit mir bestellen hatte, mich auf den Gedanken es noch woanders zu versuchen ( war sone Bude wo alle locker rum stehen, keine feste Schlange). Gleichzeitig krieg ich von dieser Unterzuckerung Kopfschmerzen die um so länger es dauert um so schlimmer werden und im Extremfall den ganzen Tag dann nicht mehr weggehen egal was man einnimmt.

 

Kurzum, jetzt musste was aufen Tisch! Asap, as sone as possible! Mama war immer noch dabei Mau-Mau mit den Gutscheinen zu spielen, die Kinder eierten immer noch rum und die Person hinter der Theke schnitt das Brot im Super-Slow-Mo-Zeitlupe auf. Eine kurze Berrechnung wie lange das noch dauert bis ich endlich mein Zeug hab, zu LANGE! Der Frau hinter mir meine schon ziemlich abgewetzte, aber voll Subwaysammelmarkenkarte mit den Worten "ist sone Art Gutschein, kein Bock mehr zu warten", in die Hand gedrückt, wieder hinters Lenkrad geschmissen und losgebrettert.

 

Ja, und jetzt. Ich bin mitten in einer Kleinstadt mit vielen Läden und noch mehr Leuten. Irgendwo am Wegesrand muss es doch was zu Essen geben. Apotheke, Hotel, Apotheke, Hotel, Versicherung, Schuhladen, Arztpraxis, Apotheke, geschlossne Apotheke, geschlossner Bäcker, Laden mit mystischem Krempel aber NIRGENDS AUCH NUR EINE BESCHISSNE SEMMEL!

 

Gleichzeitig mit dem verlöschen der ersten LPG-Lampe rückt meine persönliche Hungertankleuchte noch einen Schritt näher an den Abgrund. Apotheke im Aufbau, Apotheke in der Mittagspause, Apotheke offen, Apotheke versteckt, WIEVIELE SCHEISS APOTHEKE GIBTS HIER UND WO IS HIER WAS ZU ESSEN?! Mittlerweile fahr ich durchs Industriegebiet, bei Obi könnt ich mir ein Brett zum nagen hohlen wenn ich ein Bieber wär, bin ich aber nicht! Waschanlage, Moschee, Mehrgenerationenhaus, ja wo ist nur die gute alte Pommesbude geblieben?! Doch da am Wegesrand, endlich eine Oase in der Hungerwüste, dass Land der Pommes! Und kein Parkplatz, der Laden voller zwielichtiger Gestalten die die Tür blockieren, also weiter. Alis Döner, Döner Kebap, was ist nur aus der guten alten Pommesbude geworden in der alle Arten von Leuten sich mit Jägerschnitzel und Mantaplatte vollstopfen konnten?!

 

Da ich nun mittlerweile wirklich kurz vorm umkippen bin und fast die Notfalltasche aufreiß in der noch ein Snickers sein trauriges dasein fristet, stell ich den Wagen in einer rechtlichen Grauzone ab und marschiere in die erste halbwegs vertrauenswürdig aussehnde Dönerbude ein. Pizza Salami, 5 €. Danach noch die 4 KM zurück zum Baumarkt und erstmal entspannt im Auto gegessen, die dort rumkullender 250 ML Wasserflasche geext und mich ernsthaft gefragt was nur aus der guten alten Pommesbude geworden ist, die früher überall am Wegesrand lungerte. Und warum man heutzutage son Aufstand machen muss um was zu Essen zu bekommen und das selbst in einer gut besuchten Innenstadt!

 

Edit: Die Pizza war Deluxe und der Käse einfach fantastisch! :D