MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

Dr Seltsam

Geschlossen-Wir danken für ihre Treue

28.12.2010 19:30    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (16)

Es ist Mittagszeit, die Eltern sind außer Haus und ich hab Hunger! Allerdings, die Eltern sind einkaufen. Also ist Ebbe im Kühlschrank.

 

Auf zum Auberginenmobil!

 

Geschwind in Schuh und Jacke, raus zum Auto. Den Schnee mit dem Handschuh hinweggefegt. Der Wagen stand jetzt eine Woche draußen mitten im Wetter, natürlich liegt da etwas Schnee drauf. Und unter dem Schnee, EIS!

 

Ich grinse, lang ins Innere meines Vehicels und befördere aus meiner gut sortierten Kramschubfachdingens neben dem Lenkrad einen Eiskratzer zu Tage. "Make my day, PUNK!" denke ich mir und fange an zu kratzen. Kratze. Was ist los, dass Eis will nicht weichen. Mehr kratzen. Was geht ab?! Noch mehr kratzen und ES WIRD NICHT BESSER!!

Ich hauche, kratze, hauche, kratze, fluche und aufeinmal krank, zerfliegt mir mein Eiskratzer in zwei Teile.

 

"Ice just trolling" und ich steh da und schrei FUUUUUUUUUU. Der Eiskratzer war ein Geschenk von meiner Fahrschule und jetzt hab ich zwei. Leider nur relativ nutzlose Bruchstücke. Ich schmeiss dich Bruchstück in den Schnee auf dem Wagendach und denk nach. Was mag Eis nicht?! Wärme und Alkohol! Wir brauchen warmen Alkohol!!!

 

Da jedoch alle Glühweinbuden mittlerweile dicht sind, bereit für Plan B! Ich öffne das Garagentor und fahr den Wagen erstmal vorrsichtig tastend im Blindflug, durch die offne Fahrertür spähend in die Garage. 4 M in einer Sackgassenstraße, dass geht, keiner da und ich kenn mich aus. So, der Wagen steht in der Garage. Und nu?!

 

Erinner ich mich das mein Vater mir vor ein paar Monaten sagte er wird eh nix mehr flambieren und wir brauchen den Schwarzwaldteufel nicht mehr. SCHWARZWALDTEUFEL MICH! Ich stürme in die Wohnung, durchwühl die Spirituosenschublade, wisch den Staub von den Flaschen und da isser. 51% Vol, here we go!

Einen Deckel vollgemacht und auf die Scheibe gekippt. Noch einen. Noch einen. Wenn mein Vater das ließt killt er mich. Noch einen. Das Eis bricht. Ich bin mir unsicher ob die Scheibe jetzt nicht doch mit dran glauben muss und lass das lieber. Zudem mault mein Magen, ich wollt mir ja eigentlich was zu Essen kaufen.

 

Also, back in de base. Nudeln mit Käse ohne alles, auch ohne Geschmack. Ich esse. Ich denke. Ich esse. Ich denke. Ruf Vater an ob der noch ne Idee hat, aber natürlich hört der wieder alles nur nicht das Telefon. Zurück zu meinen Ideen. Erstmal ne Stange Wasser abstellen und da fällt mir der Rolladen zu.

 

10 Minuten später sitz ich wieder im Auto. Das Rasenmäherkabel ragt in den Innenraum meines Vehicels. Ich stecke den Stecker von Muttis Föhn ein und drück auf volle Power. Akute Hitze auf kalte Scheibe zerstört die Scheibe, also vorrsichtig von der Handbremse aus richtung Rückbank gezielt. Höher. Höher. Den Föhn Höher ihr Lumpen!

Taste mich herran, prüfe immer wieviel Hitze bei der Scheibe ankommt und entscheide mich für eine Umlenktaktik.

 

Indem ich die ausgeklappte Sonnenblende direkt anföhne, wird die Luft von der Klappe zurückgeworfen und richtung Scheibe gelenkt. Nach 2 Minuten erste Resultate: Das Eis schmilzt! Der unbezwingbare Eispanzer macht sich von danne! Ich krieg ein Trollface und föhne weiter. Meine Nachbarn denken wohl ich hab die Haare schön. Aber ich föhne wie der Wind. Klemm zwischendurch den Föhn ins Lenkrad während ich von außen nachhelf. Nach einer Viertelstunde föhnerei ist das Eis in Schollen zerbrochen die ich lässig mit meinem Bruchstückeisschaber vom Eis schabe, auch alle andren Scheiben sind frei.

Es kann los gehen!

 

Fast.

 

Auf dem Dach ist noch Schnee. Ich versuch ihn runterzuschieben, aber das klappt nur ein paar CM. Der Rest bis knapp über Antennenfuß ist ein stabiler Eispanzer. Scheisse. Also durch die Stadt zu Ford. Hoffen das das Auto warm wird und man das Eis runterschieben kann. Dort angekommen dem Wagen ein verspätetes Weihnachtsgeschenk in Form von neuen Wischern gemacht auch wenn der gute Meister erstmal nicht weiß was ein 96er Fiesta, ein MK-4 ist. Irgendwann fällt der Groschen, aber kein Angebot zum anbauen obwohl die Leute dort nicht überarbeitet aussehen. Also muss ich mal wieder selbst Hand anlegen.

 

Raus ans Auto, Wischer gewechselt. Das Rolltor geht hoch, ein Fordmitarbeiter schaut mich entgeistert an, ein Fusion rollt herraus, dass Tor geht runter. Wohin mit den alten Wischern?! Die Jungs in der Werke haben sich schnell wieder vor dem Kunden versteckt, aber der Kerl im Fusion hat keine Chance. Gnadenlos lächel ich, frag ihn ob er bei Ford arbeitet. Er antwortet mit Ja. Fehler!

"Dann können sie die bitte doch für mich wegschmeissen, Danke" lächel ich liebenswert, drück ihm die alten Gummischlüper in die Hand und schlüpf in meinen Wagen. I like to troll ford sometimes, singing, ayo, iam an customer-asshole!

 

Auf gehts nach Köln! Unterwegs fahr ich nochmal rechts ran, aber das Dreckseis will nicht abgehen. Immer wieder der Blick in den Rückspiegel ob was kommt, dass Zeug klebt am Dach wie festgeklebt.

 

In Köln tu ich was ich tun muss, steig ins Auto fahr los. Vor mir springt ein Fußgänger auf die Fahrbahn. Ich hörs noch "just trollin" und da ist es wieder, dass Eis! Rauscht über meine Frontscheibe wie ein D-Zug durch Deutschland, reißt meinen Wischer nach oben. Erstaunte Blicke des Passanten, ich klemm den Wischer grad und fahr nach Hause.

 

Und merke dort das das Eis meine Antenne mitgenommen hat. Der blanke Stumpf mit abgebrochnem Gewinde schaut mich an.

 

FUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU!


27.12.2010 14:57    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (13)

gummihuhnautogummihuhnauto

99er Cuore: Noch 8 Minuten bis Silvester

Opel Combo: Daraus schliesse ich das ich mir noch dieses Jahr eine 5 Minuten Terrine gönnen kann.

VW Jetta: Du kriegst doch wieder nicht die Folie runter oder reißt so dran das ich

Combo: *reißt an der Folie*

Jetta: Ja genau. Bestäubt bin mit Instantnudelsoßenpulver und Spirellinudeln *macht die Wischwaschanlage an*

Jetta: MAAAAAAAAAAN, jetzt hab ich wieder die ganze Frontscheibe voller Nudelsoße verflucht noch eins.

BMW 6er: Mach dir nichts draus, ich hab immer einen dicken Geschäftsmann in mir drin der denkt er ist sportlich.

Ford Fiesta MK-3 Courier: Riech ich hier Nudelsuppe?!

Combo: Geh mir von der Hecksektion, dass ist meine.

G-Wolf, ehmals Bundeswehr: Kinder, nicht aufregen sonst gibts eins auf die Zierleiste!

Cuore: 6 Minuten.

Jetta: Hat der Combo noch zu leben wenn er so weiter rumschweint mit seiner Nudelsuppe.

Cuore: 5 Minuten.

W-122: Das erinnert mich daran wie ich damals auf St. Pauli von einem VW-Käfer der Polizei, ach Mist, jetzt ist mir wieder das Handbremsseil gerissen. Was wollte ich sagen?!

91er Passat: Oh man nicht sone olle Stressgeschichte *zündet sich eine Tüte an, schmaucht durch*

W-122: Aufjedenfall war da dieser Gemüseladen. Oder wars Angelzubehör?! Aufjedenfall klebte auf einmal ein Butterkeks an meiner Heckklappe.

Cuore: 3 Minuten, ihr macht die Stimmung kaputt.

Golf 3: JAAAA, Stimmung *wirft die Fetenhits 2009 an*

6er: Nicht den ganzen Abend wieder DJ Ötzi wie letztes Jahr....

7er: *wirft Bach an*

MK-3 Courier: *wirft Rost ab*

Jetta: *schmeisst mit den Nudeln nach dem Combo der fröhlich seine Suppe schlürft*

Alfa Romeo 147: Gib ma die Tüte her, ich wills Feuerwerk anzünden.

91er Passat: Ey spinnst du mit meinem Freudenstängel dein lausiges Feuerwerk, dass

Cuore: 1 Minute!

G-Wolf : *eingeschlafen*

W-122: FROHE OSTERN!

Golf 3: Du meinst neues Jahr?!

W-122: Ja oder so, Mazeltof!

G-Wolf: *wacht verwirrt auf, starrt die explodierenden Raketen an*

G-Wolf: OH GOTT!!! ABC-Alarm, ABC-Alarm. Schön Entwarnung. ALARM ALARM!!!. Nein, Entwarnung. OH GOTT EIN NUKLEARANGRIFF! Nein, doch eher ein ABC-Alarm, was geht hier...

7er: Was hatter?!

6er: Zulange beim Bund gewesen und irgendwie haben ihm die T-3 Doka da immer übel mitgespielt.

Combo: Hm, Nudelsuppe.....

W-122: Ich geh schlafen. Ein alter Wagen braucht seinen Schlaf *fährt in die Garage, klappt das Tor zu, rasselt im Schlaf gut hörbar mit der Drosselklappe*

Jetta: Oh Gott, dass wird wieder ein Jahr.

Cuore: Mist, Böller im Auspuff.


26.12.2010 20:08    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (12)

waffelwaffel

Ein in letzter Zeit vermehrt auftrettende Seuche ist das sogenannte "Browsergame". Dabei handelt es sich um Gratisminispiele mit der Grafik von Omas Unterwäsche und dem Spass gehalt einer Dose Krebse. Diese werden durch zumeist aufdringlich sich einblendende Pop-Ups und Werbebanner auf diversen Seiten beworben. Das ist ungefähr so als wenn euch jemand mit einer Salatgurke die ganze Zeit auf den Kopf schlägt und schreit "spiel mit mir, spiel mit mir".

 

Diese Spiele haben meistens den Effekt das man stundenlang vor dem Bildschirm hockt und immer wieder die gleichen stupiden Handlungen ausführt die eigentlich zu nichts führen außer das Lebenszeit verloren geht.

 

Auf einer 2-D Spieleoberfläche die aussieht wie eine alte Wehrmachtslandkarte von Russland lauf 2-D Menschen oder Dinge in hässlicher 2-D Umgebung umher. Manche Spiele haben nichtmal mehr das. Die wirken direkt wie ein Stillleben mit kleinen Klickfenstern. Ungefähr so spannend wie ne abgestürzte Exeltabelle.

 

Unter den Browserspielen gibt es viele Sorten. Beliebt ist vorallem alles was mit dem Mittelalter zu tun hat, weil dies die Möglichkeit gibt Werbung mit zu großgeratnen Waffen zu machen.

Heißt, ein Zwerg von 1,59 M schwingt ein Schwert von 2 M längen mit dem Gewicht eines Kleinwagens. Wie er das hochkriegt oder wie er das auch nur durch die Landschaft transportieren will ohne eine Schleifspur zu hinterlassen, diese Antwort bleibt man uns schuldig.

 

Alternativ gibt es da noch die Axt ( 2 CM Stiel mit 50 CM Klinge, Nahkampf einmal wörtlich ), den Zauberstab ( haha, dein 2 M Schwert ist NUTZLOS gegen meinen 30 CM Ast ) oder den Hammer. Der Hammer ist meist recht tuckig mit allerlei Klimbim verziert und sieht aus wie aus einem Baumarkt für Leute vom andren Ufer geklaut wäre er nicht ebenfalls so verflucht riesig. Frei nach dem Motto, im Mittelalter waren alle zu blöd Größen richtig einzuschätzen.

 

Alternativ gibts dazu noch das unvermeidliche Animespiel in dem die Leute nicht nur zu blöd sind Größen richtig zu schätzen, sondern die Frauen auch alle nur so ganz wenig anhaben weil ihr Geld wohl für den übergroßen Hammer draufging.

Dritte Sorte ist irgendwas mit Mafia. Weil Mafia ist irgendwie cool und endet auf A. Das ist toll. A ist toll. A macht Spass. A sorgt dafür das der Tag mit einem warmen, weichen, Toast beginnt. Oder so.

 

Ganz oben aber auf der Hitliste der Nervspiele steht "Kapi-Hospital". Dieses Ding ist wie die Werbung für Katzenfutter: Es verfolgt zumindest mich auf jede Seite im Internet, egal ob spiegel.de, motor-talk.de, hans-wurst.de oder youporntube.

 

Überall grinst mich diese Brechwurst im weißen Kittel an. Weiße Haare, weißer Kittel, weiße Haut, weiße Schuhe, dass totalle Weißbrot und wir wissen alle das es weißes Brot nicht bringt.

Daneben ein halbtoter Schwester von Zombie, könnte auch ne Koksnutte sein oder einfach nur ich nach 5 Kannen Kaffee und 48 Stunden Schlafentzug mit Wischmopperrücke.

 

Für MT exklusiv hab ich mal 3 Minuten den Stecker aus meinem Hirn gezogen und den Banner angeklickt. Koksnutte war jetzt links und die Presswurst in Weiß war jetzt rechts. Wollt mich wohl verwirren!?

 

Direkt angegeben war das ich auf Station 8 kommen soll, dabei weiß jeder das die Psychatrie auf 7 ist. Reingelegt ihr Wischwassertrinker!

 

Nun soll ich mir einen Nick ausdenken. Da ich aber notorisch unkreativ bin, hab ich da nix angegeben und nach weitren Bannernervern gesucht. Nächster Halt nach dem Wiedereinklinken des Hirns war ein Banner von Vodafone. Dämliche Frage. Vo da fon. Wo da Phone. Mein Handy liegt rechts neben mir, nächstes Banner.

 

Das nächste Banner bildet einen Kopf ab der via Bildstörung sinnlos im Raum schwebt. Darunter die Einblendung: Stell dem Geist eine Frage. Mir juckts in den Fingern zu Fragen warum, wenn er doch angeblich so schlau ist, keine Ahnung davon hat wie man den Fernsehetechniker anruft um seine Bildstörung zu beheben, aber da ist schon das nächste Banner.

 

Auch Paul der Tintenfisch möchte mir eine Frage beantworten. Noch bevor ich aber ihn fragen kann was er von Kalamaris hält taucht der nächste Banner auf. Außerdem möchte der nekrophile Tintenfisch mir die Frage vorgeben ob "Karsten auf mich steht". Wer zum Teufel ist Karsten und warum soll er auf mich stehen?!

 

Das nächste Banner ist Streefight in da Hood. Ein müder GTA-Abklatsch. Noch bevor ich aber weitermachen kann seh ich das mein MT-Blog jetzt schon zu lang ist und ich daher Schluss machen muss.

 

Es bleibt mir also zu sagen: Banner und Browserspiele sind doof und dieser Blog ist ein Lückenbüßer da mir für den, den ich eigentlich posten wollt nix gutes einfällt.


25.12.2010 17:00    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (20)

Da hier auf MT doch ein paar Leute im Berreich und Sachen Lost Places unterwegs sind, habe ich mir heute einmal die Mühe gemacht die Bilder des alten Möbelhauses hochzuladen. War etwas tricky, daher sind auch ein paar Bilder durcheinander.

Die Bilder waren eigentlich alle auf meinem andren PC. Der ging leider kaputt, alles futsch. Zum Glück hatte ich die aber schon auf VZ hochgeladen. Allerdings kann man die da nicht so einfach wieder runterladen, heißt, Bildschirmfoto machen, Paint aufmachen, Foto einfügen. Bild ausschneiden, neues Paint aufmachen, Bild einfügen, Bild speichern und das alles ungefähr 53 mal. Bah.

Und da Paint ja immer im Paintformat und nicht im JPEG abspeichern will, muss man das auch noch manuell ändern. Weswegen einige Bilder doppelt oder am Ende sind.

 

Jetzt aber zum Möbelhaus: Das oben gezeigte Möbelhaus kenn ich noch aus seiner Zeit als Möbelhaus und nicht als Lost Place. Bis 2005 fand hier noch verkauf statt, dann wurde es still gelegt. Hat sich nicht mehr gelohnt. Da der St. Augustiner Ortskern allerdings umgestaltet werden soll, wird das Haus vermutlich nächstes Jahr abgerissen. Das komplette Areal dort wird neu gestaltet.

 

In das Haus selber kommt man leider nicht rein. Wie man schon an den Fotos sieht, haben sich die Eigentümer Mühe gegeben alles abzusperren inklusive im Boden verschraubter Zäune. Ich hoffe nun das die Bilder gefallen und bei weitren Fragen einfach Fragen :)

 

Edit: Wer bei 36 und 38 mal genau hinguckt wird sehen das die Bretter ehemals Möbel aka Regale waren.


23.12.2010 18:08    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (25)

mrbeanmrbean

Das Jahrzehnt. Es ist kurz davor abzubrechen. Also zu Enden meine ich. Es ist aufjedenfall am Ende, kaputt, im Eimer, vorbei, End of the show, thanks for watching, leave some comments and food.

 

Das nächste Jahrzehnt kommt. Und das danach. Und da heutzutage jeder laut Medien ein Experte ist, sogar meine Oma und wenns nur um Strickwäsche geht, hab ich mir erlaubt einen Ausblick auf die Autowelt 2020 - 2030 zu werfen. Fangen wir also an.

2010 bis 2020 war mir ehrlich gesagt zu nah und das macht nicht soviel Spass :D

 

2020

 

Nachdem VW von Alfa Romeo bis Wiesmann fast jede Marke aufgekauft hat, ist es nun wirklich fast der größte Autohersteller der Welt. Fast. Den im fernen Osten hat BYD das gleiche gemacht und alles aufgekauft was bei drei nicht aufem Baum ist. Kia, Toyota, Honda, Suzuki, Onkel Toshs Reiskocher, EINFACH ALLES haben sie aufgekauft. Nordkorea ist mittlerweile ein Freizeitpark für gelangweilte, neureiche Asiaten und Kim Jong Il darf im Bärenkostüm für Kinderbelustigung sorgen.

 

Wie also zu Zeiten des kalten Kriegs haben wir wieder zwei Blöcke. VAG hier, BYD da. Dazwischen ein paar unbedeutende Restautomarken: Ford baut nunmehr hässliche Pickups mit durstigen Motoren für das USA-Kernredneckland. Opel ist back to the roots und hat den Automobilbau aufgegeben, sie bauen jetzt wieder Nähmaschinen, Fahrräder und diese lustigen Springteufel die aus dem Kasten hüpfen sobald man den Deckel öffnet.

In Afrika derweile gibt es noch Onkel Togos Cahr-Shop ( Hs waren bei der Gründung der Firma grad im Sonderangebot ). Aus ausgebrannten Russenpanzern, alten Schubkarren und Draht werden hier die sogenannten ABC-Vehicel ( African Bush Combat Vehicel ) gebaut. In Indien sagt man sich derweile "Who cares?!" und baut weiterhin den Ambassador wie vor 40 Jahren.

 

2021

 

Wer einen VW will muss früh anfangen. Direkt nach dem Akt stürzen die Eltern zur VW-Bank. Genau, VW-Bank.

VW sind mittlerweile die Autofirmen zum aufkaufen ausgegangen. Daher kaufen sie jetzt alles andre auf was man so aufkaufen kann. Kaffeeröster, Baumarktketten, Fast-Foodketten, Tante Ernas kleinen Dorfladen und Steiffteddybären weil sie hoffen dadurch neue Erkentnisse für steifere Karosserien zu gewinnen.

 

Dort wird sofort ein Sparkonto für das erste Auto eingerichtet. Monatlich zahlt man dann 1000 € ein bei 2,5% Zinsen. Mit 41 kann sich dann der Filius den ersten Polo oder Golf ( sind jetzt endgültig das gleiche, nur der Schriftzug unterscheidet sie, macht aber 400 € Differenz, ein f ist teurer als zwei o ).

Mit 50 gibt man dann das Auto in Zahlung und kann dann durch fleißiges weitersparen einen Sharan oder Passat bekommen. Wers bis zum 90 Lebensjahr schaft kriegt am Ende sogar einen Phaeton hin.

 

2022

 

BYD baut nur noch vollelektrische Autos. Clever wie die Chinesen sind haben sie das Übergewicht so bekämpft, indem alle 1,2 Milliarden Chinesen und die paar Millionen Restasiaten sich jeweils zu bestimmten Zeiten im Fitnessstudio melden müssen um dort die Energie für das neue BigEmpire zu erstrampeln und ihre Vehicel zu laden. Russland hat sich derweile nach Sibirien zurückgezogen und hofft das VW dort nicht das letzte Ladawerk findet was noch nicht ihnen gehört.

 

2023

 

Die Ereignisse eskalieren. Aufgrund akutem Geburtenmangels gehen den USA die Rednecks aus. Ford macht fast pleite, kann sich aber durch das brennen von Pflaumenschnapps grad noch so retten und erfindet den alternativen Pflaumenschnappsantrieb. Dadurch bekommt VAG erstmals seit über 44 Jahren halbwegs Konkurrenz und legt ein rigides Sparprogramm auf:

Absofort werden alle Autos auf Basis des Polos mit dem Motor des Wiesmanns, der Karosse des Ladas und dem Antrieb eines Renaults gefertigt. Wer sein Erspartes dafür nicht opfern will kann alternativ das Geld in Form von Zementsäcken aus dem VW-Baumarkt ausgezahlt bekommen.

 

2024

 

Aufgrund des demographischen Wandels sind alle reichen deutschen Rentner tot oder mittlerweile so tattrig das sie echt nicht mehr Auto fahren können. Erste Versuche die halbtoten Opas in vollautomatischen VWs durchs Land zu kutschen scheiterten blutig. In einem Aufstand der Restselbstbestimmung fanden einige den Knopf um die Automatik abzustellen und verursachten mit ihrem Wiesmannalfaromeorenaultjaguarvwvolvocitroenauto einen epischen Verkehrsstau. Die Bundeswehr musste eingreifen, kam allerdings aufgrund der Abrüstung nicht zum Einsatzort. Den Kampfeinrädern waren schlicht die Reifen platt gegangen. VW moblisiert daher alle Kräfte für eine Marketingkampange in Fernost um die toten Stammkunden neu zu gewinnen.

 

2025

 

BYD-Multinational fühlt sich angegriffen. Erst Truppen der "Untide Asia Army" ( kurz UAA ) marschieren nach Afgahnistan ein. Und bleiben kurz hinter der Grenze stehen. Die Verlängerungsschnur für die elektrogetriebenen Kampffahrzeuge ist zu kurz. VW kauft darauf die letzte Regierung die es noch nicht hat und die bisher der Firma Snickers gehörte und lässt somit den Bündnisfall ausrufen. Allerdings kommen sie nur bis zu der kleinen Steigung am Werkstor. Dort bemerken sie das 50 T Kampfpanzer nicht mit einem 1,4 L TSI-Motor bewegt werden können.

Der Vorstand pfeift unschuldig, unsre Idee war das nicht dort den Verkehrshuckel hinzubasteln.

 

2026

 

BYD hat Ford mit Reiskochern bestochen und rächt sich damit für die Mazda 121/Fiesta MK-4 Chose von 1996. Und klaut nebenbei den Pflaumenantrieb. Somit rollt die BYD-Flotte wieder. VW zieht gleich und ruft bei Onkel Togos Cahr Shop an und erwirbt die Motorentechnologie dieses afrikanischen Giganten. Auch VW kann somit wieder mobil machen. Beide Kontrahenten rollen unaufhaltsam aufeinander zu.

 

2027

 

Da beide Firmen nur noch Leiharbeiter die von Leiharbeitern durch Leiharbeiter an Leiharbeiter verliehen werden beschäftigen und somit irgendwie überall die Moral nicht grad die beste ist fällt die größte Panzerschlacht seit Kursk recht mau aus. Die Panzereinheiten von VW melden beim ersten Treffer das "dringend ein Termin mit ihrem nächsten VAG-Servicepartner ausgemacht werden sollte, weil sich ein Kratzer im Lack befindet. Aus Sicherheitsgründen wird das Auto demobilisiert".

BYD kämpft derweil mit andren Problemen, zwar halten ihre Fahrzeuge die Weichgummigeschosse von VAG aus ( harte Munitionsteile sind sei 2018 durch die EU-Kuschelkriegsverordnung verboten worden ), allerdings gibt es im Iran zuwenig Pflaumen. Beide Seiten ziehen sich aufs erste zurück und verhandeln.

 

2028

 

Die Waffenstillstandsverhandlungen sind eskaliert. Der BYD-Chef wurde von VAG als "Pflaumensüchtige Oberpflaume" bezeichnet woraufhin dieser mit den Worten "du kannst ja nichtmal deinen Namen richtig tanzen" konterte.

Beide prügelten sich daraufhin eine halbe Stunde lang mit dem Mobilar bis die VAG-Mediencooperation meinte man hät genug Quote für heute. Beide Truppen gingen unmittelbar wieder aufeinander los, erste Verluste waren die VAG-Fregatte "VAG Sinkfix" im "Balistolischen Meer" ( Werbevertrag von 2023 welcher die Verwendung von Landes und Erdteilen zu Werbezwecken erlaubt ) und der kollektive Absturz eines ganzen Geschwaders von BYD-Flugzeugen. Merke, Flügel annieten, nicht leimen!

 

2029

 

BYD hat den Nahen Osten, Afrika, Südamerika, Mexico und Wien überrannt in dem sie einfach den "totallen Rush" ausgerufen haben woraufhin der ganze asiatische Kontinent zu Fuss losstürmte. VAG jammert herrum weil sowohl die europäische als auch die amerikanische Jugend findet das das "voll brutal" ist wie weit die Chinesen laufen können und zum Sitzstreik aufgerufen haben. BYD umgeht den Sitzstreik und nimmt Wolfsburg ein. Die EU ( welche jetzt im Knoppersplenarsaal sitzt ) fordert "entschlossnes Handeln" und verlegt die Konferenz zur Vereinbarung weiterer Maßnahmen auf nach dem Mittagessen nächsten Mittwoch.

 

2030

 

VAG hat die Nerven verloren und die Atomraketen gestartet. Da es allerdings nur noch eine Batterie im VAG-Konzern aufgrund der ausgeweiteten Plattformstrategie gibt, erhalten die Raketen nicht genug Saft und verrecken in den Silos. Eine schnelle Starthilfe durch ABC-Vehicel und eine Handkurbel erbrachte allerdings die erwünschte Abhilfe. Die Welt versinkt im nuklearen Feuer.

 

2031

 

Die Überreste eines VAG-Vorstandsmitglieds werden aus den Trümmern von Golfsburg geborgen. Ein Baby wird aus dem Genmaterial geklont. Da allerdings seine ersten Worte "kaufen das da" sind wird das Kind stillschweigend in der nächsten Restmülltonne entsorgt. Als einziger Autohersteller ist Ambassador übrig.

India just trolling arround und kauft den ganzen traurigen Rest der Erde auf.

 

Wolle Auto kaufe?!


23.12.2010 09:49    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (10)

Der Ford Fiesta MK-7. Der Neuste in der Familie der Fiesta und der aktuelle Fiesta. Was soll ich darüber schreiben?! Ihr könnt doch alles auf

 

www.ford.de

 

nachlesen. Das es ihn mit LPG-Antrieb gibt, dass er wieder eine recht gute Grundausstattung hat etc. Ansonsten, wer mehr wissen will und das in bewegten Bildern, dem empfehl ich den Top Gear Ford Fiestatest :D

 

http://www.youtube.com/watch?v=6Zy78tFPQwQ

 

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, Danke für euer Intresse am "Ford Fiesta". Die Reihe ist hiermit natürlich logischerweise zu Ende, der MK-7 ist das aktuelle Modell. Vermutlich wird es auch einen MK-8 geben, Gerrüchte die ich gehört habe lassen auf etwa 2012 als Vorstellungsjahr schliessen.

 

Hoffe nun das die Reihe wenigstens etwas informiert hat und falls noch Fragen offen sind, immer her damit, vielleicht kann ich helfen. Egal zu welchem Fiestamodell. Hier nochmal alle Teile zum Schnelldurchklicken aufgelistet:

 

MK1 und 2

 

http://www.motor-talk.de/.../ford-fiesta-mk1-und-mk2-t2950128.html

 

MK 3

 

http://www.motor-talk.de/.../ford-fiesta-mk-3-1989-1996-t3007099.html

 

MK4 und 5

 

http://www.motor-talk.de/.../fiesta-mk-4-und-mk-5-t3009564.html?...

 

MK6

 

http://www.motor-talk.de/.../ford-fiesta-mk-6-t3028411.html

 

Und oben nochmal chronologisch vom MK-1 bis zum MK-7 alle Fiestamodelle hintereinander zum anschauen. Und wiegesagt, bei Fragen, fragt mich :)


21.12.2010 09:40    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (44)

Köln, eure Erfahrung?!

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Köln. Die Stadt aus der mein Fiesta stammt. Und die Stadt mit dem nunja, wohl kaputtesten Meinungsbild. Aber von Anfang an.

 

Mittlerweile war ich dank meiner reisewütigen Eltern und auch dank meiner persönlichen Neugier in vielen Städten in Deutschland und sogar in ein paar im näheren Ausland wie Zürich oder irgend sone niederländische Grenzstadt, auch Wien ist mir nicht unbekannt.

 

Ich kenn Dresden, Limburg, Hamburg, Berlin, Emden, Hannover, Peine vom vorbeifahren und Bautzen wie Herford. Und ich kenn Köln. Und in keiner Stadt habe ich mich so unwohl gefühlt wie Köln.

 

Woher kommt das nun?! Nunja, es fängt schon bei der Anfahrt an. Verkehrschaos all the way. Die Baustelle auf der A-1 exestierte wohl noch bevor die Stadt gebaut wird, dass die Baustelle je verschwindet glaubt wohl mittlerweile nur noch der, der dafür bezahlt wird.

Versucht man sich durch die Innenstadt zu schlängeln, genau, Baustellen. Und genau, die sind dort teilweise seit wir 92 aus berufstechnischen Gründen hierher gezogen sind.

 

Will man von den Hauptstraßen runter kommt man entweder nicht runter, weil eine Straßenbahnlinie quasi die komplette West-Ost Achse mit der Aachner Straße als Basis zerteilt und man nur alle gefühlt 3 KM wenden kann ( weswegen auch immer wieder entnervte Autofahrer beim Wenden die Geduld verlieren und mit Straßenbahnen schmusen ) oder man landet in Einbahnstraßen.

 

Diese sind nach Vorbild des verrückten Labyrinths angelegt. Kurz gesagt, ich wollt nur jemanden aus seiner Klasse zu seiner Wohnung fahren. Als wir am Anfang des Wohngebiets waren und von der Hauptstraße kamen wars noch ungefähr 1 KM. Nach einer Viertelstunde hatten wir die Fresse voll und haben die letzten 300 M im Rückwärtsgang zurückgelegt.

 

Auch abseits des Autos zeigt Köln seinen Wahnsinn, wilde Sperrmüllkippen findet man gernemal am Straßenrand, angelehnt an schlecht sanierte 50er Jahre Nachkriegsbetonklötze die als Behausungen der Einheimischen dienen. Dazwischen treiben sich vorallem in den Abendstunden und am Wochenende nette Herren herrum, die immer Fragen ob man ein Problem hat und die einem manche bedrückende Last, z.B. MP3-Player, Geldbörse, Handy, abnehmen damit man nicht so schwer schleppen muss.

 

Köln ist zudem die einzige Stadt dies geschaft hat ihr Stadtarchiv selbstständig im Boden zu versenken. An dem Tag kam ich grad von der Ausbildung zurück und sah auf der Autobahn noch den Wagen der DRK-Rettungshundestaffel. Ich dachte noch das es hier A) keine Erdbeben gibt die Häuser zum einstürzen bringen und das B) die Deppen es doch wohl nicht jetzt auch noch geschafft haben irgendwie ihre eignen Häuser zum einsturz zu bringen. Wie man sieht, B war leider richtig.

 

Und es gäbe noch viel mehr zu sagen: Karneval, die angeblich so lustige Zeit die aber vorallem als Saufgrund dient und alles lahmlegt, eine unglaublich langsame und ineffiziente Stadtverwaltung. Ein Fussballverein der permanent am Boden der Tabelle rumkrebst, rote Welle, andauernd ausfallender Verkehr oder wie jetzt im Winter maßlose Überheblichkeit.

 

Noch anfang November tönte man rum man hätten genug Salz für den ganzen Winter. Jetzt heißts aufeinmal kleinlaut das eigentlich fast alles weg ist und sie packens nichtmal mehr die Haupstraßen zu räumen.

 

Was jetzt aber wirklich witzig ist: Immer wenn ich mit jemanden über Köln rede der NICHT von dort ist finde ich komischerweise mein Weltbild bestättigt. Und das ist das für mich der Grund des heutigen Threads: Ich kenn Leute die mögen Berlin und welche die mögens nicht. Ich kenn Leute die mögen München und welche die München nicht mögen. Ich kenn welche die würden gern nach Hamburg, andre nicht. Nur bei Köln hab ich bisher keinen einzigen "Außerrheinländischen" gefunden der offen sagte "ja, ich will da bleiben, die Stadt ist super".

 

Daher nun meine Umfrage, was ist eure Meinung zu Köln?! Wie habt ihr oder Kollegen/Verwandte die Stadt erlebt?!


19.12.2010 21:56    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (41)

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Mit musikalischer Unterstützung von Sabatons "Price of a Mile":

 

http://www.youtube.com/watch?v=hbw1pGUhG7Q

 

Morgens, 6:47 Uhr. Viele schlafen noch. Die Sonne schickt ihre ersten Strahlen auf diesen Teil der Erde. Ich steh vor der Haustür. Blick links, Blick rechts. Mein Vehicel steht rechts von mir. Einsatzbereit wie immer.

 

Ich atme die kühle Luft des morgens ein, bewege mich richtung Fahrzeug. Die Müdigkeit steckt mir immer noch in den Knochen, aber ich muss. Es gibt keine andre Wahl. Schliesse die Türe auf. Vor mir hüpft eine Amsel durch das Geäst des Baums.

 

Ein kurzer Blick dem Vogel hinterher, den Schlüssel ins Schloss. Das Gähnen wird versucht zu unterdrücken, gleichzeitig Fuss auf die Kupplung und das drehen des Schlüssel. Die Stille wird jäh unterbrochen, der kleine schwarze Vogel fliegt erschrocken auf, Endura läuft.

 

Kurzer Check, Lampen an, Tempratur und sonstige Parameter normal, Lüftung auf Fussboden, erster Gang. Fiesta heading south. Vorbei an runtergelassnen Rollläden, an noch schlafenden Autos raus aus der Straße, aus dem Viertel. Richtung Autobahn. Die Ampel ist rot, ein kurzer Blick, nur zwei andre Autos an der ganzen Kreuzung. Die Ampel springt auf Grün, ich geb Gas. A-560 bis Kreuz Bonn-Siegburg. Wechseln auf die Autobahn 3 richtung Frankfurt Main.

 

Langsam wird es mollig warm, aber noch immer bin ich fast allein. Ein Mercedes von hinten, ein früher Laster vor mir. Man kann die Autos die unterwegs an einer Hand abzählen. Weiter vorwärts, Anschlussstelle Siebengebirge. Die Sonne hat sich mittlerweile hervorgekämpft, scheint knapp als riesiger goldner Teller hinter dem Siebengebirge hervor.

 

Ich klappe die Sonnenblende herrunter, ein Mercedes und zwei Audis jagen in dichter Kolone vorbei. Irgendwann fliegt die Grube Georg links vorbei, kurz darauf eine ICE-Brücke rechts von mir. Der Abzweig nach Koblenz lass ich ebenfalls rechts liegen.

 

Die Sonne hat sich mittlerweile hervorgekämpft. Die letzten Reste des Morgennebels wabbern über das Feld in ihr geheimes Tagesversteck. Es wird voller. Autos links, Autos recht. Ein Stau, ein ausgebrannter Laster, egal, weiter, weiter.

 

Ich komm die A-3 runter, ein Tal vor mir, Limburg heißt die Stadt laut dem blauen Schild, grad eben vorher bin ich doch noch an Neuwied vorbeigeflogen. Hab irgendwo mal gelesen schon diese zwei Städte waren früher eine Tagesreise. Egal, dran vorbei, weiter nach Süden.

 

Die Sonne kriecht aus dem Osten hervor. Frankfurter Verkehrschaos. Liegen lassen. Richtung A-5, eine 767 donnert zum greifen nah über mein Dach. Die A-5, die Müdigkeit ist Weg aber die Autos links und rechts von mir haben sich deutlich vermehrt. Eine Armee aus Blech im Gleichschritt des Tempolimits, mehr oder weniger, fahren richtung Süden. Lichter aus, es ist jetzt hell genug.

 

Die A-5 weiter runter, mehr Aufmerksamkeit, der Berufsverkehr ist vorbei, es ist mittlerweile irgendwo um 10 Uhr rum, Omas, Opas und Muttis sind unterwegs. Familienbomber bleiben rechts zurück, Firmenfahrzeuge schiessen links vorbei.

 

Ein Schild verkündet das ich mich nun auf Baden-Württenberger Grund befinde. Die Autobahn ist zweispurig, links von mir eine Bergkette die mich bis zum Abzweig auf die 6 bei Heidelberg begleiten wird.

 

Noch mehr Verkehr, es wird voller und voller. Drängler, Verkehrserzieher, Schnarchnasen und allerlei Pampersbomber stänkern herrum, die Ruhe des Berufsverkehrs ist verflogen.

 

Zum Glück taucht rechts von mir die 6 auf, ich setz den Blinker, rüber, bis etwa Heilbronn, dort von der Autobahn. Eben noch beste Sicht, aufeinmal tiefster Nebel.

 

Nach dem der erste Termin des Tages abgehackt ist, weiter nach Stuttgart. Der Nebel hat sich verzogen, die Uhr geht auf eins zu. Wieder auf die Autobahn. Die Sonne steht nun hoch am Himmel, wandert schon leicht wieder herrab als der Stuttgarter Talkessel links von mir auftaucht, noch ein fernes glitzern. Wiedereinmal runter von der Autobahn, ein Schild wirbt fürs Porschemuseeum, schweren Herzen ignorier ich es.

 

Rein in den Stuttgarter Talkessel, große Ausfallstraßen. Der Hauptbahnhof, ziel meines Besuches. Schnell etwas essen die Gegend anschauen, wieder rein ins Auto. Tanken, Auto waschen lassen, die Uhr zeigt auf die 14. Einen Termin haben wir noch. Also raus aus dem Kessel, wieder auf die Autobahn. Heilbronn links, ich fahr nach rechts bis fast schwäbisch Hall.

 

Die Uhr zeigt mittlerweile etwa 15.30 Uhr als ich den Wagen wende. Back to the Airfield. Wieder auf die Autobahn. Der Berufsverkehr setzt ein. Die Sonne habe ich jetzt wieder vor mir weils zuerst richtung Westen geht bis ich die A-5 wieder erreiche.

 

Und dann alles rückwärts: Heilbronn, Heidelberg, Mannheim, Weinheim, wieder richtung Norden. Die Sonne arbeitet sich gefühlt richtung Erdboden vor. Ich schalte die Lichter wieder ein. Darmstadt kommt in Sicht, 18 Uhr, 19 Uhr?! Ich weiß es nicht mehr, die Zeit hat ihre Bedeutung verloren.

 

Es gibt nur noch zwei Sachen. Ich und die Straße. Kein Auto, kein Radio, irgendwas duddelt, keine Ahnung was. Ein merkwürdiges Gefühl breitet sich in meinen Armen, Beinen, dem ganzen Körper aus. Ich spüre meine Kleidung nur noch als warmen Hauch auf meinem Körper. Obwohl ich mir Müde vorkomme fahr ich vollkommen sicher. Alles läuft automatisch.

 

Spurwechsel, blinken, Umgebung checken, wo fängt das Auto an, wo hört mein Körper auf oder bin ich bereits mit der Karre verwachsen. Die Nacht ist dunkel, Limburg fliegt jetzt rechts vorbei, ich arbeite mich den Talkessel hoch. Die Nadel liegt exakt bei 120 KMh, meine Abstände sind Mustergültig. Neuwied, Koblenz, Rastplatz irgendwas, egal, ich bin voll im flow.

 

Mittlerweile ist es aufjedenfall pechschwarze Nacht. Die Sonne hat sich wieder zurückgezogen. Ich jage durch die Nacht, alles ist perfekt. Die ICE-Gleise wieder, die ehmalige Kohlegrube. Nur noch wenige sind unterwegs. Der Verkehr fließt wieder ideal, niemand stört, wer jetzt fährt muss und das merkt man, die andren Verkehrsteilnehmer reagieren wie Profis auf Blinker, Bremsen und die eigne Fahrweise. Der Refrain des Titelgebenden Lieds taucht in meinem Gedanken auf:

 

Thousands of feet march to the beat

It’s an army on the march

Long way from home

 

Ich komme wieder auf die A-560, der Magen sackt kurz durch als ich die Zubringerrampe von der 3 herrunter fahre. An der Ampelkreuzung vorbei, in mein Viertel, in meine Straße. Autos und Menschen schlafen, es sieht fast alles so aus wie als ich heut morgen losgefahren bin.

 

Aber möchte ich wirklich anhalten?! Möchte ich aussteigen?! Eigentlich nein. War am Anfang noch die Frage "Wie weit lohnt es sich für ein Bewerbungsgespräch, einen Job zu fahren, wieviele Kilometer soll man für was fahren, einfach, ist es das Wert?" oder kurz

 

"Whats the price of a mile?"

 

Diese Frage hat sich mir am Anfang noch gestellt. Man ist ewig unterwegs, hat die Gefahren des Straßenverkehrs, weit weg von der Familie, 120 KM waren es bei mir am Tag und man treibt damit im Endeffekt Mensch und Material an seine Grenzen den zur Fahrerei kommt noch der Job und man ist eigentlich fertig nach der Arbeit.

Der Wagen wird über Salzpisten im Winter gescheucht und die Motorkühlung muss im Stop n Go bei sommerlicher Hitze Schwerstarbeit leisten. Reifen werden abgefahren, Bremsen verschlissen.

 

Aber. Man gewöhnt sich dran. Aus Pflicht wird Gewohnheit, aus Gewohnheit irgendwann Sucht. Momentan sitz ich zu Hause. Letzten Monat gradmal 500 KM zusammenbekommen. Und ich merke, einmal Vielfahrer, immer Vielfahrer. Man kriegts nicht mehr aus dem Blut. Die Finger jucken, man wird unruhig. Und obwohl man kein Arzt ist weiß man, dass einzige was hilft ist fahren. Raus auf die Straße und KM fressen.

 

Der Fiesta hat die Räder wieder auf die heimische Landebahn gesetzt. Ich schalte den Motor aus. Die Lampen aus.

Tagesbilanz laut Uhr: 800 KM

Auch für mich ein neuer Meilenstein.

Ende!

 

Gewidmet allen Vielfahrern, Langstreckenpendlern und allen andren die mit mir das Los der langen, täglichen Wegstrecke teilen und teilten.

 

Ab März bin ich wieder mit dabei, wie ichs schon zwei Jahre vorher war. 120 KM täglich, vielleicht auch etwas mehr. 3 Jahre Studium. Derweil wartet der Fiesta draußen. Lauert. Auf die nächsten Kilometer, die nächste Fahrt.


18.12.2010 11:08    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (19)

Wir schreiben das Jahr 2001. Und etwas großes kommt auf uns zu. Nach über fast 26 Jahren wirft Ford den Fiesta quasi über Bord. Neues Jahrtausend, neues Auto, nur der Name bleibt.

 

Wer den letzten Teil, MK-4 und MK-5 kennt weiß das Ford noch in diesen beiden Fahrzeugen teilweise den Motor aus dem ersten Fiesta 1976 drin hatte und viele Teile noch aus dem MK-3 Fiesta stammten wie er ab 1994 produziert wurde.

 

Nun den, alles über Bord und quasi von vorne. Nur der Name bleibt. Aber Ford ließ sich keine wirkliche Zeit und schon nach 23 Monaten Entwicklungszeit stand der MK-6 auf der Platte. Der neue Ford Fiesta.

 

Um 6 MM breiter, um 98 MM Höher als der Vorgänger und 35 L mehr in den Kofferraum als der Vorgänger, alles verpackt im New Edge Design. Die Motoren fingen bei 58 PS an und gingen bis zu 150 PS (!) beim ST.

 

Apropo ST: Der sportliche Fiesta setzte sich bei MK-6 deutlich von seinen Brüdern ab. Zumeist weiß mit blauen Ralleystreifen ( aber aufjedenfall immer mit dem Ralleystreifen ) war er definitiv der bunte Hund in der Fiestamasse und erstmals konnte man die Sportversion des Fiesta deutlich von den "Normalen" unterscheiden.

 

Auch ein alter Bekannter aus MK-2 Tagen tauchte beim MK-6 wieder auf: Der Express. Also ein Serienfiesta der statt der seitlichen Heckfenster Blech hatte und dem die Rückbank fehlte für mehr Stauraum. Der Express war beim MK-3 aus dem Programm geflogen und musste nun damals dem Kastenwagen Courier weichen.

 

Und wo wir grad bei der Verwandtschaft sind: Wie auch beim MK-4 bekamm der MK-6 einen Bruder. Den noch heute gebauten Ford Fusion der 2002 das Licht der Werkshalle erblickte.

Einem hochbeinigen Fiesta, quasi ein Minimini-SUV mit hoher Sitzposition und guter Rundumsicht. Ursprünglich als Stadtfahrzeug für kleine Familien gedacht erfreut sich der Wagen immer noch wachsender Beliebtheit vorallem bei Rentnern und wird wohl erst 2011/2012 irgendwann ersetzt. Irgendwann. Den noch läuft der Wagen trotz der etwas staubigen Optik immer noch erstaunlich gut.

 

Aber zurück zum Fiesta. Auch beim MK-6 ist Ford nicht nur der Tradition des guten Fahrwerks, sondern auch der guten Grundausstattung treu geblieben: Schon die Basisversion hat serienmäßig Fahrer wie Beifahrerairbag und Seitenaufprallschutz sowie Sicherheitsgurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer, von Ford wird das alles unter IPS ( Intelligent Protection System ) zusammengefasst.

 

ABS ist ebenso mit an Bord wie EBD, der elektronische Bremskraftverteiler für gleichmäßiges Bremsen. Servolenkung und höhenverstellbare Lenksäule und die umklappbaren Rücksitzlehnen gibts ebenfalls alles schon gratis mit zur Basisversion. Wau.

Den Fiesta konnte man übrigens am Anfang nur als 5 Türer kaufen, der Dreitürer kam erst einen Tick später.

 

Der Ghia, also die "High-Class-Variante" setzte würdig die Reihe des hochgerüsteten Kleinwagen fort: Klimaanlage, Bordcomputer, elektrische Fensterheber, Regensensor, Tag/nachtsensor für die Scheinwerfer, AUX-Schnittestelle, Lederlenkrad und Schaltknauf, elektrisch einstellbare und beheizbar sowie einklappbare Seitenspiegel u.sw., alles mit dabei und natürlich alles konnte man nochmal mit der Zubehörliste verfeinern.

 

Auch gabs wie üblich bei Ford wieder ein paar Sondermodelle die nicht umbedingt häufig sind. Zu erwähnen wäre hier der Black Magic, ein ganz in schwarz gehaltnen Fiesta. Schwarze Felgen, schwarze Außenspiegel, schwarze Stoßstangen, alles schwarz! Noch viel seltner als die schwarze Magie war allerdings der Champ. Von diesem hab selbst ich bisher nur einen in freier Wildbahn gesehen.

Der Champ zeichnete sich vorallem dadurch aus, dass er nicht nur in knallgelb daher kam, sondern auch auf dem Dach noch im Schachbrettmuster lackiert war.


18.12.2010 09:52    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (42)

Es gibt Filme mit Autos. Und es gibt einige Sachen die passieren fast immer oder in allen Filmen in denen Autos irgendwie mitspielen. Das berühmteste Autoklischee ist wohl der Typ der vor dem Auto wegrennt und das Auto fährt und fährt und fährt, scheint aber nicht aufholen zu können selbst wenns eine Dodge Viper ist.

Es gibt aber noch eine Menge mehr Autoklischees, z.B.

 

1. Wird jemand als Mechaniker oder am Auto schraubender vorgestellt so trägt er fast immer einen Schraubenschlüssel bei sich. Besagter Schraubenschlüssel ist meist dann auch das größte Modell was man irgendwo auftreiben kann.

 

2. Viele Filmmechaniker haben zwar saubre Handrückenflächen, aber vollkommen verdreckte Gesichter. Kopfarbeit mal anders?!

 

3. Werkstätten sind entweder ein totaller Chaoswust in einer dunklen, ölverschmierten Höhle oder klinisch reine Operationssäle wo selbst soeben ausgebaut Teile kaum bis keinerlei Dreckspuren aufweisen.

 

4. Autos, vom absoluten Neuwagen bis zur letzten Rostschluse springen sofort beim ersten Schlüsseldreh an. Es sei den jemand ist auf der Flucht.

 

5. Selbst in einem Mini kann sich ein 2 M Mann problemlos im Fußraum der Rückbank unsichtbar machen um jemanden aufzulauern.

 

6. Hat ein Auto eine Panne qualmt es dramatisch weiß, Autopannen sind im Film also immer Kühlerpannen.

 

7. Glaubt man den Schnulzen des öffentlich-rechtlichen so fahren in England alle Leute entweder einen Land Rover oder einen mindestens 30 Jahre alten Oldtimer von MG, Rover, Rolls Royce oder Mercedes.

 

8. Autos die irgendwo runterspringen bei einer Verfolgungsjagdt landen perfekt auf dem Fahrwerk und reißen sich nicht physikalisch korrekt die komplette Frontpartie auf.

 

9. Radkappen sind untreue Gesellen. In der ersten Kurve machen sie sich aus dem Staub.

 

10. In einer Verfolgungsjagdt durch eine enge Hinterhofgasse fährt jeder wie besoffen was dazu führt das mindestens erstmal 4 Mülltonnen, 8 Kisten und eine, auch mitten im Hochsommer vorhandene, Riesenpfütze gestreift werden.

 

11. Kommt man aus der Gasse ist der Verkehr immer genau so am fließen das der Flüchtende hindurchrasen kann.

 

12. Es sei den er soll aufgehalten werden, dann wird er am Heck gerrammt.

 

13. Wenn der Verfolger in der Gasse nicht grad durch einen zufällig rückwärts setzenden Laster aufgehalten wurde.

 

14. In der Zukunft können Autos zwar oft fliegen, fast aber nie alleine fahren.

 

15. Soll in einem deutschen Film ein Auto zerlegt werden sieht man das von Anfang an daran das es kein VW, BMW oder Mercedes bzw Oldtimer ist.

 

16. In amerikanischen Verfolgungsjagdten gibt es zahlreiche Wendungen, Drehungen, irre Stunts und ähnliches. Bei deutschen wird das kleine schrebbelige Auto einfach von einem großen andren Auto gerrammt worauf hin der Fahrer sofort die Kontrolle verliert und schreind auf die nächste Wiese ausbricht um entweder

A) noch lauter schreind ein Kuhzaun platt zu walzen und dann zum stehen zu kommen.

B) Wenn das Budget es erlaubt sich einmal zu überschlagen und dann auf dem Dach liegen zu bleiben.

C) Ausnahme Cobra 11, hier fliegt alles in die Luft, selbst die Warnbarken am Straßenrand.

 

Um Ergänzungen wird gebeten :D