Dr Seltsam

Hunderte von Kilometern, ein Mann und sein Auto

13.07.2010 21:54    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (65)

ubad923ubad923

Mal wieder on the road. Innerstädtisch, schon vorrsichtig mit 40 weilwegen Kurve und viele Fußgänger. Vor mir mit 30 - 40 M Abstand ein silberner Mercedes der mit 20 auf die Ampel zukriecht. Die Ampel springt auf Gelb, der Wagen könnte noch locker drüberrutschen ohne Gas zu geben. Normalerweise tippt man hier das Gas an und weg sind sie. So kannte ich das bis heute. Der Fahrer dieses Wagens aber rammt das Bremspedal mit voller Wucht richtung Bodenblech und bleibt abrupt stehen.

 

Problem nur, der blaue Fiesta hinter ihm und seine 40 KMh. Im ersten Moment, der Schock. Was der bleibt wirklich stehen!? Wat is das den für einer?! Dann eine halbe Sekunde später realisiere ich das er wirklich steht.

 

Der rechte Fuß schiesst vom Gas hoch auf die Bremse. Mit infernalicher Wucht trette ich das Bremspedal richtung Bodenblech. Der Wagen sinkt vorne leicht ein, ich höre das kreischen meiner gepeinigten Sommerreifen, ich fahre nicht, ich rutsche mehr. Und rutsche, und rutsche.

 

Das silberne Heck kommt immer näher, es kreischt immer noch. Nimmt diese Fahrt kein Ende?! Ich sehe es weiter näher kommen, näher, näher, die Haube scheint ein Stück tiefer zu sinken. Meine Gedanken arbeiten im Leerlauf, der Blick ist star auf die Haubenspitze gerrichtet und immer noch kein Ende, die silberne Heckklappe des alten Benz türmt sich auf, näher, größer, die Heckleuchten, meine Haube, er, ich, oh Gott NEIN und aufeinmal.

 

Stille.

 

Kein kreischen, kein brüllen. Fußgänger schauen, staunen, wenden sich traurig ab. Ich fass mir an die Brust, keuche etwas. Realisiere das ich den Fuß von der Bremse nehmen kann. Viel Platz ist nicht, vielleicht 10 CM. Möchte aussteigen um zu gucken ob ich wirklich nicht getroffen hab, aber tatsächlich, alles noch dran. Nehm ersteinmal den Fuß von der Bremse, Gang in Leerlauf. Schau mich um, atme auf.

 

Hätte es etwas mehr gerregnet, hätte ich das Radio angehabt und den falschen Song, wär ich in Gedanken versunken gewesen, hätte ich eine halbe Sekunde später reagiert. Hätte, wenn und aber, ich stehe, es ist nichts passiert. An der nächsten Ampel seh ich den Fahrer, einen Opa von über 70 dem das Gelb wohl einen Mordsschock eingejagt hat.

 

Später dann auf dem Parkplatz passieren zwei Dinge: Ich bemerke das mir nach einer Viertelstunde immer noch die Zehengelenke wehtun von dem Tritt und ich erinner mich an die weisen Worte meines Fahrlehrers als wir die Notbremsung geübt haben:

 

"Herr ....., sie sind einer der wenigen Fahrschüler die ich bisher erleben durfte die wirklich sofort voll draufgetretten haben. Behalten sie sich das bei, dass kann ihnen mal den Arsch retten."

 

Wie recht er doch hatte, mein Fahrlehrer :)


Kommentare: 65

13.07.2010 22:06    |    FlashbackFM FlashbackFM

Du meinst "Hit the brakes!" oder? :D Das, was du da geschrieben hast, bedeutet soviel wie "Schlag die Pausen!"


13.07.2010 22:14    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

Danke für die Korrektur, English for runaways :D


13.07.2010 22:29    |    breakerxvii breakerxvii

Stotterbremsung ist das Zauberwort :) Ist zwar nicht so toll wie ein ABS :o aber besser als nichts ;)


13.07.2010 22:31    |    Black Rider Black Rider

English for runaway - English zum Wegrennen *Klugscheiß*

 

Ja sowas kennt man zu Genüge auch hier in Kassel, achte schon das ich nach vorn möglichst viel Abstand habe; garnicht leiden kann ich die Leute die unbedingt gucken müssen ob meine TÜV Plakette nicht schon abgelaufen ist. Da bremst man meist gleich mal ne Ecke stärker auf das sie es raffen


13.07.2010 22:37    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

ABS hab ich :D :)


13.07.2010 22:40    |    breakerxvii breakerxvii

Und da haben die Räder blockiert aufdass du die Reifen hast quietschen hören konntest?


13.07.2010 22:43    |    CaptainFuture01 CaptainFuture01

Was lehrt dich das?

 

Nimm NIEMALS etwas als gottgegeben an,auch wenn du es schon tausendfach anders erlebt hast.Gelb bedeutet für den Großteil der Autofahrer,das sie nun zu bremsen haben,weils gleich rot wird,was eben bedeutet,das man ned fahren darf.

Abstand hattest ja offensichtlich genug.Behalt dir das also auch bei und lerne daraus,allzeit bremsbereit und so gut wie immer aufmerksam zu sein,auch wenn das nicht immer der Fall ist....

 

Ich hab mir das aber schon lange abgewöhnt bei nem Fahrzeug vor mir deutlich schneller als dieses zu sein,wenn weiter vorn ne Ampel gelb wird (ich bin damals bei nasser Straße von ner Tankstelle runter und hinter nem anderen her,der vor der gelben Ampel gebremst hatte,nachdem er sich nach zögern dafür entschieden hatte.Ich stieg auch voll in die Bremsen,rutschte auch,da kein ABS und kam vll. ebenfalls 10cm vom Heck entfernt zu stehen.Die Geschwindigkeiten lagen hier aber nochmal niedriger wie bei dir,trotzdem hab ich daraus gelernt. ;) ).

Sollte der dann wirklich bremsen,dann steh ich bei dem im Heck.Übrigens sind 20km/h nun nicht wirklich so schnell,das die Bremsung hier sonderlich spektakulär ausehen sollte,aber du schmückst ja eh gern etwas aus. ;) :D

 

 

Greetz

 

Cap


13.07.2010 22:43    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

Also lenken kann ich noch wenn ich bremse.

Bremsspuren gibts keine, aber es hat wirklich höllisch gequietscht, sonst hätten die Passanten ja auch nicht dermaßen geglotzt. :confused:


13.07.2010 22:49    |    uuhjeeeh uuhjeeeh

hatte ich auch mal mit nem Fiesta, vor mir war nen Polo, der meinte blinker, lenkung einschlagen und vollbremsung gleichzeitig in einer 5telsekunde machen zu müssen, da war die selbe situation, bestimmt 5cm luft noch (war auch etwas nass die Straße wo die alte reinwollte war ne Einbahnstraße)

 

da hab ich mich fast eingestrullt:mad:

 

(roter Fiesta mk.4 ohne ABS, gerutscht etwa 5-10m, Blutdruck etwa 280/ganzviel))


13.07.2010 22:59    |    Dowjohnny Dowjohnny

Da waren wohl deine "30-40m" nicht genug als Sicherheitsabstand oder? Theoretisch musst du auch zum Stehen kommen wenns dem Opa mitten auf einer Straße auch ohne Ampel oder ähnliches einfällt ne Vollbremsung zu machen..

Klar steigt bei unnötigen Vollbremsungen der Schuldanteil des Vordermanns aber du bist nachwievor der Hauptschuldige ^^

 

Lustigerweise ist mir vor gar nicht allzulanger Zeit genau bei so ner Aktion eine hinten aufs Auto gefahren weil sie davon ausgegangen ist dass ich noch bei gelb über die Blitzerampel fahr. Hab ich aber nicht gemacht und das war ihr Pech, war ihr ne teure Lehre!

 

Ich kann nur immer wieder betonen wieviel guter Abstand bedeutet, zurecht werden Unterschreitungen auch so teuer geahndet. Denn 10kmh mehr oder Falschparken tun keinem weh aber das Windschattenfahren was viele betreiben is halt einfach fahrlässig ^^

 

Vielleicht also nicht nur das voll drauftreten beibehalten sondern einfach einen bisschen größeren Sicherheitsabstand ;)

 

 

Gruß

 

 

PS: Das soll jetzt keineswegs Oberlehrerhaft sein ich fahr sicher auch nicht perfekt, ich war nur grad von deinem Artikel berührt eben weils mich neulich erst erwischt hat ^^ Und ich finde ein größerer Sicherheitsabstand ist eine bessere Lehre aus der Geschichte als ständige Bremsbereitschaft und Vorsicht..

Sollte dein Fiesta wirklich 30-40m von 40kmH zum Stillstand brauchen ist das schon ziemlich krass übrigens (selbst mit knapp 11m Reaktionsweg) ^^


13.07.2010 23:01    |    bobbatz bobbatz

As the captain says: Yellow tells u to wait for next signal, in front of that light. And what could the next signal be, after green?


13.07.2010 23:16    |    mousejunkie mousejunkie

Zitat:

Stotterbremsung ist das Zauberwort :) Ist zwar nicht so toll wie ein ABS :o aber besser als nichts ;)

wo hast du denn den führerschein gemacht? eine stotterbremse ist das schlimmste was man machen kann, besonders bei fahrzeugen ohne abs. dazu gibt es sogar eine prfüfungsfrage in der theroretischen prüfung.

 

vielleicht solltest du dir mal ein fahrsicherheitstraining antun. (gut, du hast in deinem golf sicher abs). da lernt man aber, dass bei jedem fahrzeug, egal ob abs oder nicht, mit voller wucht und kraft auf die bremse getreten werden sollte. dann kann man nach bedarf die bremse lösen. beispielsweise um einem hindernis auszuweichen. hat man das mal einen tag lang geübt, bringt das auch etwas. ich fand es zumindest sehr interessant und habe die gelernten techniken auch schon des öfteren anwenden müssen. ;)


13.07.2010 23:18    |    wiederaudifahrer wiederaudifahrer

Da hast aber Glück gehabt,

bei mir war es eine ähnliche Situation vor etwa vier Jahren, an einer Ampelkreuzung, 70km/h erlaubt, ganz normal gefahren, Abstand war OK. Ampel war grün, Ampel schaltet auf gelb, der Typ vor mir beschleunigt und dann.........."oh, sieht zu knapp aus" meinte er wohl und geht voll in die Eisen, ich dachte der fährt weiter, dies war aber nicht so. ............ RUUMMMPS SCHEPPER...............

Ich kann mich erinnern als wäre es gestern gewesen, in jener sekunde nach dem Aufprall hab ich die Ampel im Blickwinkel gesehen und die hat erst dann auf rot umgeschaltet.

Seit dem pass ich genau auf, den Leuten traue ich nicht mehr, die in der Gelbphase (in meinem Fall war es sogar grün) schnell durch wollen.

 

Gruß

WAF


13.07.2010 23:34    |    steel234 steel234

Als ich damals mein Führerschein erstes Jahr hatte und auf der Landstraße mit durchgehender Linie in der Mitte fuhr, bremste ohne jegliche Ursache vor mir fahrender T2 Bus aus Polen volles palett und blinkte plötzlich links. (Da war im Feld solche Bauerneinfahrt). Der Typ hat sich verfahren und wollte drehen. Na ja, die Straße war leicht nass, Shit happens :(

 

Ich hab 100% Schuld bekommen, er hat alles abgestritten und gebremst hat er weil angeblich Hund über die Straße gelaufen ist.


13.07.2010 23:38    |    carobsi carobsi

Hallo,

 

Na ja - da scheint wohl noch wenig Fahrerfahrung zu herrschen...

 

"Ich dachte bla bla bla", zählt im Strassenverkehr eben nicht viel - man muss eben ständig auf ALLE unmöglichen Möglichkeiten gefasst sein, sonst kracht es eben.

 

Aber keine Angst: wenns kracht - na dann kracht es halt mal. Und? Dazu gibt es ja die Versicherung. Niemand ist perfekt - und es fahren eben immer noch Manschen - die machen eben ab und an mal Fehler. Solange es nur kracht und ein bisschen Blech dabei verbogen wird ist doch nix passiert...

 

In diesem Sinne,: weiterhin eine knitterfreie Fahrt...

 

Gruß


14.07.2010 01:37    |    ballex ballex

Mach mal in einem ruhigen Industriegebiet oder so nochmal eine Gefahrenbremsung. Viel quietschen dürfte es mit ABS eigentlich nicht, höchstens ganz kurz! Sonst stimmt m.M. nach vielleicht was nicht!

 

mfg,

ballex


14.07.2010 02:44    |    CaptainSlow CaptainSlow

Der größte Fehler den man machen kann im Straßenverkehr: Denken, der andere regiert jetzt so und so. Man kann nie 100% sicher sein, was die andern Verkehrsteilnehmer denken und machen. Und bei ner gelben Ampel fahren einige halt nichtmehr drüber, wenn sie vorher noch zum stehen kommen können. So ist das nunmal.

 

Zum anderen sollte bei Vollbremsung mit ABS (wenn überhaupt) nur ganz kurze quietschgeräusche zu hören sein, in dem Rythmus, wie das Bremspedal stottert. Ein durchgehendes, lautes quietschen kann eigentlich nicht sein.


14.07.2010 02:54    |    CaptainFuture01 CaptainFuture01

ABS und Trommelbremse is doch nich.....die dürft der kleine FoFi aber auf der Hinterachse haben.

 

Da die größte Bremsleistung aber eh über die Vorderbremse übertragen wird,ist das wohl ned weiter tragisch,außerdem bleibt er ja lenkbar.Deshalb wird das Gequietsche wohl von den blockierenden Hinterrädern gekommen sein.

 

Korrigiert mich,wenn ich falsch liege,ich weiß es ned zu 100% genau,meine aber mal sowas in der Richtung gelesen zu haben.

 

 

Greetz

 

Cap


14.07.2010 04:24    |    mr.tommi mr.tommi

Jep, das klingt logisch - die Hinterräder müssen der Quietschverursacher gewesen sein...

 

Aber genau dasselbe hab ich hier auch schon mindestens zweimal in den letzten  5 Monaten erlebt.

Einmal mit den 205er Winterreifen auf meim 35i-Passat und nasser Straße - ich geb zu, da hab ich ned auf die Straße geachtet & hab das Bremsen des Vordermanns recht spät gesehn & musste daher voll bremsen - trotz eig recht gutem ABS (& ringsrum Scheiben - keine Trommeln dank großem TDI) hatter da in den Bremsperioden sofort aufm Teer gekratzt & es hat ne gefühlte Ewigkeit gedauert bis zum Stillstand - Blieb aber noch genügend Platz zum Vordermann.

 

Vor wenigen Wochen - wenige Tage, bevor ENDLICH meine seit 9 Wochen fällige Alufelgenbestellung eintraf, fuhr ich mit einem vor mir auf eine Bundes(vorfahrts)straße zu, auf der in einiger Entfernung auch einer von links kam (wir wollten nach rechts auf die B-Straße einbiegen). Ich ging fälschlicherweise davon aus, das der vor mir rausfährt & versuchte mit Blicken auf den von links einzuschätzen, obs auch für mich reichen würde & sehe plötzlich, dass der vor mir doch bremst & schon recht langsam geworden ist. Das war auch knapp - da waren vlt nur noch 10cm zwischen mir & seinem Fahrradträger hinten dran.

Aber in Ermangelung eines Schlags & weil der vor mir das garnicht wahrgenommen zu haben schien & unmittelbar danach weiterfuhr (als der von links durch war^^)

Beide kritischen Bremsmanöver fanden auf Landstraßen aus ca 50 Km/h statt - das erste Mal innerorts, das zweite außerorts.

 

Seit ich nun die 215er Sommerreifen drauf hab, gabs zum Glück kein kritisches Manöver mehr - aber mit denen hab ich jetz ein Bremsverhalten - einmal drauf & die Kiste steht unmittelbar danach! Da kann das Bremssystem endlich mal zeigen, wasses kann^^ Schon Wahnsinn, wieviel weniger Grip die nur etwas schmaleren & eigentlich recht guten Hankook-Winterreifen dagegen geleistet haben. Klar, die sind auch für Schnee mitentwickelt - da waren sie recht gut, so dass ich auf leicht verschneiten Straßen fast normal fahren konnte, wo andere aus Vorsicht schon brutal geschlichen sind. Aber hier schneits fast garnicht & wenn doch, ist meist nach ein paar Stunden eh alles weggetaut - aber meist ist schon in den Morgenstunden lang vor Aufstehzeit bereits jede 30er-Zone geräumt - halt Toskana deutschlands^^ Eigentlich bräucht ich hier somit garkeine Winterreifen & hab mit dem 205er Format ja auch schon die breiteste eingetragene Variante genommen...

 

Mannnomann - bin ich hier wieder redselig gewesen - das macht wohl zumindest auch die Uhrzeit...


14.07.2010 07:16    |    Black Rider Black Rider

ABS und Trommelbremse, warum nicht? Auch hier wird der Druck nur weggenommen und wieder angelegt

 

Ob da jezt ne Scheibe zwischen den Bremsbelägen ist oder ne Trommel außenrum: Wurscht

 

Mit meinen Winterreifen ( die ich dieses Jahr im Sommer runterfahre ) höre ichs auch erstmal quietschen eh das ABS einsetzt; einfach weil das Gummi zu weich ist und dem System falsche Daten übermittelt.


14.07.2010 07:21    |    breakerxvii breakerxvii

Zitat:

wo hast du denn den führerschein gemacht? eine stotterbremse ist das schlimmste was man machen kann, besonders bei fahrzeugen ohne abs. dazu gibt es sogar eine prfüfungsfrage in der theroretischen prüfung.

Hab in dem Post die Erfahrung nieder geschrieben, die ich bei einem Fahrsicherheitstraining gelernt habe.

 

Andere Quellen im Internet geben mir übrigens recht. Stotterbremsung ersetzt bei Fahrzeugen ohne ABS dieses. Die Bögen der Fahrschule sind übrigens ALLE auf PKW MIT ABS ausgelegt, aber das hast du sicherlich gewusst :rolleyes: ;)

 

Zitat:

Bei jedem kräftigen Niedertreten der Bremse blockieren bei schlechten Straßenbedingungen die Räder. Beim Loslassen hingegen beginnen sich die Räder wieder zu drehen. Dabei wirkt jedes Mal, wenn auch kurzzeitig, die volle Haftkraft. Dies bringt insgesamt eine bessere Bremswirkung als ein dauerndes Gleiten (Rutschen) des Rades. Außerdem ist das Fahrzeug in den Phasen, in denen sich die Räder drehen, d.h. das Rad Bodenhaftung hat, lenkbar, da der Rollwiderstand in Radrollrichtung geringer ist als der Haftwiderstand quer zur Rollrichtung. Bei blockierten Vorderrädern lässt sich dagegen das Fahrzeug trotz richtigem Lenkeinschlag nicht lenken und fährt geradeaus in die Richtung weiter, in der es sich momentan bewegt, weil die Gleitreibungskraft in alle Richtungen des Rades gleich groß ist. Es gibt also keine Vorzugsbewegungsrichtung des Rads mehr.


14.07.2010 08:10    |    knurps knurps

Zitat:

Original von carobsi:

Aber keine Angst: wenns kracht - na dann kracht es halt mal. Und? Dazu gibt es ja die Versicherung. Niemand ist perfekt - und es fahren eben immer noch Manschen - die machen eben ab und an mal Fehler. Solange es nur kracht und ein bisschen Blech dabei verbogen wird ist doch nix passiert...

Da rollen sich mir als Fahrer eines werdenden Klassikers im Zustand 1-2 die Fußnägel auf!

 

Von meinem Auto sind in D noch etwa 500 Stück zugelassen, die Versorgung mit Karosserieteilen ist gleich Null. Wenn mir da einer reinfährt, kann ich das Auto wegschmeissen. Und die Zwofuffzich, die die Versicherung dann ausspuckt, kann ich mir in die Haare schmireren. Dafür bekomme ich nie wieder so ein Fahrzeug. Also bitte diese "Vollkaskomentalität" noch mal überdenken, ja?

 

Danke sagt

knurps


14.07.2010 08:15    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

Der Fiesta, zumindest meiner, hat vorne Scheibenbremsen und hinten TROMMELBREMSEN. Damit dürfte klar sein wer da gequietscht hat :) :)

Danke für die Hilfe!

 

Allgemein bin ich teilweise schon extrem übervorrsichtig, besonders bei silbernen Autos der Klassen Mercedes, VW und BMW sowie allgemein bei (alten) Kleinwagen und älteren, schweren Limousinen.

Warum?!

 

Rentnerautos!

 

Wir haben hier auf einen 20 Jährigen gefühlte 40 Rentner die alle noch Auto fahren und da hab ich schon die tollsten Sachen erlebt. Bremsen auf Null um im rechten Winkel abbiegen zu können, übersehen von Vorfahrtsberrechtigten, ausparken auf die Straße mit der Geschwindgkeit eines toten Elche etc etc. Teilweise wirklich gefährlich wenn solche Subjekte auf der Straße unterwegs sind die zwar kaum noch laufen, sehen und hören können aber 2 T Mercedes bewegen.

 

Und um den Kreis zu schliessen, woher kommt eigentlich bei jemanden der nur noch am Stock gehen kann die nötige Kraft um aufs Bremspedal zu latschen wenns eng wird?!


14.07.2010 08:35    |    Achim1972 Achim1972

Hallo zusammen,

 

also eine Ähnliche Situation hatte ich erst einmal. Und das war bei meiner 8 Fahrstunde.

 

Ausreichender Abstand, gemäßigte Geschwindigkeit (war ja auch Fahrschule)

 

Fahrzeug vor mir bremst an einer Grünen (!!) Ampel und ich und mein Fahrlehrer standen beide auf der Bremse.

Abstand war nach der Bremsung nur noch ne Sonntagsbildzeitung.

 

Der Zivielestreifenwagen hinter uns war nicht so gut. Fahrschulgolf (Golf 2) war dann matsche.

 

Gruß Achim


14.07.2010 08:45    |    Black Rider Black Rider

Auch nicht schlecht, wie erklärt man das dann dem Chef :D


14.07.2010 08:54    |    breakerxvii breakerxvii

Zitat:

wie erklärt man das dann dem Chef

So wie es eben dazu gekommen ist :confused: Sowas passiert ob nun bei der Polizei oder bei anderen Dienstfahrten ;)


14.07.2010 09:25    |    Golf-VI-TSI Golf-VI-TSI

Ähnliches ist mir auch mal passiert. Mit meinem ersten Auto (VW Polo 86C ohne ABS). Die Straße war nass und ich hatte gerade einen Monat meinen Führerschein. Vor mir der Wagen auch bei ca. 40km/h auf einmal auf die Bremse gelatscht weil die Ampel gelb wurde. Ich hab zum Glück rechtzeitig reagiert und auch auf die Bremse gelatscht. Räder blockiert, gerutscht, gerutscht, gerutscht....ein lautes gequietsche (Wagen war 13 Jahre alt und der Tüv schon abgelaufen) und kurz vor dem Wagen bin ich dann doch stehen geblieben. Mein Puls war auch auf 200 und ich war am zittern. Dann kam aus der Seitenstraße noch ein Polizeimotorrad gefahren und ich dachte, jetzt hält der dich an. Aber der ist auch weitergefahren.

Seit dem halte ich mehr Abstand und bin etwas Vorsichtiger geworden.


14.07.2010 09:42    |    CaptainSlow CaptainSlow

Zitat:

Der Fiesta, zumindest meiner, hat vorne Scheibenbremsen und hinten TROMMELBREMSEN. Damit dürfte klar sein wer da gequietscht hat

Wieso sollte es klar sein?

Und um den Kreis zu schliessen, woher kommt eigentlich bei jemanden der nur noch am Stock gehen kann die nötige Kraft um aufs Bremspedal zu latschen wenns eng wird?!

Bremskraftverstärker sowie Bremsassistent.


14.07.2010 10:58    |    Heiner 9000 Heiner 9000

Zitat:

Wir haben hier auf einen 20 Jährigen gefühlte 40 Rentner die alle noch Auto fahren und da hab ich schon die tollsten Sachen erlebt.

 

Hallo Dr. Seltsam, auch Du wirst evtl. mal älter, wart's ab.

Übrigens, es gibt nur eine sichere Methode nicht älter zu werden,

jung sterben.

 

Deine Geschichte ist plattitüdes "Rentnerbashing", eine erfundene Story.


14.07.2010 11:00    |    breakerxvii breakerxvii

Zitat:

Deine Geschichte ist plattitüdes "Rentnerbashing", eine erfundene Story

Du kennst den Doc. nicht und verbeitest ziemliches Halbwissen ;)


14.07.2010 11:18    |    Grizzly90 Grizzly90

lustig wird es erst richtig wenn der rübenlaster vor euch an der ampel bei grün in rückwärtsgang schaltet da guckt man sparsam!!! sehe nur das die ampel grün wird und vor mir geht am heck des lkw´s eine weiße lampe an und er ruckt nach hinten an. naja er hats gemerkt und hat schnell in ersten gang geschaltet und war weg.


14.07.2010 12:30    |    praxe praxe

Wer bleibt denn bitte an einer gelben Ampel stehen? So lange noch nicht rot ist, fährt man ganz einfach drüber, jeder der stehn bleibt ist und bleibt ein Verkehrshindernis und hindert den flüssigen Straßenverkehr.


14.07.2010 12:32    |    lerchenzunge lerchenzunge

ich will hier niemanden angreifen oder der Lügen bezichtigen, aber folgendes fiel mir hier doch in der Diskussion wiederholt auf:

 

Immer wieder wird betont, man habe "ausreichend Abstand" gehalten, dann aber berichtet, nur dank Vollbremsung wenige Zentimeter hinter dem Vordermann stehengeblieben zu sein.

Das widerspricht sich doch in sich: wenn ich ausreichend Abstand halte, dann kann ich auch bei einer unmotivierten Vollbremsung des Vordermannes selbst noch mit einer normalen Bremsung rechtzeitig anhalten. Wenn ich hingegen bei einer normalen Bremsung des Vordermannes slebst eine Vollbremsung hinlegen muss, ist der Beweis eines unzureichenden Sicherheitsabstandes bereits erbracht!

 

Auch sind die Zahlen des Eingangspostings irgendwie unverständlich:

dort steht:

Vordermann Geschwindigkeit 20km/h

Hintermann Geschwindigkeit 40km/h

Abstand 30-40m (rechnen wir mal worst case 30m)

 

Weiter rechne ich mal mit Fahrschulformeln:

Der reine Bremsweg aus 20km/h ist 20*20/100 = 4m

Der reine Bremsweg aus 40km/h ist 40*40/100 = 16m

Der Reaktionsweg bei 40km/h ist 40*3/10=12m

 

Bei obigen Zahlen sollte der Sicherheitsabstand also nur zu 12 (Reaktionsweg) + 16-4 (Bremswegdifferenz) = 24m aufgebraucht werden, oder simpler: der Hintermann sollte noch mit mehr als einer Wagenlänge (bei 30m Anfangsabstand 6m) hinter dem Vordermann zum Stehen kommen.

 

Warum diese Abweichung von den Geschehnissen?

 

Vielleicht fur der Vordermann langsamer als 20km/h? Mag sein, würde aber kaum etwas ändern, auch wenn dessen Bremsweg statt 4m nur 2m betrug, würde die obige Grundaussage weiterhin stimmen.

Vielleicht war die Reaktionszeit des Hintermanns doch nicht so gut wie hier dargestellt? Das weiss der Eingangsposter nur selber, er möge sich hier mal selbst kritisch fragen...

Vielleicht ist der Zustand der Bremsen des Fahrzeuges des Eingangsposters nicht so gut? Die Fahrschulformel rechnet bereits mit der schlechtestmöglichen noch zulässigen Bremsverzögerung. Wenn der Bremsweg wirklich länger als oben errechnet gewesen sein sollte, dann müsste der Wagen dringend repariert und bis dahin stillgelegt werden.

Vielleicht war der Abstand doch geringer als hier behauptet? Der Eingangsposter möge fragend in sich gehen...

Vielleicht aber war die Geschwindigkeit doch höher als behauptet? Betrug sie zB. 45km/h statt 40km/h, so wäre nach obiger Formel der Bremsweg 20,25m, der Reaktionsweg und der Reaktionsweg 13,5m. Dann würden vom Abstand 29,75m aufgebraucht, der Hintermann also nur knappest hinter dem Vordermann zum Stehen kommen! Das wäre stimmig mit der Schilderung des Eingangsposters!

 

Was lernen wir daraus: wenn mein Vordermann langsamer fährt als ich, verlangsame auch ich und halte viel Abstand (meine Faustregel: "ganzer Tacho", damit ist man auf der sicheren Seite)


14.07.2010 12:44    |    hades86 hades86

Super. Klasse Theorie, Praxis sagt aber in dem Fall meist etwas Anderes, da man sich nur auf sein Gefühl verlässt. Jeder fährt ständig intuitiv zu dicht auf und das ist nunmal so. Auch kloppt man nicht gleich auf die Bremse, wenn man die Bremslichter vom Vordermann sieht, sondern braucht einige Zeit, um zu realisieren, dass das wirklich eine Vollbremsung ist. Wer ohne Grund eine Vollbremsung hinlegt, wenn jemand dahinter ist, gehört am Sack aufgehängt. Bisher gingen solche Situationen zum Glück bei mir immer gut und ich hoffe, dass das so bleibt.


14.07.2010 12:55    |    W123200D W123200D

Wär es kein Opa gewesen hätte ich auf Versicherungsbetrüger getippt...aber so ist wohl alles

nur auf die fahrerischen Fähigkeiten des alten Herren zu schieben... Glück gehabt


14.07.2010 13:23    |    lerchenzunge lerchenzunge

@hades86

 

1) dass man nicht gleich eine Vollbremsung hinlegt, wenn man die Bremslichter des Vordermannes aufleuchten sieht, stimmt natürlich. Aber der Eingangsposter rühmt sich ja gerade, dies getan zu haben, Originalzitat "Mit infernalicher Wucht trette ich das Bremspedal richtung Bodenblech"

Weiter ist der gesetzliche Mindestabstand so bemessen, dass er nur unwesentlich über dem relativen Bremsweg liegt, dh. man muss schon mindestens genauso stark bremsen wie der Vordermann, damit dieser Abstand ausreicht. Da man aber nie wissen kann, ob das Aufleuchten der Bremslichter des Vordermannes nur auf ein Antippen des Bremspedals oder aber eine Vollbremsung zurückgehen, muss man folglich sicherheitshalber immer voll bremsen. Da das aber natürlich niemand macht und es auch blödsinnig wäre, folgt daraus automatisch, dass man zu dem Mindestabstand immer noch zusätzlich einen "Situations-Einschätzungs-Weg" halten sollte, daher eben meine obige Aussage "Ganzer Tacho", bei 40km/h also mindestens 40m Abstand halten.

Wenn der Vordermann langsamer fährt als ich, halte ich zumindest auch noch extra viel Abstand. Im Kreuzungsbereich kann ich eh nicht überholen, in der Stadt sind Überholmöglichkeiten sowieso beschränkt, wenn ich aber überholen kann, dann brauche ich dafür auch Platz zum Beschleunigen.

Das ist doch überhaupt, vor allem auf Autobahnen ein grosser Quell von Unfällen, Beinah-Unfällen: zu dichtes Auffahren vor Überholvorgängen: wenn ich den Vordermannüberholen will, brauche ich sehr viel Abstand zum Vordermann, ich muss genug Platz haben, um auf MEINER Spur auf die Überholgeschwindigkeit (mindestens Geschwindigkeit Vordermann + 20km/h) beschleunigen zu können, BEVOR ich ausschere, ich muss genug Platz haben, um vor dem Ausscheren nochmal den Verkehr kontrollieren zu können UND ich muss genug Platz haben, um zu diesem Zeitpunkt notfalls den Vorgang abbrechen zu können. Wer überholen will, muss sich daher erstmal deutlich abfallen lassen!

 

2) "Jeder fährt ständig intuitiv zu dicht auf und das ist nunmal so" Akzeptiere ich nicht. Zu dichtes Auffahren ist eine schlimme Sünde im Strassenverkehr, noch schlimmer als zu schnelles Fahren (sofern nicht beides zusammenkommt)! Da stimme ich dem Beitrag von Dowjohnny völlig zu:

"Ich kann nur immer wieder betonen wieviel guter Abstand bedeutet, zurecht werden Unterschreitungen auch so teuer geahndet. Denn 10kmh mehr oder Falschparken tun keinem weh aber das Windschattenfahren was viele betreiben is halt einfach fahrlässig ^^"

 

3) ob der Vordermann im gegebenen Fall eine Vollbremsung hingelegt hat oder nicht, wissen wir doch gar nicht. Bei 20km/h Geschwindigkeit ist der Unterschied der Bremsweglänge relativ zwar unterschiedlich, absolut aber unbedeutend. Ob er in 4m oder 6m oder 8m angehalten hat, macht bei den Absolutzahlen keinen echten Unterschied.

 

4) der Vordermann hat ja nicht "ohne Grund" gebremst. Die Ampel hat umgeschaltet, und dann gilt ""Zeigt die Ampel Gelb, darf nur noch ausnahmsweise weitergefahren werden und zwar dann, wenn mittleres Bremsen das Fahrzeug nicht mehr vor der Haltelinie zum Stehen brächte."" Da der Vordermann aber nur 20km/h fuhr, konnte er vermutlich das Fahrzeug noch problemlos "mit mittlerem Bremsen" vor der Haltelinie zum Stehen bringen. Darauf, dass der Hintermann schneller fährt und nicht genug Sicherheitsabstand hält, braucht er dabei nicht zu achten, das ist im Verantwortungsbereich des Hintermanns.

Aber, wie auch schon hier zuvor erläutert, als Fahrer muss man auch immer reaktionsbereit genug sein und Abstand genug halten, auch eine nicht ersichtlich motivierte Vollbremsung des Vordermannes parieren zu können. Vielleicht läuft ihm plötzlich ein Kind vors Auto, als Hintermann kann ich das nicht erkennen, muss aber trotzdem rechtzeitig zum Stehen kommen.

Es hat solche Fälle schon gegeben: Kind läuft auf die Strasse, Fahrer 1 macht eine Vollbremsung, kommt gerade noch rechtzeitig zum Stehen, Hintermann bremst zu spät/zu schwach, rauscht drauf und schiebt den Vordermann auf das Kind drauf!


14.07.2010 13:50    |    jimmy007 jimmy007

Leider bremst man in so einer Situation oft nicht immer stark genug, sondern bremst erst leichter und dann tritt man stärker drauf und verschenkt so 1 oder 2 meter.

 

Ich kenne das aus eigener Erfahrung auf der Autobahn, wo ich auf einmal von Vollgasfahrt auf 0 abbremsen musste und es leider noch ganz leicht gekracht hat, nur weil ich nicht volldurchgetreten hab.

 

Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist der Bremsweg.

Wenn bei ca. 40 km/h wirklich voll auf die Bremse gelatscht wird ( ich gehe jetzt mal von einem Auto aus, das technisch ok ist und auch auf einem halbwegs aktuellen Bremsniveau und nicht deutlich über ca. 10 Jahre alt ), dann ist der Reaktionsweg eigentlich entscheidend, denn der Bremsweg ist, auf trockener Straße, verschwindend gering.

Sobald die Bremse durchgetreten wird, muss nur noch die Bremse zu packen, das spürt man ganz kurz und deutlich, dann quitscht es einmal und der Wagen steht komplett.

Der effektive Bremsweg ist da ganz locker <5m. Und dann merkt man, ob man lose Teile im Auto hat, die fangen nämlich an zu fliegen.

Der Rest ist die Reaktionszeit davor, deshalb muss man den Abstand auch einhalten.

 

Ein Auto mit ABS und trockener Straße darf nicht spürbar ins Bremsrutschen kommen.

Da sollte mal nachgeguckt werden, ob alles technisch ok ist.

 

Ich denke, die echte Geschwindigkeit war hier höher oder die Reaktionszeit ist länger gewesen.


14.07.2010 13:50    |    hades86 hades86

Zitat:

dass man nicht gleich eine Vollbremsung hinlegt, wenn man die Bremslichter des Vordermannes aufleuchten sieht, stimmt natürlich. Aber der Eingangsposter rühmt sich ja gerade, dies getan zu haben, Originalzitat "Mit infernalicher Wucht trette ich das Bremspedal richtung Bodenblech"

Das stimmt so gar nicht. Wenn du schon zitierst, musst du auch das mitinterpretieren, was drumherum steht.

 

 

40km/h und 40 Meter Abstand. Das kannst du jemand anders erzählen, weil das völlig realitätsfern ist. 40 Meter wären 10(!) Autolängen. So viel Abstand hält keiner mit Absicht dauerhaft ein, weil das gar nicht funktioniert. Gerade im Stadtverkehr nicht, weil sich in diese Lücke, die du lässt, bei der nächsten Gelegenheit schon zwei Autos reingeschummelt hätten. Und schwer einzuschätzen ist es auch noch, ob es wirklich 40 Meter sind.

 

Demgemäß ist es auch schwierig zu sagen, wieviel Abstand Dr. Seltsam hatte und wie schnell er gefahren ist, weil das alles subjektive Beschreibung ist. Eines ist aber sicher: Es war auf jeden Fall nicht so, wie er schreibt. Einen Vorwurf kann man ihm deswegen aber nicht machen, weil unsere "eingebauten Messwerkzeuge" zu ungenau sind, um solch eine Situation im Nachhinein zu beschreiben.


14.07.2010 14:19    |    lerchenzunge lerchenzunge

@Jimmy007

 

in der Tat kann auch ich den Bremsweg nicht nachvollziehen, so wie der Eingangsposter es schreibt, aber Deine Schätzung von <5m aus 40km/h ist wohl auch wieder allzu optimistisch:

 

aus s=1/2 at² und v=at folgt a=v²/2s

 

bei v=40km/h=11,1m/s und Deiner Annahme von 5m Bremsweg wäre das eine Bremsbeschleunigung von 12,3m/s², also mehr als die Erdbeschleunigung. Bremsverzögerung größer 1g (9,81m/s²) gibt es bei Normal-PKWs nicht (in der Formel 1 gibt es Verzögerungen bis 5g dank aerodynamischem Abtrieb, die aber natürlich nur bei hohen Geschwindigkeiten). Im Idealfall braucht man also mindestens 6,30m.

Real ist die Bremsverzögerung jedoch noch geringer, um mal Extreme zu nennen, für einen Lada Kalina fand ich einen Wert von 6,4m/s² (entspräche knapp 10m), eine Zulassung/TÜV-Plakette kriegt man auch noch mit einer Bremsverzögerung von nur 5m/s² (bei einigen Fahrzeugtypen, zB. Unimog oder Fahrzeuge EZ vor 1960) auch mit 4,8m/s²


Kommentar zu Hit the brakes!

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