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Dr Seltsam

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15.08.2012 11:33    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (28)

kasten-008
Kasten 008

Vorweg das Wichtigste zuerst! Erste Hilfe, sich als Ersthelfer an Unfallorten aller Art einsetzen ist das A und O. Und wenn man nur den Notruf wählt und die Profis ordert, irgendwas machen kann und sollte jeder. Selbst die psychologische Betreung der Leichtverletzten ist enorm wichtig, Verletzungen können nicht nur äußerlich vorhanden sein und einfacht eine Decke zu reichen, dass kann schon viel ausmachen.

 

Die weiteren wichtigen Dinge sind ein halbwegs passabler Verband um größere Blutungen zu stoppen und natürlich die Herzdruckmassage. Vielmehr kann man als Laie oft nicht machen, um weitere Tips wird hier aber dringend gebeten sofern sie jemand hat :)

 

Kommen wir nun aber zum Thema. Vor einiger Zeit zog sich MOtti einen neuen Benz an Land. Darüber ist hier nachzulesen und auch über seinen Golf:

 

http://www.motor-talk.de/blogs/m0tti

 

Warum ich beide Autos erwähne? Nun, beide Autos hatten einen sehr intressanten Vertreter an Bord, den jeder mit sich herrumfährt. Niemand denkt an ihn, bei vielen dürfte er laut Stempel totall hinüber sein und erst beim TÜV fällt einem vielleicht wieder ein, "da war doch was im Kofferraum".

 

Genau, die Rede ist vom Verbandskasten. Der Helfer in der Not, gefüllt mit tollen Dingen die das Helfen leichter machen. Oder so. Dankenswerterweise hat Motti mir hier den alten Verbandskasten seines 202 zur Verfügung gestellt. Er hat mittlerweile einen neuen und ich bin erstaunt wieviel Zeug in so einem Verbandskasten drine sein kann und war, beim Golf sah es so ähnlich aus.

 

Erstmal wären da 9 komplette Mullbinden! Dazu kommen vier Verbandspäckchen, drei Verbandtücher, Pflaster, eine Rolle Heftplaster, über 12 Sicherheitsnadeln oder wieviele es sind, 3 Wundkompressen, 2 Dreieckstücher, 4 Gummihandschuhpaare ne Schere und ein Stück Kreide.

 

Wow! Damit kann man gefühlt ein Großschadensereigniss verpacken oder zumindest mit den 12 Sicherheitsnadeln 6 Babys windeln was aber seltener passieren sollte. Und bei einigen Sachen weiß nichtmal ich als im medizinischen Berreich arbeitender, was genau damit bezweckt werden soll.

 

Mein Lieblingsbeispiel ist hierbei z.B. das Dreieckstuch. Wie man oben sieht, taugt es super als Küchenschürze ( Herr Ober, ein Pils! ), aber als Verband? Gut, es gab und gibt da Wickeltechniken, mit denen man über das Tuch Blutungen stoppen kann. Die sind aber teilweise etwas origamischwierig, simpler ist es da sich einfach eine Wundauflage zu nehmen und das ganze mit einer Mullbinde mit sanftem ( nicht zu stramm, aber auch nicht zu locker ) Druck zu befestigen.

 

Den bis Ottonormal den Patienten mit dem Dreieckstuch zugewickelt hat, dürfte entweder der Sani da oder der Patient hin sein, Mullbinden sind hier wesentlich einfacher und effektiver. Die Schere ist noch intressant um den Verband abzuschneiden, aber zur Not findet sich immer jemand mit einem Taschenmesser oder ähnlichem.

 

Wichtig sind vorallem und das sag ich aus persönlicher Erfahrung, die Mullbinden, die Heftplasterrolle, die Rettungsdecke ( fehlt hier ) und die Wundauflagen sowie bei fremden Leuten die Handschuhe. Wer sich schonmal irgendwo in der Pampa auf dem Schrottplatz die Mittelfingerkuppe vollendet aufgerissen hat, wird wissen was ich meine. Diese Sachen sollten immer griffbereit im Auto liegen, ich persönlich habe neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Kasten noch einen zweiten Minikasten mit obriger Kurzfassung unterm Beifahrersitz griffbereit.

 

Grade als Schrottplatzgänger und Autoschrauber ist es wichtig das so ein Kasten immer in griffreichweite liegt. Man ist schnell mal mit einem Schraubenzieher abgerutscht und haut sich eine Fleischwunde, ein erster provisorischer Verband bis der Profi da ist oder man ins Krankenhaus gefahren wurde, kann da schlimmeres verhindern.

 

Oftmals ist die Wunde auch garnicht so tief oder schlimm, es blutet nur wie Sau und da ist der Verband schon allein dazu gut, dass man nicht alles vollblutet.

Ganz alte Schrottplatzhasen wie ich schauen auch vor dem Ausbau größrer Teile mit entsprechendem Gefährdungspotential in die alten Autos und suchen nach orginallverpackten, unangenfangnen Taschentücherpackungen die noch nicht offen sind. Diese ersetzen zwar keinesfalls Mullbinden oder ähnliches, sind aber erstmal ganz gut daran das Gröbste abzufangen bis man einen Verbandskasten erreicht hat.

 

Außerdem, selbst wenn man sich nicht verletzt eignen sich die Taschentücher um den gröbsten Schmutz von den Armen zu wischen und das eigne Auto wird nich so vollgedreckt.

 

Ansonsten sind weitere Anmerkungen, Hinweise und Ideen sind diesmal umsomehr willkommen :)

 

Und ehrlich, ich weiß immer noch nicht wozu die Kreide gut ist......


Kommentare: 28

15.08.2012 11:43    |    Goify Goify

Zitat:

Und ehrlich, ich weiß immer noch nicht wozu die Kreide gut ist......

Markieren der Standorte der Fahrzeuge nach dem Unfall, wenn man diese wegschieben muss.


15.08.2012 11:52    |    Fordlover1975 Fordlover1975

Sollte man ein Stofftier für Kinder mitnehmen....?


15.08.2012 11:59    |    Goify Goify

Es ist sicher nicht verkehrt, eines dabei zu haben. Das spendet mehr Trost als ein fremder Mann.


15.08.2012 12:00    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

Es gibt RTWs die haben wirklich Stofftiere an Bord, es gab hier in der Naehe sogar mal extra eine Sammlung wo man welche spenden konnte. Als Privatmann denke ich aber bringt das nicht viel, die Chance das bei einem Unfall Kinder dabei sind die damit etwas anfangen koennen sind eher gering.

 

Ich hoffe hier melden sich noch Leute aus dem Rettungswesen, die koennen sicher noch mehr dazu sagen :)

 

Die Idee ansich find ich aber sehr lobenswert und ist sicher eine gute Idee, schonallein damit das Kind etwas von dem Chaos abgelenkt wird.


15.08.2012 12:03    |    Goify Goify

Mist ;)

 

BTT: Ich habe mir erst letzten Monat einen neuen gekauft, da der alte ablief. Jetzt ist der alte in der Wohnung für häusliche Notfälle.


15.08.2012 12:21    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

Goify, google dochmal "overkill" ;) ;D


15.08.2012 12:31    |    admiral26 admiral26

Das heißt Dreiecktuch, nicht Dreieckstuch. Hab ich beim Bund gelernt, Zitat: "Sie sagen ja auch nicht Schamslippen!" :D

 

Ich habe letztes Jahr mal einen Ersthelferkurs mitgemacht, der alte lag 15 Jahre zurück, kann ich jedem nur dringendst empfehlen.

 

In dem man z.B. einem Bewusstlosen einfach nur (stabile Seitenlage ist muss) den Kopf nach hinten neigt und den Mundraum auf Erbrochenes prüft, kann man bereits den Erstickungstod oder Hirnschäden verhindern.

 

Wenn sich die Chance bietet: Macht es! Die paar Stunden Auffrischung können darüber entscheiden, ob ein Mensch stirbt, oder nicht. Das ist viel wichtiger, als der olle Kasten.


15.08.2012 12:32    |    FranzR FranzR

Dr. Seltsam, das hört sich ja an als ob du am Schrottplatz regelämßig ein Schlachtfest feierst. Muß man sich jetzt Sorgen um dich machen?


15.08.2012 13:35    |    italeri1947 italeri1947

Ich habe einen Verbandskasten im Safrane (dem Alltagswagen) - der wird jedes Jahr ersetzt, aus Prinzip. Die alten Kästen hebe ich mir allerdings für den Hauseinsatz auf, etwa für den Hobbyraum, die Werkstatt oder den Garten. Schlecht sind die ja nicht!

 

Ein Kuscheltier befindet sich im Safrane ebenso, aber diese Katze ist eher zur Dekoration im Wagen.


15.08.2012 14:28    |    Shibi_ Shibi_

Das größte Problem am Verbandskasten ist, dass kein Mensch weiss wie man auch nur einen Verband richtig anlegt. Wer weiss nach 50 Jahren noch was er damals vor seiner Führerscheinprüfung beim Erste Hilfe Kurs gelernt hat?

Bin ein Jahr nach meinem Führerschein zur Budeswehr gegangen und saß dort während der Grundausbildung im Erste Hilfe Kurs als ob ich das noch nie gemacht hätte. Man braucht jährlich eine Auffrischung des erste Hilfe Kurses bei der Bundeswehr und das finde ich auch gut so. Wenn man das nicht jedes Jahr macht vergisst man das meiste wieder. Deshalb sollte das auch so für den normalen Autofahrer eingefährt werden. Vielleicht nicht jährlich, aber zumindest alle 2 Jahre. Ich denke jeder kann alle 2 Jahre 3 Stunden und 15€ opfern. Immerhin hofft man ja auch, dass andere das können wenn einem selbst etwas passiert.


15.08.2012 15:47    |    FranzR FranzR

Heutzutage kannst du hoffen, daß die überhaupt in deiner Welt anwesend sind.


15.08.2012 16:13    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

FranzR, sagen wirs so. Ich habe einen Hang zu merkwürdigen Unfällen und Begebenheiten. Ich agiere etwas, wie soll ich sagen, russisch. Viele Sachen die in dem Video passiert sind, könnten in meiner Tradition stehen:

 

http://www.youtube.com/watch?...

 

Mit dem Mittelfinger damals war z.B. so eine Sache. Es war Winter und hatte geschneit. Ich war auf der Suche nach einer Antenne für mein Auto. Da der Wagen auf Plattformstrategie beruhte, kann ich auch die Antenne von andren Fords, z.B. Mondeo und Escorts bestimmter Baujahre nehmen.

 

Dazu muss man aber wissen wie der Antennenfuß aussieht. Nun war es wiegesagt Winter und zufälligerweise hatte es hiermal geschneit. Ich musste also den Schnee vom Antennenfuß wischen um zu sehen was das für einer war. Ich wische und wische, wische den kalten Schnee weg und sehe er ist es nicht.

 

8 Minuten später etwa wisch ich bei einem andren Auto und merke das der Schnee aufeinmal rot wird. Ich denk mir erst "was is das den für ein Trick" und dann sehe ich das meine komplette linke Hand tiefrot ist. Was war passiert? Durch den kalten Schnee hab ich jegwedes Tastgefühl in der Hand verloren, besonders in den Fingerspitzen. Quasi eine lokale Betäubung. Der Mondeo den ich als erstes "abstaubte", hatte einen Frontalunfall wodurch das Dach wie ein Gebirgsmassiv minimal aufgeschoben wurde.

 

Das hat aber für eine extrem scharfe Metallkante unterhalb der Antenne gerreicht. Und an der hab ich mir beim schneewegwischen die Fingerkuppe aufgerissen und es dank der Kältebetäubung erst gemerkt, als die ganze Hand schon vollgeblutet war. Hab dann mit saubrem Schnee die Hand soweit sauber gemacht, bin zum Auto und hab mir einhändig einen improvisierten Druckverband angelegt, mit dem ich dann bis nach Hause gekommen bin wo ich einen richtigen Verband anlegen konnte.

 

Is alles sauber verheilt, nurmal eben als kleine Hintergrundstory warum ich immer was zum verarzten dabei habe. Auch ein zuschneidbares Pflaster udn normale Pflaster habe ich immer in der Geldbörse, dass hat mir auch schon gute Dienst geleistet.


15.08.2012 17:08    |    Dowjohnny Dowjohnny

Ich habe vor dem Medizinstudium 3 Jahre beim Rettungsdienst gearbeitet und ich kann euch sagen, die Leute machen die abenteuerlichsten Dinge mit dem Verbandkasten aber nicht das, was sinnig wäre ;) Unterm Strich muss man auch sagen, dass das meiste Zeug was da drin is völlig unnötig bzw. nutzlos ist, wie schon richtig bemerkt reicht es zur wirklich allergrundlegendsten Wundversorgung und mehr nicht.. Wofür die Sicherheitsnadeln sein sollen erschließt sich mir bis heute nicht..

 

Ich war immer froh, wenn ich an einen Unfallort kam und die Leute ein par wenige Dinge gemacht hatten:

 

1. Ordentlicher Notruf, der die Lage korrekt wiedergibt ( Zitat: "Mein Bub ist die Treppe runtergefallen": Es stellt sich heraus, dass die 84jährige Mutter für ihren 42jährigen Sohn angerufen hat, ausgerückt ist auf den Notruf hin ein Kinder-Notarzt)

 

2. Unfallstelle abgesichert!!! Da kann ich gar nicht genug Ausrufezeichen machen!!!! Meistens steht das Warndreieck nämlich klassisch in Armreichweite vom letzten Auto weg

 

3. Jemand von den Ersthelfern erklärt kurz die Lage und weiss den Namen des Verletzten!! Da kommen oft die tollsten Dinge wie Blutgruppe Medikamente und bla, aber ich weiss nicht wie ich den armen Menschen überhaupt anspreche

 

4. Da wo es richtig rausblutet ist einigermaßen zu. Ob das einen Schönheitspreis verdient egal, ich reisse es eh im Rettungswagen wieder ab. Ich war schon glücklich wenn die alubeschichtete Seite auf der Wunde ist und nicht oben (hää ich dachte das wär zur Isolierung wie die Decke..)

 

 

Von demher kann man zusammenfassen, solange die Leute überhaupt was machen und gesunden Menschenverstand einsetzen, kommt meistens auch bei unqualifizierter erster Hilfe was raus!

 

EDIT: Achja Kuscheltiere hatten wir auch immer dabei, die waren von Steiff gespendet worden. Haben so manchen kleinen Patienten beglückt ;)


15.08.2012 17:17    |    Linux_TDCi Linux_TDCi

Zitat:

3. Jemand von den Ersthelfern erklärt kurz die Lage und weiss den Namen des Verletzten!! Da kommen oft die tollsten Dinge wie Blutgruppe Medikamente und bla, aber ich weiss nicht wie ich den armen Menschen überhaupt anspreche

Aber die Angaben mit Medikamente sind doch auch wichtig, oder nicht?! Nun, ich hatte bis jetzt noch nie so eine Situation gehabt *aufholzklopf*, wünsche ich mir auch nicht, aber manche Leute reagieren allergisch auf manche Medikamente, so dass man was anderes verabreichen muss.


15.08.2012 17:21    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

Die Angabe der Medikamente ist sehr wichtig, nur noch besser ist es eben wenn der Arzt direkt mit dem Patienten sprechen kann um den Grad der Verletzung bestimmen zu können. Dabei kann er dann auch nach eventuellen Medikamenten oder dergleichen fragen.

 

Grade Herzmedikamente sind hierbei besonders wichtig, besonders alles was das Blut irgendwie verdickt oder verdünnt ( Heparine, ASS etc ) bei Unfällen. Patienten mit einem Schlag- oder Herzanfall bekommen oft zur Prophylaxe blutverdünnende Mittel und/oder Gerinnungshemmer und wenn das der Arzt nicht weiß, kann das bei einem Unfall zu Problemen führen, einfach weil das Blut ewig nicht gerinnt und schneller ausfließt.


15.08.2012 17:22    |    meggi 2001 meggi 2001

Was die Schrottplatzverletzungen betrifft:Arbeitshandschuhe helfen da ungemein

seit ich die beim ein und Ausbau verwende trage selbst ich als regelmäßiger

Schrottplatzgänger äußerst selten Verletzungen davon.Aber Ich kann die Hand-

schuhmuffel auch verstehen,den ohne Handschuhe hat man einfach mehr

Fingerspitzengefühl beim schrauben.

 

Gruß meggi


15.08.2012 17:33    |    Dowjohnny Dowjohnny

Natürlich sind die Medikamente wichtig, aber das ist nicht die erste Information die ich brauche. Wenn ich mich entschließe etwas zu verabreichen bzw mir ein Bild vom Patienten machen will muss ich das sowieso alles selber nochmal nachfragen. Klar ist es ein netter Service wenn ich schon erfahre ob derjenige Herzpatient ist etc., das erwarte ich aber keinesfalls vom Ersthelfer


15.08.2012 18:08    |    Linux_TDCi Linux_TDCi

Hmm, hast recht. Hab´ es im ersten Post so aufgefasst, als ob der Name wichtiger ist. Aber Rettungssanitäter wissen was sie tun und welche Infos sie brauchen. Kommt, so denke ich mir das, immer auf die Situation u. Verletzung drauf an.


15.08.2012 18:26    |    ChrisRueth ChrisRueth

Wie lange ist so ein Verbandskasten haltbar? Ich habe vom Autohändler einen ganz neuen bekommen (da der, der im Kofferraum lag, "nur" noch bis Ende 2013 haltbar war), kann aber nun nirgendwo ein Haltbarkeitsdatum entdecken :(


15.08.2012 18:30    |    Goify Goify

Er ist sechs Jahre haltbar. Wenn außen wirklich kein Aufkleber drauf ist, dann mal aufmachen. Bei allen Dingen, die ablaufen können, steht ein Ablaufdatum drauf. Meist mit grauer Schrift.


15.08.2012 19:55    |    FranzR FranzR

Russisch? *g* lustiges Video. (daß das spiegelverkehrte "R" gar kein "R" ist, weiß ja hier keiner...)


15.08.2012 22:24    |    Bert Benz Bert Benz

Im aktuellen Verbandkasten nach deutscher DIN 13164 gibt es keine Ölkreide oder Sicherheitsnadeln mehr:

 

http://www.drk.de/.../verbandskasten-din-13164.html

 

Bin mal gespannt wann ein automatischer Defibrillator zur Pflichtausstattung wird (müsste in jeder bahn, Bus, Betrieb vorhanden sein) aber jeder mögliche elektronische Assistentenhilfsdreck kommt ins Auto für teuer Geld...


15.08.2012 23:02    |    Dortmunder 65 Dortmunder 65

Wenn du den DEFI benutzen möchtest, solltest du die Herz-Lungen-Wiederbelebung beherschen.

Es ist nicht wie im Film - Peng und alles läuft wieder. Mit dem Defi resettest du auf null und mußt dann von Hand wieder alles in Schwung bringen.

Ich mach alle 2 Jahre vom Arbeitgeber gesponsert einen Kurs. Für ekelige Fälle habe ich eine Beatmungshilfe im Auto.

Ich kannte mal eine Krankenschwester, die konnte mit dem Dreiecktuch auch nichts anfangen und hat es zum abwischen des Ölpeilstabes genutzt.


16.08.2012 07:10    |    samstagnachtreiter samstagnachtreiter

Zitat:

Ich kannte mal eine Krankenschwester, die konnte mit dem Dreiecktuch auch nichts anfangen und hat es zum abwischen des Ölpeilstabes genutzt.

He, he :D

 

Meine Eltern hatten sich vor langer Zeit mal einen "sinnvollen" Verbandkasten vom Apotheker zusammenstellen lassen, ein ziemlich umfangreiches Ding...naja für alle Fälle halt.

Trotzdem sollten sie bei einer Verkehrskontrolle Strafe zahlen, weil der Beamte der Meinung war, dass der Verbandkasten eine ÖNORM (DIN)- Nummer aufzuweisen hat!!:cool:

Es ergab sich eine hitzige Debatte mit der Auflage sich das nächste mal nicht ohne einen "geprüften" Verbandkasten erwischen zu lassen...


16.08.2012 08:20    |    andis hp andis hp

Und die Strafe musstest du trotzdem bezahlen...oder nicht?

Ich mußte die Strafe bezahlen in einem ähnlich gelagerten Fall (vor ca. 20 Jahren):

Da ich in jungen Jahren aktiv im Roten Kreuz in der Eifel tätig war, hatte ich immer einen kleinen ausrangierten Notfallkoffer aus einem Rettungswagen im Auto. Dieser war deutlich besser bestückt als ein normaler Verbandskasten (von einem mir bekannten Notfallarzt ausgestattet).

Als ich in eine Verkehrskontrolle kam, sollte ich den Verbandskasten vorzeigen, da zeigte ich den Notfallkoffer und sagte ich wäre aktives Mitglied im Roten Kreuz.

Die Antwort: Interessiert mich nicht, wo ist der nach DIN blablabla vorgeschriebene Verbandskasten?

Da ich diesen nicht dabei hatte, sollte ich 10DM bezahlten. Ich weigerte mich und bekam dann eine schriftliche Aufforderung die Strafe zu zahlen. Damit bin ich zum Landeschef des Roten Kreuzes gegangen (wohnte in der Nachbarschaft) und der sagte dann, ich müsse zahlen. Das ganze liegt im Ermessensspielraum der Polizei!

Tja ich war an einen Jungspund geraten, der seine Sporen verdienen wollte.

Später kam ich hier im Saarland wieder in eine Kontrolle, da kam von der Polizei die Aussage: "Gottseidank gibt es noch soviele freiwillige Helfer". Da war der Notfallkoffer ausreichend.

 

Mfg

Andi


16.08.2012 08:21    |    PIPD black PIPD black

Heh Doc,

 

wohnst du im Pascha????

 

GEILER Teppich Alter.:D:D:D


16.08.2012 12:04    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

@ samstagnachtreiter : Was hat der Herr Apotheker den so in den Koffer gepackt, wuerd mich ma intressieren. Ich kenn doch meine werten "Kollegen":D

 

@ pipd black: Im Pascha steht zwar ein MK3 Fiesta, aber nein ich wohn nich dort :D Is im Schlafzimmer meiner Eltern, weil dort der naechstgelegene Spiegel war ;)


16.08.2012 16:50    |    samstagnachtreiter samstagnachtreiter

@ Dr. Seltsam:

Nun, das ist ja schon ein paar Jährchen her, aber das Ergebnis dieser "Hausapotheke" fürs Auto war schon sehr brauchbar.

Im Gegensatz zum Inhalt von handelsüblichen Autoapotheken waren unsere Instrumente (Scheren, Nadeln etc.) z.B. rostfrei und es gab neben dem obligaten Verbandmaterial, Mull, Watte, Pflastern etc. auch noch Jod, Wundsalbe, Aspirin, Antikotztabletten und allerlei Anderes, was man auf so einer Autofahrt brauchen könnte.:D

 

@ andis hp:

Nee, zahlen mussten wir letztlich nichts unter der Bedingung uns schleunigst eine "geprüfte" Normapotheke zu besorgen.:rolleyes:


Kommentar zu Der Verbandskasten

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