20.02.2012 08:08
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DIY-Guy
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Kommentare (3)
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A 271 203 05 75,
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Der Winter geht (hoffentlich), die Erkenntnis kommt... Seit längerem habe ich leidig an meinem w209 feststellen müssen, dass bei Temperaturen von -14°C bis -23°C Außentemperatur, die Kühlwassertemperatur zwar recht schnell auf 65°C bis 70°C stieg, aber dann nur schwer zu halten war. Beim Anschalten der Heizungslüftung zwecks Komfort im Innenraum fiel die Temperatur auch nach EINIGEN zurückgelegten Kilometern sehr schnell auf die 60°C zurück, was mich doch sehr beunruhigte, deshalb --> Heizung aus und frieren, dem Auto zuliebe...
Dank der sehr zuverlässigen MT-Community mit Tipps und Ratschlägen habe ich mich letztendlich dazu entschlossen, das Thermostat zu wechseln, denn die SOLL-Temperatur von 85°C war nur im Stand zu erreichen, aber keines falls beim Fahren.
Die Teile waren, dank der großen Nachfrage, bei Mercedes auch alle auf Lager:
A 271 203 05 75 Thermostat 90°C 29,00€ zzgl. MwSt A 271 997 00 45 Dichtring 1,31€ zzgl. MwSt A 029 997 21 48 Dichtring 1,16€ zzgl. MwSt
Aus dem Gedächtnis (ja, IRGENDWANN werde ich mit Bildern dokumentieren, aber dazu muss es warm und hell sein, sonst habe ich schlechte Laune *g* )
Auto --> Hebebühne (Mietwerkstatt) Kühlwasserbehälter --> Auf Hebebühne --> Hoch Unterfahrschutz --> Ab (6-mal 8-er Nuss) Kühlerablassventil --> Auf (großen, sauberen Eimer bereithalten um die Kühlflüssigkeit aufzufangen)
An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich die Kühlflüssigkeit erst vor zwei Monaten zwecks zu geringer Frost-Tauglichkeit getauscht habe. Ich hatte keine Lust noch einmal neues Glysantin G48 zu kaufen, deshalb die Wiederverwertung der Kühlflüssigkeit, ansonsten würde ich schon zum Wechsel raten.
Als das Gröbste abgelaufen war --> Ablassventil zu, und den Wagen auf Arbeitshöhe abgelassen.
Durch Drücken der Kühlschläuche ließ sich schnell feststellen, dass wirklich genug Wasser abgelaufen war, um den Flansch 'trocken' abschrauben zu können. Zwei mal 8-er Nuss (klasse Arbeit, kein Werkzeugwechsel XD) Nach dem die Zimmermannnägel großen Schrauben herausgedreht waren, war der Flansch nun bereit abgezogen zu werden... ... abziehen? das Teil bewegte sich keinen Millimeter! ... Mit rütteln, wackeln und schwitzen ließ sich der Flansch dann (nach knapp 5min) ENDLICH abnehmen. Geduld! (Die Absplitterung auf Bild 2 war schon, bevor ich Hand angelegt habe *g*) Das Gröbste war also überstanden. Wenn man nun den Flansch samt Thermostat in der Hand hat, kann man nun die Dichtung am Flansch selber, sowie die zwischen Thermostat und Flansch wechseln, Thermostat auf den Flansch stecken und (ACHTUNG!!!) beim hineinschieben von 'Flansch-Dichtung-Thermostat' darauf achten, dass sich die kantige Dichtung nicht verdreht! Schrauben wieder rein und festgezogen.
Die aufgefangene Kühlflüssigkeit wieder langsam eingefüllt, zwischendurch an den Leitungen 'gepumpt' und am Ende, wenn alles wieder an seinem Platz ist und der Flüssigkeitsstand noch 'etwas hoch' ist, Motor starten, und warmlaufen lassen... ab und zu mal 'pumpen' und der alte Flüssigkeitsstand ist schnell wieder erreicht.
Fazit: Gut investierte 40€ (Material) + 5€ (Mietwerkstatt) + 20 bis 30min Zeit, um am Ende ein System zu haben, das schnell auf die 85°C kommt, und diese auch (mit kleinen Schwankungen) bei niedrigen Temperaturen hält. Auf Wärme im Innenraum muss nun auch nichtmehr verzichtet werden
Alles in Allem muss ich sagen, ich hätte es viel eher machen sollen, der frierenden Freundin zu liebe
Viele Grüße und allzeit die richtigen Temperatur im und am Fahrzeug
Nachtrag (der Tag danach) Nach rund 5km sind bei einer Außentemperatur von -8°C die 80°C im KI erreicht (OBDII sagt 79°C). Bis zu diesem Zeitpunkt war die Heizung aber komplett aus. Aber trotz anschließender Aktivierung konnten auf der restlichen Strecke die 85°C recht konstant gehalten werden. Kühlwasserstand ist nun wieder exakt auf dem Niveau, wie es vor dem Wechsel war (scheint sich wohl doch noch eine kleine Blase versteckt zu haben) Kontrolle am Thermostat-Flansch: alles trocken!
Nachtrag II (die Tage danach) Was mir wirklich sehr (postitiv) auffällt ist, dass der Sprittverbrauch (trotz Minusgrade) auf Sommer-Niveau gesunken ist. Vor dem Wechsel konnte ich den Wagen auf meiner Arbeitsstrecke (38km) kaum unter 8,7l/100km abstellen (ich habe es auf die niedrigen Temperaturen geschoben und mir deshalb keinen Kopf gemacht). Aber jetzt stehen wieder die gewohnten 7,2l/100km im KI Somit macht sich die Investition sogar bezahlt |

