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DIY-Guy

Alles rund um´s 'Do it yourself' am CLK W209 Bj 2004

21.02.2012 13:26    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: , ,

Hallo Mt-ler,

da ich nun schon fast wöchentlich Fragen zu dem Thema 'Xenon Probleme' bekomme, möchte ich hier nun etwas detaillierter auf die möglichen Probleme und Lösungen dazu eingehen.

 

Schon bei der Probefahrt meines CLK´s setzte sich beim Einschalten der Scheinwerfer ein Fehler ab: "Abblendlicht rechts".

Beim genaueren Hinsehen brannte der bemängelte Scheinwerfer aber munter vor sich hin.

Der Händler schob das Problem auf die eingebauten LED-Standlichter, wechselte sie aus und für mich war das Problem damit ohne weitere Fragen behoben.

 

Allerdings schlich sich diese Fehlermeldung jeden Morgen von neuem ein. Mit der Zeit verzögerte der bemängelte Brenner beim Zünden immer mehr, bis er schließlich ohne weiteres gar nicht mehr zündete.

Folgende Anormalitäten konnte ich feststellen:

 

-Abblendlicht zündete nicht oder nur beim 10-20. Versuch (Lichtschalter schnell an/aus/an )

-Zündete der Brenner schließlich, zündete es problemlos wieder und wieder... (Hatten sich Gas und Salze im Brenner einmal 'gelöst/vermischt' - kein Problem)

-Kälte und Feuchtigkeit (Nebel/Regen) erschwerten die Zündversuche erheblich!? (weshalb das Licht beim Abstellen des Fahrzeugs auf einmal problemlos zündete--> durch den Motor schön vorgewärmte Brenner!?)

 

Nach Rücksprache mit dem Händler erfuhr ich, dass das Steuergerät schon mal getauscht wurde. Deshalb konnten es nur die Brenner oder das Zündgerät sein.

Brenner untereinander getauscht, keine Besserung (hätten aber auch zu weit vergrößerte Anoden/Kathoden-Abstände sein können)

Test-Brenner für 19€ in der Bucht gekauft, eingesetzt --> keine Besserung. Somit lag für mich fest, dass das Zündgerät hinüber war.

 

Nun zur Anatomie der Scheinwerfer

Das Zündgerät ist fest im Scheinwerfer verbaut, somit ist an dieses leider nicht heranzukommen. Mir graute schon vor dem Austausch des kompletten Scheinwerfers.

Aber dank eines Beitrags im W203er Forum (gleicher Fehler, ähnliche Symptome), bin ich auf ein Zündgerät-Kit gestoßen, das auch beim w209 passt (weil gleicher Scheinwerfer).

 

A203 820 11 12 für 116€ zzgl. Mwst.

4 Lötverbinder mit eingepackt für unglaubliche 4,50€/st. (einer zum Testen, weil ich damit noch nie gearbeitet hatte)

 

Zitat:

Der Mercedes-Scheinwerfer ist von Automotive-Lightning (AL), auf deren Website gibt es einen Produktkatalog. Dort findet man auch eine AL-Teilenummer und bei weiterer Recherche stellt man schnell fest, dass DIESES Zündgerät in eigentlich allen Xenon Scheinwerfern, Herstellerübergreifend verbaut wird. Deshalb muss (scheinbar) nicht unbedingt das Zündgerät von Mercedes gekauft werden, sondern auch eines, dessen AL-Teilenummer äquivalent ist. Leider fehlt dann nur der Deckel mit der Aussparung, um das Zündgerät ordentlich zu platzieren.

Der Einbau des Kits war recht einfach: Den alten Stecker abgeschnitten (Bild No. 3, Pfeil 1), die Stromleitungen und Steuerleitung des alten Zündgeräts ab (Bild No. 3 Pfeil 2 - Die abgeschnittenen Kabel verschwinden leider hinter den Lötverbindern, deshalb auf Bild No. 4 deutlicher) , neues Zündgerät an Stromleitung und Steuerleitung -Farbe zu Farbe verbinden (Bild No. 3 Pfeil 3).

Schematisch ist alles noch einmal auf dem Letzen Bild vermerkt.

 

Der Scheinwerfer muss nicht (beim 200k ist ja einiges an Platz *g*) ausgebaut werden, es ist zwar eng, aber die Verwendung der Lötverbinder mit Feuerzeug ist mit Sicherheit angenehmer, als die Gefahr, sich an einem Lötkolben zu verbrennen. Trotzdem gehe ich davon aus, dass auch mit Lötkolben gute Ergebnisse erzielt werden können, wenn man vorsichtig ist.

 

Damit ist das im Scheinwerfer verbaute Zündgerät außer Kraft gesetzt und liegt nun ohne den alten Stecker als Leiche im Scheinwerfer und das neue Zündgerät kann den Dienst munter aufnehmen.

 

Das (neue) Zündgerät kann nun in den (mitgelieferten) Deckel geschraubt werden, und hängt nun hinter dem Brenner, ohne die Leuchtweitenregulierung zu blockieren.

 

Nun zünden bei mir beide Brenner gleichzeitig und zuverlässig, auch bei niedrigen Temperaturen und das über 10 000 km hinweg :)

 

Kleine Anmerkung mit Bitte: Ich sehe es SEHR oft, dass Leute mit Xenon-Scheinwerfern ihren Lichtschalter in der Automatikstellung verweilen lassen. Deshalb bitte ich euch, kommuniziert es, dass das Zündgerät, Brenner und Steuergerät nicht gut tut!

Xenon-Brenner sind Langläufer. Durch das ständige AN/AUS (Tunnel/Waldstücke etc.) entstehen im Brenner Temperaturdifferenzen, die vor allem den Sockel belasten (evtl. ausgasen der Leuchtgase und Salze). Beim Hochbrennen, wird der Brenner mit erhöhter Leistung befeuert, das geht vor allem auf die Anoden/Kathoden, die sich langsam abnutzen und damit vergrößert sich allmählich der Zündabstand. Somit sind höhere Zündspannungen bzw. mehrere Zündversuche nötig, was auf die Lebensdauer der Zündgeräte geht.

Lieber bei Fahrantritt (wenn es absehbar ist, dass Licht gebraucht wird) sofort das Licht anmachen, damit der Helligkeitssensor die Elektronik nicht bei jeder Schwankung belastet.

 

Viele Grüße und immer Licht, wenn es gebraucht wird ;)

 

Euer DIY-Guy

 

P.S.: Wer noch nicht genug Xenon-Geschichten gelesen hat, hier die Fortsetzung meiner Defekte. Diesmal war es das Steuergerät. Link


20.02.2012 08:14    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: , , , , , , , , ,

Hallo MT-ler,

 

mein Fahrzeug sah schon beim Kauf aus, als ob Pflege und Achtung der hellen Innenausstattung gegenüber auf der 130k km langen Strecke geblieben wären.

Lippenstift, Cola, neue, eindeutig nicht farbechte Hosen usw.. haben sich auf Polstern und Interieur verewigt. (Hat bei der Preisverhandlung ordentlich geholfen XD )

 

Erste Versuche mit Perwoll-Waschmittel gelöst in 40°C-Wasser und mit einem Frottier-Handschuh verfärbten den Handschuh so schnell, dass ich die Arbeit einstellen musste, weil den Dreck einfach zu verteilen macht keinen Sinn...

 

Das Zauberwerkzeug, das mit ein paar Monate später in die Hände fiel vereinfachte die Wiederaufbereitung enorm! --> "Waschsauger", "Sprüh-Extraktionsgerät", "Teppich-Reinigungssauger", wie auch immer die Geräte genannt werden möchten.... Im späteren Reinigungsverlauf kristallisierte sich allerdings schnell heraus, dass ein einfacher (starker) Nasssauger mit einem Aufsatz zur Polsterreinigung sicherlich auch erstklassige Arbeit verrichtet hätte, denn ich habe von der Sprüh-Saug-in-einem-Funktionalität des Saugers keinen Gebrauch gemacht.

 

Aber nun zu meinem Vorgehen:

 

Polsterfläche oder Polsterelement mit reinem Polsterreiniger angesprüht, mit einer zweiten Sprühflasche Wasser (ja man hätte es auch mischen können) eingenässt.

 

5min einweichen lassen und dann mit einem Handtuch (die verdreckteren Stellen mit einer Handbürste) abgreieben.

 

Anschließend mit dem Sauger langsam alles abgesaugt und noch einmal mit reinem Wasser eingeweicht, abgerieben und in einem zweiten Sauggang die letzten Reste des Polsterreinigers abgesaugt.

 

Die abgesaugte Brühe sah schon durch den Plastikrüssel des Saugers dunkel-bräunlich aus. Beim Auskippen des Tankinnhalts --> Grauen!!

 

Wichtig ist, sicher zu stellen, dass das Fahrzeug danach gut austrocknen kann, sonst kann es schnell zu Schimmelbildung kommen.

 

Nach dem Abtrocknen der Garnitur zeigte sich ein strahlendes Ergebnis. Bis auf leichte Verfärbungen auf dem Fahrersitz sind die Polster nun wieder sauber. Dieser werden irgendwann noch einmal intensiver behandelt.

 

Über Anregungen und Tipps freue ich mich.

 

Viele Grüße und immer farbechtes tragen!

 

Euer DIY-Guy

 

Nachtrag

Den Fahrersitz war trotz Waschsauger noch etwas stärker durch Verschmutzung verunstaltet.

Deshalb bin ich diesen nun noch einmal mit "Vanish-Polsterreiniger" angegangen.

Eins muss man dieser Chemie-Bombe lassen: es funktioniert 1A! Aber bitte, BITTE verwendet Handschuhe und arbeitet damit nicht zu lange! Ich muss wohl mit dem Mittel Augenkontakt gehabt haben. Tage später... und sie brennen immer noch. Außerdem haben sich die Kopfschmerzen erst am nächsten Morgen gelegt. Chemie pur, der Horror!

Aber nun zu meiner Anwendung:

Vanish Auf die Polster sprühen (nicht zu viel).

Dann mit einem feuchten Frottier-Handtuch (am besten WEIßE, farbechte Handtücher nehmen) die besprühten Segmente abreiben (es bildet sich ein weißer Schaum)

Darauf achten, dass das Handtuch regelmäßig ausgewaschen wird, und nur mit sauberen Stellen des Handtuchs arbeiten, sonst verteilt man den Dreck nur unnötig!

Anschließend mit dem Waschsauger ORDENTLICH den Dreck/die Chemie heraussaugen.

Solange sich der Stoff noch "seifig" anfühlt --> erneut Wasser drauf und absaugen... so lange, bis der Stoff sich wieder nach Stoff anfühlt. Ihre Haut wird es Ihnen im Sommer sicherlich danken!

Mein Ergebnis konnte sich nach dem Trocknen tadellos sehen lassen. Neuwagenoptik!


20.02.2012 08:08    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Der Winter geht (hoffentlich), die Erkenntnis kommt...

Seit längerem habe ich leidig an meinem w209 feststellen müssen, dass bei Temperaturen von -14°C bis -23°C Außentemperatur, die Kühlwassertemperatur zwar recht schnell auf 65°C bis 70°C stieg, aber dann nur schwer zu halten war. Beim Anschalten der Heizungslüftung zwecks Komfort im Innenraum fiel die Temperatur auch nach EINIGEN zurückgelegten Kilometern sehr schnell auf die 60°C zurück, was mich doch sehr beunruhigte, deshalb --> Heizung aus und frieren, dem Auto zuliebe...

 

Dank der sehr zuverlässigen MT-Community mit Tipps und Ratschlägen habe ich mich letztendlich dazu entschlossen, das Thermostat zu wechseln, denn die SOLL-Temperatur von 85°C war nur im Stand zu erreichen, aber keines falls beim Fahren.

 

Die Teile waren, dank der großen Nachfrage, bei Mercedes auch alle auf Lager:

 

A 271 203 05 75 Thermostat 90°C 29,00€ zzgl. MwSt

A 271 997 00 45 Dichtring 1,31€ zzgl. MwSt

A 029 997 21 48 Dichtring 1,16€ zzgl. MwSt

 

Aus dem Gedächtnis (ja, IRGENDWANN werde ich mit Bildern dokumentieren, aber dazu muss es warm und hell sein, sonst habe ich schlechte Laune *g* )

 

Auto --> Hebebühne (Mietwerkstatt)

Kühlwasserbehälter --> Auf

Hebebühne --> Hoch

Unterfahrschutz --> Ab (6-mal 8-er Nuss)

Kühlerablassventil --> Auf (großen, sauberen Eimer bereithalten um die Kühlflüssigkeit aufzufangen)

 

An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich die Kühlflüssigkeit erst vor zwei Monaten zwecks zu geringer Frost-Tauglichkeit getauscht habe. Ich hatte keine Lust noch einmal neues Glysantin G48 zu kaufen, deshalb die Wiederverwertung der Kühlflüssigkeit, ansonsten würde ich schon zum Wechsel raten.

 

Als das Gröbste abgelaufen war --> Ablassventil zu, und den Wagen auf Arbeitshöhe abgelassen.

 

Durch Drücken der Kühlschläuche ließ sich schnell feststellen, dass wirklich genug Wasser abgelaufen war, um den Flansch 'trocken' abschrauben zu können. Zwei mal 8-er Nuss (klasse Arbeit, kein Werkzeugwechsel XD)

Nach dem die Zimmermannnägel großen Schrauben herausgedreht waren, war der Flansch nun bereit abgezogen zu werden...

... abziehen? das Teil bewegte sich keinen Millimeter! ... Mit rütteln, wackeln und schwitzen ließ sich der Flansch dann (nach knapp 5min) ENDLICH abnehmen. Geduld! (Die Absplitterung auf Bild 2 war schon, bevor ich Hand angelegt habe *g*)

Das Gröbste war also überstanden.

Wenn man nun den Flansch samt Thermostat in der Hand hat, kann man nun die Dichtung am Flansch selber, sowie die zwischen Thermostat und Flansch wechseln, Thermostat auf den Flansch stecken und (ACHTUNG!!!) beim hineinschieben von 'Flansch-Dichtung-Thermostat' darauf achten, dass sich die kantige Dichtung nicht verdreht!

Schrauben wieder rein und festgezogen.

 

Die aufgefangene Kühlflüssigkeit wieder langsam eingefüllt, zwischendurch an den Leitungen 'gepumpt' und am Ende, wenn alles wieder an seinem Platz ist und der Flüssigkeitsstand noch 'etwas hoch' ist, Motor starten, und warmlaufen lassen... ab und zu mal 'pumpen' und der alte Flüssigkeitsstand ist schnell wieder erreicht.

 

Fazit: Gut investierte 40€ (Material) + 5€ (Mietwerkstatt) + 20 bis 30min Zeit, um am Ende ein System zu haben, das schnell auf die 85°C kommt, und diese auch (mit kleinen Schwankungen) bei niedrigen Temperaturen hält. Auf Wärme im Innenraum muss nun auch nichtmehr verzichtet werden

 

Alles in Allem muss ich sagen, ich hätte es viel eher machen sollen, der frierenden Freundin zu liebe

 

Viele Grüße und allzeit die richtigen Temperatur im und am Fahrzeug

 

Nachtrag (der Tag danach)

Nach rund 5km sind bei einer Außentemperatur von -8°C die 80°C im KI erreicht (OBDII sagt 79°C). Bis zu diesem Zeitpunkt war die Heizung aber komplett aus. Aber trotz anschließender Aktivierung konnten auf der restlichen Strecke die 85°C recht konstant gehalten werden. Kühlwasserstand ist nun wieder exakt auf dem Niveau, wie es vor dem Wechsel war (scheint sich wohl doch noch eine kleine Blase versteckt zu haben) Kontrolle am Thermostat-Flansch: alles trocken!

 

Nachtrag II (die Tage danach)

Was mir wirklich sehr (postitiv) auffällt ist, dass der Sprittverbrauch (trotz Minusgrade) auf Sommer-Niveau gesunken ist. Vor dem Wechsel konnte ich den Wagen auf meiner Arbeitsstrecke (38km) kaum unter 8,7l/100km abstellen (ich habe es auf die niedrigen Temperaturen geschoben und mir deshalb keinen Kopf gemacht). Aber jetzt stehen wieder die gewohnten 7,2l/100km im KI Somit macht sich die Investition sogar bezahlt


20.02.2012 08:04    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Differential-ÖlwechselDifferential-Ölwechsel

Hallo zusammen,

 

nachdem ich keinerlei Aufzeichnungen des Vorbesitzers zum Thema Differentialölwechsel für mein Fahrzeug gefunden habe, habe ich mich entschlossen, das jetzt selber nachholen, um sicherzustellen, dass das äußerlich trockene Differential nicht nur 'trocken' ist, weil kein öl mehr vorhanden ist *g*

 

Ein paar Daten zum Diff/Fahrzeug:

w209 200k Bj 2004

Laufleistung: ~150 000km

Diff-Ölwechsel: 0 (Die Einfüll- und Ablassschrauben werden beim Wechsel erneuert und die Korrosionserscheinungen von Diff und Schraube deuten darauf hin, dass da noch die Werksschrauben verbaut waren.)

 

Die entsprechenden Teile waren (mehr oder weniger) schnell besorgt.

Das Öl (Castrol Syntrans Limited Slip 75W-140) gab es bei der 'Ansässigen Teileschleuder, zu der ich sonst Ungern gehe' (bitte nicht hauen *g*) für 9,99€ das 500ml Gebinde.

Die Angaben zur Füllmenge schwanken, je nach dem welchen freundlichen man fragt, von 1,0 bis 1,3l, deshalb 3 Stück, damit kann man noch etwas spülen, um den verbleibenden Dreck herauszuholen.

Die Ablassschrauben waren nicht ganz so einfach zu besorgen. Aber 2 Anrufe ergaben, dass ein paar Km entfernt eine NFZ-Niederlassung die entsprechenden Teile auf Lager hat. Teilenummer: A 3529970032 Zum Preis von 3,55€ incl. 19% (für beide).

 

Der Wechsel war in der Mietwerkstatt schnell erledigt.

Auto hoch, mit dem 14er Imbus+Verlängerung erst die Einfüllschraube gelöst, um sicherzustellen, dass diese auch wirklich aufgeht.

Danach vorsichtig die Ablassschraube geöffnet und das Alt-Öl in den Auffangbehälter laufen lassen.

Das Öl roch nicht gut und sah beim herauslaufen aus wie Marmoriert. Netter Farbwechsel von Grau zu Schwarz, wobei ich beim dem 'Grau' auf gehäufte Ansammlungen von Ablagerungen tippen würde. Die Menge kann ich schlecht abschätzen, aber es waren sicher keine 1l, vom Gefühl her würde ich auf 0,75l tippen, aber das kann ich wirklich nur schätzen.

Die alte Schraube noch einmal leicht hineingeschraubt und mit ca 100ml des neuen Öls etwas gesspült. Kleiner Tipp: Macht das! Interessant zu sehen, wie schnell sich diese 100ml von Gold-Gelb in tristes Grau/Schwarz verwandeln.

Danach die neue Ablassschraube rein, und das neue Öl hineinfüllen, bis es oben wieder hinausläuft.

Ich weiß nicht, wie das bei anderen Fahrzeugen ist, aber bei meinem konnte ich mit dem Rüssel der Ölfläschchen problemlos das Öl über-Kopf einfüllen (die haben sicher nur deshalb 500ml, weil kleiner und besser zu hantieren). Wenn voll, dann neue Schraube rein, abwischen, Fertig!

 

Effektiv stand ich 15-20min in der Werkstatt, somit war die ganze Aktion schnell und schmerzlos erledigt.

 

Die Fahreigenschaften haben sich nicht merklich verändert. Aber ich fahre nun mit einem besseren Gefühl, weil:

1. Ich weiß, dass vorher öl drinne war (man kann ja bei einem so alten, äußerlich-trockenen Mercedes-Diff nie wissen *g*)

2. Ich weiß, dass ich jetzt mit neuem Öl fahre und mir die nächsten paar tsd. KM keine Gedanken mehr darum machen muss.

 

 

Machts gut und immer (genug) Öl im Differential

 

Euer DIY-Guy


20.02.2012 08:01    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: , , , , , ,

Macht Ihr den Ölwechsel selber?

ÖlwechselÖlwechsel

Hallo MT-Community,

 

Bei mir hat sich langsam der nächste Motorölwechsel angekündigt und ich stand vor der Frage, ob ich diesen machen lasse (z.b. ATU o.ä) oder selber "Schlüssel" anlege.

 

Das ATU-Angebot war im ersten Moment verlockend (29€ "all" inclusive) doch der letze Besuch dort hat mir gezeigt, dass ich künftig besser einen Bogen um das, ich nenne es "ATU-System", mache: Dichtring vergessen, Ölstand weit unter min und kein neuer Ölfilter verbaut.

 

Also entschied ich mich, trotz mangelnder KFZ-Erfahrung den Ölwechsel selber zu machen.

 

-Das Öl, 6l 0W-40 von Mobil1, konnte ich für 38,50€ in der Bucht erstehen

-Ölfilter und den Kupfer-Dichtring für 16,05€ bei Mercedes gekauft

 

In einer Mietwerkstatt in der Umgebung war auch prompt ein freier Platz verfügbar.

 

Meine Arbeitsschritte aus dem Gedächtnis:

-Auto auf die Hebebühne und die beiden "Unterbodenschützer" abgeschraubt 8er Nuss und alle gut auffindbar, insgesamt 8 Stück.

 

-Ölfilter mit einem Kreuzgelenk und einer 25er (nichtmehr sicher) Nuss gelöst und per Hand herausgeschraubt

 

-Öldeckel abgeschraubt und den Wagen wieder nach oben gehoben. Dort langsam die Ablassschraube herausgedreht (Auffangwanne bereitstellen) und das Öl ablaufen lassen (das dauert...)

 

-In der Zwischenzeit habe ich den alten Ölfilter zerlegt (die drei Dichtungen und den Filter von dem Dorn entfernen und die neuen aufstecken)

 

-Als alles abgelaufen war (ca 15min) den neuen Dichtring auf die Ablassschraube gesteckt und eingeschraubt.

 

-Unterfahrschutz wieder angeschraubt und das Fahrzeug abgelassen

 

-Den neuen Filtereinsatz von Hand wieder aufgeschraubt und mit dem Kreuzgelenk vorsichtig! (24 NM) angezogen.

 

-5,5l neues Öl eingefüllt, Deckel drauf, Motor 1min laufen lassen, nochmal den Stand kontrollieren und fertig!

 

Arbeitszeit total: ca 30 bis 45min und rund 8€ für die Miete und 3€ für die Altölentsorgung gezahlt.

 

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich eine Erfahrung reicher bin und es das nächste mal wieder selber machen werde. Dann aber daheim, ohne Hebebühne (weiss man, wo sich die Schrauben vom Unterfahrschutz befinden, sicher problemlos machbar) und das Altöl für 0,33ct/Liter beim örtlichen KFZ Betrieb entsorge.

 

Viele Grüße und immer genug 0w40 in der Ölwanne

 

DIY-Guy