21.02.2012 13:26
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DIY-Guy
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Kommentare (13)
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C209,
CLK-Klasse,
Mercedes
Hallo Mt-ler, da ich nun schon fast wöchentlich Fragen zu dem Thema 'Xenon Probleme' bekomme, möchte ich hier nun etwas detaillierter auf die möglichen Probleme und Lösungen dazu eingehen.
Schon bei der Probefahrt meines CLK´s setzte sich beim Einschalten der Scheinwerfer ein Fehler ab: "Abblendlicht rechts". Beim genaueren Hinsehen brannte der bemängelte Scheinwerfer aber munter vor sich hin. Der Händler schob das Problem auf die eingebauten LED-Standlichter, wechselte sie aus und für mich war das Problem damit ohne weitere Fragen behoben.
Allerdings schlich sich diese Fehlermeldung jeden Morgen von neuem ein. Mit der Zeit verzögerte der bemängelte Brenner beim Zünden immer mehr, bis er schließlich ohne weiteres gar nicht mehr zündete. Folgende Anormalitäten konnte ich feststellen:
-Abblendlicht zündete nicht oder nur beim 10-20. Versuch (Lichtschalter schnell an/aus/an ) -Zündete der Brenner schließlich, zündete es problemlos wieder und wieder... (Hatten sich Gas und Salze im Brenner einmal 'gelöst/vermischt' - kein Problem) -Kälte und Feuchtigkeit (Nebel/Regen) erschwerten die Zündversuche erheblich!? (weshalb das Licht beim Abstellen des Fahrzeugs auf einmal problemlos zündete--> durch den Motor schön vorgewärmte Brenner!?)
Nach Rücksprache mit dem Händler erfuhr ich, dass das Steuergerät schon mal getauscht wurde. Deshalb konnten es nur die Brenner oder das Zündgerät sein. Brenner untereinander getauscht, keine Besserung (hätten aber auch zu weit vergrößerte Anoden/Kathoden-Abstände sein können) Test-Brenner für 19€ in der Bucht gekauft, eingesetzt --> keine Besserung. Somit lag für mich fest, dass das Zündgerät hinüber war.
Nun zur Anatomie der Scheinwerfer Das Zündgerät ist fest im Scheinwerfer verbaut, somit ist an dieses leider nicht heranzukommen. Mir graute schon vor dem Austausch des kompletten Scheinwerfers. Aber dank eines Beitrags im W203er Forum (gleicher Fehler, ähnliche Symptome), bin ich auf ein Zündgerät-Kit gestoßen, das auch beim w209 passt (weil gleicher Scheinwerfer).
A203 820 11 12 für 116€ zzgl. Mwst. 4 Lötverbinder mit eingepackt für unglaubliche 4,50€/st. (einer zum Testen, weil ich damit noch nie gearbeitet hatte)
Der Einbau des Kits war recht einfach: Den alten Stecker abgeschnitten (Bild No. 3, Pfeil 1), die Stromleitungen und Steuerleitung des alten Zündgeräts ab (Bild No. 3 Pfeil 2 - Die abgeschnittenen Kabel verschwinden leider hinter den Lötverbindern, deshalb auf Bild No. 4 deutlicher) , neues Zündgerät an Stromleitung und Steuerleitung -Farbe zu Farbe verbinden (Bild No. 3 Pfeil 3). Schematisch ist alles noch einmal auf dem Letzen Bild vermerkt.
Der Scheinwerfer muss nicht (beim 200k ist ja einiges an Platz *g*) ausgebaut werden, es ist zwar eng, aber die Verwendung der Lötverbinder mit Feuerzeug ist mit Sicherheit angenehmer, als die Gefahr, sich an einem Lötkolben zu verbrennen. Trotzdem gehe ich davon aus, dass auch mit Lötkolben gute Ergebnisse erzielt werden können, wenn man vorsichtig ist.
Damit ist das im Scheinwerfer verbaute Zündgerät außer Kraft gesetzt und liegt nun ohne den alten Stecker als Leiche im Scheinwerfer und das neue Zündgerät kann den Dienst munter aufnehmen.
Das (neue) Zündgerät kann nun in den (mitgelieferten) Deckel geschraubt werden, und hängt nun hinter dem Brenner, ohne die Leuchtweitenregulierung zu blockieren.
Nun zünden bei mir beide Brenner gleichzeitig und zuverlässig, auch bei niedrigen Temperaturen und das über 10 000 km hinweg
Kleine Anmerkung mit Bitte: Ich sehe es SEHR oft, dass Leute mit Xenon-Scheinwerfern ihren Lichtschalter in der Automatikstellung verweilen lassen. Deshalb bitte ich euch, kommuniziert es, dass das Zündgerät, Brenner und Steuergerät nicht gut tut! Xenon-Brenner sind Langläufer. Durch das ständige AN/AUS (Tunnel/Waldstücke etc.) entstehen im Brenner Temperaturdifferenzen, die vor allem den Sockel belasten (evtl. ausgasen der Leuchtgase und Salze). Beim Hochbrennen, wird der Brenner mit erhöhter Leistung befeuert, das geht vor allem auf die Anoden/Kathoden, die sich langsam abnutzen und damit vergrößert sich allmählich der Zündabstand. Somit sind höhere Zündspannungen bzw. mehrere Zündversuche nötig, was auf die Lebensdauer der Zündgeräte geht. Lieber bei Fahrantritt (wenn es absehbar ist, dass Licht gebraucht wird) sofort das Licht anmachen, damit der Helligkeitssensor die Elektronik nicht bei jeder Schwankung belastet.
Viele Grüße und immer Licht, wenn es gebraucht wird
Euer DIY-Guy
P.S.: Wer noch nicht genug Xenon-Geschichten gelesen hat, hier die Fortsetzung meiner Defekte. Diesmal war es das Steuergerät. Link |





