MOTOR-TALK News - Aktuelle News rund ums Auto & Motorrad aus der Redaktion

DIY-Guy

Alles rund um´s 'Do it yourself' am CLK W209 Bj 2004

28.01.2013 09:29    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: , , , , ,

QuerlenkerQuerlenker

Hallo zusammen,

um das Thema Querlenker hatte ich mir nie groß Gedanken gemacht. Beim Kauf des Fahrzeugs wurde mir versichert, dass die Querlenker erst vor knapp 10k km gewechselt worden waren. Für mich war das Thema damit beendet. Der Wechsel hält das restliche Fahrzeugleben, dachte ich... Schade, es musste natürlich anders kommen.

Schon seit einiger Zeit vernahm ich beim Überfahren von Kanten oder Rissen in der Straße, klassischerweise auch bei Gullideckeln ein dumpfes 'klonk' und der Schlüsselbund klapperte. Ich bin anfangs davon ausgegangen, dass das normal ist. Aber beim Abbremsen an eine Ampel im letzten Moment von 1km/h auf 0km/h gab es immer einen kleinen 'Ruck'. Beim Losfahren auch. Das war letztlich der Moment, an dem ich mich entschied, mir die Sache von dem Fachmann um die Ecke anschauen zu lassen.

Das Problem war nicht einfach zu finden. Alle Kugelköpfe saßen stramm und die Buchsen hatten auch, kräftig gerüttelt kein Spiel. Erst der Einsatz einer Stange, angesetzt am Querlenker brachte zum Vorschein, dass die Gummibuchdse sich innerhalb der Führung verschieben ließ. Somit hatte sich die Buches scheinbar von der Verklebung gelöst. Ärgerlich, der Mechaniker meinte 'Billigware eingebaut!'.

Bei Mercedes habe ich noch für 17€ 4 Querlenkermanschetten gekauft, damit die Buchsen geschützt sind (empfehlung Mercedes).

 

Die Teile waren schnell bestellt und eingebaut:

 

Beide Querlenker unten Erneuern(VA): 12AW 69,60€

Spur Vermessen: 40€

Einstellarbeiten VA: 5AW 29€

Querlenker links: 107,89€

Querlenker rechts: 107,89€

1Tag Leihwagen: 0€

 

Gesamt mit MwSt: 421,71€

 

Der Wagen ist nun ruhig und fährt wieder prima :) Top!

 

Hattet Ihr schon einen Querlenker-Wechsel? Und wie lange kann ich davon ausgehen, dass die neuen Lehmförder-Teile halten werden?

 

Viele Grüße

DIY-Guy


09.01.2013 08:52    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: , , , , , ,

KoppelstangeKoppelstange

Hallo zusammen,

nach langer Pause melde ich mich wieder mit einem kleinen Raparaturbericht von meinem CLK (~178 000 km)

Länger unbeachtet aber immer unterschwellig wahrgenommen habe ich ein Geräusch aus bem Bereich der Vorderachse vernommen.

Ein dumpfes Klonk/Klack konnte ich immer dann wahrnehmen, wenn ich vorallem langsam(er) über Unebenheiten gefahren bin. Sobald z.b. ein Federbein belastet wurde und das andere nicht, bzw. weniger konnte man es vernehmen. Bei höheren Geschwinidigkeiten war allerdings nichts zu vernehmen. Vermutlich zu viele Nebengeräusche.

Nach einem kleinen Abstecher in meiner benachbarten Werkstatt zwecks Unsicherheit ob dem immer intensiver werdenden Geräuschs hatte ich Gewissheit: Koppelstangen einseitig ausgeschlagen.

 

Zum technischen Hintergrund:

Die Koppelstangen (Pedelstützen) 'koppeln' den achsverbindenden Stabilisator mit den Federbeinen. Der Stabilisator oder auch 'Drehstab' hat eine ähnliche Funktion, wie z.b. die Metallstange in der 'Space-Taste' auf der PC-Tastatur. Drücke ich die Taste auf der linken Seite, senkt sich auch die rechte Seite, trotz der Annahme, dass die Taste eigentlich nur links einfedern sollte. Bei der Tastatur hat es einen haptischen Grund, bzw. würde die Taste aufgrund der Länge vermutlich verkanten. Beim Fahrzeug sorgt der Stabilisator für eine ebenere Straßenlage und stabilisiert das Fahrzeug in Kurvenfahrten (wanken). Nun muss der Stabilisator nur noch die Achsen verbinden. Hier kommen die Koppelstangen ins Spiel. Bei den Stangen handelt es sich um einen starren Stab, der an beiden Enden kugelgelagerte Köpfe mit Gewinde zum festschrauben an Stabilisator und Federbein hat. Verschleiß tritt hier, wie vermutlich viele schon vermuten und wissen an den Kugelköpfen bzw. deren Lager auf.

 

Die Koppelstangen waren von der Werkstatt schnell bestellt und wurden dann auch gleich beidseitig verbaut.

 

Zu den Arbeitspositionen:

Diagnose: 2,5 AW (13€)

Austausch: 3,0 AW (15,60€)

2 Koppelstangen á 29,30€ Marke Lehmförder (58,60€)

 

Summe Inkl. Steuer: 103,77€

 

 

Ergebnis: Angenehmes Fahrgefühl und keine Geräusche mehr!

 

Ich habe meine Köpfe einmal genauer angesehen. Unter der Gummimanschette quoll eine schwarze Schmiere hervor. Nach der 'trockenlegung' des Lagers konnte ich einen aufgerauhten Kugelkopf und eine (vermutlich dadurch) 'ausgeschliffene' Kunststofflagerschale sehen. Der Kopf hatte also ca. 1mm spiel und ließ sich sehr leicht bewegen und drehen.

 

Hattet Ihr schon einen Austausch der Koppelstangen? Wenn ja, bei wie vielen km? Macht Ihr das selber?

 

Viele Grüße

DIY-Guy


21.05.2012 07:42    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Hallo zusammen,

 

seit längerem vernahm ich aus dem hinteren rechten Bereich beim Überfahren von Bodenwellen und Unebenheiten ein Klappern/Knarzen. Je mehr ich darauf geachtet hatte, desto aufdringlicher und penetranter wurde es.

Nach einer genaueren Ortung stellte ich fest, dass es sich um die obere Fondverkleidung handelte.

 

1. Zur Demontage einfach die Türdichtung in dem Bereich bis zum unteren Türfalz abziehen.

2. Danach mit einem kleinen Haken den Schieber herausziehen (einfach einen festeren Draht entsprechend biegen)

3. Die Rosette vom Gurtbringer abziehen (Gurtbringer leicht herausziehen und mit einem Schraubendreher von unten entriegeln)

4. Die komplette obere Verkleidung packen und nach oben abziehen (Scheibe einfach absenken und von außen anpacken)

Fertig. Die Verkleidung ist nun lose und hängt nun nur noch am Gurt. Das reicht für eine Inspektion der Teile aber aus...

 

Der Störenfried fand sich recht schnell. Eine kleine Plastikmanschette um den Gurt schlug gegen die Karosserie. (Auf der anderen Seite fand sich dieses Bauteil nicht, demnach habe ich es abgeschnitten und entfernt.

Auch eine Bitumenmatte hatte sich gelöst --> andrücken, fertig.

Nach dem Zusammenbau stellte ich noch fest, dass ein kleiner Abstandshalter beim Drücken gegen die Verkleidung ein knarzendes Geräuch beim Kontakt mit der Karosserie verursachte. Das Geräusch hatte mich zwar beim Fahren nie gestört, aber vorsorglich habe ich ein kleines Stückchen einer Baumarkt-Fensterdichtung dazwischen geklebt. Jetzt ist die Seitenverkleidung erstmal still :D

 

Der Zusammenbau gestaltet sich ähnlich einfach: Rolle Rückwerts, Fertig!

 

Gesamtarbeitsaufwand der ersten Seite: 7min (mit Beschaffung des Drahtes),

zweite Seite: 4min

 

Sollte sich einmal der Gurtbringer verabschieden, weiß ich nun auch, dass diesem recht gut bei zu kommen ist. Ein Austausch sollte keine 15min dauern.

 

Euer DIY-Guy


16.04.2012 10:15    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , ,

Achtung, scheinbar werden in der Übersicht keine Bilder im Text angezeigt. Deshalb den Artikel direkt aufrufen!

 

Hallo MT-Community,

wer meinen Blog schon etwas verfolgt, weiß, dass ich bereits meine kleinen 'Problemchen' mit dem Thema Xenon hatte.

Nun liegt natürlich nahe, dass auf die Themen Zündgerät , Steuergerät auch ein Artikel zu dem letzten Glied in der Kette Xenonlicht folgt, dem Xenon-Brenner.

 

Xenon-Scheinwerfer werden von Fahrzeughändlern, aber auch der Automobilindustrie gerne als 'verschleißfrei', 'unproblematisch' und 'Lebenszeitleuchtmittel' vertrieben und angepriesen.

O-Ton Autobild: "Xenonlampen sollen so lange halten wie das Auto."

Leider unterliegt nahezu jedes mechanisches oder elektronisches Bauteil im Laufe des 'Lebens' einem gewissen Verschleiß.

Elektrische Bauteile gibt es in der Bauteilkette eines Xenon-Scheinwerfers leider zu viele voneinander abhänge Elemente, wodurch sich die Fehlerwarscheinlichkeit naturgemäß gegenüber einer handelsüblichen Halogenlampe (1 Sicherung, 2 Kabel +1 Birnchen) ansteigt. 

Alleine die Angebotspalette für Ersatzbrenner bzw. die Trefferliste bei Google deuten leider darauf hin, dass hier das Industrieversprechen in einigen Punkten nicht ganz eingehalten wird, was die Lebenszeit von Xenon-Scheinwerfern angeht.

Auch in meinem privaten Umfeld gibt es immer wieder Probleme, meißt mit defekten oder stark verfärbten Brennern.

 

Aufgrund meiner defekte am Zündgerät und meinem anfänglichen Verdacht, meine Xenon-Brenner hätten langsam Ihr Lebenslicht ausgehaucht, habe ich mir zu Testzwecken bei ebay für 19,99€ Brenner bestellt. Diese Brenner mussten letzte Woche leider aufgrund eines Defekts an einem 'Originalbrenner' noch einmal eingebaut werden. Deshalb möchte ich dies nun zum Anlass nehmen, auf die qualitativen Unterschiede von Markenbrenner und Billligbrenner einzugehen.

 

Sockel

 

Der Sockel des Billigbrenners unterscheidet sich in meinem Fall gründlich von dem des Markenbrenners. Der Glaskolben des Markenbrenners ist in eine Art Metallgestell gefasst, das die entstehende Wärme, die am Glas an liegt, aufnimmt, und gut an die Umgebungsluft abführt.

Beim Billigbrenner ist der Glaskolben direkt in den Sockel eingelassen und nur mit einer Art 'Heißkleber' abgedichtet. Die am Brenner entstehenden Temperaturen sind zwar nicht extrem hoch, dennoch befürchte ich hier, dass die Wärme in den Sockel abgeleitet, und im Extremfall weiter an den Stecker gegeben wird. Dies kann im Extremfall zu Verformungen an selbigem führen.

Auch der verwendete Kunststoff fühlt sich beim Markenbrenner um einiges 'wertiger' an, was aber sicherlich kein Einfluss auf die Funktionalität des Brenners hat - einzig ein optisches Defizit.

 

 

Bei genauerer Betrachtung des Sockels ist am äußeren Kontaktring des Brenners eine kalte Lötstelle sichtbar, genau an der Stelle, die von den Kontakten des Steckers beim Eindrehen überfahren werden. Somit ist diese Lötstelle über kurz oder lang dazu verdammt, sich zu lösen!

Hierbei habe ich enorme Bedenken! Löst sich diese Verbindung, könnte an dem Übergang ein unkontrollierter Funkenflug entstehen, der im besten Fall nur den Sockel des Brenners beschädigt. Jedoch befindet sich direkt darüber der Stecker, der dabei mit ziemlicher Sicherheit nicht unbeschadet bliebt.

 

 

 

Ablagerungen in der Brennkammer

Die Brennkammer eines Xenonbrenners ist unter Hochdruck mit Xenongas und Metallsalzen befüllt.

Beim Einschalten zündet das Zündgerät den Initialfunken, das Xenongas wird ionisiert und damit leitfähig. Ab diesem Zeitpunkt ist das Steuergerät in der Lage den Betrieb zu übernehmen.

Im ersten Moment, nach dem zünden, leuchtet fast ausschließlich das Xenongas, bis durch die Temperaturzunahme im Brenner die Salze und Zusätze gelöst werden und sich mit dem Xenongas vermischen. Dieser Vorgang ist kurz nach dem Einschalten sichtbar, wenn sich die Farbtemperatur des Lichtes in den ersten 30sec. verändert.

Hiermit kommen wir wieder zu den sichtbaren Unterschieden zwischen dem Billigbrenner und dem Markenbrenner.

Beim Markenbrenner haben sich die Zusätze als homogene Fläche am Glas abgesetzt und beim Billigbrenner sieht es so aus, als ob dort eine große Menge an Quecksilber vorhanden ist, das sich in kleinen silbernen 'Kügelchen' abgesetzt hat.

Inwiefern man daraus jetzt qualitative Unterschiede erkennen kann, weiß ich nicht. Aber wenn ich Wikipedia Glauben schenken kann, und es inzwischen möglich ist, auch ohne das hochgradig giftige Quecksilber auszukommen, würde ich darauf schließen, dass der Billigbrenner hier noch die 'alte' Mixtur beinhaltet.

 

 

Elektroden

 

Die Funktionalität von Xenonlampen lässt sich leider nur sehr schwer testen, außer sie wird an an ein Zündgerät und Steuergerät angeschlossen. Auch hatten wir bis jetzt noch kein Indiz für den Zustand des Brenners, wenn wir ihn uns ansehen. Dies soll sich nun ändern.

In die Brennkammer führen zwei gegenüberliegende Wolframelektroden, über die die Spannung in die Brennkammer hineingeführt wird. Die Hochspannung von über 25kV beim Zündungsvorgang fördert im Vergleich zum Dauerbetrieb einen sehr hohen Tribut von den Elektroden.

Die Elektronen werden mit der Zeit dünner, kürzer und brüchig. Ein 'normaler' Alterungsprozess, der sich scheinbar auch in der Qualität meiner beiden Vergleichsbrenner niederschlägt.

 

Zitat:

Aber vorerst ein paar Worte zum Alter meiner beiden Brenner.

Meine 'Markenbrenner' sind von Philips und waren nun über knapp 150 000km in dem Scheinwerfer verbaut. Einer funktioniert auch noch tadellos. Der andere ist zusammen mit dem Defekt meines Steuergeräts geschmolzen.

Die 'Billigbrenner' wurden als Testgeräte und temporärer Ersatz für rund 20€ gekauft und verbaut. Effektiv waren sie rund 5000km im Fahrzeug verbaut.

Sieht man sich den Markenbrenner genauer an, ist erkennbar, dass beide Elektroden in gleichem Maße abgenützt sind und noch eine annehmbare Länge haben. Einzig kleine Kügelchen haben sich an den Spitzen gebildet. Wohl ein Anzeichen für hohe Temperaturen, aber in diesem Fall noch nicht bedenklich, denn Sie funktionieren noch einwandfrei.

 

Der Billigbrenner hingegen scheint hier massive Probleme mit den Elektroden haben. Die linke Elektrode ist extrem schnell abgebrannt und hat an der Spitze einen Klumpen gebildet. Die rechte Elektrode ist scheinbar ausgefranzt, besitzt aber noch annähernd die originale Länge. Ich vermute hier massive Qualitätsprobleme bei den Elektroden. Auch die Funktionalität hat in den letzten Betriebsstunden erste Anzeichen für einen baldigen Tod geäußert. Der Lichtbogen riss ab und das Zündgerät musste neu zünden.

 

 

Vergleiche ich nun beide Brenner, ist es doch recht erschreckend, in welchem Zustand sich der Billigbrenner nach nur 5000km Laufleistung befindet. Nur knapp ein 1/30stel der Brenndauer und schon treten erste Anzeichen für einen baldigen Tod auf. Außerdem habe ich inzwischen massive Sicherheitsbedenken durch die Verarbeitungsqualität der Billigbrenner. Im aktuellen Zustand würde der Brenner auch dem Zündgerät massiv zusetzen. Für mich Grund genug künftig nur noch Markenbrenner zu kaufen!

 

Im folgenden nun noch ein Bild des Brenners, der durch den Defekt des Steuergeräts 'dahingerafft' wurde.

Nicht nur das innere Quarzglas hat sich unter enormer Hitzeeinwirkung verformt, sondern auch der Äußere Kolben hat dem Druck und der Hitze kaum standgehalten. Glück im Unglück, dass hierbei nicht mehr passiert ist.

 

 

So, jetzt aber genug getextet. Ich hoffe, ich konnte einigen bei der Entscheidungsfindung für den nächsten Brennerkauf helfen. Viele Grüße und immer genug Licht auf der Straße.

 

Euer DIY-Guy


07.04.2012 17:59    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (41)    |   Stichworte: , , , , , , , , ,

Hallo MTler,

 

wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, wird bereits wissen, dass ich schon leidige Erfahrungen mit einem langsam sterbenden Xenon-Zündgerät gemacht hatte Hier nachlesbar. Umso schlimmer, dass sich jetzt schon wieder ein Abblendlicht verabschiedet hatte.

Im Gegensatz zu dem Zündgerät, hatte der Tod des Steuergeräts zur Folge, dass das Abblendlicht sich gar nicht mehr zum Zünden überreden ließ.

 

Lichtschalter an --> Fehlermeldung "Abblendlicht rechts"

 

Erster Verdacht war natürlich die Sicherung. Demnach Sicherung No. 61/62 im Motorraum gemessen und getauscht, keine Besserung. Die Sicherungen waren also noch Funktionstüchtig.

 

Zweiter Verdacht: Die Xenon-Brenner. Das Leuchtmittel Li/Re getauscht, keine Besserung.

 

Dritter Verdacht: Zündgerät (dieser Scheinwerfer hatte bereits ein Ersatzgerät verbaut) Deshalb beim örtlichen Lagerhaus ein 'ersatz-ersatz-Zündgerät' besorgt und an die bereits vorhandenen Steuerleitungen geklemmt. Wieder keine Regung.

 

Letztes verbleibendes Element in der Kette der Xenon-Bauteile: Das Steuergerät.

Das Steuergerät hängt unter dem Scheinwerfer und ist dort mit drei Torx-Schrauben gesichert.

 

Hierzu gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht (am w209 200k Bj. 2004)

Die gute: Möchte man an das Steuergerät des rechten Scheinwerfers heran, kann dies ohne 'größere' Maßnahmen geschehen.

Die schlechte: möchte man an das linke heran, versperrt der Waschwassertank den 'einfacheren' Zugang.

 

Glück im Unglück, dass ich an das Steuergerät des rechten Scheinwerfers heran musste. Aber nun zu meinem Vorgehen:

 

Die Abdeckung vom vorderen Radkasten abgeschraubt. (Grün angezeichnet auf dem Bauplan) Dazu IM Radkasten drei Schrauben (10er Maulweite) lösen.

Zitat:

Tipp: Wird das Rad abgenommen, kommt man ohne größere Verrenkungen an die Schrauben heran und kann diese recht einfach lösen. Auch im späteren Verlauf nützlich, jedoch nicht zwingend erforderlich.

Im Radkasten befindet sich nun noch eine Spreizniete (Diese ist mir leider abgebrochen, ist aber war problemlos beim Freundlichen für 0,86€ zzgl. MwSt. erwerbbar ;)

Der Spritzschutz ist nun nur noch an drei weiteren Spreiznieten an der Frontlippe befestigt. Diese noch entfernt und die Radkastenabdeckung kann abgezogen werden.

Damit ist das gröbste auch schon erledigt. Nun kann man sich unter den Wagen legen und von unten die drei Torx-Schrauben am Steuergerät herausdrehen.

Zitat:

Tipp: spätestens hier lohnt es sich, den Wagenheber vorne rechts an zu setzen und den Wagen ein paar cm. weit hinauf zu kurbeln. Das bringt Bewegungsfreiheit und entspannt die Arbeit enorm ;)

Achtung, beim Entfernen der letzten Schraube kann das Stg. hinunterfallen, denn es hängt sehr locker.

 

Einbau nun in umgekehrter Reihenfolge.

 

Beim Einbau der vorderen Radkastenabdeckung ist Fingerspitzengefühl gefragt, wenn es darum geht, die Spreiznieten wieder hineinzudrücken, sollte aber kein Problem sein (auch hier ist es entspannter, wenn das Rad bereits abmontiert ist, funktioniert aber auch so)

Die Dauer des Wechsels sollte max. 15min dauern, ist also recht schnell durchführbar :)

 

Noch ein paar Worte zum Stg. Wie auch auf den Bildern ersichtlich, handelt es sich hierbei, um ein Stg. der Fa. AL (Automotive Lightning) mit der AL-Teilenummer: 1 307 329 072.

Mercedes vertreibt das Gerät unter der MB-Artikelnummer: A203 820 93 85 Preislich solle das MB-Stg. bei ca. 340€ zzgl. MwSt. (neu) liegen. Bei ebay werden die Geräte für rund 130€ gebraucht verkauft.

Ich habe mich für ein gebrauchtes Steuergerät entschieden.

Dieses Steuergerät wird in sehr vielen Xenon Scheinwerfern verbaut, wer hier nachforscht, wird sicher auch bei anderen Marken fündig werden. Dort evtl. sogar günstiger.

Ich habe aus Interesse das defekte Steuergerät geöffnet, um zu sehen, auf welches Bauteil der Schaden zurück zu führen sein könnte. Äußerlich ist der Platine nichts anzusehen (ich hatte mit einer total Verkohlten Platine gerechnet)

Aber bei genauerem hinsehen ist eine kleine Verfärbung am Sockel eines MOSFETs (FSL11N50A) sichtbar. Sogar ein kleiner Riss hat sich zwischen Basisplatte und 'Heatspreader' gebildet. Ob dieses Bauteil dafür verantwortlich ist? Ich bin leider kein Elektrotechniker.

 

Nun denn, viele Grüße und ein langes Leben der Xenon-Elektronik ;)

 

Euer DIY-Guy