MOTORBASAR.de - Der MOTOR-TALK Fahrzeugmarkt mit über 400.000 Anzeigen

DIY-Guy

Alles rund um´s 'Do it yourself' am CLK W209 Bj 2004

20.02.2012 08:04    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Differential-ÖlwechselDifferential-Ölwechsel

Hallo zusammen,

 

nachdem ich keinerlei Aufzeichnungen des Vorbesitzers zum Thema Differentialölwechsel für mein Fahrzeug gefunden habe, habe ich mich entschlossen, das jetzt selber nachholen, um sicherzustellen, dass das äußerlich trockene Differential nicht nur 'trocken' ist, weil kein öl mehr vorhanden ist *g*

 

Ein paar Daten zum Diff/Fahrzeug:

w209 200k Bj 2004

Laufleistung: ~150 000km

Diff-Ölwechsel: 0 (Die Einfüll- und Ablassschrauben werden beim Wechsel erneuert und die Korrosionserscheinungen von Diff und Schraube deuten darauf hin, dass da noch die Werksschrauben verbaut waren.)

 

Die entsprechenden Teile waren (mehr oder weniger) schnell besorgt.

Das Öl (Castrol Syntrans Limited Slip 75W-140) gab es bei der 'Ansässigen Teileschleuder, zu der ich sonst Ungern gehe' (bitte nicht hauen *g*) für 9,99€ das 500ml Gebinde.

Die Angaben zur Füllmenge schwanken, je nach dem welchen freundlichen man fragt, von 1,0 bis 1,3l, deshalb 3 Stück, damit kann man noch etwas spülen, um den verbleibenden Dreck herauszuholen.

Die Ablassschrauben waren nicht ganz so einfach zu besorgen. Aber 2 Anrufe ergaben, dass ein paar Km entfernt eine NFZ-Niederlassung die entsprechenden Teile auf Lager hat. Teilenummer: A 3529970032 Zum Preis von 3,55€ incl. 19% (für beide).

 

Der Wechsel war in der Mietwerkstatt schnell erledigt.

Auto hoch, mit dem 14er Imbus+Verlängerung erst die Einfüllschraube gelöst, um sicherzustellen, dass diese auch wirklich aufgeht.

Danach vorsichtig die Ablassschraube geöffnet und das Alt-Öl in den Auffangbehälter laufen lassen.

Das Öl roch nicht gut und sah beim herauslaufen aus wie Marmoriert. Netter Farbwechsel von Grau zu Schwarz, wobei ich beim dem 'Grau' auf gehäufte Ansammlungen von Ablagerungen tippen würde. Die Menge kann ich schlecht abschätzen, aber es waren sicher keine 1l, vom Gefühl her würde ich auf 0,75l tippen, aber das kann ich wirklich nur schätzen.

Die alte Schraube noch einmal leicht hineingeschraubt und mit ca 100ml des neuen Öls etwas gesspült. Kleiner Tipp: Macht das! Interessant zu sehen, wie schnell sich diese 100ml von Gold-Gelb in tristes Grau/Schwarz verwandeln.

Danach die neue Ablassschraube rein, und das neue Öl hineinfüllen, bis es oben wieder hinausläuft.

Ich weiß nicht, wie das bei anderen Fahrzeugen ist, aber bei meinem konnte ich mit dem Rüssel der Ölfläschchen problemlos das Öl über-Kopf einfüllen (die haben sicher nur deshalb 500ml, weil kleiner und besser zu hantieren). Wenn voll, dann neue Schraube rein, abwischen, Fertig!

 

Effektiv stand ich 15-20min in der Werkstatt, somit war die ganze Aktion schnell und schmerzlos erledigt.

 

Die Fahreigenschaften haben sich nicht merklich verändert. Aber ich fahre nun mit einem besseren Gefühl, weil:

1. Ich weiß, dass vorher öl drinne war (man kann ja bei einem so alten, äußerlich-trockenen Mercedes-Diff nie wissen *g*)

2. Ich weiß, dass ich jetzt mit neuem Öl fahre und mir die nächsten paar tsd. KM keine Gedanken mehr darum machen muss.

 

 

Machts gut und immer (genug) Öl im Differential

 

Euer DIY-Guy


20.02.2012 08:01    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: , , , , , ,

Macht Ihr den Ölwechsel selber?

ÖlwechselÖlwechsel

Hallo MT-Community,

 

Bei mir hat sich langsam der nächste Motorölwechsel angekündigt und ich stand vor der Frage, ob ich diesen machen lasse (z.b. ATU o.ä) oder selber "Schlüssel" anlege.

 

Das ATU-Angebot war im ersten Moment verlockend (29€ "all" inclusive) doch der letze Besuch dort hat mir gezeigt, dass ich künftig besser einen Bogen um das, ich nenne es "ATU-System", mache: Dichtring vergessen, Ölstand weit unter min und kein neuer Ölfilter verbaut.

 

Also entschied ich mich, trotz mangelnder KFZ-Erfahrung den Ölwechsel selber zu machen.

 

-Das Öl, 6l 0W-40 von Mobil1, konnte ich für 38,50€ in der Bucht erstehen

-Ölfilter und den Kupfer-Dichtring für 16,05€ bei Mercedes gekauft

 

In einer Mietwerkstatt in der Umgebung war auch prompt ein freier Platz verfügbar.

 

Meine Arbeitsschritte aus dem Gedächtnis:

-Auto auf die Hebebühne und die beiden "Unterbodenschützer" abgeschraubt 8er Nuss und alle gut auffindbar, insgesamt 8 Stück.

 

-Ölfilter mit einem Kreuzgelenk und einer 25er (nichtmehr sicher) Nuss gelöst und per Hand herausgeschraubt

 

-Öldeckel abgeschraubt und den Wagen wieder nach oben gehoben. Dort langsam die Ablassschraube herausgedreht (Auffangwanne bereitstellen) und das Öl ablaufen lassen (das dauert...)

 

-In der Zwischenzeit habe ich den alten Ölfilter zerlegt (die drei Dichtungen und den Filter von dem Dorn entfernen und die neuen aufstecken)

 

-Als alles abgelaufen war (ca 15min) den neuen Dichtring auf die Ablassschraube gesteckt und eingeschraubt.

 

-Unterfahrschutz wieder angeschraubt und das Fahrzeug abgelassen

 

-Den neuen Filtereinsatz von Hand wieder aufgeschraubt und mit dem Kreuzgelenk vorsichtig! (24 NM) angezogen.

 

-5,5l neues Öl eingefüllt, Deckel drauf, Motor 1min laufen lassen, nochmal den Stand kontrollieren und fertig!

 

Arbeitszeit total: ca 30 bis 45min und rund 8€ für die Miete und 3€ für die Altölentsorgung gezahlt.

 

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich eine Erfahrung reicher bin und es das nächste mal wieder selber machen werde. Dann aber daheim, ohne Hebebühne (weiss man, wo sich die Schrauben vom Unterfahrschutz befinden, sicher problemlos machbar) und das Altöl für 0,33ct/Liter beim örtlichen KFZ Betrieb entsorge.

 

Viele Grüße und immer genug 0w40 in der Ölwanne

 

DIY-Guy