MOTORBASAR.de - Der MOTOR-TALK Fahrzeugmarkt mit über 400.000 Anzeigen

DIY-Guy

Alles rund um´s 'Do it yourself' am CLK W209 Bj 2004

28.01.2013 09:29    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: , , , , ,

QuerlenkerQuerlenker

Hallo zusammen,

um das Thema Querlenker hatte ich mir nie groß Gedanken gemacht. Beim Kauf des Fahrzeugs wurde mir versichert, dass die Querlenker erst vor knapp 10k km gewechselt worden waren. Für mich war das Thema damit beendet. Der Wechsel hält das restliche Fahrzeugleben, dachte ich... Schade, es musste natürlich anders kommen.

Schon seit einiger Zeit vernahm ich beim Überfahren von Kanten oder Rissen in der Straße, klassischerweise auch bei Gullideckeln ein dumpfes 'klonk' und der Schlüsselbund klapperte. Ich bin anfangs davon ausgegangen, dass das normal ist. Aber beim Abbremsen an eine Ampel im letzten Moment von 1km/h auf 0km/h gab es immer einen kleinen 'Ruck'. Beim Losfahren auch. Das war letztlich der Moment, an dem ich mich entschied, mir die Sache von dem Fachmann um die Ecke anschauen zu lassen.

Das Problem war nicht einfach zu finden. Alle Kugelköpfe saßen stramm und die Buchsen hatten auch, kräftig gerüttelt kein Spiel. Erst der Einsatz einer Stange, angesetzt am Querlenker brachte zum Vorschein, dass die Gummibuchdse sich innerhalb der Führung verschieben ließ. Somit hatte sich die Buches scheinbar von der Verklebung gelöst. Ärgerlich, der Mechaniker meinte 'Billigware eingebaut!'.

Bei Mercedes habe ich noch für 17€ 4 Querlenkermanschetten gekauft, damit die Buchsen geschützt sind (empfehlung Mercedes).

 

Die Teile waren schnell bestellt und eingebaut:

 

Beide Querlenker unten Erneuern(VA): 12AW 69,60€

Spur Vermessen: 40€

Einstellarbeiten VA: 5AW 29€

Querlenker links: 107,89€

Querlenker rechts: 107,89€

1Tag Leihwagen: 0€

 

Gesamt mit MwSt: 421,71€

 

Der Wagen ist nun ruhig und fährt wieder prima :) Top!

 

Hattet Ihr schon einen Querlenker-Wechsel? Und wie lange kann ich davon ausgehen, dass die neuen Lehmförder-Teile halten werden?

 

Viele Grüße

DIY-Guy


09.01.2013 08:52    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: , , , , , ,

KoppelstangeKoppelstange

Hallo zusammen,

nach langer Pause melde ich mich wieder mit einem kleinen Raparaturbericht von meinem CLK (~178 000 km)

Länger unbeachtet aber immer unterschwellig wahrgenommen habe ich ein Geräusch aus bem Bereich der Vorderachse vernommen.

Ein dumpfes Klonk/Klack konnte ich immer dann wahrnehmen, wenn ich vorallem langsam(er) über Unebenheiten gefahren bin. Sobald z.b. ein Federbein belastet wurde und das andere nicht, bzw. weniger konnte man es vernehmen. Bei höheren Geschwinidigkeiten war allerdings nichts zu vernehmen. Vermutlich zu viele Nebengeräusche.

Nach einem kleinen Abstecher in meiner benachbarten Werkstatt zwecks Unsicherheit ob dem immer intensiver werdenden Geräuschs hatte ich Gewissheit: Koppelstangen einseitig ausgeschlagen.

 

Zum technischen Hintergrund:

Die Koppelstangen (Pedelstützen) 'koppeln' den achsverbindenden Stabilisator mit den Federbeinen. Der Stabilisator oder auch 'Drehstab' hat eine ähnliche Funktion, wie z.b. die Metallstange in der 'Space-Taste' auf der PC-Tastatur. Drücke ich die Taste auf der linken Seite, senkt sich auch die rechte Seite, trotz der Annahme, dass die Taste eigentlich nur links einfedern sollte. Bei der Tastatur hat es einen haptischen Grund, bzw. würde die Taste aufgrund der Länge vermutlich verkanten. Beim Fahrzeug sorgt der Stabilisator für eine ebenere Straßenlage und stabilisiert das Fahrzeug in Kurvenfahrten (wanken). Nun muss der Stabilisator nur noch die Achsen verbinden. Hier kommen die Koppelstangen ins Spiel. Bei den Stangen handelt es sich um einen starren Stab, der an beiden Enden kugelgelagerte Köpfe mit Gewinde zum festschrauben an Stabilisator und Federbein hat. Verschleiß tritt hier, wie vermutlich viele schon vermuten und wissen an den Kugelköpfen bzw. deren Lager auf.

 

Die Koppelstangen waren von der Werkstatt schnell bestellt und wurden dann auch gleich beidseitig verbaut.

 

Zu den Arbeitspositionen:

Diagnose: 2,5 AW (13€)

Austausch: 3,0 AW (15,60€)

2 Koppelstangen á 29,30€ Marke Lehmförder (58,60€)

 

Summe Inkl. Steuer: 103,77€

 

 

Ergebnis: Angenehmes Fahrgefühl und keine Geräusche mehr!

 

Ich habe meine Köpfe einmal genauer angesehen. Unter der Gummimanschette quoll eine schwarze Schmiere hervor. Nach der 'trockenlegung' des Lagers konnte ich einen aufgerauhten Kugelkopf und eine (vermutlich dadurch) 'ausgeschliffene' Kunststofflagerschale sehen. Der Kopf hatte also ca. 1mm spiel und ließ sich sehr leicht bewegen und drehen.

 

Hattet Ihr schon einen Austausch der Koppelstangen? Wenn ja, bei wie vielen km? Macht Ihr das selber?

 

Viele Grüße

DIY-Guy


21.05.2012 07:42    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Hallo zusammen,

 

seit längerem vernahm ich aus dem hinteren rechten Bereich beim Überfahren von Bodenwellen und Unebenheiten ein Klappern/Knarzen. Je mehr ich darauf geachtet hatte, desto aufdringlicher und penetranter wurde es.

Nach einer genaueren Ortung stellte ich fest, dass es sich um die obere Fondverkleidung handelte.

 

1. Zur Demontage einfach die Türdichtung in dem Bereich bis zum unteren Türfalz abziehen.

2. Danach mit einem kleinen Haken den Schieber herausziehen (einfach einen festeren Draht entsprechend biegen)

3. Die Rosette vom Gurtbringer abziehen (Gurtbringer leicht herausziehen und mit einem Schraubendreher von unten entriegeln)

4. Die komplette obere Verkleidung packen und nach oben abziehen (Scheibe einfach absenken und von außen anpacken)

Fertig. Die Verkleidung ist nun lose und hängt nun nur noch am Gurt. Das reicht für eine Inspektion der Teile aber aus...

 

Der Störenfried fand sich recht schnell. Eine kleine Plastikmanschette um den Gurt schlug gegen die Karosserie. (Auf der anderen Seite fand sich dieses Bauteil nicht, demnach habe ich es abgeschnitten und entfernt.

Auch eine Bitumenmatte hatte sich gelöst --> andrücken, fertig.

Nach dem Zusammenbau stellte ich noch fest, dass ein kleiner Abstandshalter beim Drücken gegen die Verkleidung ein knarzendes Geräuch beim Kontakt mit der Karosserie verursachte. Das Geräusch hatte mich zwar beim Fahren nie gestört, aber vorsorglich habe ich ein kleines Stückchen einer Baumarkt-Fensterdichtung dazwischen geklebt. Jetzt ist die Seitenverkleidung erstmal still :D

 

Der Zusammenbau gestaltet sich ähnlich einfach: Rolle Rückwerts, Fertig!

 

Gesamtarbeitsaufwand der ersten Seite: 7min (mit Beschaffung des Drahtes),

zweite Seite: 4min

 

Sollte sich einmal der Gurtbringer verabschieden, weiß ich nun auch, dass diesem recht gut bei zu kommen ist. Ein Austausch sollte keine 15min dauern.

 

Euer DIY-Guy


16.04.2012 10:15    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , ,

Achtung, scheinbar werden in der Übersicht keine Bilder im Text angezeigt. Deshalb den Artikel direkt aufrufen!

 

Hallo MT-Community,

wer meinen Blog schon etwas verfolgt, weiß, dass ich bereits meine kleinen 'Problemchen' mit dem Thema Xenon hatte.

Nun liegt natürlich nahe, dass auf die Themen Zündgerät , Steuergerät auch ein Artikel zu dem letzten Glied in der Kette Xenonlicht folgt, dem Xenon-Brenner.

 

Xenon-Scheinwerfer werden von Fahrzeughändlern, aber auch der Automobilindustrie gerne als 'verschleißfrei', 'unproblematisch' und 'Lebenszeitleuchtmittel' vertrieben und angepriesen.

O-Ton Autobild: "Xenonlampen sollen so lange halten wie das Auto."

Leider unterliegt nahezu jedes mechanisches oder elektronisches Bauteil im Laufe des 'Lebens' einem gewissen Verschleiß.

Elektrische Bauteile gibt es in der Bauteilkette eines Xenon-Scheinwerfers leider zu viele voneinander abhänge Elemente, wodurch sich die Fehlerwarscheinlichkeit naturgemäß gegenüber einer handelsüblichen Halogenlampe (1 Sicherung, 2 Kabel +1 Birnchen) ansteigt. 

Alleine die Angebotspalette für Ersatzbrenner bzw. die Trefferliste bei Google deuten leider darauf hin, dass hier das Industrieversprechen in einigen Punkten nicht ganz eingehalten wird, was die Lebenszeit von Xenon-Scheinwerfern angeht.

Auch in meinem privaten Umfeld gibt es immer wieder Probleme, meißt mit defekten oder stark verfärbten Brennern.

 

Aufgrund meiner defekte am Zündgerät und meinem anfänglichen Verdacht, meine Xenon-Brenner hätten langsam Ihr Lebenslicht ausgehaucht, habe ich mir zu Testzwecken bei ebay für 19,99€ Brenner bestellt. Diese Brenner mussten letzte Woche leider aufgrund eines Defekts an einem 'Originalbrenner' noch einmal eingebaut werden. Deshalb möchte ich dies nun zum Anlass nehmen, auf die qualitativen Unterschiede von Markenbrenner und Billligbrenner einzugehen.

 

Sockel

 

Der Sockel des Billigbrenners unterscheidet sich in meinem Fall gründlich von dem des Markenbrenners. Der Glaskolben des Markenbrenners ist in eine Art Metallgestell gefasst, das die entstehende Wärme, die am Glas an liegt, aufnimmt, und gut an die Umgebungsluft abführt.

Beim Billigbrenner ist der Glaskolben direkt in den Sockel eingelassen und nur mit einer Art 'Heißkleber' abgedichtet. Die am Brenner entstehenden Temperaturen sind zwar nicht extrem hoch, dennoch befürchte ich hier, dass die Wärme in den Sockel abgeleitet, und im Extremfall weiter an den Stecker gegeben wird. Dies kann im Extremfall zu Verformungen an selbigem führen.

Auch der verwendete Kunststoff fühlt sich beim Markenbrenner um einiges 'wertiger' an, was aber sicherlich kein Einfluss auf die Funktionalität des Brenners hat - einzig ein optisches Defizit.

 

 

Bei genauerer Betrachtung des Sockels ist am äußeren Kontaktring des Brenners eine kalte Lötstelle sichtbar, genau an der Stelle, die von den Kontakten des Steckers beim Eindrehen überfahren werden. Somit ist diese Lötstelle über kurz oder lang dazu verdammt, sich zu lösen!

Hierbei habe ich enorme Bedenken! Löst sich diese Verbindung, könnte an dem Übergang ein unkontrollierter Funkenflug entstehen, der im besten Fall nur den Sockel des Brenners beschädigt. Jedoch befindet sich direkt darüber der Stecker, der dabei mit ziemlicher Sicherheit nicht unbeschadet bliebt.

 

 

 

Ablagerungen in der Brennkammer

Die Brennkammer eines Xenonbrenners ist unter Hochdruck mit Xenongas und Metallsalzen befüllt.

Beim Einschalten zündet das Zündgerät den Initialfunken, das Xenongas wird ionisiert und damit leitfähig. Ab diesem Zeitpunkt ist das Steuergerät in der Lage den Betrieb zu übernehmen.

Im ersten Moment, nach dem zünden, leuchtet fast ausschließlich das Xenongas, bis durch die Temperaturzunahme im Brenner die Salze und Zusätze gelöst werden und sich mit dem Xenongas vermischen. Dieser Vorgang ist kurz nach dem Einschalten sichtbar, wenn sich die Farbtemperatur des Lichtes in den ersten 30sec. verändert.

Hiermit kommen wir wieder zu den sichtbaren Unterschieden zwischen dem Billigbrenner und dem Markenbrenner.

Beim Markenbrenner haben sich die Zusätze als homogene Fläche am Glas abgesetzt und beim Billigbrenner sieht es so aus, als ob dort eine große Menge an Quecksilber vorhanden ist, das sich in kleinen silbernen 'Kügelchen' abgesetzt hat.

Inwiefern man daraus jetzt qualitative Unterschiede erkennen kann, weiß ich nicht. Aber wenn ich Wikipedia Glauben schenken kann, und es inzwischen möglich ist, auch ohne das hochgradig giftige Quecksilber auszukommen, würde ich darauf schließen, dass der Billigbrenner hier noch die 'alte' Mixtur beinhaltet.

 

 

Elektroden

 

Die Funktionalität von Xenonlampen lässt sich leider nur sehr schwer testen, außer sie wird an an ein Zündgerät und Steuergerät angeschlossen. Auch hatten wir bis jetzt noch kein Indiz für den Zustand des Brenners, wenn wir ihn uns ansehen. Dies soll sich nun ändern.

In die Brennkammer führen zwei gegenüberliegende Wolframelektroden, über die die Spannung in die Brennkammer hineingeführt wird. Die Hochspannung von über 25kV beim Zündungsvorgang fördert im Vergleich zum Dauerbetrieb einen sehr hohen Tribut von den Elektroden.

Die Elektronen werden mit der Zeit dünner, kürzer und brüchig. Ein 'normaler' Alterungsprozess, der sich scheinbar auch in der Qualität meiner beiden Vergleichsbrenner niederschlägt.

 

Zitat:

Aber vorerst ein paar Worte zum Alter meiner beiden Brenner.

Meine 'Markenbrenner' sind von Philips und waren nun über knapp 150 000km in dem Scheinwerfer verbaut. Einer funktioniert auch noch tadellos. Der andere ist zusammen mit dem Defekt meines Steuergeräts geschmolzen.

Die 'Billigbrenner' wurden als Testgeräte und temporärer Ersatz für rund 20€ gekauft und verbaut. Effektiv waren sie rund 5000km im Fahrzeug verbaut.

Sieht man sich den Markenbrenner genauer an, ist erkennbar, dass beide Elektroden in gleichem Maße abgenützt sind und noch eine annehmbare Länge haben. Einzig kleine Kügelchen haben sich an den Spitzen gebildet. Wohl ein Anzeichen für hohe Temperaturen, aber in diesem Fall noch nicht bedenklich, denn Sie funktionieren noch einwandfrei.

 

Der Billigbrenner hingegen scheint hier massive Probleme mit den Elektroden haben. Die linke Elektrode ist extrem schnell abgebrannt und hat an der Spitze einen Klumpen gebildet. Die rechte Elektrode ist scheinbar ausgefranzt, besitzt aber noch annähernd die originale Länge. Ich vermute hier massive Qualitätsprobleme bei den Elektroden. Auch die Funktionalität hat in den letzten Betriebsstunden erste Anzeichen für einen baldigen Tod geäußert. Der Lichtbogen riss ab und das Zündgerät musste neu zünden.

 

 

Vergleiche ich nun beide Brenner, ist es doch recht erschreckend, in welchem Zustand sich der Billigbrenner nach nur 5000km Laufleistung befindet. Nur knapp ein 1/30stel der Brenndauer und schon treten erste Anzeichen für einen baldigen Tod auf. Außerdem habe ich inzwischen massive Sicherheitsbedenken durch die Verarbeitungsqualität der Billigbrenner. Im aktuellen Zustand würde der Brenner auch dem Zündgerät massiv zusetzen. Für mich Grund genug künftig nur noch Markenbrenner zu kaufen!

 

Im folgenden nun noch ein Bild des Brenners, der durch den Defekt des Steuergeräts 'dahingerafft' wurde.

Nicht nur das innere Quarzglas hat sich unter enormer Hitzeeinwirkung verformt, sondern auch der Äußere Kolben hat dem Druck und der Hitze kaum standgehalten. Glück im Unglück, dass hierbei nicht mehr passiert ist.

 

 

So, jetzt aber genug getextet. Ich hoffe, ich konnte einigen bei der Entscheidungsfindung für den nächsten Brennerkauf helfen. Viele Grüße und immer genug Licht auf der Straße.

 

Euer DIY-Guy


07.04.2012 17:59    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (41)    |   Stichworte: , , , , , , , , ,

Hallo MTler,

 

wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, wird bereits wissen, dass ich schon leidige Erfahrungen mit einem langsam sterbenden Xenon-Zündgerät gemacht hatte Hier nachlesbar. Umso schlimmer, dass sich jetzt schon wieder ein Abblendlicht verabschiedet hatte.

Im Gegensatz zu dem Zündgerät, hatte der Tod des Steuergeräts zur Folge, dass das Abblendlicht sich gar nicht mehr zum Zünden überreden ließ.

 

Lichtschalter an --> Fehlermeldung "Abblendlicht rechts"

 

Erster Verdacht war natürlich die Sicherung. Demnach Sicherung No. 61/62 im Motorraum gemessen und getauscht, keine Besserung. Die Sicherungen waren also noch Funktionstüchtig.

 

Zweiter Verdacht: Die Xenon-Brenner. Das Leuchtmittel Li/Re getauscht, keine Besserung.

 

Dritter Verdacht: Zündgerät (dieser Scheinwerfer hatte bereits ein Ersatzgerät verbaut) Deshalb beim örtlichen Lagerhaus ein 'ersatz-ersatz-Zündgerät' besorgt und an die bereits vorhandenen Steuerleitungen geklemmt. Wieder keine Regung.

 

Letztes verbleibendes Element in der Kette der Xenon-Bauteile: Das Steuergerät.

Das Steuergerät hängt unter dem Scheinwerfer und ist dort mit drei Torx-Schrauben gesichert.

 

Hierzu gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht (am w209 200k Bj. 2004)

Die gute: Möchte man an das Steuergerät des rechten Scheinwerfers heran, kann dies ohne 'größere' Maßnahmen geschehen.

Die schlechte: möchte man an das linke heran, versperrt der Waschwassertank den 'einfacheren' Zugang.

 

Glück im Unglück, dass ich an das Steuergerät des rechten Scheinwerfers heran musste. Aber nun zu meinem Vorgehen:

 

Die Abdeckung vom vorderen Radkasten abgeschraubt. (Grün angezeichnet auf dem Bauplan) Dazu IM Radkasten drei Schrauben (10er Maulweite) lösen.

Zitat:

Tipp: Wird das Rad abgenommen, kommt man ohne größere Verrenkungen an die Schrauben heran und kann diese recht einfach lösen. Auch im späteren Verlauf nützlich, jedoch nicht zwingend erforderlich.

Im Radkasten befindet sich nun noch eine Spreizniete (Diese ist mir leider abgebrochen, ist aber war problemlos beim Freundlichen für 0,86€ zzgl. MwSt. erwerbbar ;)

Der Spritzschutz ist nun nur noch an drei weiteren Spreiznieten an der Frontlippe befestigt. Diese noch entfernt und die Radkastenabdeckung kann abgezogen werden.

Damit ist das gröbste auch schon erledigt. Nun kann man sich unter den Wagen legen und von unten die drei Torx-Schrauben am Steuergerät herausdrehen.

Zitat:

Tipp: spätestens hier lohnt es sich, den Wagenheber vorne rechts an zu setzen und den Wagen ein paar cm. weit hinauf zu kurbeln. Das bringt Bewegungsfreiheit und entspannt die Arbeit enorm ;)

Achtung, beim Entfernen der letzten Schraube kann das Stg. hinunterfallen, denn es hängt sehr locker.

 

Einbau nun in umgekehrter Reihenfolge.

 

Beim Einbau der vorderen Radkastenabdeckung ist Fingerspitzengefühl gefragt, wenn es darum geht, die Spreiznieten wieder hineinzudrücken, sollte aber kein Problem sein (auch hier ist es entspannter, wenn das Rad bereits abmontiert ist, funktioniert aber auch so)

Die Dauer des Wechsels sollte max. 15min dauern, ist also recht schnell durchführbar :)

 

Noch ein paar Worte zum Stg. Wie auch auf den Bildern ersichtlich, handelt es sich hierbei, um ein Stg. der Fa. AL (Automotive Lightning) mit der AL-Teilenummer: 1 307 329 072.

Mercedes vertreibt das Gerät unter der MB-Artikelnummer: A203 820 93 85 Preislich solle das MB-Stg. bei ca. 340€ zzgl. MwSt. (neu) liegen. Bei ebay werden die Geräte für rund 130€ gebraucht verkauft.

Ich habe mich für ein gebrauchtes Steuergerät entschieden.

Dieses Steuergerät wird in sehr vielen Xenon Scheinwerfern verbaut, wer hier nachforscht, wird sicher auch bei anderen Marken fündig werden. Dort evtl. sogar günstiger.

Ich habe aus Interesse das defekte Steuergerät geöffnet, um zu sehen, auf welches Bauteil der Schaden zurück zu führen sein könnte. Äußerlich ist der Platine nichts anzusehen (ich hatte mit einer total Verkohlten Platine gerechnet)

Aber bei genauerem hinsehen ist eine kleine Verfärbung am Sockel eines MOSFETs (FSL11N50A) sichtbar. Sogar ein kleiner Riss hat sich zwischen Basisplatte und 'Heatspreader' gebildet. Ob dieses Bauteil dafür verantwortlich ist? Ich bin leider kein Elektrotechniker.

 

Nun denn, viele Grüße und ein langes Leben der Xenon-Elektronik ;)

 

Euer DIY-Guy


21.02.2012 13:26    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: , ,

Hallo Mt-ler,

da ich nun schon fast wöchentlich Fragen zu dem Thema 'Xenon Probleme' bekomme, möchte ich hier nun etwas detaillierter auf die möglichen Probleme und Lösungen dazu eingehen.

 

Schon bei der Probefahrt meines CLK´s setzte sich beim Einschalten der Scheinwerfer ein Fehler ab: "Abblendlicht rechts".

Beim genaueren Hinsehen brannte der bemängelte Scheinwerfer aber munter vor sich hin.

Der Händler schob das Problem auf die eingebauten LED-Standlichter, wechselte sie aus und für mich war das Problem damit ohne weitere Fragen behoben.

 

Allerdings schlich sich diese Fehlermeldung jeden Morgen von neuem ein. Mit der Zeit verzögerte der bemängelte Brenner beim Zünden immer mehr, bis er schließlich ohne weiteres gar nicht mehr zündete.

Folgende Anormalitäten konnte ich feststellen:

 

-Abblendlicht zündete nicht oder nur beim 10-20. Versuch (Lichtschalter schnell an/aus/an )

-Zündete der Brenner schließlich, zündete es problemlos wieder und wieder... (Hatten sich Gas und Salze im Brenner einmal 'gelöst/vermischt' - kein Problem)

-Kälte und Feuchtigkeit (Nebel/Regen) erschwerten die Zündversuche erheblich!? (weshalb das Licht beim Abstellen des Fahrzeugs auf einmal problemlos zündete--> durch den Motor schön vorgewärmte Brenner!?)

 

Nach Rücksprache mit dem Händler erfuhr ich, dass das Steuergerät schon mal getauscht wurde. Deshalb konnten es nur die Brenner oder das Zündgerät sein.

Brenner untereinander getauscht, keine Besserung (hätten aber auch zu weit vergrößerte Anoden/Kathoden-Abstände sein können)

Test-Brenner für 19€ in der Bucht gekauft, eingesetzt --> keine Besserung. Somit lag für mich fest, dass das Zündgerät hinüber war.

 

Nun zur Anatomie der Scheinwerfer

Das Zündgerät ist fest im Scheinwerfer verbaut, somit ist an dieses leider nicht heranzukommen. Mir graute schon vor dem Austausch des kompletten Scheinwerfers.

Aber dank eines Beitrags im W203er Forum (gleicher Fehler, ähnliche Symptome), bin ich auf ein Zündgerät-Kit gestoßen, das auch beim w209 passt (weil gleicher Scheinwerfer).

 

A203 820 11 12 für 116€ zzgl. Mwst.

4 Lötverbinder mit eingepackt für unglaubliche 4,50€/st. (einer zum Testen, weil ich damit noch nie gearbeitet hatte)

 

Zitat:

Der Mercedes-Scheinwerfer ist von Automotive-Lightning (AL), auf deren Website gibt es einen Produktkatalog. Dort findet man auch eine AL-Teilenummer und bei weiterer Recherche stellt man schnell fest, dass DIESES Zündgerät in eigentlich allen Xenon Scheinwerfern, Herstellerübergreifend verbaut wird. Deshalb muss (scheinbar) nicht unbedingt das Zündgerät von Mercedes gekauft werden, sondern auch eines, dessen AL-Teilenummer äquivalent ist. Leider fehlt dann nur der Deckel mit der Aussparung, um das Zündgerät ordentlich zu platzieren.

Der Einbau des Kits war recht einfach: Den alten Stecker abgeschnitten (Bild No. 3, Pfeil 1), die Stromleitungen und Steuerleitung des alten Zündgeräts ab (Bild No. 3 Pfeil 2 - Die abgeschnittenen Kabel verschwinden leider hinter den Lötverbindern, deshalb auf Bild No. 4 deutlicher) , neues Zündgerät an Stromleitung und Steuerleitung -Farbe zu Farbe verbinden (Bild No. 3 Pfeil 3).

Schematisch ist alles noch einmal auf dem Letzen Bild vermerkt.

 

Der Scheinwerfer muss nicht (beim 200k ist ja einiges an Platz *g*) ausgebaut werden, es ist zwar eng, aber die Verwendung der Lötverbinder mit Feuerzeug ist mit Sicherheit angenehmer, als die Gefahr, sich an einem Lötkolben zu verbrennen. Trotzdem gehe ich davon aus, dass auch mit Lötkolben gute Ergebnisse erzielt werden können, wenn man vorsichtig ist.

 

Damit ist das im Scheinwerfer verbaute Zündgerät außer Kraft gesetzt und liegt nun ohne den alten Stecker als Leiche im Scheinwerfer und das neue Zündgerät kann den Dienst munter aufnehmen.

 

Das (neue) Zündgerät kann nun in den (mitgelieferten) Deckel geschraubt werden, und hängt nun hinter dem Brenner, ohne die Leuchtweitenregulierung zu blockieren.

 

Nun zünden bei mir beide Brenner gleichzeitig und zuverlässig, auch bei niedrigen Temperaturen und das über 10 000 km hinweg :)

 

Kleine Anmerkung mit Bitte: Ich sehe es SEHR oft, dass Leute mit Xenon-Scheinwerfern ihren Lichtschalter in der Automatikstellung verweilen lassen. Deshalb bitte ich euch, kommuniziert es, dass das Zündgerät, Brenner und Steuergerät nicht gut tut!

Xenon-Brenner sind Langläufer. Durch das ständige AN/AUS (Tunnel/Waldstücke etc.) entstehen im Brenner Temperaturdifferenzen, die vor allem den Sockel belasten (evtl. ausgasen der Leuchtgase und Salze). Beim Hochbrennen, wird der Brenner mit erhöhter Leistung befeuert, das geht vor allem auf die Anoden/Kathoden, die sich langsam abnutzen und damit vergrößert sich allmählich der Zündabstand. Somit sind höhere Zündspannungen bzw. mehrere Zündversuche nötig, was auf die Lebensdauer der Zündgeräte geht.

Lieber bei Fahrantritt (wenn es absehbar ist, dass Licht gebraucht wird) sofort das Licht anmachen, damit der Helligkeitssensor die Elektronik nicht bei jeder Schwankung belastet.

 

Viele Grüße und immer Licht, wenn es gebraucht wird ;)

 

Euer DIY-Guy

 

P.S.: Wer noch nicht genug Xenon-Geschichten gelesen hat, hier die Fortsetzung meiner Defekte. Diesmal war es das Steuergerät. Link


20.02.2012 08:14    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: , , , , , , , , ,

Hallo MT-ler,

 

mein Fahrzeug sah schon beim Kauf aus, als ob Pflege und Achtung der hellen Innenausstattung gegenüber auf der 130k km langen Strecke geblieben wären.

Lippenstift, Cola, neue, eindeutig nicht farbechte Hosen usw.. haben sich auf Polstern und Interieur verewigt. (Hat bei der Preisverhandlung ordentlich geholfen XD )

 

Erste Versuche mit Perwoll-Waschmittel gelöst in 40°C-Wasser und mit einem Frottier-Handschuh verfärbten den Handschuh so schnell, dass ich die Arbeit einstellen musste, weil den Dreck einfach zu verteilen macht keinen Sinn...

 

Das Zauberwerkzeug, das mit ein paar Monate später in die Hände fiel vereinfachte die Wiederaufbereitung enorm! --> "Waschsauger", "Sprüh-Extraktionsgerät", "Teppich-Reinigungssauger", wie auch immer die Geräte genannt werden möchten.... Im späteren Reinigungsverlauf kristallisierte sich allerdings schnell heraus, dass ein einfacher (starker) Nasssauger mit einem Aufsatz zur Polsterreinigung sicherlich auch erstklassige Arbeit verrichtet hätte, denn ich habe von der Sprüh-Saug-in-einem-Funktionalität des Saugers keinen Gebrauch gemacht.

 

Aber nun zu meinem Vorgehen:

 

Polsterfläche oder Polsterelement mit reinem Polsterreiniger angesprüht, mit einer zweiten Sprühflasche Wasser (ja man hätte es auch mischen können) eingenässt.

 

5min einweichen lassen und dann mit einem Handtuch (die verdreckteren Stellen mit einer Handbürste) abgreieben.

 

Anschließend mit dem Sauger langsam alles abgesaugt und noch einmal mit reinem Wasser eingeweicht, abgerieben und in einem zweiten Sauggang die letzten Reste des Polsterreinigers abgesaugt.

 

Die abgesaugte Brühe sah schon durch den Plastikrüssel des Saugers dunkel-bräunlich aus. Beim Auskippen des Tankinnhalts --> Grauen!!

 

Wichtig ist, sicher zu stellen, dass das Fahrzeug danach gut austrocknen kann, sonst kann es schnell zu Schimmelbildung kommen.

 

Nach dem Abtrocknen der Garnitur zeigte sich ein strahlendes Ergebnis. Bis auf leichte Verfärbungen auf dem Fahrersitz sind die Polster nun wieder sauber. Dieser werden irgendwann noch einmal intensiver behandelt.

 

Über Anregungen und Tipps freue ich mich.

 

Viele Grüße und immer farbechtes tragen!

 

Euer DIY-Guy

 

Nachtrag

Den Fahrersitz war trotz Waschsauger noch etwas stärker durch Verschmutzung verunstaltet.

Deshalb bin ich diesen nun noch einmal mit "Vanish-Polsterreiniger" angegangen.

Eins muss man dieser Chemie-Bombe lassen: es funktioniert 1A! Aber bitte, BITTE verwendet Handschuhe und arbeitet damit nicht zu lange! Ich muss wohl mit dem Mittel Augenkontakt gehabt haben. Tage später... und sie brennen immer noch. Außerdem haben sich die Kopfschmerzen erst am nächsten Morgen gelegt. Chemie pur, der Horror!

Aber nun zu meiner Anwendung:

Vanish Auf die Polster sprühen (nicht zu viel).

Dann mit einem feuchten Frottier-Handtuch (am besten WEIßE, farbechte Handtücher nehmen) die besprühten Segmente abreiben (es bildet sich ein weißer Schaum)

Darauf achten, dass das Handtuch regelmäßig ausgewaschen wird, und nur mit sauberen Stellen des Handtuchs arbeiten, sonst verteilt man den Dreck nur unnötig!

Anschließend mit dem Waschsauger ORDENTLICH den Dreck/die Chemie heraussaugen.

Solange sich der Stoff noch "seifig" anfühlt --> erneut Wasser drauf und absaugen... so lange, bis der Stoff sich wieder nach Stoff anfühlt. Ihre Haut wird es Ihnen im Sommer sicherlich danken!

Mein Ergebnis konnte sich nach dem Trocknen tadellos sehen lassen. Neuwagenoptik!


20.02.2012 08:08    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Der Winter geht (hoffentlich), die Erkenntnis kommt...

Seit längerem habe ich leidig an meinem w209 feststellen müssen, dass bei Temperaturen von -14°C bis -23°C Außentemperatur, die Kühlwassertemperatur zwar recht schnell auf 65°C bis 70°C stieg, aber dann nur schwer zu halten war. Beim Anschalten der Heizungslüftung zwecks Komfort im Innenraum fiel die Temperatur auch nach EINIGEN zurückgelegten Kilometern sehr schnell auf die 60°C zurück, was mich doch sehr beunruhigte, deshalb --> Heizung aus und frieren, dem Auto zuliebe...

 

Dank der sehr zuverlässigen MT-Community mit Tipps und Ratschlägen habe ich mich letztendlich dazu entschlossen, das Thermostat zu wechseln, denn die SOLL-Temperatur von 85°C war nur im Stand zu erreichen, aber keines falls beim Fahren.

 

Die Teile waren, dank der großen Nachfrage, bei Mercedes auch alle auf Lager:

 

A 271 203 05 75 Thermostat 90°C 29,00€ zzgl. MwSt

A 271 997 00 45 Dichtring 1,31€ zzgl. MwSt

A 029 997 21 48 Dichtring 1,16€ zzgl. MwSt

 

Aus dem Gedächtnis (ja, IRGENDWANN werde ich mit Bildern dokumentieren, aber dazu muss es warm und hell sein, sonst habe ich schlechte Laune *g* )

 

Auto --> Hebebühne (Mietwerkstatt)

Kühlwasserbehälter --> Auf

Hebebühne --> Hoch

Unterfahrschutz --> Ab (6-mal 8-er Nuss)

Kühlerablassventil --> Auf (großen, sauberen Eimer bereithalten um die Kühlflüssigkeit aufzufangen)

 

An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich die Kühlflüssigkeit erst vor zwei Monaten zwecks zu geringer Frost-Tauglichkeit getauscht habe. Ich hatte keine Lust noch einmal neues Glysantin G48 zu kaufen, deshalb die Wiederverwertung der Kühlflüssigkeit, ansonsten würde ich schon zum Wechsel raten.

 

Als das Gröbste abgelaufen war --> Ablassventil zu, und den Wagen auf Arbeitshöhe abgelassen.

 

Durch Drücken der Kühlschläuche ließ sich schnell feststellen, dass wirklich genug Wasser abgelaufen war, um den Flansch 'trocken' abschrauben zu können. Zwei mal 8-er Nuss (klasse Arbeit, kein Werkzeugwechsel XD)

Nach dem die Zimmermannnägel großen Schrauben herausgedreht waren, war der Flansch nun bereit abgezogen zu werden...

... abziehen? das Teil bewegte sich keinen Millimeter! ... Mit rütteln, wackeln und schwitzen ließ sich der Flansch dann (nach knapp 5min) ENDLICH abnehmen. Geduld! (Die Absplitterung auf Bild 2 war schon, bevor ich Hand angelegt habe *g*)

Das Gröbste war also überstanden.

Wenn man nun den Flansch samt Thermostat in der Hand hat, kann man nun die Dichtung am Flansch selber, sowie die zwischen Thermostat und Flansch wechseln, Thermostat auf den Flansch stecken und (ACHTUNG!!!) beim hineinschieben von 'Flansch-Dichtung-Thermostat' darauf achten, dass sich die kantige Dichtung nicht verdreht!

Schrauben wieder rein und festgezogen.

 

Die aufgefangene Kühlflüssigkeit wieder langsam eingefüllt, zwischendurch an den Leitungen 'gepumpt' und am Ende, wenn alles wieder an seinem Platz ist und der Flüssigkeitsstand noch 'etwas hoch' ist, Motor starten, und warmlaufen lassen... ab und zu mal 'pumpen' und der alte Flüssigkeitsstand ist schnell wieder erreicht.

 

Fazit: Gut investierte 40€ (Material) + 5€ (Mietwerkstatt) + 20 bis 30min Zeit, um am Ende ein System zu haben, das schnell auf die 85°C kommt, und diese auch (mit kleinen Schwankungen) bei niedrigen Temperaturen hält. Auf Wärme im Innenraum muss nun auch nichtmehr verzichtet werden

 

Alles in Allem muss ich sagen, ich hätte es viel eher machen sollen, der frierenden Freundin zu liebe

 

Viele Grüße und allzeit die richtigen Temperatur im und am Fahrzeug

 

Nachtrag (der Tag danach)

Nach rund 5km sind bei einer Außentemperatur von -8°C die 80°C im KI erreicht (OBDII sagt 79°C). Bis zu diesem Zeitpunkt war die Heizung aber komplett aus. Aber trotz anschließender Aktivierung konnten auf der restlichen Strecke die 85°C recht konstant gehalten werden. Kühlwasserstand ist nun wieder exakt auf dem Niveau, wie es vor dem Wechsel war (scheint sich wohl doch noch eine kleine Blase versteckt zu haben) Kontrolle am Thermostat-Flansch: alles trocken!

 

Nachtrag II (die Tage danach)

Was mir wirklich sehr (postitiv) auffällt ist, dass der Sprittverbrauch (trotz Minusgrade) auf Sommer-Niveau gesunken ist. Vor dem Wechsel konnte ich den Wagen auf meiner Arbeitsstrecke (38km) kaum unter 8,7l/100km abstellen (ich habe es auf die niedrigen Temperaturen geschoben und mir deshalb keinen Kopf gemacht). Aber jetzt stehen wieder die gewohnten 7,2l/100km im KI Somit macht sich die Investition sogar bezahlt


20.02.2012 08:04    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Differential-ÖlwechselDifferential-Ölwechsel

Hallo zusammen,

 

nachdem ich keinerlei Aufzeichnungen des Vorbesitzers zum Thema Differentialölwechsel für mein Fahrzeug gefunden habe, habe ich mich entschlossen, das jetzt selber nachholen, um sicherzustellen, dass das äußerlich trockene Differential nicht nur 'trocken' ist, weil kein öl mehr vorhanden ist *g*

 

Ein paar Daten zum Diff/Fahrzeug:

w209 200k Bj 2004

Laufleistung: ~150 000km

Diff-Ölwechsel: 0 (Die Einfüll- und Ablassschrauben werden beim Wechsel erneuert und die Korrosionserscheinungen von Diff und Schraube deuten darauf hin, dass da noch die Werksschrauben verbaut waren.)

 

Die entsprechenden Teile waren (mehr oder weniger) schnell besorgt.

Das Öl (Castrol Syntrans Limited Slip 75W-140) gab es bei der 'Ansässigen Teileschleuder, zu der ich sonst Ungern gehe' (bitte nicht hauen *g*) für 9,99€ das 500ml Gebinde.

Die Angaben zur Füllmenge schwanken, je nach dem welchen freundlichen man fragt, von 1,0 bis 1,3l, deshalb 3 Stück, damit kann man noch etwas spülen, um den verbleibenden Dreck herauszuholen.

Die Ablassschrauben waren nicht ganz so einfach zu besorgen. Aber 2 Anrufe ergaben, dass ein paar Km entfernt eine NFZ-Niederlassung die entsprechenden Teile auf Lager hat. Teilenummer: A 3529970032 Zum Preis von 3,55€ incl. 19% (für beide).

 

Der Wechsel war in der Mietwerkstatt schnell erledigt.

Auto hoch, mit dem 14er Imbus+Verlängerung erst die Einfüllschraube gelöst, um sicherzustellen, dass diese auch wirklich aufgeht.

Danach vorsichtig die Ablassschraube geöffnet und das Alt-Öl in den Auffangbehälter laufen lassen.

Das Öl roch nicht gut und sah beim herauslaufen aus wie Marmoriert. Netter Farbwechsel von Grau zu Schwarz, wobei ich beim dem 'Grau' auf gehäufte Ansammlungen von Ablagerungen tippen würde. Die Menge kann ich schlecht abschätzen, aber es waren sicher keine 1l, vom Gefühl her würde ich auf 0,75l tippen, aber das kann ich wirklich nur schätzen.

Die alte Schraube noch einmal leicht hineingeschraubt und mit ca 100ml des neuen Öls etwas gesspült. Kleiner Tipp: Macht das! Interessant zu sehen, wie schnell sich diese 100ml von Gold-Gelb in tristes Grau/Schwarz verwandeln.

Danach die neue Ablassschraube rein, und das neue Öl hineinfüllen, bis es oben wieder hinausläuft.

Ich weiß nicht, wie das bei anderen Fahrzeugen ist, aber bei meinem konnte ich mit dem Rüssel der Ölfläschchen problemlos das Öl über-Kopf einfüllen (die haben sicher nur deshalb 500ml, weil kleiner und besser zu hantieren). Wenn voll, dann neue Schraube rein, abwischen, Fertig!

 

Effektiv stand ich 15-20min in der Werkstatt, somit war die ganze Aktion schnell und schmerzlos erledigt.

 

Die Fahreigenschaften haben sich nicht merklich verändert. Aber ich fahre nun mit einem besseren Gefühl, weil:

1. Ich weiß, dass vorher öl drinne war (man kann ja bei einem so alten, äußerlich-trockenen Mercedes-Diff nie wissen *g*)

2. Ich weiß, dass ich jetzt mit neuem Öl fahre und mir die nächsten paar tsd. KM keine Gedanken mehr darum machen muss.

 

 

Machts gut und immer (genug) Öl im Differential

 

Euer DIY-Guy


20.02.2012 08:01    |    DIY-Guy DIY-Guy    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: , , , , , ,

Macht Ihr den Ölwechsel selber?

ÖlwechselÖlwechsel

Hallo MT-Community,

 

Bei mir hat sich langsam der nächste Motorölwechsel angekündigt und ich stand vor der Frage, ob ich diesen machen lasse (z.b. ATU o.ä) oder selber "Schlüssel" anlege.

 

Das ATU-Angebot war im ersten Moment verlockend (29€ "all" inclusive) doch der letze Besuch dort hat mir gezeigt, dass ich künftig besser einen Bogen um das, ich nenne es "ATU-System", mache: Dichtring vergessen, Ölstand weit unter min und kein neuer Ölfilter verbaut.

 

Also entschied ich mich, trotz mangelnder KFZ-Erfahrung den Ölwechsel selber zu machen.

 

-Das Öl, 6l 0W-40 von Mobil1, konnte ich für 38,50€ in der Bucht erstehen

-Ölfilter und den Kupfer-Dichtring für 16,05€ bei Mercedes gekauft

 

In einer Mietwerkstatt in der Umgebung war auch prompt ein freier Platz verfügbar.

 

Meine Arbeitsschritte aus dem Gedächtnis:

-Auto auf die Hebebühne und die beiden "Unterbodenschützer" abgeschraubt 8er Nuss und alle gut auffindbar, insgesamt 8 Stück.

 

-Ölfilter mit einem Kreuzgelenk und einer 25er (nichtmehr sicher) Nuss gelöst und per Hand herausgeschraubt

 

-Öldeckel abgeschraubt und den Wagen wieder nach oben gehoben. Dort langsam die Ablassschraube herausgedreht (Auffangwanne bereitstellen) und das Öl ablaufen lassen (das dauert...)

 

-In der Zwischenzeit habe ich den alten Ölfilter zerlegt (die drei Dichtungen und den Filter von dem Dorn entfernen und die neuen aufstecken)

 

-Als alles abgelaufen war (ca 15min) den neuen Dichtring auf die Ablassschraube gesteckt und eingeschraubt.

 

-Unterfahrschutz wieder angeschraubt und das Fahrzeug abgelassen

 

-Den neuen Filtereinsatz von Hand wieder aufgeschraubt und mit dem Kreuzgelenk vorsichtig! (24 NM) angezogen.

 

-5,5l neues Öl eingefüllt, Deckel drauf, Motor 1min laufen lassen, nochmal den Stand kontrollieren und fertig!

 

Arbeitszeit total: ca 30 bis 45min und rund 8€ für die Miete und 3€ für die Altölentsorgung gezahlt.

 

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich eine Erfahrung reicher bin und es das nächste mal wieder selber machen werde. Dann aber daheim, ohne Hebebühne (weiss man, wo sich die Schrauben vom Unterfahrschutz befinden, sicher problemlos machbar) und das Altöl für 0,33ct/Liter beim örtlichen KFZ Betrieb entsorge.

 

Viele Grüße und immer genug 0w40 in der Ölwanne

 

DIY-Guy