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14.01.2013 13:45    |    Kruegerl Kruegerl    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: , , , , , ,

Liebe Motor-Talker!

 

Hurra, wir leben noch! Auch wenn am 21.12.2012 die Welt, wer hätte es gedacht, wieder nicht untergegangen ist, so war es dennoch bereits lange Zeit still um meinen Blog. Dies änderte jedoch nichts daran, dass das mobile Leben meinerseits hinter dem Vorhang munter weiterging und so möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, einmal "Die wunderbare Welt des Kruegerl" von seiner dicken Staubschicht zu befreien und wiederzubeleben, fast so, als würde man einen alten, zugestaubten Oldtimer im hintersten Eck einer Scheune wiederentdecken.

 

Nun ja, was ist also alles geschehen zwischen April 2012 und Januar 2013, wird sich so mancher Stammleser, oder vermutlich bereits "ehemaliger" Stammleser, denken. Einerseits wäre hier natürlich immer noch das Projekt Swift, wobei sich der Projekttitel von "Marlene" mittlerweile zu "My white desire" gewandelt hat. Als erster Schritt flog einmal die mit Carbonfolie beklebte Plastik-Luftfilterbox wieder aus dem Motorraum. Daraufhin folgten zahlreiche Testkonfigurationen mit verschiedenen Systemen von komplett offen, bis geschlossen, wobei ich mich als perfekten Kompromiss zwischen Klang und Kaltluftzufuhr (wieder) für ein halboffenes System nach dem selben Aufbau entschieden habe. Diesmal jedoch sollte es um einiges hochwertiger wirken, als die vorherige "ATU-Lösung".

 

Herzstück des neuen Ansaugtraktes bildet daher mittlerweile eine (echte) Carbon-Filterröhre von SIMOTA, welche durch einen Saugrüssel, bestehend aus Teilen von "autobahn88" mit Luft versorgt wird. Beides Marken, welche in der japanischen Tuning-Szene ("JDM") keinesfalls unbekannt sind.

 

Im Innenraum hingegen hat sich das SPARCO-Fieber breitgemacht, welches sich an diversen Accessoirs, wie Schaltknüppel oder Handbremshebel erkennen lässt. Optisches Highlight stellt eine edle Lederbestuhlung nach Maßanfertigung dar, auf welcher Fahrer und geneigte Mitfahrer zukünftig platznehmen dürfen. Die roten SCHROTH-Gurte sind hier schon fast obligatorisch.

 

Dies waren jedoch vorerst einmal nur die Geschehnisse bzw. Umbauten, welche sich über die Sommermonate ereignet haben. Ich sage es einmal so... im Zuge der Suche nach einem geeigneten Winterfahrzeug, stellt der Swift mittlerweile nicht mehr das einzige Fahrzeug in meinem Fuhrpark dar.

 

Wie jedoch aus der ursprünglich angedachten "Winterschlampe" eine Oberklasse wurde, und wie sich diese langsam zu meinem neuen Liebling entwickelt, erfährt ihr erst morgen.


10.04.2012 00:04    |    Kruegerl Kruegerl    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , , , ,


Warmgefahren und bereitWarmgefahren und bereit

Hallo, liebe Community!

 

Nach einem kalten und verregneten Osterwochenende ließ sich heute nun doch einmal wieder ein wenig die Sonne blicken. Dies nutzte ich als Anlass, mir nun spontan doch noch ein Kamerakind zu schnappen und ein halbwegs ordentliches Video meines Swift zu kreieren. Die erste Hürde brachte jedoch bereits die Auswahl der passenden Location. Neben dem mir wichtigsten Aspekt, der Sicherheit, mussten wir auch großen Wert darauf legen, niemanden seine feiertägliche Ruhe zu verderben. Schließlich fiel unsere Wahl an den Rand eines Gewerbegebietes mit einem gut einsehbaren, geraden Stück Strecke.

Da moderne Handykameras immer besser werden, haben wir weiters beschlossen, dass für dieses Projekt eines unserer Handies mehr als ausreichend sein sollte. Da die 12 Megapixel meines Bekannten meinem iPhone überlegen waren, viel die Wahl des entsprechenden Gerätes auf seines.

 

So ging es ab zum Aufnahmeort, ein paar Szenen wurden aufgenommen und danach ging es wieder nachhause, um die Videos zu übertragen. Dort mussten wir dann leider ernüchternd feststellen, dass alle aufgenommenen Szenen einem Speicherfehler zum Opfer gefallen sind. Sie waren einfach weg, die komplette Mühe für die Katz´. Was also tun? Die komplette Idee verwerfen und einen Trinken gehen?

Bei den aktuellen Spritpreisen freut man sich über jeden Liter, den man einsparen konnte und dann soll die aufgewendete Zeit samt Sprit, inklusive Warmfahren, umsonst gewesen sein? Nein, das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen.

 

Mein Kamerakind kurzerhand noch einmal überredet ging es doch noch einmal hinaus zum selben Aufnahmeort. Dort wurden selbige Szenen einfach noch einmal gedreht, dieses mal jedoch gleich mit dem richtigen Equipment - meinem iPhone 4S. ^^

 

Der restliche Abend wurde dann mit Zusammenschneiden und Hochladen verbracht und so könnt ihr nun meine bzw. unsere Modifikationen am Suzuki Swift sogar in 1080p begutachten.


07.04.2012 14:04    |    Kruegerl Kruegerl    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: , , , , , ,


CockpitCockpit

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Lange habe ich mir überlegt, ob ich das Video mit der Soundprobe meines Swift einfach in den Kommentarbereich meines vorherigen Artikels posten soll, oder ob ich ihm gar einen eigenen Beitrag widmen soll... oder ob ich es überhaupt hochladen soll. Besonders ist das Video nämlich nicht geworden, vor Allem, da ich zu dem Zeitpunkt der Aufnahme niemanden in meiner Nähe hatte, der mir zur Hand hätte gehen können. Gleichzeitig vorne vom Motorraum aus aufnehmen und im Innenraum das Gaspedal betätigen war also leider nicht drinnen. Am Besten wäre es wohl gewesen, eine Vorbeifahrt aufzunehmen, bei der auch der Auspuff-Sound besser zur Geltung gekommen wäre, doch auch dies hätte sich mit nur zwei Händen als eher kompliziert gestaltet.

Nichts desto Trotz denke ich, dass anhand dieses Videos gut hörbar ist, in welche Richtung der Klang meines nun doch schon recht modifizierten SUZUKI Swift einzuordnen ist - Prollige Schreitüte oder dezent edler Brummer; bildet euch eure Meinung selbst.

 

Die aktuelle Geräuschkulisse betrachte ich mehr oder weniger als final, ich denke, ich habe für diesen 1,2l-4Zylinder Saugmotor ein gutes Ergebnis erzielt. Was die Lautstärke angeht, ist die Luft nach oben sowieso recht dünn geworden, einerseits aus zulassungstechnischen Gründen und andererseits freut es mich immer noch, im Stadtverkehr dezent und niedrigtourig dahincruisen zu können und auch im Reiseverkehr auf der Autobahn nicht von jedem Überholten schief angesehen zu werden.

 

Mit dem mehr oder weniger komplett neuen Ansaugtrakt wurde also neben dem REMUS-Endschalldämpfer ein weiterer Flaschenhals am Swift mehr oder weniger gelöst. Wer sich jedoch bereits einmal mit dem tiefergehenden Leistungstuning eines Saugmotors näher beschäftigt hat, der weiß, dass alles tiefergehende von nun an auch mit viel höheren Kosten verbunden ist. Mit einem simplen "Chiptuning" ist es da leider nicht getan.

 

Also habe ich beschlossen, mich daher von nun an wieder mehr um die Individualisierung des Exteriors zu kümmern. Auch hier stehe ich neben der Anschaffung von schwarzen Alufelgen wieder vor verschiedenen Wegen und Richtungen, von dezent und unscheinbar über sportlich agressiv bis hin zur "Streetcar Tuning Culture" - ein weiterer Blogbeitrag, der genügend Platz für eure Kommentare und Meinungen diesbezüglich bieten wird, folgt schon bald. Nach einem Grundsatz, den mir schon viele geraten haben, möchte ich mich jedoch in allen Fällen richten: "Mach´ dein Auto nicht zur Kasperlbude!"


05.04.2012 21:17    |    Kruegerl Kruegerl    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Hallo, liebe Community!

 

Dass mein Swift nicht lange einer "von der Stange" bleiben wird, war von Anfang an klar. Daher folgte heute wieder eine weitere Individualisierungsmaßnahme, dieses mal ist sie jedoch nicht auf den ersten Blick am Parkplatz erkennbar, denn sie erfolgte im Motorraum.

Nachdem die letzten trockenen Sonnenstunden des Nachmittages für eine kleine Ausfahrt genutzt wurden, hieß es ab in die Werkstatt und runter mit dem hässlichen, riesigen Luftfilterkasten. Neben einer agressiveren Geräuschkulisse aus dem Motorraum war es mir vor Allem wichtig, die Papierfilter loszuwerden. Einfach einen passenden Baumwollfilter in den Standardkasten zu quetschen war mir nicht originell genug und außerdem war mir dieser langweilige Plastikkasten auf dem Motorblock sowieso ein Dorn im Auge. Kurz die Vor- und Nachteile eines komplett offenen Luftfilters abgewogen wurde es dann dennoch wieder ein geschlossener. Vor Allem der Luftmassenmesser wollte wieder einwandfrei angebracht und in seiner Funktion in keinster Weise beeinträchtigt werden. Also wurde einfach die Orignalhalterung des Luftmassenmessers aus dem Luftfilterkasten geschnitten, zurechtgefeilt und wieder in den neuen Ansaugweg eingearbeitet. Die restliche Montage erkennt man auf dem etzten Bild ganz gut, denke ich.

Hier übrigens ein Bild des Original Luftfilterkastens: KLICK!

 

Eine geschätzte Leistungssteigerung in PS-Angaben meines Mechanikers sowie subjektive Eindrücke eines flotteren Fahrverhaltens spare ich mir jedoch an dieser Stelle, darum gab es ja letztens eine ziemlich große Diskussion in Verbindung mit meinem Endschalldämpfer.

Eines ist jedoch gewiss: Die neue Geräuschkulisse des Luftfilters in Verbindung mit dem REMUS-Endschalldämpfer zaubert mir bei jedem beherzten Tritt in´s Gaspedal erneut ein Lächeln in´s Gesicht. Kein Verlgeich mehr mit der Serien-Version. Einzig und alleine die neue Sport-Version des Swift würde mir noch mehr Freude bereiten, wobei ich mir mit meinem Schätzchen wohl sowieso mit der Zeit meine ganz eigene, kleine "Sport-Version" zusammenbastle.


25.03.2012 18:16    |    Kruegerl Kruegerl    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: , , , , , , , , ,

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Eines vielleicht gleich einmal vorweg: So ein Wochenende kann schneller vorüber sein, als man "um´s Auto kümmern" sagen kann.

Der Winter ist nun - hoffentlich - vorbei und es folgt wieder die Zeit, wo man sich mit dem Auto sehen lassen möchte. Daher habe ich mir dieses Wochenende bewusst nichts vorgenommen und jede Einladung abgelehnt, um es ganz meinem geliebten Schatz zu widmen.

 

In den frühen Morgenstunden des Samstages schon ging es ab zum Reifenhändler meines Vertrauens, um meine zukünftigen Sommer-Schlappen abzuholen. Auch wenn ich mit meinen "Continetal Conti Premium Contact 2" bisher eigentlich rundum zufrieden war, so habe ich mich einfach in das Profil meiner neuen "Vredestein Sportrac 3" verliebt. Als ich mir vergangene Woche eine spitze Schraube in einen meiner Contis gefahren hatte, sah ich dies als perfekten Anlass dazu, direkt auf die Vredestein zu wechseln. Bedenkt man, dass meine Contis noch nicht einmal ein Jahr alt sind und noch nicht einmal 12 000 Kilometer herunten haben, natürlich ein wirtschaftlicher Skandal. Mir ist zwar schleierhaft, wie man sich in Reifen verlieben kann, bei den Vredestein ist es mir jedoch passiert. Auch wenn der Conti ein sehr guter Reifen ist, so ist der "Sportrac 3" von Vredestein laut diversesten Testberichten mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Wenn ich nun noch meine alten Continental zu einem guten Preis los werde, so nimmt das gleich noch einmal mehr den Schrecken dieser Investition.

 

Danach ging es ab in die Waschbox zur gründlichen Handwäsche, wie immer mit dem bewährten "Glossworkz" der Chemical Guys. Hierbei erkennt man natürlich jedes Detail und ein gefahrenes Jahr hinterließ auch seine Spuren. Ein paar Steinschläge hier, eine kleine (zum Glück kaum sichtbare) Schramme eines selbst ernannten Einpark-Königs da... Nach dem gründlichen Abtrocknen und einer Leberkässemmel zwecks Stärkung ging es wieder zurück in die Garage, wo wieder das volle Programm gefahren wurde. Abgesehen von der Pflege des Innenraumes entsprach der Detailing-Plan selbigen, wie hier bereits beschrieben. Der Innenraum zeigt noch deutliche Kampfspuren des Winters sowie einer durchzechten Nacht mit anschließendem Schlaf im Auto und benötigt daher eine gesonderte Behandlung.

 

Gemindert wird das perfekte Ergebnis nur durch einen Haufen kleiner Mikrokratzer durch eine Wäsche in der Waschanlage aufgrund massiver Faulheit im Winter sowie zahlreiche Steinschläge an Stoßsstange und Motorhaube. Auch wenn mir das Endergebnis dieses mal nicht gar so perfekt gelang, wie beim ersten mal (siehe oben genannten Link), so kann ich doch mit Fug und Recht behaupten: Ich kann es noch!


06.02.2012 00:03    |    Kruegerl Kruegerl    |    Kommentare (54)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Lange Zeit war es nun ruhig um meinen Blog, untätig ging es jedoch keinesfalls zur Sache.

Ich habe mir heute einen weiteren Traum erfüllt. Wer meine Blog-Beiträge aufmerksam liest, erkennt schnell, dass ich ein absoluter Fan von sportlichen Kleinwagen bin und auch bei meinem neuen Swift war die Vision von Anfang an klar. An diesem kalten, aber sonnigen Sonntag wurde daher die wohl bisher kostenaufwändigste Investition an meinem geliebten Schatz verewigt - ein REMUS Sportschalldämpfer.

 

Von Anfang an sollte es eine edle und hochwertige Lösung werden. Ich halte nichts von laut schreienden, rostenden Billig-Schalldämpfern "Made in China", wie man sie gerne unter 60PS-Micras und Polos findet. Ich war auf der Suche nach einer eher dezenten Lösung. Ein schöner, dumpfer Klang sollte es sein, bei Reisegeschwindigkeit dennoch nicht zu aufdringlich. Das Herz in rot-weiss-rot ließ daher praktisch nichts mehr anderes zu, als eine Lösung von REMUS - und zwar durch eine Bestellung direkt beim Werk.

 

Vergangenen Donnerstag wurde das Paket versendet und bereits 24 Stunden später stand der Zusteller vor meiner Haustür, mit einem Grinsen im Gesicht ebenso wie meinem, als ich das Päckchen mit dem markanten "REMUS"-Schriftstück entgegennahm.

 

Der heutige, kalte Sonntag war wie geschaffen dafür, es sich in der beheizten Garage eines Bekannten bequem an die Arbeit zu machen.

Der Serien-Schalldämpfer war recht flott demontiert, auch wenn die Ungarn die Schrauben wohl versucht hatten, für die Ewigkeit festzuziehen. Die meisten Sorgen bereitete uns jedoch der nötige Nachschnitt der Stoßstange. Ein falscher Schnitt und die Arbeit ist verdorben. Der geplante Dremel mit Trennscheibe war defekt, die Flex zu grob. Als letzte Möglichkeit blieb uns nur noch die Stichsäge. Also die Schablone fixiert, noch einmal tief durchgeatmet und den ersten Schnitt gewagt.

Wider Erwarten verlief der Ausschnitt jedoch absolut reibungslos - der Schnitt gelang perfekt. Nach ein wenig Nachfeilen war das Heck bereit für die Hochzeit mit dem neuen Sprachrohr des Autos. Nach weiteren 20 Minuten war die Sache erledigt und es erfolgte der erste Start mit dem neuen Schalldämpfer, gefolgt von Gänsehaut.

 

Nachdem alles auf seine Dichtheit überprüft wurde ging es 200km zum Einfahren (zuerst schön warm gefahren und dann voll Stoff!), währendessen sich das Klangbild noch einmal markant veränderte. Neben einem genialen Sound war die angegebene Leistungssteigerung sofort spürbar. Gerade aus dem Drehzahlkeller heraus nimmt der Swift viel besser Gas an, bestätigt mit einem kurzen Brummen und zieht dann um einiges flotter und gleichmäßiger das Drehzahlband nach oben. Das Fahrverhalten hat sich mit dieser kleinen Änderung spürbar verändert und lässt den Kleinwagen um einiges spritziger über die Landstraßen fegen.

 

Hinzu kommt, dass ein gemütliches Dahincruisen auf der Autobahn weiterhin ohne unnötige Nebengeräusche möglich ist. Einzig und alleine ein leises, tiefes Brummen aus dem Heck ist neu, welches darauf wartet, sich bei einem beherzten Tritt auf das Gaspedal in das Brüllen eines Wolfes zu verwandeln.


17.11.2011 18:57    |    Kruegerl Kruegerl    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

 

Eine Sekunde lang die Gedanken wo anders gehabt, zu schnell für eine zuverlässige Rückmeldung der Sensoren gewesen und schon war er geschehen, der leidenschaftliche Kuss des Müllcontainers hinter mir. Der erste Schaden bzw. Unfall bei einem Neuwagen ist wohl der schlimmste und dieses hässliche Geräusch beim Aufprall werde ich so schnell nicht mehr aus meinem Kopf bekommen.

Als ich den Schaden das erste mal begutachtete war ich mir nicht sicher, ob ich heulen oder schreien soll. Besonders, wenn man den Wagen einen Tag zuvor noch liebevoll per Hand gewaschen und gewachst hat.

 

Doch was geschehen war, war nun mal geschehen, da half auch ärgern und trauern nicht mehr viel. Binnen zwei Wochen ging es an die Ausbesserung der Schäden.

 

Phase 1: Kratzer und Abschürfungen an der Stoßstange

Via Smart-Repair komplett behoben. Kostenpunkt: 200€

 

Phase 2: Dicker Kratzer im Rücklicht

Sowohl diverse Mechaniker als auch Autoaufbereiter meinten, dass bei einer derartigen Abschürfung nur noch ein Komplettaustausch des Glases helfen würde. Dennoch wollte ich es mit einer Politur versuchen, ich hatte schließlich nichts zu verlieren.

Den ersten Durchgang wagte ich mit "Meguiar´s Ultimate Compound" und einem mittelharten Handpolierpad. Noch einmal tief durchgeatmet und angesetzt... beim zweiten Durchgang wusste ich nicht einmal mehr genau, wo ich drüberpolieren soll, weil der Kratzer kaum noch zu sehen war. Schlussendlich ging ich zum Abschluss noch einmal mit einer Hochglanzpolitur drüber und der Kratzer war unsichtbar, restlos verschwunden, weg, futsch! Kostenpunkt: Eine Tasse Kaffee.

 

Phase 3: Wegstehende Stoßstange

Unter dem linken Rücklicht war die Stoßstange aus ihrer Verankerung gesprungen und ohne Demontage mit reiner Muskelkraft nicht mehr einzuhängen gewesen. Schließlich musste ich kapitulieren und fuhr in eine Vertragswerkstatt. Der Meister persönlich (!) begutachtete den Schaden und löste die Stoßstange. Seine (richtige) Diagnose: In der Zeit zwischen dem Unfall und dem Aufsuchen der Werkstatt hatte sich die Stoßstange kaltverformt. Es sei unmöglich, die wieder in die Verankerung einzuhaken. Um einen Komplettaustausch der Stoßstange werde ich wohl nicht herumkommen... ihr könnt euch sicher gut mein damaliges Gesicht vorstellen, wenn ihr noch einmal zu Phase 1 hinaufblickt.

Plötzlich ließ ein Lehrling von der Hebebühne neben meinem Auto seine Arbeit liegen und fragte mich, ob er es trotzdem einmal probieren könnte. Gerade, dass ich ihm nicht den roten Teppich ausgebreitet hatte. Nach zwanzig Minuten hin und her gedrücke und gefluche machte es plötzlich ein lautes "KLICK!" und die Stoßstange war wieder in ihrer Verankerung. Er konnte mir aufgrund der aktuell vorherrschenden Temperaturschwankungen (aus der warmen Garage raus in Minusgrade und umgekehrt) zwar nicht versichern, dass sie nicht wieder herausspringt, aber vorerst ist sie wieder drin und somit der komplette Schaden vom Unfall verschwunden.

Kostenpunkt: 20 zugesteckte Euro für den Lehrling.


22.08.2011 23:44    |    Kruegerl Kruegerl    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: , , , , , , , , ,

Marlene in der Hölle?Marlene in der Hölle?

... ,denn ich habe gesündigt.

 

Liebe Motor-Talker!

 

Der lange Urlaub ist vorbei und neben einer Flugreise durften selbstverständlich auch einige längere Reisen mit dem Auto nicht fehlen.

Leider jedoch haben die Reisen ihre deutlich sichtbaren Spuren auf Marlene hinterlassen, von humanen Landstraßen über staubige Feldwege bis hin zu schlammigen Forstwegen war hier alles inkludiert und mein Swift sah somit aus wie Sau.

 

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, meinem neuen Swift ausschließlich Handwäsche zu gönnen, am Ende siegte jedoch die Faulheit. Ich war also auf der Suche nach einer möglichst lackschonenden sowie schwach frequentierten (aufgrund der Sauberkeit der Bürsten) Waschanlage.

Fündig wurde ich ganz in meiner Nähe - umfangreiches Waschprogramm sowie saubere, wenig verschlissene Textilbürsten.

 

Also noch einmal tief durchgeatmet und auf den "Start"-Knopf gedrückt.

Wofür ich per Handwäsche drei Stunden benötige, soll die Waschanlage also nur wenige Minuten benötigen. Sowei sah auch alles ganz gut aus, nur die wirklich harten Plastikborsten der Felgenbürsten bereiteten mir, glücklicherweise unberechtigte, Sorgen.

Nach der Wäsche wurde selbstverständlich das Ergebnis begutachtet und hierbei erschließt sich folgendes Fazit:

 

Auf den ersten Blick erscheint einem das Fahrzeug nach der Wäsche wirklich sauber. Beim genaueren Betrachten merkt man jedoch, dass die groben Bürsten nur für eine Grundwäsche sorgen und niemals mit einer peniblen Handwäsche verglichen werden können. Gegen hartnäckige Insektenreste an der Front oder Bremsstaub an den Felgen haben die Bürsten keine Chance - hier muss nach der Wäsche noch einmal Hand angelegt werden.

Auch wenn nach sorgfältiger Kontrolle unter dem berüchtigten Neonlicht keinerlei Kratzspuren, verursacht durch die Bürsten, zu erkennen waren, werde ich wieder wie gewohnt zur Handwäsche zurückkehren.

Nur bei einem wirklich extrem verschmutzten Zustand mit dicker Staubschicht werde ich in seltenen Fällen auf eine automatisierte Wäsche zurückgreifen mit dem Vertrauen, dass einem eine gepflegte Anlage mit Textilbürsten nicht sofort nach einem Waschgang den Lack perforiert.

 

Ein komfortables Erlebnis war es jedoch allemal, gemütlich dazustehen, eine zu rauchen und dabei zuzusehen, wie das heilige Blechle immer sauberer wird.


09.07.2011 16:36    |    Kruegerl Kruegerl    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: , , , , ,

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Diese Frage stellte mir letztens ein Bekannter, als wir uns an einem freien Tag morgens beim gemeinsamen Frühstück trafen. Ich bin durchaus jemand, der sich auch gerne einmal in höhere Drehzahlbereiche begibt, dennoch bin ich eher penibel, was die Schonung des heiligen Bleches betrifft. Schotterstraßen werden im Regelfall ausschließlich mit Schrittgeschwindigkeit zurückgelegt, sofern sie sich nicht umfahren lassen oder ein restlicher Fußmarsch zum Ziel möglich ist. Auch andere Komponenten, wie Bremsen und Fahrwerk, werden durch eine eher schonende und vorausschauende Fahrweise weitgehend geschont.

 

Da ich durch die Frage meines Bekannten jedoch selbst neugierig wurde, wollten wir Marlene heute einmal an ihre Grenzen bringen. Mit dem Vorsatz, dies nur ein einziges mal bewusst zu tun. Eine Ausnahme. Einmal ist kein mal. Wird schon nichts passieren.

Diese Sätze musste ich mir während der Fahrt zu unserer Teststrecke immer wieder geistig vorsagen, denn bei dem Gefühl, meinen neuen Schatz einmal so richtig zu treten, wurde mir doch etwas flau im Magen.

 

Angekommen im wunderschönen Niederösterreich begaben wir uns zu unserer alten Heiz-Strecke in der Nähe von Hainburg. Es handelt sich hierbei um eine schöne, mit Serpentinen gespickte Bergstraße, welche sich den Braunsberg hinaufschlängelt. Ich kannte diese Strecke wie meine Westentasche, dennoch ließen wir das Auto erstmal unten am Parkplatz stehen und gönnten uns einen morgentlichen Fußmarsch, um den Zustand der Strecke zu begutachten. Nach circa einer Stunde waren wir wieder unten am Parkplatz angekommen und gaben uns grünes Licht. Es war halb acht Uhr morgens, mit Verkehr war daher aus Erfahrung ebenfalls noch nicht zu rechnen.

 

Den Motor ein paar langsame Runden noch einmal ordentlich warmgefahren und dann ging es los.

Lose Gegenstände im Innenraum noch geschwind verstaut, wurde die Stopuhr gestartet und Marlene den Berg hinauf gejagt. Der Motor schrie auf und hetzte mit durchschnittlichen 4500 rpm die Serpentinen hoch.

Am Gipfel angekommen folgte eine enge Wende.

 

Hinab ging es mit gleichem Tempo, jedoch mit doppeltem Spaßfaktor. In der Fahrschule lernt man selbstverständlich, den richtigen Gang so zu wählen, dass die Bremsen selbst möglichst geschont werden. Bei unserer gefahrenen Geschwindigkeit jedoch, mussten uns die Bremsen mit einem kräftigen Biss bereits gegen einen Abflug aus der Kurve bewahren.

 

Eines kann ich nun gewiss sagen: Suzukis neuer Swift macht einfach einen riesen Spaß! Den etwas schwachen Durchzug bei der Bergauffahrt entschädigt der Swift mit einem wirklich dynamischen und sportlichen Fahrverhalten. Lenk- wie Schaltbefehle werden direkt und knackig umgesetzt, in der Kurve saugt sich der Swift regelrecht am Asphalt fest. Wie es wohl gewesen wäre, wenn ich das ESP aktiviert hätte?

 

Am Parkplatz im Tal wieder angekommen gönnte ich mir erstmal die berühmte Zigarette danach. Motor und Auspuff knisterten angespannt vor sich hin, aus den Radkästen strömte einem ein beissender Geruch in die Nase. Die Felgen waren heiss.

 

Gewisse Dinge muss ein Auto auch aushalten können und es schien mir fast so, als hätte sich mein Swift über die gelungene Abwechslung zum Alltagsverkehr sogar gefreut. Ich hatte wirklich einen riesengroßen Spaß während dieser Ausfahrt.

Von nun an jedoch wird Marlene wieder mit dem Samthandschuh angefasst und im Schongang durch den Verkehr gesteuert... bis es mich irgendwann wieder einmal reizt und ich es kaum erwarten kann, vom Motor angebrüllt zu werden, während mich die G-Kräfte hin und her drücken.


24.06.2011 21:37    |    Kruegerl Kruegerl    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: , , , , ,

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

Vorweg einmal eine kleine Entwarnung: Die tollen Plastik-"Riffelblech"-Fußmatten sind selbstverständlich wieder aus dem Auto verschwunden und fristen nun bis zum Winter ihr Dasein in der dunkelsten Ecke meines Kellers. Im Innenraum durften sich also wieder meine Velourmatten ausbreiten. Nichts desto Trotz habe ich nun eine kleine, noch ausstehende Idee verwirklicht. Diese ist wohl auf den Bildern sofort zu erkennen.

 

Auf die Idee mit den Schroth-Gurtpolstern brachte mich übrigens der User escort_fahrer32 in einem seiner letzten Blog-Artikel.

In meinem alten Swift verwendete ich ebenfalls Gurtpolster, da ich diese gerade auf längeren Fahrten ganz angenehm finde. Jedoch waren dies damals solch 10€-Billigteile in dünner Plastik-Leder-Optik. Und vom Komfort her waren sie dann erst recht nicht das Wahre, zumal sie recht bescheiden aussahen.

Dann entdeckte ich jedoch die Schroth-Gurtpolster auf den Bildern im oben verlinkten Blog-Artikel und habe mir diese heute einmal genauer angesehen. 30€ sind zwar ein stolzer Preis für das Paar, aber dafür sind diese wirklich dick und weich gepolstert und liegen sehr angenehm an. Weiters sehen diese nicht gar so nach Billig-Baumarkttuning aus.

 

Selbstverständlich weiß ich, dass das Polster-Paar im Normalfall an die Schulterriemen der H-Gurte gehört, aber hey: It works! :D


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