Die Catheads: Garage,Autos,Leute und das Leben.

Die Catheads: Eine lockere Gemeinschaft rund ums Thema Schrauben egal ob an Auto Motorrad oder allem anderem

25.05.2014 13:44    |    nosdriver    |    Kommentare (17)

Der grosse Knall...Der grosse Knall...

Hallo liebe Gemeinde und Freunde der Catheads,

 

Lange haben wir nichts mehr hören lassen...

In diesem Artikel bringe ich euch auf den neuesten Stand was die Catheads anbelangt.

Wie der Titel schon verrät wird es das Projekt "Catheads" in der bisherigen Form nicht mehr geben.

Warum?

Nunja sagen wir einfach mal der Namensgeber hat sich von uns "getrennt" und hat nunmal das Copyright auf den Namen.

Ein Catheads wird also weiterhin bestehen in EF aber nur noch in "One-Man-Show".

 

Allerdings liebe Stamm/Gelegenheitsleser,macht euch keine Sorgen:

Der Rest von uns macht weiter.

So wie Phönix einst aus der Asche auferstand so werden wir es auch tun...

(Wollt ich schon immer mal sagen :D :D)

Einen neuen Namen haben wir noch nicht für unser Projekt,da werden grade alle verbliebenen grauen Zellen angestrengt um etwas kreatives und wohlklingendes zu finden.

Aber dafür brauchen wir noch ein paar Bierselige Abende :D :D

Ein neues Mitglied steht bereits Gewehr bei Fuss und wird zu uns stossen sobald ein paar Unstimmigkeiten noch abgeklärt wurden.

 

Was ändert sich?

Nicht wirklich viel.

Ich werkel weiterhin am Flachkäfer und nebenbei wartet der Benz noch auf Zuneigung.

Der Busty baut grade einen neuen Motor für den grünen Taunus(2l Sierra ohc) und hat am Bus zu frickeln.

Der Hannes baut weiterhin den P7 und schiebt mit dem roten Granada durch die Gegend.

Die Location bleibt,unsere Liebe zu altem Blech ist weiterhin gross und das bleibt auch so ;).

Allerdings werde ich mit diesem Artikel diesen Blog einschläfern...

Ein neuer Nickname (Mr-Horsepower) ist hier auf MT schonmal startbereit um euch weiterhin in einem neuen Blog mit Infos über unseren Unfug zu versorgen.

 

Ein klein wenig wird es noch dauern bis das alles in die Wege gelaufen ist und ohne "Sand im Getriebe" läuft.

 

So liebe Leute mit diesen Worten schliesse ich das Kapitel Catheads für mich persönlich ab.

Alles in allem war eine schöne Zeit.Ein Teil der letzten 3 Jahre...

Aber wie heisst es so schön?

Leben bedeutet Veränderung,Stillstand bedeutet Tod.... ;)

 

Wir sehen nach vorn und ich hoffe das ihr unseren Zukünftigen Unfug auch weiterhin mit Interesse verfolgt.;)

 

In diesem Sinne grüsst:

Krischan aka Nosdriver.

 

Grüsse aus EF in die MT-Welt.

 

Das Projekt ist tot,es lebe das Projekt ;)

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04.03.2014 17:42    |    nosdriver    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: 924, Porsche

 

Servus Gemeinde und Freunde der Catheads :)

 

im letzten Artikel ging es um die runderneuerte Kofferraumverkleidung für den P7...

Bevor ich diese in Angriff nahm stand ein kleines "Lernprojekt auf dem Schirm.

Schliesslich hat der Hannes von uns 4 den höchsten Qualitätsanspruch und ich war gerne bereit diesen zu erfüllen.

Jedoch ohne Übung,etwas Lehrgeld und ein Gesellenstück ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Machen wir uns nichts vor :).

 

Mein Gesellenstück bevor ich mich an die Verkleidungen des P7 wagte war die linke Türpappe meines feuerroten Spielmobils :).

Diese wurde im Zuge der Türfolienanfertigung entfernt und verblieb auch eine Weile in meinem Wohnzimmer.

Um es genau zu sagen:

Anfang Dezember demontierte ich die Türpappe und Ende Januar wurde sie wieder montiert :).

In meinen vergangenen Artikeln seht ihr ja den Werdegang und da wäre es einfach sinnfrei gewesen wegen jeder Bastelei die Türpappe zu entfernen.

Also einmal aufgemacht,alles gediegen und in "schön" montiert und dann wieder zu machen;).

So war der Plan und der wurde umgesetzt...

-Türpappe runter

(wie es geht hatte ich ja im Artikel zur Schliessmechanik geschrieben ;))

-Türfolie entfernen

(gabs ja in neu nachgefertigt,ihr erinnert euch)

-Türgriff und Schliessmechanik überholen

(darüber gabs auch was zu lesen)

-alles wieder rückwärts und Türpappe wieder dran.....

 

Soweit so schön.

Doch die Türpappe als solches war auch nicht mehr ganz so toll.

Klar 32 Jahre alt und eben nur aus nen bisschen Presspappe gefertigt.

Was dann eindringende Feuchtigkeit,gefördert durch ein Kaputte Türfolie und verhärtete Dichtungen anrichten kann muss ich keinem erzählen....:rolleyes:

Ihr seht es auf den Fotos.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ganze sieht auf den Nahaufnahmen schlimmer aus als es letztendlich war.

Im Bereich der Mulde war das Pappmaterial schon etwas labberig und in Auflösung.

Zudem gab es einige Risse um die Zuggriffaufnahme und an den Löchern der Clips ringsum.

Jedoch mit etwas Zuwendung wäre alles zu retten :).

Nun überlegte ich mir mit welchen Materialien ich es bewerkstelligen sollte.

 

Epoxidharz? Hm doof,weil nur stinkend zu verarbeiten...

Bastel/Papierkleber? Auch nicht so das wahre...

 

Alles nicht so die Erfüllung.

 

Also erinnerte ich mich an die guten alten Kindertage:

Pappmachee...;)

Holzleim und ganz normales Zeitungspapier.

Das ergibt Stabilität,kostet nix und vor allem saugt sich der Holzleim schön in die Pappe um nachzukleben.

PERFEKT! :D

 

Also nen kleinen Pott davon besorgt,Pinsel und alte Zeitungen bereit gelegt und es konnte losgehen.

 

Die Lage der Schaumstoffteile auf der Rückseite hatte Porsche (oder der Zulieferer) schon mit kleinen Punkten vorgegeben .

 

 

Praktisch :)

 

Trotzdem markierte ich alle mit einem Edding und riss die Teile runter.

Anschliessend wurden die Kunststoffclips demontiert.

Diese haben eine halbrunde Öffnung und können durch Drehen und Ziehen fast "ausgeschraubt" werden.

 

 

Anschliessend entfernte ich die rostigen Tackernadeln welche den Bezug festhielten.

Bei der vorderen Ecke musste ich ein wenig schmunzeln....

Da war bestimmt der Stift am Werk gewesen;)

 

Den Bezug löste ich vorsichtig an und klappte ihn unter die Pappe.

Ich wollte ja nur die Pappe bearbeiten.

Anschliessend wurde der Bereich wo ich anfing grosszügig mit Wasser angefeuchtet.

Dadurch weicht die Pappe an und nimmt den Kleber besser auf.

Der Holzleim darf auch vor der Verarbeitung mit etwas Wasser verdünnt werden.

Dann wurde Kleber aufgetragen:

 

 

Das Zeitungspapier wird in Schnipsel gerissen und in den Kleber gedrückt...

Alles antrocknen lassen und 2-3mal wiederholen.

Zwischendurch immer wieder Kleber nachstreichen.

Abschliessend wird das ganze mit Gewichten gepresst und alles darf gut durchtrocknen.

 

 

 

Nachdem alles gut durchgetrocknet war wurden die Schaumstoffteile wieder aufgeklebt.

Dazu nahm ich normales Doppelseitiges Klebeband.

Den Bezug befestigte ich mit dem Bonatherm-Kleber und verzichtete auf das Tackern.

Kleben erschien mir materialschonender und der Kleber ist wirklich gut :).

Anschliessend wurden die Clips wieder in die Pappe eingesetzt.

Nur einer ist bei der Demontage kaputt gegangen,der wurde aber aus der "Grabbelkiste" ersetzt.:)

Um die Türpappe neu zu gestalten war insgesamt eine gute Woche nötig aber das Ergebnis ist eine Knochenharte Pappe :)

Alles Befestigungspunkte wurden mit dieser Methode verstärkt,die Risse sind verschwunden und auch die Haltbarkeit gegen Feuchtigkeit wurde erhöht :)

Das Obermaterial ist jedoch alles noch original ;)

Da war auch nix dran auszusetzen.

 

Ein paar Tage später ging es an die Montage.

Das innere der Tür wurde zuvor mit Hohlraumkonservierung ausgenebelt.

Während diese trocknete montiert ich neue Blechclips für die Fensterschachtdichtung.

Dann wurde das innere Türblatt entfettet und die Türfolie mit Butylband verklebt.

Leider habe ich etwas zu hoch angefangen und musste im Bereich der Türpappenmulde mit gutem Klebeband nachhelfen.:(

Naja eigener Fehler aber trotzdem haltbar.

 

 

Abschliessend kam die Kür:

Die Anschlüsse für den elektrischen Spiegel durch die Folie führen,den Türöffner befestigen und die "neue" Türpappe verschrauben.

Armauflage,Fensterkurbel und Spiegelverstellschalter montieren und:

Fertig...:)

Die Fensterkurbeln sind im übrigen nicht original.

Eigentlich wollte ich im Innenraum kein bisschen Chrom haben.

Doch auf dem Schrotti stand der Audi B4 mit diesen Kurbeln.

Sie passen vom Design und der gesamten Haptik her wunderbar in den Porsche:).

So ist auch der verchromte Körper unter der Plastikabdeckung für mich okay...

Ist ja nur ein kleiner Streifen sichtbar ;)

Besser als die Plastikkrüppel welche original eingebaut sind :D.

 

 

 

Hier noch ein paar bilder wie der Innenraum mittlerweile strahlt :)

 

 

 

 

 

 

Doch damit nicht genug :).

Die Einstiege sind beide nicht schön anzusehen...

Auf der Fahrerseite abgetretener Lack und auf der Beifahrerseite sah man die Spuren meiner Nachlackierung.

Handlungsbedarf.

Also nahm ich mit dem Messchieber Maß und fertigte eine kleine Zeichnung.

Mit der in der Hand tappte ich zu der Firma wo ich meine Ausbildung gemacht habe und 4 weitere Jahre beschäftigt war.

Das ist die von mir immer so gerne genannte "Wald und Wiesenschmiede ums Eck" ;).

Dort wurde mir aus 1,5mm Edelstahl für einen 5er in die Kaffeekasse ein Profil gebogen welches nur noch passend geschnitten werden musste.

(15x15x50mm sind die Maße für das Profil,lange Seite 840mm kurze Seite750mm wenn es jemand nachmachen möchte :))

Das hab ich auch noch selber hin bekommen ;)

 

 

Das ganze wurde mit dem Butylband wieder montiert und hält bombenfest.

Nun sind auch die unschönen Einstiege Geschichte ;)

So steigt man doch gerne in einen Porsche ein :D

 

So liebe Gemeinde wieder viel Text,ein paar fotos zum Glotzen und nun seid ihr wieder dran :)

Ich freue mich über Kritik,dumme Fragen oder auch nur belanglose Kommentare :D.

 

Grüsse euer Krischan

aka

Nosdriver

 


03.03.2014 17:01    |    nosdriver    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Ford, P7

 

Hallo Gemeinde und Freunde der Catheads :)

 

Tja ein wenig Funkstille ist hier eingekehrt...

Macht aber nix so ganz untätig sind wir nämlich nicht.:)

In diesem Artikel zeige ich euch was ich in den letzten Tagen für den Ford P7 gemacht habe.

Vor einiger Zeit überholte ich ja die Sitze im feuerroten Spielmobil.

Durch diese Aktion motiviert und voller neuem Wissen zum Thema Stoff und co.(Nein,nicht das was ihr jetzt wieder denkt :D) bot ich dem Hannes an das ich mich der alten Verkleidungen annehme...

Ihm kam das recht und ich besorgte Material um durchzustarten.

3m Kunstleder,2m Unterspannstoff,Sprühkleber sowie Bonatherm Kleber wurden besorgt und los gings...

Erstmal den Zustand der Pappen checken und das alte Zeug vorsichtig entfernen.

 

Darunter war der ganze Schaumstoff schon nicht mehr da,kein Wunder nach fast 40 Jahren.

 

Danach wurden die Pappen gereinigt und der Unterspannstoff wurde zugeschnitten.

Dazu bediente ich mich eines kleinen Tricks:

Die Pappe wurde auf die weisse Unterware gelegt und mit einer schwarzen Sprühdose wurde der Rand angenebelt.

Auf dem Unterstoff zeichnen sich nun die Konturen ab und es ging an das ausschneiden.

 

Die Unterware wurde genau am Rand der Pappen geschnitten so das nur das Kunstleder um die Kanten gelegt wird.

Beim ersten Versuch wollte ich alles mit dem Bonatherm Sattlerkleber verkleben.

Aber das ging gründlich nach hinten los....

Das Fleece saugt den Kleber auf und verpappt dann nur wenn es geklebt werden soll,vor allem wenn der Kleber mit dem Pinsel aufgetragen wird.

Zuviel Kleber an der einen Stelle und an anderen ist gar nichts.

Daher auch das dürftige Ergebnis beim ersten Versuch...

Also alles wieder runter,schade eigentlich....

Aber die Wiederholung ist die Mutter des Lernen :)

(Danke hierfür: MT User "Provaider" ;)).

Diesmal entschied ich mich für Sprühkleber...

Ich trau dem Zeug am Auto nicht weiter als ich werfen kann(und das konnte ich noch nie so gut :D)

aber hier war es die richtige Wahl.

Erstens sind die Seitenverkleidungen komplett glatt und zweitens wird das Kunstleder am Rand mit dem Bonatherm Kleber verklebt,so das alles bombenfest hält und nirgendwo hin kann.

Auch bei höheren Temperaturen gibts da keine Probleme.

 

Das grössere Problem war die Innenverkleidung der Heckklappe...

Die ist nach innen gewölbt.

 

Alles was darauf geklebt wird MUSS halten,auch bei hohen Temperaturen.

Also entschloss ich mich den Bonatherm Kleber mit einer alten Sprühpistole aufzutragen.

Der Kleber ist sehr zäh und kann nicht einfach mit Verdünnung "gestreckt" werden,da er bei Kontakt mit Nitro sofort klumpt.

Das Auftragen ging mit recht hohem Druck und grosser Düse wunderbar und auf dem Fleece gab es diesmal keine Verklumpungen.

Das ganze nochmal mit dem Kunstleder und fertig :).

Nun mussten nur noch die Kanten zugeschnitten werden und das Kunstleder umgelegt werden.

Das ganze waren 3 Tage Arbeit und geben ein wunderbares Gesamtbild ab...

Alles wieder schön frisch in schwarz,passt sicher prima zum braunen Lack des Ford :).

Leider habe ich es versäumt von den Zwischenschritten und dem fertigen Teil Fotos zu machen.

Aber das wäre gar nich so leicht gewesen mit den Kleberfingern :D :D

Und wenn mir das Objektiv meiner Kamera verklebt wäre hätt ich auch nichts davon gehabt :D

 

So nun genug gequatscht und euch zugebombt mit komischen Bildern...

Ihr seid dran,mit kommentieren,kritisieren,Fragen und komischen Bemerkungen.:)

 

Grüsse euer Nosdriver aka Krischan :)

 

 

 

 


28.01.2014 15:26    |    nosdriver    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: 924, Leder auffrischen, Leder restaurieren, Lenkrad, Momo, Nardi, Porsche

 

Hallo Gemeinde und Catheads Fans :D,

 

Nachdem es im letzten Artikel um Schnäppchenjagd und rostige Teile auf der Oldtema ging,

zeige ich euch hier was tags darauf bei mir im Wohnzimmer passierte.

Ich bin ein Freund schöner Lenkräder und so habe ich im Laufe der Zeit einige zusammengetragen.

Auf dem ersten Foto seht ihr meine aktuelle "Kollektion" :).

 

Als da wären:

 

-Porsche original 2 Speichen Lenkrad,

-Momo Typ C36( 1. Reihe links)

-Hella/Momo Typ C36/1 (1.Reihe rechts)

-Nardi F1/350 (2. Reihe links)

-Luisi,Typ unbekannt :)(hat auch keine KBA Nummer und ist reines Deko-Objekt)

 

Das Hella Lenkrad war schon beim Kauf des roten montiert und ist auch mittlerweile wieder eingezogen.

Ihr seht ja das spindeldürre Original,damit lässt sich kein Auto vernünftig lenken...

Erst recht kein Porsche. :D

Doch mit der Optik und Haptik des beiden Momos war ich nicht richtig zufrieden.

Abgenutzt,verhärtet,leicht rissige Oberfläche...Ihr seht es ja auf den Bildern :).

Also musste eine Lösung her.

Der Königsweg wäre das neuwertige Nardi einzubauen,dafür fehlt mir jedoch noch eine passende Nabe.

Da muss ich eben noch ein wenig schauen bis sich mal die Gelegenheit für einen Schnapp bietet. ;)

So wurde Google gequält und ich las mir an wie sich Leder wieder aufarbeiten lässt.

Da ich zum Glück nicht der einzige mit solch kleinen Problemchen bin gabs auch eine Menge Infos dazu.

Anders als bei den Sitzen :D.

 

Auf der Oldtema fand sich ein Stand mit Lederpflegeprodukten der Firma Morello.

Dort liess ich mich ein wenig beraten und nahm ein Fläschchen Lederhaftfarbe mit.

Zum Preis von 8€ wurde mir eine deutliche Nachfärbung und Auffrischung des Leder versprochen.

Soviel sei gesagt: der Verkäufer hat nicht gelogen :).

Am nächsten Tag baute ich das Lenkrad aus dem Roten aus und legte los.

Beide zu färbenden Lenkräder wurden mit Feuerzeugbenzin entfettet und zeigten dabei was in ihnen steckte:

Nämlich jede Menge Dreck...

Ich putzte mit Wattestäbchen die Nähte und es kam immer mehr Gimpel zum Vorschein.

Aber was will man auch erwarten :),beide Lenkräder sind schliesslich aus den 80ern.

(2/88 und 4/89 verraten die eingeprägten Zahlen auf der Rückseite)

Nachdem die Tücher beim drüber wischen sauber blieben ging es an den nächsten Schritt.

(Im übrigen auf Bild 5 sieht man das Tuch mit dem das Nardi gereinigt wurde...

Es blieb klinisch sauber;))

Mit 320er Schleifpapier wurde anschliessend die Oberfläche vorsichtig angerauht und die alte Gerbung wurde angeschliffen.

Nun sahen beide Lenkräder erst recht abgewetzt aus :D.

Worüber man sich im klaren sein sollte wenn Leder geschliffen wird ist das die Narbung darunter leidet....

Macht in meinem Falle nix:die Narbung war schon weggewetzt durch jahrelangen Einsatz.

Nach mehreren vorsichtigen Schleifvorgängen wurde erneut geputzt.

Dann das ganze schön trocknen lassen und nach ca. 1 Stunde ging es mit Färben weiter.

Vorher die Speichen schön abkleben und die Arbeitsfläche gut abdecken,mit der Farbe ist nicht zu spassen :).

Aufgetragen wurde mit einem Schwamm,den gabs vom Verkäufer mit zur Farbe.

Mit dem Pinsel in der Flasche wird das nix.

Wie beim Polieren auch gilt hier: Das Material nie direkt auftragen.

Jetzt heisst es zügig durcharbeiten das keine Farbunterschiede auftreten.

Die Farbe trocknet zudem recht schnell und das alte Leder saugte gierig alles auf wie ein Schwamm :).

Nachdem die erste Schicht aufgebracht war,hiess es wieder trocknen.

Dies beschleunigte ich in dem mein Kamin angeworfen wurde,ist ja im Moment kalt in D.;) :D

Eine halbe Stunde später das ganze nochmal mit dem zweiten Auftrag.

Und wieder schön durchtrocknen lassen :).

Am nächsten Tag wurde das Ergebnis begutachtet....

Ein WOW-Effekt stellt sich auf jeden Fall sofort ein ;) aber erst nach gutem Durchtrocknen sieht man wo nochmal nachgearbeitet werden muss.

Ich musste das Hella Lenkrad nochmal nacharbeiten...:mad:

Da an manchen Stellen mehr Farbe als an anderen sass.

Doch jetzt einfach nochmal was auftragen wäre fatal.

Da die Farbe schon gut durchgetrocknet ist.

Also nochmal schleifen.Diesmal mit 2000er Nassschleifpapier.

Dadurch wurde nicht allzu viel vom neuen Auftrag entfernt und nächste Schicht Farbe konnte nochmal eindringen.

Das Ergebnis nach erneuter Trocknungszeit überzeugt auf voller Linie :)

Das Lenkrad glänzt schön seidig und fühlt sich wie neu an.

Die oberflächlichen Risse sind aufgefüllt,die angewetzten Stellen sind geglättet und das Leder ist wieder weich wie fast neu.

Zudem riecht das Leder wieder nach Leder :)

Alles in allem waren das 8€ die sich wirklich gelohnt haben.

Nach ein paar Stunden ruhiger Heimarbeit habe ich nun 2 fast neuwertige Momo-Lenkräder :).

Und ein Nardi was wirklich neuwertig ist ;).

 

Einen kleinen Haken hat die ganze Aktion aber leider:

Das Momo C36 hatte weisse Nähte welche einen schönen Kontrast zum schwaren Leder boten.

Durch das Färben sind die Nähte nun auch schwarz.

Ich kann durchaus damit leben,der Innenraum des Roten ist eh eine komplett schwarze Höhle.:D

 

So ich habe euch wieder mal genug zugeschwafelt und komische Bilder gezeigt.

Nun seid ihr dran mit kommentieren,kritisieren oder Fragen stellen.

 

Grüsse euer Nosdriver aka Krischan :)


26.01.2014 17:35    |    nosdriver    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Melkus, Messe Erfurt, Moped, Oldtema, Oldtimer

Hallöchen Freunde der Catheads und liebe MT-Gemeinde :)

 

Was macht man wenn einen das Wetter doch etwas überrascht und es zu kalt wird zum schrauben?

Richtig man durchsucht ebay und co nach passenden Teilen oder besucht Teilemärkte die ja im Winter fast überall stattfinden.

Bei uns war es dieses WE war es wieder soweit,die Oldtema 2014 stand an.

2 Messehallen inkl. Aussengelände empfingen Händler,Clubs und Besucher mit reichlich Platz.

 

Die Oldtimerfreunde Erfurt,der OldtimerClub Erfurt,das AWE Museum Eisenach,der NSU Club und einige andere hatten ein paar Automobile Schätze mitgebracht wie ihr oben sehen könnt.

Die Händler standen ab früh um 9 an ihren Ständen und boten alles was das rostigste Hobby der Welt so braucht.

Auspuffanlagen,Karosserieteile,Kleinkram,Scheinwerfer und Werkzeug in allen Varianten wurden angeboten.

Der Hannes und ich als Vertreter der Catheads machten uns auf den Weg und schlenderten mehrere Stunden lang herum.

Viel gefunden haben wir leider nicht:

Die Oldtema ist mehr ein Markt für den beliebten "Ostschrott" wie wir es immer liebevoll nennen :).

Macht ja nix,schliesslich geht man auch auf solche Messen/Veranstaltungen um zu schauen und zu staunen.

Unter anderem sahen wir 2 Melkus RS 1000,so oft ist der nicht wirklich so nah zu bewundern.

Die grössten Schnapper machten sicherlich die Fans von 2-getakten Mopeds und Motorrädern.

So wurde z.b. ein SR1 in absolut "original" angeboten...Auch nicht mehr an jeder Ecke zu finden :).

Auch wenn ich doch den ein oder anderen Wunsch auf der Liste nicht abhaken konnte so war es doch ein schöner Samstag.

Wir 2 liessen diesen Tag dann bei einem gemütlichen Abend mit Essen und dem ein oder anderen Pils ausklingen.

Nächstes Jahr sind wir wieder mit Sicherheit wieder dort um zu gucken und um evtl. doch nen kleinen Schnapp zu machen:).

Im nächsten Artikel erzähle ich euch von einem kleinen Fläschchen welches mir auf der Messe in die Hände gefallen ist und das einiges bewirken kann.;)

 

So liebe Leute nun genug erzählt von unserem Einkaufsbummel durch rostige Welten.

Nun seid ihr seid dran mit kommentieren:)

 

Grüsse euer Nosdriver aka Krischan.


14.01.2014 20:04    |    nosdriver    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: 924, 924 beziehen, 924 Sitze restaurieren, 924 Sitze überarbeiten, 924 Sitze zerlegen, Bezüge Meisterberg, Feedback Meisterberg, Meisterberg, Meisterberg Erfahrungen, Meisterberg Porsche, Porsche, Sitze

Hallo liebe Gemeinde und Freunde der Catheads.

 

In einem der letzten Artikel habe ich euch voller Vorfreude berichtet das ich mir selber ein Weihnachtsgeschenk gemacht hatte.

Die Rede war von 6 neuen Sitzbezugsteilen für den kleinen roten Flachkäfer :).

Nach den Wirren der Weihnachts- und Silversterfeierlichkeiten kam ich endlich dazu mich dem ganzen voller Elan und Tatendrang zu widmen.

Schliesslich geht da mal nicht so nebenbei ;).

 

Eines muss vornweg gesagt sein:

Es war ein ganz schöner Aufwand an Zeit,Werkzeug und Material nötig...

Wenn jemand schon fragen muss wie er die Sitze ausbauen soll,

Dem rate dringlichst dies nicht nachzumachen oder als Anleitung zu verstehen.

Oder er soll sich über ein missglücktes Ergebnis nicht ärgern ;).

Jedem anderen sei gesagt:

Nachmachen bitte,aber ich übernehm für Schäden und bla bla keine Verantwortung :D....

Nun denn,dies ist geklärt,ich bin rechtlich abgesichert und wir wagen einen Ausflug in unbekannte Gefilde:

Stoffe,Kunstleder und beziehen von komplizierten Formen...

 

Was noch erwähnt werden muss:

Ich bin kein Profi.

Also wenn dies ein Profi sieht bitte ich um Nachsicht für gemachte Fehler und evtl. um

Korrektur dieser.

Ich habe mich aufgrund einer fehlenden Polsterzange zum Verspannen mit Kabelbindern entschieden.

Obs richtig ist???

In ein paar Wochen,Monaten Jahren(?) weiss ich mehr :D.

 

Für mich waren dies jedoch nicht die ersten Erfahrungen in Sachen Polsterei.

Als ich meinen Jetta noch fuhr,erhielt dieser 2 Recaros in neuem Kunstlederkleid.

Damals mehr schlecht als recht....

Also galt diesmal die Ansage:

Nun alles richtig gemacht :D. ;)

(Zu 100% bin ich mit dem Ergebnis an kleineren Stellen nicht zufrieden,mehr davon später.

Zum Glück sieht der geneigte Betrachter davon nichts auf den ersten Blick :).)

 

Nun erzähle ich euch wie es geht,was ihr braucht,was nervt und was für eine Genugtung es ist wenn alles in NEU erstrahlt ;).

 

Benötigte Werkzeuge:

 

-Ratsche mit 10er Nuss

-10mm Schlüssel

-15mm Schlüssel

-Inbusschlüssel

-diverse Schlitzschraubendreher

-Hammer

-Spitzzange

-Seitenschneider(gute Qualität von Vorteil)

-Kombizange

-kleiner Seitenschneider

-scharfe Schere

-Cutter

-Edding

-lange Kabelbinder (nen 50er Pack reicht dicke)

-Spanndraht (Blumenbindedraht etc...)

-Tacker

-Kleber (Pattex Gel ist sehr zu empfehlen)

-Pinsel

-Sprühkleber

-Taschenlampe,Stirnlampe

-Dampfstrahler

-elektrisches Messer

-Schaumstoff (ich hatte mir ein Stück Rückbank auf dem Schrott besorgt)

-Tüte für Kleinteile (soll ja nix wegkommen :))

 

 

Als erstes Sitz ausbauen,logisch...

4x10mm Schrauben an der Zahl.

Zuerst die vorderen 2 und dann die 2 hinten herausdrehen.

Anders herum wirds nix,glaubt mir ;)

Sitz vorklappen und herausheben,hierbei aufpassen, Lackkratzer oder andere Schäden wären unschön!

Zum Glück sind sie nicht sehr schwer.

 

Weiter gehts mit dem Zerlegen der Sitze:

 

-Lehnenentriegelung und Abdeckung aushebeln (kräftig daran ziehen oder Schraubendreher ansetzen)

-Abdeckkappe vom Verstellrad hebeln,evtl. vorher mit WD40 einsprühen (4 kleine Marken helfen,den Schraubendreher anzusetzen)

-nun die Klemmmuttern nach links verdrehen,in die freigebende Position drehen (Schraubendreher und vorsichtige Hammerschläge)

-Verstellrad und darunter liegende Verkleidung abnehmen

-Die Klemmmutter bleibt wo sie ist

-Nun den Bowdenzug für die Lehnenentriegelung aus der Halterung fummeln (Ich habe den Halter etwas aufgebogen und bei der Montage entsprechend zurückgebogen)

-Nun sind es noch 2x 15mm Schrauben und eine Schlitzschraube auf der anderen Seite

-die Schlitzschraube sitzt verdammt fest (Schlagschrauber oder Schraubendreher und Hammer verwenden)

-Beim Lehne abnehmen aufpassen: Auf der Seite mit der Verstellung sitzt eine kleine Plastikhülse,nicht verlieren!

 

Nun stehen schonmal 2 Teile auf der Werkbank.

Am Sitzkissen werden noch die 2 Laufschienen entfernt.

Der Fahrersitz noch 4 kleine Alustücken verbaut.

Sie dienen lediglich dazu den Sitz höherzulegen,ich habe sie nicht wieder verbaut.

Doch bei meiner Körpergrösse von 1,95 ist dies nicht wirklich nötig ;).

Die Schienen wurden von mir entfettet geputzt und neu gefettet.

Mehr war hier nicht nötig.

Also ab zu den anderen Kleinteilen und auf erneuten Einsatz warten.

 

Jetzt heisst es tief durchatmen....

Einmal angefangen gibts kein Zurück mehr.

Am Unterteil des Sitzkissens geht es los:Das Abenteuer Neubezug.

Auf der Rückseite wurden die Spannringe gesucht und mit Edding markiert.

 

Nun werden alle mit dem Seitenschneider aufgezwickt,so das keine Reste mehr am Metallrahmen hingen.

Anschliessend werden rundum die Krampen,welche den Bezug am Rahmen halten,mit einem Schraubendreher und der Kombizange vorsichtig aufgebogen.

Stoff ausfädeln und den Sitzrahmen vom Schaumstoff trennen.

Evtl. hängt hier und da etwas also Vorsicht walten lassen und nicht mit Gewalt reissen:).

Dann sieht das ganze so aus:

Kissen mit Bezug und Sitzrahmen.

Durch das Zerschneiden der Ringe sollte der Bezug sich nun ausfädeln lassen.

Hierbei ist darauf zu achten das die Spannstäbe nicht leiden und verbogen werden.

Die werden wieder gebraucht.

Bei mir war der Spannstoff schon so kaputt das alles von alleine auseinanderfiel :D.

Nun wird das Kissen von den Stoffrückständen und Resten der Ringe bereinigt.

Beim Fahrersitz kam mir übrigens eine halbe Glasscheibe entgegen....

[Anm. d. Red.:

Das erklärt übrigens die schlecht übergelackte (original weisse) Fahrertür:

Der Flachkäfer ist wohl mal mit der Fahrerseite irgendwo eingerastet oder wurde sanft angeschubst :D.

Für meinen Teil hiess das: Vorsicht walten lassen!

Glassplitter sind echt mies...Vor allem die ganz kleinen.

Also Staubsauger ran und alles grob absaugen.]

 

Wenn das soweit durch ist das ganze mit der Lehne.

Etwas einfacher und doch komplizierter :D.

An der Unterseite befinden sich auch hier die Blechkrampen zum umbiegen.

Diese wieder vorsichtig aufgebogen und gerichtet.

Bezug anlösen und anfangen von unten nach oben abzuziehen.

Nun wieder auf der Rückseite nach den Ringen suchen,markieren und diese zerschneiden.

Stück für Stück den Bezug weiter nach oben schieben und die Ringe zerknipsen.

Wenn ihr alles nach oben abheben könnt kommt an der "Kopfstütze" noch ein Stück Plastikfolie zum Vorschein,dieses mit in die Tüte zu den Kleinteilen :)

Nun wieder den Stoff vom Schaumstoffpolster trennen,bei der Lehne allerdings bleibt der Schaumstoff auf dem Gestell der Lehne.

Wieder die Reste von den Ringen herauspuhlen und schön absaugen das ganze.

 

Erwartungsgemäß ist der Beifahrersitz immer etwas unbeanspruchter als der Fahrersitz.

Allerdings ist auch hier das Polster etwas in Mitleidenschaft gezogen.

Zusammen gefallen über Jahrzehnte unter Stoff/Kunstleder verspannt.

Dem kann Dampf ein bisschen entgegenwirken...

Was nun folgt ist ein kleiner Trick der Polsterer und Sattler.

Die Rede ist hier von einem Dampfstrahler.

Ich hab im Vorfeld meine Mutter gefragt weil ich wusste sie hat so ein Teil.

Wer solch eine Aktion auch vorhat sollte evtl. mal im Baumarkt oder Heimwerkerverleih nach so nem Ding fragen.

So teuer kann es nicht sein,auf Anfrage würde ich meinen auch verleihen:).

Einfach Wahnsinn wie der Schaumstoff unter Dampfeinwirkung wieder aufgeht.

Wie ein Brötchen im Backofen,Genial...

Ich habe es nicht gefilmt aber auf Youtube gibts ein schönes Videos dazu:

Schaum aufarbeiten mit Dampf

 

So behandelt liess ich die Polster vom Beifahrersitz und der Rückbank so.

Denn das Ergebnis überzeugte wirklich.

Auch der Muff von Jahrzehnten löst sich schön durch so eine Behandlung :D.

Beim Fahrersitz gab es an einigen Stellen nichts mehr zu retten,doch dazu später mehr.

Einen Haken hat das Behandeln mit dem Dampf:

Der Schaumstoff saugt das Wasser auf,also muss gewartet werden bis alles trocken ist.

In meinem Fall war nach 2 Tagen alles schön durchgetrocknet.

Während dieser Zeit kann man sich den Gestellen widmen.

-Ist eine Feder lose oder ausgeleiert?

-Ist eine der Verspannklammern gebrochen?

Alles mal genau anschauen und evtl. mit Kabelbindern oder Spanndraht lahmen Federn auf die Sprünge helfen.

Aus der Verankerung gerutschte Federn bekommt man wieder hinein mit ein paar zarten Hammerschlägen. :p

Gebrochene Federn müssen meist ersetzt werden.

Ich bin darum herum gekommen da alle Federn tun wie sie sollen ;).

Trotzdem wurden die Lehne und das Sitzkissen des Fahrersitzes mit einer stabilen Kunststoffplatte unterlegt.

Ich verspreche mir davon das der Sitz,so verstärkt,nicht mehr ganz so sehr in die müden Federn sinkt.

 

Im Falle einer kaputten Feder empfehle ich:

Auf dem Schrott schauen.

Evtl. sehen die Federn eines Schlachters noch gut aus bzw. sie sind nicht ganz so "müde".

Oder einen Polsterer ums Eck fragen,dem die ausgebaute Feder zeigen und der sollte helfen können.

 

Nachdem das alles überprüft und getrocknet ist gehts weiter im Text.

 

Montagestart der neuen Bezüge:

 

Im Fall einer nachträglichen Sitzheizungsmontage:

Diese nun zuerst nach Instruktion verarbeiten.

Heizmatte auflegen,ausrichten,festkleben.Fertig.

(Die Verkabelung insgesamt wird bei mir später verlegt deswegen möchte ich hier nicht weiter gross darauf eingehen.Ausser das so ein Sitzheizungskabel beim Beziehen nervt :D :D)

Allerdings heisst es hier auch die Spannstäbe welche quer eingesetzt werden einzukürzen.

In meinem Fall wäre das nicht gut gekommen...

Da so der Sitz nur noch über knappe 15cm im hinteren Teil gespannt worden wäre.

Also liess ich die Querstrebe ganz weg und entschied mich dafür den Sitz nur längs zu verspannen.

Original sollte der Spannstab auch mit Kabelbindern bzw. Ringösen verspannt werden.

 

Nun den Bezug erstmal links herum machen.

Dann durch die angenähten Schlaufen den Spannstab fädeln.

An den Ösen der Spannstäbe befestigte ich einen Kabelbinder,damit alles am platz blieb.

Zum durchstechen der Stoffschlaufen nahm ich ein dünnen Schlitzschraubendreher.

Dann auf Höhe jeder 2ten "Pfeife" der Bezüge je einen Kabelbinder links und rechts.

Alle Kabelbinder bleiben aber offen!

Nun den Bezug links herum auf das Kissen auflegen dabei links und rechts die Seitenführung einfädeln.

Nun beginnt die Fummelei,durch den Schaumstoff hindurch müssen die Kabelbinder auf die Rückseite...

Dann hinten an den Federn des Rahmens zusammen tüddeln aber immer noch nicht anziehen!

Nun den Rand um das Sitzkissen herum klappen und gerade ziehen,dem Nahtverlauf entsprechend.

Jetzt werden die Kabelbinder von vorne her nach hinten straffer gezogen aber immer noch nicht voll...

Mit jedem Kabelbinder sollte der Bezug weiter nach gezupft und ruhig auch mal mit der Handfläche bearbeitet werden um einen guten Sitz zu erzielen.

Während dieser Arbeitsschritte wird das Sitzkissen mehrfach gewendet....

Also Fitnessstudio brauchts nicht mehr für heute und die Lehne kommt ja auch noch... :D ;).

Wenn das soweit sitzt wird nun der Bezug am Metallrahmen wieder umlaufend von vorn nach hinten in den Krampen befestigt.

Die Spannung der Kabelbinder kann hier gegebenenfalls auch nochmals korrigiert werden.

Hinten angekommen wird die Schnur straff gezogen und am Rahmen verknotet.

Dann noch das Kabel der Sitzheizung positionieren und den letzten Spannstab verspannen.

So sollte das ganze nun aussehen:):

 

 

Fertig ist das Sitzunterteil...

 

Die Lehne funktioniert ähnlich.

Nur wird es hier noch mehr Frickelei,da zum Teil im Blindflug gearbeitet werden muss.

Den Bezug wieder auf Links drehen.

Hier sind es im Mittelteil nur 2 Spannstäbe,die aussen um das Sitzmittelteil geführt werden müsssen.

Diese werden auch hier in die Stoffschlaufen geführt.

Idealerweise hören sie an den 2 Nähten der "Kopfstütze" auf also werden hier die ersten Kabelbinder befestigt.

Dann nach unten hin an jeder 2ten Sitzpfeife wird wieder je ein Kabelbinder links und rechts montiert.

Bevor das Konstrukt jetzt auf die Lehne gepackt wird kommt noch die Folie auf die Kopfstütze.

Ich habe sie mit dünnem doppelseitigem Klebeband befestigt.

Muss nicht viel sein,nur das alles am Platz bleibt.

Nun wird der Bezug auf links angesetzt und über die Kopfstütze gewalkt.

Nach den ersten 20-25cm wirkt Widerstand durch die Spannstäbe.

Nun gilt es die ersten 4 Kabelbinder durch den Schaumstoff zu fummeln.

Nach dem Sitzteil geht das fast von selbst ;).

Bis hierhin zumindest...

Denn nachdem der Bezug auf rechts gedreht ist tappt man dann nur noch im dunkeln :)...

Respekt Vor Sattlern welche mit Zangen,da im Dunkel hantieren und ihre komischen kleinen Klammern anbringen :D :D

Dann ergibt sich der Rest eigentlich wieder fast von selbst...;)

Bezug zuppeln,nachwalken mit der Hand,Kabelbinder nachziehen,alles mit der nötigen Vorspannung an den Krampen befestigen.

Anschliessend heisst es genau arbeiten.

Die Löcher für Lehnenbefestigung und Lehnenentriegelung wollen geschnitten werden.

Dies ist selbsterklärend sollte aber doch mit nötiger Ruhe ausgeführt werden.

Vor allem bei der Entriegelung gilt: Lieber weniger als zuviel geschnitten.

Anmerkung:

Auf diesem Bild seht ihr was passiert wenn falsch oder zuviel gezogen wird...:mad:

Darf passieren,ich bin wie gesagt kein Profi.

Diese Schadstelle wurde mit einem Stück Kunstleder des Originalbezuges unterlegt und wird die Tage noch ordentlich verklebt.

Ein paar Nadelstiche werden auch noch gesetzt und das Malheur ist fast unsichtbar.

Das wird zeitnah geschehen da sonst der Bezug noch weiter reissen kann.

Und das wäre richtig ärgerlich.Ich hätte mich in den Hintern beissen können als es auf einmal "ratsch" machte.:mad::rolleyes:

Ein wenig Glück war mir jedoch dabei doch hold:

Diese Schadstelle ist am Beifahrersitz,also nicht ganz so sehr belastet...;)

 

Ab hier beginnt dann der jeweils leichte Teil:

Der Zusammenbau der Sitze :)

-Lehne auf Sitzunterteil stellen

-2x 15mm Schrauben auf der Entriegelungsseite

-1x Schlitzschraube auf der anderen Seite

-die Entriegelung wieder einhängen und sichern

-Verstellmechanismus wieder rückwärts zusammenbauen

-Plastikteile für die Entrielung montieren

 

FERTIG!

 

Darauf folgt dann erstmal ein kühles Pils und eine Zigarette :D :D :D

Dabei kann das vollbrachte Werk bewundert werden ;).

 

 

Klingt alles recht einfach bzw. so hier in hin geschrieben...

Bis das alles so zusammen kam wie es sollte vergingen 4 Tage ;)

Nur für den Beifahrersitz...

Dazu kommen noch 3 weitere Tage für die Rückbank.

 

Sowie 4 Tage für den Fahrersitz.

Auf den Fahrersitz möchte ich besonders eingehen.

Dieser ist ja in den meisten Fällen recht gebeutelt...

Klar x tausende Kilometer machen aus jedem Schaumstoffteil nur noch kleine Brösel...:rolleyes:

So sah die Bestandsaufnahme bei meinem Fahrersitz aus:

 

Hier hiess es mehr Arbeit in Kauf nehmen oder Geld in die Hand nehmen.

Meine Wahl fiel auf das erste:

170eus aufwärts für ein neues Polster sind mir einfach zuviel.

Es wurde ein Elektromesser und eine gebrauchte Rückbank aus einem Schlachter besorgt.

Und Video wurde gefunden was zeigt wie es geht ;) :D

944 Sitze aufpolstern

 

 

Nach der Anleitung wurde der Schaumstoff also seiner Schadstellen beraubt und wieder mit einem Stück aufgefüllt.

Geklebt wurde mit Sprühkleber,welcher Schaumstoff recht fest miteinander klebt.

Die Form mit dem Elektromesser wieder hergestellt,grobe Kanten geschliffen...

An der Lehne wurde noch ein Stück Fleece grossflächig darüber geklebt.

In weniger als einer Stunde war jede Schadstelle wie neu.

Geht doch :D,einfacher als erwartet... ;)

Trotzdem gingen hier für Materialversuche und das berühmte: "Wie geht was...?" ein weiterer Tag ins Land.

Danach folgte auch beim Fahrersitz wie oben schon geschrieben der Bezug sowie der Zusammenbau.

 

Die Rückbank erscheint gegen die vorherigen Arbeiten wie ein Kinderspiel :D.

 

Ausbau:

-Gurtschlösser lösen

-Rückenlehne ausbauen (je eine 10mm Schraube links und rechts.)

-Kofferraumteppich und Dämmung wegklappen

-Halteklammern der Sitzfläche vorsichtig abklopfen

-Sitzfläche vorsichtig herausrupfen

Ja ihr habt richtig gelesen,das Sitzkissen ist nur eingeklebt.

 

Als nächstes an der Rückenlehne die Beschläge entfernen und ab in die Kleinteiletüte.

Das Heckrollo war bei mir schon ab,da es vor kurzem seinen Dienst versagte...:rolleyes:

(Später mehr ;)).

Dann den Teppich weg und anfangen die Tackernadeln zu entfernen und den Bezug anlösen.

Nachdem rundum alles gelöst ist wird der alte Bezug nun abgezogen.

Dabei kommt wie immer jede Menge Dreck raus...

Jetzt das Polster im Bereich der Halter anlösen und die Halter entfernen.

Sie stören beim neu beziehen.

Werden sie nicht abgebaut sind sie im Weg während der heiklen Klebephase ;).

Danach das Sitzpolster:

Hier wird der Bezug einfach vorsichtig abgelöst und auf der Rückseite 6 Verschnürungen entfernt.

Die Polster werden wieder mit dem Dampfreiniger aufgearbeitet und der Neubezug kann starten.

Geklebt wurde alles mit Pattex Kraftgel.

Stinkt wie die Hölle und klebt auch so :D.

Schön mit Bedacht arbeiten und immer nur Stück für Stück.

Gestartet habe ich in der Mitte der Fläche nach vorherigem anlegen an den Nahtverlauf des Bezuges.

Anschliessend schön ordentlich umstülpen und unter vorsichtigem Nachziehen/walken auf der Rückseite wieder tackern.

Die Halter werden auch wieder verbaut und zum Schluss der Teppich drüber.

Alle Anbauteile wieder verschrauben und den Teppich verkleben.

Fertig...

Die Sitzfläche gestaltet sich beim verkleben etwas störrischer.

Dies ist ihrer runden Form geschuldet.

Leider wirft der Bezug durch die Schaumstoffkaschierung recht viele Falten.

Aber da bin ich zuversichtlich das die sich noch etwas legen.

So...

Jetzt hiess es nur noch kräftig innen durchputzen und alles rückwärts ins Auto verfrachtet.

 

So stand ich also heute nachmittag vor einem Innenraum welcher mir ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte....

Vorher:

 

Nacher:) :

 

So liebe Freunde der Catheads...Diesmal gab es viel zu lesen und viele Bilder zu gucken.

Allerdings hat dies auch einen konkreten Hintergrund:

Ich habe nirgends im Netz eine ausführliche Bilddoku zum Neubeziehen von Porsche Sitzen gefunden.

Und noch weniger Erfahrungen mit diesen "Meisterberg" Bezügen.

Allen die mit dem Gedanken spielen sich diese zu holen sei gesagt:

Sie sind ihr Geld wert.Allerdings nur in Verbindung mit viel Zeit und Geduld.

Ihr seht es oben...;).

 

So liebe Gemeinde,ich hoffe ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt :).

Lasst mir nen Kommentar,Anregungen oder auch Kritik da...

(Diese wird zwar nicht ernst genommen aber wenn ihr euch schonmal durchgeblättert habt dürft ihr auch gerne meckern :D)

 

In diesem Sinne Grüsse aus EF:

 

Euer Krischan aka Nosdriver :)

 

 

 

 

 


06.01.2014 14:36    |    nosdriver    |    Kommentare (47)

Hallo liebe Gemeinde und Freunde der Catheads,

 

Diesen Artikel möchte ich mit einem Zitat eröffnen:

 

Zitat:

"Iss DER Geil! Junge ich sach Dir, da trittste nur einmal gaaaanz vorsichtig aufs Gas und:

Bäääng

Hasse die Schallmauer gebrochen!!!

Das ist wie mit ner Olle, man kann mal dieses Modell fahren,oder mal jenes, maln sportliches oder nen Oldtimer, kannste dir auch mal nen Fahrzeug ausleihen, scheiß egal, oder vielleicht benötigt man ja auch mal einen Kleinbus, hm für nen Ausflug odern Umzug oder so. Aber...!

Du brauchst ein Fahrzeug, was zu Dir passt...Mit Stil, eins mit Charakter - Verstehste?

Ein Baby.Zum liebhaben. Du musst es pflegen, streicheln, tanken, auch Geld reinstecken, son Baby will unterhalten werden!

Aber,dafür bleibts vielleicht auch bis zum Ende Deines Lebens bei Dir - Dein Eigentum!

Weisste wieviele Fahrzeuge ich in meinem Leben gefahren habe? Die meisten habe ich doch alle zu Schrott gefahren, das war mir doch ganz egal. Aber der hier... In den hier...Hab ich mich sofort verliebt."

 

1998...

Im beschaulichen Unna spielen sich Szenen ab welche Anwohner ratlos da stehen lassen.

Der Regisseur Peter Thorwarth hat das "Who-is-Who" des (damaligen) deutschen Films und Nachwuchsdarsteller zusammen geholt um ein deutsches Ganster-Epos zu schaffen.

Ralf Richter,Oliver Korittke,Dieter Krebs,Martin Semmelrogge,Alexandra Neldel,Willi Thomczyk und viele mehr drehen mittlerweile deutschen Kult.

Die Rede ist von: "BANG BOOM BANG Ein Todsicheres Ding".

Trashig,witzig,kriminell,am Anfang etwas als ein B-Movie belächelt und doch hoch gelobt.

Hier der Trailer für alle die dieses Meisterwerk schändlicherweise nicht kennen:

*Trailer*

 

 

Und hier etwas für alle die etwas Stuff zum Movie haben möchten ;)

Grabowski Streetwear

 

 

 

 

Ein anderer Kultfilm aus den 90ern:

"Confusion: Sommer der Ausgeflippten" (Dazed and Confused)

Der Originaltitel bezieht auf einen Song von Led Zeppelin.

Der Film versetzt euch zurück in den Sommer 1976 und in eine Kleinstadt welche von herumcruisenden

Highschool Schülern aufgemischt wird.

Matthew McConaughey,Ben Affleck und Milla Jovovich stehen hier in einem ihrer "Erstlingswerke"

vor der Kamera und wer den Film nicht kennt muss erstmal ganz genau hingucken.;)

 

Auch der Soundtrack ist Kult:

War - Lowrider

Foghat - Slowride

The Sweet - Fox on the Run

Und einige andere mehr verleihen der Kleinstadtkulisse ein Feeling wie es damals gewesen sein muss.

Mit Muscle Cars cruisen,Party machen und einfach nur abhängen.

Prädikat: Sehenswert :)

 

 

 

 

Den nächsten Kultklassiker den man einfach mind. einmal gesehen haben muss:

"American Graffiti"

Trailer

 

Gedreht von George Lucas 1973 und hochkarätig besetzt:

-Ron Howard

-Richard Dreyfuss

-Harrison Ford

 

Zurück in die 60er beschreibt es ganz gut :).

Der letzte Schultag 1962:

Der letzte Abend im Freundeskreis bevor es an das studieren und in die Army geht.

Cruisen,Mädels anbaggern und wieder mal eine Kleinstadt die darunter zu leiden hat :D.

Durch den ganzen Film wird man von Wolfman Jacks Radiosendung unterhalten...

Auch hier wieder mit hochkarätigen Hits dieser Zeit

Geniale Bilder,gute Sprüche und Autos bei denen einem die Augen ausfallen.

Wer kennt ihn nicht:

Den gelben Hotrod von John Millner ;)

"Is there a Problem Officer?"

Für alle die es nicht wissen: der beliebte Sticker ist ein Zitat aus diesem Epos.

 

 

So liebe Freunde der Catheads genug geredet nu wird Film geschaut :D.

Wenn auch ihr noch einen Film habt der sich hier nahtlos einreihen könnte,her damit :).

Ich freue mich wie immer über Kommentare,Postings,Lob und Kritik.

Einen entspannten Filmabend/Tag wünscht euch:

 

Euer Krischan aka nosdriver

 

 


01.01.2014 22:13    |    nosdriver    |    Kommentare (6)

Hallo liebe Gemeinde und Freunde der Catheads,

 

 

 

Weihnachtsstress durch,Silvester ist vorbei,das neue Jahr ist wenige Stunden alt...

Man liegt faul auf der Couch herum oder surft sinnlos durch diverse Autoforen.

"LAAANGWEILIG!!!" hätte man jetzt Homer rufen hören können...:D:D

Doch halt,hier gibt es ein wenig Abhilfe ;).

 

Ich habe hier etwas aus dem Netz gefischt was der eine oder andere vielleicht schon kennen mag.

Wer es nicht kennt wird die nächsten Tage nicht mehr davon wegkommen :D :D :D

Die Videoserie nennt sich "Petrolicious".

In jedem Video wird über einen oder mehrere Menschen und ihre Liebe zu ihren Maschinen erzählt.

Mit Hingabe aufgebaute Fahrzeuge stilvoll in Szene gesetzt...

Das besondere daran: fast alle sind Importer und das übern grossen Teich ;)

 

Zum Beispiel wird hier über einen wunderschönen Porsche 911 berichtet :)

Das Highlight des Video ist dann jedoch die Werkstatt :eek:...;)

 

http://www.youtube.com/watch?v=gC5-MoDUuRg

 

Ganz anders geht es in diesem Video zu...

3 New Yorker erzählen wie sie ihre mobilen Schätze unterhalten und unterbringen ;)

Die Zeiten der Anfahrt sind mal zu errechnen ;)

 

http://www.youtube.com/watch?v=a4JEcivazOE

 

Dieses Video behandelt ein Meisterwerk des Auspuffklanges ;)

Und erzählt von der Liebe die dieses Auto versprühte als es auf dem Markt war :D :D

 

http://www.youtube.com/watch?v=EO2y_-vpolA

 

Auch die "Italian Connection" ist hier vertreten.

Und hinterlässt Eindruck ;)

 

 

http://www.youtube.com/watch?v=nx2sPfgqlkg

 

 

Aber was erzähl ich hier schaut es einfach alles an.

 

Grossartige Videos zu wunderbaren Menschen die mit Herz und Seele an ihren Schätzen hängen.

Wenn man sie so reden hört muss man unweigerlich lächeln :) ;).

 

Schaut euch den Kanal an und abonniert ihn.

Jede Woche erscheint ein neues Video,bis jetzt habt ihr 58 zu schauen :D...

Leider ist alles nur in englisch aber so schwierig zu verstehen ist keines der Videos.

Also lange Rede kurzer Sinn : Vorhang auf und Anlage auf Motorensound einpegeln :D :D

Grüssse und ruhige Tage wünscht:

 

 

 

 

 

Krischan aka Nosdriver


16.12.2013 22:37    |    nosdriver    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: 924, Bastelanleitung, Bauanleitung, Folie, Hobby, Porsche

Hallo liebe Freunde der Catheads :).

 

Im letzten Artikel hab ich euch gezeigt wie ich die Türgriffe noch einmal in gut hergerichtet hatte.

Dazu schrieb ich auch das es neue Folien für die Türinnenseite gibt...

Mit diesen bin ich gerade fertig geworden.

Diese wurden aus schwarzer Folie in Eigenarbeit hergestellt.

Die originale aus der Fahrertür diente hierbei als Muster.

Es wurde angezeichnet und geschnippelt.

Anschliessend wurden auf der Rückseite die 3 kleinen Fahnen welche da dran hängen nachgefertigt.

Wie im Original auch wurden diese angeschweisst.

Und ich muss sagen das ganze ist doch recht reissfest...

 

Eine Schere,ein Permanentmarker,Lötkolben,ein Stück Dachlatte(als Unterlage),2 Hantelgewichte(zum beschweren und Abkühlen) sowie hitzefestes Klebeband brauchts für das ganze.

Die zu schweissenden Folien werden nach Maß entsprechend aufgelegt und mit dem Klebeband fixiert.

Anschliessend wird über die Naht das Klebeband geklebt,das ganze mit der Dachlatte darunter fixiert und mittels Lötkolben wird alles gut durchgewärmt(mit etwas Fingerspitzengefühl),nach ein paar Zentimetern mit dem Gewicht andrücken und fertig ist die geschweisste Folie. ;)

Auf diesen Kniff bin ich gekommen da ich Kleinstteile immer in die Folie einer Zigarettenschachtel einschweisse,so kommen sie seltener weg.

Das Ganze Prinzip wurde mit den Folien und dem Lötkolben ausprobiert und siehe da: Es Klappt :D.

Anschliessend wurden Entlastungsschnitte auf den Folien angezeichnet nach Original Vorlage.

Diese habe ich aber noch nicht geschnitten genauso wie die diversen Verschraubungslöcher,dies geschieht erst bei der Montage.

Und als letztes I-Tüpfelchen wurde noch um die Kurbeldurchführung ein Schaumstoffring geklebt.

 

Wenn diese Folien montiert sind sollte es hinter den Türpappen auch wieder trocken zugehen :)

Und das originalgetreu und zum 0€ Tarif ;).

 

Den Spiegel nehm ich mir die Tage noch vor,aber da hat Porsche ne genz schöne Fehlkonstruktion gemacht in meinen Augen...:rolleyes:

Um den Spiegelkabelbaum aus dem Gehäuse selbst zu bekommen müssen die Stecker ausgepinnt werden!

Sowas dämliches hab ich selten gesehen...

Nu muss ich es nur noch mal ins PZ schaffen um die Klammern für die Fensterschachtleiste,Spiegeldichtung und Kabeldurchführung aufzutreiben.

Dann hab ich alles beisammen um die Türen mitsamt Mechanismen auf der "To-Do-Liste" abzuhaken...

Die Montage aller Teile sollte dann weniger als 1 Stunde pro Tür in Anspruch nehmen.

Is halt dann alles neu ;)

 

Soviel von meinem kleinen Zwischenspiel.

Die Zeit ist bei mir im Moment recht knapp gesät und das bleibt noch eine gute Woche so.

Danach ist eh Weihnachten also wird sich da auch kaum nen Rad drehen.

Ausser ich am ganz grossen,wenn wir Weihnachtsfeier machen im Catheads :D :D.

 

Bis dahin,ich hoffe ich habe euch wie immer gut gelangweilt :D

 

Grüsse Krischan aka Nosdriver


12.12.2013 13:26    |    nosdriver    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: 924, Porsche

Servus liebe Gemeinde und Freunde der Catheads,

 

In einem der letzten Artikel hatte ich ja geschrieben wie ich dem kleinen roten Spielmobil die Startschwierigkeiten ausgetrieben habe.

Doch bevor man einen erfolgreichen Startversuch machen kann muss ein anderer Schlüsseldreh erstmal den Weg Richtung Zündschloss freigeben.

Will heissen erstmal Auto aufschliessen und dann starten :).

Meine Türgriffe haben seitdem ich den kleinen habe immer mal wieder gezickt.

In der "Resto-Phase" hatte ich mir zwar mal alle Schlösser und Türgriffe vorgenommen und neu gefettet doch so richtig zufriedenstellend war es nicht.

Andauernd musste ich mit einigen Kunstgriffen das Auto dazu überreden mich hereinzulassen.

Und näher die Kälte rückte umso mehr reifte mein Plan es doch einmal Richtig zu machen.

 

Am Rechner sitzend,mit Zettel und Stift bewaffnet,quälte ich den PET(Porsche-Ersatz-Teile Katalog) vom 924er um herauszufinden was ich denn so alles an Kleinteilen benötige.

Auf der Porsche-Homepage gibts den für sämtliche Modelle zum Download.

Gott sei dank ist man da nicht so engstirnig wie VW oder sonstwer.

Daraus ergab sich folgende Auflistung welche am nächsten Tag geordert wurde:

 

-2x Dichtring Schliesszylinder

-4x Unterlage Türgriff(vorne,hinten)

-2x Umlenkhebel für Türmechanik

-2x Schubstange Schliessung

-1x mal Benzinschlauch für die Benzinpumpe

 

Summasummarum machte das einen Gesamtpreis von knapp 45€ im Porsche Zentrum....

Nicht zuviel wenn man bedenkt das ein neuer Griff direkt einmal mit 150€ zu Buche schlägt.:eek:

 

Ein paar Tage später wurde der erste Griff in Angriff genommen.

Während ich damit begann schweisste der Busty an seinem Taunus die Endpitze fertig welche bei der Season Open Party durch die Burnouts ja doch etwas gelitten hatte :D...

Los gings also damit die Türverkleidung zu demontieren.

Beim 924er ja recht einfach,da fast alle Schrauben schon ersichtlich sind.

Auf den Bildern oben habe ich in Reihenfolge festgehalten wie denn abgebaut wird.

Ein kleines Hebelwerkzeug zum Lösen von Verkleidungsteilen hilft anschliessend dabei die Clips der Pappe beschädigungsfrei aus der Tür zu hebeln.

Nun nur noch die Folie im hinteren Bereich lösen und schon liegt die Mechanik frei zum Ausbau.

Allerdings geht hier der Spass erst richtig los....

In der letzten Ecke der Tür,hinter der Führung für das Fenster verbirgt sich das Schloss.

Zuerst im inneren der Tür den Kugelkopf vom Umlenkhebel losmachen.Ein Breiter Schraubendreher sollte es hinbekommen.

Anschliessend Türgriff losschrauben und nach aussen wegziehen.

Dabei zeitgleich muss die Schubstange für die Schliessung ausgehängt werden und der Griff ist ab.

Liest sich einfach,ist es aber nicht... :D

Koreanische Winkelfinger und Geduld sind hier sehr von Vorteil :D.

So halbwegs wusste ich wie es geht,wie gesagt hatte ich das Geraffel ja schon mal in der Hand.

Und habe letztes mal schon böse drüber geflucht :D :D.

 

Nun ging es mit dem Griff erstmal auf die Werkbank.

Der Mitnehmer für das Schloss wurde demontiert und damit ist auch gleich der Schliesszylinder gelöst.

Wenn dieser herausgenommen wird sollte der Schlüssel gesteckt sein.

Es sei denn man hat Lust die gesamten Schliessplättchen incl. Federn von der Werkbank zu sammeln.:D

(Nein mir ist das nicht passiert...:D)

Die originalen tauschte ich gegen VW-Zylinder welche schon frisch überholt,gefettet und "umcodiert" auf ihren Einsatz warteten.

Dies hatte ich an einem ruhigen Abend zuhause erledigt :).

Nun ging es an den Umlenkhebel.

Dieser wird von einem Spannstift in Position gehalten.

Den Stift austreiben und schon fällt einem alles in die Hände.

Soweit so gut...

Doch mit dem neuen Hebel gibt es ein Problem.

Für den 924er wird von Porsche dieser nicht als Neuteil angeboten.

Beim 944er gibt es ihn wiederum einzeln zu kaufen.

Doch ganz gleich sind beide Teile nicht.

Der neue Hebel weist Löcher unterschiedlicher Grössen auf um den Spannstift einzusetzen.

Ich habe es dennoch zusammengesetzt und habe alles wieder zusammengebaut.

Zeitaufwand bis hierher: ca. 2 Stunden.

 

Doch als ich den roten dann aus der Halle fuhr und mich Richtung Heimat begeben wollte liess sich der vorher wunderbar flutschende Griff nicht mehr betätigen.

Hmpf...Also hiess es 2 Tage lang von der Beifahrerseite her öffnen und schliessen.

Schon doof,aber was will man tun wenn keine Zeit da ist um diese Kleinigkeit zu reparieren?

Nachdem die Zeit gefunden war wurde alles flugs gerichtet und nochmal probiert.

Ergebnis:der Stift machte sich wieder selbstständig und der Griff verweigerte mir erneut den Zugang. :rolleyes:

Zum Glück war ich dieses mal so clever die Türverkleidung abzulassen...

"Spart Zeit und Nerven" war mein Gedankengang.Richtig gedacht.;)

Erneute 2 Tage später ging ich das ganze mal schön in Ruhe an.

Was haben wir bis hierher gelernt?

Gut und schnell gibt es nicht :D.

 

Nun wurde eine Lösung gesucht das Problem dauerhaft zu beheben und das ganze möglichst original..

Abhilfe schaffte eine M3x15 Schraube samt Mutter.Diese wurde als "Spannstift" eingesetzt und mit Loctite gegen losvibrieren gesichert.

Dies ist nötig da die Schraube nicht voll angezogen werden kann,die Kippfunktion des Hebels ist dann nicht mehr gegeben.

So modifiziert wurde der Griff dann mit den neuen Unterlagen montiert

Das oben geschriebene Gefummel also rückwärts :D.

Türgriff ansetzen,Schubstange für die Schliessung einclipsen,Türgriff festschrauben.

Im Inneren der Tür wirds nochmal fummelig mit dem Kugelkopf.

Es ist kein Platz für beide Hände da und den neuen Mitnehmer auf die Kugel zu drücken ist auch nicht gerade einfach...

Mit einer schmalen Wasserpumenzange längs in der Tür funktioniert das doch recht gut.

Das gemeine daran: über den Kugelkopf wird das "Spiel" des Griffes eingestellt.

Also kann es sein das der ganze Spass mehrere Male gemacht werden muss bis der Griff knackig öffnet und geschmeidig schliesst.:rolleyes:

 

Der Lohn aller Mühen und Bastelei ist ein neuwertiges Schliessgefühl :)

Der Schlüssel hakt kein bisschen,keine "Trickmoves" und Verrenkungen am Türgriff mehr um ins Auto zu gelangen.

So muss das sein...:)

 

Im übrigen ist es ein grosses Märchen das der 924er Türgriffe vom Golf/Jetta hat.

Die erste Serie bis Mj. 80 Ja,da kann man ins VW Regal greifen.

Doch ab Mj.81 stimmt nichts mit VW überein.

Der Gusskörper ist völlig anders als VW,die Blenden passen nicht und auch der vordere Haken ist anders geformt als beim Golf.

Also aufpassen :D.

In den obigen Bildern habe ich mir ein Bild aus einer Ebay Auktion entliehen wo beide Serien zu sehen sind.

 

Die Türverkleidung bleibt trotzdem noch eine Weile ab...

Erstens werd ich mir den Spiegel nochmal vornehmen.

Hier vermute ich einen Kabelbruch da die Heizung nicht funktioniert.

Zweitens ist die Fensterdichtleiste noch zu überarbeiten,die Halterungen sind weggerostet.

Und zu guter letzt wird noch eine neue Folie zugeschnitten und neu verklebt.

Die Metallclips gibts im PZ noch für kleines Geld und die Spiegelkabel kommen bis zum Stecker neu.

Alles in allem kostet das kein Vermögen,jedoch etwas Zeit :).

Leider ist die im Moment rar:D.

Macht aber nix,das Auto geht jetzt erstmal über den Jahreswechsel in Winterschlaf da ich ihn nicht brauche in den nächsten 4 Wochen.

Ich hoffe das ich nach dem Weihnachtsfest noch ein paar Stunden finde um den Kleinkram zu richten :).

Allzu lange darf das ganze auch nicht warten.

Denn einer der teuersten Schritte an jeder Restauration wartet auf mich...

In einem der nächsten Artikel werde darüber berichten wie sich die Sitze in neue Bezüge hüllen ;).

Im grossen Auktionshaus habe ich mir selber ein Weihnachtsgeschenk gegönnt.

Alle Sitzbezüge wurden in Kunstleder,schwarz, bei der Firma Meisterberg geordert.

Die Qualität,Verarbeitung und Passgenauigkeit scheint augenscheinlich schonmal zu passen.

Ich werde sehen wie sich sich aufziehen lassen...

Im Netz sind leider kaum Erfahrungsberichte darüber zu finden und wenn dann mehr im Käfer Bereich.

Vom Preis her definitiv eine Alternative zum Sattler welcher 150€ nur für eine Sitzfläche aufgerufen hatte...

Die letzten Tage war ich am lesen und studieren wie Sitzkerne aufgepolstert werden und Bezüge aufgezogen werden.

Youtube bietet hier mit einigen interessanten Videos einen kleinen Vorgeschmack dessen was mir an Arbeit bevorsteht :).

 

Tja nun werd ich mal weiter gucken und basteln anstatt hier rumzutippern :D.

In diesem Sinne wünschen euch die Catheads schonmal ein frohes Fest,lasst euch reich beschenken,

futtert gut und bleibt gesund :).

Und hoffe ich habe euch wieder mal nicht zu sehr gelangweilt mit meinem Getexte :)

 

Bis dahin ,

Grüsse euer Krischan aka Nosdriver


20.11.2013 19:58    |    nosdriver    |    Kommentare (19)

Servus Gemeinde und Freunde der Catheads. :)

 

Bei uns gibts ja immer was zu tun wie ihr wisst und auch um einigen Blödsinn sind wir nie verlegen.

Genau von solchem Blödsinn handelt dieser Artikel...:)

 

Wenn ich,bedingt durch meine Schichtarbeit, Freiwoche habe schraube ich ja gern an meinen Autos und muss dafür auch mal das Fahrzeug im Catheads stehen lassen.

Für solche Fälle steht dort immer mein geliebtes Marin Fahrrad bereit.

Schliesslich solls ja auch wieder irgendwie nach Hause gehen und laufen ist doof... :D

Das kleinere Problem daran:

Unser ortsansässiger blauweisser Trachtenklub findet das vermehrt uncool wenn ohne Licht mitm Rad gefahren wird.

Ich finds auch doof,da man a. nicht gesehen wird und b. auch selber nicht sieht was die Gasse so bietet.

Also musste Abhilfe her...

Nen paar "Frogs" waren schnell geordert und angebaut.

Doch so richtig toll sind die Dinger nicht,für hinten ausreichend vorne eher mau...

Vor ein paar Wochen jedoch fiel mir etwas in die Hände von dem ich sofort wusste:

DAS wird meine neues Fahrradlicht :)

 

Ihr seht oben diesen kleinen knuffigen Kumpel der eigentlich von einer Kinderspardose stammt.

Also wurde der Peter befragt ob er nicht noch ein paar lustige LEDs irgendwo rumkullern hat.

Dem war auch so, ihr seht oben auf eine Lochplatine eine 1Watt Led auf einer Lochplatine aufgelötet.

Dann wurden dem Kumpel 2 Löcher verpasst.

Eines als "Pupille" seines offenen Auges und eines an der Rückseite um einen Kippschalter zu verbauen.

Das ganze Flugs noch mit Kabeln und Schrumpfschlauch versehen,einen 9Volt Block angeklemmt und fertig ist das "Piratenlicht".:)

Das ganze hat nix gekostet,ist praktisch und sieht zudem auch noch gut aus :D.

Und das wichtigste: Der kleine Kumpel dient meiner Sicherheit...

Lasst euch vom letzten Bild nicht täuschen...

Wer dem kleinen Kumpel in das Auge guckt der sieht ne Weile nur noch Sternchen :D :D

 

Wie ihr seht schrauben und schweissen wir nicht nur an unseren Alteisen sondern machen ab und an auch mal was sinnvolles :D.

 

In diesem Sinne,kommt gut durch die beginnende Dunkle Zeit...

Und immer schön dran denken.

Es gibt jene die stehn im Schatten und jene die stehen im Licht.

Doch die im Schatten sieht man nicht...;)

 

Viel Spass beim Lesen gucken und kommentieren...

Grüsse euer Krischan aka Nosdriver


Blogempfehlung

Mein Blog hat am 03.01.2013 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Über Uns :

Wir sind,einfach gesagt,ein Haufen Autoverrückte Leute.

Bei uns wird geschraubt,gelacht und gelebt.

Jeder der mal rumkommen möchte ist herzlich dazu eingeladen.

Wir freuen uns über Mails und Kommentare zu unserem Unfug...

Catheads-Rudel

Schnuppern im Revier der Catheads:

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