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17.05.2012 12:44    |    TuningStylerMen TuningStylerMen    |    Kommentare (30)

Begleitetes Fahren mit 17Begleitetes Fahren mit 17

Liebe Leser,

 

lang, lang hat's gedauert, doch nun kann ich endlich erfolgreich von mir behaupten, "Autofahrer" zu sein.

Ich habe gestern, am 16.5.2012 erfolgreich meine Führerscheinprüfung bestanden :)!

 

Im Klartext heißt das: Ich bin nun offizieller Besitzer der "Prüfbescheinigung zum Begleiteten Fahren ab 17 Jahren". Amen, oh Bürokratia.

 

Die meisten von euch werden meine Blogartikel während der Zeit der Fahrausbildung in der Fahrschule verfolgt haben, von der Schmach des vergessenen Blinkens beim Spurwechsel, Sinneswandlungen beim Autofahren und Hochgeschwindigkeitsrauscherfahrungen mit Rechtslastigkeit, kombiniert mit rennenden Elefanten und reizenden Autotüren, der bestandenen Theorieprüfung und dem Staraufgebot im Fahrschulfuhrpark schrieb ich alles nieder, was mir in den Kopf ging und nicht mehr rauswollte.

 

Nun habe ich das Kapitel Fahrschule beendet. Die Zeit war schön und sie war kurz, so kam es mir jedenfalls am Ende vor. Aber der Reihe nach. Erstmal schreibe ich ein bisschen was zur Prüfungsfahrt, den Prüfungsumständen und allem, was sonst noch so dazu gehört.

 

Die Theorie hatte ich, die Praxis sollte folgen. Es lief nicht immer glatt in den Fahrstunden, manchmal waren es Fahrradfahrer die mir das Leben schwer machten, manchmal andere Autofahrer. Der Prüfungstermin jedoch stand und ich war fest gewillt, an diesem Tag meinen Führerschein in Empfang zu nehmen.

 

Also wurde gefahren, geparkt und gewendet was das Zeug hielt - bis der große Tag gekommen war. Mein Fahrlehrer nahm ich an der Fahrschule eine halbe Stunde vor Prüfungsbeginn auf und wir fuhren Richtung TÜV. Auf dem Weg wurde noch mal geparkt, dass mir später in der Prüfung zu gute kommen sollte.

 

Beim TÜV angekommen warteten wir auf den Prüfer. Während wir also im Auto saßen, fragte ich meinen Fahrlehrer, ob er mir etwas über den Prüfer verraten könnte - nicht viel, nur dass dieser am Anfang gerne technische Fragen stellen würde. Oh shit! Theorie hin oder her, mit der Technik des Wagens hatte ich mich bishierhin nicht viel beschäftigt. Mein Fahrehrer half mir auf die Sprünge: Mindestprofiltiefe ? 3,4mm ? 2,2mm ? Ich fing an zu raten. 1,6mm wäre die richtige Antwort gewesen, nun gut, falsch in diesem Sinne lag ich mit meinen Zahlen auch nicht, denn wer unter 1,6mm liegt, zahlt, wer darüber liegt, darf sich über gute Reifen freuen.

 

Weiter ging es. Wo findet man Informationen zum Luftdruck ? Tankdeckel! Na also, ging doch.

 

Als es dann soweit war, wollte der Prüfer nur von mir wissen, was ich im Falle eines Staus machen würde (Abbremsen, Spiegelbeobachtung, -> Warnblinker) und wo dieser sich befinden würde. Glück gehabt :D.

 

Zu der Fahrt selber kann man nicht viel sagen. Berufverkehr, auf den Hauptsraßen war viel los, deswegen fuhren wir hauptsächlich 30er Zonen, Rechts-.vor-Links, Kreisverkehr, Stopp-Schilder...usw.

Nach knapp einer halben Stunde angeregter Unterhaltung zwischen Fahrlehrer und Fahrprüfer, die, so wie man es bei jedem Wort hörte (bzw. sich denken konnte) nur deswegen in solcher Intensität geführt wurde, um den Prüfling die Anspannung zu nehmen, hielt ich plötzlich meinen Führerschein in der Hand. Vorher durfte ich noch einmal eine Parklücke suchen und quer zur Straße einparken, bevor ich auf dem TÜV-Parkplatz zum ultimativen-Final-rückwärts-gerade-Parkmanöver ansetzte ;).

 

Dabei gab es durchaus Situationen, in denen mein Fahrlehrer hätte eingreifen müssen, hätte ich mich für die schlechtere von zwei Varianten entschieden (Spurwechsel -> Platz ja, Platz nein ?) Ich hatte mich für Platz nein, also warten und dann wechseln entschieden), Linksabbiegen mit Radfahrer vorbeilassen der schlecht zu sehen war und Hindernis ausweichen, dass in zweiter Reihe geparkt stand.

 

Die Fahrschulzeit habe ich sehr genossen und bin auch etwas traurig, dass es schon zu Ende ist. Jetzt bin ich für mich und meine Mitfahrer verantwortlich, kein Fahrlehrer kann mehr mit einem rettenden Lenkradgriff oder Bemstritt Situationen entschärfen, die gefährlich zu werden drohen. Aber ich denke, nach intensiver Ausbildung und bestandener Fahrprüfung sollte ich das schaffen.

 

Mit der abgeschlossenen Fahrschulzeit wechsle ich auch die Autos - mittlerweile bin ich schon Astra J, (Zafira B, auch wenn nur für eine Stunde) und Mercedes-B-Klasse gefahren. Gestern war die Jungefernfahrt im Familieneigenen Astra H Caravan...er fährt sich dann doch anders als die neueren Astra J und B-Klasse, zwischen denen ich keinen großen Unterschied bemerkte. Sie fuhren sich etwas leichtfüßiger, der Astra H ist mit dem 1.9CDTI Diesel sehr rau und ruppig bestückt, die Schaltung ist etwas schwerfällig (im Vergleich von 130.000km Astra H und fabrikneuem Mercedes akzeptabel) und die Lenkung etwas "synthetisch". Ich hätte vorher nicht gedacht, dass ich dort mal solch einen Unterschied feststellen sollte. Die B-Klasse fuhr sich insgesamt dann doch am ausgewogensten, der Astra J stand ihr aber in nicht viel nach...nunja, ich muss mich wahrscheinlich erst noch an das Auto gewöhnen :).

 

Hiermit geht meine Fahrschul-Blogzeit zu Ende, doch es stehen schon wieder genügend neue Themen in der Warteschleife, um euch mit Blogs zu versorgen :).

 

Gute Fahrt!


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