17.01.2012 20:52
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mikio
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Kommentare (37)
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Opirus
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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Motortalker!
Aufgrund meiner Tätigkeit als Autoverkäufer in einem BMW Autohaus komme ich ab und zu an Autos heran, die ich in freier Wildbahn weit umgehen, oder nie herankommen würde. Zu ersterer Sorte zählt zweifelsohne auch mein erster Kandidat: Der Kia Opirus.
Eigentlich mag man ja gar nicht mal in seine Nähe gehen, um ja nicht mit dem Korea-Import in Verbindung gebracht zu werden. Hätte man 2003 einem durchschnittlichen Kind, das die Volksschule besucht, einen Stift in die Hand gedrückt, mit der Vorlage, eine E-Klasse abzuzeichnen, es wäre dieser Kia dabei herausgekommen. Vielleicht stimmt diese Geschichte sogar. Wie beim Bundesheer wird getarnt und getäuscht, was das Zeug hält, aber dazu später mehr.
Dabei liefert der 4-Türige Opirus sehr gute Ansätze, was Ideen betrifft. Da wären zum einen die langgezogenen LED-Blinker in der Frontschürze, die Steil abfallende Heckscheibe, die auch im Fond sehr gute Kopffreiheit garantiert oder auch der Preis: Mitte des Jahrzehnts war der Opirus ab 39.900€ zu haben. Ein Hammerpreis.
Auch innen hält der asiatische Streitwagen, was er von außen verspricht: Es gibt in unserem Fall eine helle Volllederausstattung, eine butterweiche 5-Gang Automatik, nicht zu vergessen das Lenkrad mit Holzapplikationen. Dass die elektrische Sitzverstellung wie nach schwäbischem Vorbild an der Tür angebracht ist, stört keineswegs. Auch hier gilt: Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht. Viele erkennen wahrscheinlich nichteinmal, dass es sich um eine Kopie eines Mercedes handelt.
Nachdem ich meine anfängliche Abscheu gegenüber dem Einwanderer abgelegt hatte, gings ans Werk: Rein in den Wagen und gleich Mal den Motor angelassen. Eine Maschine, die heute generell nur mehr sehr selten zu finden ist: Ein 3,5l V6! Auf den ersten Riss sprang er an, ich war erstmal total überrascht, wie ruhig der Motor läuft, denn immerhin ist er im Stand nicht zu hören. Kein Wunder, schließlich hat der Wagen ja auch erst 65000km runter. An dieser Stelle muss man die Koreanischen Ingenieure auch einmal loben, gedämmt ist der Wagen 1A, Kein Wunder, mit 1,9 Tonnen ist er auch ziemlich schwer. Mit seinem sehr souveränen 3500cm³ V6-Motor kann der Kia in jeder Lebenslage mithalten, ob im Ort bei 30, oder auf der Autobahn bei 240km/h. Aufgrund der absolut leichtgängigen und indirekten Lenkung und insbesondere aufgrund des sehr komfortabel abgestimmten Fahrwerks sollten Ausritte bei derartigen Geschwindigkeiten zur absoluten Ausnahme gehören.
Bei einer Literleistung von 58PS kann man zwar nicht von einem High-Tech- Aggregat ala M3 sprechen, er schüttelt seine sämigen 203PS aber jederzeit locker lässig aus dem Ärmel.
Nicht nur wegen des Images, auch aufgrund des enormen Benzinverbrauches zwischen 12 und 14 Liter auf 100km muss man schon relativ unerschrocken sein, um heutzutage so einen Wagen fahren zu können.
Was abschließend zu sagen wäre, ist, dass der Kia Opirus wirklich für fast jeden leistbar ist, zumindest vom Preis her. Jahrelang führte dieses Auto zusammen mit Lancia Thesis und Renault VelSatis die Wertverlustlisten an, gute Gebrauchte unter 100.000km sind schon deutlich unter 10.000€ zu haben. Unser Exemplar beweist auch das. Für 8.990€ steht er in der hintersten Reihe des Gebrauchtwagenhofes und wurde in den 2 Monaten, die er hier steht nicht EIN EINZIGES MAL nachgefragt. Trotz vollem Scheckheft und Erstbesitz.
Wie die Jungs von Dacia sagen würden:"Das Statussymbol, für alle, die kein Statussymbol brauchen"
So long...euer Michael! |

Kommentare: 37
17.01.2012 21:07 |
Goify
Vielleicht liegt es daran, weil er weder auf mobile, noch autoscout24 zu finden ist?
17.01.2012 21:33 |
bronx.1965
Hi Michael,
Wie Goify schrieb, solltet ihr ihn einfach mal inserieren.
Zum Auto selber, in dieser Gesellschaft, in der Status scheinbar alles ist, hat so ein Auto keine Chance.
Da kann der noch so gut sein, Ausstattung hin oder her, das wird nix. 8990€ schreibst du?
Mich würde da mal der Hereinnamepreis interessieren. Wird wohl nochmals ebbes weniger gewesen sein.
Das eigentlich tragische daran ist, es sind wirklich gute Autos. Über das Design lässt sich streiten, über das "Klauen" ebenso. Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Fakt ist: null Image, horrender Wertverlust, wirklich eine solide Konstruktion und ein klarer Fall für Leute, die einen guten Wagen suchen und auf alles andere pfeiffen. Geschmack, gleich welcher Art, kann einsam machen.
MfG, Bronx
17.01.2012 21:51 |
gaston73
"Eigentlich mag man ja gar nicht mal in seine Nähe gehen, um ja nicht mit dem Korea-Import in Verbindung gebracht zu werden."
Allein dieser Satz sagt bereits sehr viel über das Grundproblem aus.
Das Seltsame ist, daß der Deutsche kein Auto kaufen will, sondern ein Image. Er möchte, daß der Nachbar staunt, und die Kollegen anerkennend auf die Schultern klopfen. Nur aus diesem Grund können sich die ganzen deutschen Premiummarken überhaupt über Wasser halten, denn sie können rein gar nichts besser, als jene, die eine Klasse tiefer zu Gange sind. Sie sehen nur teurer aus, und haben mehr elektronische Kinkerlitzchen. Mit einem solchen Auto suggeriert man, daß man "es geschafft hat". Ein Auto, wie den Opirus zu fahren, erfordert mehr Souveränität und Selbstbewußtsein vom Fahrer, als das jeder 911er verlangen würde. Damit schließt sich der Kreis. Ein Mensch, der sich ein Premiumfahrzeug kauft, tut das, weil er damit etwas über sich aussagen will. Er gründet einen Teil seines Egos auf sein Fahrzeug, es gibt ihm ein Gefühl der Aufwertung. Solche Leute würde ein Opirus auf die Dauer vermutlich depressiv machen, weil nicht nur das Schulterklopfen ausbliebe, sondern dazu mit ziemlicher Sicherheit Lästereien und mitleidige Blicke kämen. Das ist ziemlich armselig, aber leider eine weit verbreitete Tatsache. Auf diese Art landen wirklich gute Autos eben völlig im Abseits...
17.01.2012 22:03 |
bronx.1965
@gaston73:
...auf den Punkt gebracht! Besser kann man es nicht schreiben!
Bronx
17.01.2012 22:14 |
Matlock
Diese Rübenmühle ist:
1. grottenhässlich
2. vom Verbrauch inakzeptabel
3. angesichts des Gewichts, der Automatik und der Federung eine Wanderdühne, die eher etwas für den amerikanischen Markt wäre
4. von der Haptik und den verwendeten Materialien im Innenraum eine Zumutung
Irgendwas muss Kia ja falsch gemacht haben, wenn die Leute anstatt zu dieser Spardose als Gebrauchtwagen trotzdem eher zu den noch hässlichere Dacias greifen!
Am Image liegts sicher nicht allein
17.01.2012 22:25 |
bronx.1965
@Matlock:
ich denke, der Vergleich mit den DACIA-Fahrern hinkt etwas. Es gibt (zum Bedauern der "Premium- Hersteller") genug Leute, denen "Marke" herzlich egal ist. Die wollen ein Auto einfach fahren! Nicht, sich damit darstellen..
Bronx
17.01.2012 22:31 |
Andi2011
@Matlock
soviel hat Kia/Hyundai sicher nicht falsch gemacht wenn du dir mal ansiehst in was für einer rasenden Geschwindigkeit die den Markt in weniger als 10 Jahren aufrollen/einholen und auch teilweise überholen.
Den Begriff "Rübenmühle" wird übrigens niemand verwenden, der tatsächlich mal mit dem Wagen gefahren ist, ich bin es und war sehr angetan, ähnlich wie der Blogersteller.Die vielbechworene "Haptik" und Materialien sind übrigens auch nicht grad schlecht.
Inakzeptabler Verbrauch: naja,ein 2 Tonnenfahrzeug das um die 12 Liter bewegt wird und etwa 10 Jahre alt ist - find ich gar nicht übel oder meinst du tatsächlich, ein W140 S280 aus dem Baujahr wäre im Verbrauch im Alltag groß anders?
Bleibt die Optik: da bin ich tatsächlich auch deiner Meinung - aber Geschmäcker sind eben -prima- verschieden
Grüße
Andi
17.01.2012 22:56 |
manni9999
Hallo,
wem das Image egal ist, der kann so zu einem günstigen Gebrauchten kommen.
Mit dem im Vergleich zu einem vergleichbaren Untersatz mit Image eingesparten Geld kann man eine Menge Benzin kaufen.
Der Verbrauch geht für das Fahrzeugalter / größe und den Motor völlig in Ordnung.
Manch ein Sparfuchs mit Turbo / Kompressor-Hitec-Sparwunder muss am Ende das eingesparte Benzingeld in Reparaturen der teuren Technik stecken.
Mir persönlich gefallen diese Design-Kopien nicht.
Schade, das die Koraner sich auf diese Weise unter Wert verkaufen.
Grüße
Manfred
17.01.2012 22:59 |
schipplock
haesslich; von außen und innen. Den, von Natur aus haesslichen, W210 hat Kia noch haesslicher gecloned. Proportionen? Das Wort hatten sie erst nach diesem Auto gelernt. Mittlerweile baut Kia ja sehr schoene Autos.
Weiche Automatik? Tut mir leid, aber selbst mein 40 Jahre alter Automat mit nur 3 Gaengen schaltet butterweich. Wer von einem Automat schwaermt, hatte vorher nur Schaltgetriebe gefahren oder einen Automaten im Kleinwagen mit 60PS (Gummiband-Effekt).
Und wieso schimpft man immer auf den Deutschen, der stolz auf die Produkte ist, die aus seinem Land stammen (direkt oder indirekt)? Die Argentinier sind stolz auf ihr Rindfleisch und ihre Yerba; und?
Natuerlich kauft man mit einem deutschen Auto auch Image, aber man kauft auch Qualitaet und die Gewissheit, dass sich irgend jemand damit auch in 20 Jahren noch auskennt und auch die Ersatzteile dafuer verfuegbar sind.
Das ist etwas, was man diesem Kia sicher nicht nachsagen kann. Ich glaube aber schon, dass man mit diesem Kia bequem Kilometer "schruppen" kann, aber fuer 9 Mille gibt es noch viele andere Autos, die das auch koennen. Das ist wohl das Hauptproblem bei diesem Auto
.
Ich bin mir sicher, dass irgendwann ein Kiaspezialist das hier lesen wird und mich fuer "dumm" erklaert, weil dieser Kia ja so einfach zu warten ist und dass die Ersatzteile einfach zu beschaffen sind und das auch in 20 Jahren noch, aber im echten Berufsleben bringt einem _ein_ Spezialist, der irgendwo in Deutschland lebt rein gar nichts. Der einfache Schlosser "um die Ecke" muss sich damit auskennen
.
Bei einem Benz sind die Macken bekannt; bei fast allen; bei diesem Kia kann man sicher lange nach Erfahrungen suchen; sie gibt es einfach nicht in der Masse.
17.01.2012 23:09 |
Kamazfreak
@schipplock dein Wunsch denken gibt es nicht mal bei den Deutschen Marken, beim Eos meiner Eltern weiß in der Umgebung keiner was der Karre fehlt (quersummen fehler) obwohl das auf vermutlich einem der weitverbreitesten Fahrzeugplattformen bassiert. Deswegen denke ich wird es mit einem Deutschen Fabrikat schwierig werden in 20 Jahren jemanden zu finden der sich damit auskennt bzw das man ersatzteile herbekommt.
17.01.2012 23:12 |
Romiman
Ich habe auch schon davor gestanden, (im doppelten Wortsinne).
Was die Verarbeitung und Materialquali betrifft, kann man nicht meckern.
Die Ausstattung ist über alle Zweifel erhaben. Und den Innenraum mit hellem Leder und falschem Holz finde ich immernoch angenehmer als die schwarzen Löcher der süddeutschen Premiumfahrzeuge.
Ich bin 4 Jahre den kleinen Bruder gefahren, den Hyundai XG30. (Vom Konzept sehr ähnlich, einige Technik gemeinsam).
Was mich vom Opirus abhielt, waren 3 Aspekte.
1. Sollte das nächste Auto KLEINER werden als der XG.
(Ist mir mit der Zitrone zwar nur knapp gelungen, aber immerhin die Richtung stimmt.)
2. Finde ich den Opirus von der Seite und innen gelungen. Aber hinten schon bescheiden, und von vorn grauenhaft. (Hierzu muß ergänzt werden, daß es ca 2007 ein Facelift gab, daß ihn sowohl vor wie hinten etwas entschärfte. Spielte in D aber keine Rolle mehr.)
3. Und das ist der Hauptaspekt: Schon vom technisch recht überschaubaren XG waren die Werkstätten hoffnungslos überfordert! Und da der Oprirus noch mehr Gimmicks hat, und noch mehr Exot ist, dürfte sich das noch verschlimmern. Kia- und Hyundai-Werkstätten kommen eben nur mit SUV und Kleinwagen klar. Selbst gute und sich bemühende Werkstätten! So bin ich mit so einigen Dauerbaustellen herumgefahren, weil die einfach niemand in den Griff bekommen hat. (z.B. Rumpeln und Leerlauf-Absterben des Motors)
17.01.2012 23:53 |
schipplock
@Kamazfreak, es handelt sich um Erfahrung; nicht Wunschdenken
. Sonderfaelle wird es auch bei deutschen Autos geben; bei dem Kia ist aber alles ein Sonderfall.
18.01.2012 00:21 |
JuSt4fun-lev
"...haesslich; von außen und innen. Den, von Natur aus haesslichen, W210..." Ja nee, is kla! Deswegen wurde dieser Wagen auch mit dem RedDot-Design Award ausgezeichnet

Ich finde den Wagen nicht schlecht! Wenn man ein begrenztes Budget zur Verfügung hat und zB. ein großes Auto braucht (Anhängerbetrieb zB.) dann ist das Fahrzeug sicher eine alternative zu Mercedes, BMW, VW usw.- die bei gleichem Baujahr wesentlich mehr gelaufen haben- oder eben ausserhalb des Budgets liegen!
Ansonsten stimme ich gaston73 voll und ganz in seiner Ausführung zu!
An den Blogersteller: Ein schön geschriebener Artikel, der Spaß macht zu lesen! Ich bin gespannt, was du uns noch für Fahrzeuge präsentieren kannst, als Händler fährt da mit Sicherheit das ein- oder andere Schmankerl auf'n Hof! Weiter so!
18.01.2012 01:24 |
VectraBSport
Also ich finde ihn eigendlich ganz OK. ist bei dem Preis und der Ausstattung echt ne Alternative! Besser als ein 0815 Passat ohne Ausstattung
18.01.2012 05:12 |
124er-Power
Sehr interessanter Blog, bitte mehr davon!
18.01.2012 08:23 |
Mercedes-Diesel
Auch wenn er technisch Top ist...die Optik ist nur eines peinlich ! Ich sehe es genauso, als wenn ich mir einen Rollex Blender an`s Handgelenk werfe....für einen "echten" Benz hat`s wohl nicht gereicht ?? Da hilft auch nicht die u.U. gute Verarbeitung und der seidenweiche Lauf vom Triebwerk...das ganze zielt in meinen Augen nur auf eines...einen Benz für Arme.
Nein, dann doch lieber Golf, BMW oder was weis ich
aber bitte kein Plagiat in der Garage.
18.01.2012 08:24 |
bobbatz
Also ich bin jetzt kein Markenfetischist, aber das Problem an diesem Auto ist ja die fehlende Nachfrage. Wenn ich mir so einen Ofen für 6000€ vors Haus stelle, dann ist die Kohle weg. Niemand würde mir das Teil je wieder abkaufen. Daher ist das Problem vorrangig ein Geldproblem, kein Imageproblem.
Mal ganz abgesehen von der veralteten Technik. Wenn ich mir für das Geld einen Mecedes hole, dann ist der zwar 5 Jahre älter, aber konstruktiv immer noch moderner als ein Kia.
18.01.2012 10:31 |
pieb
Ich sehe es auch so wie Schipplock - ich denke, das ich weiterhin deutsche Autos fahren werde.
Bevor ich mir so eine Kopie vor die Haustür stelle (was ich einfach nur peinlich und unmöglich finde, da andere Hersteller Designer und Ingenieure lange Zeit mit der Entwicklung beschäftigen), kaufe ich lieber eine Klasse tiefer aber dafür das "vernünftiges".
18.01.2012 10:49 |
Devers
Mir gefällt er von der Optik eigentlich sehr, aber mich stört das fehlende Angebot in Deutschland. Im Umkreis von 100 Kilometern gibt es genau vier Angebote. Wenn dann noch keiner am Auto was machen kann, wegen fehlender technischer Kenntnisse bin ich als Otto Normalfahrer schnell aufgeschmissen . Der Wertverlus wäre für mich egal, ich habe eigentlich vor Autos zu fahren, bis sie von selbst aufgeben.
18.01.2012 12:20 |
Lewellyn
Wenn man sich so eine Mühle für 6000 kauft und sie nach 4 Jahren wegschmeißt, ist dann der Wertverlust höher als bei einer vergleichbaren E-Klasse, die man für 13000 kauft und 4 Jahre später für 7000 verkauft?
Nur gefühlt.
Wenn ich wenig, aber möglichst komfortabel fahren will, ist das nicht die schlechteste Lösung.
18.01.2012 12:23 |
ancalagon
sieht irgendwie aus wie ein Lancia Thesis... O_o
18.01.2012 12:35 |
pieb
Dann kann ich aber natürlich auch gleiche eine E-Klassen kaufen...
18.01.2012 12:39 |
Lewellyn
Hast aber das deutlich kleinere Auto.
Und in der Zwischenzeit kannste mit den nicht aufgewendeten 7000 Euro auch was sinnvolleres anfangen, als sie spazieren zu fahren.
18.01.2012 12:51 |
grande_cochones
Ich konnte mit solchen Autos noch nie etwas anfangen und werde es auch nie.
Alleine der Optik wegen würde ich nicht auf die Idee kommen diesen Wagen zu fahren.
Aber abgesehen davon schrecken mich mehrere Punkte ab.
z.B. natürlich die Seltenheit, wie schon geschrieben im Falle eine Defektes
oder die Materialanmutung, ich gebe zu ich bin nie in einem gesessen aber schon in mehreren auch höherklassigen Kias, Hyundais ect. und mir kam das Holzimitat immer sehr billig vor, genauso wie das Leder, es fühlt sich billig an, ist unangenehm rutschig, gefällt mir einfach nicht
Sollte dieses Modell eine Ausnahme machen wäre ich mehr als überrascht.
Diese Marken sprechen mich einfach nicht an, alleine weil sie keine Designlinie haben, jede Generation sieht wieder komplett unterschiedlich aus, weil sich kein "Markengesicht" durchgesetzt hat, wer das nicht schafft hat es in meinen Augen einfach nicht "geschafft".
18.01.2012 13:19 |
Kannalles
Günstig fahren mit Korea-Importen?
Das kann im Einzelfall sein, aber ich glaube da nicht (mehr) dran!
Ich habe mit einem (nagelneuen) Koreaimport kein Glück gehabt.
Allerkleinste Material- und Kosntruktionsfehler haben das Fahrzeug lahm gelegt und immer wieder für wochenlange Werkstattaufenthalte gesorgt. Irgendwelche Kleinteile waren nirgendwo vorrätig, und mußten (per Schiff) aus Korea angefordert werden. Zudem war der Innenraum nur auf den ersten Blick wertig gestaltet. Es sollte sich herausstellen, dass die Kunststoffteile nur hauchdünn lackiert waren. Allerkleinste Berührungen haben überall häßliche Kratzer hinterlassen.
Und als ich es nach fast einem Jahr leid war, mich dauernd bei Bekannten wegen eines fahrbaren Untersatzes durchzubetteln, habe ich die Quittung erhalten.
Für den Wertverlust hätte ich einen Touareg oder einen X5 fahren können. Locker.
18.01.2012 13:23 |
Käfer1500
Selbst rein wirtschaftlich betrachtet, ist der Opirus selbst als 9000€ Gebrauchter noch irrational! Und wenn da noch das Kia-Nicht-Image und das neobarocke Korea-Design dazukommen, rechtfertigt einen solchen Kauf rein gar nichts mehr. Zumal der immense Benzinverbrauch nicht mal mit LPG zu drosseln ist, der Motor ist nicht gasfest (siehe http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=btsqskadzfmr oder http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=btqllmib4iml).
18.01.2012 13:53 |
Daemonarch
Immerhin rostet der nicht so akut wie sein deutsches Designvorbild...
Wenn die Kiste mal bei 2000 Euro ist, sicher kein verkehrter Kauf.
18.01.2012 14:25 |
racemove
@käfer was hat ein pleuellager mit einer gasanlage zu tun?
mit dem Verbrauch hast du Recht, der ist in der Tat nicht mehr zeitgemäß.
Ich hab vor 2007 einen gebrauchten 2,5 Jahre alten Opirus mit 50tkm gekauft und bei 60tkm aus Gas umgerüstet.
Probleme? Ja!
Die Elektronik zickt manchmal, die Zündspulen halten nicht so lange.
Und nach einer fähigen Werkstatt muss man länger suchen.
Mittlerweile gibt es aber auch im Netz ein kleine "Fangemeinde" mit KnowHow.
Das Fahrwerk ist auch stabil gebaut, bei jetzt 154tkm müssen hinten die unteren Querlenker neu (kosten "unverschämte" 45 Euro das Stück)
Die Kritik über das Design lass ich gelten, der eine findet den Wagen kotzhäßlich, für andere ist es ein dreistes Plagiat, mir ganz allein muss er gefallen das reicht schon.
Das Interieur bzw. Haptik finde ich persönlich sehr schön (war auch ein Kaufgrund)
Das helle Leder sieht dank Pflege immer noch gut aus, es blättert nirgends Softlack ab, der verbaute Kunststoff ist schön weich und hell und die Farbe vom Kunstholz gefällt mir auch sehr gut.
Ich fahre beruflich viele verschiedene Fahrzeuge von VW, BMW, Audi und Porsche. Da waren bisher nur 3 dabei wo ich sagen konnte. WOW! gefällt mir innen drin. Ein X5, ein fast neuer Passat CC und ein heruntergewirtschafteter Phaeton V10
19.01.2012 15:45 |
Matlock
Die Koeraner haben ja mittlerweile sehr schnell dazugelernt, was den Autobau angeht. Jedenfalls schneller als die Japaner, leider noch schneller lernen die Chinesen!
Gleichwohl bleibe ich bei meiner anfänglichen Aussage über dieses Auto. 12 Liter mit diesem Triebwerk/Automaten und bei diesem Gewicht sind reine Wunschvorstellung. Über die Dacias will auch - außer dem Aussehen - gar nichts negatives sagen. Sind robuste Autos für Familien mit kleinem Geldbeutel - absolut in Ordung. Aber wer solch eine Barock-Kiste wie den Opirus fährt, hat auch ein gewisses Image-Problem. Denn diese Kiste soll Oberklasse und Luxus suggerieren, ist aber nur ein Abklatsch und mehr oder weniger eine Mogelpackung, Hauptsache groß, schwer und im Innenraum auf Luxus getrimmt. Aber jeder soll fahren, was er möchte und ich will auch niemandem seinen Geschmack absprechen. Für 9.000€ würed ich mir jedenfalls irgend etwas anderes vor die Türe stellen.
21.01.2012 21:58 |
Romiman
Die Design-Kritik kann ich auch nicht voll gelten lassen. Auch wenn er auch mir nicht wirklich gefällt.
Aber diese ständigen Vergleiche mit der E-Klasse zeugen doch von sehr flüchtigen oberflächlichen Betrachtungsweisen.
Ich kann jedenfalls nur ein einziges Detail entdecken, was der E-Klasse ähnelt: die Scheinwerfer.
Egal ob die Seitenkontur mit der erheblich steileren Heckscheibe und dem ebensolchen Abschluß des hinteren Seitenfensters, der (in der Tat nicht sehr gelungene) Kühlergrill, die LED-Blinker, die Heckansicht mit den liegenden Rückleuchten (Mercedes: abgerundete Dreiecke), das sieht doch keinem einzigen Mercedesmodell ähnlich.
Und von abblätterndem Softlack oder kratzempfindlichen Kunststoffen im Innenräumen lese ich im "Sprachrohr der deutschen Autoindustrie" über deren Produkte fast wöchentlich!
22.01.2012 15:37 |
schipplock
das bezieht sich auf die Marke VW und man redet fast immer von Kleinwagen.
Wenn man das mit dem Opirius vergleichen will...
22.01.2012 20:18 |
racemove
@schipplock
schau die mal einen 5 jahre alten 5er bmw an. da löst sich der softlack und das leder sieht verlebt aus.
eine klasse tiefer bei 3er, passat und co ist es noch schlimmer.
die sehen nach >100tkm ziemlich abgegriffen aus.
hinundwieder hab ich mal ein exemplar welches besser dasteht weil übermäßig gepflegt, das gro sieht aber optisch schnell alt aus.
22.01.2012 20:28 |
schipplock
ja, das ist wohl auch so; gerade BMW und VW; da hast du dir natuerlich die ausgesucht, die auch in der Vergangenheit schnell "alt" aussahen
. Gerade BMW sieht von Innen schon "neu" "alt" aus
.
07.02.2012 11:33 |
manu-engel
Was bezeichnest Du als höherklassige Kias?
08.02.2012 10:53 |
LittleJoe56
Die neuen Kia, die in Tschechien gebaut werden, sind qualitativ auf gleicher Ebene wie die deutschen Hersteller. Und in punkto Zuverlässigkeit kommen die deutschen Vorzeigewagen erst nach jedem Koreaner und Japaner.
Wie schon mehrfach erwähnt kauft der Deutsche nur das Image. Auftretende Probleme werden verschwiegen und verschleiert, weil man sich insgeheim schämt zuzugeben, dass man eigentlich Schrott gekauft hat. Nach mehreren schlechten Erfahrungen mit deutschen Premiummarken weiss ich genau was wirklich gut und was nur teuer ist.
13.02.2012 14:44 |
Kruegerl
Ich bin heute in einem Opirus-Taxi in die Dienststelle kutschiert worden (eigenes Auto ist eingewintert und ich war spät dran ^^) und muss sagen: Ich habe mich im doch recht weiträumigen Fond mit seinen großen Seitenscheiben und der sauberen Lederbank richtig, richtig wohl gefühlt!
18.02.2012 21:05 |
heinzzedler
Ich habe überlegt, ob ich mich an diesem Meinungsaustausch beteilige. Aber dann habe ich mir gesagt, warum soll ich nicht meine positiven Erfahrungen hier mitteilen und mich von den Anhängern der deutschen Autoindustrie (die noch nie in einem Opirus gesessen geschweige denn einen Meter gefahren sind) belächeln lassen.
Ich habe vor ca einem Jahr einen KIA Opirus BJ 2004 mit 48.000 km für 6.900 € gekauft und kurz darauf auf Autogas umrüsten lassen. Eigebau wurde eine LPG-Anlage VIALLE LPI für verhältnismässig teure 3.200 €. Seit dem bin ich ca 15.000 km gefahren und der Wagen hat seit der Umrüstung keine Werkstatt
mehr gesehen. Ich weiss das sind keine Langzeiterfahrungen, aber ich bin sehr zufrieden.
Der Wagen hat also 10.100 € insgesamt gekostet. Und für diesen Preis hätte ich keinen Mittelklassewagen mit dieser Ausstattung und dem Fahrkomfort bekommen. Der Verbrauch liegt durch die Umrüstung auf LPG bei einem Durchschnitt von 7,1 Liter Benzin/100 km, wenn ich den Benzinpreis von 1,65 €/Liter und den LPG Preis von 0,78 €/Liter zu grunde lege. Da frag ich mich, wie kann man billiger so komfortabel fahren.
Ich empfehle jedem Anhänger deutscher Autos sich einmal in einen Opirus zu setzen und einige Kilometer zu fahren und dann objektiv zu beurteilen. Nur das fällt sicher sehr schwer, da der Splint im Kopf sicher zu fest sitzt.
Freundliche Grüsse
Heinz