22.12.2012 11:34
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Chatchamp
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Der neue Golf VII als Modellauto im Maßstab 1:43 nicht von Schuco oder Minichamps, sondern vom als Kleinserienhersteller bekannten Label Spark - nicht dass der neue Golf als Modell kommt, sondern dass das Team von Hugo Ripert den ersten Golf im weltweit weitverbreitetsten Sammlermaßstab vorstellt, kommt in Fachkreisen unerwartet. Herstellertypisch also ein Resine-Kunststoff-Modell statt eine Miniatur in Zinkdruckguss-Kunststoff-Mischbauweise, aber deswegen nicht minder schlecht in der Darstellung der Details. Um es vorweg zu nehmen: Spark hat mit dem neuen Golf VII ein aufwändig gestaltetes Modellauto vorgestellt, das in Sachen Anmutung seines Designs und deren Übereinstimmung mit derjenigen des Vorbildes alllerhöchste Ansprüche erfüllt. Dazu kommt, dass die Ausstattung mit Metallic-Lack und dem Glasdach eben diesen Hauch von Luxus in die Modellautovitrine bringt, der beim Golf mit seiner Schalterflut und Hochwertigkeit wohl auch im Vorbild eingezogen ist.
Das Kleinserienlabel Spark wurde von Modellenthusiast Hugo Ripert ins Leben gerufen. Der sammelte seine Erfahrung als Modellautobauer vor allem durch die Kleinserienmodelle nach Vorbildern aus dem Motorsport. Ripert erlernte sein Handwerk durch vorhergehende Tätigkeiten in der Entwicklung von Automodellen für Vitesse, Quartzo und Ixo; das wirklich jedes Modellauto speziell auf sein Vorbild hin entwickelt werde und man bei Spark keine 2012er-Decals auf ein 2011er-Rennauto montiere, das beteuert die Firma im Web. Insofern also ist auch der neue VW Golf VII im Maßstab 1:43 ein echtes Original, das Volkswagen in der üblichen - an einen kleinen Messestand erinnernden - Karton mit Display und Vitrinenhaube in die Regale des Zubehörhandels bringt.
Der erste Mini-Golf kommt in Pacificblue-Metallic und als Viertürer und ist unter der Bestellnummer 5G4 099 300 A F5A zu haben. Dass Modellauto misst etwa zehn Zentimeter und wiegt inklusive der Verpackung etwa 235 Gramm. Volkswagen und seriöse Internethändler, die das Modell nicht mit einem Neuheits-Aufschlag verteuern, bieten den Golf für 49,90 Euro an; falls noch eine Version von Schuco oder Minichamps kommt, wird die allerdings bei deutlich geringeren 25,00 Euro liegen. Doch die Zinkdruckguss-Modelle benötigen in der Realisierung länger; ein Modell aus Resine-Kunststoff ist in Bezug auf Formenbau und Entwicklung schneller umzusetzen. Die Details und deren Finish liegen etwa gleichauf. Schauen wir uns den neuen Golf VII einmal genauer an.
Die Art und Weise der Wiedergabe von Kühlergrill, Front und Scheinwerfern verdient Lob. Nicht nur, dass Radien und Formgebung der Teile stimmen; auch die Ausarbeitung der Details vor allem im Bereich der Frontlampen weiß zu begeistern. Die Kühlergrills sind allerdings nicht - wie beim Modell aus Zinkdruckguss - separat eingesetzt, sondern farbig abgehobene Partien der Karosserie. Nur die Scheinwerfer sind als transparent gehaltene Kunststoffeinsätze extra eingepasst. Vorbildgerecht auch die Chromleiste an der Bugspoilerlippe. Dass die Verglasung des Modells passt, ist keine Überraschung. Aufgesetzt und nicht nur graviert: Die Bügeltürgriffe in Wagenfarbe. Sehr schön: Die Ausarbeitung der Karosserie-Linien und -fugen an der Seite.
Dem Stand der Technik nach ausgearbeitete, hochwertig wirkende Leichtmetallfelgen wurden mit profilierten Gummireifen bestückt. Die Bremsscheiben sowie die Bremssättel hat man bei Spark filigran ausgearbeitet. Das Dach bietet einen colorierten Glaseinsatz sowie eine kleine Navigationsantenne. Am Heck findet der Fan vorbildgerecht gestaltete, aus transparentem, rot eingefärbten Kunststoff hergestellte Rückleuchten. Ein Heckwischer, das VW-Logo, ein Schriftzug "Golf" und ein amtliches Kennzeichen vervollständigen die Liste der Details am formal stimmigen Heck. Der Innenraum - eine echte Domäne von Minichamps gewesen - spart nicht an Feinheiten in der Ausführung, wie die Bilder von Thomas Sommer von 1zu87.com zeigen.
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Auch die Türinnenverkleidungen mit den aluminiumfarbenen Zierelementen und Türgriffen, die Schalter der Bedienelemente und die Gravuren der Sitze sowie die Formgebung der Kopfstützen und Hutablage wissen handwerklich zu überzeugen. Die Neigung des Instrumententrägers entspricht exakt derjenigen des Vorbildes. Alles in allem ist Hugo Ripert und seinem Team ein hochwertiges Automodell gelungen, das den Premiumansprüchen von Volkswagen ganz klar entspricht. Wie gut gearbeitet wurde wird auch durch die Gravur des Tankdeckels belegt, dessen Verlauf der Linien genau parallel zur Seitentürhinterkante und der Fuge zwischen Kotflügel und Heckstoßstange geführt wurde; ganz genau wie beim Vorbild. Mein Fazit: Etwas teuer für ein Modell, aber premium und gut.
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