08.02.2012 12:27    |    Capt.Crazy Capt.Crazy    |    Kommentare (16)

Auto im WinterAuto im Winter

Meine Güte ist das kalt draußen, was ja im Winter eigentlich völlig normal ist. Uneigentlich aber dann doch wieder nicht, zumindest habe ich das Gefühl, wenn ich so unterwegs bin und die vielen Autos sehe, welche gerade von einem Pannenhelfer wiederbelebt werden. In den Medien wird das kalte Winterwetter meiner Meinung nach dramatisiert ohne Ende, denn ich kann mich da an ganz andere Winter erinnern, welche wesentlich strenger waren. Erstaunlich ist es trotzdem wie die Technik stellenweise versagt, Batterien schlapp machen oder Dieselkraftstoff einfriert . Entweder hapert es an der Vorbereitung auf die kalten Wintermonate oder viele Autos vertragen die kalten Temperaturen einfach nicht.

 

Wie auch immer, es ist gar nicht so schwer sich und sein Auto auf Väterchen Frost einzustellen. Ganz oben auf der Liste steht der Frostschutz im Kühlsystem des Motors und in der Scheibenreinigungsanlage. Es sollte zum einen genug vorhanden- und zum anderen noch Fit genug sein, damit dem Frostschutz auch die tiefsten Temperaturen nichts anhaben können. Nach einer kalten Nacht ist das Auto eingefroren und viele kommen gar nicht erst in das Auto rein. Der Grund sind zugefrorene Türschlösser und die Türen selbst, dabei kann hier ein Türschlossenteiser und eine ordentliche Behandlung der Dichtgummis das schlimmste verhindern. Die Dichtgummis der Türen sollten hier in jedem Fall z.B. mit Silikonspray behandelt werden, denn im ungünstigsten Fall, frieren die Türen so sehr fest, dass die Dichtung beim Öffnen kaputt gehen kann. Hat man es dann doch in das Auto geschafft kommt unter Umständen schon die nächste Hürde, der Startvorgang. Viele Batterien machen bei strengem Frost einfach schlapp und das Auto startet nicht mehr. Begünstigt wird das besonders durch den Kurzstreckenbetrieb. Die Batterie wird hier nicht richtig nachgeladen und versagt früher oder später ihren Dienst. In manchen Fällen ist die Batterie aber auch einfach zu alt und sollte schnell gegen eine neue ausgetauscht werden. Sollte das Auto einmal längere Zeit nicht bewegt werden, empfiehlt es sich die Batterie auszubauen.

 

Übrigens: Eine warme Decke sollte neben den wichtigsten Helfern wie Eiskratzer und Co. auch mit an Bord sein.


Kommentare: 16

08.02.2012 13:29    |    RuedigerV8 RuedigerV8

Ganz klar.

 

Fast alle Autofahrer, die jetzt liegenbleiben, waren zu faul, sich mal um die Wartung zu kümmern.

 

Meine Schlösser sind gängig, obwohl ich sie dank Fernbedienung nicht brauche.

Regelmäßig haben wir das Gejammer im S-Klasse-Forum, weil wieder jemand seinen Kofferraum nicht öffnen kann. Mein Mitleid hält sich da in engen Grenzen.

Da die Batterie im Kofferraum sitzt, kann man sich dann wenigstens mal über die eigene Faulheit ärgern.:D:D:D

 

Zusätzlich sollte man die Gummis von Kofferraum und Türen auch pflegen. Mache ich regelmäßig im Herbst mit einem Hirschtalgstift.

 

Beim Frostschutz in der Scheibenwaschanlage habe ich keine Probleme, da Behälter, Schläuche und Düsen beheizt sind.

Trotzdem sollte man schon Frostschutz einfüllen, sonst kann der Behälter platzen.

Außerdem können die Düsen der Scheinwerferreinigungsanlage rausfliegen, wenn durch teilweise Vereisung der Druck zu hoch wird (gängiger Fehler), da diese Schläuche auch nicht beheizt sind.

 

Als Dieselfahrer muß man halt damit leben, daß man bei niedrigen Temperaturen Probleme bekommt, das ist ja nicht neu (extrem im Winter 1984/1985), wird aber gerne verdrängt.

 

Ich lache auch nur über die Sensationsmeldungen.

Ist ähnlich wie in den letzten beiden Wintern, als es mal wieder ein wenig geschneit hat.

 

Ich ziehe mich einfach etwas wärmer an, ansonsten stören mein Auto und mich das Wetter nicht.

 

Schnee möchte ich allerdings lieber nicht haben, da stehen mir immer zu viele im Weg rum.

 

 

lg Rüdiger:-)


08.02.2012 14:04    |    Hartgummifelge Hartgummifelge

Die Winterdieselfahrer sind die, die AK bereits beim Tanken mit auf den Weg bekommen. Winterdiesel ist nur noch bis Minus 22, statt bis bis Minus 28 Grad frostsicher.

Zum Glück ist mein Diesel noch in der Lage, eine 15-20%ige Benzinzugabe verbrennen zu können, ohne das irgendein High-Tech Teil undicht oder aufgelöst wird. :)

Eine 81%ige Kapazität des Akkus bei Minus 20Grad, macht Starthilfe erforderlich, dem Anlasser reichts nicht.

Nicht schlimm, ein kleiner, voller, rund 20Grad warmer Akku reicht zum Überbrücken völlig aus.


08.02.2012 14:30    |    NaviCacher NaviCacher

Früher sind die Dieselfahrzeuge auch dann noch weitergelaufen, wenn man die Batterie abgeklemmt hat. Da reichte es, den Motor durch mehrmaliges Vorglühen irgendwie zum Drehen zu bringen, auch wenn er erst mal nur auf einem Pott gelaufen ist. Die anderen drei ließen sich dann schon irgendwann zum Mitmachen bewegen.

OK, reichlich schwarzer Ruß hintenraus gehörte dann dazu. Und 25% Benzin im Diesel reichten auch, um das Ausflocken zuverlässig zu verhindern.

Heute bekommt die Bordelektronik doch schon das Zipperlein, wenn die Bordspannung nur unter 12,0V sinkt und legt vorsichtshalber gleich das ganze Fahrzeug still. Oder irgendein Temperatursensor signalisiert alarmierende Werte. Und Benzin im Diesel geht schon gar nicht.

Früher war ein Auto "aus", wenn man den Zündschlüssel umdrehte. Bestenfalls die Uhr tickte noch. Heute saugen die Bordcomputer immer ein bisschen an der Batterie, auch wenn das Auto herumsteht. Die Leistung fehlt dann beim Starten gerade bei niedrigen Temperaturen.

 

Wen wundert es also noch, daß es heute mehr Ausfälle gibt?

 

Gruß Martin.


08.02.2012 14:41    |    trixi1262 trixi1262

Ich habe bislang, ausser mal eine Defekte Batterie und 1994 eine eingefrorene Dieselleitung keine Probs bekommen.

Kühlerfrostschutz habe ich seit Ewigkeiten im Winter bis ca. -28°C und Die Gummis werden ebenfalls mit Silikonspray behandelt.

Im Kofferraum liegt ein Starhilfekabel und für die Frontscheibe habe ich die Aludecke ? !

Da ich den Clio erst seit 10/2010 habe, kenne ich das Alter der Batterie nicht (Finde kein Datum) und nehme Diese Abends raus.

Bei 20 minus quält sie sich zu sehr !

Zum Kühlerfrostschutz sei noch gesagt, beim Fehlen, kann der Motor platzen , nicht nur Schläuche, oder Froststopfen kommen !

Ach und:

Seit letztem Winter karre ich immernoch die Schneeketten durch die Gegend !:)

mfg trixi1262


08.02.2012 14:54    |    w203driver w203driver

...ich warte meinen Diesel selbst. Das Fzg steht zu Hause in der Garage und bei der Arbeit in einer Parkgarage, tanke alle 2 Wochen an der blauen Markentankstelle die in der Werbung Ihren winterfesten Diesel anpreist. Das Fahrzeug hat 35 Tkm runter hat einen beheizten Krafstofffilter, erhielt im Herbst eine neue Batterie und den Krafstofffilter habe ich zufällig um Weihnachtsfeiertage entwässert. Ergo optimale Voraussetzungen, dass das Fzg nicht bei Außentemperaturen von -7 °C nach 7 km trägem Stadtverkehr und nach rund 1 Km bei 75km/h plötzlich schlappmacht. Im Notprogramm daheim angekommen, konnte ich zunächst am ODB den Fehlercode P0087 (zu geringer Druck im Rail) auslesen. Habe den Fehlercode gelöscht und noch eine Proberunde bei inzwischen -8°C gedreht... bis zu dem Zeitpunkt als ich das Gaspedal einmal weiter durchgetreten habe lief alles normal.... pieps und blink... wieder im Notprogramm gelandet. Am Montag habe ich dann den Kraftstofffilter gewechselt. Beim Wechseln habe ich mich dann gefragt weshalb ich für dieses goldgelbe "Salatöl" (total schmierig und gänzlich ohne Dieselgeruch) an der blauen Tankstelle seit November für winterfesten Diesel (bis -22°C) bezahle. Früher mit meinem alten Saugdiesel und richtigem Dieselkraftstoff (roch damals in der Winterzeit etwas nach Kerosin) hatte ich selbst bei -23°C und eisigem Wind in den Alpen keinerlei Probleme.

???

 

 

????


08.02.2012 15:06    |    Hartz4Fahrer Hartz4Fahrer

Keine Probleme, weder in den Privat, noch in den Firmenfahrzeugen. Alle Autos werden regelmäßig gepflegt und rechtzeitig vorbereitet.


08.02.2012 15:10    |    trixi1262 trixi1262

Habe das Gefühl, um so moderner die Fahrzeuge werden, destso

Anfälliger werden Diese auch !?

Zum Thema. Früher.

Ein Bekannter hatte mal einen 1 Zylinder Dieselmotor an einer

Kreissäge, welcher noch mit einem Docht gezündet wurde !

Riesen Schwungrad.

Da war Nix mit Störung, da das Ding einfach mit einer Lötlampe warm gemacht wurde, direkt am Zylinder !;):p


08.02.2012 15:55    |    faceman22 faceman22

Unser Golf ist auch VW-Scheckheft.

Batterietest im Juli war TOP.

Vorgestern ging nix mehr. Batterie war nicht mehr "testbar" bei VW :D

Neue rein. Springt wieder top an.

Nach über 7 Jahren und 200tkm ist ne neue Batterie ok.

Bei -20 Grad hatten wir keine Probleme mit eingefrorenem Diesel.

Hab mich aber geärgert nicht doch mal ARAL Ultimate getankt zu haben....Egal, der Sommer kommt :D


08.02.2012 16:35    |    It is Naoanto It is Naoanto

Auto schon im Otober entsprechend vorbereitet .

 

Auto steht das ganze Jahr über draussen . Zündet und fährt ohne jegliche Probs oder Ausfallerscheinungen . Auto wird täglich bewegt . Niedriegste vom Auto angezeigte Temp war -19 Grad

 

Ibiza 1.9 TDI Cupra BJ 2004


08.02.2012 19:59    |    kaeferfan1303 kaeferfan1303

Hallo,

ich muss mal vom gestrigen Erlebnis berichten:

Also vorneweg die bekannten Tipps beherzigt, Auto auch problemlos angesprungen (bei -22°C) aber jetzt kommts, als ich die Tür hinter mir zu machen wollte habe ich bemerkt das der Mechanismus der die Türfalle verriegelt eingefroren war - musste ich die Tür zuhalten bis der Innenraum einigermaßen temperiert war :)

Was ich damit sagen möchte die allgemein bekannten Tipps sind noch ausbaufähig!


09.02.2012 07:42    |    CaptainSlow CaptainSlow

Zitat:

Habe das Gefühl, um so moderner die Fahrzeuge werden, destso

Anfälliger werden Diese auch !?

Meinst du nur. Wnn ich mich mit meinem Vater oder Großvater unterhalte, die sind froh, daß man heutzutage ins Auto steigt, Schlüssel rumdreh und dann läuft die Karre. Das war früher nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.


09.02.2012 11:59    |    trixi1262 trixi1262

Hallo CaptainSlow !

Wenn man natürlich selbst, keine Hand anlegt stimmt das schon ,was du schreibst !

Gucke ich mir aber an, das man bei manchen Fahrzeugen nicht mal eine Glühlampe wechseln kann, (Spezialwerkzeug, oder vorherige Demontage, div. Verkleidungen), Fehlermeldungen aller Art und der Hobel geht sofort in den Notlauf, nun gut, wer es mag.

Ich halte persönlich von den ganzen elektronischen Pille-Palle wie Einparksensoren, Anschnallen usw. nicht viel !

Die Sicherheitsrelevanten Helferchen sind damit nicht gemeint.

Und das mit dem Schlüssel umdrehen und die Karre läuft, das ist wohl selbst in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich.

Wir haben in Berlin über 30 Dienstwagen, alle unter 3 Jahre alt, so umwerfend ist das nicht, egal welcher Hersteller.

Glück kann man natürlich auch haben !;)

mfg trixi1262


09.02.2012 12:13    |    Hartgummifelge Hartgummifelge

Früher, als auch noch die Lloyds und DKWs unterwegs waren, zog man den Choke und man liess den Motor an.

Heute?

Heute steckt man den Schlüssel rein, falls noch vorhanden, und hofft das es mehr als nur klack macht, wenn man den Anlasser unter Strom setzt.

Früher reichten 4V in 6 Volt- und 9 V in 12 Voltnetzen aus, um den Motor zu starten. Heute braucht man noch mind. 11 Volt, was für das Netz, bei Minus 15 Grad und kälter, alles andere als einfach ist..


09.02.2012 12:29    |    Capt.Crazy Capt.Crazy

Hallo Ihr Lieben,

 

vielen Dank für die vielen Kommentare und Eure Meinungen zum Thema :) Ob es bei einigen nun an mangelnder Vorbereitung liegt oder die moderne aber doch anfällige Technik vieler Autos die Kälte nicht verträgt bleibt offen, es fällt halt auf und ist schon erstaunlich wie schnell die heutige Technik bei solchen Witterungsverhältnissen ausfällt.

 

LG


09.02.2012 12:41    |    Reachstacker Reachstacker

@ Hartgummifelge

 

Mein Käfer sprang unter 5 Volt nicht mehr an... zum guten Schluss habe ich ein extra Relais an der Motorenwand verbaut. Das Problem war nämlich nicht die Batterie sondern die lange Leitung zum Zündschloss und zurück. Beim Lloyd gab es (zumindest beim Anlassen) nie Probleme.

 

Und damit kommen wir zur Sache. Im grossen ganzen sind die neueren Autos zuverlässiger wie die 'alten', der grosse Unterschied ist allerdings das die Mehrheit der Fahrer damals die Probleme einfacher erkennen und beheben konnten. Heute sind Störfälle zwar seltener allerdings wenn sie vorkommen steht der Fahrer hilflos vor der Elektronik die er ja nicht einsehen kann, ditto Programmfehler. Er ist also auf die Werkstatt angewiesen und ich denke es ist diese Gefühl der Hilflosigkeit das die heutigen Fahrer frustriert.

 

Es ist in diesen Moment das man sich das Auto der 50er wieder wünscht. Den Rest der Zeit ist das Auto der Neuzeit doch recht bequem. ;)

 

Gruss, Pete


09.02.2012 12:57    |    Hartgummifelge Hartgummifelge

Polstermöbel und echte Teppiche, Samt unter dem Dach, Chromkurbeln und Hebel gibts heute nicht mehr, stattdessen ist bei Frost zerbröselndes Hartplastik im Sommer schrumpfendes Weichplastik verbaut. Selbes gilt für Kabelverbindungen und Anschlüsse, die man bei Frost nur ansehen, aber nicht anfassen darf.


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