29.03.2012 13:26
|
Capt.Crazy
|
Kommentare (15)
andreas-portner-pixelio-de
Im vergangenen Jahr 2011 waren auf Deutschlands Strassen von 50,9 Millionen Kraftfahrzeugen insgesamt, 42,3 Millionen Personenkraftwagen unterwegs, darunter nur 2,9 Millionen fabrikneu zugelassene Fahrzeuge. Die Tendenz geht zu immer längeren Nutzungszeiten hin. Wurde im Jahre 2006 das durchschnittliche Fahrzeugalter mit 8,1 Jahren angegeben, so sind es heute im Schnitt schon über 10 Jahre. Dies liegt nicht unbedingt an den Anschaffungspreisen, sondern viel mehr an den Unterhaltungskosten. Betrachtet man den Zeitraum von September 2009 bis August 2011 stiegen die Preise rund um das Auto um 7,2% an. Im Vergleich dazu stiegen die Verbraucherpreise allgemein „nur“ um 3,8%. Hauptursache für die Kostensteigerung waren natürlich die Spritpreise. Sie verteuerten sich bei Superbenzin im selben Zeitraum um 18%, bei Diesel gar um 27%. Auch die Prämien der Kraftfahrzeugversicherungen stiegen um 4,5% an. Dagegen blieben die Anschaffungspreise mit einer Teuerungsrate von 0,5% nahezu konstant.
Die großen Automobilunternehmen haben auf diese Tendenz reagiert. Sie bieten heute Komplettlösungen aus einer Hand an. Günstige Anschaffungspreise, preiswerte Leasings –und Finanzierungsraten mit Wartungskostenpauschalen bei Werkstattbindung zusammen mit günstigen Angeboten für Kraftfahrzeugversicherungen in Kooperation mit ausgewählten Versicherungsunternehmen. Dies zahlt sich bei Neufahrzeugen und jungen Gebrauchtwagen auch für die Verbraucher in Form zunächst geringerer Unterhaltskosten aus. Leider steigt mit zunehmendem Fahrzeugalter auch die Defektanfälligkeit, mit wachsendem Verschleiß auch die Werkstattkosten für zu ersetzende Fahrzeugteile. Die Werkstattbindung gewährleistet zwar, dass nur fabrikneue Originalteile verarbeitet werden, aber sie verteuert dadurch natürlich auch die Reparaturkosten. Dies um so mehr, da aufgrund der Komplexität moderner Motoren heute in vielen Werkstätten bei der Fehlersuche nicht immer nur das einzelne Teil instandgesetzt wird, sondern immer mehr dazu übergegangen wird, ganze Bauteile oder Baugruppen zu ersetzen.
Viele Hobbyschrauber, aber auch immer mehr kostenbewusst denkende Autofahrer suchen daher Alternativen gegen steigenden Werkstattpreise, in dem sie selbst auf einem immer mehr boomenden Autoteile - und Zubehörmarkt nach Ersatzteilen suchen. Auf den diversen Internetplattformen für Autoteile werden Originalteile genauso angeboten wie Identteile oder Austauschteile. Seriöse Anbieter ermöglichen den Einstieg in die Suche über den Autotyp, den Hersteller oder das Bauteil selbst und bieten nach erfolgreicher Suche in der Regel auch die Kaufabwicklung aus einer Hand an. Dabei kann man sich sowohl über die Funktionsweise des Ersatzteiles, als auch auf Tipps und Tricks über dessen Einbau informieren. Im Regelfall lassen sich auf diese Weise einige Euro einsparen, wenn man das Ersatzteil selbst beschafft und bei vorhandenem handwerklichem Geschick auch selbst austauschen oder einbauen kann. Grundsätzlich sollten jedoch dort die Grenzen gezogen werden, wo Reparaturen, Neu-, Ein-, oder Umbauten die Verkehrstüchtigkeit des Fahrzeuges beeinflussen können und damit die Betriebserlaubnis gefährden können. Diese Arbeiten sollten in jedem Fall einer Fachwerkstatt überlassen bleiben. |




