Seit Anfang Februar fuhr ich nun diesen Passat. ~20.000km liegen hinter mir mit diesem Wagen und dank meines Berufes, darf ich heute endlich meinen neuen Passat entgegennehmen. Doch ehe ich euch nun mit diesem neuen langweiligen Passat nerve, steht heute der Fahrbericht zum vergangenen Passat an.
Der Motor
170 Diesel PS in Verbindung mit Allrad und DSG. Nach einer kleinen Gedenksekunde beim Gas geben, startet der Motor durch und zieht den 1,6t schweren Passat flott auf eine angenehme Reisegeschwindigkeit von 150km/h. Aber, dank des lang übersetzten Getriebes ist ab 170 dann auch schon Schluss. Klar, er „rennt“ seine 220 aber es wird schleppend, der kurze Sprint von 170-200km/h ist teilweise sehr mühsam, Bergauf hat der Motor dann auch wirklich mehr zu kämpfen. Die Allrad-Technik trägt natürlich dick auf, ~100kg gegenüber dem normalen Fronttriebler. Ich weiß nicht ob das jammern auf hohem Niveau ist, aber ein bissl mehr Power wäre dann doch wünschenswert. Der Verbrauch lag bei mir übrigens selten unter 9l auf 100km.
Comfort & Platz
Die Sitze sind weich gepolstert, auf lange Strecken hätten sie etwas straffer gepolstert sein dürfen. Vorteil gegenüber z.B. der Golf-Klasse: bereits in der Comfortline findet man eine elektrische Lendenwirbelstütze, eine echte Bereicherung (wenn richtig eingestellt). Negativ aufgefallen ist, mir die etwas zu kurze Mittelarmlehne. Gerade im Verbindung mit der Automatik, hat man immer eine Hand (Arm) frei, ein bequemes lümmeln war so nicht immer möglich.
Das Platzangebot empfand ich als vollkommen ausreichend. Reisekoffer, Aktentasche, Notebooktasche, Anzug, Jacken, hat alles seinen Platz gefunden und auch ohne Spanngurte lag es sicher im Kofferraum. Wo wir aber auch schon bei einem der größten Kritikpunkte sind: die umklappbare Rücklehne. Entweder, ich bin völlig zu bleyde das einrasten zu lassen oder es ist ungünstig designed. Es beim dritten Anlauf (und 2 Notbremsungen bei dem sie immer wieder umgefallen ist) gelang es mir die Rücklehne sicher einrasten zu lassen.
Technik
Es gab nicht wirklich viel technischen Schnick-Schnack in diesem Auto: Regensensor, GRA und RNS510. Alles funktionierte aber der einzige Knackpunkt stellte immer das Navigationssystem dar. Die Anlaufschwierigkeiten des Navis beim Starten des Motors, die Einlesegeschwindikeit von SD(HC)-Karten und die Empfindlichkeit beim drücken des Touchscreens ist bei diesem Navi einfach unterirdisch schlecht. Das ganze artete dahingehend aus, das ich es schaffte, das Navi 2x komplett zum Absturz zu bringen, nach einer halben Stunde Standzeit, kalibrierte es sich dann immer selbst neu. Ich weiß ja, das VW keine Navis herstellt, aber bitte VW: Bei den Sportsitzen greift ihr doch auch auf Recaro oder König Sitze zurück, überlasst die Navis anderen, die es besser können.
Die 5x 20W Serienlautsprecher reichten zur einfachen Beschallung im Auto aus, die „Messe“ war es allerdings nicht.
Werkstattaufenhalte
Der kürzeste Punkt. Ausser einen außerplanmäßig Aufenthalt durch Marderschaden und einen regulären Service, brauchte ich keine weiteren Reperaturdiensleistungen eines Autohauses.
In diesem Sinne, zu den nächsten Fahrbericht.