Bomber-der-Nation

08.02.2012 19:42    |    Bomber-der-Nation Bomber-der-Nation    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: , , , , , , , ,


37 Grad begleitet Rudi Assauer und sein Umfeld bei seinem Weg ins Vergessen. Der Film zeigt die Erfolge seines Lebens, seine Niederlagen und welche Erinnerungen daran bereits verloren gegangen sind.

 

Eine Demenz (lat. Dementia „ohne Geist“ bzw. Mens = Verstand, de = abnehmend) ist ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt und meist mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einhergeht. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen. Maßgeblich ist der Verlust bereits erworbener Denkfähigkeiten im Unterschied zur angeborenen Minderbegabung. Heute sind verschiedene Ursachen von Demenzen geklärt; einige Formen können in gewissem Umfang behandelt werden, d. h. die Symptome können im Anfangsstadium einer Demenz verzögert werden. Die am häufigsten auftretende Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Eine Demenz kann auf ganz verschiedenen Ursachen beruhen; für die Therapie ist die Klärung dieser Unterscheidungsmerkmale wichtig.

 

In Deutschland leiden 1,2 Mio Menschen an Demenz. 2050 werden es schon 2,6 Mio Menschen sein.

 

Bestimmt kennt jeder von euch jemanden der Demenz hat.

 

Ist euch auch schonmal aufgefallen, das immer mehr Sendungen übers Altern im TV kommen?

 

Sendungen über Tod, Demenz etc?

 

Ich finde es hat zugenommen. Man merkt das wir in einer alternden Gesellschaft leben.

 

Findet ihr, man sollte Demenzkranken den Führerschein abnehmen?

 

Ich fand Assauer kam sehr Sympatisch rüber in der Doku.

 

Ich persönlich finde, das rauchen einer der Hauptursachen von Demenz ist.

 

Meine Tante war auch Demenzkrank und sie war auch eine starke Raucherin. (ok da viele rauchen, ist das kein Beweis)

 

Ich finde auf allen Zigarettenschachteln sollte stehen: Rauchen verursacht Demenz (und nicht nur Impotenz).

 

Ob das jemanden abhält vom rauchen bezweifel ich, weil das eine sehr starke Sucht ist, viele sagen schlimmer als bei Heroin, aber es sollte eine Warnung für alle sein.

 

Jetzt sagt ihr wieder ich und meine Verschwörungstheorien:

 

Hier mal was Focus schreibt:

 

Rauchen verdoppelt Demenzrisiko

 

Starke Raucher gefährden auf Dauer ihre Hirngesundheit: Eine Langzeitstudie weist gegenüber Nichtrauchern ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Alzheimer und Demenz nach.

 

Wissenschaftler haben die gesammelten Gesundheitsdaten von 21 000 US-Bürgern aus über 20 Jahren ausgewertet und dabei das deutlich erhöhte Hirnrisiko von Rauchern festgestellt: Wer in seinen mittleren Lebensjahren mehr als zwei Packungen Zigaretten täglich konsumierte, erhöhte sein Alzheimer-Risiko um 157 Prozent, das generelle Demenzrisiko sogar um 172 Prozent. Ehemalige Raucher und solche, die weniger als ein halbes Päckchen rauchten, zeigten keine Veränderungen.

 

Die Studienautoren untersuchten im Auftrag eines großen US-Versicherungsunternehmens erstmals die Langzeitwirkung von Rauchen auf die Gehirnzellen. Verschiedene Studien zuvor hatten dem Rauchen sogar eine gewisse Schutzfunktion gegen neurodegenerative Erkrankungen zugesprochen, vor allem für Parkinson-Patienten. Mit dieser Erkrankung beschäftigte sich die aktuelle Studie zwar nicht, die Wissenschaftler wollten jedoch die ebenfalls kontroverse Studienlage bezüglich Rauchen und Alzheimer-Risiko überprüfen.

 

Effekt auf Gefäße und Nervenzellen

Die Wissenschaftler ordneten ihr umfangreiches Datenmaterial nach allen bekannten Risikofaktoren für den altersbedingten Verfall des Gehirns. Der Zusammenhang zwischen starkem Rauchen und Alzheimer sowie Demenz sei vermutlich ein komplexer Mechanismus, der im Gehirn sowohl die Blutgefäße als auch die Zellen schädigt, vermuten die Studienautoren.

 

„Unsere Studie zeigt, dass das Gehirn nicht immun ist gegen die Folgen intensiven Rauchens“, sagt Studienleiterin Rachel Whitmer. Sie bestätige vielmehr bisherige Erkenntnisse, wie negativ sich der Tabakkonsum auf die Gefäße auswirkt. „Der Zustand der Blutgefäße gilt als wichtiger Risikofaktor für die Alzheimer-Erkrankung.“ Die Studie füge zur langen Liste schädlicher Auswirkungen des Rauchens nun eine weitere hinzu, die in einer alternden Gesellschaft von besonderer Bedeutung sei, folgern die Autoren.

Die Studie ist in den „Archives of Internal Medicine“ aus der Jama-Reihe erschienen.

 

Quelle:

Alzheimer: Rauchen verdoppelt Demenzrisiko - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/.../...hen-verdoppelt-demenzrisiko_aid_565779.html

 

Risikofaktoren (Quelle Wiki)

 

Hauptrisikofaktor für eine Demenz ist das hohe Lebensalter. Das Überwiegen des weiblichen Geschlechts ist wahrscheinlich vor allem in der um einige Jahre höheren Lebenserwartung von Frauen begründet. Depressionen werden als Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz angesehen. Sie treten vor allem in frühen Demenzstadien gehäuft auf und können einer Demenz auch vorausgehen. Umgekehrt wird bei mangelhafter Abklärung oft alten Menschen mit psychischer Erkrankung fälschlicherweise die Diagnose Demenz zugewiesen, was sich damit zeigen kann, dass der MMS sich wieder stark verbessert.

 

Weitere Risikofaktoren sind darüber hinaus kardiovaskuläre Faktoren, wie Hypertonie, hoher Homocysteinspiegel, Niereninsuffizienz, Adipositas und Diabetes mellitus. Eine Rolle spielen hierbei Defekte des Gefäßsystems, der beeinträchtigte Insulin-Metabolismus und Signalweg und ein Defekt im Glukosetransportmechanismus im Gehirn.

 

Die derzeitigen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten können den Verlauf einer Demenz nur in einem sehr bescheidenen Ausmaß positiv beeinflussen. Deshalb kommt der Prävention der Demenz besondere Bedeutung zu, deren Eckpfeiler in der Einschränkung der Risikofaktoren besteht. Hierbei gelten heute als aussichtsreichste Strategien in erster Linie die Kontrolle der kardiovaskulären Risikofaktoren, physische Aktivität (Sport), soziales Engagement, Kontrolle des Körpergewichts (Diät) und die frühzeitige Behandlung einer Depression. Da auch das Tabakrauchen einen möglichen Risikofaktor für Demenzerkrankungen darstellt, trägt das Einstellen des Zigarettenkonsums ebenfalls zur Demenzprävention bei.


Kommentare: 26

08.02.2012 19:45    |    Bomber-der-Nation Bomber-der-Nation

Wer hat die Doku gestern noch gesehen?

 

Einschlatquote war 2,5 Mio gestern.


08.02.2012 20:13    |    Bomber-der-Nation Bomber-der-Nation

Es ist keine Verschwörungstheorie mit dem Rauchen. Wer das rauchen aufgibt und das trinken beugt etlichen Krankheiten vor. Das ist meine Persönliche Meinung.

 

Dessweiteren ist der Verzehr von fettigem Fleisch, insbesondere Schweinefleisch nicht so gut für die Gesundheit. Schweinefleisch ist das fettigste von allen Fleischsorten. Fisch ist dagegen viel Gesünder (wenn es nicht gerade vor der Küste Fukushimas gefangen wurde oder im Golf von Mexiko.)


08.02.2012 20:53    |    Spatenpauli Spatenpauli

Es ist schon erschreckend wie schnell es mit Rudi bergab geht. Bei ihm dürfte es aber eine Erbgeschichte sein. Hatte bei mir im Verwandten- und Freundeskreis zwei Fälle von Demenz, da könnte auch die Ursache, seelische Belastung und Einsamkeit auslöser gewesen sein.

MfG aus Bremen 


08.02.2012 20:58    |    Bomber-der-Nation Bomber-der-Nation

Spatenpauli

 

Assauer hatte auch ein Burnout, eine Depression vor der Demenz. Das scheint relativ häufig, das Demenzpatienten eine Depression haben.

 

Es wird ja gesagt, das sein Bruder und Vater auch eine Demenz haben/hatten.

 

Seelische Einsamkeit? Wie meinst du das? Oder meinste du das wenn der Mensch kaum soziale Kontakte hat und "sein Hirn" nicht mehr trainiert das es dann nachlässt?

 

Könnte es sein wie bei einem der sein Fuss gebrochen hat und Wochenlang im Krankenhaus liegt, bei denen bilden sich ja die Muskeln zurück. Kann es sein das es bei der Demenz ähnlich ist? Hohes Alter + Gehirn wird nicht mehr geforder = Demenz? Frage nur, ist keine Feststellung.


08.02.2012 21:16    |    Brunolp12 Brunolp12

Beim Assauer sind aber afaik bereits mehrere Demenz / Alzheimer - Fälle in der Familie bekannt gewesen.

Scheint wohl hier auch ne erbliche Komponente mitzuspielen.

Ich denke aber, die Erforschng der Krankheit können wir getrost der Medizin überlassen. Woran es hier (oder bei den Betroffenen im Allgemeinen) gelegen haben könnte, dazu würde ich mich nicht auslassen.

 

Ich will den Fall nicht runterspielen, finde aber, daß die typischen Todesursachen niemals "so ganz ohne" sind:

Früher, wenn der Körper erste Schwächen zeigte, wurde man von wilden Tieren erwischt oder konnte sich vielleicht auch einfach nichts mehr zu Essen besorgen und ist verhungert - jedenfalls passierte das, bevor die heute typischen Krankheiten hätten voll ausbrechen können.

 

Heute endet das Leben immer noch mit dem Tod, aber nun hat man Medizin, die den Krankheiten Namen gegeben hat. Nun gehen oft Krebs, Alzheimer, "ganz normale" Demenz oder Schlaganfall dem Tode voraus.

Nicht allen wird die Gnade zuteil, einfach im hohen Alter als mehr oder weniger gesunder Mensch im Schlaf dahin zu scheiden.

Inwiefern gewisse sog. "Zivilisationskrankheiten" eine Ausnahme darstellen, darüber kann man wahrscheinlich auch noch streiten.


08.02.2012 21:50    |    Anni 1964 Anni 1964

Aber warum nimmt man ihn der Ehefrau weg? :confused:

Er hätte ja nicht zur Tochter gemusst, er wurde dort ja hin verfrachtet!

 

Alzheimer soll ja nicht nur vererbbar sein, sondern lt. einer Studie sogar ansteckend! :eek:


08.02.2012 21:58    |    mortorradbeaky mortorradbeaky

Meine Hochachtung vor Rudi !!!

Neben seinem Lebenswerk nun der Mut die Öffentlichkeit zu beteiligen !!

Ich glaube, dass ganze Ruhrgebiet - ob Dortmund , Schalke , Bochum..., zieht den Hut vor Dir !!

Der Norden auch.

 

Und hättest Du nicht "Nein" gesagt wärst Du heute Hoeneß :-)

 

Keep the faith


08.02.2012 23:07    |    Bert Benz Bert Benz

Traurig der lange Abschied von Assauer, aber letztlich ein Schicksal, das er mit Millionen anderer Alter teilt. Immerhin hat er ein sehr erfolgreiches Leben gehabt, selbst wenn er das selbst vermutlich schon vergessen hat.

Mit 68 Jahren ist seine Demenzerkrankung aber ziemlich früh, vermutlich seinem ungesunden stressigen Leben geschuldet. Man zahlt für alles seinen Preis.

 

Früher hieß es "Oma wird wunderlich", jetzt heisst es pseudowissenschaftlich "Oma ist dement", gemeint ist dasselbe. Die Altersdemenz ist wohl bei jedem die Endphase vor dem Sterben. Das entscheidende ist nur, wann diese Phase eintritt und wie lange sie andauert, durch soziale Kontakte und gesundes Leben lässt sich das deutlich nach hinten verschieben, aber wohl nicht völlig vermeiden. Soviel ist sicher: Das Leben endet tödlich.

 

Wir kommen in Windeln und wir gehen in Windeln...

oder: Alt werden ist nichts für Feiglinge. :eek:

 

Wann kommt eigentlich der vom hörensagen bekannte 90-jährige kettenrauchende Opa um die Ecke?


09.02.2012 00:38    |    friday84 friday84

habs auch geschaut..kein vergleich mehr zu früher...fands extrem schlimm als er bei seiner tochter im schlafzimmer stand und nichtmehr wusste wem das zimmer gehört...


09.02.2012 00:53    |    AR147 AR147

Johannes Heesters hat mit 107 Jahren das Rauchen aufgehört, nachdem er zeitlebens Raucher war...


09.02.2012 00:55    |    Anni 1964 Anni 1964

Aber nur, weil er die Zigarette nicht mehr halten konnte!

Es wird gerne alles auf`s rauchen geschoben, was ist denn mit den ganzen Konservierungsstoffen in unserer Nahrung? Das ist doch bestimmt auch nicht gesund!


09.02.2012 01:35    |    martinkarch martinkarch

Zitat:

Ich persönlich finde, das rauchen einer der Hauptursachen von Demenz ist.

Das wird wohl eine der Ursachen sein. Vermutlich müssen sich, damit das Risiko allzu sehr steigt, mehrere Faktoren gegenseitig potenzieren, z.B Bluthochdruck oder das Alter + Rauchen oder Bewegungsmangel

 

(Wikipedia : Hauptrisikofaktor für eine Demenz ist das hohe Lebensalter. )

 

Bewegungsmangel halte ich z.B für allgemein ganz schädlich, also jetzt nicht nur bei Demenz

 

Zitat:

Schweinefleisch ist das fettigste von allen Fleischsorten.

Das muß nicht sein, es gibt auch magere Stücke. Aber z.B bei Wurst ist immer das Fett der Schweine drin, und zwar nicht zu knapp. Fett an sich ist übrigens kein Problem, selbst das gesunde Tofu hat einiges an Fett, oder Nüsse, Olivenöl....Es ist wohl eher die Frage, welches Fett.


09.02.2012 01:41    |    Anni 1964 Anni 1964

Ich denke, das ist alles in unseren Erbanlagen vorprogrammiert!

Es sterben auch Menschen an Lungenkrebs, die nie geraucht haben!


09.02.2012 08:38    |    Lewellyn Lewellyn

Die können sich dafür bei ihren rauchenden Mitmenschen bedanken.


09.02.2012 09:16    |    mirabeau mirabeau

Wer den Film gesehen hat, wird bemerkt haben, dass Assauer immer noch raucht, aber nichts mehr trinkt. Er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück, weil Uneingeweihte ihn als "mal wieder" besoffen einschätzen könnten.

Nach aktuellen randomisierten Doppelblindstudien senkt ein mäßiger Nikotinkonsum das Alzheimerrisiko und verzögert bei Alzheimerpatienten die Verschlimmerung der Krankheit. Nikotin erhöht kurzfristig die Leistungsfähigkeit des Gehirns, was von Rauchern als angenehm empfunden wird.

Natürlich, wie bei den meisten Drogen macht die Dosis das Gift. Oben steht ja auch schon eine Mengenangabe: Mehr als zwei Schachteln am Tag. Das sowas nicht gesund ist, dürfte jedem klar sein und das weiß auch jeder Kettenraucher.


09.02.2012 09:23    |    PreEvo PreEvo

Ich verstehe Gunter Sachs, und würde eher seinen Weg gehen, als den, den sich Assauer (und seinen Angehörigen) aufgeladen hat! Stimmt schon: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.


09.02.2012 10:21    |    Dieseltrucker Dieseltrucker

Hallo Leute...........

Was ich nicht verstehe oder vielleicht auch falsch Auffasse, ist das hier viele Gründe aufgeführt werden die eiinen mehr oder weniger starken Einfluss auf diese Krankheiten haben (sollen). Das jeden von uns Treffen kann sieht man an Herrn Assauer (ganz deutlich). Aber es trifft halt einen der voll im Rampenlicht der Medien steht. Und das macht die diese Krankheit mittlerweile sehr "Öffentlich". Ich möchte nicht wissen wie viele Menschen das gleiche Schiksal teilen und nicht im Rampenlicht stehen. Anders herum gesehen muss es einen Menschen wie Ihnn, wie einen Donnerschlag treffen, noch im "Wachzustand" also Denkend und Verstehend, zu wissen das es Scheibchenweise zu"Ende" geht. Mein Mitgefühl hat Er , wie auch die vielen anderen die es betrifft. All denen ist nur zu Wünschen das Sie Menschen an Ihrer Seite haben, die Sie im Sprichwörtlichen Sinn "begleiten" und nicht ausnutzen. Egal wie mancher lebt, ob das eine oder andere Jahr gewonnen werden könnt. Wen es einen trifft ist es nicht mehr aufzuhalten, noch nicht aufzuhalten, dem der es schaffen würde diese Krankheit zu Stoppen oder Sie zu Heilen gebührt heute schon mein größter Respekt, egal ob Er es alleine herausfindet oder in einem Team von Leuten.


09.02.2012 10:31    |    Daemonarch Daemonarch

Sowas wünscht man niemandem! Meine Tante ist auch dadurch dahingesiecht, allerdings war die schon über 90 und hat im Leben nie eine Zigarette geraucht.

Ich glaube viele Krankheiten tauchen heutzutage erstmal durch die dramatisch gestiegene Lebenserwartung gegenüber von "gerade mal" 100 Jahren früher auf.


09.02.2012 11:04    |    Bomber-der-Nation Bomber-der-Nation

Anni 1964

 

Zitat:

Aber warum nimmt man ihn der Ehefrau weg? :confused:

 

Er hätte ja nicht zur Tochter gemusst, er wurde dort ja hin verfrachtet!

 

Alzheimer soll ja nicht nur vererbbar sein, sondern lt. einer Studie sogar ansteckend! :eek:

Man hat ihm seine Ehefrau (Bettina Assauer) nicht weggenommen. Sie hatten unterscheidliche Ansichten und haben sich getrennt. Seine Tochter hat ihn dann aufgenommen.

 

Er vergisst, zwar öfters etwas. Aber auf die Frage seiner Ehefrau, sagte er immer es ist vorbei.

 

Naja seine Ehefrau wird bestimmt nicht so traurig sein. Hat sie weniger Arbeit und kann das Geld mehr geniessen (vllt haben sie ja einen Ehevertrag, man weiss es nicht).

 

Aber einen Demenzpatienten rund um die Uhr betreuen ist bestimmt sehr antrengend.

 

Man wird als "Kind" geboren und stirb wieder als "Kind". Es gibt viele Paralelen zwischen alten und Kindern. Einige ältere muss man wieder Wickeln, sie können keine Nahrung alleine aufnehmen, man muss sie füttern etc.

 

Ich finde es gibt aber nichts wofür man sich schämen muss. Ein Kind schämt sich auch nicht, das man es Füttern muss, oder Windeln wechseln muss.


09.02.2012 11:11    |    Bomber-der-Nation Bomber-der-Nation

mirabeau

 

Zitat:

Wer den Film gesehen hat, wird bemerkt haben, dass Assauer immer noch raucht, aber nichts mehr trinkt. Er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück, weil Uneingeweihte ihn als "mal wieder" besoffen einschätzen könnten.

 

Nach aktuellen randomisierten Doppelblindstudien senkt ein mäßiger Nikotinkonsum das Alzheimerrisiko und verzögert bei Alzheimerpatienten die Verschlimmerung der Krankheit. Nikotin erhöht kurzfristig die Leistungsfähigkeit des Gehirns, was von Rauchern als angenehm empfunden wird.

 

Natürlich, wie bei den meisten Drogen macht die Dosis das Gift. Oben steht ja auch schon eine Mengenangabe: Mehr als zwei Schachteln am Tag. Das sowas nicht gesund ist, dürfte jedem klar sein und das weiß auch jeder Kettenraucher.

Genau das beschreibt auch mein Onkel. Wenn er eine raucht kann er klar denken. Aber solange er schmacht hat, läuft bei ihm nicht viel.

Das liegt daran, das der Körper an nichts anderes mehr denkt, als an Nikotin.

 

Jetzt mal meine Theorie: Rauchen wirkt wie Antidepressiva, dass haben Hirnforscher herrausgefunden. Also ist die Verbindung ja hergestellt, Depression und Demenz!

 

Zitat:

Rauchen wirkt auf das Gehirn ähnlich wie Antidepressiva

 

Zigaretten haben auf das Gehirn möglicherweise einen ähnlichen Effekt wie Mittel gegen Depressionen. Das könnte der Grund sein, warum es so schwer ist, mit dem Rauchen aufzuhören, vermuten Wissenschaftler des Medizinischen Zentrums der Universität Mississippi. Über ihre Studien berichten sie in der aktuellen Ausgabe des Magazine "Archives of General Psychiatry" (Bd. 58).

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Der Psychologe Gregory Ordway und sein Team haben verstorbenen Rauchern und Nichtrauchern Gewebe aus einer Gehirnregion mit dem Namen locus coeruleus entnommen. Ärzte vermuten, dass die Region bei Depressionen eine wichtige Rolle spielt. Ordway und seine Kollegen fanden bei den Langzeitrauchern nun die gleichen Veränderungen im locus coeruleus wie bei Versuchstieren, die längere Zeit Antidepressiva erhalten hatten.

 

Die Forscher gehen davon aus, dass das Rauchen die Veränderungen im Gehirn hervorgerufen hat. Das wollen sie nun in weiteren Studien belegen.

 

Quelle

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/151986.html


09.02.2012 17:20    |    martinkarch martinkarch

Zitat:

Anni : Ich denke, das ist alles in unseren Erbanlagen vorprogrammiert! Es sterben auch Menschen an Lungenkrebs, die nie geraucht haben!

Was meinst du, wie der Unterschied ist, wenn du zwei Vergleichsgruppen aufstellst, eine Gruppe als Raucher (1 Pack./Tag), die andere als Nichtraucher, beide Gruppen mit vergleichbarer Lebensweise (z.B vergleichbare Staub-Einflüsse bei der Arbeit oder Luftqualität am Wohnort) ???

 

Natürlich haben auch die Erbanlagen usw. damit was zu tun, aber Rauchen tut keinem gut. Lebensverlängernd wirkt es jedenfalls nie, im besten Fall hat es keinen oder nur geringen Einfluss.

 

Wahrscheinlich ist es schwer oder unmöglich zu sagen, was oder in welcher Kombination bei einem bestimmten Menschen mit welcher prozentualen Beteiligung denn nun zu einer Erkrankung geführt hat.

 

Daher sollte man am besten alle Risikofaktoren, an denen man aktiv mitwirken kann, verringern. Bei genetischen Faktoren ist das natürlich schwer möglich, bei Rauchen, Bewegungsmangel usw ist es allerdings möglich.

 

Klar kann man dann trotzdem noch krank werden, aber wahrscheinlich wird man es später. Das ist immerhin ein Trost. Ob ich nun mit 60 schon erledigt bin oder erst mit 70 oder gar 75 oder noch später, das halte ich für relevant.

 

Das Rauchen kostet übrigens momentan bei 40 Jahren a´1 Pck./Tag nur 73.000 € !:D


09.02.2012 19:51    |    Anni 1964 Anni 1964

@martinkarch, dafür kannst Du Dir ja schon ein ordentliches Auto kaufen! :D


09.02.2012 20:10    |    Bomber-der-Nation Bomber-der-Nation

Naja aber wer nicht raucht, gibt das Geld für was anderes aus. Ich habe früher geraucht. Die größte Dummheit meines Lebens, aber jetzt wo ich es nicht tue, habe ich trotzdem nicht mehr Geld.

 

Rauchen ist eine Sucht und man bekommt immer irgendwie das Geld zusammen.

 

Die Sache mit den Genen und so, finde ich auch nicht so ganz gut. Wenn zb Herren wie Sarrazin (sorry) sagen das gewisse Bevölkerungsgruppen dumm sind etc. Wegen den Genen. Dann erinnert das an früher, die Rassentheorien.

 

Ich glaube eher das ein Umfeld viel ausmacht. Der Mensch ist ein Produkt der Umgebung. Wenn jetzt ein dunkelhäutiges Kind adoptiert wird und nach Deutschland kommt und es hier aufwächst, dann kann es vllt mal Doktor werden. Oder zum Deutschen Vizekanzler, wie zb Rössler das Vietnamesenkind.

 

Wenn es jedoch in einem Hochhaus in Berlin oder Köln oder sonst wo aufwächst, ist die Chance das es in den Knast geht höher als das es Doktor wird, weil die "Umgebung kriminell" (nur ein Beispiel) ist, weil schlecht Deutsch gesprochen wird etc.

 

Ein Kind was kaum Deutsch kann im Kindergarten, das wird immer "hinterherlaufen" und hat nie die Chancen wie ein Kind was Deutsch perfekt spricht.

 

Ich hoffe ihr versteht mich nicht falsch. Aber Umgebung macht viel mehr aus als Gene.

 

Man kann zb die besten Gene haben, aber was nützt das wenn man in China neben einer Chemiefabrik wohnt, die alles in den Fluss leitet?


10.02.2012 18:07    |    martinkarch martinkarch

Zitat:

Anni: dafür kannst Du Dir ja schon ein ordentliches Auto kaufen! :D

Nicht nur eines ! Dafür kauf ich dir alle 10 Jahre eines für 18.000 !

 

Zitat:

Naja aber wer nicht raucht, gibt das Geld für was anderes aus.

Ja, aber in der Regel für was weniger Schädliches ! OK, manche kaufen auch Heroin oder Alkohol oder oder oder..........

 

 

Zitat:

Die Sache mit den Genen und so, finde ich auch nicht so ganz gut. Sarrazin......Rössler das Vietnamesenkind..... Rassentheorien.

Das ist doch da garnicht gemeint. Wenn die Medizin feststellt, daß man genetisch vorbelastet ist, dann ist das keine Rassentheorie. Allerdings könnten aus solchen Gentech-Infos künftig Infos gewonnen werden, die einem zum Nachteil werden

 

Zitat:

Man kann zb die besten Gene haben, aber was nützt das wenn man in China neben einer Chemiefabrik wohnt, die alles in den Fluss leitet?

Diese Argumentationsweise taugt wenig ! Du mußt deinen Vergleich immer unter den gleichen Voraussetzungen machen.

 

Wenn zwei Männer neben der selben Chemiefabrik wohnen, der eine hat "schlechte Gene" oder säuft+raucht und der andere nicht, dann hat der andere zumindest statistisch mehr Chancen, alt zu werden.


11.02.2012 19:49    |    Bomber-der-Nation Bomber-der-Nation

martinkarch

 

Ich sage das nicht mit den Genen, mir fallen nur die Parallelen auf, zum Früheren Reich und den Theorien mit den Genen.

 

Der Mensch hat ja alle Gene einmal von der Mutter und einmal vom Vater. Wenn der Vater also Demenz hat, dann kann es trotzdem sein, das die Gene der Mutter überwiegen und es nicht ausbricht, oder nicht?

 

Zitat:

Allerdings könnten aus solchen Gentech-Infos künftig Infos gewonnen werden, die einem zum Nachteil werden

Ich empfehle dir den Film Gattaca. Und das Buch 1984 und Schöne neue Welt.

 

Hier mal zum Film:

 

In der Welt von "Gattaca" gibt es zwei Arten von Menschen. Die einen sind Retortenmenschen, "perfekt" zusammengebaut, die anderen wurden auf herkömmliche Art gezeugt oder weisen einen genetischen Defekt auf. Sie werden "Invaliden" genannt. Ihnen bleiben nur die Handlangerdienste in einer von den "perfekten" Menschen geführten und streng kontrollierten und überwachten Gemeinschaft. Vincent Freeman (Ethan Hawke) gehört zu den "Invaliden". Seine Eltern erfüllten sich in einer schon von der Gentechnologie und ihrer Ideologie des perfekten Menschen beherrschten Gesellschaft noch den Traum vom natürlich geborenen Kind. Sein jüngerer Bruder Anton (Loren Dean) dagegen gehört zu den Retortenkindern. Vincent leidet unter starker Kurzsichtigkeit und hat schwere Herzprobleme. Die Ärzte sagten seinen Eltern voraus, dass er eine Lebenserwartung von nicht mehr als 30 Jahren habe. Als Erwachsener ist Vincent Mitglied einer Putzkolonne in den Räumen der Gattaca Aerospace Corporation. Sein Traum ist es, mit dem ersten bemannten Raumschiff zum Saturn, genauer zu einem seiner Monde zu fahren: Titan. Über einem kriminellen Mittelsmann bekommt er Kontakt zu Jerome (Jude Law), der zwar genetisch perfekt konstruiert, durch einen Unfall (Selbstmordversuch) aber an den Rollstuhl gefesselt ist. Jerome verkauft Vincent seine Identität, einschließlich Urin und Blut, soweit Vincent dies für die Kontrolluntersuchungen bei Gattaca benötigt, Fingerabdrücke, Haare und anderes. Von jetzt an scheinen sich Vincents Träume zu erfüllen...

 

Anmerkung: Retortenmenschen, sie wurden im Labor gezüchtet mit perfekten Genen. Die anderen werden auch Gotteskinder genannt, sie wurden durch einen natürlichen Akt gezeugt und "enthalten defekte" Gene, also keine Perfekten Gene.

 

Spinnerei? Es gab doch erst letztens eine PID Debatte, das man im Vorfeld die Gene checken kann ist ja schon möglich.


20.03.2012 01:17    |    Pingback Pingback

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