26.05.2009 20:00
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UHU1979
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Kommentare (19)
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Hallo,
wie der Titel es beschreibt, gibt es heute einen Testbericht vom Honda CR-V 2.2 i-CTDI Executive.
Karosserie/Innenraum Der Honda CR-V ist ein typisches SUV, wobei die interessant gestaltete seitliche Fensterfläche bzw. C-Säule dem Wagen einen eigenen Charakter verleiht. Auch die Gestaltung der Heckleuchten gefällt mir. Von vorn ist die Markenzugehörigkeit durch das kantig bis aggressive Design nicht verkennbar. Trotzdem wirkt der Wagen gefällig und dominiert nicht durch seine Abmessungen (L x B x H: 4,52 m x 1,82 m x 1,68 m ohne Antenne). Chrom an den Türgriffen, der Fensterumrandung und der Heckklappe setzen edle Akzente. Die Plastikverkleidungen an Front und Heckschürze sollen wohl eine Reminiszenz an den (nicht permanenten) Allradantrieb sein, wobei Gelände sicherlich nicht der geeignete Einsatzbereich des Fzg. ist. Also mehr Schein als Sein … Der Vorteil von SUV, und wieso dieses Fzg. das Interesse geweckt hat, besteht in erster Linie in der hohen Sitzposition, von der man schön von oben herab schauen kann. Folglich vermittelt der Wagen eine sehr gute Übersicht, was durch die großen Außenspiegel unterstützt wird. Auch die Sicht beim Schulerblick ist durch die großen Fensterflächen sehr gut, die Form der C-Säule wirkt sich nicht negativ aus. Nur nach hinten ist die Übersicht durch die bauartbedingte hohe Unterkante der Heckscheibe etwas eingeschränkt, sodass sich die Parksensoren auf jedem Fall lohnen. Ein weiterer Vorteil der hohen Sitzposition besteht im recht bequemen Einstieg.
Der Innenraum wirkt sehr hell und freundlich, weil viel Licht durch die großen Fensterflächen und das immense Panoramadach in den Wagen dringt. Apropos Panoramadach: Ich habe das Teil nicht aufbekommen, auch die Bedienungsanleitung schildert auf S. 210 nur die Bedienung des Sonnenschutzes. Das Design des Innenraums wirkt durchdacht, viele Ablagen und ein großes Handschuhfach unterstreichen den praktischen Anspruch des Fzg. Der verwendete Kunststoff ist von der Haptik eher durchschnittlich, und die Verwendung von dunkelbraunem Plastik zeugt vom Mut der Designer. Ungewohnt erscheinen die Anordnung der Schaltung und das Fehlen eines hohen Mitteltunnels zwischen den vorderen Sitzen. Gerade deshalb wirkt die Gestaltung der Mittelkonsole von der Seite etwas befremdlich. Auch die Handbremse und die Realisierung der Mittelarmlehnen weichen von Gewohnheiten ab, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen. Insgesamt ist die Ergonomie gut, die Instrumente lassen sich gut ablesen und die Bedienung des Fzg. kann intuitiv erfolgen (Ausnahme: siehe oben). Durch das Fehlen des Mitteltunnels, das weit von den Sitzen entfernte Armaturenbrett, die weit vorn liegende Frontscheibe und den großen Fensterflächen ergibt sich ein immenses Raumgefühl. Platz bietet der Wagen den Passagieren vorn und hinten sehr großzügig. Die Ledersitze sind nicht zu weich oder zu hart, könnten aber etwas mehr Seitenhalt bieten. Der Kofferraum ist befriedigend groß und die Heckklappe öffnet in eine Höhe, bei der man sich bei 1,80 m Größe gerade nicht den Kopf stößt.
Negativ viel die Verarbeitung auf: Der Wagen (1.300 km auf dem Zähler) hat auf schlechten Straßen an verschiedenen Stellen geklappert und auch as Richtung Antriebsstrang kamen komische Geräusche. Damit wären wir bei
Antrieb/Fahrleistung Wieder einmal motorisierte ein Common-Rail-Dieselmotor den Wagen, genauer ein Reihen-4-Zylinder-Aggregat mit 16 Ventilen, gesteuert über zwei oben liegende Nockenwellen und aufgeladen über einen Abgasturbolader. Aus 2204 cm³ Hubraum werden 103 kW (140 PS) und 340 Nm bereitgestellt. Reicht diese Leistung für ein 1,7 t schweres Fzg. aus? Aus meiner Sicht: Nein. Der Motor besitzt ein ausgeprägtes Turboloch, sodass unter 2000 U/min der Motor lahm erscheint. Drehfreude ist hingegen auch nicht seine Stärke, wer die volle Leistung bei 4000 U/min abrufen will, stellt fest, dass das Hochdrehen ab 3000 U/min zäh ist. Dadurch resultiert ein sehr kleines nutzbares Drehzahlband, weshalb der Wagen viel Schaltarbeit erfordert. Zudem hat der Motor einen unruhigen Motorlauf, wobei die Vibrationen deutlich auf den Schalthebel übertragen werden. Der Verbrauch ist mit 8,8 l/100 km auch nicht unbedingt der Leistung angemessen.
Das Getriebe lässt sich sauber schalten und die Gänge lassen sich leicht einlegen. Die Schaltwege sind dabei angenehm kurz. Die ungewohnte Lage des Schalthebels stört dabei überhaupt nicht. Auch die Kupplung gibt ein gutes, exaktes Feedback. Die Übersetzung ist – im direkten Vergleich zum BMW 120d – sehr kurz. Bei 2000 U/min im 6. Gang zeigt das Tachometer 103 km/h.
Als Ergebnis resultiert ein recht lautes Geräuschniveau durch den permanent akustisch präsenten Motor. Ab 130 km/h kommen noch deutliche Windgeräusche hinzu.
Fahrverhalten Das Fahrwerk gehört zu den Stärken des Modells. Für ein Fzg. dieser Fahrzeugklasse und dem hohen Schwerpunkt besitzt der Wagen eine sehr gute Straßenlage und ein sehr neutrales Fahrverhalten. Auch verhindert die sportliche Abstimmung übermäßige Seitenneigungen in schneller gefahren Kurven. Der Nachteil ist, dass es etwas unkomfortabler ist, d. h. schlechte Straßen merkt man deutlich. Dennoch überzeugt der Wagen mit seinem PKW-artigen Handling und trotz der 18“-Räder kann keine Spurrillenempfindlichkeit festgestellt werde. Der Geradeauslauf ist sehr gut, was wohl auch am Radstand von 2.630 mm liegt. Auch die nicht übertrieben direkte Lenkung vermittelt ein gutes Feedback von der Straße. Die Lenkkräfte sind geringer als beim BMW 120d von letzter Woche, aber sie fühlt sich nicht teigig an. Die Bremsen verzögern sehr gut und lassen sich hinreichend gut dosieren. Der Widerstand im Pedal ist dabei etwas niedrig, sodass sie sich weich bedienen lassen.
Fazit Der Wagen bietet viel Platz und besitzt einen hohen praktischen Nutzwert. Es handelt sich also um eine gelungene Umsetzung des SUV-Konzeptes mit gutem Preis-Leistungsverhältnis, wobei insbesondere das Getriebe und das Fahrwerk überzeugen. Allerdings merkt man dem Wagen an, dass er keinen Premiumanspruch hat.
Danke fürs Lesen. Schöne Grüße, der Uhu |

















Kommentare: 19
26.05.2009 22:25 |
harry16
Hallo,
Bist du Besitzer und Fahrer eines Honda CR-V 2.2 i-CTDI Executive ?
Zitat: "Das Getriebe lässt sich sauber schalten und die Gänge lassen sich leicht einlegen".
Meine Erfahrung: Im Gegenteil! Sehr hakelig und mit Nachdruck einzulegen.
Zitat: "Zudem hat der Motor einen unruhigen Motorlauf, wobei die Vibrationen deutlich auf den Schalthebel übertragen werden. Der Verbrauch ist mit 8,8 l/100 km auch nicht unbedingt der Leistung angemessen."
Meine Erfahrung: Ich fahre mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 l/100km, davon einen täglichen hohen Anteil an Autobahngeschwindigkeiten zwischen 130-150 kmh.
Zitat:" Allerdings merkt man dem Wagen an, dass er keinen Premiumanspruch hat".
Meine Meinung: Kannst ja einen X3/GLK/Q5 ordern, um deinen Premiumanspruch zu verwirklichen.
Grüße,
Harry16
26.05.2009 23:14 |
UHU1979
Besitzer nicht, ich habe das Fzg. ein paar Stunden zur Probe gefahren. Das macht man, um zu sehen, ob das Fzg. zu einem passt oder nicht. Und natürlich setze ich meine subjektiven Erwartungen in Bezug zu meiner Wahrnehmung.
Der Verbrauch war übrigens laut Bordcomputer, der Wagen zudem, wie geschrieben, noch nicht eingefahren.
27.05.2009 07:02 |
Halbgott
Da kommt der sonst so gelobte Motor bei dir ja nicht sonderlich gut weg. Aber vielleicht ist er einfach etwas unterdimensioniert für das Fzg. Wer weiß.
Aber hübsch und hell ist er Innen wirklich und die Position des Schalthebels finde ich super
Habe ich bei mir ja auch so und da gewöhnt man sich schnell dran - auch wenn es imho keinen wirklichen Vorteil im täglichen Gebrauch gibt
27.05.2009 08:45 |
V70_D5
Obwohl der Benziner im mittleren Bereich schwächelt, ist er das angenehmere Antriebsaggregat. Untern herum zieht er ausgesprochen gut (zw. 1500 und 2500 Umin erstaulich elastisch!) , und über 4000 Umin geht er richtig gut und dreht spritzig bis 7000 Umin.
Der Verbrauch ist bei 9.8l. Um den Minderpreis zum Diesel und den geringeren Wartungskosten (ÖL!) kjann ich lange Benzin kaufen.
Verarbeitungsqualität ist Glückssache. Meiner rappelt nach 44.000km gar nicht, oder ich bin taub :-(
27.05.2009 15:14 |
XC70D5
Ausführlicher Bericht, Danke!
Ich finde den Wagen sehr gelungen und mit schwarzem Innenraum fand ich ihn auch sehr hochwertig.
Was mich stört, ist der schlechte Allradantrieb. Es dauert einfach zu lange bis er greift. Dadurch ergeben sich bei normaler Fahrt keinerlei Sicherheitsvorteile, die ich sonst bei AWD sehr schätze. Es ist und bleibt eine "Antriebs/-fahrhilfe".
Dass der Benziner die bessere Wahl beim CRV ist, liest man immer wieder, obwohl der Diesel bestimmt nicht schlecht ist.
Gruß
Martin
27.05.2009 21:36 |
UHU1979
Sie ist ungewohnt, aber nicht schlecht. Zumal dadurch auf einen hohen Mitteltunnel verzichtet werden kann, was sich positiv auf das Raumgefühl beim CR-V auswirkt.
Der war auch eigentlich allein des Nutzungsprofils wegen gewünscht. Aber "den gibt es nicht als Tageszulassung", "in England ist Produktionsstopp", "weiß nicht, ab wann die wieder geliefert werden" = Aussagen des Verkäufers.
Autokauf in Zeiten der Wirtschaftskrise ohne Abwrackprämie ... - die Beobachtungen, welche ich dabei gemacht habe, verarbeite ich vielleicht in einem Extra-Artikel, nachdem die Entscheidung getroffen wurde.
31.05.2009 23:27 |
hannys
hallo,
ich fahre seit 14 Jahren ein Accord Coupe mit 2,0 L Maschine,
Benziner , und nach wie vor bin ich von dem Wagen begeistert , bis heute nichts aber wirklich nichts kaputt gegangen .Im Januar 2009 habe ich eine Probefahrt mit dem CR-V Diesel gemacht und ich war enttäuscht , der so gelobte Motor war mir innen zu laut und beschleunigt hat er auch nicht so gut , mein alter Accord mit Benzinmotor finde ich besser .
Da wollte ich so wie so den CR-V kaufen, habe ich mir einen Gebrauchten Benziner BJ.12.2007. mit AT gekauft ohne vorher eine probefahrt zu machen , und muß ich sagen das war meine zweit beste Autokauf Entscheidung nach dem Accordkauf vor 14 Jahren.
Mit dem CR-V zu fahren ist eine Entspannung der besitzt auch das CMBS mit Verbindung mit dem Tempomatt und AT ist der Wagen auf der Autobahn ein Traum.
Übrigens denn alten Accord fährt meine Frau immer noch.
Gruß an alle zufriedene CR-V Fahrer... hannys.
08.06.2009 20:16 |
Trackback
Kommentiert auf: Blog des Uhus:
Der Kauf eines neuen Wagens in Zeiten der Wirtschaftskrise – jenseits der Abwrackprämie
[...] Schulungsmaßnahmen, alle waren freundlich und zuvorkommend. Mir fällt eine deutsche Premiummarke ein, wo ich ganz andere Erfahrungen gemacht habe.
Es ergab sich das Interesse an einem CR-V, der bei der Probefahrt [...]
Artikel lesen ...
08.03.2010 14:58 |
CRVLutz
Hallöchen, fahre jetzt den dritten crv, der Erste Benziner, dann Diesel. Bin rundum zufrieden. Die Mäkelei am Motor und am Antrieb kann ich nicht verstehen. Bin an der Ampel meistens der Erste, der weg ist. Habe zwischen 7 und 7,5 l/100 km Verbrauch im Gebirge, bequemes Fahren, Platz zum Einladen, Huckelpiste oder Gelände geht auch, (beruflich Baustellen), Service der Werkstatt top, bis jetzt keinen Ausfall. Was will ich mehr?
Tschüß Lutz
08.03.2010 18:16 |
UHU1979
Es freut mich, dass du mit dem Wagen und - fast noch wichtiger - mit deiner Werkstatt zufrieden bist.
Meiner Kritik lege ich meine subjektiven Erfahrungen und Erwartungen zugrunde, da ist es zwangsläufig normal, wenn andere eine abweichende Bewertung treffen.
Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit dem Wagen.
09.03.2010 08:35 |
CRVLutz
Hallo Uhu 1979,
Danke und allzeit gute Fahrt. Ich denke, nach ein paar Stunden Probefahrt sollte man nicht gleich urteilen. Welche Ansprüche jeder selbst stellt, ist sehr unterschiedlich. Ich glaube, dass Preis- Leistungsverhältnis passt. Mit der Abwrackprämie haben wir jetzt genügend Schlaglochsucher auf der Straße, die nicht richtig vorwärts kommen und uns mehr einbremsen als ein 140 Ps- Motor im eigenen Wagen.
Tschüß Lutz
09.03.2010 18:29 |
UHU1979
Leider hat man aber meist nur die wenigen km, um ein Auto zu erleben und um eine Entscheidung zu treffen.
Mit so etwas werde ich nicht glücklich. Auch mein nächster Testbericht hier im Blog wird ein Fzg. vorstellen, bei dem das Konzept richtig gut umgesetzt ist, aber die Basismotorisierung eigentlich viel zu schwach - für meine Ansprüche - ist.
10.03.2010 08:06 |
CRVLutz
Hallo,
Autokauf ist Bauchgefühl, entweder er gefällt oder nicht. Außerdem kauft man ja nicht nach ein paar Stunden. Man beschäftigt sich schon länger damit denke ich. Dass die Probefahrt nicht über Tage gehen kann ist klar. Mit den Schlaglochsuchern ist es aber so, dass die Motorisierung des eigenen Fahrzeuges keine Rolle spielt, da ausgebremst wird.
10.03.2010 20:09 |
UHU1979
Unterm Strich schon. Man muss ja auch nicht jede Entscheidung im Leben rational treffen.
Wenn man aber Alternativen vergleicht, beeinflusst die Probefahrt aber doch stark die Entscheidung.
11.03.2010 08:50 |
CRVLutz
Stimmt. Es wäre auch schlimm, wenn alle den gleichen Geschmack hätten.
22.10.2011 21:13 |
a.meier
Hallo, was ist Premium? ganz sicher nicht konservative BMW und co.
Wenn ich in Deutschland bin ,wird mein CRV mit der Bereifung 255/50/19 nur bewundert. trihome
22.10.2011 21:25 |
UHU1979
Hallo a.meier
Im Marketing spricht man von einer "Premiumstrategie", wenn das Unternehmen sich in seiner Marketingstrategie bewusst auf hochpreisige Produkte oder Dienstleistungen fokussiert. Premium steht in dieser Strategie für exzellente Produkte hoher Qualität und überdurchschnittlicher Preise. Konsumenten bezeichnen inzwischen auch dann Produkte als "Premium", wenn sie teuer sind und ein entsprechendes Image haben. Qualitative Unterschiede sind dafür nicht zwangsläufig erforderlich.
Inwiefern diese Definition auf BMW, Mercedes-Benz, Jaguar oder Audi zutrifft, mag jeder selbst einschätzen. Tatsache ist aber, dass BMW den X1 in Deutschland teurer anbieten kann als Honda den CRV und dabei auch mehr absetzt. Mit Exklusivität, Zuverlässigkeit und Qualität hat das nichts zu tun.
04.02.2012 11:46 |
frawur
Hallo! Ich fahre seit jänner 2011 einen CRV 2,2Diesel und bin bestens zufrieden. Spritverbrauch liegt zwischen 7,7-9 Liter. Nur zwei
Mängel möchte ich hier anführen. Alle Kunststoffteile im innenraum
sind sehr kratzempfindlich. Was mich besonders stört, ist ein
Dröhnen des Auspuffs am Stand. Vielleicht weiß einer von Euch
näheres? Wäre für eine Antwort dankbar!
MfG Frawur!
05.02.2012 10:30 |
UHU1979
Hallo frawur,
ich wünsche dir viel Spaß mit dem CR-V.
Antworten zu deinen Fragen wirst du sicherlich direkt im CR-V-Forum bekommen: http://www.motor-talk.de/forum/honda-crv-hrv-frv-b417.html