09.04.2012 18:43
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UHU1979
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Kommentare (53)
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Ich nutze den ÖPNV
Hallo Blogleser,
ab morgen startet der Leipziger Verkehrsverbund eine interessante Aktion: Schluss mit dem Benzinpreiswahnsinn – Zeit für den Umstieg
Da die Busse in den Ferien nicht ausgelastet sind, nutzt man die Zeit für eine Werbekampagne pro ÖPNV: Statt eines Tickets reicht das Vorzeigen der Zulassungsbescheinigung I für die Benutzung der Busse und Bahnen in den kommenden 4 Tagen. Somit ist für den Autofahrer die Nutzung des ÖPNV quasi kostenlos. Und man hat die Chance, die Attraktivität der Mobilitätsalternative so zu testen. Gleichzeitig steigt die Auslastung der Busse und Bahnen. Eine Win-Win-Situation?
Es heisst ja, die Piratenpartei fordert die kostenlose Nutzbarkeit des – bereits jetzt stark von öffentlichen Geldern subventionierten – ÖPNV.
Steigt mit sinkendem Preis die Attraktivität des ÖPNV und ermuntert dies Autofahrer, das Fzg. öfters mal stehen zu lassen und stattdessen den ÖPNV zu nutzen, wenn es weniger kostet? Was meint ihr?
Als ich seinerzeit das (Zwangs-)Semesterticket hatte, konnte ich auf das eigene Auto für Fahrten in der Stadt gut verzichten, aber heute ist mir ein Monatsticket einfach zu teuer. In Großstädten, die ich gelegentlich bereise, nutze ich den lokalen ÖPNV jedoch recht häufig. Aber bei kostenloser Nutzbarkeit würde ich generell in der Stadt auf das Auto verzichten (Mir machen Landstraßen auch mehr Spaß mit meinem Auto Oftmals wird ja argumentiert, dass die Anbindungen des ÖPNV schlecht sind. Tatsächlich ist dessen Nutzung mit einem gewissen Komfortverlust und zeitlichen Mehraufwand verbunden. Dem würde aber auch eine Kostenersparnis bei kostenlosem ÖPNV gegenüber stehen. Die Leipziger Aktion biete eine Gelegenheit zu testen, inwieweit der individuelle Mobilitätsanspruch durch den ÖPNV abgedeckt werden kann, jedoch denke ich (ohne Marketingexperte oder Mobilitätsforscher zu sein), dass die Nachhaltigkeit der Aktion beschränkt ist, d.h. sobald wieder der normale Fahrpreis fällig wird, die Meisten wieder das Fzg. nutzen werden.
Viele Grüße, der Uhu |


).
Kommentare: 53
09.04.2012 18:52 |
Dr Seltsam
Ich find die Leipziger Aktion sehr gut. In Städten wie Leipzig bringt das sicher was und so lockt man sicher Autofahrer an. Einfach mal kostenlos fahren und erleben lassen. Das diese ganzen "du dämmlicher Autofahrer hast die Heilsbringung des ÖPNV nicht begriffen" Kampagnen bisher ins leer laufen wunderte mich nicht wirklich.
09.04.2012 18:55 |
carisim
Sehe das genauso wie du schon beschrieben hast, solange sich die Menschen noch ein Auto leisten können wird das auch genutzt aus schon genannten Gründen, einerseits ist man unabhängiger, dann kommt noch das Auto als Statussymbol dazu (das gilt übrigens allgemein für alle Autos, sowohl für alte Golf 2 als auch für Dacia ) u.ä.
Zu der Aktion: Find ich gut und bin mal gespannt wie das aufgenommen wird.
09.04.2012 18:58 |
marcu90
Ich finde die Aktion auch gut - Verlieren tun sie ja nichts, die Busse fahren eh.
Ich selber würde die öffentlichen auch häufiger benutzen, aber wenn man auf dem Land wohnt, ist das leider meist nicht so einfach.
Hab trotzdem "selten" angekreuzt, wenns nach Berlin geht, fahr ich zu 90% zum nächsten S-Bahnhof.
09.04.2012 19:14 |
Lewellyn
Warum gibt es statt der KFZ-Steuer nicht ein
Jahresticket für den ÖPNV? Jeder KFZ-Besitzer zahlt fuers erste Fahrzeug 250 € im Jahr statt Steuer. So hätte der ÖPNV über 1 Mrd. mehr pro Jahr, die in ein attraktives Angebot gesteckt werden können. Und genutzt würde es auch, da man das Ticket ja sowieso hat.
09.04.2012 19:23 |
shathh
Fahrtzeit zur Arbeit mit Auto: 28 Minuten
Fahrtzeit mit dem ÖPNV: 1h 57m
Habs eine Woche durchgehalten, danach habe ich wieder ein Auto gekauft.
09.04.2012 19:33 |
0spr3y
Auch dank des Semestertickets nutze ich den ÖPNV unter der Woche, bei gutem Wetter ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Wahl. Beides ja quasi kostenlos.
Somit bleibt das Auto unter der Woche (wenn ich in meiner Wohnung in Uni-nähe bin) in der Garage des Elternhauses.
Viel sparsamer geht es für mich nicht mehr. Gelegentlich muss dann dennoch mal das Auto mit, v.a. wenn es viel zu transportieren gibt, das versuche aber nach Möglichkeit zu vermeiden.
Ich brauche für den Weg Wohnung -> Uni mit dem Stadtbus (einmal umsteigen) 22Minuten, mit dem Rad gute 10-12Minuten, mit dem Auto wären es ca 8Minuten, außer zu Stoßzeiten, da ist man mit dem Rad sogar deutlich schneller. Die paar "Mehrminuten" bin ich gerne bereit zu investieren, man muss nur immer an die gerade gesparten €uros denken, das motiviert noch mal zusätzlich.
Für den Weg Elternhaus -> Wohnung brauch ich mit Zug + Rad gute 45 Minuten, mit dem Auto ca. 30 Minuten. Auch hier also kein so großer Zeitverlust im Vergleich zum PKW.
Insgesamt bin ich zufrieden mit dem ÖPNV. Zumeist pünktlich und zuverlässig. Neulich traf mich der Streik der Busse etwas unvorbereitet, da musste ich spontan noch auf's Rad umsteigen, aber das kommt ja selten vor.
09.04.2012 19:34 |
FrescoBG
Ob man den ÖPNV nutzen kann kommt halt darauf an ob man auf dem Land oder in einer Stadt lebt. Ich will gar nicht wissen wie lang ich bräuchte um auf Arbeit zu kommen, wenn ich den ÖPNV nutzen wollte. Bus fährt auf dem Dorf am WE auch keiner, da bleibt einem das Auto, das Fahrrad, und zu Fuß, zur Fortbewegung.
Ich finde die Leipziger Idee wird wohl bei manchen Autofahrern fruchten, wenn sie in der Bahn ohne Stress zur Arbeit kommen. Wenn die Bahn aber zu voll ist, ist das halt wieder eine andere Sache.
09.04.2012 19:41 |
124er-Power
Super Aktion!
Ich fahre mindestens 5x wöchentlich ÖPNV, wäre mit dem Auto zwar schneller, würde mich aber auch wesentlich mehr kosten.
09.04.2012 19:47 |
UHU1979
@fresco: Die größten Vorteile hat der Nahverkehr naturgemäß in Bevölkerungsagglomerationen wie Großstädten. Aber "zu Fuß" ist auf dem Land auch nicht unbedingt die Alternative der Wahl.
09.04.2012 20:10 |
Krizzlybaer
In meiner Gegend ist der ÖPNV kaum subventioniert, dafür rangiert die Stadt 10 Jahre alte Busse aus und kauft neue... mit dem Rad bin ich am günstigsten unterwegs, und wenns nicht gerade schüttet oder unter -10 Grad hat bin ich damit am besten bedient... für die Unflexibilität sind mir die Öffentlichen einfach zu teuer.
09.04.2012 20:49 |
Anni 1964
Ich war einmal darauf angewiesen und prompt haben die in dieser Zeit gestreikt.
Denke mal es wird in Leipzig eine einmalige Aktion bleiben, das werden die sich nicht zu jeden Ferien leisten können.
09.04.2012 21:04 |
HyundaiGetz
Den ÖPNV nutze ich eher selten, bis fast garnicht. Höchstens mal im Urlaub...
Warum? Hier bei uns fahren die Busse äußerst selten. Der Busplan wurde oder wird immer mehr gekürzt. Zu meiner Arbeitsstelle (11 km entfernt) komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht.
Die Aktion in Leipzig finde ich aber super. In größeren Städten ist Bus und Bahn eine gute Alternative. Ab 01.07. wohne ich in einer etwas größeren Stadt hier im Sauerland... zur Arbeit muss ich weiterhin mit dem Auto, allerdings gibt es dann Supermärkten etc. im direkten Umkreis, sodass etwas auf das Auto verzichtet werden kann.
09.04.2012 21:10 |
notting
2EUR für 2km findest du billig?! (konnte leider weder Fahrrad noch Auto mitnehmen und war für eine Wochenkarte zu kurz da)
Der ÖPNV vergrault sich einfach Gelegenheitsnutzer!
Außerdem fährt bei uns praktisch der komplette ÖPNV mit Diesel, egal ob Straße oder Schiene, nächste Preiserhöhung wg. "stark gestiegener Kraftstoffpreise" garantiert...
@FrescoBG: Ein Arbeitskollege von mir kommt mit dem Zug. Als der vorletzte Winter "völlig überraschend" eingebrochen ist (war nur Tage vorher angekündigt) ist er zu spät gekommen - und hat einen Zeitvertrag...
Von den regelmäßigen Streiks und Zügen, die ohne Ankündigung an einem anderen Bahnsteig abfahren, mal ganz zu schweigen.
notting
09.04.2012 21:13 |
meehster
Der ÖPNV ist für viele Leute so wie er ist einfach nicht zu gebrauchen. Bestes Beispiel: Als mein Schatzi in Bremen (diese drittgrößte Stadt Deutschlands ist nun wirklich kein Kuhdorf) gearbeitet hat, fuhr der erste Bus dorthin mehrere Stunden nach Arbeitsbeginn - oder der letzte ca. 6 Stunden vor Arbeitsbeginn. Tolle Sache...
Jetzt auf dem Land ist der ÖPNV eh nicht brauchbar.
09.04.2012 21:13 |
notting
@Lewellyn: Wenn das Geld sicher ist, heißt das nicht unbedingt, dass man dann auch mehr Leistung bekommt. Z. B. haben bei uns sogar eingefleischte ÖPNV-Fahrer die Einführung eines Semestertickets abgelehnt, weil es für sie teurer gekommen wäre als eine Schülermonatskarte.
notting
09.04.2012 21:17 |
Bert Benz
Näheres zur Aktion gegen den Benzinpreiswahnsinn 10.-13.04.2012 in Leipzig (tarifzone 110), bei LVB, MRB und DB Regio:
http://www.lvb.de/file/download/FAQ_Benzinpreis-Wahnsinn.pdf
Die Autofahrer können sogar "Mitfahrer" kostenlos im ÖPNV mitnehmen, Originalzulassung genügt. Interessante Aktion in Leipzig, die vielleicht Schwellenangst eingefleischter Autofahrer überwinden hilft, falls der steigende Kostendruck nicht reicht.
@meehster: Bremen drittgrößte Stadt Deutschlands, das wäre ganz neu für die Münchner?! Selbst als Land Bremen (Bremen + Bremerhaven reichts nicht).
Bremen ist wohl aktuell auf Platz 10.
http://de.wikipedia.org/.../...3%B6%C3%9Ften_deutschen_St%C3%A4dte?...
Hier gibts aber komische ÖPNV Erfahrungen, die für mich eher wie Ausreden klingen: die streiken immer, immer Störungen und Umleitungen, immer Verspätungen, kein Minutentakt, keine Haltestelle direkt vor der Haustür... tja einige Kompromisse wird man wohl machen müssen!
BTW ein Auto kostet viel mehr als nur Kraftstofftanken, insbesondere der hohe Wertverlust wird sehr gern vergessen, bei den Freunden der schlichten Milchmädchenrechnungen.
Niemand hat behauptet ÖPNV sei immer bequemer...
09.04.2012 21:22 |
notting
@Bert Benz: Aber nur in Großstädten. Und wie gesagt, ich habe auch schon in einer Großstadt für 2km 2EUR bezahlen müssen, der ÖPNV ist z. T. selbst schuld...
notting
09.04.2012 21:23 |
Anni 1964
Da könnte es auch eventuell passieren, das die zahlenden Fahrgäste wegen Überfüllung stehen bleiben müssen.
09.04.2012 21:26 |
notting
Achja, ich bin auch schon in einer Großstadt in eine Straßenbahn eingestiegen, Türen gehen zu, es kommt eine Durchsage "... wg. Unfall an Kreuzung ... fährt diese Linie über X, Y und Z" - aber meine Zielhaltestelle wurde nicht erwähnt, kannte mich auch da nicht aus und wurde irgendwo hingeschleppt, wo ich mich überhaupt nicht auskannte

notting
09.04.2012 21:44 |
gsus
ÖPNV schön und gut, für mich ein zweischneidiges Schwert:
Unter der Woche bin ich stets mit Bus oder Bahn unterwegs, meist zwischen Uni und Wohnung, teilweise variabel. Das Ganze für halbjährlich (!) gut 100 €. Super Preis-Leistung, keine Parkplatzsuche, ich muss mein armes Auto nicht immer über 2km-Kurzstrecken quälen, vernünftiges Streckennetz und wenn man mal eine TRAM verpasst, kommt in 5 min die Nächste (also so in etwa). Wenn man bedenkt, dass ich das letzte Mal beim Tanken knapp 100 € für einmal "voll" bezahlt hab, ist das ne klasse Geschichte.
Am Wochenende bekommen mich keine 10 Pferde in diese gesellschaftlich akzeptierten Viehtransporte (sorry, aber fahrt mal zur Rushhour bei 30°C eine Runde in einer überfüllten TRAM - Bah!!). Erstens kommt mich das den Touren zwischen Heimat und Uni (á ~ 90 km) mit der DB sogar deutlich teurer als mit meinen 3.0 Litern Hubraum (pro Strecke ca. 5 € Differenz), zweitens sind diese Mehrkosten dann nichtmal mit einem Komfortgewinn verbunden, was für mich Bedingung wäre, um einen höheren Preis zu bezahlen - find ich logisch. Aber nein, ich muss mich nach Abfahrtszeiten richten, wenn ich den einen Zug verpasse, muss ich mind. 1 Std. warten; ich muss mein Gepäck schleppen und den Weg zum und vom Bahnhof selber organisieren.
Summa summarum für mich denkbar, wenn ich dadurch in etwa 50% im Vgl. zum Auto einsparen würde, vorher never ever.
Abgesehen davon wäre ich dann in der Heimat so ziemlich in meine 4 Wände gefesselt, da dort ÖPNV heißt: Alle 2 Std. ein Bus in Richtung nächst größerer Stadt (und ich lebe in einem direkten Vorort!!), 18 Uhr der Letzte, dann früh wieder; pro Fahrt (~ 7km) irgendwas um 2,90 €, ect. pp.
Mein persönliches Fazit: WENN ein vernünftiges Streckennetz mit sehr kurzen Wartezeiten (mit dem Auto hab ich schließlich keinerlei Wartezeit, das fährt wann ich will) und Preisen, die den Komfortverlust mit einem Kostenabschlag von ca. 40 % zum PKW ausgleichen, besteht, DANN ist der ÖPNV eine echte Alternative; und nur dann.
09.04.2012 21:58 |
UHU1979
Die regulären Einzelticketpreise sind mir auch meist viel zu teuer. Oftmals lohnt sich erst das Tagesticket.
Aber wie ich ja im Beitrag oben schrieb, war für mich seinerzeit das Semesterticket preislich angemessen.
09.04.2012 22:07 |
gsus
Womit wir in dem Punkt konform gehen. Bei mir ergibt sich meine Bereitschaft zum ÖPNV, wie oben geschrieben, auch nur durch die Möglichkeit des Semestertickets.
Selbst mit Tages- (5 €), Wochen- (~ 20 €), oder Monatstickets (~ 50 €) ist der Kostenvorteil zu gering. Rechnerisch wäre das bei mir auf Grundlage der Monatskarten ein Jahrespreis von 600 €, mit dem Semesterticket sind es etwa 220 €. Gäbe es das nicht, würde ich mit einen 50 ccm-Roller kaufen, den ich dann ausschließlich innerstädtisch nutze und am Wochenende wir gewohnt auf's Auto umsteigen.
09.04.2012 22:10 |
UHU1979
Für den innerstädtischen Arbeitsweg nutze ich jetzt (Studium und Semesterticket sind längst Vergangenheit), wenn es wettermäßig passt, das Fahrrad. Das wäre jedoch ein weiterer Blogartikel.
09.04.2012 22:13 |
the_master
hehe, Öffentliche Verkehrsmittel. Die fahren morgens, wenn ich anfange zu Arbeiten zur Arbeit und fahren zurück, wenn ich noch arbeiten muss
Wenn ich mit Zug oder Bus einkaufen gehen würde, wäre ich eine Stunde länger unterwegs, weil hier nur im Abstand von einer Stunde Bus oder Zug fahren (wenn überhaupt)
Was bringt mir dann noch kostenlos?
09.04.2012 22:14 |
Hartgummifelge
Teurer als mit Bus und Bahn gehts nicht, nach 18:30 und an Sonn- und Feiertagen. Man ist über 2 std mit Bus und Bahn unterwegs, um zum Ziel zu kommen, das man mit dem Auto, Dank Tangente und oder A39 binnen 15 bis 20 min erreichen kann. Das 120 min Ticket für den ÖPNV schlägt mit je 4,90 zu Buche, für 9.80 Euro bekomme ich weit mehr als nur genug Diesel für die Hin- und Rückfahrt.
09.04.2012 22:46 |
Hummerman
In der Großstadt kann der ÖPNV vielleicht eine Alternative zum Auto darstellen, auf dem Land kann man das aber komplett vergessen. Gerade wenn man auf der Strecke zwischen Bahn und Bus wechseln muss, dann kann man sich schon mal auf lange Wartezeiten einstellen.
Ich besitze seit über 3 Jahren ein Semesterticket für den Nahverkehr in der Region und zusätzlich das Semesterticket Niedersachsen/Bremen von der Deutschen Bahn, beides habe ich noch nie benutzt.
09.04.2012 23:01 |
Elchtest2010
Innerorts bestimmt eine Alternative, um in meinem Fall zur Arbeit zu kommen eine Katastrophe und nicht nutzbar. Leider. WENN ich verlässlich in ähnlicher Zeit mit Bus und Bahn fahren könnte, würde ich es machen. Geht aber nicht. Mit Önv brauche ich 2 Stunden von Bahnhof zu Bahnhof, und bin weder von zu Hause zum Bahnhof Gefahren, noch vom zielbahnhof zur Arbeit. Da kommen nochmal 30 minuten dazu aber nur WENN alles klappt und ich nicht einen einzigen Anschluss wegen Verspätung verpasse. Und verspätet ist die s-Bahn JEDEN Tag.
Also EINFACH 2,5-3 Stunden für 50 KM ??? LÄcherlich. Mit dem Auto 45Minuten bis 1 Std.
Ich würde mit Önv fahren, kann aber nicht, denn 5-6 Std um zur Arbeit und zurück zu kommen ist schlcht unmöglich
Gruß
E.
09.04.2012 23:46 |
Andi2011
Moin,
bei mir ist es (leider) sehr ähnlich wie bei Elchtest2010 und einigen Anderen und ich lebe nicht mal auf dem Land´und arbeite in Düsseldorf.
Die günstigeste Anbindung hab ich erst kürzlich mal wieder aktuell geprüft, denn ich würd tatsächlich gern mit ÖVM fahren,morgens entspannt Zeitunglesen wärend ich kutschiert werde hätte was
Aber im Moment sieht es weiterhin so aus, dass ich etwa 10 Minuten Fussweg hätte,dann in die Strassenbahn,dann umsteigen in die S-Bahn,erneut in eine andere S-Bahn umsteigen,am Zielort in den Bus umsteigen,dann wieder etwa 15 Minuten Fussweg.
Dauert insgesammt etwa 2,5 Stunden, mit dem Auto bin ich in 35-45 Minuten da.
Ein anderes Beispiel aus früheren Tagen (erste Ausbildungsstelle), ich lief etwa 10 Minuten bis zur Bushaltestelle und fuhr etwa 20 Minuten mit dem Bus,dann noch mal etwa 5 Minuten Fussweg - eigentlich ideal!
Dann wurden aus kostengründen (wir reden hier von Ende der 80er!) so die damalige Begründung, dei Linien zusammegestrichen.
Mein Bus fuhr nun erst 15 Minuten in die Gegenrichtung, damit ich dann auf die Strassenbahn umsteigen musste um in der Zielstadt wieder einen Bus zu nehmen - die Kosten stiegen erheblich denn nun "überfuhr" ich ja zweimal eine Stadtgrenze...
Nein,ich denke so lange die ÖVM eher einem Zufallsbeförderungsprinzip folgen und ein so dünnes Netz herrscht,in Verbindung mit oft undurchsichtiger Preispolitik,bleibe ich beim Auto und auf kurzen Strecken bei den Füßen oder dem Rad.
Grüße
Andi
09.04.2012 23:48 |
Addi90
Also da wo ich wohne, nutze ich Bus und Bahn echt sehr selten. Von meinem Wohnort zur Uni lohnt es sich einfach net, der Bus braucht für läppische 13km (Wartezeiten und Umsteigen zwischendrin) meistens über 1 Stunde. Mit dem Auto bin ich 20 Min. da, Parkplätze vor der Tür gibts bei uns an der uni glücklicherweise auch im Überfluss. Dementsprechend selten nutze ich auch mein Semesterticket.
In Großstädten wie London (bin ich wegen Familie oft) funktioniert das mit Underground und Bus schon sehr gut, mit einem Auto wäre man da am Tage und vor allem zu Spitzenzeiten deutlich länger (wenn überhaupt...) unterwegs und dann müsste man noch einen Parkplatz finden.
10.04.2012 01:24 |
histomatic
Nutze in der Stadt lieber mein Rad statt Bus - ist flexibler. Will ich in die Göttinger Außenbezirke oder den Landkreis, nehme ich das Auto.
Ich warte nicht gerne in zugigen Haltestellen und lasse mich auch ungern in vollen Bussen anhusten. Stehenderweise natürlich.
Fazit: Busfahren ist zu teuer und der Service megamies.
Ausnahme: Wenn ich in Berlin bin, nehme ich mein Rad mit (passt ohne Vorderradausbau in den Scorpio Kombi) und dann bewege ich mich ohne Auto mit dem Rad, U- und S-Bahn durch die Stadt. Prima, dass man in Berlin das Rad mit in die Züge nehmen kann.
histo
10.04.2012 06:16 |
taucherhorsti
Ich selbst nutze den ÖPNV jeden Tag zur Arbeit und zurück. Mit einem Jahresticket liegen Kosten in Höhe von 45,00 € monatlich vor. Damit fahre ich die 13 km zur Arbeit und wieder zurück. Bei uns im ländlichen Raum gelten die Tickets für Busse und Bahn. Hierin sind auch die Stadtwrke inbegriffen, sodaß ich auch innerhalb der Stadt fahren kann.
Billiger gehts nicht.
10.04.2012 08:37 |
tino27
Wieder mal das übliche ÖPNV-Bashing?! ( omg, ich dachte nicht, dass ich dieses Wort mal verwenden muss)
Wie sagte mal ein Verkehrsing: "Die größten Horrorgeschichten im ÖPNV hört man immer von Leuten, die ein- bis zweimal Bahn/Bus gefahren sind."
Ich selber bin in den letzten 5 Jahren dank Semesterticket sehr viel Bahn gefahren. In NRW gibts noch das NRW-Ticket, also kann ich in ganz NRW fahren.
Mein Weg zur Uni sind 30km. Mit der Bahn ( 2 mal umsteigen - 2 mal S-Bahn, einmal U-Bahn; alternativ Stadtbahn, Regionalexpress, U-Bahn.) brauch ich im Idealfall eine Stunde. Mit dem Auto bei langsamer Fahrweise 30min. Ich wette, bei vielen anderen sieht es nicht viel anders aus, aber die erachten das als zu viel Aufwand. Alles Ansichtssache.
Ich muss aber zugeben, dass ich nicht mehr die Preise für ne Fahrkarte kenne. Ich glaub für A, also Stadt kostet es was um die 2,50€. Das ist schon heftig. Aber als Monatskarte hält es sich in Grenzen. Meine Freundin bezahlt etwa 50€. Fährt etwa 50km zur Arbeit. Macht hin und zurück 100km. Mit dem Auto müsste man 50€ schon für den wöchentlichen Tank nutzen. Die Zeit in der Bahn kann man zum Schlafen nutzen oder Zeitung lesen, anstatt sich im Berufsverkehr rumzuärgern.
Leider gestalten die Verkehrsverbunde ihre verbundübergreifenden Tarife unterirdisch schlecht. Wer vom Sauerland nach Bochum will, braucht schon 2 Monatskarten. Das is natürlich nich so pralle.
10.04.2012 09:21 |
VolkerIZ
Hier mitten in der Pampa ist es schon ziemlich übel. Selbst in unserer Kreisstadt ist der Busverkehr in den Ferien derartig ausgedünnt, daß man ihn kaum nutzen kann. Meine Mutter mußte letztes Jahr mal zu einer Untersuchung ins Krankenhaus (wo es keine Parkplätze in der Nähe gibt und weit laufen kann sie nicht mehr) und ist mit dem Bus hingefahren. Das ging noch. Zurück kam sie dann nach langer Wartezeit bis in die Innenstadt zum ZOB und hätte 2 Std. auf den nächsten Bus nach Hause warten müssen. 3 Std. für 7 km! Da hat sie sich dann ein Taxi genommen. Zum Glück kann sie sich das leisten, so lange es nicht ständig vorkommt. Wer wirklich arm ist oder regelmäßig da hin muß, hat ein echtes Problem. Gerade beim Krankenhaus ist das für die alten Leute echt übel. Parkplätze gibt es frühestens in den nächsten Wohngebieten, einen km zu Laufen und der ÖPNV funzt auch nur sehr bedingt.
Und inzwischen sind sogar größere Dörfer (ca. 2000 EW) fast völlig abgeschnitten, am Sonntag fährt da kein Bus mehr.
So kann man natürlich niemanden vom ÖPNV überzeugen.
Wie sowas auch funktionieren kann, habe ich in Hamburg während meines Studiums festgestellt. Ich hatte ja sowieso das Semester-Ticket und hatte teilweise an bis zu 6 verschiedenen Orten Seminare, war an manchen Tagen mehr unterwegs als in der Uni. Das klappte wunderbar. 4-Minuten Takte bei den Metrobussen, 5 Minuten bei S-und U-Bahn. Wenn ich Zeit hatte, bin ich auch mal zu Fuß gegangen, weil die Leute in den Bussen und Bahnen nicht immer angenehm sind, vor allem, wenn es zu voll war. Ein Fahrrad ist mir leider nach einer Woche geklaut worden, so daß ich, wenn nötig, trotzdem immer mal wieder mit Bus oder Bahn gefahren bin.
Seit ein paar Monaten bin ich jetzt in Kiel tätig und kann durch meine Bahn-Monatskarte auch im ganzen Stadtgebiet umsonst Bus fahren. Das nutze ich auch soweit es möglich ist. Man merkt aber schon, daß Kiel kleiner ist. Im Vergleich zu Hamburg echte Provinz. Die Busse fahren alle Viertelstd., außerhalb der Hauptverkehrszeiten noch seltener. Manchmal bin ich von der Arbeit schneller zu Fuß am Bahnhof als wenn ich auf den Bus warten würde, vor allem, wenn ich deutlich nach den üblichen Schulschluß-Zeiten Feierabend habe. Morgens genau so. Wenn die Bahn pünktlich ist, falle ich direkt aus dem Bahnhof in den Bus. Wenn die Bahn Verspätung hat (Normalfall), müßte ich eine Viertelstd. auf den Bus warten. Bei schönem Wetter gehe ich dann lieber 20 Min. zu Fuß. Der Bus fährt ja auch noch 10 Min., da bin ich zu Fuß schneller.
Wenn ich jede Fahrkarte bezahlen müßte, könnte ich mir den ÖPNV auch nicht leisten. Aber meine Monatskarte nach Kiel kostet 208 Euro und lohnt sich ab 3 Tagen pro Woche, jetzt nur die Bahnfahrt gerechnet. Da ist dann der Bus in ganz Kiel und umliegenden Dörfern mit drin.
Es ist aber überhaupt sehr unterschiedlich. Ich kannte mal einen, der hat in Hamburg Jura studiert und nie einen Führerschein gehabt, weil er ihn nicht brauchte. Der ist dann nach dem Examen nach Essen gezogen. Man möchte ja meinen, in der Gegend, wo eine Großstadt an der anderen liegt, wäre es ähnlich gut. War es aber nicht, der war voll am Verzweifeln. Jeden Tag mehrere Std. Fahrzeit quer durch die Stadt mit mehrfach umsteigen. Da muß man sich dann nicht wundern, wenn so viele Leute mit dem Auto fahren.
10.04.2012 12:07 |
Elchtest2010
Das stimmt so nicht. Ich bin früher über Jahre mit der S-Bahn gefahren, weil mich der tägliche Stau genervt hat. Mit der S-Bahn hat es Tür zu Tür 45 Minuten gedauert, mit dem Auto bei idealen Bedingungen auch. Ich konnte mit der S-Bahn quasi direkt vor dem Büro aussteigen und sie fur auch alle 15 Minuten - ohne umsteigen ( ok, einmal von Bus in die S-Bahn - aber die fuhr dann durch )
Ich WÜRDE gerne mit der S-Bahn fahren - da kostet mich das Ticket 200 EUR, das Benzin momentan schon 250-300 EUR - Anschaffungspreis, TÜV, Reifen, Reparaturen, Wertverlust etc. noch gar nicht eingerechnet.
Aber ganz ehrlich: 45 Minuten ( einfach ) im Auto ohne Laufen vs. 2,5 Stunden mit der Bahn (einfach)
Da ist schon klar wie die Wahl ausfällt !
Am ÖNV MUSS nachgebessert werden !
In Brasilien wurde in irgendeiner Großstadt vor ein paar Jahren der Arbeitgeber gezwungen Teile des Lohns in Bustickets auszuzahlen - plötzlich waren die Strassen leerer und die Busse voller ;-)
Das geht hier aber aufgrund des miesen Netzes nicht.
Gruss
E
10.04.2012 12:22 |
gsus
@ tino27:
Fail.
Ich bin allein heute schon 2x mit der Bahn gefahren. Und ja, es war auszuhalten. Trotzdem bespaßt es mich weniger, wie ich oben schon geschrieben habe, im Hochsommer in einer überfüllten Bahn im Stehen (umfallen geht mangels Platz Gott sei Dank nicht) Schweißgeruchsbingo zu spielen (getreu dem Motto: "Ah, die Nuance kenn ich von gestern, die gehört zu dem Typ hier neben mir mit dem Sozialticket!")
In jeder Skigondel gibt es eine gewisse Anzahl an Personen, die auf einmal befördert werden können und wenn voll ist, ist voll! - Wieso gibts das bei Bus und Bahn nicht?!
Da lob ich mir doch meine 9 m² Kombi ganz für mich alleine. Auch, wenn ich während der Woche aus o. g. Gründen dennoch den ÖPNV nutze.
P.S.: Subjektives Fazit nach dem ersten Tag der Aktion "Fahrzeugschein als Ticket" in Leipzig: Sowohl früh gegen 7:30 Uhr, als auch jetzt keine merkbare Zunahme der Fahrgäste. Gott sei Dank.
P.S.S.: Mein innerer Schweinehund hofft ja beständig darauf, dass das Semesterticket abgeschafft wird; dann hätte ich endlich eine Rechtfertigung jeden Tag mit dem Auto zur Uni zu fahren!
10.04.2012 14:30 |
tino27
Ich glaub, das wurde etwas falsch verstanden. Gemeint sind damit die Leute, die sonst nur Auto fahren und immer gegen den ÖPNV hetzen. Und wenn sie dann doch EINmal fahren, dann begegnet ihnen all das Unheil, wofür ein regelmäßiger Bahnfahrer mindestens ein Quartal braucht.
Ich mein, nach 5 Jahren S- , U- und Stadtbahn, sowie RE, RB und ICE kann man auch viele Geschichten erzählen, aber gerade die S-Bahnen haben sich sehr gesteigert. Eigentlich immer pünktlich und voll klimatisiert. Ebenso die Stadtbahnen.
10.04.2012 15:48 |
Elchtest2010
Das kann ich so nicht bestätigen. In der Regel morgens 5-15 Minuten Verspätung. Damit könnte man noch leben, wenn man nicht darauf angewiesen ist einen Anschlussbus / bahn zu bekommen.
Das wäre bei mir der Fall. Und eigentlich jeden 2. Tag kommt auf der Strecke auch ein ICE, der vorrangig behandelt wird, so dass die S-Bahn immer ca. 5 Minuten steht und wartet. dadurch bekomme ich abends den Anschlussbus nach hause nicht, und auf den nächsten muss man je nach Uhrzeit dann 20-30 Minuten warten. D.h. aus meinen regulären 2,5 Std im Idealfall werden dann schon 3 Std.
Und 3 Std einfach für 50 KM - das ist ja eher ein schlechter Witz.
Stadt-intern macht ÖNV meistens Sinn. Für Pendler ist es oft einfach nur eine viel zu teure Katastrophe.
Gruss
E.
11.04.2012 17:54 |
HerrLehmann1973
Kostentechnisch wird man mit dem Umstieg auf ÖPNV sicherlich keinen "Fitsch" machen, denn auch hier sind die Preise Jahr für Jahr sportlich angezogen
Neben der Tatsache, dass auch ein Bus nicht mit gutem Willen sondern mit Benzin fährt, wird sicherlich die erst kürzlich verabschiedete Gehaltserhöhung der ÖD-Angestellten (die im Übrigen fast jenseits der Gewerkschaftsforderungen ausfiel, welche Pfeife hat denn da auf AG- bzw. Kommunen-Seite sich bzw. unsere Steuergelder so einfach von verdi in die Stasche stecken lassen
) sicherlich für den nächsten Preisschub bei den Tickets sorgen.
Bei mir beispielhaft: 2,60€ für eine Fahrstrecke von nicht mal einem Kilometer - sparen sieht da anders aus und wer zu dritt ist, kann da schon mit dem Taxi günstiger fahren. Eigentlich ein Witz.
Daher geh ich die Strecke meist lieber gleich zu Fuß, wenns nicht gerade in Strömen regnet und ich ne Stereoanlage im Handgepäck mitschleppe
Natürlich gibt es dazu auf MT keinen Meckerfred, weil wie die Abstimmung zeigt, die meisten den eh nie oder sogut wie nie nutzen
Klar hat das ganze auch damit zu tun, wie ausgelastet die Strecken sind. Denn mehr Pendler im gleichen Zug machen die Linie ja insgesamt wirtschaftlicher. Aber mal ehrlich: auch hier haben wir doch das Problem wie auf der Straße: es gibt 3 Linien, wo sich morgens um 7 alles quetscht und drängelt, aber auch um 24.00 Uhr muss noch eine Oma von Liebeigstadt nach Finkenwalde kommen können, und das wird eben unwirtschaftlich bleiben.
11.04.2012 18:48 |
marcu90
Wenn man immer mit solchen Einzellfahrausweisen anfängt, kann sich kein Mensch eine regelmäßige Bussfahrt leisten - auch wenn man ein Auto unterhält, lohnt sich eine Jahreskarte, wenn man denn viele Fahrten mit dem Bus erledigen kann (oder mit der Bahn).
Wenn man aber vor der Entscheidung steht, ob ein Auto oder ein Bus die günstigere Wahl ist, so gewinnt immer der Bus.