18.08.2012 19:57
|
Elchtest2010
|
Kommentare (26)
| Stichworte:
Aufbereitung,
Ebony,
Fahrzeugpflege,
Zymöl
[vide
o]Hallo zusammen,
endlich ... endlich ist es so weit. Nach dem ich die Aufbereitung schon seit März vor mir her schiebe, habe ich Zeit gefunden die Sache anzugehen. Ich war ziemlich gespannt darauf, wie der Wagen am Ende da stehen würde, wenn ich zum ersten Mal das Zymöl nicht nur für Teilbereiche einsetze, sondern für den ganzen Wagen. Ich musste etwas improvisiren, weil ich ziemlich unter Zeitdruck stand. Eigentlich sollte die ganze Aktion unter dem Carport eines Kollegen stattfinden, der mir aber abgesagt hatte und deswegen musste ich umdisponieren. Da es heute sehr heiß werden sollte, und ich wegen des Stroms für die Maschine gezwungen war im Freien zu arbeiten, fing ich schon um 5:30 morgens an um möglichst viel Zeit "unter 20°" verbringen zu können.
Kommen wir erst zur Bestandsaufnahme. Der Wagen ist zuletzt im Oktober 2011 komplett aufbereitet worden. Deswegen wies der Lack natürlich die üblichen Swirls auf, die sich ein Lack eben im Verlauf eines halben Jahres einfängt. Nichts richtig wildes also. Momentan war noch das Chemical Guys Top Coat Sealing drauf, dass ich als Probe bekommen hatte und quasi als Überbrückung bis zu dieser Aufbereitung verwendet habe. Das musste erst einmal entfernt werden, zumindest die Reste die davon nach 3-4 Monaten noch vorhanden waren.
Im folgenden beschreibe ich jeden Schritt einzeln und werde die dazu verwendeten Produkte aufführen, sowie die Gründe nennen, warum ich gerade diese Mittel und Utensilien benutze.
Schritt 1
Alte Wachsschicht entfernen / Wäsche
a) warum Wachsschicht entfernen ?
Generell muß der Lack vor einer Politur rückstandslos sauber sein. Damit vermeidet man, dass Staub, Dreck, Harzreste etc. bei der Politur dazu führen, dass diese Verunreinigungen als ungewollte, grobe Schleifpartikel den Lack zerkratzen wenn sie zwischen Politurpad und Lack hin und her geschoben werden. Zudem will man durch das Entfernen aller alten Wachs- und Versiegelungsreste erreichen, dass die neu aufzutragende Wachsschicht überall die gleiche Haftungsgrundlage hat. Somit ist gewährleistet, dass die neue Wachsschicht möglichst lange hält und erhöht so die Standzeit des neuen Wachses auf dem Lack.
b) mit welchen Produkten entfernt man die alte Wachsschicht ?
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann sein herkömmliches Auto-Shampoo nutzen und dieses einfach stärker dosieren. Wie hoch die Dosierung sein muss hängt vom jeweiligen Shampoo ab. Nicht zu empfehlen für diesen Schritt sind Wash & Wax Shampoos, denn diese enthalten Wachs. Man kann der Shampoo/Wasser Lösung auch einen kleinen Schuss APC ( All Purpose Cleaner ) beimischen. Das ist ein stark konzentrierter Reiniger für alle möglichen ( all Purposes ) Anwendungen bei der Autopflege. Eine andere Möglichkeit ist, auf spezielle Shampoos zurückzugreifen die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden. Diese heißen dann meist "Tar Remover, Strong Wash oder De-Bugger". Auch hier kann man einen kleinen Schuss APC beimischen, wobei das nicht unbedingt erforderlich ist. Von der Verwendung von Haushaltsspülmittel würde ich absehen, da die Gefahr besteht dass normales Spülmittel die Gummidichtungen austrocknet. Ich benutze für diesen Schritt das Stjärnagloss Bugs & Pre-Wash . Natürlich wird der Wagen VOR der Wäsche einmal gründlich abgekärchert.
c) warum dieses Mittel ?
Das Stjärnagloss Bugs & Pre-Wash hat sich als effektiv und preiswert herausgestellt und ich kann es nur empfehlen. Zur Wäsche nutze ich zudem den Fix 40 Waschhandschuh . Dieser ist weich, ist maschinenwaschbar und ich habe gute Erfahrungen mit ihm gemacht. Er hat eine große Wasseraufnahme, was dazu führt, dass immer genug Shampoo-Wasser als Gleitfilm mitgeführt wird und man nicht trocken auf dem Lack fährt.
d) wie entfernt (strippt) man altes Wachs ?
Mit der 2-Eimerwäsche. Wie diese funktioniert kann man in den FAQ nachlesen. ( Sinnvoll ) Bitte darauf achten das Waschen immer im Schatten durchzuführen. Ich habe hier ca. 75ml auf 10-11 Liter Wasser genommen
Schritt 2
Behandeln des Lacks mit Lackreinigungs-Knete
a) warum knetet man ?
Mit Knete holt man nach der Wäsche ( und vor dem Wachsauftrag ) noch einmal restlos alle Verschmutzungen vom Lack. Wenn ein Wagen regelmäßig gepflegt wird, bleibt nach dem Einsatz der Knete natürlich weniger sichtbarer Dreck zurück. Beim erstmaligen Einsatz von Knete hat bisher jedoch noch jeder große Augen gemacht, wenn er sieht wie viel Schmutz auf einem vermeintlich sauberen Auto noch vorhanden ist. Somit ist gewährleistet, dass man einen richtig sauberen Lack vor dem nächsten Schritt hat.
b) mit was kneten und warum mit diesem Produkt ?
Bisher habe ich immer die Petzoldt´s Magic Clean ( Blau ) benutzt und kann diese uneingeschränkt empfehlen. Aufgrund eines Tipps hier im Forum habe ich dann die Dodo Juice Supernatural Detailing Clay gekauft. Die SN Knete kommt in einer kleinen Plastikbox, die wieder verschließbar ist. Die Box finde ich etwas klapprig - die Box der Magic Clean ist da wirklich besser. Für den Preis von 26 EUR bekommt man hier 3 Stücke a 80gr. Die Größe ist mit 80gr. gut gewählt. Die SN Knete ist wesentlich weicher als die Magic Clean und somit sehr gut formbar. Beim ersten Mal Benutzen der DJ SN Knete vor ein paar Wochen ist mir aufgefallen, dass sie gerne mal hängenbleibt. Dieses Mal habe ich wirklich höllisch aufgepasst, dass ich kein bißchen drücke und habe NOCH mehr Gleitmittel benutzt wie beim ersten Mal. Und siehe da - die Knete blieb nur 1-2 x kurz hängen - Grüße norske ;-) . Ich habe dieses Mal auch ein bißchen mehr Shampoo benutzt. Ich muss dennoch sagen, dass mir die Magic Clean etwas lieber ist, die verzeiht Unachtsamkeiten mehr, und ich finde die Reinigungskraft auch etwas besser - eben weil man etwas mehr drücken kann. Die SN Knete ist o.k. aber gewöhnungsbedürftig würde ich mal sagen. Insgesamt war der Lack aber sehr sauber - es waren kaum Verunreinigungen auf der Knete zu sehen.
Wichtig ! Gleitmittel !
Als Gleitmittel verwende ich immer destilliertes Wasser in einer Zerstäuber / Spray Flasche mit einem kleinen Schuss des Autoshampoos das ich gerade benutze. Mit Ausnahme von Wash & Wax Shampoos und des Strong Wash De-Buggers. Das Wash & Wax würde mir wieder Wachspartikel auf den Lack setzen, und zu starke oder zu hoch dosierte Shampoos können die Knete angreifen und zersetzen. Bisher bin ich sehr gut gefahren mit dem Chemical Guys Maxi Suds II oder dem Dodo Juice Born to be mild . Es ist IMMENS wichtig beim Kneten immer genug Gleitmittel zu verwenden. Warum und wie entnehmt ihr bitte den FAQ ( empfehlenswert ). Danach kärchere ich den Wagen mit klarem Wasser noch einmal komplett ab. Es ist darauf zu achten, dass auch das Kneten im Schatten und nicht bei 35° stattfindet, da sonst die Shampoo / Wasserlösung antrocknet und Ränder verursacht. Um das zu verhindern kann man auch die Teilflächen die man gerade geknetet hat direkt danach abtrocknen. Ach ja, manche verwenden als Gleitmittel auch spezielle Detailer. Dagegen spricht prinzipiell nichts, außer dass es ein Vielfaches der Wasser / Shampoo Lösung kostet.
Schritt 3
Trocknen
a) warum wird getrocknet ?
Na klar, damit es trocken wird ;-) Wir brauchen vor dem Polieren einen trockenen Lack. Auch die Plastik und Chromteile sowie die Scheinwerfer die später noch abgeklebt werden, müssen trocken sein damit das Abklebeband hält. Zudem ist beim Trocknen auch darauf zu achten, dass alle Kanten und Zwischenräume getrocknet werden. Dort setzt sich i.d.R. "Gammel" ab, was zu Rost führen kann. Da ist es doppelt sinnvoll beim Trocknen ein Auge darauf zu werfen und den Schmutz zu entfernen.
b) mit was wird getrocknet ?
Für diesen Zweck gibt es spezielle Mikrofaser-Trockentücher. Diese zeichnen sich durch ihre große Saugkraft und Wasseraufahme auf und sind i.d.R. größer als normale Mikrofasertücher. Ich verwende hier das Microfiber Madness "Dry me Crazy" Trockentuch.
c) warum dieses Produkt ?
Das Dry me Crazy kostet etwas mehr als die oft ( auch vorher von mir ) genutzten Tücher wie das Orange Towel oder Cobra Guzzler. Die Vorzüge des Dry me Crazy sind für mich, dass es kleiner und somit sehr gut in der Handhabung ist. Zudem ist es wesentlich dicker als andere Tücher und durch die längeren Fasern sehr weich und saugstark. Die weiße Farbe führt außerdem dazu, dass man immer sehr gut beim Trocknen erkennt, ob vielleicht doch noch eine Schmutzablagerung auf dem Lack ist. Man sieht dann die kleinste Verunreinigung sofort. Auf dem Bild habe ich eine kleine Fotomontage gemacht. Links ist der Wasserfilm zu sehen, in der Mitte das DmCrazy und rechts das, was an Wasser übrig bleibt - nämlich fast nichts.
Schritt 4
Abkleben
a) warum und was wird abgeklebt ?
Man klebt alle nicht lackierten Teile am Wagen vor der Politur ab. Scheinwerfer, Chrom und Plastikteile könnten ansonsten ( je nach Schärfe der Politur ) aus Versehen beim Polieren verkratzt werden. Das wird mit dem Abkleben verhindert.
b) mit was wird abgeklebt ?
Es gibt von Scotch / 3M blaue Abklebebänder in verschiedenen Stärken. Wie viele hier im Forum benutze auch ich diese Tapes. Abzuraten ist von normalem Krepp-Band. Die Haftung und Struktur ist nicht stark genug um einer Poliermaschine stand zu halten, und es läßt sich auch nicht so gut vom Lack lösen wie die speziell dafür hergestellten 3M Tapes.
c) warum dieses Produkt ?
Die 3M Tapes haben 3 große Vorteile. Sie sind reißfest, haften sehr gut auf dem Lack und lassen sich trotzdem leicht und rückstandslos entfernen. Zudem gibt es sie in vielen Stärken / Breiten, so dass man damit sehr gut in allen Bereichen abkleben kann, auch da wo es etwas eng wird.
Schritt 5
Polieren
a) warum wird poliert ?
Polieren bedeutet, dass man etwas vom Lack abträgt. Je schärfer die Politur, desto mehr trägt man ab. Die Schärfe der Politur die man verwendet hängt vom Grad des Defektes ab. Es gibt alle möglichen Polituren, von Produkten mit gröberem Schleifpartikelanteil der je nach Dauer der Politur immer feiner wird und zerfällt, bis zu den Polituren die die Größe der Partikel beibehalten. Bei den letztgenannten muss man i.d.R. danach noch mit einer feineren Politur nacharbeiten um ein Hochglanzfinish zu erreichen. Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man immer mit einer feineren Politur anfangen und sich bei Bedarf zu den gröberen durcharbeiten. Nicht auf jeden Defekt muss zwangsläufig sofort ein grober Keil ...
b) mit was wird poliert ?
Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Polituren. Ich verwende ( mal wieder ) das Meguiars Ultimate Compound . Das zählt zwar schon eher zu den etwas schwereren Kalibern, aber ich bin bisher damit zufrieden. Zudem ermöglicht es mir bei Bedarf auch nur einen Durchgang zu fahren und ggbf. auch mit weniger Druck auf das Pad auszukommen. Je nach Lackhärte kann das für Swirlenfernung in einem Durchgang auch zu schwach sein, für manche Lacke langt eine mildere Politur. Beim Ultimate Compound zerfallen übrigens die Schleifpartikel im Laufe des Verarbeitens. Ich verwende eine Krauss Tools DB5800 Excentermaschine mit orange farbenen Hex Logic Pads . Zur Abnahme der Politurreste kommen die Cobra Indigo Polishing Cloth Tücher und die Microfiber Madness Slogger zum Einsatz.
c) warum wurden diese Mittel verwendet ?
Die Krauss DB5800 ist baugleich mit den hier oft verwendeten Liquid Elements T3000 oder Kestrel DAS6 Maschinen. Da hier viele User gute Erfahrungen mit einer dieser Maschinen gemacht haben, habe ich mich dazu entschlossen und bin damit zufrieden. Die orange farbenen Hex Logic Pads habe ich gekauft, weil sie die 2.härtesten von Hex Logic waren und ich erst einmal versuchen wollte ob ich damit hinkomme. Da dem so war, sehe ich bisher keine Veranlassung einen Wechsel vorzunehmen. Das Ultimate Compound benutze ich aus 2 Gründen: Ich habe es sowieso schon da und will nicht unbedingt eine neue Politur kaufen solange das Zeug nicht aufgebraucht ist und außerdem bin ich damit bisher sehr zufrieden. Wie in Punkt b) schon erwähnt kann ich mir vorstellen mit einer milderen Politur auch zufriedenstellende Ergebnisse zu bekommen, aber so muss ich nicht wie in Irrer auf das Pad drücken und bisher bin ich auch mit einem Durchgang sehr zufrieden gewesen. Für die Abnahme von Politur hat sich für mich das Cobra Indigo Tuch als sehr gut erwiesen, deswegen bin ich dabei geblieben und habe mir einige davon zugelegt. Sie sind relativ dün und trotzdem weich und zudem randlos. Gleiches gilt übrigens auch für die MM Slogger- Man benötigt insgesamt ca. 4-5 Tücher. Lieber eines zu viel als zu wenig. Auf dem Bild ist die Politur übrigens noch NICHT durchgearbeitet, deswegen sieht es nach etwas viel Politur aus. Aber wenn sie wegpoliert ist, sieht man nur noch Staub und dann ist es schwer zu fotografieren.
Schritt 6
Pre Wax Cleaner
a) warum verwendet man einen Pre Wax Cleaner ?
Hier scheiden sich die Geister. Die einen schwören darauf, die anderen halten es schlicht für unnötig. Prinzipiell sorgt er dafür die ggbf. übrig gebliebenen Politurreste zu entfernen und hinterläßt einen sehr, sehr glatten Lack vor dem Auftrag des Wachses. Man kann zum Entfernen dieser Rückstände z.B. auch Isopropanol nutzen, allerdings hinterläßt es nicht dieses unschlagbare Glättegefühl wie es die meisten Pre Wax Cleaner machen.
b) mit was bereitet man den Lack auf den Wachsauftrag vor ?
Hierzu nutze ich das Poorboys World Black Hole und trage es auch mit der Krauss DB5800 sowie schwarzen Hex Logic Pads auf. Zur Abnahme greife ich wieder auf die Cobra Indigo und Slogger Tücher zurück. So sollte es wie eingangs erwähnt auch heute sein - leider kam mir ein Stromengpass und dann noch das Wetter dazwischen. Deswegen Bin ich heute wieder back to the Roots und habe den Cleaner mit einem Lupuspad per Hand aufgetragen. Geht auch, trotzdem finde ich es mit Maschine angenehmer und gleichmäßiger.
c) warum ich diese Mittel verwenden ?
Das Black Hole soll angeblich für dunkle Lacke konzipiert sein. Ich habe es gekauft und bin sehr zufrieden und es läßt sich extrem gut verarbeiten. Die schwarzen Hex Logic Pads sind sehr weich, aber noch nicht die weichsten in der Linie. Sie haben dennoch keine abrasive Wirkung, was wichtig ist. Auch hier schätze ich zur Abnahme die schon erwähnten Vorzüge der Indigo und Slogger Tücher.
Wie im Absatz davor erwähnt geht es NATÜRLICH auch mit einem Lupuspad oder einem dieser blauen Lackreinigungsschwämme.
Schritt 7
Wachsen
a) warum wird überhaupt gewachst ?
Zum einen um den Lack vor Umwelteinflüssen zu schützen. Zum anderen lassen sich bei einem gewachsten bzw. versiegelten Wagen Dreckrückstände beim Waschen leichter entfernen. Natürlich schützt ein Wachs nicht vor Kratzern, Swirls und Vogelkot. Vogelkot sollte man trotzdem nicht stunden- oder tagelang einbrennen lassen. Wachs schützt vielmehr in gewissem Maße vor Farbausbleichung durch Sonneneintrahlung im Sommer oder Salz im Winter. Bitte darauf achten dass auch dieser Arbeitsschritt im Schatten durchgeführt wird.
b) mit was wird gewachst ?
tadaaa - und da ist es :-) Das Zymöl Ebony . Speziell entwickelt für unischwarze Autos ( wenn man die Marketinggeschichte wegläßt, bleibt wahrscheinlich übrig, dass es sich für jedes Auto gleichermaßen eignet .... ). Aber egal ! Zymöl genießt einen hervorragenden Ruf und wirbt u.a. damit dass es keine chemischen Zusätze enthält. Jaja ich weiß, irgendwie ist alles was Bio ist auch chemisch und umgekehrt, ich denke ihr wißt was gemeint ist. Es werden einfach nur natürliche Zutaten verwendet, und angeblich nur die Besten .. klar ;-) Die Chemiker unter euch sollen einfach mal ein Auge zudrücken. Die Abnahme der Wachsreste übernahmen bisher die Lupus 500er und Lupus 530er Tücher .
Normalerweise ... :-) Da es sich dieses Mal aber nicht um ein 08/15 Wachs handelt, werden zur Feier des Tages das Zaino Z-Towel , das Prima Paradise Monster Fluffy und das Cobra Super Plush Deluxe 600 Junior verwendet. Nobel geht die Welt zugrunde ;-(
c) warum wird dieses Wachs genutzt ?
Das weiß ich selber nicht ;-) Es ist einfach keine rationale Entscheidung das Zymöl zu kaufen. Ich wollte es einfach mal probieren. Es riecht sehr angenehm fruchtig und läßt sich sehr leicht auftragen. Smooooth ! Wenigstens was den Auftrag betrifft kann ich sagen, dass ich noch kein Wachs benutzt habe, das sich soooo easy auftragen läßt. Durch die relativ hohe Temperatur war das Ebony der Auftrag-Knaller. Wirklich nur einmal mit dem blauen Zymöl Pad in die Dose getippt und damit konnte man fast eine halbe Haube machen ! Die Zymöl Pads finde ich übrigens auch sehr gut. Sie sind kleiner als z.B. die Pads von Lupus und ich finde sie auch weicher als andere Pads.
Bei den Tüchern ist mir eine kleine Besonderheit aufgefallen, die mir noch bei keinem anderen Wachs aufgefallen ist. Das Zaino Z Towel, dass ich letztens noch einen Minitick vor dem Monster Fluffy gesehen habe, war beim Abtrag des Zymöl dem Monsterfluffy unterlegen. Das Monsterfluffy liess den Wachsabtrag sehr easy von der Hand gehen, beim Z Towel wirkte es irgendwie bremsend, genau wie beim Cobra Super Plush. Die Abnahme ging natürlich auch mit diesen beiden Tüchern, mit den beiden letztgenannten machte das Ebony aber einen irgendwie zickigen Eindruck. Beim Monsterfluffy gar nicht ... Komisch. Vielleicht lag es an der Temperatur, vielleicht am Precleaner ... ? Es wird ja die HD Cleanse von Zymöl empfohlen. Vielleicht lege ich mir das Zeug fürs nächste Mal einfach mal zu.
Schritt 8
Kunststoffpflege im Außenbereich
a) warum pflegt man den Kunststoff ?
Kunststoff braucht genau wie die Gummis und Dichtungen regelmäßige Pflege. Die UV-Strahlung läßt das Material ausbleichen und spröde werden. Risse können die Folge sein, zudem verliert Plastik im Laufe der Zeit dadurch sein Farbe.
b) mit was kann man Kunststoff pflegen ?
Ich habe hier schon einiges ausprobiert und kann im Grunde 2 Mittel empfehlen. Das Koch Chemie PlastStar und das Autoglym Plastik and Rubber Cleaner , den ich aktuell benutze.
c) warum mit diesen Mitteln ?
Beide Mittel schützen über Monate, ich finde allerdings dass das Autoglym die Farbe besser auffrischt. Dichtungsgummis bleiben auf diese Art und Weise länger elastisch und werden nicht so schnell rissig. Wer mit einer Emulsion besser zurecht kommt, dem sei das Autoglym nahegelegt, wer lieber mit einer Flüssigkeit arbeitet, der sollte eher zum PlasStar greifen.
Ich habe leider vergessen von diesem Schritt Bilder zu machen, deswegen lade ich hier ein paar alte Bilder hoch, das Prinzip ist ja das gleiche.
Schritt 9
Innenraum säubern / Cockpitpflege
a) warum Cockpit Pflegemittel ?
Auch Kunststoff braucht Pflege. In alten, ungepflegten Autos sieht man häufiger gerissene Armaturenbretter. Durch Sonneneinstrahlung und sehr starkem Erhitzen des Materials und dem Abkühlen durch den Einsatz der Klimaanlage wird es auf Dauer spröde. Ähnliches gilt auch für den Winter und dem Einsatz der Heizung. Dem kann man durch regelmäßige Pflege entgegenwirken.
b) mit was säubert und pflegt man den Innenraum am Besten ?
Auch hier gibt es eine Vielzahl an Mitteln. Ich habe mich inzwischen für folgende Produkte entschieden: Poorboys World All Purpose Cleaner ( APC ), Surf City Garage Dash Away , Meguiars Natural Shine und Lexol Vinylex . Dieses Mal habe ich aber aufgrund meiner Neugier und der Empfehlungen hier im Board auf das Auto Finesse Spritz zurückgegriffen, welches sehr fein aufgesprüht wird, und ein wirklich mattes und angenehmes Finish hinterlässt. Die Vorreinigung habe ich je nach Fläche mit APC 1:10 unter Zurhilfenahme der Valet Pro Pinsel ( ValetPro Large Sash Brush und dem ValetPro Dash Brush ) und/oder dem Dash Away gemacht. Mit den Pinseln kann man das APC gut aufschäumen, bzw. kommt gut überall hin. Ich muss aber sagen, beim ersten Einsatz haben sie doch relativ viele Haare verloren, was natürlich nervig ist, muss man doch danach wieder Haare einsammeln oder nochmal saugen. Beim nächsten Einsatz hatte es sich dann aber "ausgehaart" und das Haare verlieren reduzierte sich auf ein Minimum. Das ganze wurde dann mit einem Mikrofasertuch trocken gewischt. Danach kam wie gesagt das Spritz zum Einsatz, was seinerseits auch wieder mit einem Tuch nachgewischt wurde.
c) warum verwende ich diese Produkte ?
Das Poorboys APC ist eine Allzweckwaffe, das je nach Mischungsverhältnis für vielerlei Anwendungen verwendet werden kann. Ich verwende es z.B. für Verunreinigungen von Teppich und zur Grundreinigung der Plastikteile. Es ist aber ein purer Reiniger ohne UV Schutz. Das Dash Away kann man für die gleichen Gebiete verwenden und es enthält auch UV Schutz. Starke Verschmutzungen auf Polstern kann man hiermit auch sehr gut entfernen. Das Dash Away ist für mich einer der effektivsten Reiniger für diese Zwecke. Ein Vorteil gegenüber dem APC ist, dass es nicht so stark schäumt und in der Anwendung deswegen sehr leicht ist. Einsprühen, warten, abwischen ! Es hinterläßt allerdings keinerlei Glanz. Aus diesem Grund verwende ich im Nachgang der Reinigung noch eine Pflegemittel. In diesem Fall das AutoFinesse Spritz. Kleiner Tipp: Wenn ihr den Kunststoff innen reinigt, dann sprüht den Reiniger am Besten erst ins Tuch und wischt dann über die Fläche. So versaut man sich auch nicht die Scheiben. Die Seitenscheiben würde ich aus diesem Grund auch vor der Innenraumpflege nach unten fahren.
Schritt 10
Scheiben reinigen
a) warum ?
Etwas Durchblick ist beim Autofahren nicht verkehrt. Wer hat sich noch nicht bei tiefstehender Sonne über Schmierstreifen geärgert. Warum aber erst als Schritt 8 und nicht direkt am Anfang ? Manche Polituren neigen bei maschineller Verarbeitung dazu etwas zu stauben und zu spritzen, selbst wenn man sie sparsam benutzt. Gerade bei der Bearbeitung der Motorhaube kann es dazu kommen, dass die Windschutzscheibe dadurch versaut wird. Um das zu verhindern mache ich das Reinigen der Fenster zum Schluss. Wichtig ist, dass man den Glasreiniger nicht auf die Scheibe, sondern auf das Tuch sprüht und damit wischt.
b) mit was ?
Hierbei nutze ich zum Reinigen das Dodo Juice Basics of Bling Glass Cloth und zum streifenfreien Polieren das Petzoldt´s Glastuch . Der Scheibenreiniger ist aktuell von Sidolin.
c) warum diese Produkte ?
Das gelbe Dodo Juice Tuch reinigt aufgrund seiner Waffelstrukur sehr gut und kostet nur vier EUR. Das blaue Petzoldt´s Tuch hatte ich irgendwann mal bestellt und es funktioniert gut. Bei den Scheibenreinigern hatte ich schon verschiedene. Ich glaube dass sich die namhaften Hersteller hier nicht viel geben.
Schritt 11
Reifenpflege
a) warum Reifenpflege ?
Reifen neigen dazu im Laufe der Zeit unansehnlich und braun zu werden. Mit Hilfe von Reifengel kann man die Reifen wieder tiefschwarz bekommen.
b) mit was ?
Ich benutze dafür das Meguiars Gold Class Endurance Tire Gel . Normalerweise habe ich das Gel immer mit der gelben Seite eine Glitzschwamms aufgetragen. Dieses Mal habe einen Applikator benutzt, den mir ein User zum Testen geschickt hat. Der Applikator hat eine Form, die sich gut den Flanken des Reifens anpassen sollte und aus Schaumstoff besteht. Leider fällt dieses Produkt durch. Der Schaumstoff nimmt das aufgetragene Gel zu schnell auf und es wandert ins Innere. Somit hat man mehr Gelverbrauch als nötig, was natürlich nicht erfreulich ist. Der Auftrag klappt auch nicht richtig gut, weil der Schaumstoff zu weich ist und gerne abknickt.
Warum dieses Reifengel ?
Es hinterlässt - je nach Fahrprofil und Wetter - ca. für 4 Wochen einen schönen schwarzen Reifen. Zudem lässt es sich gut auftragen und recht sparsam dosieren. ( mit einem Haushaltsschwamm ) Es sei denn man möchte es gerne etwas glänzender, dann muss man einfach höher dosieren. Ich mag es eher mattschwarz und das funktioniert mit dem Tire Gel gut. Es ist allerdings anzuraten dafür Einweg Handschuhe anzuziehen, denn es ist schon ziemlich schmierig und man kann damit auch gut seine Hände schwärzen ;-)
Schritt 12
Felgenwachs ( bei mir sollte es eigentlich Radkappenwachs heißen )
a) Warum Felgen wachsen ?
Dieser Schritt dient dazu, dass das säubern der Felgen / Radkappen zukünftig besser von der Hand geht. Im Normalfall sollte dann Felgenreiniger nicht mehr nötig sein, sondern normales Autoshampoo -Wasser Gemisch und ein billiger Waschhandschuh langen aus wenn man sie ab dann regelmäßig wäscht. Zudem brennt sich dann der Bremsstaub nicht mehr so schnell ein. Felgen sind ja nicht immer eine ganz günstige Angelegenheit, und es sieht zudem nicht passend aus, wenn man einen sauberen Wagen hat und dreckige Felgen. In meinem Fall war es jetzt nicht ganz so teuer ( 69 oder 89 EUR kosten die Zierblenden glaube ich ), sauber sollten sie dennoch sein, und gegen leichteres waschen spricht ja auch nichts. Alufelgen an sich säubert man eigentlich nur 2 x im Jahr richtig mit Felgenreiniger und Bürste - immer zum Radwechsel und zur EInlagerung. Wenn man die Felgen dann wachst, bzw. eine gute Versiegelung nutzt, langt das eigentlich bis zum nächsten Radwechsel. Wie man auch richtig dreckige Felgen sauber bekommt, sieht man in einigen lesenswerten Blogs von z.B. DiSchu oder pepparmobil . Bei letzterem gibt es übrigens noch einen 2. Teil.
b) Mit was wachst man Felgen ?
tja - da gibt es wohl jede Menge Mittel. Die meisten schimpfen sich Felgenversiegelung. Wachse die speziell dafür gemacht sind kenne ich ausser dem genutzten Finish Kare - 1000P Hi-Temp Paste Wax eigentlich sonst keins. Ich habe mal eine Sprühversiegelung von Sonax ( Xtreme ) probiert weil sie für 5 EUR im real bei den Schnäppchen stand, aber die hat nicht so lange durchgehalten, wobei man schon sagen muss, dass der Dreck sich danach mit einem Tuch schon einfacher wegwischen ließ also vorher ohne Versiegelung. Sie hatte eben aber keine Langzeitwirkung. Das Finish Kare ist eher eine Versiegelung als ein Wachs, weil es kein Carnauba enthält. Es geht aber landläufig als Wachs durch. Wollen wir mal nicht zu kleingeistig sein ;-) Es riecht schon stark paraffinmäßig und hat die Tendenz Schuhcremegruch. Es ist leicht gelblich und lässt sich mittels Pad sehr gut auftragen, und mittels Mikrofasertuch sehr gut abnehmen. Man kann es auch für den Lack nutzen. Nach dem wachsen der 4 Radkappen sieht man nicht, dass die Dose angebrochen wurde - es ist also sehr sparsam nutzbar. Für 4 EUR kann man wirklich jede Menge Felgen wachsen. Natürlich ist darauf zu achten, dass die Felge vorher wirklich sauber ist und vor allem trocken.
c) Warum mit diesem Produkt ?
Das ist meine erste Anwendung des Finish Kare - 1000P Hi-Temp Paste Wax. Ich habe es gekauft, weil es gerade mal 4 EUR kostet und einen guten Ruf bei den Mitforisten genießt. Es soll besonders hitzebeständig sein, und dass ist bei Felgen nicht unwichtig, denn durch das Bremsen entsteht dort schon starke Hitze, und auch der Bremsenabrieb / Staub hat nicht gerade Zimmertemperatur. Es läßt sich sehr gut verarbeiten und hat ein unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis.
So - und jetzt noch ein paar Impressionen ;-)
INHALTSVERZEICHNIS DIESES BLOGS
Gruss E. |



















































