Hallo zusammen,
nach längerer Zeit schreibe ich mal wieder etwas. Zur Winterzeit beschränkt sich die Fahrzeugpflege auf eine "2-Eimer-Katzen-Wäsche" alle 2-3 Wochen, je nach dem wie es die Temperaturen zulassen. Deswegen habe ich die Zeit "zwischen den Jahren" einmal zu einem kleinen Experiment genutzt, das mit der Fahrzeugpflege an sich nichts zu tun hat. Da momentan wirklich wenig los ist auf den Straßen, ( ganz im Gegenteil zu sonst, wo ich von Stau zu Stau fahre, stundenlang im "stockenden Verkehr" hängenbleibe und mir Nachrichten über Verkehrsbehinderungen aus den Ohren heraushängen ) wollte ich mal schauen ob ich es schaffe jeden Tag während der gesamten Strecke zur ARbeit und zurück konstant bei Tempo 100 zu bleiben. Natürlich nur da wo es erlaubt ist. Auf den Teilstrecken die über Landstraße und durch die Stadt führen habe ich mich bemüht auch nicht höher als 3000 Touren zu fahren und immer bei 2000 Touren zu schalten. Der Großteil der Strecke führt über die AB und hier war es tatsächlich möglich so gut wie ohne Bremsen auszukommen. Das Tempo konnte ich auch ohne Tempomat auf relativ konstanten 100 km/H zu halten, sogar bei den meisten Auf- und Abfahrten, da das nervige Einfädeln im normalen Verkehr entfiel.
So weit so gut. Warum das Ganze ? Ich wollte einfach mal sehen, in wie weit sich eine Spritersparnis erreichen läßt, wenn man immer konstant fahren könnte - in einem Paradies mit 10 spurigen Autobahnen ohne Stau ;-)
Aber im Ernst - am Ende sollte die Frage stehen, ob ein großzügiger Ausbau von Autobahnen sogar umweltfreundlich wäre. Ich dachte bisher, dass die "paar Meter Feld" die man für die doppelte Anzahl der Spuren bei vielbefahrenen Autobahnen "plattmachen" müsste ein sinnvolles Opfer wären, dafür dass man vermutlich millionen Tonnen CO2 einsparen könnte weil es viel weniger Staus gäbe.
Natürlich ist der Test null repräsentativ, denn ich bin in der Zeit nur 350 KM gefahren. Ich muß dazu sagen, dass ich ansonsten auch nie sehr schnell fahre. Zum einen ist mir der Sprit zu teuer, und zum zweiten lässt es mein Streckenprofil gar nicht zu. So ergibt sich nach 30.000 KM mit dem Volvo V50 ( 74kW / 100PS Benziner ) ein relativ moderater Verbrauch von 6,7 Liter / 100 km . Getankt wird nur Super E5. Zwischendurch habe ich ein paar tausend KM auch Super+98 getankt - einen erkennbaren Minderverbrauch hat es dadurch nicht gegeben, obwohl es in der Werbung gerne behauptet wird.
So, was hat es gebracht ? Am Ende bin ich im Durchschnitt auf 6,55 Liter / 100 KM gekommen, was nun wirklich keine Wahnsinnsersparnis ist. Es gab in der Vergangenheit sogar Betankungen, bei denen ich diesen Wert unterschritten habe - und das auch ohne darauf zu achten konstant bei 100 km/H zu bleiben. Ansonsten fahre ich aufgrund o.g. Gründe fast nie viel schneller, aber ich pendle immer zwischen 100 und 120 km/H aufgrund von Überholmanövern. Ansonsten achte ich auch sonst darauf relativ früh zu schalten. Aber unterm Strich kann ich sagen, dass ich mir mehr erwartet hätte. Sparen liessen sich in meinem Falle gerade ca. 3%
des üblichen Verbrauchs. In Euro ausgedrückt wären das zwischen 8,00 und 10,00 Euro im Monat.
Ich weiß nicht wie viel millionen Tonnen Sprit in D oder gar weltweit pro Jahr verballert werden, aber hier würde die Ersparnis wesentlich höher liegen, da viele ein wesentlich höheres Durchschnittstempo fahren als ich üblicherweise. Hier gäbe es also
ein relativ großes Einsparpotential.
Fazit ?
Stau nervt ! Ich könnte immer so zur Arbeit fahren :-) Am meisten Sprit spart man, in dem man gar nicht zur Arbeit fährt ;-)
Ach ja - die Bilder aus dem fahrenden Auto wurden natürlich NICHT von mir gemacht. Hier hat der nette Beifahrer geholfen - danke auch dafür an dieser Stelle !
Gruss
E.