30.08.2012 21:57
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Beerkiste
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Ich packe meinen Polo und nehme mit meinen Ehrgeiz, meine große Klappe, meinen Laptop, Vorfreude auf neue Städte und neue Leute, schöne Erinnerungen, meine Glückskette, mein Lieblingskissen und den halben Hausstand meiner Eltern.
Gestern habe ich mir beim ausgemusterten Geschirr und Besteck das beste rausgesucht. Alles viermal, Freitags und Samstags gibts Döner, Sonntags Megges.
Meine Ausbildung beginnt am 01. September, doch ich habe mit meinem Vorgesetzten ausgemacht, dass ich erst am Montag anfange. So bleibt noch genügend Zeit für den Umzug am Wochenende. Nach langer WG- bzw Zimmersuche bin ich nun in einem privaten Studentenwohnheim am Rande der Mainzer Altstadt gelandet. Mein Zimmer dort ist möbliert unter anderem mit einem tollen selbst gebauten Hochbett. Aus meinem Fenster im zweiten Stock habe ich einen tollen Ausblick auf den Park nebenan, welchen ich heute mal genauer besichtigen möchte. Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Waschsalon und alles was man sonst noch braucht befindet sich in Laufweite. In dem Altbau, wo ich wohne ist im Erdgeschoss auch ein besonders gemütliches Café, in welchem ich sicherlich an manchen Abenden den ein oder anderen Cocktail schlürfen werde. In der Stadt braucht frau natürlich nicht unbedingt ein Auto, gerade bei einer Parksituation wie in Mainz. Da ich mir aber sonst nichts gönne ( Besonders vermissen werde ich meine Familie, meine Freunde und meinen Hund. Keine spontanen Treffen und Ausflüge mehr. Kein cruisen mehr auf dem Dorf, keine Spieleabende mit den Mädels. Nicht mehr im Garten liegen und auf der Terasse sitzen. Kein alltägliches "Was kochen wir heute Abend?"-Telefonat mit Mutti und Gott sei dank kein laut Musik hörender Typ nebenan mehr.
Bis hierhin war es ein weiter Weg! Erst gestern Abend habe ich schmunzelnd alte Blogkommentare durchgelesen, in denen es darum ging, warum zur Hölle ich denn keine Ausbildung finde (Silvers Fototagebuch Seite 22). Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich Woche für Woche Stapelweise Absagen aus dem Briefkasten geholt habe. Meine MT-Bekannten haben mich klasse unterstützt, mir viele Ratschläge und Tipps gegeben und mich motiviert. Nach dem Vorstellungsgespräch bei meinem zukünftigen Arbeitgeber hatte ich ein super Gefühl und habe mich riesig gefreut, als schon am nächsten Tag die Zusage kam. Ich bin noch lange nicht am Ziel, das ist erst die Chance auf eine Chance in diesem Unternehmen und ich gedenke sie zu nutzen. Das Berufsleben geht gerade erst los, und ich stürze mich mittenrein. Auf in die Großstadt! Auf in den Job! Auf nach Mainz! |


Vor ein paar Tagen hatte ich schon ein paar Kleinigkeiten besorgt, doch wenn ich jetzt auf meine Liste schaue müsste ich vllt nochmal zu IKEA.








