28.10.2009 18:06
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Beatrice Boisblanc
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Porsche,
Cayenne turbo,
Beatrice Boisblanc
Ich hatte anfangs auch Angst, meinen 996 turbo in den Grenzbereich zu bringen, Vmax auf der einigermaßen leeren Autobahn war schon eher möglich. Als ich dann zum Cayenne turbo wechselte, gab es bei der Übernahme des Neuen das ganze Paket Testfahrten auf Porsches Übungsgelände, tief im Dreck wühlen und kleine Berge erklimmen, ganz schön und gut... aber dann: zunächst mit Testfahrer auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke, die sich aus den bösen Kurven aller Rennbahnen dieser Welt zusammensetzt.
Erstmal war mir nur schlecht, denn was der wilde Hund neben mir mit dem werkseigenen Cayenne turbo veranstaltete, war geradezu unvorstellbar. Nach vier Runden und einem offenen Beifahrer-Seitenfenster (das sich durch die Fliehkraft und einen gegen die Knöpfe gepressten Beifahrer von sebst öffnete, gerade noch rechtzeitig...) dann Fahrerwechsel und meine Frage, ob er denn sein Gefährt schon mal auf Dach gelegt hätte? Nein, noch nie.
Na gut, das war sein Fehler... denn jetzt traute ich mich erstmals über meine eigenen Grenzmarkierungen hinaus, erst vorsichtig, dann in Erinnerung an die Wahnsinnsrunden vorab, immer feuriger. Schnelle 90-Grad-Ecken nacheinander, mit heulenden Pneus quer durch die verrücktesten Kurven, alle Viere in der Luft auf der Kuppe - unglaublich, was der Cayenne alles kann! Wenn man sich traut, einfach draufzubleiben.
Ich blieb... bis in der letzten Runde das Beifahrerfenster aufging und mein Nebensitzer freundlich um Pause bat, da er sonst sein Mittagessen loswerden würde... ich verstand das eine Art Ritterschlag und habe seitdem ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zu meinem "großen Grauen". |


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