18.10.2009 14:34
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Beatrice Boisblanc
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Kommentare (1)
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Bugatti,
Veyron,
16.4,
Molsheim,
Beatrice Boisblanc
bugatti-in-fahrt
Eigentlich konnte es alles gar nicht wahr sein... aber die Einladung ins französische Molsheim war echt, kein Zweifel. Gut, schnelle Autos haben mich schon immer fasziniert, aber das... eine Einladung in den Olymp, zu Zeus, dem Übervater aller Sportwagen, dem absoluten Hammer mit 1001 PS (die übrigens nicht einmal in das PS-Kästchen dieser Website gepaßt haben, deshalb dort nur 999...).
Dann ein süßes Schlößchen mit Kiesweg und Butler, dazu eine überaus putzige Mini-Rundstrecke rundherum und eine ehemalige Remise, die den "Verkaufsraum" beherbergt. Unaufgeregt, absolut angenehm, aufgeräumt... irgendwie so, wie man sich's immer gewünscht hat. Zuerst ein nettes Mittagessen, dann eine kleine Führung durch die piekfeine Manufaktur, die genausogut Chronometer bauen könnte. Und schließlich die kleine Andacht vor zwei nagelneuen Bugattis auf Kiesweg. Ich fühle mich wie kurz vor meiner Kommunion...
Die ersten Kilometer übernimmt der freundliche Bugatti-Testfahrer, erklärt die Vorzüge des Doppelkupplungsgetriebes, das die nicht enden wollenden Kraft-Ansprüche des 1001-PS-Motors endlich befriedigte. Die Flugzeugtechnik, die an vielen Stellen des Bugatti zum Einsatz kommen mußte, weil Herkömmliches sich bei 400 km/h in Schall und Rauch auflöste. Aber ich habe gar nicht zugehört... keine Sekunde. Denn beim Start dieses Motors bricht eine Klangorgie los, die keine Orgel dieser Welt eindruckvoller zustandebläst: eine Oper, gedonnert auf sechzehn Zylindern, getrieben von vier Turboladern. Unerhört. Ungeheuerlich. Unglaublich gut.
Was dann folgt, ist spektakulär. Und das genaue Gegenteil davon. Und das gleichzeitig. Wie aus der Kanone geschossen beschleunigt der Bugatti Veyron. Ohne Rucken, ohne Gebrüll. Und beschleunigt weiter... 200, 250, 300... und bremst ganz locker hinter einem Passat, der auf einer 130 km/h-beschränkten französischen nicht mit einem niedrig fliegenden Ufo gerechnet hat. Durchatmen, Abfahrt, Wendemanöver und ich bin an der Reihe.
Schlüsseldrehen, Startknopf drücken, Orgel an! Ohhhhhhh.... was für ein Sound! Schaltstufe vorwärts und das Dörfchen gleitet vorbei, Sightseeing mit 1001 PS, gar kein Problem. Dann auf die Autobahn, erst vorsichtiges Herantasten an das Monstrum im Rücken, dann der Ritt auf der Kanonenkugel... bei 368 km/h ist für mich erstmal Schluß und die Autobahn optisch so schmal wie ein Nadelöhr. Beim scharfen Bremsen schießt aus allen vier Radkästen schwarzer Rauch, der Heckspoiler stellt sich blitzschnell senkrecht. Fast noch beeindruckender als Beschleunigen...
Nach knapp zwei Stunden gehts es zurück auf den Kiesweg, 1001 verrückte Gedanken im Kopf und 1,19 Millionen schwergewichtige Argumente dagegen. Soviel kostete der Bugatti-Traum auf Rädern damals, den Kaufvertrag hege ich heute noch. |



Kommentare: 1
29.10.2009 11:20 |
Roytoy
oh ja... während der Testfahrt(dazu mit dem Testfahrer?) einfach mal auf 368 km/h Beschleunigen und dann das ganze auch noch auf der Französichen Autobahn.
Der Testfahrer hat also die Beschlagnahmung von diesem 1 mio. € Wagen riskiert damit ein einfacher Journalist beeindruckt wurde.
Wers glaubt wird seelig.