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Baureihe 220 - Faszination Millenium-S-Klasse

In diesem Blog geht es um die Mercedes-Benz S-Klasse Baureihe W 220. Seit meiner Jugend ist dies das Auto meiner Träume. Ich möchte euch von der Faszination erzählen sowie aus dem Alltag mit meinem Fahrzeug dieser Baureihe.

Sun Jan 08 16:39:05 CET 2017    |    W220-BN    |    Kommentare (12)

Herzlich willkommen zum ersten Beitrag meines ersten Blogs!

Wie die Beschreibung vermuten lässt, geht es hier um die Baureihe 220 der Mercedes-Benz S-Klasse, mit der mich seit meiner Jugend eine große Faszination verbindet.

 

Auch wenn ich oft höre, dass die Baureihe 220, insbesondere vor der Modellpflege 2002, nicht zu den besten S-Klassen gehört, bin überzeugt, es gibt da draußen noch genug andere Liebhaber außer mir, die sich an Ihren Fahrzeugen erfreuen ;-)

 

Kurz zu meiner Person: Ich bin Jahrgang 1984 (zum S-Klasse fahren ist man nie zu jung!) und wohne in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn am Rhein.

Schon früh über meinen Großvater und Onkel mit dem Mercedes-Virus infiziert, war mein erstes Auto natürlich mit Stern: Als Student erwarb ich 2006 einen schönen "Opa-Benz" 200 E der Baureihe W 124. Schaltwagen, Retro-Karo-Muster auf den Sitzen, aber zuverlässig und äußerst Komfortabel. Die gehässigen Kommentare meiner Altersgenossen blieben natürlich nicht aus, aber nur wer zu dem steht, was er gerne hat/macht, der wird auch glücklich.

Da mein 124er leider nicht hundertprozentig original war und die Ausstattung auch sonst nicht liebhaberfähig war, wurde der Wagen nach einigen Jahren wieder verkauft, da mein Arbeitgeber mir einen Dienstwagen zur Verfügung stellte.

 

Kommen wir also zu meinen Anfängen mit der S-Klasse Baureihe W 220. Es war im Jahre 1998, als ich zum ersten Mal Bilder der neuen S-Klasse zu Gesicht bekam, die ein Jahr später erscheinen sollte. Im Gegensatz zum Vorgänger W 140 erschien mir dieses Fahrzeug wie aus einer anderen Welt. Wunderschöne und harmonisch aufeinander abgestimmte Rundungen, elegante Linien. Ein Design ganz nach meinem Geschmack. Gleichzeitig versprühte die S-Klasse als Flaggschiff der Personenwagenflotte von Mercedes auf mich den Charme eines unerreichbaren Traumwagens.

Vollends geweckt wurde allerdings die Leidenschaft für diese Baureihe erst, als mein Großvater Ende 1999 beschloss, sich als "letztes Fahrzeug" eine S-Klasse zu kaufen. Von Beruf war er Außendienstler einer großen deutschen Marke für Bürobedarf und fuhr stets einen Mercedes E-Klasse bzw. die Vorgängermodelle, als Diesel in weiß. Der letzte Wagen im Ruhestand sollte also eine S-Klasse sein. Meine Mutter, die moralische Instanz der Familie, erklärte ihn für verrückt, aber die Bestellung wurde unterschrieben. Oft saß ich in der Zeit danach am Küchentisch meiner Großeltern und blätterte den Verkaufskatalog des W 220 durch.

Die Abholung erfolgte im Sommer des Jahres 2000. Selbstverständlich machte mein Opa Gebrauch von der angebotenen Werksabholung in Stuttgart. Ein nicht ganz ehrliches Schriftstück meiner Mutter an meinen Klassenlehrer sorgte dafür, dass meine Großeltern neben einem Satz druckfrischer Kennzeichen und einem Fresskorb auch ihren Enkel mit auf die Reise in den Süden der Republik nahmen. Mit einer tollen Werksführung in Untertürkheim wurde die Wartzeit vor Ort sinnvoll überbrückt.

Ich werde niemals den Anblick vergessen, als wir in die große Abholungshalle traten, wo die blitzenden Neuwagen standen. Ein Mitarbeiter mit weißen Handschuhen flitzte elegant zwischen den Fahrzeugen umher und legte hier und da nochmal schnell mit dem Poliertuch Hand an. Und in der Mitte der Halle stand er: Der silberne S 320 CDI, der uns wie auf Wolken zurück nach Bonn bringen sollte und den Grundstein meiner Leidenschaft für die Baureihe 220 legte. Niemals zuvor war ich in solch einem komfortablen (Airmatic serienmäßig) und leisen Auto gefahren.

Bis heute bin ich sozusagen der persönliche Adjutant meines Großvaters für seine S-Klasse. Ich stelle die Uhr, helfe ihm aus dem Bordmenu heraus, wenn er sich mal wieder verirrt hat und nehme den Reifenwechsel vor. Sein Wagen hat mittlerweile knapp über 100.000 km auf dem Tacho und leider einige kleine Spuren altersmäßiger Nachlässigkeit beim Manövrieren ;-)

Das größte Fest war stets, als ich nach Erlangung meines Führerscheines selbst ans Steuer durfte. Spätestens da war mir klar: Irgendwann will ich selbst eine S-Klasse fahren, und zwar genau diese Baureihe!

 

Im Jahr 2012 war es soweit. Dazu mehr beim nächsten Mal.

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