MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

15.12.2012 13:02    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: , , , ,

Hallo zusammen,

ich hatte diese Woche mit meinem W124c etwas Pech; als ich von der Arbeit nach Hause kam, fiel meine Innenraumlueftung aus, am Tag danach fiel mein Scheibenwischer aus und ich hatte absolut keine Zeit das zu reparieren und auch kein Alternativauto (mein Lincoln steht auf alten Sommerreifen und ich will im Winter alles fahren, nur diesen Lincoln nicht); ich entschied mich also dazu das von einem Glashauspalast reparieren zu lassen (Mercedes Nuehlen in Moers; kann ich nur empfehlen; sehr zuvorkommend).

 

Man wollte mich erst nicht ernstnehmen ala "das ist aber teuer" usw..., aber ich brauchte eine Innenraumlueftung; ich habe den einen Morgen so extrem gefroren im Auto; unvorstellbar :). Ich laufe auch immer etwas "entspannt" durch die Gegend ;)...gesaugt war die Karre auch nicht und naja...nicht schwer zu denken, dass bei mir nicht viel zu holen ist :).

 

Ich bekam als Leihwagen einen Mercedes C (W204) als 180CGI "BlueEfficiency" mit 1.8L (M 271 DE 18 AL red.) mit Avantgarde Ausstattung.

 

Hier mal kurz meine Erfahrungen nach nur 100km:

 

1. Eng, eng und eng! :)

 

Ich bin selten so ein enges Auto gefahren. Mein linkes Knie scheuert an der dicken Tueramatur, mein rechtes Knie scheuert an der dicken Mittelkonsole und mein Kopf scheuert an der Decke. Mein Vater faehrt einen W203 als 6-Gang Schalter mit etwas ueber 140PS (180K) und der ist aehnlich eng, aber bei der aktuellen C-Klasse faellt das Dach recht stark ab, was mich persoenlich tierisch nervt. Ich fuehlte mich sehr beengt.

 

2. Das Schaltgetriebe ist immer noch schlecht

 

Natuerlich sind die Schaltvorgaenge leichtgaengig und auch relativ kurz, wie es sich heutzutage gehoert, _aber_ das Getriebe hat immer noch die gleichen Probleme wie das des W203. Die Abstimmung auf den Motor passt einfach nicht. Der erste Gang ist sehr kurz und "ruppig"; wenn man den ersten Gang "durchzieht" und dann in den zweiten Gang wechselt, wippt das Auto, weil es sich zwischen 1. und 2. Gang wie eine Motorbremse verhaelt. Das ist beim W203 so und beim W204 exakt das gleiche...das Getriebe ist eindeutig fuer das ruhigere Fahren gebaut. Bei schnellen Schaltvorgaengen klingt die Schaltkulisse außerdem sehr billig. Behutsames Schalten und Kuppeln ist bei dem Getriebe oberste Prioritaet.

 

Aus diesen Gruenden alleine schon wuerde ich den W203 oder W204 nie mit Schaltomat kaufen.

 

3. Die Fahrleistung

 

Ich persoenlich war mit dem kleinen Motor sehr zufrieden; Leistung war immer ausreichend und der Verbrauch lag bei mir nach 100km bei knapp ueber 8L, wo ich mit meinem 300CE auf der gleichen Strecke mit aehnlicher Fahrweise 12.5+L verbrauche.

Der Motorklang aber ist fuerchterlich brummig. Der Motor klingt wie ein moderner Diesel. Die Leistungsentfaltung ist gleichmaeßiger als beim 180K des W203 e.g.; das finde ich gut.

Aus heutiger Sicht wuerde ich sagen, dass dieser Motor voellig ausreicht. Der Verbrauch ist fuer die Fahrleistungen aus meiner Sicht sehr gut. Wenn das so weiter geht, kann ich bald Autos mit ueber 200PS kaufen, die nur 7L verbrauchen *freu*.

 

4. Die Sitze

 

Kurz und knapp: Rueckenlehne perfekt! Sitzflaeche mir zu hart (ICE Holzklasse :P). Die Sitzheizung funktionierte auch sehr gut; es dauerte aber recht lange, bis es warm wurde. Das geht bei meinem W124 schneller; bei mir wird es eigentlich sofort warm, wo es beim W204 einige bis 10 Minuten dauerte.

 

5. Das Cockpit

 

Das Cockpit hatte fuer mich zu viele Knoepfe; aber sonst war das ganz ok...ich habe da nicht so hohe Ansprueche, muss ich aber auch zugeben :).

 

6. Das Fahrwerk / der Antrieb

 

Hier liegt / lag Schnee und in meiner Einfahrt, die relativ viel Gefaelle nach oben hat, lag natuerlich auch noch Schnee, weil ich das nicht wegmache...mit meinem W124 konnte ich die Auffahrt im Schneckentempo hochfahren; mit dem W204 ging das nicht mal ansatzweise; nicht mal im 2. Gang, wo er dann fast abkackte...ich hatte es mehrmals probiert, aber nach dem dritten Mal parkte ich dann einfach vor dem Haus...ich kontrollierte die Reifen und es waren Winterreifen montiert. Mag an dem Reifen liegen; wer weiß.

 

7. Die Bremsen

 

Perfekt!

 

8. Die Lenkung

 

Mir persoenlich viel zu leichtgaengig.

 

 

Fazit:

 

Als ich das Auto wieder abgeben musste und meinen C124 in Empfang nahm, war das ein Kulturschock...ich hatte ja auch meinen W124 immer als "eng" betitelt, weil ich vom Lincoln versaut wurde, aber vom W204 zurueck in den W124 ist das ein Unterschied von Tag zu Nacht...ich setzte mich in meinen W124 und erschreckte mich, wie viel Platz ich auf einmal hatte; ich fiel in meinen Sitz, schaute nach oben, rechts und vorne und war erschreckt, wie viel Platz man doch im W124 hat. Dann startete ich den Motor und dachte "wow, wie leise", ich trat auf das Gaspedal und dachte "wow, viel schoener" :).

 

Ich wuerde den W204 geschenkt natuerlich nehmen, aber ich wuerde nie den Neuwagenpreis dafuer zahlen. Als Gebrauchtwagen wuerde ich ihn kaufen, aber eigentlich auch nicht, weil er mir etwas zu brav daherkommt. Und natuerlich ist mir das Auto viel zu eng. Das waere fuer mich hier das KO-Kriterium.

 

Ja, das war es auch schon; ich wollte euch nur daran teilhaben lassen, was ich diese Woche so erlebt hatte. Ich habe noch eine andere Story, die mit meinem "feststehenden Wischer" entstehen wird, aber das kommt spaeter...

 

M.f.G.

Andreas.


04.10.2012 21:19    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: , ,

Es ist geschehen; der M103 aus dem 4matic wurde in meinen Rost verpflanzt und laeuft extrem weich, leise und startet extrem gut.

 

Ich bin allerdings noch etwas sensibel, da ja noch alles frisch ist; wie nach einer OP. Ich werde die ersten KM langsam fahren und nach jeder Fahrt alle Fluessigkeiten kontrollieren.

 

Etwas komisch war die erste Fahrt aber schon. Im Lincoln konnte ich mich wie im Wohnzimmer hinluemmeln und im Mercedes ist das eher der enge Turnschuh im Vergleich; schon lustig, wie schnell man sich an Platz gewoehnt :).

 

Ich bin aber sehr gluecklich und mein neues Ziel sind jetzt weitere 200.000 km anstatt 100.000 km, da ich ja jetzt mehr investiert habe :).

 

Mal sehen, ob es klappt. Beim letzten Mal reichte es nur fuer knappe 5000 km :).


30.09.2012 13:53    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (45)    |   Stichworte: , ,

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Wie ja einige bestimmt mitbekommen haben, hat mich mein, vor ca. 5tkm gekaufter, Mercedes im Stich gelassen und hat jetzt einen Motorschaden und da ich keinen Fahrzeugpool habe wie andyrx e.g. hatte ich mich dazu entschieden die 1-2 Wochen, in denen der Mercedes wieder gerichtet wird, mit dem Lincoln zu ueberbruecken. Ich hatte auch an ein "500 eur" Auto gedacht, was ich dann mit Kurzzeitkennzeichen bewegt haette, aber da waere ich bei ca. 800 eur fuer 2 Wochen und das ist mir dann zu viel. Bei so billigen Autos hat man auch immer eigenwillige Besucher, wenn man sie wieder verkauft; allgemein waere mir das zu viel Stress und auch Risiko. Der Zustand bei 500-Eur Autos ist auch so eine Sache, aber ich hatte mir einen alten Volvo mit fast 500tkm auf mobile.de angesehen und laut Besitzer laeuft er noch sehr gut und hatte sogar noch 1 Jahr Tuev...ich traue solchen Autos mehr zu als welchen, die 50tkm durch die Stadt gehetzt wurden.

 

Technisch ist der Lincoln gewartet; neuer Hauptbremszylinder, frisches Oel in Diff, Automat und Motor, frisches Wasser; neue Filter (Kraftstoff, Luft), der Unterboden wurde vor kurzem entrostet und neu geschuetzt und die Hauptuntersuchung bestand er vor wenigen Wochen erst und hat somit wieder 2 Jahre "Tuev". Der Motor startet auf der ersten oder zweiten Umdrehung und der Motor klingt gut; die Kaltstartautomatik habe ich zwar immer noch nicht 100% richtig gedreht (zuvor repariert), aber wenn man das weiß, trampelt man je nach Außentemp kurz aufs Gas und spielt ein wenig mit dem Gas und man merkt sofort, ob das "reicht" ;). Wenn er sich dann noch verschluckt, dann muss man noch kurz warten; wenn er ausgehen will, hat man eh zu frueh "entschieden" (ich haette ja lieber manuelle Chokebedienung, aber so ist das eben).

 

Also allgemein: das Auto laeuft und bremst gut (gefuehlt bremst der Lincoln mit dem neuen HBZ besser als der Mercedes).

 

Eine Sache aber gefaellt dem Auto ganz und gar nicht: Wasser.

 

Ich bin mit dem Lincoln an einem Sonntag gefahren und das Wetter aenderte sich rasant und auf einmal schuettete es aus allen Wolken; die ganze Straße glaenzte und ich fuehlte mich unwohl in dem Auto; die Reifen sind zwar "neu", aber ich habe keine Ahnung, ob die auch im Regen gut sind; an der Ampel etwas zu viel auf dem Gas und die Reifen drehen durch; also ich behaupte einfach: nein, die Reifen sind bei Regen nicht gut. Cooper Reifen sind das.

 

Es passierte aber, dass ich durch eine große Pfuetze gefahren bin; ich hatte es nicht gesehen, weil die ganze Straße glaenzte: es ist direkt nichts passiert, aber am Tag danach (an einem Montag) merkte ich leider, dass doch was passiert ist.

 

Im Motorraum gibt es 2 Relais fuer die Innenraumluefter; diese wurden dabei beschaedigt. Bemerkt hatte ich es unterwegs; ich mach die Luefter an, weil mir kalt wurde, es wurde dann mollig warm und ich wollte die Luefter ausstellen; ich merkte aber, dass ich sie nicht ausstellen konnte; ich aergerte mich zwar ueber diesen Mangel, sagte mir aber auch gleichzeitig, dass die Luefter ja spaetestens bei "Zuendung aus" auch ausgehen; leider nein! :) Ich hatte also erst versucht die entsprechende Sicherung zu ziehen, aber die Beschriftungen waren nicht eindeutig oder ich hatte sie uebersehen; also entschied ich mich dazu, das Auto zurueckzurollen und die Batterie abzuklemmen; Natuerlich waren die Kabel extrem fest angezogen, so dass ich sie mit der Hand nicht sofort loesen konnte; ich hatte einen Koffer mit; eigentlich immer den mit Werkzeug, aber genau an diesem Tag hatte ich "K2" mit; in "K2" sind Putzmittel drin; Lappen, Politur usw...ich habe fuer alles die gleichen Koffer (Pilotenkoffer mit Beschriftung K1, K2 usw...).

 

Tja, also Augen zu und schoen an den Kabeln hin und her gewackelt, bis es sich dann endlich loeste; puh! da war ich schon leicht nervoes, weil ich verdammt noch mal nicht wegen einer ausgesaugten Batterie liegen bleiben wollte! :) Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es diese beiden Relais gibt.

 

Ich hatte dann waehrend der Arbeit recherchiert, wieso dieser Luefter nicht mehr zu steuern ist und dann brachte man mich auf diese Relais; ich habe die Stecker von dort geloest und konnte die Batterie wieder anklemmen; seit dem habe ich keine Lueftung mehr. Die Relais gibt es als Ersatzteil nicht mehr, aber man kann sie reparieren; Anleitung liegt vor, aber ich war bis Dato zu faul, aber als letztens meine Scheiben beschlugen, verspuerte ich wieder einen Drang das zu reparieren ;). Vielleicht gehen sie ja auch wieder; wieder trocken :P. Muss ich mal direkt probieren.

 

Aber auch die Scheibenwischer sind nicht wasserfest...ich bin letzte Woche auf die Autobahn aufgefahren und auf einmal schuettete es; halbe Baeume wurden entblaettert und niemand fuhr schneller als 50km/h...einen leichten Schreck bekam ich aber, als es richtig anfing zu regnen und ich den Scheibenwischer auf "maximum" stellte...er wischte ein paar Mal und dann blieb er mitten auf der Scheibe stehen...Panik! Panik! Nein, nur leichte Panik; ich bin schon etwas abgebrueht...ich bin sofort auf den Seitenstreifen gefahren, drosselte meine Geschwindigkeit und drehte an dem Knopf fuer den Scheibenwischer; ich stellte ihn aus und dann wieder an; super! er wischte wieder, also weiter gings...keine 500m spaeter das gleiche Spiel; der Regen wurde weniger und ich konnte den Wischer auf "normal" stellen; da trat der Fehler dann nicht mehr auf. Lustigerweise wollte mir der Hintermann mit auf den Seitenstreifen folgen :D...hat er aber dann doch gemerkt. Die Sicht war aber wirklich extrem schlecht.

 

Ich fahre jeden Tag ca. 100km; der Lincoln ist zwar unter 20L auf der Autobahn zu bewegen, aber eben nicht deutlich drunter; ausgerechnet habe ich fuer die erste Woche 17L auf 100km. Das ist voellig ok, aber ich hatte mit meinem Mercedes 11-15L verbraucht (11.xx bei 140-160 gefuehlt) und 15l bei viel Vollgas. Dummerweise hat der Lincoln einen erschreckend kleinen Benzintank. Voellig unverstaendlich! Ich fahre mit dem Lincoln nicht schneller als 70mph; in der Regel aber zwischen 50 und 60mph (70mph nur beim Ueberholen von LKW).

 

Allgemein ist das Auto aber immer noch mein Traum; ich muss auf der Heimfahrt echt aufpassen nicht einzuschlafen; wenn es nicht gerade regnet, faehrt man doch sehr entspannt in dem Auto. Bis 70mph ist der Motor auch extrem leise, aber alles darueber klingt das etwas "angestrengt" und das will man aufgrund des wankenden Fahrwerks bei Querfugen auch gar nicht. Bis 70mph kann man ohne Gefahr ueber Wellen und Querfugen rollen; das "wanken", was dann entsteht, ist sehr entspannend. Man leidet in dem Auto auch kein Stueck an Leistungsdruck; wenn mir ein PKW von hinten naeher kommt, ist mir das in diesem Auto scheiß egal; ich wuerdige nicht mal einen einzigen Blick; in dem Mercedes verspuere ich den Drang schneller zu fahren; ich weiß auch nicht wieso...das Auto uebertraegt die Gelassenheit an den Fahrer, aber ich sollte mir das auch im Mercedes angewoehnen; vielleicht kam der Motorschaden im Stern auch von meinem schweren Fuß...aber eher nicht.

 

Parken ist entgegen der optisch unhandlichen Form des Lincoln Mark IV entgegen kein Problem. Ich mach mir aber auch nichts daraus, wenn ich mehrmals hin und her rangieren muss...stoert mich nicht. Ich muss aber zugeben, dass ich @work immer versuche mit dem Arsch an einer Einfahrt zu parken (Seitenstraße); so habe ich garantiert Platz nach hinten, falls mich jemand zuparken sollte :).

 

Aber im Regen...wenn ich in der Frueh schon Regen sehe, bin ich schon schlecht gelaunt...das macht mit dem Lincoln einfach keinen Spaß, weil es einfach spuerbar gefaehrlicher ist. Gefuehlt ist der Mercedes da sicherererererer.

 

Dass ich dem Lincoln aktuell keinen Gefallen erweise, ist mir bewusst, aber da muss er jetzt durch. Das Vinyldach ist sicher eine Komponente, die mit Wasser keinen Friedensvertrag geschlossen hat. Ich hatte das Vinyldach zwar aufwendig gereinigt und "versiegelt", aber das ist schon bei "Schuhen" nicht 100%ig dicht :).

 

Ganz nervig ist aber die Umwelt in Bezug zu diesem Auto; jeder in der Firma fragte mich nach dem Verbrauch; am Ende sagte ich nur noch "keine Ahnung; wenn kurz vor E, dann tanke ich". Und die doofen Fragen...und dann glotzt jeder; nach Feierabend standen sie alle am Auto, wollten einmal drin sitzen usw...ich bin ja kein Spielverderber und kann es auch verstehen, aber innerlich nervt mich sowas schon sehr. Ich fahre das Auto nicht, um mich oder das Auto der Oeffentlichkeit zu praesentieren, sondern weil mich die (einfache) und robuste Technik fasziniert. Alleine der Fakt, dass das Auto nach 40 Jahren noch mit dem ersten Motor und Getriebe laeuft, beeindruckt mich. Ich moechte das erhalten und irgendwann sagen koennen "50 Jahre und laeuft noch"...halbes Jahrhundert...klasse :)! Und ich bin von der Form fasziniert! Ein Coupé und dann diese Form; wie ein Pfeil; schmale Fenster, lange Haube, dicker Po...herrlich.

 

Also kurz: ich schaeme mich, wenn mich andere Menschen aufgrund des Autos anglotzen oder mir deswegen doofe Fragen stellen. Einer meiner Arbeitskollegen wollte mal den Motor sehen und er sagte erstaunt "da ist ja ein Ford-Motor drin"...ích antwortete nur mit "weil es ein Ford ist; stell dir mal vor; die bauen sogar ihre eigenen Motoren da ein" :).

 

Ich waere wohl in Texas besser aufgehoben mit dem Auto. Da faellt es nicht so auf wie hier. Ich sag ja immer Audi 80 der USA, aber das trifft wohl auf die alten Buick eher zu (oder auch nicht; keine Ahnung).

 

Wie auch immer; bald steht mein gruener Mark IV wieder in der Garage und wird im Fruehling wieder rausgeholt; obwohl ich letztes Jahr noch Ende November mit dem Mark unterwegs war; es war herrliches Wetter. Das Fruehjahr hingegegen war grottig und er kam erst spaet wieder raus. Ich glaub erst im Mai oder doch schon April?! Ach, keine Ahnung.

 

Im Alltagsverkehr hat man mit dem Lincoln aber rein fahrtechnisch keine Probleme. Das Auto bremst extrem gut, hat sogar eine Art ABS, was zwar lange nicht so effektiv arbeitet wie das ABS von Bosch, aber besser als nichts ist. Das Auto beschleunigt gut, kann auch gerne mal in einem Stau stehen usw...die Rundumsicht ist erstaunlich gut; keine B-Saeule, die beim Schulterblick vllt. ein halbes Auto verstecken koennte und man kann den Lincoln von den Ausmaßen extrem gut abschaetzen, weil man jede Ecke/Kante sieht. Der einzige Mangel ist der fehlende rechte Außenspiegel, was bei mir nach dem Kauf fuer Verwirrung sorgte, weil ich mit dem rechten Spiegel den rechten Abstand bewerte; das fehlte...

 

Aber daran gewoehnte ich mich schon wenige Tage nach dem Kauf; man faehrt blind bis kurz vor Kantstein, man lernt wieder oefter ueber die rechte Schulter zu gucken usw...mittlerweile nutze ich den Spiegel auch im Benz nicht mehr; ich schau immer ueber die rechte Schulter und schau gar nicht mehr in den Spiegel, wie ich das zuvor gemacht hatte; natuerlich hatte ich auch vorher ueber die Schulter geguckt, aber nicht so intensiv wie mit dem Lincoln.

 

Auch das Automatikgetriebe muss ich als aeußerst genial bewerten; ich bin schon einige, auch moderne Automaten, gefahren, aber keines schaltete so ruckfrei wie das von meinem Lincoln; das wird einem im Stadtverkehr bewusst, wenn man viel Stop&Go fahren muss; beim Lincoln muss man schon sehr aufpassen, um den Schaltvorgang zu merken; bei den Automaten, die ich sonst gefahren bin, war das immer etwas ruckiger. Der Lincoln Automat schaltet im Vergleich zu modernen Automaten auch aeußerst selten. Es hat ja nur 3 Gaenge.

 

Das war es auch schon fast mit meiner kleinen Abhandlung ueber den Lincoln und den Betrieb im Alltagsverkehr. Alles machbar, aber in einigen Bereichen nicht mehr ganz auf der Hoehe (Wartungsstau Heizung e.g. oder eigenwillige Fehlfunktion Scheibenwischer).

 

Es ist eben ein altes Auto und man muss immer mit einem Defekt rechnen; das muss man auch bei neueren Autos, aber da denkt man erst gar nicht daran und ist deswegen etwas beruhigter :).

 

Der 72er Lincoln Mark IV war bis jetzt das beste Auto, was ich mir je gekauft hatte. Ich bereue auch keinen Euro, den ich da reinstecke.

 

So, und jetzt noch ein schoenes Restwochenende!

 

M.f.G.

Andreas.


23.09.2012 12:36    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (34)    |   Stichworte: , , , , , ,

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Es ist ja im Prinzip immer das gleiche mit Motorschaeden; sie treten spontan auf und "gestern lief noch alles".

 

Am Freitag startete ich nach der Arbeit den Motor und es tickerte laut; so laut, dass ich damit nicht fahren wollte; ich schaltete den Motor ab und startete erneut; das Klackern war immer noch da; der Oeldruck stimmte (3 Bar laut Anzeige); Oel war auch genug eingefuellt. Ich hatte kurz Gas gegeben, um zu ueberpruefen, wie sich das Klackern veraendert; bei meinem alten Audi 80 klackerten die Hydros im eiskalten Winter auch manchmal beim Start, was sich aber mit einem Gasstoß aufloeste. Hier in diesem Fall aber wurde das Tickern nur schneller; wenn man vom Gas gegangen ist, wurde das Tickern lauter und ich stellte den Motor ab. Ich startete den Motor erneut, um festzustellen, von wo das Tickern kommt; nicht erstaunt kam das Tickern aus dem "Kopf"; von hinten (von vorne betrachtet), also nicht im Bereich der Kette, sondern hinten an der Spritzwand. Den Motor stellte ich dann ab und rief den ADAC an, der dann 1 1/2 Stunden spaeter auch kam. Dieser hatte ihn dann hinten hochgehoben, weil ich meine Bedenken wegen des Automats aeußerte. Ich weiß auch, ehrlich gesagt, nicht, ob man das Diff einfach und schnell trennen kann. Deswegen die Hinterachse hoch und ab nach Hause; 36 km.

 

Wahrscheinlich ist jetzt ein Hydro "platt" und verursacht diese Geraeusche; eigenwilliger weise trat dieser Defekt nach dem Oelwechsel auf, der eine Woche zuvor gemacht wurde (vielleicht Ablagerungen geloest?), aber im Grunde ist der Fehler beim Vorbesitzer zu suchen, der den Oelwechsel lange nicht gemacht hat. Aber ist ja auch egal; ist ja nun kaputt :). Muss also "neu". Interessant zu wissen ist vielleicht auch, dass das Auto vor meinem Kauf nicht als Alltagsauto benutzt und es entsprechend wenig bewegt wurde und nie "schnell" dazu. Das erklaert wohl auch den Wartungsmangel, weil hier fuer den Besitzer keine Notwendigkeit bestand.

 

Ich hatte den Mercedes von einem Mechaniker mit eigener Werkstatt gekauft und erstaunlicherweise war die Technik schlechter in Schuss als Optik und sonstiger Zustand. Das Auto war natuerlich entsprechend "guenstig", aber nicht billig und mir war das deswegen auch egal. Einziger Mangel bei Kauf war "schlechter Kaltstart", was, wie ich herausfinden musste, bei der KE-Jetronic auf vielseitige Probleme hindeuten kann. Das Kaltstartproblem konnte ich mit dem Tausch von Tempsensor und Mengenteiler erfolgreich loesen; der Motor verbrauchte mit "neuem" (dichtem!) Mengenteiler auch weniger Sprit.

 

Bei der Probefahrt stimmte auch der Oeldruck (laut Anzeige) und es gab sonst nichts auszusetzen; der Motor hatte entsprechend Leistung, klang ordentlich, war dicht, verlor kein Wasser und Oelverbrauch hatte er laut Vorbesitzer auch nicht. Wenn man ihn normal faehrt, 160 km/h, dann stimmt das auch; wenn man ihn am Limit faehrt, verbraucht er aber etwas Oel; kenne ich von meinem Audi 80 auch; hier nagt einfach der Zahn der Zeit am Material; das stoert mich erst, wenn der Oelverbrauch auch bei normaler Fahrweise merkbar wird. Wasser verbraucht er aber tatsaechlich nicht.

 

Dass mich die Technik allerdings nach so wenigen Monaten und der Pflege, die ich ihr geschenkt hatte, so direkt bestraft, haette ich nicht gedacht, aber so soll es nun mal sein :). Ich hatte in meinem Leben auch immer nur Autos gekauft, die immer gefahren wurden. Das war beim Audi 80 so und beim Lincoln sowieso (der Audi 80 der USA :P).

 

Nun ist das alles an einem Freitag passiert und der Motor muss jetzt auseinandergebaut werden.

Ich hoffe, dass es nur die Hydros sind; es koennte naemlich auch die Nockenwelle sein, aber dagegen spricht, dass das Tickern nur aus einer "Ecke" kommt oder? :)

 

Naja, egal! Ich denke, dass ich Mittwoch wieder mit dem doofen Stern fahren kann; bis dahin muss mein Lincoln Mark IV herhalten. Der Stern hat jetzt nach 4tkm mit mir am Steuer nicht lange gehalten (ja, ich fahre viel) :). Mal sehen, wie er sich in Zukunft schlaegt. Wenn er das oefter macht, wird er hergerichtet und verkauft und dann kaufe ich mir einen 1000 eur Opel mit Euro2 und fummel da wieder eine LPG-Anlage rein; fahren und nie wieder putzen/waschen :)...nene, das waere zu viel Verlust bei dem, was ich schon in den CE gesteckt habe :).

 

Ich werde berichten, wie es ausgegangen ist.

 

M.f.G.

Andreas.


17.09.2012 00:29    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: , , , ,

kejetronickejetronic

Ich bin 9 Jahre lang die KEIII von Bosch in meinem Audi 80 gefahren und der einzige Defekt war ein defektes Kaltstartregelventil, so dass der Kaltstart sehr schlecht war, aber liegengeblieben bin ich deswegen nicht. Ich war von der KE-Jetronic ueberzeugt, weil ich nie einen Defekt hatte, der mich liegenblieben ließ. Ich bin 273tkm damit ohne nennenswerten Defekt gefahren.

 

Ich habe mir neben meinem Audi 80 dann einen 72er Lincoln Mark IV mit Vierfachvergaser gekauft, der den V8 mit 7.5L "bedient" und den Audi 80 hatte ich dann durch einen Mercedes W124c 300CE ersetzt, wieder mit KE-Jetronic.

 

Zu meiner Zeit im Audi 80 Forum wurde mir erfolgreich der Mythos des "Versagers" eingetrichtert; niemand kann einen Vergaser einstellen; Ersatz ist teuer usw...blabla.

 

Diese Meinung hat sich aber bei mir in den letzten 2 Monaten zu 100% gedreht.

 

Wieso?

 

Weil ich in den letzten 2 Monaten so gut wie jedes Bauteil der KE in der Hand hatte und erschreckend feststellen musste, wie unnoetig komplex und teuer dieses System ist.

 

Grundsaetzlich gibt es bei der KE zwei Probleme: Kaltstart und Leerlauf. Damit deckt man alle Probleme der KE ab.

 

Es fing alles mit einem schlechten Kaltstart an; ich konnte den Motor nur mit geschaltetem Kickdown starten und auch da war der Startvorgang mehr schlecht als recht, aber der Motor lief dann erst mal und hatte auch volle Leistung. Bei Mercedes aus dieser Zeit kontrolliert man dann zuerst das Kraftstoffpumpenrelais und das ÜSR (Ueberspannungsschutzrelais).

 

Der schlechte Kaltstart war letztendlich ein Zuendungsproblem, da ein Tempsensor fuer die ECU falsche Werte lieferte.

 

Danach ist mir aufgefallen, dass ich den Motor unabhaengig davon, ob er kalt oder warm ist, ausgehen lassen kann, in dem ich das Lenkrad auf Maximalposition stelle und dabei eine Fahrstufe waehle (im Stand). Das war reproduzierbar und laut Forum sollte ich die Funktion des Leerlaufstellers testen. Ich hatte also den Leerlaufsteller ausgebaut, gereinigt und auf Funktion geprueft. Ich hatte auch mal geschaut, was eventueller Ersatz kostet: ueber 200 eur; fuer einen Stellmotor mit Magnet...mehr macht das nicht...zwei Schlaeuche und es verschließt den Weg oder oeffnet den Weg...mhh...es war aber nur eine verdreckte Drosselklappe *puh*.

 

Das naechste Problem war dann aber, dass der Motor nach gutem Kaltstart abgesoffen ist und ich ihn nicht mehr starten konnte. Nach getrockneten Kerzen dann lief der Motor, aber beim Gas geben ist ein "Patschen" aufgefallen. Der Mengenteiler war undicht; herzlichen Glueckwunsch! Da ich bereits KE erprobt war, wusste ich, dass dieses Teil niemals defekt sein darf, denn es kostet Unmengen an Geld. Fuer diesen Motor kostet der Mengenteiler ca. 800 eur; wir reden hier von einem Teil, dass den Sprit "verteilt"; mehr nicht. Wenn man sich das beim Vergaser anschaut, wird man feststellen, dass das dort viel einfacher und guenstiger geloest ist. Der Mengenteiler ist eine Abhaengigkeit im System, die erhebliche Auswirkungen haben kann, denn ohne Sprit keine Freude.

 

Ich hatte "frueher" immer gedacht, dass die 500 eur fuer einen komplett neuen Vergaser beim Audi 80 sauteuer sind, aber wenn ich mir die Preise der vielen einzelnen Komponenten der KE-Jetronic so anschaue, dann bin ich davon ueberzeugt, dass die 500 eur fuer einen komplett neuen Vergaser deutlich guenstiger sind.

 

Fuer meinen Lincoln bekomme ich einen aufgearbeiteten Vergaser fuer ca. 250 EUR; einbaufertig.

 

Fuer mich stellt die KE insofern ein Problem dar, als dass sie zu viele Abhaengigkeiten im System hat; man muss sich die KE wie ein Spinnennetz vorstellen und sobald eine Strippe "fehlt", geht nichts mehr zu 100%. Und ja, in der Regel sagt man der KE nach, dass sie immer irgendwie laeuft und das stimmt auch, aber wer will schon ein Auto haben, dass Kaltstart und Leerlaufprobleme hat; denn genau das sind fast immer die Probleme der KE, wenn eine der vielen Abhaengigkeiten nicht so funktioniert, wie sie soll. Und hier spreche ich ein anderes Problem an; es ist naemlich nicht immer klar, wie ein Teil funktionieren soll. Fuer mich e.g. funktionierte der Leerlaufsteller richtig, aber gesteuert wurde es falsch, weil an anderer Stelle was nicht "passte". Und diese Stellen koennen einfache Sensoren sein und davon hat man idR. nicht nur einen. Mein Lincoln hat exakt einen Tempsensor, der im Kuehlkreislauf steckt; dieser Sensor hat 2 Funktionen: einmal die Lampe fuer "Temperature" im Cockpit aufleuchten/piepen lassen und fuer irgendeine Funktion der Klima. Der Motor laeuft auch ohne diesen Tempsensor; es piept dann aber im Cockpit ;).

 

Ich will die deutsche Technik nicht schlecht reden, denn das ist sie nicht, aber bedingt durch die extrem hohen Ersatzteilpreise wuerde ich mich nicht wieder fuer einen Motor entscheiden, der mit KE-Jetronic daherkommt. Fuer mich ist es ein Unding, dass Bauteile, dessen Funktion super einfach ist, ueber 200 eur kosten. Und wieso bekomme ich diese Teile nur von Bosch? Wenn ich nach solchen Teilen fuer meinen Lincoln suche, finde ich immer mehrere Hersteller und die Preise sind immer extrem niedrig. Und von den Preisen des Mengenteilers will ich gar nicht erst schreiben.

 

Ich habe jetzt den Mengenteiler neu und was glaubt ihr, wie der Kaltstart jetzt ist? Immer noch nicht perfekt, aber dafuer saeuft der Motor nicht mehr ab und nimmt besser Gas an als zuvor...im Vergleich dazu mein 40 Jahre alter Lincoln: kraftvoller Start nach der ersten Umdrehung. Leerlaufprobleme? Leerlaufpendeln? Noch nie erlebt.

 

Nunja, ich musste meiner Seele mal ein Ventil verschaffen; ich hoffe, dass ihr mir das nicht zu ernst nehmt :).

 

M.f.G.

Andreas.


11.09.2012 20:56    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: , , , , ,

Man kennt das ja; man laeuft im Sommer mit seiner Freundin durch die Stadt und auf einmal erhascht das Auge ein hinreißendes weibliches Geschoepf. Es dauert nicht lange und man verspuert einen leichten Schmerz an der Schulter, weil die Freundin es bemerkt und zugeschlagen hat. Zugegeben; ich habe zu viele Filme gesehen, aber in den Grundzuegen spielt es sich so ab. Jeder kennt das auch, man erlebt das immer wieder und kann einfach nichts dagegen machen; es ist unmoeglich wegzugucken; und wenn es nur ein kurzer Blick ist.

 

Doch nicht nur bei Frauen gibt es diese Momente; selbstverstaendlich auch bei Autos.

 

Nichtsahnend lese ich mir die technischen Daten des Taunus TC3 auf den Seiten der Wikipedia durch und auf einmal erhascht mein Auge ein Bild von einem Taunus, wie ich ihn in meinem Leben noch nie gesehen hatte! Nicht ohne Grund, denn dieses wunderschoene Coupé gibt es nur in Argentinien und wurde auch nur dort gebaut und angeboten.

 

Den Taunus TC3, also der Taunus, der hier von 1979 bis 1982 angeboten wurde, gab es hier nur als 2-tuerige Limo, nicht aber als reinrassiges Coupé. In Argentinien hat man aber das Taunus TC(1) Coupé mit der Front des TC3 gebaut. Dass das Heck trotzdem nicht identisch mit dem des TC1 Coupés ist, stimmt natuerlich, aber mir gefaellt diese Mischung extrem gut.

 

Es dauerte auch nicht lange und ich hatte mich auf dem "Ebay" fuer Argentinien nach so einem Taunus umgesehen und erstaunlicherweise ist das Angebot groeßer als erwartet, aber die Preise sind gesalzen. Gefunden hatte ich meist nur Exemplare mit 2.3L Reihenvierzylinder Motor und wie ich spaeter lernte, gab es eben die beruehmten 2L V6 mit 90PS aus Koeln dort nie. Es wurden ausschließlich Motoren aus Nordamerika verbaut bzw. Motoren, die darauf basieren. Da es in Argentinien nicht unueblich ist voellig andere Motoren in, dafuer nicht vorgesehene, Autos zu bauen, weil man einfach die Moeglichkeit hat, sollte man das natuerlich pruefen, aber mein allgemeiner Eindruck war, dass viele Wert auf Originalitaet legen und ihre Taunus auch, mehr oder weniger, pflegen.

 

Nach einiger Recherche wusste ich dann, dass der Ford Taunus in Argentinien bereits, wie auch in Deutschland, als Klassiker wahrgenommen wird. Das wird untermauert von Clubs, die sich um diese Autos kuemmern, sie erhalten und die Nachwelt mit Informationen bedienen.

 

Viel mehr moechte ich auch schon gar nicht ueber dieses Auto schreiben; es ist ein Taunus, er hat ein amerikanisch gestyltes Cockpit und wenn man Ford USA und Lincoln aus den 70ern/Anfang 80er kennt, wird man einige Details wiedererkennen und sich sofort in dieses Design verlieben, denn diese Cockpits sind sehr "gemuetlich" und laden immer ein, dahinter Platz zu nehmen.

 

Ich habe einige Bilder angehaengt; gute und weniger gute Exemplare. Schaut sie euch an.

 

Das argentinische Ebay ist btw. mercadolibre und folgende Clubseite ist auch ganz interessant: http://www.clubtaunus.com.ar

 

Ich kenne die Moeglichkeiten nicht solch ein Auto aus Argentinien zu importieren, aber ich informiere mich erst gar nicht, da ich sonst auf den Geschmack komme :).

 

Einen schoenen Abend noch.

 

M.f.G.

Andreas.


26.08.2012 13:59    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: , , ,

Hi,

da auch mir die grauen Rueckleuchten meines Mercedes nicht so richtig gefielen, hatte ich neue Glaeser bestellt und da ich gerade Urlaub hatte und es draußen warm war, wollte ich "mal eben" die Ruecklichter tauschen.

 

Leider machte ich eine beschissene Entdeckung, als ich die rechte Rueckleuchte demontierte: der "Rahmen" unterhalb der Leuchte war rostig. Ich habe also meinen "Dremel" geschnappt und den Rost entfernt; leider wurde dann sichtbar, dass von dem Blech zwischen Gummidichtung und Karosserie nicht mehr viel uebrig blieb. Loecher waren das Ergebnis...der Vorbesitzer merkte das wohl bei der Montage der neuen Ruecklichter und ueberbrueckte ein fehlendes, weggerostetes Stueck "Steg" mit Panzerband (siehe Bilder).

 

Ich habe den Rost entfernt, Brantho nitrofest und 3in1 ruebergepinselt und jetzt muss ich die Verkleidung des kompletten Kofferraums entfernen, damit der Karosseriebauer weniger Arbeit hat und nach der Reparatur will ich dann den Kofferraum komplett "einfetten".

 

Meiner Feststellung nach ist nur der kleine Steg stark angegriffen, weil er durch die Dichtung der Rueckleuchten wohl immer "feucht" blieb. Auch das Blech unter dem Ruecklicht ist von hinten leicht angegriffen, weswegen man das wohl besser komplett raustrennt (siehe Markierung Bild 1).

 

Btw. weiß jemand, welcher Lampensockel original beim W124c ist? Die aktuellen Lampen sind "ein Guss" und ich kann die neuen Glaeser nicht verwenden, weil mir der Lampensockel fehlt.

 

Ich werde berichten, wenn es wieder "gut" ist :).

 

Btw. die letzteren Bilder mit der braunen "Plörre" sind meine "bitte nicht weiter rosten" Arbeiten mit Brantho und Fluidfilm :). Nicht schoen, aber zweckmaeßig.

 

M.f.G.

Andreas.


20.08.2012 22:43    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: , , , , ,

Hi,

nach dem Kauf des W124C war mir sofort bewusst, dass die Reifen runter muessen, denn es waren runderneuerte Respera Ökon Winterreifen oder sowas in der Art montiert. Ich verstehe zwar nicht, wieso man bei der Reifengroeße 205/55 R16 noch viel sparen muss, aber ok...

 

Da mir auch die Felgen ueberhaupt nicht gefielen, machte ich mich auf zur reifen.com Filiale hier in Essen und dort schaute man mich mit entsetzten Augen an, als ich sagte, dass ich 17 Zoll Felgen nach meiner Vorstellung bestellen wollte. Der Mann machte das, was ich auch machte; er schaute in seinem Webbrowser ueber die reifen.com-Suche nach meiner Wunschfelge und schaute mich dann mit noch viel groeßeren Augen an, als er das Gutachten durchlas, denn laut Gutachten muessen Karosseriearbeiten durchgefuehrt werden.

 

Ich, der von Felgen keine Ahnung hat, war da etwas ueberrascht, denn ich hatte ja bereits 16 Zoll Felgen montiert und die sehen nicht nur klein aus, sondern sind einfach verloren in dem Radkasten des W124. Als ich nachfragte, was gemacht werden muesste, sagte er nur, dass er kein Karosseriebauer ist...ja, wunderbar! Service mal anders :). Keine Ahnung vom Fach; schade; kann man ihn auch gleich einsparen und ein Terminal mit Webbrowser hinstellen :>.

 

Wie auch immer; ich bin 5 Tage spaeter zu einem lokalen Felgen- und Reifenhaendler gefahren und der sagte mir aus Erfahrung, dass meine gewuenschte Kombination passt. Bestellt, naechsten Tag innerhalb von wenigen Minuten mit neuen Reifen montieren lassen und am Ende war es dort sogar guenstiger, ich hatte eine bessere Beratung und ich wurde sofort bedient :).

 

Entschieden habe ich mich fuer die Rial Zamora Felge in 17 Zoll mit 225/45 Reifen, was ohne Karosseriearbeiten voellig unproblematisch ist und super passt. Die Kombination gefaellt mir, aber jetzt steht er noch etwas zu hoch (siehe Bilder), also hatte ich schon vorher Bilstein B4 Daempfer und H&R Federn bestellt (35mm tiefer; war ein Tipp von jemanden; weiß nicht mehr wer, aber auch Sandtler hat mir genau das empfohlen, weil ich noch Restkomfort wollte), die heute geliefert wurden. Das Bild ist noch mit dem Originalstelzfahrwerk, was dann die naechsten Tage/Wochen getauscht wird. Ich tausche das Fahrwerk aber nicht nur wegen der Hoehe, sondern weil die Daempfer beim alten Fahrwerk unterschiedlich "gut" sind, was bei 180 in leichten Kurven auf der Autobahn mit Unebenheiten ein unwohles Gefuehl hervorruft.

 

Der Komfort mit den 17 Zöllern ist nicht deutlich schlechter geworden, aber bei Querfugen auf der Autobahn und auf Kopfsteinplaster merkt man den Unterschied der Reifen doch etwas, aber ich habe auch extra darauf geachtet :).

 

Mit Felgen und Reifen wurde ich 1000 eur los. Mein Limit setzte ich mir bei 1500 eur, aber fuer ca. 130 eur bekommt man schon eine ordentliche 17 Zoll Felge; alles darueber war mir dann doch etwas zu "protzig", zu "chromig" oder einfach zu bunt. So habe ich lediglich 1000 eur ausgeben muessen und bin sehr zufrieden.

 

Ich berichte mal wieder, wenn das Fahrwerk eingebaut ist. Die Bilstein B4 und H&R Federn, die ich bei Sandtler gekauft hatte, kosteten mich btw. inkl. Versand 557,50 EUR. Beim Fahrwerkstausch muss sicher noch mehr getauscht werden, aber ich bin optimistisch, da der Geradeauslauf perfekt ist; nur sobald Kurven mit Unebenheiten kommen, wird er mir zu "weich" :).

 

M.f.G.

Andreas.


16.08.2012 16:28    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: , ,

Die Macht der Gewohnheit hatte heute bei mir zugeschlagen, als ich mit meinem Mercedes in die Waschstrasse gefahren bin.

 

Ganz entspannt fahre ich den Kuebel in die Waschanlage und betaetige den Startknopf.

 

Hinter mir fuhr ein BMW 5er mit jungem Tuerke heran und schnell plauderten wir ueber unsere Autos, aber als ich dann dem Waschautomaten zusah, was er da machte, wurde mir klar, dass ich die Antenne vergessen hatte; zu spaet; die Antenne bog sich erst leicht nach links, wurde etwas gedreht und letztendlich war sie waagerecht nach links gebogen.

 

Gewohnheit? Ja, denn ich hatte an meinem Audi 80 eine Antenne aus Gummi, die sehr flexibel ist und ohne Probleme mitgewaschen werden konnte. Demontieren konnte man sie eh nicht.

 

An meinem Mercedes befindet sich eine Antenne, die einen flexiblen Anschein macht, es aber nicht ist. Ich konnte sie aber wieder geradebiegen und der Sockel konnte auch wieder an seine Stelle geschoben werden. Kratzer? Zum Glueck keine.

 

Gewohnheit :/.


02.08.2012 19:09    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: , ,

Schon mal einen "Schatz" im Auto gefunden?

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Wenn man sein geliebtes Auto verkauft, dann räumt man es leer und reinigt es noch mal, aber ein Auto kann viele versteckten Stellen haben und eventuell vergisst man etwas.

 

So erlebt heute; ich wollte, wieso auch immer, den Aschenbecher hinten oeffnen und habe dort 2 alte Rosinen gefunden. Danach schaute ich in diese Tasche, die an die Rueckseite des Sitz genaeht ist und habe ein Kaugummipapier von EXTRA gefunden und in der anderen Tasche habe ich eine Sturmhaube gefunden; da der Vorbesitzer auch Motorrad faehrt, wird es wohl seine sein oder aber war Fahrer fuer einen Bankraub.e

 

Habt ihr auch schon mal was im Auto gefunden? :)


29.07.2012 16:51    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: , ,

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Hi,

so abgedroschen es klingt, aber ich habe fuer meinen treuen Weggefaehrten keinen Platz mehr :). Er steht wohlbehalten in meiner Garage, und da ich fuer ihn keine Verwendung mehr habe, muss er jetzt weg. Ich blogge es, weil ich dem Audi 80 Forum sehr verbunden bin, es fuer mich immer ein technischer Leckerbissen war und jemand sicher eine Verwendung fuer den ollen Kasten hat.

 

Ich verkaufe ihn fuer 600 eur an denjenigen, der ihn haben will. Ich habe noch Tuev bis Juni 2013, aber weitere 2 Jahre sind kein Problem, da er immer fuer weite Wege gewartet wurde. Das Auto ist btw. abgemeldet und steht ohne Nummernschilder in meiner Garage.

 

Ich habe hier auch einen Eintrag im Marktplatz gemacht, aber dort steht viel Text: http://www.motor-talk.de/.../...990-bremsen-komplett-neu-t4016820.html

 

Hier deswegen die kompakte Variante :).

 

Bilder kann man auf der Fahrzeugprofilseite sehen: http://www.motor-talk.de/fahrzeuge/1212/audi-80-b3-89

 

 

Hier mal die guten Seiten:

 

  • Euro2 = 132 eur KFZ-Steuern im Jahr (anstatt 272); durch Upgradekat, ist im Schein ohne Hinweis auf den Upgradekat eingetragen :). Man kann also auch wieder den Euro1 Kat runterschrauben, falls der Euro2 - Kat mal vergammelt, aber so alt ist der noch nicht. Gruene Umweltplakette hatte er auch mit Euro1
  • LPG Gasanlage eingebaut (in Fahrzeugschein eingetragen), die auch funktioniert (ca. 7 eur pro 100km Spritkosten); der Tankanschluss befindet sich direkt neben dem Benzina
  • Bremsen vor wenigen KM komplett erneuert (alle Scheiben (vorne und hinten) und alle Belaege)
  • er hat ABS und rundum Scheibenbremsen (ABS ist per Taster temporaer abschaltbar)
  • Seriensportsitze in Velours
  • elektrisch verstellbare Außenspiegel
  • beheizte Außenspiegel (sehr nuetzlich im Winter); die Heizung funktioniert beim Druecken der Heckscheibenheizung
  • neues Lederlenkrad mit passender Nabe
  • manuelles Schiebedach
  • erneuerte Zylinderkopfdichtung = frisst seit 60tkm wirklich kein Wasser (mehr)
  • 8-fach bereift; die Sommerreifen auf unbeschaedigten Aluett Alufelgen mit gutem Profil und Winterreifen auf schwarzen Stahlfelgen mit sehr gutem Profil (erst 2 kurze Winter gefahren)
  • die komplette Abgasanlage ist noch original und ungeschweißt und noch nicht durchgerostet
  • das Auto wurde ueberwiegend auf Autobahnen bewegt
  • das komplette Fahrwerk wurde vor ca. 30tkm getauscht (es wurde ein Sportfahrwerk mit Komfortabstimmung von H&R verbaut = 4cm tiefer und etwas haerter als "Serie")
  • der Bremskraftregler hinten wurde letztes Jahr erneuert (rostet bei jedem Typ89 langsam vor sich hin, weil er nie richtig gebraucht wird)
  • der Motor dreht willig bis in die oberen Drehzahlbereiche und klingt dabei sehr gesund; der Motor erreicht immer noch die angegebene VMax; auch im LPG-Betrieb; dauert dann aber etwas laenger :).
  • der Oelwechsel wurde immer bei max. 10tkm gemacht (inkl. Filter); oft aber auch frueher, wenn ich ihn mal gescheucht hatte
  • die Kupplung ist noch die erste und funktioniert tadellos; ebenso das Getriebe
  • Drehzahlanzeige ist vorhanden und funktioniert

 

Aber das Auto ist alt und war bei mir auch ein Gebrauchtgegenstand.

 

 

Deswegen hier die Negativliste:

 

  • das Auto ist 272tkm gelaufen und 22 Jahre alt
  • Kofferraumboden rostet seit Jahren, weil mir mal eine Frau hinten raufgerutscht ist; wurde zwar repariert, aber verzinkt wurde es eben nicht; muss irgendwann gemacht werden
  • der Lack hat ueberall viele kleine Kratzer
  • der Klarlack an der Fahrertuer ist im Bereich des Schloss _ab_ :)
  • der Fahrersitz ist durchgesessen (die linke Wange vor allem); die linke Wange ist auch aufgescheuert
  • bei hohen Drehzahlen frisst der Motor _etwas_ Oel; wenn man jeden Tag Vollgas faehrt, so hat man bei 1000km einen Oelverbrauch von ca. 0.5L auf 1000km; man koennte die Ventilschaftdichtungen erneuern oder einfach weiter Oel nachfuellen; keinen merkbaren Oelverbrauch hat man bei 130-140km/h
  • im LPG-Betrieb pendelt die Drehzahl im Leerlauf etwas, aber der Motor geht dabei nie aus; ich vermute, dass das Waffeleisen oben undicht ist (man sieht, dass dieses Gummi rissig ist); im Sommer pendelt er mehr als im Winter (vermutlich weil das Gummi da oben weich wird und die Risse sich oeffnen)
  • die LPG-Umschaltung erfolgt bei 2000rpm, aber egal bei welchen Witterungen; das habe ich so eingestellt, weil mir die Umschaltung nach Wassertemp zu spaet erfolgt. Die Umschaltung erfolgt manchmal etwas "ruppig"; wenn es fuer den Verdampfer zu kalt sein sollte, so kann es sein, dass nach der Umschaltung das Auto kein Gas mehr annimmt; der Motor geht dann nicht aus; man schaltet einfach wieder auf Benzin um, faehrt 200m und schaltet dann wieder auf Gas um; dreht bis 2000rpm, es ruckt kurz und man faehrt auf LPG (man kann das auch im Stand machen, wenn man die Ueberraschung nicht waehrend der Fahrt haben will ;)). Die Gasanlage wurde sehr spaet in das Auto eingebaut; bei ca. 245 tkm (aktuell 272tkm); weil diese Einstellung vielleicht nicht jedem passt, lege ich Datenkabel und Software dazu, damit man das aendern kann (die Software ist ganz easy peasy :)); die Gasanlage wurde von einem Fachbetrieb eingebaut und von einem anderen Betrieb als "guter Einbau" bewertet. Ich hatte bis Dato auch keine Probleme damit.
  • keine Servo!

 

Ja, das war es dann auch schon. Wieso ich den verkaufen moechte? Die 90PS sind mir persoenlich zu wenig geworden und ich wollte ein Auto mit Klima fahren; der Audi 80 hat fuer sein Alter ja doch recht große Scheiben, die auch noch recht schraeg sind; technisch ist die Kiste noch weitere 100tkm zu bewegen, ohne dass man sich groeßere Sorgen machen muss; einzig die VSDs muss man beobachten, wie er sich in der Zukunft mit dem Oelverbrauch hat. Man sollte einmal die Woche den Oelstand kontrollieren und entsprechend korrigieren, aber was erzaehle ich euch denn :)...

 

Wenn ihn hier keiner haben will, dann ist das auch kein Beinbruch; dann werde ich ihn zum "Verwerter" bringen, der ihn dann nach Afrika bringt oder so. Ich weiß es aber noch nicht. Der allgemeine Wartungszustand ist aber gut und es waere schade, da man den aktuellen Zustand auch ausnutzen sollte.

 

Preis? Vorgestellt habe ich mir 600 eur; ich denke, dass das trotz der Maengel mehr als fair ist.

 

Mal sehen, was ihr davon haltet :).


17.07.2012 23:22    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (28)    |   Stichworte: , ,

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Hi,

da wundere ich mich, dass ich mit meinem Schluessel den Kofferraum nicht aufschließen kann und gerade, durch Zufall, sehe ich im Handbuch, wieso das so ist.

 

Ich habe naemlich nur einen einzigen Schluessel und zwar den _runden_. Dieser wird auch "Werkstattschlüssel" genannt (wieso, weiß ich nicht). Und mit diesem runden Schluessel bekommt man nur Tueren und Tankdeckel auf...wieso weiß ich auch hier nicht :). Ich benoetige den "Eckigen".

 

Ich bin jetzt auf jeden Fall eine Ecke schlauer; mal sehen, ob ich die anderen Schluessel noch bekomme oder ob ich alle Schloesser tauschen muss...bis dato musste ich immer die Tuer aufschließen, um an den Kofferraum zu kommen ;).

 

Vielleicht weiß das ja jemand von euch :).

 

M.f.G.

Andreas.


01.07.2012 10:45    |    schipplock schipplock    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: , , , ,

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Hallo zusammen,

ich hatte vor kurzem einen W124c gekauft und ein Kaufkriterium war, dass er unbedingt eine Klimaanlage haben muss. Mein gewaehltes Exemplar hatte zwar eine Klima verbaut, aber leider ohne Funktion; da aber die Auswahl bei den Euro-W124 _mit_ Klima irgendwie sehr begrenzt scheint, war mir das egal, da man die Komponenten einer Klima auf jeden Fall wieder reparieren oder tauschen kann.

 

Es ist aber wichtig, dass das Auto bereits eine Klima hat, da eine Umruestung eines Auto ohne Klima relativ aufwendig ist; viel aufwendiger als eine defekte Klimaanlage wieder instand zu setzen.

 

Ich hatte mich vorher im W124 Forum informiert, was man alles tauschen muss, um von R12 auf R134a umzuruesten und eigentlich ist das ganz einfach:

 

- Adapter auf R134a, damit man die Anlage ueberhaupt befuellen kann

- neuer Trockner

- neuer Kondensator

- Retrofit, damit die alten Dichtungen nicht kaputt gehen (optional, aber empfehlenswert)

- neue Dichtungen (optional)

 

Bei meiner Klimaanlage waren schon R134a Adapter verbaut, aber der Rest war noch alt; so verwunderte es nicht, dass nach der Befuellung die Fuellung auch gleich wieder draußen war. Die groeßte Undichtigkeit bestand am Kondensator. Es wurden auch die Dichtungen des Kompressors getauscht. Nach der Instandsetzung bestand dann ein elektrischer Fehler (irgendein Schalter), der aber schnell gefunden war.

 

Es musste also relativ viel gemacht werden ;). Der Kondensator war außerdem schwer zu demontieren, weil da alles verrottet war (nachvollziehbar, wenn es da konstand rauspisst). Sie haben wohl auch den Wasserschlauch demontiert, da sie 3L Glysanthin berechnet hatten...haben wohl keine chinesischen Arme :).

 

Da nur neu und Originalteile gekauft wurden, belief sich dieser Kostenpunkt auf ca. 290 EUR inkl. MwSt. Der Arbeitslohn war 305 eur. Also in der Summe knappe 600 eur.

 

Ich habe das beim Boschdienst machen lassen, weil das mein Alltagswagen ist und ich mir davon erhoffte, dass sie das schnell schaffen. Leider wurde ich da sehr enttaeuscht, da sie dafuer eine ganze Woche gebraucht haben...ich hatte mir extra einen Termin geben lassen, aber erst, als das Auto schon drei Tage dort stand, riefen sie an und meinten, dass ja schon R134a Adapter verbaut sind; sprich sie haben die Karre 3 Tage nicht angefasst. An Tag 5 dann rief ich an und sie meinten ganz erschrocken, dass der Kondensator undicht ist...da waere mir fast der Kragen geplatzt, denn ich habe den Wagen mit einem ganz klaren Auftrag abgegeben: bitte Klima reparieren; Adapter, Trockner, Kondensator und irgendein Schalter ist auch defekt". An Tag 6 dann meinten sie, dass jetzt alles dicht ist, aber die Klima geht nicht an; wohl irgendein Schalter defekt...da war ich schon sehr genervt :>...die Teile haetten sie direkt an Tag 1 bestellen koennen; ich habe es im Endeffekt ja sowieso bezahlt und es ist ja genau das, was ich wollte: alle Teile tauschen :).

 

Haette ich das vorher gewusst, haette ich das selbst gemacht; in exakt 7 Tagen schaffe ich es auch diese paar Teile zu tauschen. Aber nun gut, ich habe die Erfahrung gemacht und werde diesen Boschdienst nun natuerlich immer meiden. Mich regt es immer noch auf, dass die einfach nicht zugehoert haben...

 

Es handelt sich um den Boschdienst Kolling in Essen an der Donnerstraße. Ich war davon eigentlich immer ueberzeugt, aber ich war da nur mit Vaters B5 und da waren es auch immer nur Kleinigkeiten, die gemacht werden musste; die aber wurden da zuegig gemacht. Zum Glueck konnte ich die ganze Woche den W203 meines Vaters nutzen, aber dafuer musste ich ihn zur Arbeit bringen und abholen (er faengt um 4:30 Uhr in der Frueh an *buuh*) :). Das war deswegen fuer mich eine harte Woche :).

 

Aber jetzt ist die Klima mit Funktion und blaest wirklich extrem kalt; ich hatte es gestern getestet und bin dann in der Hitze ausgestiegen; ich hatte direkt Kopfschmerzen und mir war irgendwie einige Stunden "schlecht" :9.

 

Also "umruesten" lohnt sich, aber wenn man die Zeit und ein bisschen Werkzeug hat, sollte man es alleine machen. Erst mal die Anlage von der Fluessigkeit befreien lassen (kann jeder Klimaservice); ich glaube evakuieren nennt man das; danach dann Stueck fuer Stueck die Teile tauschen; neu befuellen lassen, schauen, ob es irgendwo undicht ist; wenn nicht -> fertig :). Ich denke, dass man das sogar Stueck fuer Stueck machen kann, so dass man die Kiste trotz Reparatur weiter fahren kann (mit ausgeschalteter Klima natuerlich).

 

So sieht es aus :).

 

Ich fahre jetzt mit frisch gekuehlter Stirn. Euch wuensche ich natuerlich eine knitter- und schweißfreie Fahrt.

 

M.f.G.

Andreas.