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Aus dem Leben eines Autoverkäufers...

Was treiben die Knaben eigentlich jeden Tag, und wie sieht die Welt von der anderen Seite des Schreibtisches aus

13.07.2008 21:01    |    PPL-1 PPL-1    |    Kommentare (20)

Letztes Wochenende hatte ich mir mal wieder ein Motorrad geliehen, wir haben ja eine Generalvertretung für BMW und Suzuki.

 

Da die Kollegen in Garmisch bei den BMW Days waren, stand nicht mehr viel auf dem Hof, ausser einer GSX-R 1000...

Nunja, so etwas wollte ich schon immer mal fahren ;) - gesagt getan, dass Teil abgeholt und erstmal sehr vorsichtig durch die Gegend gerollt.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit habe ich mich dann mal getraut richtig am Gas zu drehen und das Gefühl war unbeschreiblich. Da ich großen Respekt vor der Leistung (185PS) hatte, bin ich den ersten Tag total gesittet gefahren und habe sie nicht über 7000 U/min gedreht.

 

Am zweiten Tag, was es dann vorbei mit der Zurückhaltung und ich habe sie auf Herz und Nieren überprüft. Danach war eines klar, scheiss auf den ungünstigen finanziellen Zeitpunkt, und natürlich geht der Sommer nicht mehr lange aber man lebt nur einmal und ich muss dieses Sarg auf zwei Rädern haben.

 

Gesagt getan, am Montag direkt den Kollegen angerufen und einen Termin gemacht, und dann direkt die Sache klar gemacht.

Nun nennt sich eine blau/weiß/rote ( ich hätte auch eine schwarz/orange haben können - aber eine Suzuki ist eben blau/weiß/rot) GSX-R 1000 mein eigen. Am Mittwoch direkt angemeldet und seitdem sitze ich jeden Abend auf diesem Gerät und versuche das Gefühl für das Gerät zu bekommen.

 

Meine "Freundin"(keine Ahnung wie lange noch) ist voll ausgetickt, und auch die meisten anderen können es nicht verstehen.

Vielleicht bin ich in einer Midlife-Krise, keine Ahnung, ich bin auf jeden Fall an dem Punkt angelangt, dass ich nur noch Dinge mache die mir Spass machen, denn irgendwie fühle ich mich seit ich wieder allein wohne ausgebrannt und alles was mit bis dato Spass gemacht hat, langweilt mich nur noch.

Es ist nicht einfach nach über fünf Jahren alles zu trennen und auf einmal jeden Morgen allein aufzuwachen und Abends alleine schlafen zu gehen. Ich glaube auch nicht, dass es nur die Gewohnheit ist, sondern ich fühle mich wirklich alleine.

Laut meiner Freundin sollte mich das aufrütteln und mich dazu zwingen mein Verhalten zu ändern, nur bin ich der Meinung, dass man sich mit 30Jahren nicht mehr wirklich stark verbiegen kann.

Zusätzlich bin ich eher der Typ der sich an die Umstände anpasst und mit manchen Mißständen leben kann, als immer mit dem Kopf durch die Wand zu rennen. Passt ganz gut dazu klick

 

Für mich gibt es auch keine Bestimmung oder Vorsehung - es gibt nur Entscheidungen!

 

Diese Wochenende habe ich eine kleine Spritztour nach Hause gemacht(sind ja nur 220km einfach), und bin wegen dem schlechten Wetter recht spät erst los gekommen. Erschwerend kam hinzu, dass ich die Kiste noch einfahren muss und daher nicht so schnell fahren darf.

Kurz nach Pforzheim bin ich dann mal rechts raus um zu pullern und meinen besten Freund anzurufen. Nunja bei dem Versuch ist es geblieben, da mein Handyvertrag ausgelaufen ist und ich von einer Kollegin (Ayshe ;)) eine Callyakarte geliehen hatte, nunja ich hätte auch ruhig die Pin mitnehmen können...

Also bin ich direkt zum Freund nach Stuttgart gedüst in der Hoffnung, dass er noch daheim ist und noch nicht in der City. An diesem Tag hatte ich leider nicht wirklich viel Glück, und natürlich war er nicht daheim. Also stand ich wie ein Horst vor seiner Wohnung, ohne Telefon und ohne Nummern, da ich ja den Pin nicht hatte bzw. mir nicht richtig gemerkt hatte.

 

Also habe ich Freitagnacht um 23.45Uhr in Stuttgart(in der Nähe des Rotlichviertels)Passanten angesprochen ob sie mir mal kurz ihre SIM Karte leihen können. Naja beim 5. Versuch und weiteren 15min hat sich dann einer dazu bereit erklärt.

Zum Glück habe ich meinen Kumpel erreicht, er war nur ein paar Straßen weiter mit Arbeitskollegen was trinken bevor es richtig in die City gehen sollte. Ich also schnell runter gedüst, er hat mir seinen Hausschlüssel und sein Handy in die Hand gedrückt und mir erklärt wo ich mich mit dem Taxi hinfahren lassen sollte.

Ich also zurück zu ihm, mich geduscht und umgezogen und dann ins Taxi gesetzt und in die Theodor Heuss Straße karren lassen. Raus aus dem Taxi, das Iphone gezückt(das scheint das Diensthandy bei Porsche zu sein) und entriegelt, soweit so gut, aber danach ging irgenwie nichts mehr, das Teil hatte sich aufgehängt. Nach weiteren 30s hatt es sich neu gestartet und damit war ich dann geliefert.

Also stand ich dann um 0.15Uhr in der Theodor Heuss Straße und habe meine Kollegen gesucht, man muss dazu sagen in dieser Strasse sind ungefähr 10 oder mehr Clubs und es war richtig was los. Da ich eh nichts zu verlieren hatte, bin ich eben einfach mal die Strasse hoch und runter gelatscht in der Hoffnung die Jungs zu finden (etwas Hoffnung bestand ja da keiner der dreien kleiner als 190cm ist).

Nachdem ich die eine Straßenseite durch hatte und auf der Hälfte der anderen auch kein Glück hatte, bin ich an einem Laden vorbei gekommen den ich eigentlich schon abgehakt hatte, aber die Musik mich irgendwie nochmals umdrehen liess und ich die Platte(er mag mir verzeihen - die gelichtete Haarpracht) meines besten Freundes in der Menge erspähen konnte.

Nach einem "bist du allein hier?" vom Türsteher - und einem "nö, meine Kumpels sind schon drin" stand der Reunion nichts mehr im Wege und wir haben die Nacht zum Tag gemacht.

 

Am Samstag war ich dann noch bei meiner Patentante zum Geburtstag und dort habe ich mal wieder meine Demenzkranken Onkel getroffen, womit wir wieder beim Thema " Habe Spass solange es noch geht sind" - er war immer der Mittelpunkt jeder Feier, immer einen Witz, eine Parodie oder Lied auf den Lippen, die Frauen lagen ihm zu Füßen, heute kann er sich keine zwei Dinge merken und alles was ausserhalb seiner Routine ist lässt ihn völlig verzweifeln. So schnell kann es gehen, er ist erst 54Jahre jung und es gab vorher keine Anzeichen dafür.

 

Heute am Mittag wieder zurück gedüst und beim tanken auf Höhe Baden-Baden(was ca. der Hälfte entspricht) bemerkt, dass sich mein Rücksack bei der Fahrt wohl geöffnet hat und ich mein Beautycase(mit meinem Philipsrasierer und meiner elektirschen Zahnbürste)+ einem Lieblingsrugbyshirt verloren hatte. Ich bin dann zwar noch zwei Ausfahrten zurück gefahren aber leider nichts mehr gefunden. Der Spass kostet mich jetzt ja nur 350€ - keine Ahnung ob es eine Versicherung gibt die bei Dummheit bezahlt.

 

Naja soweit so gut, die Bilder von meinem Baby reiche ich nach, sie steht gerade in der Firma da hier ein kleines Unwetter aufgezogen ist und ich sie nicht draussen stehen lassen wollte und das nächste mal schreibe ich auch wieder was über Autos ;)


03.07.2008 00:17    |    PPL-1 PPL-1    |    Kommentare (23)

Es ist zwar noch nicht viel neues passiert, aber irgendwie habe ich Lust zu schreiben.

 

Am Wochenende war ich ja Zuhause(bei meiner Mum und meinem Stiefvater), und den 325dA den ich dabei hatte durfte mein Stiefvater dann auch mal fahren, und in diesem Fall hatte die Werbung recht. Er war so begeistert, dass er ein Leasing in die engere Wahl genommen, und hey mein Stiefvater war der letzte potentielle Kunde den ich mir erträumt habe. Er ist überkorekt und lebt nach Basel2 (alles was er ausgibt muss mindestens nochmals auf dem Konto sein;)) und bis dato sind sie immer Renault gefahren. Nachdem ich ihm aber von unserer aktuellen Aktion erzählt habe, musste er feststellen, dass er für seinen Megane Grandtour mit 125PS Benzin mehr im Leasing bezahlt hat als ich jetzt von ihm für einen 320d Touring in einer deutliche besseren Ausstattung verlange. Nicht immer ist das günstigere Fahrzeug im Leasing nachher günstiger.

 

Ich bin nicht der Typ der sein Umfeld immer mit seinen Produkten in den Ohren liegt, wenn jemand was braucht oder wissen muss, immer gerne aber ich mache keinen Druck, daher war ich überrascht, dass mein Stiefvater so aus dem Häuschen war.

 

Heute habe ich noch meinen Ex-Vorführwagen (325d Limo aus 05/07) verkauft, es ist nie gut, wenn der Hof mit Fahrzeugen voll steht welche 13000-14000km haben und mit denen man eine zeitlang unterwegs war. Im aktuellen Sparzeitalter hatten wir auch schon Regelungen, dass wenn man seinen VFW nicht verkauft hat als nächsten einen 116i bekommen hat ;)

Nunja so wild ist es im Moment nicht, aber immer wieder beruhigend wenigstens einmal die Erwartungen erfüllt zu haben.

 

Eine unangenehme Situation hatte ich diese Woche auch schon, ich habe mit einer Interessentin, mit der ich schon seit über einem Jahr im Kontakt bin eine Probefahrt mit einem 118d ausgemacht. Sie sollte ihn in einer anderen Filiale abholen und damit zu mir kommen.

Sie hat mich dann angerufen und sich darüber ausgelassen, dass es doch nicht sein könnte, dass sie eine SB bei der Vollkasko hätte wenn sie einen BMW probefährt. Ich muss zugeben die 2500€sind happig aber seit ich dabei bin musste noch nie jemand etwas bezahlen und von daher alles halb so wild. Damit aber nicht genug, tanken wollte sie auch nicht, dies wäre ja wohl nicht sehr kundenfreundlich und ich sollte mir was überlegen.

Ich habe ihr dann angeboten mich daneben zu setzen und damit die Gefahr der SB zu drücken, aber sie meinte dann wenn doch was passiert ob sie dann trotzdem zahlen müsste, ich habe sie dann gefragt wer denn sonst, sie dachte vermutlich ich übernehme den Part ;)

 

Naja also ich weiss, dass alle großen Hersteller eine SB drin haben die zwischen 1000-2000€ liegt, aber die Verkäufer oftmals nicht darauf hinweisen. Mit dem auftanken halte ich für normal, da man sich keinen Zacken aus der Krone bricht und immerhin bekommt man ja für ca.100-150km ein Fahrzeug mit einem Wert von 22000€aufwärts ohne jede Sicherheit hingestellt.

 

Es wird jetzt darauf hinaus laufen, dass ich ihr über Enterprise einen mieten werde und die Option mit der 0€ SB die natürlich extra kostet nutzen werde...wenn aber jemand schon so rumzickt wird es mit dem Kauf eh nichts werden und es wird vergebene Liebesmühe sein.

 

Man muss die ganze Sache mal etwas nüchtern sehen, wir haben im Schnitt 150 Vorführwagen im Wert von ca. 6,5Millionen Euro, für diese Zahlen wir Steuer und Versicherung, und die SB wird nicht ohne Grund zu hoch sein, wäre diese niedriger könnten wir uns den Spass vermutlich garnicht leisten.

 

Und beim tanken erkennt man den Charakter der Kunden, es gibt welche die umsonst einen Ersatzwagen bekommen und nicht in der Lage sind diesen wenigstens wieder zu tanken, der eigene Wagen läuft ja mit Luft...

 

Heute habe ich einen 5er ausgeliefert an ein nicht ganz einfaches, da sehr penibles und vorsichtiges aber durchaus sympathisches Ehepaar. Von mir aus darf jeder sein wie er will, solange er sich fair verhält und man erahnen kann was er sich vorstellt und wie er behandelt werden möchte. Mir sind solche Kunden viel lieber da sie um einiges dankbarer und loyaler sind als diese mir ist der Name über dem Eingang und an der Bürotür egal hauptsache der Preis stimmt.

 

Sie waren so zufrieden mit mir, dass sie mir sogar ein Geschenk mitgebracht haben, und dies ist alles andere als alltäglich da die meisten ja denken, dass sie mich mit der eben geleisteten Unterschrift zum Millionär gemacht haben.

 

Beim Thema Zufriedenheit fällt mir ein Vorfall von vor vierzehn Tagen ein (drei Worte mit v vorne ist auch eine Leistung oder ein Zeichen für mangelnden Satzbau und Artikulationsfähigkeit) - eine Kunde die auf mich geschlüsselt ist und mit der ich nach einem Jahr rumhampeln endlich zum Abschluss gekommen bin hat mir für den Rest des Jahres um meinen PPL Bonus gebracht.

 

Sie ist mit ihrem Mann an einem Samstag gekommen um den Deal über die Bühne zu bringen, das ganz hat sich bis 16Uhr gezogen(wir schließen um 13Uhr) wovon wir ca. 2h auf dem Hof gestanden sind und Muster an Fahrzeuge gehalten haben.

Die Preisverhandlung war dann auch noch ein Kampf, da sie ein Angebot aus dem Internet hatte, aber wir konnten uns einigen.

 

Zum Tag der Auslieferung(übrigens ein Wunschtermin) welcher wieder ein Samstag war, stand das Fahrzeug picobello sauber zur Abholung bereit, nach einer kurzen Erklärung, viel Ausstattung war ja nicht drin, sind sie dann los. Auch dieses Mal ging es deutlich länger als 13Uhr...aber was tut man nicht alles, damit die Kunden zufrieden sind.

 

Am Montag habe ich ihr dann noch den Brief vorbei gebracht mit einem Blumenstrauß versteht sich, und nochmals auf die PPL Bewertung hingewiesen, sie war super zufrieden und alles klar.

 

Die PPL Wertung kam, und es hat nur 3er und 4er gehagelt(die Skala geht nur bis5), BMW erwartet die Note 1 und 3oder4 ist eigentlich wie ein Schlag ins Gesicht.

Es wurde auch nicht sie befragt sondern ihr Mann und der ist ja eh der Beste, mit seinem Jaguar aus dem Internet.

 

Ich habe sie dann angerufen und gefragt, ob sie oder ihr Mann ein Problem mit mir hätte, da sie mich um 1500€ brutto bis zum Ende vom Jahr bringen. Sie konnte und wollte dazu nichts sagen, sie wüsste auch garnicht, dass ihr Mann die Bewertung gemacht hätte usw.

Ich sollte ihn anrufen und es direkt klären. Leider war er nicht zu erreichen und anstatt sich an mich zu wenden, hat er natürlich meinen Chef angerufen und sich beschwert darüber wieso ich ihn für eine Bewertung anrufe die unabhängig sei.

 

Mein Chef hat sich dann den gesamten Vorgang schildern lassen, u.a. ging ihm alles zu lange, es war natürlich meine Idee bei 30° in meiner Freizeit am Samstag auf dem Hof Muster an Fahrzeuge zu halten, ich bin ja so schwer von Entschluss.

Und die Blumen die ich vorbei gebracht habe, wären nicht so toll gewesen und ich hätte sie beim warten neben mir auf den Stuhl gelegt, dass gehöre sich ja so nicht. Mein Chef meinte daraufhin nur, dass er froh wäre wenn alle seine Verkäufer sich so ins Zeug legen würden wie ich und auch noch an die Blumen denken.

 

Was lernt man daraus, umso mehr man es versucht richtig zu machen umso weniger wird es honoriert und Idioten kann man eh nicht zufrieden stellen.

 

Naja mal sehen was der Monat noch so bringt, im Moment fehlt mir die Energie und die Lust bei 30° mit Anzug und Krawatte in einem unklimatisierten Büro zu sitzen und Kontakte abzuarbeiten.


27.06.2008 23:30    |    PPL-1 PPL-1    |    Kommentare (4)

HURRA ICH LEBE NOCH !!!

 

 

Der Umzug ist nun endlich vollzogen, wobei mir immer noch das Bettgestell und die Couch fehlt, dafür ist mein technisches Equipment dank 46" LCD,HD Receiver und Teufel Sorroundboxen endlich auf dem Niveau wie ich mir das immer gewünscht habe.

 

Irgendwie bin ich im Moment völlig durch den Wind, normalerweise macht mir Stress überhaupt nichts aus, da meiner Meinung nach die Spreu sich vom Weizen trennt wenn Stress ins Spiel kommt. Durch Fußball und dem damit verbundenen Schlafmangel + die Schwüle bin ich völlig ausgelaugt, vorallem wenn die letzte Woche sieben Arbeitsage und 85h Stunden hatte und diese Woche sicherlich auch runde 70h drin waren.

 

Der Laune tut das keinen Abbruch aber mein Gehirn versagt, ich vergesse Dinge zu tun, und auch Dinge die ich schon getan habe und heute habe ich einen Bock geschossen, der mir noch Probleme einbrocken könnte.

 

Der Monat war super mies, alle die geplant waren gingen völlig in die Hose, dafür habe ich die letzten drei Tage drei Fahrzeuge verkauft + zwei gebrauchte Minis. Aber alles in allem bin ich hinter meinen Zielen und Vorgaben geblieben und das ist nicht wirklich gut.

 

Mir fehlt aber auch irgendwie die Motivation, der doppelte Umzug hat mich viel Kraft gekostet, und im Job bin ich trotzdem dauergefordert.

Mein neues Zuhause ist im Moment bei ca. 80% und es nicht absehbar wann alles im Lot ist.

 

Zusätzlich wird mir erzählt was ich tun soll, und nicht tun soll, dass ich mich nur um meine Dinge kümmern soll und mich darauf verlasse, dass die anderen ihren Job machen.

 

Nächste Woche werde ich dies mal rigeros durchziehen und mir damit sicherlich viele Sympathien verscherzen, aber ich muss meinen Vorgesetzten mal zeigen, was es heisst nicht immer der Arsch vom Dienst zu sein.

 

Unser Tabellenmeister ist auch wieder aus dem Urlaub zurück und macht zusätzlich noch miese Stimmung, ich warte noch darauf, dass er mir meine Mahntermine unter die Nase reibt und ich wieder wie ein Schuljunge den Kopf senken und mit den Schultern zucken muss auf die Frage "wieso und warum" andere können das auch usw.

 

Diese besagten anderen haben aber auch andere Vorraussetzungen und Bedingungen die sich mit meinen nicht decken aber wir scheren alle über einen Kamm, dass passt schon ;)

 

Zusätzlich beginnt jetzt auch die Urlaubszeit, d.h. wir machen zu dritt den Job von normalerweise vieren, dann kann ich wieder mehr im GA Bereich turnen, was mir garnicht liegt und mir nur die Nerven raubt.

 

Heute hatte ich mal wieder eine richtige Herrausforderung, von dem Großkunden den ich betreue war heute eine Managerin aus den USA da, die jetzt nach Deutschland zieht und gerne einen Biii Emm Doubleuuu hätte ;)

 

Englisch an sich bekomme ich ja noch gebacken aber wenn man mal versucht so Dinge wie BMW Assist/Online und das I-Drive in englische Fachausdrücke zu packen gerät man schnell mal ins schleudern. Sie war aber sehr smart und vermutlich froh, dass ich sie überhaupt verstanden habe und mich einigermassen verständigen konnte.

 

Morgen düse ich nach der Arbeit in meine Heimat (Kirchheim/Teck) und besuche einen alten Freund der Geburtstag hat. Kontakt zu halten war noch nie meine Stärke aber ich habe so zwei bis drei Freunde die ich seit 15Jahre+ kenne und da fühlt man sich schon wohl.

 

Leider ist es schwer solche Vertrauenspersonen hier zu finden, da eine neue Bekanntschaft es nicht mit langjährigen Freundschaften aufnehmen kann. Zusätzlich gibt es nicht viele Leute die ich auf privater Ebene kennenlerne und mit denen ich Zeit verbringen möchte.

 

Da steige ich lieber abends auf mein MTB und quäle mich über die Hügel der Umgebung, und bewunder mein Leistungsdiagramm danach am PC. So kommunikativ ich während des Tages bin umso lieber bin ich für mich in meiner Freizeit.

 

Letze Woche bin ich das neue M3 Cabrio mit dem DKG Getriebe gefahren, ich muss sagen für 95000€ bekommt man kein variableres Fahrzeug welches besser motorisiert ist.

 

Das Getriebe lässt sich auf fünf Stufen von "das Getriebe schaltete sechs Mal und merke nichts ausser der Anzeige" bis Rüttler mit Zwischengas variieren, dazu noch die Dämpferkontrolle mit drei Stufen, die Lenkung mir drei Einstellungen und die Gasannahme mit drei Stufen ergeben eine Mischung aus röhrendem Sportwagen(ja der Sound ist pervers) und alltagstauglichem Cabrio für die Mutti.

 

Wie oben schon erwähnt war ich zu doof um an Fotos zu denken, vom X6 den wir als VFW bekommen haben natürlich auch keine Bilder vorhanden...entweder werde ich alt oder ich brauche eine Auszeit.

 

Ich glaube ich gönne mir morgen den 535d Limo mit M-Paket, 19" und 330PS den wir zurück genommen haben, damit macht die Fahrt richtig Spass, auch wenn Rote Nummernfahrten irgendwie Banane sind.

 

Ah an dieser Stelle möchte ich meinem ersten Motortalk Kunden danken der vorletzte Woche seinen 118d bei mir geholt hat, mit dem er wohl super zufrieden ist. Der zweite kommt die nächsten vierzehn Tage und Nr.3 muss wohl noch geboren werden.

 

Am Freitag wage ich mich an einen neuen Rekord, drei Neuwagen innerhalb von 1,5h ausliefern, und wir reden hier nicht von 116i`s ohne alles sondern von zwei 3er und einem 5er, bei meinem Glück meldet sich der vierte auch noch und meldet sich Freitag an. Was tut man nicht alles damit die Großkunden zufrieden sind, aber ich will ja nicht klagen, umso schneller ich bin umso schneller fliesst die Kohle(und Sixt braucht eh ewig bis die Rechnung bezahlt wird) die ich im Moment dringend benötige, da so ein Umzug schon ins Geld geht.

Den letzten von der Firma habe ich so glücklich gemacht, dass er mir Montags drauf zwei Flaschen französischen Schampus aus seinem Keller vorbei gebracht hat.

 

Mir fehlt jetzt noch eine Spülmaschine und eine PS3 für den perfekten Hausstand aber beides muss wohl noch warten, da ich schon 5000€ ausgegeben habe...

 

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir heute der roten Faden und die klare Gliederung fehlt aber mehr gibt mein Hirn atm nicht her.


17.05.2008 20:34    |    PPL-1 PPL-1    |    Kommentare (58)

Am Freitag war wieder großer Showdown auf dem Hockenheimring, die AG hat zum Innovationstraining geladen.

Wie jedes Mal habe ich davon geträumt endlich mal ein Fahrzeug über den Ring jagen zu dürfen und nicht wieder auf dem ADAC Gelände meine Runde drehen zu müssen.

Die Vorfreude dank X6 Präsentation und DKG Getriebe für den M3 war natürlich dementsprechend groß, aber natürlich war der Ring wieder von einer Volumenmarke(in diesem Fall Mazda) belegt und wir waren wieder auf dem ADAC Gelände.

 

Den X6 hatte ich ja vorher schon gesehen, aber im direkten Vergleich mit dem X5 muss man schon sagen, dass er einfach noch ein Brikett drauf packt. Er ist ohne Spiegel 5cm breiter und dank der Coupé Front und Heck wirkt er absolut brachial. Das Interieur kennt man schon vom X5 aber es wurde noch etwas garniert mir Alcantara und das Fond ist von den Sitzflächen wie Sportsitze gestaltet und damit fühlt man sich hinten nicht wie im Raucherabteil der 2.Klasse.

Von der technischer Seite muss man sagen, dass BMW natürlich unter Zugzwang gestanden ist, weil wenn man ehrlich ist dieses Auto keiner braucht. Aber es gibt natürlich eine große Käuferschicht mit kurzen Gliedern, geringer Potenz aber dafür umso größerer Kaufkraft.

 

Nein, Spaß beiseite, wenn man ein Fahrzeug sucht in dem man Platz für vier Personen(im Fond bis 185cm außer Sitzriesen), einen guten Kofferraum(größer als Tuareg/Cayenne) und trotzdem optisch und von der Fahrdynamik ein reinrassiges Coupé fahren möchte dann ist man beim X6 genau richtig.

Nebenbei wird man garantiert nie wieder unerkannt zum Bäcker können oder zu seiner Geliebten, aber dies muss man eben einkalkulieren.

Leider war der 50i noch bereit, daher haben wir den 35d gefahren und ich muss sagen, dass ich begeistert war. Der X5 ist dank Aktivlenkung und Dynamic Drive ja schon der Sportwagen unter den SUV`s aber der X6 toppt das ganze dank Dynamic Performance Control noch um eine Klasse. Ich will mich jetzt nicht zu sehr in die Technik vertiefen, einfach erklärt wird bei Schlupf die Kraft zwischen den Hinterrädern verteilt, bei einer Linkskurve wird automatisch mehr Kraft auf das rechte Hinterrad gebracht, und dadurch hat man a) mehr Vortrieb und b) wird das Fahrzeug stabilisiert und dadurch bremst das DSC das Fahrzeug deutlich später ein. Dieser Effekt hilft auch, dass man beim einlenken in die Kurve nichts von über 2t Gewicht merkt. In der Praxis wird dieses System umso effektiver desto weniger Grip die Fahrbahn hat, auf trockenem Asphalt gibt es im Grunde keine Grenzbereich mehr(mit DSC) und bei nasser oder rutschiger Fahrbahn wird dieser deutlich nach hinten verschoben. Man kann schneller in die Kurve fahren, die Kurvengeschwindigkeit ist höher und man beschleunigt besser aus der Kurve wieder raus.

Wir hätten auf dem Rundkurs Kreise um die X5, die wir im Vergleich hatten, fahren können und das bei gleicher Motorisierung. Im Vergleich mit einem ML würde der Fahrer wohl das Fahrzeug nach der ersten Runde im Handlingkurs aus Resignation abstellen.

Für den normalen Alltag bedeutet es einfach mehr Sicherheit und Traktion bei allen Witterungen.

 

Vom Effekt her ähnlich arbeitet das M-Sperrdifferential nur wird dies technisch anders umgesetzt, und jeder der mal einen M3 an seinem persönlichen Limit betrieben hat, weiss das der 335i ein tolles Fahrzeug ist aber kein M ;)

 

Der M3 wurde uns auch in allen drei Varianten nochmals präsentiert und nochmals auf ein paar spezielle Details eingegangen. Das DKG verspricht viel Freude und Komfort und dank Drivelogik kann man die Schaltzeiten wieder einstellen, so dass man zwischen Komfort und Rennstrecke in fünf Stufen variieren kann.

Das Getriebe hat sieben Fahrstufen welche das Fahrzeug sparsamer machen und trotzdem die Fahrleistungen optimieren. Das große Manko beim bisherigen SMG, das parken wurde auch deutlich verbessert, da es einen Rangiermodus gibt.

Hinter vorgehaltener Hand wurde von M3`s erzählt die mit GPS 305km/h gemessen wurden, also scheint der 7.Gang was zu bringen.

 

Dank M-Drive kann man sich das Fahrzeug nach seinen Wünschen einstellen, dabei kann man die Lenkung in drei Stufen vom Lenkwiderstand verändern, die Dämpfer in drei Härtegraden anpassen und die Gasannahme in vier Stufen verändern. Dadurch kann man mit einem Knopfdruck die Charakteristik vom Fahrzeug völlig verändern, dies bietet kein Konkurrenzprodukt an und dies macht den M3 nochmals im direkten Vergleich interessanter. Es gibt übrigens nur zwei Dinge die beim einem 3er und dem M3 identisch sind, dass ist der Kofferraumdeckel und die beiden vorderen Türen. Alles anderes ist kompromisslos auf Dynamik, Leichtbau und Fahrspaß abgestimmt.

 

Zum Abschluss wurden uns auch noch die beiden recht neuen Konkurrenten vom 3er in einer jeweils normalen und in der Topvariante präsentiert. Natürlich sieht so ein A4 in der S-Line Ausführung wie auch die C-Klasse mit dem AMG Paket richtig gut aus, aber ich war trotzdem von der Konkurrenz enttäuscht, da diese ja auf unser Auto reagieren konnten und deutlich mehr Zeit hatten.

 

Am schlimmsten empfand ich aber die Blindheit mit der die Kunden/Interessenten wohl geschlagen sein müssen. Beim A4 wie auch beim Mercedes ist die Haptik im Cockpit unter alle Kanone. Die Türverkleidungen und die obere Abdeckung sind dem Begriff Premium nicht würdig. An dieser Stelle hoffe ich, dass ihr wisst was Premium bedeutet? Premium ist das gleiche Bier in kleineren Flaschen zu verkaufen ;)

Beim A4 verstellt man noch die Rückenlehne noch per drehen und quetscht sich als größerer Mann dabei die Hand zwischen Sitz und Türverkleidung ein. Der Pumphebel zum anpassen der Sitzhöhe wirkt auch alles andere als luxuriös, ist aber in der Handhabung für ungelenkige sicherlich einfach zu bedienen.

Was schön ist am Audi ist die Mittelkonsole, welche in meinen Augen hoffnungslos überfrachtet ist mit Schaltern, aber diese sind dank Chromeinfassungen sehr schick. Auch die Feststellbremse ist sehr gelungen und up to date.

Beim Mercedes trete ich wie schon vor 20Jahren die Handbremse mit dem Fuß, dies muss man eben mögen ;)

Nun aber der Clou beim Mercedes, wenn man eine Automatik hat und diese auf P steht ist es fast unmöglich die optisch edle aber wacklige Klimaautomatik zu bedienen, da diese viel zu tief sitzt. Auch empfinde ich das Commandsystem mit seinen hundert Knöpfen nicht als intuitiv und während der Fahrt als bedien bar.

Nicht mal im AMG Trimm kann man die Beinauflage bei der C-Klasse verstellen und das Cockpit wirkt für mich nicht nach 70t€ - dies kann der Audi dank Chromeinfassungen der Instrumente deutlich besser.

Am meisten geschockt hat mich aber bei beiden das "kleine" Navigationsmodell, beim Mercedes erinnert es an unser Steinzeit Navi Business im X3 und Audi toppt das ganze noch mit einem Monochrom Display in rot. Beide können nur Pfeile darstellen und sind definitiv keine Alternative zu einem tragbaren System, vor allem nicht vom Preis.

 

Auch der Motorraum und der Kofferraum sind einfacher und liebloser gestaltet als beim 3er, wer mal richtig leiden möchte, sollte den Finger mal bei der C-Klasse in den Verschlussmechanismus der Kofferraumablage stecken, bei Kia würde ich es verstehen aber mit MB hat dies nichts zu tun. Von Runflat haben beide Marken nur bedingt etwas gehört, und bieten jeweils nur eine Felge damit an.

Wir sind mittlerweile in der 4.Generation Runflat und mittlerweile ist der Unterschied im Fahrkomfort wohl nur noch im Tollerranzbereich laut den Testern auch wenn hier im Forum immer gejammert wird.

 

Alles in allem bin ich von der Konkurrenz absolut enttäuscht, da sie uns in Punkto Leistung, Motorenpalette und Verbrauch BMW nicht das Wasser reichen können und auch in den restlichen Bereichen sich nicht von uns absetzen können.

Man braucht dafür auch keine weiss/blaue Brille, da ich mit der Meinung hin gegangen bin, dass der 3er im Vergleich zum A4 und der C-Klasse ein alter Hut ist von der Optik, Haptik und Verarbeitung. Dies wurde zumindest im Vorfeld von vielen Kunden behauptet und bis auf die Aussenerscheinung kann ich diese Meinung leider nicht teilen, und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

 

So das war mal wieder richtig viel Text, aber ihr braucht ja was zum lesen übers Wochenende ;)


13.05.2008 20:44    |    PPL-1 PPL-1    |    Kommentare (29)

Nachdem ich richtig tolle Pfingsten auf einer 1250 Bandit verbracht hatte, die mir unsere Motorradkollegen geliehen hatten kam ich heute eigentlich recht entspannt zu Arbeit.

 

Nachdem ich meine Emails gecheckt hatte, kam dann die Ernüchterung, Arbeitsanweisung: ab sofort werden sämtliche Inzahlungnahmen vorab von Herr XXX entschieden und per Fax bestätigt.

 

Damit haben sie uns die letzte selbstständige Entscheidung abgenommen und wir sind wirklich nur noch Hampelmänner die Statistiken pflegen.

 

Ich darf meine Nachlässe nicht mehr selbst bestimmen, den Inzahlungnahmepreis muss ich erfragen und auch ansonsten muss ich über jeden Furz Statistik führen und Rechenschaft ablegen.

 

Im Grunde soll ich nur noch vorgefertigte Angebote, an vorab selektierte Kunden aus dem Bestand verschicken. Diesen dann nachtelefonieren und im Zweifelsfall einen Termin machen. Dafür gibt es drei Statistiken welche genau erfassen, wem ich was wann geschickt habe, wann ich nachtelefoniert habe und was das Ergebnis war. Bei Interesse kommt der Kunde auf die Chancenliste wo ich auch wieder alles eintragen darf, und welche natürlich auch wieder einmal die Woche kontrolliert wird. Kommt es dann zum Geschäft muss ich noch vom Kunden quittieren lassen ob er eine Versicherung wünscht und natürlich die Gesamtkalkulation einmal ausdrucken und beilegen, in unser Onlinesystem ein pflegen und vorab per Mail verschicken.

Danach muss ich trotzdem mindestens zwei Personen, wenn nicht dreien alles nochmals erklären und am besten wenn es ein Kampfgeschäft war noch das Gegenangebot beilegen. Ansonsten hat der Kunde ja eh nur gepokert und ich habe schlecht verhandelt.

Nun wurde mir heute noch nahe gelegt, dass ich doch vorne andere Nachlässe drauf schreiben sollte als ich hinten im Leasing gerechnet habe, damit kann ich noch ein paar Prozent gut machen und der Kunde kauft eh die Rate...

Ich habe dann zurück geschrieben, dass ich so nicht arbeite und bei mir sich die Zahlen im Angebot bar und Leasing decken. Daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass wir da Gesprächsbedarf hätten.

Dies alles wird als Unterstützung und Erleichterung für den Arbeitsalltag verkauft. Ich wurde damals mal als Verkäufer eingestellt, und dank diverser Schulungen brauche ich keinen mehr, der mir Angebote vor kalkuliert oder kontrolliert, ansonsten wäre ich fehl am Platz. Für mich ist es die 1000% Kontrolle, und ich kann so nicht arbeiten. Meine Kollegen scheint es nicht weiter zu stören, oder sie haben nicht den Mumm dazu etwas dagegen zu sagen, nur ist es leider so, dass ich in die Ecke des Querulanten gedrückt werde der eh immer nur jammert.

 

Mein damaliger Verkaufsleiter war korrupt, kriminell und menschlich ein riesen Arschloch, aber er hat uns arbeiten lassen und wenn wir was gebraucht haben sind wir zu ihm gekommen. Jetzt werden wir wie kleine Kinder an die Hand genommen und dürfen im Grunde nur noch die Sachbearbeitung übernehmen aber nichts mehr entscheiden.

Alles was von oben kommt ist der Segen und die einzige Lösung, die eigene Meinung und das Denken ist bitte während der Arbeitszeit abzustellen.

 

Es fällt mir wahnsinnig schwer von Leuten denen ich mindestens geistig und geschäftlich ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen bin Anweisungen annehmen zu müssen und egal wie nutzlos sie sind als meine Erlösung zu preisen und dem Herrn für die Hilfe zu danken.

 

Morgen ist wieder die Einzelbesprechung, bei der wir wieder über meine Mahntermine, Nachlässe und Kontakte pro Tag sprechen werden, ich weiß nicht, ob ich den morgigen Tag überstehen werde oder ihnen alles vor die Füße werfe.

 

Ich habe keine Lust andauernd in Frage gestellt zu werden, dass jeder meiner Schritte hinterfragt wird, jede Handlung kontrolliert, protokolliert und ausgewertet wird.

 

Meine tägliche Arbeitsleistung reduziert sich auf meine eingepflegten Kontakte, dass ich heute zwanzig Telefonate von der Zentrale angenommen habe, einen Kunden beruhigt und zwischen der Werkstatt und ihm vermittelt habe, 5 Fahrzeuge ausgezeichnet habe, fünfmal meinen Rechner neu starten musste, weil er sich aufgehängt und noch zig andere Dinge erledigt habe steht dort nicht drin.

Es sind aber die kleinen Dinge die so einen Laden am Laufen halten...

 

Und damit habe ich nichts gemacht außer die 15 Kontakte die ich eingepflegt habe, diese Kontakte sind das wichtigste was es im Moment gibt. Mein Big Boss kam letzte Woche zum Einzelgespräch vorbei, da ich ihn gebeten habe mir meine Perspektiven in diesem Betrieb aufzuzeigen. Wir haben uns 25min unterhalten, 24min und 53s ging es um die eingepflegten Kontakte, Listen und Betreuungsqualitäten, die restlichen 7s waren Smalltalk. Über meine Erfolge als Verkäufer wurde nicht gesprochen, meine Perspektiven kenne ich immer noch nicht und irgendwie fühle mich missverstanden und allein.

 

Da ich die Marke im Moment nicht wechseln möchte bleiben mir nur zwei Dinge, entweder ich stumpfe ab und arbeite nach Schema F und ordne mich, meine Gedanken und meine Individualität völlig unter, oder ich wechsle den Job, dafür müsste ich aber weiter umziehen(200km++).

 

 

 

Nun habe ich noch einen Gewissenskonflikt, ich benötige für meine neue Wohnung ein Bettgestell und einen Kleiderschrank. Dank meines exquisiten Geschmacks bin ich natürlich wieder in einer preislichen Ecke gelandet die meine Möglichkeiten fast übersteigen.

Die Firma Nolte hat die Nightlife Phoenix Design Kollektion und da hat es mir das Bett angetan in Wenge/weiß und der passenden Schrank dazu.

Nun war ich beim Kunden vom Kollegen, der in der gleichen Straße wie wir ist(die ist 4km lang), und habe mal nach Preisen gefragt.

Tjo im Vergleich zu dem Ebayhändler würde mich das Bett 595€ anstatt 430€ und der Schrank 1000€ anstatt 550€ kosten. Über die Preise habe ich mit dem Nachbarn noch nicht gesprochen, aber irgendwie ist mir hier der Unterschied zu groß als das man ihn vernachlässigen könnte. Natürlich käme online noch das Porto von 100-150€(Wucher!!) dazu aber selbst dann würde ich noch über 300€ sparen und dafür würde ich noch ein super chices Sideboard bekommen.

Ich bin wirklich stark am kämpfen mit mir da ich ja den örtlichen Händler unterstützen möchte und andersrum ihn auch nicht mit den Internetangeboten drücken möchte. Wenn dies einer mit mir macht, bin ich auch nicht begeistert, aber 300€ sind kein Pappenstiel.

 

Ich werde dem Geschäftsführer morgen eine Email schreiben und ihm von meinem Dilemma berichten, mal sehen wie er reagiert.


13.05.2008 00:35    |    PPL-1 PPL-1    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Beziehung, Job, Leben, Veränderung

Mein Beruf hat mich verändert, und ich bin mir mittlerweile ganz klar bewusst, dass ich ein ARSCHLOCH bin!

 

Ich bin zynisch, selbstherrlich, arrogant, sarkastisch und wenn ich Witze mache, dann meist auf die Kosten eines anderen. In einer meiner Lieblingsserien, ich habe im Grunde nur drei Stück Sopranos, Boston Legal und Dr.House, will einer der Ärzte kündigen da er nur der Beste sein kann wenn er so wird wie sein Chef. Und dieser ist von der Art her wie ich, nur nebenbei ist er genial und ich eigentlich nur ein Durchschnittstyp.

 

Ich habe nur Freunde aus meiner Vergangenheit(bevor ich vor 8Jahren umgezogen bin) und meine Beziehung(5Jahre) geht den Bach runter.

Wieso bin ich so geworden, bzw. wieso konnte ich mir nicht das liebenswürdige bewahren was manchmal aus mir raus bricht.

 

Um mich besser verstehen zu können, muss ich vermutlich weiter ausholen, ich war ein Einzelkind, welches außerordentlich unplanmäßig gezeugt wurde und vermutlich der einzige Grund war wieso meine damals 17Jährige Mutter und mein 19Jähriger Vater geheiratet haben.

 

Meine Mutter hat dabei ihre Jugend verloren, welche sie dann mit Anfang dreißig nachgeholt hat und mein Vater musste den Traum vom Fußballer begraben da er Geld für die Familie verdienen musst. Beide stammen aus kinderreichen Familien wovon keiner mehr in erster Ehe verheiratet ist, dies ist aber ein anderes Thema.

 

Ich war ein gesundes und aufgewecktes Kind welches gut in der Schule und sehr sportlich war. Leider konnte ich es meinem Vater trotzdem nie Recht machen, wenn ich eine 1,5 in der Schule hatte, dann gab es sicherlich noch einen der besser war und das musste er mir dann auch auf die Nase binden.

Beim Fußball war er nie dabei, da hat mich meine Mutter dafür immer begleitet, und wenn wir dann mal wieder gewonnen haben und ich kein Tor geschossen habe war ich schlecht, habe ich zwei geschossen und wir haben verloren dann hätten es eben drei sein müssen.

 

Man muss dazu sagen, dass ich in der Jugend kein schlechter Spieler war und pro Saison runde 30 Tore gemacht habe, es aber vermutlich nie in eine hohe Liga geschafft hätte, da mir zu der Zeit der Biss gefehlt hat.

Eine Situation werde ich nie vergessen, wir waren bei der Hallenkreismeisterschaft in der vorletzten Runde und ich hatte drei super Spiele gemacht, zum letzten kam dann mein Vater vorbei und bei diesem habe ich dann einen 7m verschossen.

Niemand hat mir das übel genommen, weder meine Kameraden noch mein Trainer da ich in den anderen Spielen richtig gut war nur mein Vater hat mir wieder klar gemacht, dass ich nichts kann.

 

Meine Eltern haben sich scheiden lassen, da war ich dreizehn und auf dem Gymnasium. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mich durchgebissen, aber danach habe ich mich gehen lassen und meiner Mutter wurde nahe gelegt, dass ich auf die Realschule runter gehen sollte.

Durch einen Umzug kam ich dann in eine völlig fremde Stadt, ohne Freunde aber ich konnte bei Null beginnen.

Die Schule war kein Problem für mich und ich lernte Freunde kennen, die ich auch heute noch zu meinen Freunden zähle. Damals begann ich schon meine Unsicherheit hinter einem Mantel des mitleidigen Grinsens zu verbergen. Ich gab den Menschen immer das Gefühl über den Dingen zu stehen und mich nicht für ihre Meinung(vor allem über mich) zu interessieren.

Sportlich war ich zu dem Zeitpunkt auf Basketball und Volleyball umgestiegen und ich habe Hanteln gestemmt. Ich musste meine eigenen Grenzen erkunden und beim Sport konnte ich mich mit anderen messen und da ich/wir meist gewonnen haben hatte ich eine gute Zeit.

 

Beruflich ging nicht wirklich viel voran, aber ich lebte nicht für die Arbeit sondern für die Freizeit und den Sport. Mit meinem besten Freund zog ich damals von Mittwoch bis Samstag um die Häuser in und um Stuttgart. Wenn ich nicht unterwegs war oder arbeiten musste, hatte ich entweder Training oder stemmte Gewichte.

 

Mit 21 war dann mit dem Sport vorbei, bei einem unbedeutenden Basketballturnier habe ich mir das Kreuzband, den Meniskus und das Innenband zerstört. Seitdem habe ich nie wieder wettkampfmässig eine Sportart betrieben, und selbst heute habe ich an manchen Tagen noch tierische Schmerzen.

 

Ich war ca. 9Monate krank und lag die meiste Zeit zuhause und habe gechattet und fern gesehen. Damals kam ich mit einem Mädchen zusammen mit dem ich alles zurück ließ und nach Freiburg gezogen bin.

Rückblickend fing ich damals schon an alles falsch zu machen und nur meine Meinung gelten zu lassen und den Menschen die ich eigentlich liebte keine Aufmerksamkeit zu schenken und nur meine Interessen durchzusetzen.

 

Die Beziehung ging in die Brüche, da sie mich zweimal betrogen hatte und mittlerweile in Salzburg studiert hat. Ich gab mir damals leider keinerlei Schuld sondern schob alles auf sie, ihr Alter (sie war jünger als ich) und auf die Frauen im Allgemeinen.

Heute weiß ich, dass ich allein sie dazu getrieben habe sich jemand anderen zu suchen, da meine Art mir ihr umzugehen nicht richtig war und ihr nicht gerecht wurde.

 

Danach lebte ich privat in den Tag hinein, arbeitete wie ein Irrer und powerte mich auf dem MTB aus. Mit dem Bike die Berge zu erklimmen ist heute noch die beste Therapie für mich, nirgendwo anders kann ich meine Grenzen besser spüren, als wenn der Puls so in meinem Schädel hämmert und ich das Gefühl habe keine Umdrehung mehr zu schaffen. Hier muss man den inneren Schweinehund überwinden und sich richtig quälen....

 

Nach einer Menge unverfänglichen Kontakten zu Damen lernte ich eine Frau kennen die mich schon immer fasziniert hat, da sie so wie ich war. Heute weiß ich, dass wir uns leider viel zu ähnlich sind und daher einer zurück stecken müsste damit es funktioniert.

 

Wir beide kommen aus normalen Verhältnissen und mussten uns immer durchs Leben kämpfen, uns wurde nie was geschenkt. Daher war es umso schöner, dass wir beide beruflich voran kamen und durch das pushen des anderen ist sie nun selbstständig und ich bin bei BMW.

Ich bezweifle, dass ich ohne sie dort wäre wo ich mich jetzt befinde.

 

Leider sind wir nun an einem Punkt angelangt, wo wir nicht mehr zusammen leben können da wir uns gegenseitig zerfleischen. Ich schaffe es leider nicht fünf auch mal gerade sein zu lassen und muss alles bis zum Blut ausdiskutieren, und sie will genauso wenig nachgeben.

 

Dazu kommt noch, dass ich immer meine Interessen und Meinung durchprügeln möchte, egal ob beruflich oder privat, ich muss den Ton angeben! Und wenn jemand nicht meiner Meinung ist, dann kann ich das absolut nicht verstehen und diskutiere das Thema bis zum erbrechen aus. Meistens weiß ich ganz genau, was für einen Mist ich gerade mache, ich kann mich aber nicht stoppen oder mir einfach selbst den Munde verbieten. Ich muss immer Recht, und das letzte Wort haben. Ansonsten gebe ich keine Ruhe und setze immer noch einen drauf.

 

Was hat mich zu so einem Menschen gemacht?

 

Wir werden immer dazu getrimmt, der Führer des Prozesses zu sein, die Zügel in der Hand zu halten und auf alles eine Erwiderung parat zu haben. Auf alles haben wir die passende Antwort und ähnlich wie beim Schach suchen wir die Stärken und Schwächen des Gegenübers und versuchen die nächsten Züge vorher zu sehen und die Schwächen auszunutzen. Schlechte Tage haben wir nie, wir sind immer super gelaunt, gefasst und halten jedes Gespräch am laufen.

 

Leider gibt es auch kein Team und keine Kollegen sondern nur andere Verkäufer die alle nur von ihrem Erfolg leben und vom Misserfolg des anderen eventuell auch partizipieren.

Wirkliche Freundschaften kann man nicht aufbauen, da immer etwas zwischen einem steht, auch wenn man das eigentlich nicht möchte.

Alles was ich (vermeintlich) mache erwarte ich auch von den anderen, ansonsten drehe ich völlig am Rad. Ich kann nichts mehr einfach nur so tun, ich erhoffe mir immer irgendwann eine Gegenleistung oder einen Gefallen dafür. Wirkliche Freude am schenken habe ich schon lange nicht mehr, ich wiege nur die Geschenke gegeneinander auf und damit ist der Grundgedanken dahinter kaputt.

Freunde sind mir auch zu anstrengend, dafür müsste ich ja zurück stecken und das will ich meist nicht.

 

Ich habe es schon einmal geschrieben, ich fühle mich wie ein Sternekoch welcher privat nicht mal ein hartes Ei kochen kann. Alles was ich beruflich auf die Reihe bekomme und richtig mache, geht privat völlig in die Hose. Ich komme aus der Rolle des Verkäufers nicht mehr hinaus, ich versuche mich immer nur zu verkaufen und mich und meine Leistungen ins richtige Licht zu rücken. Alles andere schiebe ich zur Seite und verdränge es auch sehr schnell. Worauf ich keine Lust habe mache ich einfach nicht, interessiert mich nicht und damit basta.

 

Nun suchen wir uns nach über 5,5Jahren wovon wir fast 5Jahre zusammen gewohnt haben getrennte Wohnungen. An den Gefühlen liegt es nicht, aber der Alltag zerstört alles andere und macht eine glückliche Beziehung unmöglich.

 

Jetzt, da wir eigentlich an dem Punkt sind, wo wir immer hinkommen wollten, trennen wir wieder unsere Leben und versuchen alleine klar zu kommen.

Und ich kann niemand anderem die Schuld geben als mir selber, man muss dazu sagen, dass ich nie Fehler mache und mit Kritik überhaupt nicht umgehen kann. Nun bin ich aber selbst mein größter Kritiker und muss damit klar kommen.

 

Leider gibt es gerade niemanden den ich fragen ob ich eventuell schon immer so war und es mir jetzt erst bewusst wurde oder ob ich mich so verändert habe. Es gibt im Grunde nur zwei Menschen denen ich diese Frage stellen kann, aber ich habe Angst davor...

 

Der Tag 9 ist vermutlich nicht was ihr erwartet habt, aber der Blog ist ein Teil von mir und daher schweifen wir heute eben etwas ab.


04.05.2008 20:44    |    PPL-1 PPL-1    |    Kommentare (27)

Bevor zu den skurrilen Geschichten aus dem reichhaltigen Fundus meiner Erfahrungen komme(Achtung Filmzitat aus meinem Lieblingsfilm) möchte ich erst noch die Woche Revue passieren lassen.

 

Verkaufsmässig hat sich eigentlich nichts mehr getan, dass Ziel war zum Glück schon in der Tasche und daher nicht so schlimm, aber ich hatte mir eigentlich einen guten Start(2-4 Einheiten zum 2.5) versprochen.

 

Kandidat Nr.1 war der ehemalige Siemensmanager mit der Finka auf Mallorca (wer böses denkt ist nicht allein ;) ), welcher mir ja einen neuen Vorführwagen bescheren sollte. Da er sich nicht wie versprochen am Montag gemeldet hatte, habe ich selbst nachgehakt und er meinte nur, dass der Porsche auch gut war und die auch preislich nochmals was drauf gepackt haben. Wir reden hier von einem Cayenne S mit 6tkm und die sind jetzt wohl bei 17%NL und überzahlen den Altwagen noch mit 2000-3000€. Bei Porsche scheinen auch härtere Zeiten anzubrechen ansonsten muss man solche Geschäfte nicht tätigen.

Als großen Tipp wollte er mir dann noch auf den Weg mitgeben, dass der Porsche vollgetankt war, sie ihn drei Tage ohne Kilometerbeschränkung nutzen durften und auch keinen Probefahrtvertrag mit einer Selbstbeteiligung in der Vollkasko unterschreiben mussten.

Ich habe ihm dann erklärt, dass wir 150 Vorführwagen haben und Porsche nur fünf, dass wir leider im Moment keinen angemeldeten X3 3.0sd da haben und er ansonsten natürlich das Fahrzeug auch übers Wochenende hätte nutzen können, und ich für die 2500€ Selbstbeteiligung bei Vollkaskoschäden nichts kann. Und wenn man diese mit der Anzahl unserer Vorführwagen multiplizieren wir alle fünf Porschevorführwagen neu kaufen könnten.

Wirklich einsehen wollte er das nicht, und wenn er gerne 20-25l Verbrauch bei deutlich schwächeren Fahrleistungen haben möchte dann ist dem eben so.

 

Alle anderen "heißen" Kunden habe ich entweder nicht erreicht, oder sie erbaten sich noch Bedenkzeit, also eigentlich alles bescheiden gelaufen.

Am Samstag habe ich dann doch noch einen Abschluss gemacht, der mich persönlich bestätigt hat, da ich diesen Kunden auf der persönlichen Schiene überzeugt habe.

Er war bei Mercedes, Audi, Ford, Peugeot und bei mir, und daher war mir klar, dass unser Auto allein nicht den Ausschlag geben kann. Da ich mich nicht auf einen Preiskampf einlassen wollte und der Kunde sehr nett war, habe ich ihm eben doppelt soviel Zeit zugestanden und mich immer sehr ausführlich und auch privat unterhalten. Am Samstag haben wir dann den Knopf auf einen 123d 5-Türer für 44040€ gemacht, und wir waren von der Rate nur an Platz drei gewesen.

Meine Kollegen haben schon blöd gemacht, wieso ich immer soviel Zeit mit ihm verbringe, aber es hat sich gelohnt, ich habe den Abschluss gemacht und hatte eine schöne Zeit und tolle Gespräche.

 

Es wurde mal die Frage gestellt, was die schönsten Abschlüsse gewesen wären oder der tollste. Man(n) kann das mit einem Date vergleichen, man trifft sich mit einer Frau, man unterhält sich, versucht seine Schokoladenseite zu zeigen und zu guter letzt möchte man(n) dann ja auch der holden näher kommen. Daher ist jeder Abschluss wir ein Orgasmus zu sehen und jeder Nicht kauf wie drei Stunden fummeln und dann mit Schmerzen in der Lendengegend alleine einschlafen zu müssen, weil nichts ging. Falls es Frauen geben sollte die sich meinen Blog antun, bitte ich um Nachsicht für meine deutlichen Worte.

 

Ich investiere in jeden Kunden Zeit, Gedanken und versuche für jeden das Beste rauszuholen und ihm eine sehr gute Beratung teilwerden zu lassen. Wenn er dann nachher kauft, hat sich alles gelohnt und wenn nicht, war alles umsonst und es kommt nichts Zählbares dabei heraus.

 

Natürlich hat man ein gewisses Gespür oder Gefühl und meint zu wissen ob es zu einem Abschluss kommt oder nicht, aber es gilt die alte Weisheit " erst wenn die Unterschrift auf dem Vertrag ist, darf man sich freuen"

Mündliche Zusagen, oder gefaxte/geschickte Verträge(an den Kunden) sind solange wertlos bis die Unterschrift drauf ist.

Viele Kunden erwarten ein Hurrrrraaaaa wenn sie mir mündlich zusagen aber die Vergangenheit hat mich gelehrt, dass selbst eine Unterschrift bei einer Privatperson nicht heißen muss.

 

Ich hatte ungefähr drei Termine mit einem Busfahrer, eigentlich ganz nett nur etwas komisch, der sich für einen 120d interessiert hat im Tausch mit seinem Golf.

Beim letzten Termin hatten wir ein Fahrzeug für ihn bei einer anderen Filiale von uns besichtigt, und saßen am Schreibtisch von einem Kollegen und haben noch über den letzten Euro verhandelt.

Als wir uns einig waren, habe ich den Vertrag gedruckt und unterschrieben, nur das Leasing mussten wir auf den nächsten Tag verschieben, da er sich noch nicht sicher war wie viel er anzahlen wollte.

Am nächsten Tag marschiert er pünktlich wie ausgemacht in mein Büro, legt mir die Doppelkarte auf den Tisch und nimmt Platz. Dann habe ich ihm nochmal alle Möglichkeiten im Leasing gezeigt und die für ihn attraktivste gedruckt. Dann wollte er einen Taschenrechner von mir haben und hat die Anzahlung+Raten+ Schlußrate addiert und festgestellt dass diese mehr ist als der Neupreis - Nachlass.

 

Ich konnte ihm zuerst nicht folgen, was er mir jetzt damit sagen will, aber nun erklärte er mir ernsthaft, dass er von einer anderen Rechnung ausgegangen ist. Er meinte, dass die kompletten Raten von dem "Hauspreis" weg gingen, und dieser Betrag dann in drei Jahren der garantierte Restwert wäre zu dem er das Fahrzeug übernehmen kann.

Ich musste ihm dann erklären, dass er Recht hätte, wenn er eine Bank findet. die ihm ein zinsloses Darlehen inklusive Rückkaufgarantie für das Fahrzeug gewährt.

Daraufhin war er völlig verwirrt, ich habe ja oben schon angedeutet, dass er nicht dem Durchschnitt entsprach aber so weltfremd kann doch keiner sein. Nunja ich habe den Vertrag zerrissen und von dem Kunden seitdem nichts mehr als Versprechungen gehört, und mittlerweile habe ich ihn gelöscht.

Noch schöner ist es durch Zufall zu sehen, dass Kunden die einem aus persönlichen, privaten oder finanziellen Gründen abgesagt haben dann doch ein Fahrzeug gekauft haben ohne nochmals den Kontakt gesucht zu haben.

 

Dies erleben wir leider jeden Tag, und von diesen Geschichten hat jeder Verkäufer mindestens 5-10(pro Jahr)auf Lager und daher sollte man sich als Interessent nicht wundern wieso wir nicht auf jede Chance anspringen, vor allem wenn diese absolut nicht zu erkennen ist.

Natürlich ist es unser Job und diese "Vorsicht" ist auch kontraproduktiv, aber der Druck ist so groß, dass man sich auf die heißen konzentrieren muss und die lauwarmen, die vielleicht nächstes Jahr oder noch später oder irgendwann kaufen wollen nach hinten schieben muss.

Ich für meinen Teil investiere keine Zeit mehr in Franzosen, wenn ich für jeden Franzosen der mir bis dato Zeit mit seinen Fantasien vom neuen BMW gestohlen hat 20€ bekommen würde, könnte ich damit auf die Malediven zum tauchen fliegen.

 

Auf die eins bis zwei die kaufen von den dreihundert die nur Zeit kosten muss ich dann zwar verzichten, aber damit kann ich leben. Daher sollte man als Interessent dem Verkäufer eine genaue (realistische) Aufgabe stellen, und wenn dieser sie erfüllt dann sollte man auch kaufen ansonsten hat man seinen Teil der Abmachung nicht eingehalten. Viele haben Angst nicht genug rausgeholt zu haben, aber wenn man selber zufrieden ist, und jeder macht sich vorher Gedanken, wie viel er ausgeben will dann ist doch alles ok.

 

In einem Topic habe ich von einem gelesen, der viel zu wenig für seinen aktuellen und viel zu wenig Nachlass bekommen hat, daraufhin hat er nicht gekauft. Ich wette 100€, dass er auch nicht unterschrieben hätte, wenn der Verkäufer genau seine Wunschzahlen genannt hätte. Er wäre nochmal nach Hause, hätte noch vier andere Händler angerufen und hier ein Thema gestartet, indem ihm alle "Experten" sagen, dass unter 15% Nachlass alles mies ist und sein Altwagen sicherlich noch fast den Neupreis wert ist.

Und genau da ist der Fahler, wieso soll der Verkäufer sich aus dem Fenster lehnen, wenn der Kunde dann nicht abschließt. Dies ist der Fehler im System und daher nehmen die Verkäufer Leute nicht ernst, welche nicht sagen können was sie wollen und was sie sich vorstellen.

 

Meine Gegenfrage auf Forderungen zum Nachlass oder zum Gesamtgeschäft ist immer "bekomme ich dann auch gleich die Unterschrift?" - wenn dann ein "nein, ich entscheide mich die nächsten vierzehn Tage" dann frage ich mich wieso ich solange mit heruntergelassenen Hosen warten sollte. In dieser Haltung muss ich ja dann immer mit dem Hintern an der Wand stehen damit mich keiner.....

 

Ich bin für jeden Abschluss dankbar und freue mich, dass ich das Vertrauen geschenkt bekomme, aber alles muss ich nicht mitmachen.

 

 

Ich bin ein Dienstleister und kein Bittsteller!!!


01.05.2008 10:23    |    PPL-1 PPL-1    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: BMW, Chef, Frauen, Händler, Nachlass, Verkäufer

Nach meinem Gespräch mit unserem Gesamtverkaufsleiter gestern, wir nennen ihn den Tabellenmeister, wurde mal wieder auf meinen Mahnterminen rumgehackt.

Man muss sich das so vorstellen, er kommt, setzt sich in das freie Büro und bereitet seine Statistiken, Auswertungen und Tabellen vor. Dann marschieren alle Kollegen nach und nach bei ihm durch und holen sich ihr Fett ab.

 

Das ganze sieht ungefähr so aus:

 

Ist Soll

Auftragseingang 8 7

Adresse menge 997 1200

Adressmenge relevant 899 1200

Adressqualität 98% 95%

Neu Adressen 5 50

Betreuungsqualität 88% 95%

Anzahl Kontakte 150 300

A.K. pro Tag 9,5 15

Anzahl Angebote 103 100

Außendienst kontakte 8 50

Mahntermine 221 0

PPL 1 1,15

usw. (zum Glück habe ich die Tabelle eben in Word formatiert)

 

so nun gibt es zwei Varianten, entweder man ist bei Punkt1 im positiven Bereich, dann wird auf den Dingen unten rum gehackt, oder man hat sein Ziel oben nicht erreicht dann sieht man ja unten wieso es nicht funktioniert hat, und es wird noch mehr darauf rumgehackt.

Ich dachte eigentlich immer, dass ich Autoverkäufer bin und nicht Sachbearbeiter auf dem Finanzamt in Kleinhölzebruck.

 

Er hat natürlich noch Statistiken für die geführten Kontakte und was danach passiert ist, für die Probefahrten, für die Angebote und für was man noch alles Statistiken führen kann. Ich warte noch auf die Stuhlgangtabelle, wer wann und wo und vor allem wie lange auf der Toilette war und welche Farbe der Stuhl hatte.

 

In seiner eigenen Filiale erzieht er seine Verkäufer (diejenigen die es mit sich machen lassen) zu absoluten Lemmingen. Sie dürfen Kontakte machen und ihre Listen abtelefonieren, in den Außendienst gehen und Kontakte machen, und natürlich jederzeit und überall Smalltalk halten. Sobald es aber das Gespräch auf das Thema Geld/Leasing/Nachlass kommt, wird er dazu gerufen oder sitzt schon automatisch daneben.

Daran erkenne ich klar und deutlich was die Aufgabe meiner Kollegen dort ist.

 

Wenn er von drüben(man entschuldige mir den Ausdruck) und sein Vater Erich heißen würde dann würde ich verstehen, dass es tief in ihm drin steckt und er nur altbewährtes weiter führt. Nein er ist <30 kommt aus der Ecke und ist eigentlich menschlich ganz i.O.

 

Achja und alles was ich mache und gemacht habe sollte ich ausführlich für die Nachwelt(der nächste Verkäufer der nach mir kommt) und verständlich in unser System ein pflegen.

 

Wenn ich alles so tun würde wie er sich das vorstellt, dann würde ich nicht mal die Hälfte meiner Verkäufe erreichen, da es zeitlich einfach nicht geht und nur blockiert, da ich 80% des Tages Statistiken pflege und das System bearbeite. Wenn ein Kunde von mir wie jetzt im Moment häufig zum Räder wechseln kommt und darauf wartet, sollte ich meine Bürotür verschließen, damit sie mich ja nicht ansprechen. Denn diese Zeit kann ich vor meinem System und dem Tabellenmeister nicht verantworten oder erklären.

 

Aber genau diese kleinen Dinge macht für mich auch eine Geschäftsbeziehung aus, über das normale hinaus mit den Leuten zu sprechen und sie besser kennen lernen. Man spricht auch von einer persönlichen Bindung.

 

Lange Rede kurzer Sinn, ich bin heute Morgen um 6.30Uhr aufgewacht und habe mich dann fertig gemacht um nach einem kurzen Abstecher auf die leere Autobahn ins Büro zu fahren. Ich hatte einen getunten 535d Limo(330PS 650-700nm) dabei, den ich gerne mal ausfahren wollte und die Gelegenheit günstig war. Bis dato dachte ich immer, dass er nach oben offen wäre, aber irgendwie ist die Tachonadel bei 260km/h hängen geblieben und da war ich erst bei 3750U/min - er ist dann zwar noch weiter gegangen bis 4250U/min was dann ca. Tacho 285km/h gewesen sein müsste aber ich hatte keine GPS Messung bei mir. Das Gefühl war herrlich, der Durchzug gigantisch und vor allem wurde das FZ die letzten 57tkm mit 9,2l im Schnitt gefahren!!! Und da erzähl mir noch einer was vom Benziner ;)

 

Nachdem ich im Büro angekommen bin habe ich meine restlichen Mahntermine abgearbeitet und sinnvoll verschoben. Als ich dann um 9Uhr wieder daheim war, hatte meine Freundin nichts Besseres vor als mir mal wieder zu misstrauen. Welcher Idiot geht am Feiertag arbeiten, bzw. macht so einen Quatsch wie Mahntermine. Wo sie Recht hat, aber das hilft mir nicht weiter, und ich lag nicht auf einer rassigen Braut die Turnusmäßig um die Zeit nach Liebe lechzend an Feiertagen bei uns über den Hof stolpern, sondern saß wirklich vor meinem 15" Monitor und der lahmen Kiste, welche in der Zeit ca. 5mal abgeschmiert ist.

 

Ich bewundere jeden Kollegen der sein Frau/Freundin Verständnis für seinen Beruf, die Arbeitszeiten, den kurzfristigen Terminen etc. abringen konnte und nicht als Krönung noch jedesmal Rede und Antwort stehen muss.

Nur das Geld(welches sie wohl mehr verdienen) kann es ja nicht sein, so einfach können diese Frauen ja nicht alle gestrickt sein.

 

Meine Freundin kommt damit nicht mehr klar, und wohl vor allem nicht mehr mit mir und daher trennen wir die gemeinsame Wohnung wieder in zwei mit vermutlich 25-35km Distanz dazwischen. Dann kann jeder in die Nähe seines Arbeitsplatzes ziehen und dann wird für sie vermutlich alles besser und ich muss schauen wie ich damit klar komme.

Das lustige ist, dass wir beide mit Kundenkontakten unser Geld verdienen und wir auch beide erfolgreich sind aber es leider privat scheinbar nicht die gleiche Sprache zu sprechen.

Bestes Beispiel war heute Morgen, sie wollte gegen 10Uhr eine Wohnung besichtigen, ich also wie oben erwähnt sehr früh raus aus den Federn, damit ich a)pünktlich wieder zurück bin und wir b)noch was vom Tag haben.

Ich habe meinen 120ci Cabrio extra getankt, habe noch ein Tom Tom aus dem Geschäft mitgenommen und war pünktlich zu Hause. Ich hatte ihr vorher (wie sonst immer von ihr angemahnt) eine SMS geschrieben mit meiner Ankunftszeit und ob wir noch vorher frühstücken.

 

Nun habe ich den Fehler begangen, als ich heim kam und kein Frühstück auf dem Tisch gesehen habe, zu Fragen O-Ton "du hast wohl meine SMS nicht bekommen?". Nun muss man ja zeitgleich feststellen, dass es natürlich nicht ihre Schuld ist wenn sie entweder das Handy aus hat oder es auf lautlos steht.

Sie hat auf diese Frage enorm verschnupft reagiert, worauf ich sie in Ruhe gelassen habe soweit es ging, da ich auch noch kurz ins Bad musste. Das Ende vom Lied war dann, dass wir uns gestritten haben und sie alleine gefahren ist. Nach 5min hat das Telefon geklingelt, und sie hat mir unterstellt, dass mein FZ von gestern heute bei meinem Kollegen steht. Kann ich was dafür, dass sie unsere Blautöne, die roten Nummern und die Felgen, das M-Paket usw. nicht unterscheiden kann?

Zum Schluss kam dann noch der Vorwurf, dass ich ja von vorne rein nicht mitkommen wollte, klar daher habe ich auch getankt und das Tom Tom mitgenommen und war überpünktlich wieder Zuhause, aber dies bin ich ja schon gewöhnt.

Ich komme mir vor wie ein Sternekoch der daheim selbst das Frühstücksei versaut und weiß nicht wie ich das ändern kann.

 

Zu dem Thema Nachlass und schrillste Kunden/Geschäfte komme beim nächsten Tag, dies ist so abendfüllend das würde den heutigen Tag sprengen.


27.04.2008 01:56    |    PPL-1 PPL-1    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Beratung, BMW, Händler, Nachlass, Service, Verkäufer

Der letzte Tag liegt jetzt schon eine Zeit zurück, aber ich wollte mal wieder ein paar schöne Bilder einstreuen.

Für das Auge muss ja auch was geboten werden, ansonsten behaupten böse Zungen würden Männer sich keine langen Texte antun ;)

 

Auf den Bildern ist u.a. mein aktueller Vorführwagen zu sehen, das brandneue 120ci Cabrio. Ein tolles Auto und mit jedem Sonnentag gefällt es mir besser, da offen Auto fahren bei schönem Wetter einfach ein Gefühl von Freiheit bedeutet, die man in meinen Augen nur noch mit einer schönen Motorradtour toppen kann.

 

Nur hat man da nicht seine Lieblingshits aus dem I-pod dabei und kann sich dank Tempomat völlig entspannt in den Sportsitz sinken lassen.

 

Mein letzter Blogeintrag hat eine Menge Kommentare erhalten, und ich muss sagen, dass mich jeder Kommentar egal ob positiv oder negativ bestätigt weiter zu schreiben und euch an meinem Alltag/Leben etwas teilhaben zu lassen.

 

Bevor ich zum Leben komme möchte ich zum Alltag zurückkehren. Mein Monatsziel ist im Sack, ich konnte es sogar noch um ein Fahrzeug toppen. Daher ist alles was jetzt noch kommt ein Bonus, bzw, wird in den Mai mitgenommen denn da fängt alles ja wieder bei Null an.

 

Ich bin mal enorm gespannt ob ich am Montag eine Zusage für meinen neuen Vorführwagen ab Juli bekomme. Wäre ein X3 3.0sd mit M-Paket, der sollte Spass machen.

Die Entscheidung fällt zwischen dem X3 und dem Cayenne mit der kleinsten Maschine. Ich sehe die beiden von den Fahrleistungen und dem Verbrauch zwar nicht mal annähernd in einer Liga aber der Kunde ist ja König. Bei dem Kunden musste ich eh lachen da er wohl ein pensionierter Siemensmanager ist mit Traumhaus hier und Finka auf Mallorca, und am Tag davor hatte ich erst den Bericht über die Buben im Spiegel/Stern gelesen...

 

Diese Woche hatte ich wieder ein Aha-Erlebnis mit einem multikulturellen Mitbürger mit einem Namen der eine Spiegelung von Vasily Gyros wäre wenn man auf Zypern lebt ;)

 

Auf jeden Fall kommt der Junge Mann (Anfang 20) rein und frägt mich ob wir einen M3 haben mit dem er eine Probefahrt übers Wochenende machen kann. Ich muss mir dann immer verkneifen zu fragen ob ich ihm noch die Tankkarte mitgeben soll, damit der Sprit keine Spassbremse darstellt. Als ich ihm dann versucht habe zu erklären, dass ich weder einen M3 habe noch Probefahrten übers Wochende mache, wollte er natürlich wissen "warrrrummm"?

Das zu erläutern ist immer ein Gradwanderung da der Interessent(ich vermeide in dem Zusammenhang die Titulierung "Kunde") es schnell mal persönlich nimmt und sich falsch behandelt fühlt.

 

Meiner Erläuterung, dass wir mit Wochenendprobefahrten keine Autos verkaufen sondern nur kostenfrei vermieten konnte oder wollte er nicht ganz folgen denn die nächste Frage war dann... " wasss iss mit Cabrio übers Wochende"

Da es mir keiner Freude hat die gleiche Platte endlos abzuspielen habe ich mich dann mit ihm auf eine Probefahrt mit einem 330cd Cabrio von Freitag auf Samstag geeinigt. Ich glaube zwar nicht an einen Abschluss, aber man weiss ja nie und dann fahre ich den Rest vom Wochenende ein schönes Auto.

 

Zu Erläuterung muss man sagen, dass ich 60% meiner Geschäfte ohne Probefahrt mache, und beim Rest langt ein Probefahrt am Tag oder im Notfall bei vollem Terminkalender auch mal Freitag Nachmittag auf Samstag Mittag.

Alle Probefahrten die länger sein müssen, und bei denen die frei gegebenen Kilometer von vornerein viel zu wenig sind, führen zu garnichts ausser Arbeit und Kosten für die Firma.

 

Ich versuche auch immer den umgekehrten Weg zu gehen, erst reden wir übers Geld und werden uns einig, und dann fahren wir das Fahrzeug zum vollständigen Überzeugen. Dadurch habe ich mir schon eine Menge unnötiger Probefahrten erspart, denn wenn die Rate nur halb so hoch sein soll wie kalkuliert, dann hilft auch keine Probefahrt und das Thema ist vom Tisch.

 

Wenn ich den Kunden kenne oder meine erahnen zu können, dass die Probefahrt tiefere Mangelerscheinungen hervor rufen kann, dann lasse ich auch mal zuerst Blut lecken und mache die Zahlen dann im Anschluss.

 

Es ist auch wichtig, dass man uns Verkäufern eine Aufgabenstellung vorgibt, die natürlich nicht jeden Sinn von Realität entbehren sollte. Wenn ich weiss, wo ich hinkommen muss, dann muss ich nicht im trüben fischen sondern kann versuchen die Vorgabe so gut es geht zu erreichen und dann sollte dem Abschluss ja nichts mehr im Wege stehen. Wenn man dann natürlich die Aufgabe erfüllt und die Unterschrift wird dann trotzdem hinaus gezögert, dann kommen wir uns natürlich veräppelt vor.

 

Ich lache mich immer innerlich schepp, wenn ich jemand vor mir sitzen habe, der seinen Gebrauchtwagen(natürlich der einzig Wahre)bewertet haben möchte und auf meine Frage was er sich denn so vorstellt, ein "sagen sie mal" erwiedert. Ich glaube in drei Jahren habe ich einmal eine höhere Summe genannt als der Kunde haben wollt.

 

Irgendwie erwartet jeder den Neupreis für sein Fahrzeug nur weil, es die erforderlichen Inspektionen bekommen hat und mal eine Waschanlage von Innen gesehen hat. Im Moment tut sich in der Branche so viel, dass die nicht ganz aktuellen Fahrzeuge enorm verlieren und dann kann ich natürlich nicht jede Summe dafür bezahlen.

 

Manche Verkäufer machen das natürlich enorm schlau, sofern sie wissen das der Kunde auf eine hohe Inzahlungnahme fixiert ist. Dann ziehen sie gleich 2-3% Nachlass vom Neuwagen rüber und der Kunde ist glücklich. Das dies natürlich eine Milchmädchenrechnung ist, sollte jedem klar sein, dessen Verstand nicht den ganzen Tag auf Standby ist. Aber man erspart sich leidige Diskussionen, bei denen man eh immer verliert, denn ich habe ja die Option den einzig Wahren Gebrauchtwagen zu erwerben.

 

Im Zeitalter des Internets bringen manche schon alle Ausdrucke und Zahlen direkt mit, die Fahrzeuge kann man ja online bewerten. Ist alles auch kein Problem sofern der Kunde nicht mehr möchte als wir uns ausrechen als Erlös ;)

 

Alles in allem immer daran denken, leben und leben lassen. Wenn ich in einem Topic lese, dass im Grunde Nachlässe erst bei 12,5% beginnen und alle die für weniger kaufen doof sind, dann ist die Welt verkehrt.

 

Und dann kommen wir wieder zu dem Thema, scheiss Service und schlechte Beratung...wenn man immer nur das Minimum bezahlen möchte muss man sich dann auch in dieser Hinsicht mit dem Minimum zufrieden geben. Ob dann Geiz immer noch so geil ist, mag ich zu bezweifeln, aber dann sind ja wie immer nur die anderen Schuld.

 

Wenn ich mir wie heute für einen Großkunden 2h Zeit nehme und ihm alles zeige, dann möchte ich an dem Vorgang mehr verdienen als 100€ Brutto. Denn ansonsten stimmen die Relationen nicht, aber es gibt natürlich die Spezialisten welche vier Probefahrten machen und sich ewig beraten lassen und dann wegen 10€ Rate woanders kaufen. Und dann noch den Mut haben mit der Kiste auf den Hof zu kommen und sich was erklären lassen wollen, die Auslieferung war ja bei dem anderem Händler nicht so prickelnd. Er hätte da noch ein paar Fragen zur Bedienung. Wie schmerzfrei kann man eigentlich sein.

 

Aber den größten Hammer musste ich diese Woche verdauen, wir hatten Besuch von einer Juniorverkäufer Gruppe welche ihr Aussendienstmodul bei uns abgehalten haben. Beim Essen kamen wir dann auf einen Kollegen zu sprechen welche ich von Seminaren kannt und schon lang als gekündigt gesehen habe. Nun hat der Knaller letztes Jahr 90 Fahrzeuge vermarktet, unmittelbar im Einzuggebiet einer großen und starken Niederlassung. Und dieses Jahr ist er noch auf einem besseren Kurs.

Vom Auftreten und der Optik würde man ihn so in Richtung Anzeigenverkäufer beim Gemeindeblatt oder Wachturmverteiler stecken. Er ernährt sich soweit ich gesehen und mitbekommen habe von Zigaretten und Kaffee und so gesund sieht er auch aus.

Aber genau, dass scheint seine Masche zu sein, alle denken das er nichts drauf hat und unterschätzen ihn. Und er zieht den Leuten dann das Fell über die Ohren.

Immer wieder interessant was funktioniert und gut bei den Kunden ankommt ;)

 

So genug für heute, die Bilder liefere ich Montag nach...achja für ein paar Wunschthemen für den nächsten Tag wäre ich dankbar.

 

Ich muss erst noch verdauen, heute von einem 1,5mal so alten Herrn bergauf an meine Grenzen geführt worden zu sein. Dies wäre ja eigentlich nicht so schlimm gewesen, wenn er nicht noch so einen Kinderanhänger hinter sich hergezogen hätte ;)


17.04.2008 21:03    |    PPL-1 PPL-1    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: BMW, Händler, Nachlass, Servicewüste

Langsam wird es mir peinlich, aber bei dem Wetter machen Bilder einfach keinen Sinn.

 

In den Kommentaren zu Tag 4 wurden ein paar Dinge in den Raum gestellt zu denen ich gerne Stellung nehmen würde, dazu nehme ich das Stichwort "Servicewüste Deutschland" gerne auf.

 

Ja ich gestehe, jeden Morgen aufzustehen um Geld zu verdienen, damit ich meine Rechnungen zahlen kann und mir in der kargen Freizeit die mir bleibt ein bisschen Komfort und Spaß zu gönnen.

 

Ich arbeite im Schnitt 22 Tage im Monat und ca. 60h in der Woche, dies ist für mich kein Problem da ich aus dem Einzelhandel komme und dementsprechend an lange Arbeitszeiten und wenig Freizeit gewöhnt bin.

Nur das ich jetzt die Chance habe an meinem verkäuferischen Erfolg finanziell beteiligt zu werden. Die Arbeit mit Menschen ist abwechslungsreich und interessant und daher reizt sie mich wohl am meisten. Ein klassischer Bürojob würde mich vermutlich nicht glücklich machen, wobei die administrativen Tätigkeiten im Moment mehr Zeit einnehmen als der direkte Kontakt zum Kunden.

 

Kommen wir aber zurück zur Servicewüste Deutschland, wieso gibt es diese und was kann man darunter verstehen.

 

Zu aller erst, muss man ganz klar definieren, was ist ein schlechter Service und was sind überzogene oder falsche Erwartungen.

Wenn ihr mal zu viel Zeit habt, dann macht euch mal den Spaß und stellt euch in ein Autohaus eines Premiumherstellers und danach bei z.B. Kia in die heiligen Hallen.

Wenn bei uns einer zum Service kommt, dann erwartet er sofort dran zu kommen egal ob er einen Termin hat oder nicht, egal ob andere vor im da waren, oder schon ewig einen Termin ausgemacht haben. Er ist in diesem Moment der Nabel der Welt und lässt dies auch alle wissen und spüren die es hören wollen(oder auch nicht)

Bei der Frage ob er was trinken möchte, wir bieten kostenlos Kaffee, Cappuccino, Tee, Wasser und alles was unsere Automat bietet an. Wie oft habe ich schon gehört, habt ihr keinen O-Saft oder einen Latte Machiato?

 

Bei einer Präsentation/Einführung von einem unbedeutenden Modell hat mich mal eine gefragt mit Blick, auf Käselaugen, Laugenstangen, Croissant, Laugencroissant und Käsespeckbrötchen wo denn der Belag wäre und wieso es keinen Schampus anstatt Sekt gäbe. Man muss dazu sagen, dass dieser Termin öffentlich war und jeder for free soviel essen und trinken durfte wie er konnte. Und es kommt nicht selten vor, dass skurrile Gestalten kommen, essen und trinken, dann gehen und kurz später mit Freunden wieder kommen und es sich dann zwei Stunden gut gehen lassen.

 

Kommen wir nun zu den Discountern unter den Automarken...dort sind die Kunden schon über eine nette Begrüßung und über ein Wasser glücklich. Daher kommen bei den Umfragen die Premiummarken auch nie auf die vorderen Plätze --> der Anspruch ist einfach nur sehr schwer zu erfüllen!! Und selbst wenn man ihn erfüllen sollte ist dies noch lange kein Pluspunkt, sondern ganz normal --> das gehört sich ja so für eine Marke aus dem Segment.

 

Kommen wir wieder zurück zum Kunden mit dem Servicetermin, er hat also den Kaffee runter gewürgt und ist nun an der Reihe. Nun können wir das Problem nicht sofort beheben und müssten das Fahrzeug entweder da behalten oder einen neuen Termin machen.

Natürlich erwartet der Kunde dann einen kostenlosen Ersatzwagen (wir haben ja nur ca. 30-50 Durchläufe pro Tag), dieser sollte natürlich eher ein Kategorie höher als der eigene sein(bei Sonnenschein darf es auch ein Cabrio sein), und dazu noch voll getankt sein muss. Nachtanken muss man diesen natürlich auch nicht, da das eigene Fahrzeug ja auch mit Luft fährt.

 

Nun haben wir dies alles erfüllt, der Kunde holt sein Fahrzeug wieder ab, der Fehler wurde behoben, sein Fahrzeug wurde kostenlos gewaschen(auf Wunsch auch von Hand) und ausgesaugt. Wie können wir es uns nur erlauben nicht eine komplette Innenreinigung inklusive Kofferraum und allen Staufächern gemacht zu haben. Der Aufbereiter verlangt dafür ja nur 79€ Netto!!

Das wäre ein Service und würde der Marke gerecht werden, immerhin hat der Kunde ja vor 10Jahren ein Fahrzeug gebraucht gekauft welches mal über 100000 Mark gekostet hat.

 

Natürlich wird alles oben erwähnte bei Kia und Konsorten kostenlos erledigt, daher landen die in den Umfragen auch immer vor uns.

 

Wie passt der gemeine Autoverkäufer denn nun noch in dieses Bild, er ist faul, arrogant, verdient viel zu viel Geld und meint was besseres zu sein - ist klar ;)

 

Ich möchte dazu aber etwas weiter ausholen, wieso treffen wir bei Mediamarkt und Konsorten nur gelangweilte Regalhalter welche perfekt ausgebildet sind in der hohen Kunst der Flucht und deren letzter Urinstinkt die Tarnung ist. Leider haben sie von den Produkten zu denen sie Auskunft geben sollen, von Beratung möchte ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen, keine Ahnung, oder verzapfen einen Quatsch den sie mal aufgeschnappt oder irgendwo mal gelesen und sich falsch gemerkt haben.

Es gibt dafür eine ganz einfache Erklärung, scheiss Arbeitszeiten und miese Bezahlung, dazu noch wenig bis keine Aufstiegschancen. Das alles in Kombination zieht natürlich die Abiturienten und fertige Hochschulabsolventen magisch an.

Es bleiben eben nur die übrig, welche keine Job gefunden haben welcher nicht in einer der oben genannten Kriterien deutlich positiver ist.

Für 1800Brutto bei einer 40h und 6 Tagewoche ist die Motivation natürlich riesig. Aber geiz ist natürlich geil, und keiner will zu viel zahlen sondern es muss immer ein Schnäppchen sein und billig - auch wenn dies in diesen Märkten bei genauerer Recherche selten der Fall ist.

 

Nun kommen wir zu den Premiumherstellern in der Automobilindustrie. Man muss hier unterscheiden zwischen einer offiziellen Niederlassung der Marke und den freien Händlern. Ersteren geht es finanzielle deutlich besser, auch wenn diese das nie zugeben würde, die Rolex dichte ist aber gewaltig(wobei das natürlich kein unbedingter Gradmesser für Erfolg sein muss) und auch ansonsten lassen sie es sich gut gehen.

 

Bei den Händlern fangen die meisten als Quereinsteiger oder Anfänger mit <2000€ Brutto an...wenn es dann mal besser läuft, dann kann man sich auf Provision umstellen lassen, dafür sinkt der Grundlohn auf ca. 1/3 des o.g. Betrages und wird noch an diverse Auflagen gekoppelt welche bei Nichterfüllung mit Streichung belohnt werden.

So nun haben wir einen engagierten Quereinsteiger, welcher sich erst mal einkleiden muss, sagen wir mal 5 Anzüge a`150€ (Breuninger) + 7 Hemden a`30€ + 5 Krawatten a` 25€ und noch zwei paar Schuhe a` 79€. So nun sind wir mal locker flockig ca 1250€ los - also deutlich mehr als wir im Monat als Single mit günstiger Krankenversicherung, ohne Glauben und nach Abzug vom Vorführwagen verdienen.

 

Leider ist es dann damit nicht getan, es fehlt noch ein Mantel für den Sommer und den Winter, und die Klamotten halten auch nicht ewig.

Wir befinden uns jetzt aber mit diesen Preisen noch lange nicht auf Augenhöhe mit unseren Kunden, denn die kaufen nicht nur in roten Ecke ein und motivieren kann man sich damit auch nicht.

 

Ich kaufe mir im Schnitt pro Jahr ca. 4-5 Anzüge,3 Paar Schuhe, 8 Hemden und 10 Krawatten, der Mann von Heute will ja mit der Mode gehen und sich gut fühlen.

 

Gut wir sind also einigermaßen adäquat bekleidet, nun sollten wir noch regelmäßig die Schlagzeilen der Welt und die eingängigen Managermagazine lesen. Ein Hobby welches uns in Berührung mit potentiellen Kunden bringen könnte, und damit man auch gemeinsame Gesprächsthemen hat wäre auch nicht von Nachteil.

 

Und jetzt erinnern wir uns wieder für was wir uns den ganzen Stress angetan haben - achja für 2000€Brutto.

 

Wenn man nun einen durchschlagenden Erfolg im zweiten Jahr hat (falls einem soviel Zeit eingeräumt wurde von der Geschäftsleitung) kann man ab 60 Fahrzeugen im Jahr als Schwabe leben aber große Sprünge sind immer noch nicht drin. An eine Rolex ist nicht zu denken, nicht mal eine Tag Heuer wäre drin.

Ab 80-100 Fahrzeugen im Jahr wird dann die Rolex dichte wieder höher, diese Knaben sind entweder Granaten oder alte Hasen. Welche in DM Zeiten immer fünfstellig Netto nach Hause gekommen sind. Die haben ihr Schäfchen schon im Trockenem und sind dementsprechend entspannt.

 

Wir haben also einen engagierten jungen Mann mit hohen Erwartungen und großen Zielen, dessen Freundin sicherlich nörgelt wieso man für die paar Kröten soviel arbeiten muss. Der Bekannte der Freundin mit Emigrationshintergrund steht nur 37,5h und maximal 5Tage die Woche am Fließband und bringt mehr nach Hause.

 

So und nun kommt der Kunde/Interessent ins Spiel. Für mich ist jede Art von Beziehung ein geben und nehmen. Man kann nicht nur geben und auf Dauer ohne Schaden am Image nicht nur nehmen. Ich versuche langfristig zu denken, gewissenhaft und transparent für meine Kunden zu agieren und erwarte dies auch von meinen Kunden.

 

Das Wort Loyalität kann man für 5€ weniger Rate irgendwo an der tschechischen Grenze ganz schnell aus dem Wortschatz streichen. Der Verkäufer wird nicht als linker, hinterhältiger Knabe ohne Gewissen und nur auf der Jagd nach dem Geld geboren. Der Alltag und die Erfahrung aus diesem macht viele Leute dazu.

 

Wie oft habe ich schon den Fall gehabt, dass Kunden versuchen Verkäufer gegeneinander auszuspielen, selbst innerhalb einer Händlerkette wird dies praktiziert. Man muss dazu sagen, dass es immer jemand gibt der noch verzweifelter ist und daher das Geschäft um jeden Preis abschließen will.

 

Dazu kommt noch, dass viele Kunden gar nicht die Wahrheit hören wollen, sondern nur ihr Gewissen beruhigen müssen. Ich möchte 12% Nachlass drunter kaufe ich nicht. Ok dann schreiben wir halt vorne 12% hin, und rechnen im Leasing 6% - ohne Gegenangebot merkt er das eh nie und er fühlt sich besser und bestätigt zu kaufen und der Verkäufer hat seine Ruhe. Oder man nimmt ein weniger subventioniertes Leasingmodell und gibt dort 12% welches im besseren dann nur noch 6% bedeuten.

 

Wieso machen Verkäufer so etwas, sicherlich nicht weil sie dies möchten, sie gehen den einfach Weg zum Erfolg. Wie lange man auf diesem Niveau arbeiten kann bis es auffliegt und man baden geht damit, weil der Kunde dann doch bar zahlen will wird sich zeigen.

 

Ich für meinen Teil arbeite so nicht, aber ich weiß, dass wenn ich es so machen würde wie oben beschrieben und wie einige meiner Kollegen es praktizieren, wäre ich vermutlich erfolgreicher.

 

Ein Wort bzw. eine mündliche Zusage zählt auch nichts mehr, erst wenn die Unterschrift unter dem Vertrag ist das Thema durch, und nur wenn der eigene Name drunter steht hat man davon was. Von Interessenten die am anderen Ende von D kaufen oder bei Kollegen kann man leider keine Rechnung bezahlen und daher kann ich das fehlende Engagement nachvollziehen. Ich gehe immer nach der Prämisse, dass man sich immer zweimal im Leben sieht und daher versuche ich die Sache abzukürzen aber nicht das Gefühl aufkommen zu lassen, dass ich keine Lust/Zeit habe.

 

Nun wieder zurück zur Grundfrage, was war zuerst da, dass Ei oder das Huhn.

 

Ich will hier meine Berufsgattung nicht als Opfer darstellen, es gibt genug schwarze Schafe, nur halten die sich selten lange in der Branche. Die landen danach meist bei Versicherungen oder Vermögensberatungen ;)

 

Es gibt auch noch den fairen Kunden welche offen die Probleme und Wünsche anspricht und der auch irgendwann mal mit dem Angebot zufrieden ist und nicht in allem eine Falle wittert oder die Angst hat nicht genug gehandelt zu haben.

Aber die fairen werden seltener, dafür werden die Beziehungen zu den fester und die empfehlen einen dann auch weiter und davon profitiert man dann ungemein.

 

Natürlich kann ich nachvollziehen, dass man als Kunde vergleicht, und man nicht aufs erste Angebot einen Zuschlag machen möchte. Aber ich setze mir immer ein Limit und wenn ich innerhalb der Range liege die ich mir vorgenommen habe dann schlage ich zu und fahre nicht noch alle Händler innerhalb von 150km ab und verschicke Faxe und Emails in ganz Deutschland.

Es ist auch egal wie gut mein erstes Angebot ist, von 200 unterschreibt maximal einer direkt alle anderen verhandeln nach, also wieso in Gottes Namen soll ich dann sofort an mein Limit gehen?

 

Ich bin mir sicher, dass wenn man fair mit seinem Gegenüber umgeht, dann zahlt sich das irgendwann auch aus, egal auf welcher Seite des Schreibtisches man auch sitzen mag.

 

So ich glaube ich habe schon wieder viel zu viel geschrieben und habe den roten Faden sicherlich nicht immer im Auge behalten können ;)


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