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andyrx

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30.05.2010 19:33    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: , , , , ,


Hallo Motortalker,

 

 

einen Wankelmotor zu reparieren wird ja gerne als Hexenwerk hingestellt....;)

 

wenn man weiss wie es geht ist es aber einfacher als einen Hubkolbenmotor zu richten....das obige Video zeigt im Zeitraffer wie das geht und macht auch den einfachen Aufbau der Konstruktion deutlich;)

 

Mazda Werkstätten sind ja dazu angehalten die Motoren stets zu tauschen,kein Wunder das dort die Mechaniker mit den Achseln zucken wenn mal jemand ein Motorproblem beim RX-8 oder RX-7 hat.....dann wird halt ein neuer eingebaut:eek:

 

ergänzend dazu noch dieses Video beim 13B Motor etwas langsamer-->http://www.youtube.com/watch?v=aHJHY9q5yBQ&feature=related

 

besonders ausführlich ist dieses Video zum rebuild eines Wankelmotor-->ttp://www.youtube.com/watch?v=lsA8FoHb4W8&feature=related

 

 

:eek:

 

mfg Andy


04.05.2010 12:06    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: , , , , , , , , , ,

Hallo

 

hier mal die Produktionszahlen aller von Mazda jemals produzierten Modelle mit Wankel Motor (auch Rotary Engine genannt)

 

 

Modell Bauzeit Stück

110S (Cosmo Sport) Serie I 1967- 1968 343

110S (Cosmo Sport) Serie II 1967-1972 1.176

R100 (Familia) 1968 1973 95.891

R130 Coupe / RX-4 (Luce) 1969- 1974 253.261

RX-2 (Capella) 1970-1978 225.688

RX-3 (Savanna) 1971-1978 285.887

Pickup (Rotary) 1973 1977-1980 16.272

Parkway 1974-1976 44

Roadpacer 1975-1977 800

RX-5 (Cosmo) 1975-1988 104.519

RX-7 1978-2002 811.634

Eunos Cosmo 1990-1995 8.875

RX-8 2003-2010 ca. 220.000

 

alle Mazda Rotary Modelle---> Summe 2.024.390

 

Man kann schon von einer echten Erfolgsstory sprechen....vorallem die USA und die asiatischen Länder sowie Australien und Neuseeland sind echte Wankelmärkte gewesen...ich denke die Zahl von über 2 Millionen gebauten Modellen wird doch den ein oder anderen Leser überraschen;)

 

diese starken Zahlen in einigen Märkten sind sicherlich auch der Grund warum Mazda den Wankel auch heute nicht aufgibt und nach wie vor an einem neuen RX-7 arbeitet;)

 

mal sehen was wird;)

 

im Link findet ihr alle Modelle von Mazda mit Wankelmotor--> Wankelmodelle Mazda

 

mfg Andy


10.04.2010 14:57    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: , , , , ,


auch mit einer Scheibe geht was!!auch mit einer Scheibe geht was!!

Hallo

 

der kleine Rasentraktor im Video wurde mit einem Einscheiben Wankelmotor ausgerüstet,sieht aus wie eine halbierte RX-7 Maschine und dürfte damit so um die 70-80PS leisten;)

 

Was mit dem kleinen Giftzwerg da so möglich ist verspricht viel Spass und der Sound ist auch nicht von schlechten Eltern....:cool:

 

fahrtechnisch interessant erscheint mir die Tatsache dass der kleine Dragster keinerlei Kippneigung bei den Donuts entwickelt und sich kreiseln lässt bis einem schwindelig wird,das haben die Tüftler sehr gut hinbekommen;)

 

wenn ihr ähnlich skurrile Umbauten oder Videos kennt dann her damit:cool:

 

 

mfg Andy


30.03.2010 00:47    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Hallo Motortalker,

 

einen großen Teil der verschiedenen Wankelfahrzeuge die es so gab hab ich ja schon vorgestellt.....der allererste Wagen weltweit der mit dem Kreiskolbenmotor von Felix Wankel ausgerüstet wurde war der NSU WANKEL SPIDER im Jahr 1964.

 

der Wankelflitzer mit dem frechen Design welches mit den kleinen Heckflossen ein wenig an die Amikrreuzer

erinnert war damals ein durchaus exclusives Vernügen....denn man musste schon rund 8000.- DM auf den Tisch des Hauses legen....demzufolge blieben die Stückzahlen auch klein und der NSU Wankel Spider eine seltene Erscheinung auf den Strassen.

 

Die Gesamtzahl der gebauten Spider (ohne Prototypen) beläuft sich auf 2375 Fahrzeuge. Darunter befinden sich dreizehn 0-Serienfahrzeuge, welche der technischen Entwicklung vor der Serienfreigabe übergeben wurden.

 

die höchste Jahresproduktion beläuft sich auf 923 Fahrzeuge und werden im Jahr 1965 gebaut.

 

Die Karosserie des Spiders entspricht im Wesentlichen der des NSU Sportprinz, bis auf das Cabriodach und Kühlluftöffnungen in der Wagenfront.

 

Trotz Heckmotor befindet sich der Kühler vorn, um eine möglichst gleichmäßige Gewichtsverteilung zu erzielen; auch der Tank (35 Liter) ist vorn platziert.

Da der Wankelmotor niedriger baut als ein konventioneller Reihenmotor, ist im Heck bzw. über dem Antriebsaggregat Platz für einen flachen Stauraum, zusätzlich zu dem Kofferraum im Bug.

 

Der kleine Wankelmotor ist für damalige Verhältnisse ungewöhnlich drehfreudig und bei hohen Drehzahlen im Vergleich zu anderen kleinen Triebwerken sehr laufruhig.

 

Drehzahlen von mehr als 6000/min sind mechanisch kein Problem,aber aufgrund des limitierten Kühlsystems nicht als Dauerdrehzahl genutzt werden.

 

 

hier mal die technischen Eckdaten des formschönen und wendigen Flitzers

 

SU/Wankel-Kreiskolbenmotor, Viertakt

Kammervolumen 498 ccm

Leistung 50 PS bei 6.000 U/min

Drehmoment 7 ,2 mkg bei 2.500 U/min

Verdichtung 8,6 : 1

Vergaser 1 Fallstromvergaser, Solex 18/32 HHD

Wasserkühlung mit Thermostat und elektrischer Zusatzventilator

Schmierung Druckumlaufschmierung 4,5 Liter Öl

Bosch Hochspannungs-Kondensator-Zündanlage, 12 Voltl240 Watt

Heckantrieb über Zweigelenk-Hinterachswellen

Motor hinter Getriebe vor der Hinterachse

Einscheiben- Trockenkupplung, hydraulisch betätigt

Vollsynchronisiertes Viergang-Schaltgetriebe

Selbsttragende Ganzstahlkarosserie

Aufhängung vorne: Einzelradaufhängung an Trapez-Dreiecklenkern, Schraubenfedern

mit Querstabilisator, hydraulische Stoßdämpfer

Aufhängung hinten: Einzelradaufhängung an Schräglenkern, Schraubenfedern

hydraulische Stoßdämpfer

Zahnstangenlenkung, 2,8 Lenkradumdrehungen

Hydraulische Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten

Felgen: 3,50 x 12, Reifen: 5,00 S 12 oder 5,00 R 12

Länge 3.580 mm / Breite 1.520 mm / Höhe 1.260 mm

Radstand 2018 mm

Spur vorn/hinten 1.246 / 1.227 mm

Gewicht/zul.Gesamtgew. 710 kg / 950 kg

Verbrauch/100 km ca. 10 Liter

Höchstgeschwindigkeit 153 km/h

Bauzeit 1964 -1967

Stückzahl 2.386 Exemplare

Neupreis 1964: DM 8.500.--

Neupreis 1966: DM 7.000.--

Erstes Serienautomobil der Welt mit NSU/Wankel-Kreiskolbenmotor.

Der NSU Spider hatte weitgehend die Konstruktionsmerkmale des NSU Sportprinz der jedoch mit einem Hubkolbenmotor ausgerüstet war:cool:

 

gute Modelle im Zustand 2 sind in den festen Händen von Liebhabern und können im Wert durchaus bei 20.000,- Euro liegen,angesichts der kleinen Stückzahlen und der History als erstes Wankelauto der Welt ist das auch kein Wunder und viel Spass macht der kleine Flitzer auch heute noch:cool:

 

mfg Andy


08.03.2010 21:50    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Hallo Motortalker,

 

neben dem Mazda RX-7 ist der RX-3 sicherlich das Erfolgsmodell von Mazda gewesen und begründete den guten Ruf von ''rotary drive'' speziell in den USA und Australien....

 

Der RX-3 war ein zumeist als kompaktes Coupe ausgeliefertes Modell,abert auch Kombi und Limousine wurden angeboten und sind sehr selten,ein Auto welches für diese Zeit durch aus üppig mit Leistung bestückt war,denn 110 drehfreudige PS hatten mit den nur rund 900kg leichtes Spiel.

 

Hersteller: Mazda

RX-3 auch als Mazda Savanna bekannt

Produktion 1971–1978

Engine(s) Engine (s) 0866 0866

12A 2-Scheibenwankelmotor mit 110PS

1adstand 2,286 mm

Länge 4,064 mm

Breite 1,600 mm

Leergewicht 884 kg

Drehmoment 135Nm bei 4500RPM

Heckantrieb und Starrachse hinten

 

der RX-3 war in 10,8 Sekunden auf 100km/h und brauchte für die beliebte 1/4 Meile 17,1 Sekunden

 

Der RX-3 der auch Savanna genannt wurde von 1971-1978 gbaut und dann durch den RX-7 SA ersetzt der damit der legitime Nachfolger des flotten RX-3 wurde und eine völlig anderes Design/Form am Markt etablierte und auch deutlich größer wurde als der mit gerade mal 4 Meter sehr kompakte RX-3 .

 

Der RX-3 war auf den Rennstrecken sehr erfolgreich und beliebte Basis für sehr radikale Umbauten und Rennfahrzeuge,stellte er doch in Asien das Gegenstück zu den damals im Motorsport dominanten Nissan Skyline Modellen dar.

 

Im Youngtimer Motorsport aber auch auf dem Dragstrip ist der RX-3 auch heute noch sehr beliebt und oft zu sehen....denn er ist und war eine vorzügliche Basis für Tuning und dank der kompakten Abmessungen sowie des geringen Gewichtes ein gefürchteter Gegner selbst für weit größere Autos;)

 

ein wenig erinnert mich dies an den NSU TT und TTS der auch ein echtes Feuerzeug damals war ;)

 

mfg Andy


07.03.2010 19:37    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Hallo

 

an Motorrädern mit Wankelmotor sind ja nicht allzu viele Modelle bekannt geworden,die meistverkaufte und bekannteste Maschine dürfte aber zweifelsohne die Hercules W-2000 sein;)

 

Vorgestellt wurde der erste Prototyp der W2000 schon im Jahr 1970.

 

Die Serienfertigung der Hercules W 2000 auch gerne als „Staubsauger“ bezeichnet wegen des dem Motor vorgelagerten groß dimensionierten Kühlluftgebläses begann dann aber erst 1974.

 

Die rund 180 kg kg schwere Maschine mit dem Wankelmotor hatte zunächst 25, später 27 PS bei 6000RPM dabei kam ein 1-Scheiben Wankelmotor mit einem Einzelkammervolumen von 294 cm³ zum Einsatz und so ausgerüstet erreichte die Hercules eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 145-150 km/h.

 

Die Maschine galt mit rund 4.500.- als teuer und das Image von Hercules war eher mit den Kleinkrafträdern verknüpft,hier und da konnte man dies an so manchen Ausstattungsdetail auch sehen.

 

Hinzu kam der große Durst von 6-8 Liter,und je nach Fahrweise auch mehr...:eek:

 

Die ersten Modellen wurde ab September 1974 verkauft und bis Ende der 70er addierten sich die Verkäufe auf rund 1800 Exemplare.

 

Bei so manchen unserer Wankeltreffen ist auch schon mal eine Hercules aufgeschlagen,man kann sie recht gut hören am Gebläse und dem typischen turbinenartigen Wankelsound;)

 

heute sind diese Modelle in guten Zustand durchaus gesuchte Sammlerstücke....denn die verkaufte geringe Stückzahl und der besondere Motor geben der Hercules posthum eine gewisse Exclusivität die es für eine späte Karriere braucht;)

 

mfg Andy


05.03.2010 20:57    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Hallo Motortalker,

 

....und weiter geht mit der Mazda RX Geschichte,das RX ist ein besonderes Kürzel und steht für die ''rotary engines'' hierzulande besser bekannt als Wankelmotor;)

 

 

heute hab ich den Mazda RX-4 ausgesucht,als Coupe auch genannt der japanische Mustang in Anlehnung an das populäre Ponycar von Ford.

 

Verkauft wurde diese Modell von 1972-1978 vor allem nach Australien und den USA,demzufolge es dort auch noch die meisten Exemplare gibt.

 

technische Daten:

 

Mazda RX 4

Motor 2-Scheiben Wankelmotor zunächst mit dem 12A dann 13B Motor

Hubraum 2 x 573 cm³

Max. Drehmoment 168 Nm bei 4000 1/min

Leistung 96 kW (130 PS)

bei 7000 1/min

Bauart Frontmotor mit Heckantrieb

Getriebe Fünfgang

Bremsen vorne Scheiben

Bremsen hinten Trommeln

Bauzeit 1972 - 1978

Ausführungen Viertürer, Coupe, Kombi

Mit Ausnahme des Wankelmotors entsprach der RX-4, den es als zweitüriges Hardtop-Coupé, als viertürige Limousine und als fünftürigen Kombi gab, dem Mazda 929 der ersten Generation.

In technischer Hinsicht fiel der RX-4, vom Motor abgesehen, konventionell aus (starre Hinterachse, hintere Trommelbremsen).

 

Der Wagen hatte ein Federbein-Typ Einzelradaufhängung vorne mit einer simplen Starrachse hinten. Die Bremsen waren Scheiben vorne und Trommeln hinten,das Leergewicht wurde mit rund 1200kg angegeben und der relativ kurze Radstand von 2510 mm sorgte für eine gute Handlichkeit.

 

Insbesondere in den USA war der RX-4 beliebter als das konventionelle Gegenstück mit Hubkolbenmotor der

Mazda 929,was an dem Wankelmotor lag der in den USA damals fast Kultstatus erlangte.

 

Die Leistung wurde 1974 in einem Vergleichstest von 6 ähnliche Wagen im Magazin Road&Track als gut befunden, mit einem 11,7 s Sprint auf 60 mph (97 km / h) war der RX-4 für diese Zeit durchaus flott unterwegs.

 

Der RX-4 wurde vom Road & Track Magazine in der Liste der besten 10 "Best Sports Sedan, $ 3500-6500" im Jahr 1975 geführt.

 

In Deutschland wurde dieses Modell meines Wissen nach nicht angeboten,schade eigentlich;)

 

 

mfg Andy


02.03.2010 18:47    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: , , , , ,

r Hallo Motortalker,

 

 

heute mal ein ganz besonderes Gefährt welches so gut wie unbekannt ist....;)

 

oder hat jemand schon mal vom ''Zisch'' gehört..??

 

Zisch 42

 

Das erste Versuchsboot verfügte über eine besondere Einrichtung zur Erzeugung von Auftrieb und einer damit einhergehenden Verringerung des Reibungswiderstands, die sogenannten Gleitkufen. Diese Tragflächen sahen denen von Tragflügelbooten ähnlich, waren jedoch so ausgelegt, dass die Oberseite des Profils bei voller Fahrt außerhalb des Wassers liegt. Durch die Anstellung des Gleitkufen wurde der Kompressionsauftrieb genutzt. Die Gleitkufen berühren dabei nur mit der Unterseite die Wasseroberfläche. Man verhinderte so auch Kavitationsprobleme am Profil. Die Gleitkufen konnten um 180° nach oben geschwenkt werden, was den Tiefgang verringerte. Der Zisch 42 ist noch 1945 auf dem Bodensee erprobt worden.

 

 

Zisch 68

 

Beim Zisch 68 wurden zwei hintereinander angeordnete Gleitflächen verwendet. Dadurch ergab sich eine zu große Streckung, was zu starken Stößen führte. Dieses Fahrverhalten war sehr unangenehm für die Passagiere. Außerdem kamen Stabilitätsprobleme in Kurven hinzu. Beim Zisch 68 kam ein mit einem Turbolader aufgeladener Marine Ro135 Wankelmotor mit 200 PS (147 kW) zum Einsatz.

 

 

Zisch 74

 

Weiterführende Versuche führte Felix Wankel dann zu den Spaltgleitkufen-/Spaltgleitflächen, welche sich 1974 im Zisch 74 manifestierten. Bei dem Prinzip der Spaltgleitkufen stand der Flügel der Schleiereule Pate. Der Zisch 74 wurde von einem Mercedes Benz DB M950 KE409 Vierscheiben-Wankelmotor angetrieben, den man von 350 PS auf 250 PS (184 kW) gedrosselt hatte. Es wurde außerdem noch ein herkömmliches Sportboot modifiziert und mit Spaltgleitkufen versehen.

 

 

da es zum Zisch nur sehr spärliche Informationen gibt und ich das Teil selbst niemals in Aktion sehen konnte,habe ich auf diese Quelle zurückgegriffen-->http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/527563

 

auch dieser Link ist zu dem Thema sehr interessant--> http://www.der-wankelmotor.de/Wasserfahrzeuge/TES/tes.html

 

http://www.der-wankelmotor.de/.../zisch-74.html

 

http://www.der-wankelmotor.de/.../wasser_omc.html

 

muss ein irres fahren sein mit dem Teil,was schon fast eine Mischung aus Boot und Flugzeug darstellt;)

 

mfg Andy


02.03.2010 01:37    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Hallo Motortalker,

 

wenn über die Autos mit dem Wankelmotor allgemein schon nur wenig bekannt ist so wissen nur sehr wenige dass es auch Motorräder mit diesem Antrieb gibt....nicht viele,aber es gibt sie so wie die extrem rare und seltene Suzuki RE-5 Rotary;)

 

angeboten wurde die RE-5 von 1974-1978

 

und ja es war ein gigantisches Werk, was Suzuki 1974 auf die Räder gestellt hatte,und mit damals rund 8800.- DM ein teures dazu

 

Die offizielle Bezeichnung lautete Suzuki RE 5 Rotary,wobei das RE 5 die Abkürzung für Rotation-Engine und die 5 aufgerundet für 497 ccm-Kammervolumen stand.

Stolz konnten die Macher auf insgesamt 20 eigene Patente verweisen.

Auf dem ganzen Motorradmarkt gab es keine vergleichbare Maschine.

Von einem zierlich-sportlichen Motorrad war aber keine Rede mehr trotz des kompakten Wankelmotors.

 

Die RE 5 wirkte nicht nur groß und mächtig, sie drückte auch über 250Kg auf die Waage.

 

der Wankelmotor produziert reichlich Hitze und deshalb sind Kühlung und der ''doppelwandige'' Auspuff üppig dimensioniert...:eek:

 

Vieles andere erschien ebenfalls wuchtig, zum Beispiel der Tank oder der runde Instrumenten-Kasten über dem Scheinwerfer.

Neben Tacho, Drehzahlmesser, Wasser-Thermometer, digitaler Ganganzeige gab es Kontrolllampen für Benzin- und Ölstand, Leerlauf, Fernlicht und Blinker.

 

Sofort hatte die Info-Tonne ihren Spitznamen "Botanisier-Trommel" weg. In gleicher rundlichen Aufmachung hatten die Suzuki-Designer das Rücklicht gestylt.

Nicht rund, dafür gewaltig eckig war der Wasserkühler, der serienmäßig sogar noch von einem verchromten Sturzbügel eingerahmt war.

 

Die Suzuki war sehr liebevoll und solide verarbeitet,sollte es doch das Aushängeschild der Marke sein und diese drückte dann spürbar aufs Gewicht....der Geradeauslauf war stoisch,die Kurvenlage aber eher behäbig zu nennen;)

 

die technische Daten der Suzuki RE 5 Rotary

 

Motor:

Flüssigkeits/ölgekühlter Dreikammer-Einscheiben-Kreiskolbenmotor (Lizenz NSU-Wankel), Kammervolumen 497 ccm, Verdichtung 8,6:1, 62,8 PS bei 6500/min, ein Mikuni Register-Doppelvergaser, 18-32 HHD, Kondensator-Zündanlage mit zwei Unterbrecherkontakten, Schmierung Nasssumpfschmierung mit 2,2 Liter Ölhaushalt und Verlustschmierung über lastabhängige Ölpumpe aus separatem Öltank mit 4-Takt-Öl, Lichtmaschine 12 Volt/ 280 Watt

 

Antrieb:

Primärantrieb über Duplexkette, Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe, Endantrieb über Kette

 

Fahrwerk:

Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, Telegabel, Hinterradschwinge mit zwei Federbeinen, vorn Doppelscheibenbremse und hinten Trommelbremse, Bereifung vorn 3.25H19, hinten 4.00H18, Gewicht 260 kg

 

Spitze: 170 km/h

 

0-100km/h ca. 6 Sekunden

 

Verbrauch ca. 7-8 Liter auf 100km

 

Lediglich rund 60 Suzuki RE 5 Rotary fanden den Weg nach Deutschland,der Traum von Suzuki vom Topseller wurde zum kostspieligen Alptraum für Suzuki.

 

Von der ersten Stunde an war die Wankel ein Exote,heute existieren in Deutschland meines Wissens noch 4 zugelassene Exemplare...und sicher ist die ein oder andere noch in irgendeiner Garage oder Scheune abgestellt und wartet auf ihre Wiederauferstehung,denn ein solch rares Bike wirft man nicht weg;)

 

 

hier mal noch was an Videos

 

http://www.youtube.com/watch?v=O_xb3QEUi3A&feature=related

 

http://www.youtube.com/watch?v=IrpWxJio8GE&feature=related

 

http://www.youtube.com/watch?v=RV2oiPyNPHA&feature=related

 

mfg Andy


28.02.2010 21:33    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: , , , , ,

Hallo Motortalker,

 

hier mal eine reale Geschichte von der selbst nur ganz wenige US-Car/Corvette Fans etwas wissen;)

 

wir schreiben das Jahr 1970 als Gespräche zwischen der GM Führung und Mazda stattfanden:eek:

 

Mit einer Vereinbarung über die Herstellung von Rotary Motoren im Auftrag von General Motors Präsidenten Ed Cole...

 

1970 erwarb General Motors für 50 Millionen Dollar auf Drängen seines technisch interessierten Präsidenten Ed Cole eine Wankel-Lizenz. Geplant war ein Rotationskolbenmotor mit zwei und vier Rotoren, der im Chevrolet Corvette zum Einsatz kommen sollte. Am 14. Januar 1972 wurde die Karosserie des XP-895 Show Cars mit Mittelmotor zu Pininfarina nach Italien eingeschifft. Bis 1976 folgten noch andere Modelle wie die Corvette XP-897GT mit Birotor, die 1973 in Frankfurt ausgestellt wurde. Am 24. September 1974 stellte Ed Cole weitere Versuche mit Rotationskolbenmotoren ein, da GM die Emissionen nicht in den Griff bekam. Noch im selben Monat erklärte der GM-Chef seinen Rücktritt.

 

hier mal ein paar Details zu dieser fast unbekannten Wankel Episode von GM;)

 

 

Der legendäre Chevy Ingenieur Zora Arkus-Duntov der über die Zeit zu einem absoluten Fan der Kreiskolbenmotoren geworden war,hatte GM zu fieberhaften Arbeiten an einer eigenen Interpretation des Rotary-Motors von Dr. Felix Wankel entwickelt in Deutschland bei NSU angehalten- und zwar an dem Chevrolet Corvette Zwei-Rotor Concept Car.

 

Zusammen mit einer Wankel-angetriebene Version der kleinen Chevy Vega's, die niemals aber niemals realsiert wurde, Cole bestellte einen Sportwagen um die Entwicklung von zwei-Rotor GMRCE (General Motors Rotary Combustion Engine) anzukurbeln, wobei er vor allem einen Blick für die eventuelle eigen Produktion entwickelte.

 

Codenummer war XP-897GT, dieses schöne kleine Coupé hatte kein GM-Styling, sondern wurde von den berühmten Werken Pininfarina in Italien gebaut. Wenn während der 70er Jahre mit dem prosaischen Titel "Zwei-Rotor Car" angeschobenen neue Entwicklung zur Sprache kam war die interne Neugier bei GM groß,die geplante Einführung der Mittelmotor-Corvette begann Gestalt anzunehmen.

 

Wie das Original mit Code XP-882 vorangetrieben wurde,hat man allgemein angenommen, dass ein Vorläufer der nächsten Generation der Corvette sein wird.

 

Im Vorjahr hatte DeLorean (ja ihr lest richtig) weiteren Arbeiten an der XP-882-Chassis Variante angeordnet, sowie einen neuen Karosseriebody aus dem genehmigten Corporate Design Staff unter William L. Mitchell. Ausreichend geändert, um ein neuen--> Projekt-Code, XP-895 rechtfertigen,

 

Anfang 1972 enstand dann gefertigt durch die Reynolds Metals Company einer nahezu identischen Karosse in Aluminium-Legierung, und in dieser Form als Code Nummer die XP-895 auch "Reynolds Aluminium-Car " genannt.

 

Als ob dies alles noch nicht genug wäre hat man die übrigen XP-882-Chassis ihrer ursprünglichen V8 beraubt und durch einem Vier-Rotor, 420-PS ersetzt.Bekannt wurde diese Mittelmotor Corvette-->XP-895 aber nur mit dem V8 Block,die 4- Scheiben Variante blieb ein streng gehütetes Geheimnis;)

 

Nach vielen Wirren um die Neuausrichtung der erfolgreichen Corvette Sportwagen,und vielen Problemen die Abgaswerte der Wankelmotoren in den Griff zu bekommen,besann sich GM nach dem Rücktritt von Ed Cole wieder auf seine V8 Motoren und beendete das Abenteuer Wankelmotor genauso rigoros wie man es begonnen hatte....;)

 

Ende 1974 war das Thema abgehakt und kaum noch jemand sprach darüber so das kaum etwas darüber bekannt wurde....ich habe sogar noch einen Orginal Corvette Rotary Prospekt in meinem Archiv,leider hab ich ihn jetzt nicht auf die schnelle gefunden,sonst hätte ich diesen mal eingescannt;)

 

ja und dann gab es noch die wundebare Chevrolet Rondine,die ist aber ein anderes Thema denn obwohl der Name es vermuten liese hat diese Modell mit dem Wankelmotor nichts zu tun,was der Faszination dieser Pininfarina Schöpfung keinen Abbruch tut;)

 

..und dann schon wieder ein eigenes Thema wäre:cool:

 

nur mal zum anschaulich machen auf was sich da die GM Führung einlassen wollte--> http://www.youtube.com/watch?...

 

:eek::cool:

 

mfg Andy


Blogempfehlung

Mein Blog hat am 09.01.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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bin Jahrgang 1960 und immer noch locker drauf;)

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