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andyrx

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10.01.2012 01:07    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , ,

der Bulle von Tölz und sein 6er BMWder Bulle von Tölz und sein 6er BMW

Moin Young und Oldtimerfans,

 

eventuell nicht nur mir aufgefallen..??

 

Die Ermittler/Kommisare/Inspektoren der diversen Tatort Serien oder der Letzte Bulle,der Bulle von Tölz,Balko und viele andere sind zumeist in mehr oder weniger schicken Youngtimer unterwegs.

 

Freut mich natürlich als Youngtimer Fan einen Fiat 130,Opel Admiral,NSU R80 oder auch Ford Thunderbird zu sehen;)

 

sicherlich hab ich den ein oder anderen auch jetzt vergessen:eek:

 

aber ein wenig entrückt der Realität wirkt das schon irgendwie....denn im Real Life kann ich mir das nicht so recht vorstellen:p

 

Da wird dann doch wohl in 99% der Fälle ein aktueller Passat oder 3er BMW oder ähnliches zum Einsatz kommen....:cool:

 

Bleibt die Frage warum man in so einem hohen Masse die Akteure in einem Youngtimer in Szene setzt wo dies doch kaum der Realität entspricht;)

 

was meint ihr dazu..??

 

mfg Andy


28.08.2011 15:13    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: , , , , , , ,


Moin Motortalker und Oldtimerfans,

 

das Prototypen Museum in Hamburg hat mich schon immer mal gereizt,und nun hab ich es auch mal besucht und ein paar Bilder dort gemacht;)

 

hier mal der Link zur Homepage der Location in Hamburg--> http://www.prototyp-hamburg.de/

 

der Schwerpunkt sind Porsche und historische Rennwagen....und sehr seltene und beeindruckende Exponate hat man dort zusammen getragen....zusammen mit einer schönen Bildergalerie kann man sehr gut das Gefühl der 50er Jahre dort nachempfinden und fühlt sich wie auf einer Zeitreise;)

 

an Eintritt kostet es 9.- für Erwachsene,es ist zwar nicht riesig aber sehr liebevoll arangiert und die Fahrzeuge die man dort zusammengetragen hat sind wirkliche Raritäten und befinden sind entweder im absoluten Topzustand oder haben eine wunderschöne Patina.

 

die Exponate befinden sich auf drei Ebenen mit einer Ausstellungsfläche von 2500 m². Das Museum will die Faszination des Automobils umfassend zeigen, daher das Motto Personen. Kraft. Wagen.. Einen Schwerpunkt der Sammlung bilden etwa 50 Automobile, Motoren und Modelle von Sport- und Rennwagen von z. B. Porsche, Volkswagen, Borgward und Jordan, größtenteils aus den 40er-, 50er- und 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts. In der Sammlung findet der Besucher viele Besonderheiten und Unikate wie einen Porsche 356 aus dem Jahr 1950, den Formel-3-Rennwagen mit BMW-Boxermotor von Otto Mathé oder den Rennwagen 1948 von Petermax Müller, mit einem auf dem Chassis eines VW-Kübelwagens installierter getunter 78 PS Käfermotor.

Einen ebenfalls großen Platz nehmen aber auch die Personen hinter den Autos ein, die Konstrukteure, Erbauer und Piloten. Des Weiteren gibt es wechselnde Kunstausstellungen in der Galerie im Untergeschoss zum Thema Automobil.

Auf eine konventionelle Präsentation wird verzichtet und stattdessen auf eine multimediale Präsentation der Exponate wert gelegt. So sollen die Besucher auch mittels Geräuschen und Gerüchen in die Atmosphäre früherer Rennen eintauchen können. Informationen und Bilder zu den Automobilen werden durch in den Boden eingelassene Displays angezeigt. Die Automobile selbst sind nicht abgeschirmt und können auch berührt werden. Laut den Veranstaltern möchte daher Prototyp weniger ein Museum sein, sondern viel mehr eine moderne Begegnungsstätte von Automobil-Enthusiasten.

Im Museum ebenfalls zu finden sind unter anderem ein Fahrsimulator, eine Bibliothek und eine gläserne Werkstatt, in der vor den Augen der Museumsbesucher Automobile restauriert werden.

 

Für Fans alter und aussergewöhnlicher Autos ist der Besuch sehr zu empfehlen....einiger der Exponate werden auch dieses Jahr beim Stadtparkrennen in Hamburg zu sehen sein....ich freu mich schon drauf:cool:

 

welcher der vielen tollen Exponate gefällt euch am besten..??

 

mfg Andy

 

PS: Bilder dürften nur ohne Blitz gemacht werden und meist hab ich mich daran gehalten....wenn das ein oder andere Pic etwas dunkel ist liegt es daran;)


30.03.2010 00:47    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Hallo Motortalker,

 

einen großen Teil der verschiedenen Wankelfahrzeuge die es so gab hab ich ja schon vorgestellt.....der allererste Wagen weltweit der mit dem Kreiskolbenmotor von Felix Wankel ausgerüstet wurde war der NSU WANKEL SPIDER im Jahr 1964.

 

der Wankelflitzer mit dem frechen Design welches mit den kleinen Heckflossen ein wenig an die Amikrreuzer

erinnert war damals ein durchaus exclusives Vernügen....denn man musste schon rund 8000.- DM auf den Tisch des Hauses legen....demzufolge blieben die Stückzahlen auch klein und der NSU Wankel Spider eine seltene Erscheinung auf den Strassen.

 

Die Gesamtzahl der gebauten Spider (ohne Prototypen) beläuft sich auf 2375 Fahrzeuge. Darunter befinden sich dreizehn 0-Serienfahrzeuge, welche der technischen Entwicklung vor der Serienfreigabe übergeben wurden.

 

die höchste Jahresproduktion beläuft sich auf 923 Fahrzeuge und werden im Jahr 1965 gebaut.

 

Die Karosserie des Spiders entspricht im Wesentlichen der des NSU Sportprinz, bis auf das Cabriodach und Kühlluftöffnungen in der Wagenfront.

 

Trotz Heckmotor befindet sich der Kühler vorn, um eine möglichst gleichmäßige Gewichtsverteilung zu erzielen; auch der Tank (35 Liter) ist vorn platziert.

Da der Wankelmotor niedriger baut als ein konventioneller Reihenmotor, ist im Heck bzw. über dem Antriebsaggregat Platz für einen flachen Stauraum, zusätzlich zu dem Kofferraum im Bug.

 

Der kleine Wankelmotor ist für damalige Verhältnisse ungewöhnlich drehfreudig und bei hohen Drehzahlen im Vergleich zu anderen kleinen Triebwerken sehr laufruhig.

 

Drehzahlen von mehr als 6000/min sind mechanisch kein Problem,aber aufgrund des limitierten Kühlsystems nicht als Dauerdrehzahl genutzt werden.

 

 

hier mal die technischen Eckdaten des formschönen und wendigen Flitzers

 

SU/Wankel-Kreiskolbenmotor, Viertakt

Kammervolumen 498 ccm

Leistung 50 PS bei 6.000 U/min

Drehmoment 7 ,2 mkg bei 2.500 U/min

Verdichtung 8,6 : 1

Vergaser 1 Fallstromvergaser, Solex 18/32 HHD

Wasserkühlung mit Thermostat und elektrischer Zusatzventilator

Schmierung Druckumlaufschmierung 4,5 Liter Öl

Bosch Hochspannungs-Kondensator-Zündanlage, 12 Voltl240 Watt

Heckantrieb über Zweigelenk-Hinterachswellen

Motor hinter Getriebe vor der Hinterachse

Einscheiben- Trockenkupplung, hydraulisch betätigt

Vollsynchronisiertes Viergang-Schaltgetriebe

Selbsttragende Ganzstahlkarosserie

Aufhängung vorne: Einzelradaufhängung an Trapez-Dreiecklenkern, Schraubenfedern

mit Querstabilisator, hydraulische Stoßdämpfer

Aufhängung hinten: Einzelradaufhängung an Schräglenkern, Schraubenfedern

hydraulische Stoßdämpfer

Zahnstangenlenkung, 2,8 Lenkradumdrehungen

Hydraulische Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten

Felgen: 3,50 x 12, Reifen: 5,00 S 12 oder 5,00 R 12

Länge 3.580 mm / Breite 1.520 mm / Höhe 1.260 mm

Radstand 2018 mm

Spur vorn/hinten 1.246 / 1.227 mm

Gewicht/zul.Gesamtgew. 710 kg / 950 kg

Verbrauch/100 km ca. 10 Liter

Höchstgeschwindigkeit 153 km/h

Bauzeit 1964 -1967

Stückzahl 2.386 Exemplare

Neupreis 1964: DM 8.500.--

Neupreis 1966: DM 7.000.--

Erstes Serienautomobil der Welt mit NSU/Wankel-Kreiskolbenmotor.

Der NSU Spider hatte weitgehend die Konstruktionsmerkmale des NSU Sportprinz der jedoch mit einem Hubkolbenmotor ausgerüstet war:cool:

 

gute Modelle im Zustand 2 sind in den festen Händen von Liebhabern und können im Wert durchaus bei 20.000,- Euro liegen,angesichts der kleinen Stückzahlen und der History als erstes Wankelauto der Welt ist das auch kein Wunder und viel Spass macht der kleine Flitzer auch heute noch:cool:

 

mfg Andy


01.03.2010 02:16    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: , , , , , ,

Hallo Motortalker,

 

heute geht es mal um den Citroen Birotor,ein Modell was kaum einer kennt aber dem es nicht an Reizen fehlte;)

 

Auch Citroen war den Verlockungen des Wankeltriebwerks erlegen und erwarb Lizenzen um sich zügig dem Thema zu widmen passte es doch hervorragend zum avantgardistischen Ruf von Citroen;)

 

Die Wankelabteilung von Citroen wurde Comotor genannt und betrieb eine weitgehend autonome Entwicklungs und Forschungsarbeit rund um den Kreiskolbenmotor.

 

der folgende Artikel aus der Zeit von 1974 beschreibt das sehr schön,hier mal ein zeitgenössischer Auszug...

 

 

1969 erwarb Comotor im Saarland bei Altforweiler ein Gelände zum Bau eines Wankelmotorenwerks. 1972 wurde dieses Werk fertig, hier läuft jetzt die Produktion des Zwei-Scheiben- Wankelmotors, der in den Birotor eingebaut werden wird. Wie bei der engen Zusammenarbeit mit NSU nicht anders zu erwarten, gleicht dieses Birotor-Triebwerk fast genau dem Vorbild im Ro 80: Mit zweimal 497,5 ccm ist das Kammervolumen gleich groß, als Vergleichshubraum (für Hubkolbenmotoren) wird bei beiden Maschinen 1990 ccm angegeben. Mit 9:1 ist auch das Verdichtungsverhältnis identisch, beide Motoren begnügen sich mit Normalbenzin. Die Dichtleisten beider Motoren gleichen sich ebenso wie die Abgasreinigung mit einem Reaktor, in den von einer Pumpe Luft eingeblasen wird. Unterschiede gibt es hauptsächlich in den Vergasern; sie führen zu einem vom Ro abweichenden Leistungs- und Drehmomentverhalten: Bringt der Ro 80 stattliche 115 PS bei 5500 U/min und ein höchstes Drehmoment von 16,2 mkg bei 4500 U/min, so begnügt sich Citroens Birotor mit 107 PS,, die bei 6500 U/min erreicht werden.

 

Als höchstes Drehmoment stehen zwar nur 14 mkg zur Verfügung, sie werden aber schon bei 3000 U/min erreicht. Insgesamt ist der Citroen-Wankel also etwas schwächer, dafür aber ausgeglichener: Bereits bei 2000 U/min steht fast das volle Drehmoment an. Der Ro 80 will auf Touren gehalten werden, für richtigen Antritt braucht er mindestens 3500 U/min.

 

Auch der Birotor wird serienmäßig mit halbautomatischem Getriebe geliefert. Wie beim Ro besteht es aus einem Drehmomentwandler, einer elektrisch gesteuerten Trennkupplung und aus einem Dreiganggetriebe. Der Wandler ist notwendig, um unschönes Stuckern bei geschobenem Motor zu unterdrücken.

 

Abgesehen von diesem Triebwerksblock begnügte sich Citroen mit bemerkenswert wenigen Änderungen am GS Birotor. Von außen sieht der Wagen wie ein normaler GS aus, es gibt nur eine winzige „Birotor"-Plakette am Heck und dickere Reifen (165 HR 14 gegenüber 145 SR 15). Die hydropneumatische Federung mit ihrem Höhenverstellhebel blieb genauso erhalten wie die Handbremse mit ihrem Zuggriff im Armaturenbrett; in diesem Armaturenbrett freilich gibt es endlich übersichtliche Rundinstrumente.

 

Motor: Wassergekühlter Zweischeiben-Wankelmotor. Kammervolumen 2X597,5 com (äquivalent 1990 ccm eines Kolbenmotors). Maximale Leistung 107 PS bei 6500 U/min. Normalbenzin, Abgasentgiftung.

 

Kraftübertragung: Halb-(„Selektiv"-)Automatik, bestehend aus Drehmomerttwandter und handgeschaltetem Dreiganggetriebe. Frontantrieb.

 

Brem9system: Konventionelles Zweikreissystem. Vorn belüftete, hinten normale Scheibenbremsen, Bremskraftverstärker.

 

Höchstgeschwindigkeit: 175 km/st.

 

Beschleunigung*: 14 Sekunden.

 

Leistungsgewicht: 10,6 kg/PS.

 

Benzinverbrauch: zirka 11—18 Liter Normalbenzin. Tarikinhalt 56 Liter.

 

MaBe und Gewichte: Länge 412 cm; Breite 164,4 cm; Höhe 137 cm. Radstand 255 cm. Leergewicht 1140 kg, Zuladung 400 kg. Kofferraum 465 Liter, Innenraum für fünf Personen.

 

Besondere Sicherheitseinrichtungen: Vier Scheibenbremsen, Bremsklötze an den Vorderrädern wirkend. Bremskraftregier (lastabhängig) für die Hinterräder. Stabile Fahrgastzelle, abgestuft verfdrmbare Front- ; und Heckpartie, Sicherrteits-Lenksäuie mit zwei Kardangelenken. Von der Belastung unabhängige hydropneumatische Federung. Serienmäßig Dreipunkt-Sicherheitsgurte.

 

Quelle--> http://www.zeit.de/1974/04/Schnell-und-leise?page=all

 

 

die Fahrleistungen des Birotor genannten GS waren weit besser als beim Basis GS der mit halb soviel PS auskommen musste;)

 

nach nur 2 Jahren beendet Citroen den Ausflug in die Wankelwelt:eek:

 

Insgesamt wurden 837 GS Birotor hergestellt. Citroën versuchte später alle GS Birotor zurückzukaufen, um keine Ersatzteilversorgung aufrechterhalten zu müssen,nur eine geringe nicht näher bekannte Anzahl entging der direkten Verschrottung,Experten halten eine Zahl von rund 250 Modellen die überlebt haben für realistisch;)

 

wenn man also mal einen zu Gesicht bekommt,Augen auf es ist ein echter Exote der unter widrigsten Umständen überlebt hat;)

 

aber der Birotor war nicht der einzige Citroen mit diesem Motor,aber das ist dann ein Artikel fürs nächste mal:eek::cool:

 

mfg Andy


25.02.2010 11:13    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (109)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Moin,

 

nachdem ich gestern einen Artikel zum NSU Ro80 mit Wankelmotor geschrieben habe und diesen als Meilenstein genannt habe...mal die Frage,was sind in euren Augen echte Meilensteine im Automobilbau...??

 

Fahrzeuge die innovativ oder ihrer Zeit weit voraus waren..??

 

Fahrzeuge die neue und dauerhafte Trends setzten..??

 

Autos die in aller Munde waren und die Konkurrenz in Angst und Schrecken versetzten..??

 

5 Fahrzeuge die mir da so spontan einfallen hab ich mal in den Pics oben eingefügt...;)

 

mfg Andy


24.02.2010 19:36    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: , , , , ,

Hallo Motortalker,

 

heute geht es mal um den wohl bekanntesten Wagen mit Wankelmotor dem NSU Ro80,der Name ist hier Programm der Kolben hebt und senkt sich hier nicht,sondern rotiert in Windeseile und extrem geschmeidig um die Exenterwelle und setzt eine Drehbewegung in eine weitere Drehbewegung um....

 

Irgendwie genial und auch faszinierend,und genau so wirkte der Motor auf die begeisterten Journalisten und die Motorpresse 1967 als dieses faszinierende Auto erstmalig präsentiert wurde->die moderne Keilform und dynamische Optik trug ihren Teil dazu bei....:cool:

 

Die flache Front wurde aber erst durch diesen Motor möglich denn der Wankelmotor ist extrem kompakt und klein,kaum größer als eine Bierkiste . Das Kürzel Ro steht schließlich für Rotationskolbenmotor, besser bekannt als Wankelmotor.

 

Felix Wankel hieß der Mann, der von den herkömmlichen Otto- und Dieselmotoren nicht wirklich überzeugt war, und etwas Neues schaffen wollte. Das Prinzip der immer wieder von oben nach unten rasenden Kolben hielt er für alles andere als perfekt. Schon 1954 hatte er seine Idee des Motors mit drehendem Kolben umgesetzt.

 

Bald erkannte man bei NSU die Bedeutung des neuen Drehs und setzte einen solchen Motor in kleiner Serie im so genannten Wankel-Spider ein.

 

Doch erst im Ro 80 sollte der Wankelmotor viele seiner Vorzüge wirklich zur Geltung bringen können.

 

So sind beim Wankelmotor weniger Bauteile nötig als bei herkömmlichen Aggregaten.

Außerdem wiegt er weniger und benötigt auch nicht so viel Platz - weswegen die Frontpartie des Ro 80 so niedrig sein konnte. Der Fahrer kommt in den Genuss eines vibrationsarmen Motorlaufs nach Turbinen-Art, der nicht durch hoch und runter rumpelnde Kolben gestört wird.

 

Der Ro 80 bekam sogar gleich die nächste Evolutionsstufe des Motors unter die Haube, den Zweischeiben-Kreiskolbenmotor. Zwei so genannte Kammern mit jeweils 497,5 Kubikzentimetern Hubraum brachten es auf eine Motorleistung von immerhin 115 PS. Damit beschleunigte der NSU in 12,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und ließ Autobahngeschwindigkeiten bis zu 180 km/h zu. Als sparsam gilt der Wankelmotor jedoch bis heute nicht. Angegeben wurde der Verbrauch des NSU Ro 80 mit 15 Litern, zeitgenössische Tests Berichten allerdings von 17,4 Litern. Dass Normalbenzin ausreichte, ist da wohl eher ein kleines Trostpflaster.

 

Für Sparsame war der große NSU ohnehin nicht die richtige Wahl. Schon von der Anschaffung her lag er über den meisten Konkurrenten. Wie sehr, dass geht aus einem Vergleichstest der Zeitschrift "auto motor und sport" aus dem Jahr 1968 hervor. Dort trat der 14.190 Mark teure Ro 80 unter anderem gegen einen 13.154 Mark teuren Mercedes 230 mit 120 PS und den 130 PS starken Opel Commodore GS an, den es bereits für 11.191 Mark gab.

 

Auch das moderne Fahrwerk und der extrem lange Radstand waren vorbildlich und sorgten für exellenten Komfort und sichere Strassenlage.

 

Bei den ersten Serienmotoren kam es infolge eines Konstruktionsfehlers zu vermehrten Motorschäden. Hatten die Motoren in der Erprobung über 200 000 km gehalten, so verloren sie in Kundenhand oft schnell an Kompression. Schnell wurde eine falsche Materialpaarung als Ursache dafür erkannt. Eilig wurden Material sowie die Teilung der Dichtleisten geändert und somit war das Dichtleistenproblem vorerst gelöst. In Verbindung mit einem Ferrotic-Mittelteil und einer härteren Elnisilschicht mit höherem Siliziumkarbidanteil ging man später auf die ursprüngliche Dichtleistenteilung zurück. Ab Anfang 1970 wurden die neuen Ferrotic-Dichtleisten in die Serie eingeführt.

 

der Motor war danach grundsätzlich zuverlässig und robust,der Ruf aber ramponiert und die Ölkrise gab dem

Auto des Jahres 1967 den Rest,die Verkäufe sackten durch und kamen nie mehr richtig nach oben.

 

 

Der Ro 80 wurde in Folge dessen in nur 37.398 Exemplaren bis 1977 produziert und blieb, technisch gesehen, ohne Nachfolger. Das letzte produzierte Fahrzeug wurde 1977 dem Deutschen Museum übergeben.

 

Heute hat sich um das Modell ein kleine aber rege Fangemeinde in diversen Clubs und im Internet organisiert--> siehe auch hier

 

die Idee vom Wankelmotor lebt aber in diversen Wankelsportwagen von Mazda weiter und hat heute ihre treuen Fans bis hin zum aktuellen Mazda RX-8;)

 

 

Technische Daten zum Ro80:

 

Motor: Zweischeiben-Kreiskolbenmotor (System Wankel) 497 cm³ pro Kammer, Verdichtung 9,0 : 1.

 

Zündung: ab 1967 bis 1969 Doppelzündung (zwei Kerzen pro Kammer). 1969 bis 1977

 

Hochspannungskondensatorzündung (HKZ) mit einer Kerze

 

Gemischaufbereitung: 2 Solex-Flachstrom-Registervergaser Typ 18/32 HHD oder Doppel-Fallstromvergaser

 

Solex 32 DDITS

 

Leistung: 85 kW (115 PS) bei 5500/min, max. Drehmoment 165 Nm bei 4500/min

 

Karosserie: Selbsttragend, Frontantrieb, vorn McPherson-Federbeinachse, hinten Schräglenkerachse mit

 

Feder-Dämpfer-Einheiten und Gummizusatzfedern

 

Bremsen: hydraulisch, vier Scheibenbremsen mit Bremskraftverstärker und lastabhängigem

 

Bremskraftregler an der Hinterachse, vorn innenliegend am Getriebe; Handbremse: mechanische

 

Innenbackenbremse auf Hinterräder wirkend, 160 mm Durchmesser. Scheiben vorn: 284 mm, hinten: 272,5 mm Durchmesser. Zweikreisbremsanlage, erster Bremskreis auf alle Räder, zweiter Bremskreis nur auf die Vorderräder wirkend

 

Getriebe: Drei-Gang-Zahnradwechselgetriebe, sperrsynchronisiert mit Parksperre. Hydraulischer Fichtel&Sachs-Drehmomentwandler mit Einscheibentrennkupplung, elektro-pneumatisch betätigt

 

Lenkung: Zahnstangenlenkung mit ZF-Umlauföl-Lenkhilfe

 

Höchstgeschwindigkeit: ca. 180 km/h

 

 

 

mfg Andy


30.01.2010 16:38    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (65)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Moin

 

 

heute Mittag hab ich einen schon lange nicht mehr gesehenes Modell zu Gesicht bekommen.....einen Simca Horizon:eek:

 

kennt den noch jemand??

 

an der Stelle fallen einem auch andere Marken ein die verschwunden sind und wo man sich die Augen reibt wenn einem dann tatsächlich mal so ein vergessenes Mauerblümchen unter die Augen kommt...:cool:

 

wer weiss denn noch wie ein Autobianchi,NSU oder Simca/Talbot oder auch Austin Allgro aussah.....da sind so einige Marken klammheimlich verschwunden,die in unserer Kindheit noch zum täglichen Strassenbild gehörten...:o

 

welche Marken werden demnächst noch verschwinden...??

 

Der Konzentrationsprozess in der Automobilbranche geht ja ständig weiter.....??

 

mfg Andy


07.06.2009 14:36    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (42)    |   Stichworte: , , , , , , , , ,

Hallo

 

gestern rief mich ein RX-7 Spezi an und fragte ob ich spontan Lust hätte zu einem NSU/Wankel Treffen zu fahren im tiefsten Schleswig Holstein verbunden mit einer schönen Route....;)

 

gemeint war dieser Event--> http://www.nsu-team-möhnsen.de/dokuments/treffen-2009.html

 

und wir wurden nicht enttäuscht;)

 

tolle Oldtimer/Youngtimer gepaart mit einer Multikulti Stimmung und lockeren Atmosphäre liessen schnell einige Benzingespräche entstehen....speziell die Norweger NSU Truppe die in reichlicher Zahl mit tollen Exponaten den weiten Weg auf sich genommen hatten,taten sich durch bierseelige Laune und Weltoffenheit hervor und hatten einige sehr schöne Fahrzeuge mitgebracht....das Ro80 Coupe-->Klick war ein echter Leckerbissen;)

 

aber auch viele tolle NSU Modelle wie die legendären TT und TTS Modelle sowie natürlich die Wankelmotor Ro80 und der Wankelspider sowie der sportliche Sport Prinz Coupe in teilweise perfekten Zustand waren zu sehen.

 

Sensationell auch die Thurner Modelle die mit NSU Technik und hinreissender Optik (Flügeltüren und ultraflach) auch beim unbefangenen Betrachter als Supersportwagen hätten durchgehen können und weltweit nur noch ca. 20x existieren,und sehr selten zu finden sind gab es zu dort live zu sehen-->Thurner RS

 

wir durften mit unseren,dem Ro80 seelenverwandten,RX-7 auf das Gelände und befanden uns in bester Gesellschaft;)

 

auch eine Gruppe RX-8 Fahrer aus dieser-->Community

 

war mit 18 Fahrzeugen vor Ort und hatten sich schön in Szene gesetzt;)

 

Ich finde es prima dass markenübergreifend die Verbinung der Marken NSU/Mazda durch den gemeinsamen Antrieb -->Wankelmotor problemlos möglich war,was nicht immer so ist;)

 

auch die große Motorrad Tradition von NSU (NSU war mal größter Motorrad Hersteller der Welt) war zu sehen,darunter die sagenhafte Münch TTS die zwar nicht vonNSU gebaut wurde,aber seiner Zeit einen getunten NSU TT Motor hatte;)

 

aber auch der für VW (Konzept für den späteren Passat) damals so wichtige K70 war dort;)

 

lasst die vielen Pics einfach mal auf euch wirken,solche Autos gibt es heute kaum noch zu sehen;)

 

mfg Andy


10.05.2009 01:29    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (38)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Wankelmotor gute Sache oder nicht.. ??

Hallo Motortalker,

 

da es sich in meinem Blog in vielen Artikeln um mein Hobby die Wankelmotoren dreht und eben auch die Mazda RX-7 die mit diesem faszinierenden Triebwerk ausgestattet sind,möchte ich mal den Schöpfer und Erfinder dieser Motoren vorstellen;)

 

 

Felix Wankel wurde am 13.08.1902 in Lahr, im Schwarzwald als Sohn des Forstassessors Rudolf Wankel und seiner Ehefrau Gerty Wankel, geb. Heidlauff, geboren. Sein Vater fällt als Reserve-Offizier im ersten Weltkrieg am 19.08.1914. Seine Mutter verstirbt am 25.05.1934.

 

Mal galt Felix Wankel als genial, mal als Eigenbrötler, sein Motor wird als konstruktiv problematisch hingestellt. Weder das eine noch das andere trifft so zu.

 

Was hat uns Felix Wankel hinterlassen, wie ist er als Erfinder einzustufen, was für ein Mensch war er? Wäre Felix Wankel als einer jener rechtschaffenen, zeitlebens anoym bleibenden Ingenieure in der Autoindustrie angestellt gewesen, hätte sich kein Mensch an ihm gerieben.

Hier nun aber erdreistete sich ein Branchenfremder und Außenseiter, ein Mann ohne Titel, mit einer Rotationskolben-Maschine den Hubkolbenmotor und damit den Welt-Motorenbau, in Frage zu stellen.

Über Untersuchungen an Abdichtungen bei Brennkraft-Maschinen und Drehschieber Steuerungen war Felix Wankel auf brauchbare ventillose Gaswechsel-Steuerungen, auf Drehkolben-Verdichter und schließlich auf Dreh- und Kreiskolben-Motoren gestoßen. Hinter diesen dürren Zeilen verbirgt sich ein Arbeitsleben oder rund 35 Jahre Forschungsarbeit, angefüllt mit Rückschlägen, Irrwegen, Entäuschungen, aber auch mit Erfolgen. Es ist Felix Wankel`s Verdienst, aus der schier endlosen Anzahl möglicher Bauformen eine geeignete Rotationskolben-Maschine bestimmt und deren Dichtungsfrage gelöst zu haben.

 

Ohne Bedenken kann Felix Wankel neben die großen Motoreningenieure Nicolaus August Otto, Carl Benz, Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach und Rudolf Diesel gestellt werden. Gefahr besteht jedoch, daß der Begriff Wankelmotor vergessen wird. Das Ausland, allen voran Toyo Kogyo (Mazda) in Japan und Norton in England, spricht von Rotary Engine, die deutsche Industrie erörtert den Wankelmotor nicht mehr. Das sind keine guten Voraussetzungen, das Erbe Felix Wankel`s fortzuführen.

Felix WAnkel gehört zu den wenigen Erfindern, die noch zu Lebzeiten von ihren Erfindungen profitieren. Die Umsetzung seiner geistigen Leistung hatte volkswirtschaftliche Bedeutung, wenn nicht für Deutschland, so doch für Japan. Dennoch war seiner Erfindung, wie auch der von Rudolf Diesel, allen Spöttern und Neidern zum Trotz, Erfolg beschieden - insofern hätte Felix Wankel mit sich und seinem Werk zufrieden sein können.

 

Weitgehend unbekannt blieb sein Engagement im Umweltschutz, im Tierschutz und im Gesundheitswesen. Er rief einen mit jährlich 50000,00 Mark ausgestatteten Tierschutz-Forschungspreis ins Leben, um die Tierversuche der Pharma- und chemischen Industrie einzuschränken und eines Tages ganz einstellen zu können. Letztendlich gründete Felix Wankel einen Krebshilfe-Fonds, zur Bekämpfung einer Krankheit, der er schließlich selbst erlag.

 

Und Felix Wankel als Mensch? An seiner Person schieden sich die Geister. Seine Durchsetzungsfreudigkeit verübelten ihm seine Gegner als Eigenbrötlerei, seine Beharrlichkeit als Sturheit. Dabei war Felix Wankel ein sensibler, zuneigungsbedürftiger Mensch mit einem Hang zu einer kräftigen Sprache und feinsinnigen Gedichten. Er diskutierte gern, erklärte geduldig, klagte zornig an, scheute keinen Konflikt, forderte schroff heraus, warf mit beißenden Bemerkungen um sich und besaß eine geradezu gefährliche Überzeugungskraft. Von Mathematik hatte er keine Ahnung, dfür um so mehr Gefühl für technische Zusammenhänge und Ergebnisse. Ein intuitiver, schöpferischer Autodidakt als Kontrapunkt zu den hochgebildeten Ingenieuren. Felix Wankel blieb bis zu seinem Tode dem Kreiskolben Motor treu und ließ sich im RO 80 chauffieren, den er hatte keinen Führerschein! Felix Wankel war nicht nur ein großer Erfinder, er war auch eine große Persönlichkeit.

 

Er starb am 09.10.1988 in seinem Haus in Heidelberg

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am 14. August 2002gab es zu seinem Todestag das größte Wankeltreffen Europas in Lahr-->Klick

 

 

Quellennachweis: “Protokoll einer Erfindung”, “Der Wankelmotor” von Dieter Korp

 

mehr dazu auch auf www.der-wankelmotor.de

 

edit:14.5.2009

ergänzend dazu dieser Link -->

Hallo

 

wer mal sehr anschaulich die Funktion des Wankelmotors ansehen möchte--->http://www.youtube.com/watch?v=4ElEf6cvwh0

 

altes,aber sehr gut gemachtes Video;)

 

 

mfg Andy


Blogempfehlung

Mein Blog hat am 09.01.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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andyrx andyrx

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bin Jahrgang 1960 und immer noch locker drauf;)

mit meinem Job im Marketing und Vertrieb habe ich viel Spass und komme viel rum...so bleibt oft wenig Zeit für die Hobbys

Wankelautos und Motorrad fahren (am liebsten in Italien) und natürlich MT....

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