MOTORBASAR.de - Der MOTOR-TALK Fahrzeugmarkt mit über 400.000 Anzeigen

andyrx

Alles was Spass macht rund ums Auto wie z.B.Youngtimer,Bike,Motortalk RX7,Wankel,Sportwagen,Reisen,Italien,Pasta,Motorrad,Off Topic

25.01.2010 18:42    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: , , , , ,

Hallo Motortalker.

 

ein beeindruckendes Bild und irres Szenario in Form von bizzarren Eislandschaften bietet sich bei einem Besuch der Breitachklamm nahe Oberstdorf im Allgäu....

 

Das Wasser formt die enge Schlucht mit fast hundert Meter hohen senkrechten und überhängenden Wänden,es stürzt donnernd über hohe Felsbänke, strudelt durch tiefe Gumpen und versprüht sich in feinste Tröpfchen, in denen das Licht spielt.

 

In der letzten Eiszeit (Würmzeit), also vor etwa 8000 Jahren, haben die Gletscher das weiche Gestein abgetragen und das harte Gestein blieb stehen. Als die Gletscher geschmolzen waren, musste sich

die Breitach durch das harte Gestein bohren. Sie hat sich dabei 2,5km lang und ca. 150m tief in das

Gestein durchgearbeitet. Noch vor der Jahrhundertwende haben Männer versucht die Breitachklamm

begehbar zu machen. Doch nach einer Weile haben sie den Plan wieder aufgegeben, da es unwahr-

scheinlich war ihn durchzuführen. Im Jahre 1901 bekam Tiefenbach einen neuen Pfarrherrn, sein Name

war Johannes Schiebel. Er hat auch versucht die Breitachklamm begehbar zu machen. Ihm war es

egal, was die Menschen gesagt haben. Er suchte Helfer und Geldgeber, die ihm bei dieser Aktion

halfen. Er fand alles, was er brauchte, und so wurde am 25.Juli1904 die erste Sprengung losgelassen.

Die Einweihung der begehbaren Breitachklamm wurde dann am 4. Juli 1905 vorgenommen. Seid diesem

Zeitpunkt an ist sie ein hochbeliebtes Ferien- und Wanderziel. Im Jahr gehen ca. 2 Mio. Menschen dort

hin, um das Naturwunder anzuschauen.

 

Wenige Tage vor dem Weihnachtsfest 1857 schoss der frühere Oberstdorfer Förster Schwarzkopf in der Nähe der Klamm einen Hirsch, der dort, wo die Schlucht am unbegehbarsten war, in die Tiefe stürzte.

Es war fast unmöglich das tote Tier aus dieser Lage bergen zu können. Dies reizte den unerschrock-

enen Tiefenbacher Seraphim Schöll dazu diesen ziemlich schweren Bergungsversuch unter allen Umständen zu unternehmen. Er bekam eine Entschädigung von 25 Gulden, dass er eine Expedition

von 9 zuverlässigen Helfern starten konnte. Durch die Eiszapfen, den Schnee und die Kälte musste

die Fahrt des Helfers Speiser gehen, der es wagte, sich in die sogenannte „Höllenschlucht“ abzuseilen.

Nach zweieinhalb Stunden Arbeit war er wieder samt Hirsch am Tageslicht angekommen.

 

Manche der düsteren Klammwände haben noch nie die Sonne gesehnen. Tiefgrüne Moose und zierliche

Farne lieben die Feuchte und einige unerschrockene Fichtenbäume haben sich kühn auf kleinsten

Felsvorsprüngen angesiedelt.

 

Außer zur Zeit der Schneeschmelze ist der Weg das ganze Jahr begehbar. Im Winter bilden sich

unzählige, groteske Eiszapfen, die sich da und dort zu mächtigen Eisvorhängen vereinigen. Man glaubt,in einem Zauberschloss zu sein.

 

Vorallem die bizarren Eisformationen, die erstarrten Wasserfälle und das winterliche Flair stimulieren die Phantasie bis aufs äußerste.

 

 

die Bilder brauchen keinen Kommentar,denn sie sprechen für sich....wer mal auf der Ecke ist dem sei ein Besuch für gerade mal 3.- Euro pro Person ans Herz gelegt,danach lässt es sich im Gasthaus nebenan gut und preiswert essen.

 

Ein schöner und interessanter Sidestep....fürs Auge aber auch für die Sinne;)

 

mfg Andy


Blogempfehlung

Mein Blog hat am 09.01.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Blogautor(en)

andyrx andyrx

Moderator


bin Jahrgang 1960 und immer noch locker drauf;)

mit meinem Job im Marketing und Vertrieb habe ich viel Spass und komme viel rum...so bleibt oft wenig Zeit für die Hobbys

Wankelautos und Motorrad fahren (am liebsten in Italien) und natürlich MT....

Dauergäste-->ca. 1600 Avatare/Ladezeit lang

Archiv