Moin Motortalker....
das Nordkap war das Ziel wie hier angekündigt--> in einer Woche ans Nordkap
wir waren dann nur 5 Tage unterwegs und es kamen dabei 6500km zusammen....
Tag 1 und Start:
nachdem ich Samstags noch auf eine Familienfeier in Frankfurt/Main war (auch 1000km) ging es am Sonntag nachmittag um 16 Uhr los nach dem ich meinen Mitfahrer Elmar in Norderstedt aufgepickt hatte....von dort aus ging es nach Dänemark und wir passierten zügig die zwei großen Beltbrücken (mautpflichtig) und folgten unserem Navi welches 29 Stunden netto Fahrzeit vorhergesagt hatte....Ziel war es die erste Etappe mit rund 1200km bis Stockholm zu schaffen....über Kopenhagen ging es nach Malmö nach Schweden,weite Kornfelder lassen einen wissen hier ist die Kornkammer Schwedens....nachts um 2Uhr fing es an zu regnen und wir fuhren kurz hinter Stockholm einen Rastplatz an und legten beim Audi die Bank um...wenn man nicht zu groß ist ideal um dort hinten ein Nickerchen zu machen.
Tag 2:
Elmar ist passionierter Frühaufsteher und so ging es um 5 Uhr weiter.....die Landschaft wechselte in riesige und endlose Wälder,über Sundsvall immer an der Ostsee lang bis Haparanda wo es dann nach Finnland ging-->.Klick die Karte
nach weiteren 1200km erreichten wir Kolari...und kehrten in ein Hotel ein (the Bear Inn) dort fänht auch meine Photoserie an....ab hier waren Rentiere auf der Strasse nichts ungewöhnliches mehr und deshalb erschien uns die Nachtfahrt eher unangebracht....jetzt waren es nur noch rund 600km zum Nordkap.
Tag 3:
Ab Kolari änderte sich die Landschaft und glich eher einer Tundra oder Taiga in Sibiren....unglaublich faszinierend wie karg hier die Vegetation mit den harten Wintern eher dem Hochgebirge gleicht...die Zahl der Rentiere nahm zu und waren stets präsent...anders als bei uns das Wild hektisch auf die Strasse springt sind das aber ganz gemütliche Vertreter die gelangweilt auf oder neben der Strasse stehen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen...man muss sie nur sehen.
zügig wurde der Polarkreis passiert und das Nordkap rückte näher....der Verbrauch des Audi lag unter 6 Liter so das große Tankreichweite über 1000km im Display abzulesen waren......bis zur norwegischen Grenze ging es dann über abenteuerliche Strassen hoch und runter wie auf der Achterbahn durch eine ganz karge aber tolle Landschaft....über 100km kein Ort und nichts mehr von Menschen oder Zivilisation zu sehen.
Ab der norwegischen Grenze hat man aber das Gefühl hier wurde der Gärtner ausgetauscht....lieblich die Landschaft und nicht mehr so rauh,der Golfstrom prägt das Klima in Norwegen und es ist weitaus milder als im kontinentalen Finnland.
In LAKSELV das letzte mal vorm Kap tanken und die restlichen 170km in Angriff genommen....die Strasse dorthin ist grandios und sehr kurvig....und dann um 18 Uhr waren wir dort.
31.- Euro kostet je Person kostet der Zutritt zum Kap mit parken....ganz schön üppig;-)
Das Kap mit rund 350 Meter Höheselbst hüllte sich in Nebel und ein eisiger Wind pfiff um die Ecken dort...bei rund 5° Temperatur taten mir die Menschen leid die tatsächlich mit Sandalen dort frierend rumliefen.
Viele Wohnmobile und Motorräder waren dort am Parkplatz anzutreffen,ein paar Biker waren sogar aus Italien angereist und feierten dort Nordkap Taufe...mit einem Glas Sekt.
Bei der geringen Tankstellendichte für Biker eine echte Herausforderung dieser Trip...und warme Kleidung ist sicherlich das A und O wer dort hin mit dem Bike möchte.
die obligatorischen Bilder vor der Weltkugel gemacht und ein wenig umgesehen und das Nordkap war verinnerlicht......in der großen Halle mit den Shops und Restaurants hab ich mir dann ein Rentier/Elch Gulasch bestellt....ist nur was für ausgehungerte Wikinger,zu zäh und herb im Geschmack....eher nach Hammel und nicht nach Hirsch schmeckend hab ich schnell festgestellt ist nix für mich.
Nachdem die Postkarten geschrieben und die Andenken gekauft waren sind wir wieder aufgebrochen um nach Alta zu fahren (120km) und dort ein Hotel zu nehmen...nach 70 km auf einer (der einizgen) winkligen Landstrasse mussten wir den Plan aufgeben....Alta am Abend zu erreichen,denn ein Schwertransport war in den Graben gerutscht und musste geborgen werden...umdrehen war unmöglich weil das rund 150km Umweg gewesen wären...also den Audi auf eine Anhöhe gefahren und dort die Nachtruhe bei Nieselregen im Auto gemacht...ging prima mit den dicken Lammfelldecken als Unterlage.
Es blieb die ganz Nacht hell (Polarsommer-Polarnächte hell) aber nachdem wir mit einem sizilianischen Wein auf unsere Nordkap Tour angestossen hatten war die Bettschwere schnell hergestellt.
am nächsten Tag ging es weiter dann Richtung Narvik....und das berichte ich dann im Teill 2
DIE BILDER SERIE IM TEIL 1 umfasst alle Bilder meiner Kamera von Beginn bis Ende der Reise....im Teil 2 dann die Bilder von Elmar.
Ist zu umfangreich das zu splitten denn es sind in Summe rund 500 Pics....bis jetzt waren das 3000km die wir gefahren sind.
Der Audi ist der ideale Reisewagen und sehr bequem und dabei sparsam....nur meine abbauenden Reifen machten mich verrückt....die Laufgeräusche nervten und die Spurrillen auf den norwegischen Strassen erforderten viel Aufmerksamkeit.
ansonsten war das bisher ein total interessanter Trip und viele interessante Details für die Sinne fesselten einen,nie wurde es langweilig oder fad...der Weg war das Ziel und das hatten wir mit einem komfortablen Zeitpolster zügig geschafft....jetzt ging es darum den Rückweg zu planen und der sollte über Norwegen zurück dann quasi eine große XXL Runde darstellen,der Rückweg durch Norwegen ist 500km länger und deutlich zeitintensiver das stand schon mal fest,aber da wir die Hinfahrt schon so zügig hinter uns gebracht hatten stellte das kein Problem dar...allerdings war die Rückfahrt über die Lofoten Schären und Fjorde aus Zeitgründen nicht planbar das wurde uns schnell bewusst
Der Audi war für diese Reise das ideale Fahrzeug,auch wenn einige im anderen Artikel der Meinung waren...der Jaguar XKR oder das BMW 325 Cabrio wären die bessere Option gewesen....im Auto zu schlafen kann man bei solch einem Trip nie ausschliessen und das war im Audi problemlos möglich....Cabrio Wetter gab es selten und die V8 Kompressor Power der Jaguar zu nichts nutze...die hohen Tankreichweiten des Audi TDI waren ein enormer Vorteil und das große Panoramaschiebedach ideal....keine Frage,von meinem Fuhpark habe ich das passendste Fahrzeug ausgewählt
....dazu mehr dann im Teil 2
mfg Andy