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andyrx

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21.10.2012 00:11    |    andyrx    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: , , , , , ,

einfaches Statement...  einfaches Statement...

Moin,

 

unsere moderne Gesellschaft ist kommunikativ und weltoffen...denkt man doch an Facebook und soziale Netzwerke sollte man meinen;)

 

...und dennoch kann gerade in den Städten der Mensch völlig vereinsamen...so sehr das jemand 17 Jahre tot in der Wohnung liegt und niemand bemerkt es....:eek:

 

die Nachbarn mit denen man Tür an Tür wohnt...bemerken nichts:o

 

Zitat:

 

In Frankreich hat ein toter Mann 17 Jahre lang in seinem Haus gelegen, ohne dass es jemandem aufgefallen wäre. Der skelettierte Tote wurde von einem Beamten der Stadt Lille entdeckt, die an dem Haus Arbeiten "wegen Gesundheitsgefährdung" habe vornehmen wollen, wie es hieß. Der Bewohner lag demnach mit einem Pyjama bekleidet im Bett.

 

"Die Zustände in dem Haus lassen zunächst auf den friedlichen Tod eines Menschen schließen, der in seinem Bett gestorben ist", sagte der Sicherheitsdirektor des zuständigen Départements Nord, Didier Perroudon. Das Haus sei ordentlich und von innen abgeschlossen gewesen.

Quelle und ganzer Artikel-->http://nachrichten.t-online.de/.../index

 

Ich finde das eine grausame Vorstellung....Du bist 17 Jahre tot und niemand vermisst dich,kein Mensch bemerkt das Du nicht mehr da bist....selbst die Hamster vom Finanzamt interessiert es nicht mehr:p

 

tot,vergessen,einsam, und niemand bemerkt es....grauenhafte Vorstellung:eek:

 

was muss da im Leben schief gelaufen sein um so zu enden..??

 

mfg Andy


21.10.2012 00:12    |    Drahkke

Diese Story habe ich gestern schon aus einer anderen Quelle gelesen und sie hat mich wirklich sprachlos gemacht...


21.10.2012 00:24    |    andyrx

Ja,irgendwie schrecklich.....soviele Jahre und niemand nimmt Notiz vom ableben...gruselig:eek:

 

MfG Andy


21.10.2012 01:36    |    124er-Power

Wundert mich sehr, hat sich kein Mensch gewundert, dass keine Rechnungen mehr bezahlt wurden?

Da hätte doch zumindest mal der Stromanbieter anrücken müssen um abzuschalten.

Genauso Telefon und Wasser.

 

Alles sehr merkwürdig! :o


21.10.2012 01:45    |    GoLf 3 Bastler

Tja evtl Rente vom Staat und alles wichtige Automatisch abgebucht.... solange Kontodeckung da ist ist doch alles OK -> Der rest interessiert nicht *ironie*


21.10.2012 02:09    |    TheWurst

Zitat:

Ich finde das eine grausame Vorstellung....Du bist 17 Jahre tot und niemand vermisst dich,kein Mensch bemerkt das Du nicht mehr da bist...

Naja...ich glaube wenn man tot ist, kann einem sowas ziemlich egal sein ;)


21.10.2012 06:43    |    Magnum-Five

Tja, das mag wohl stimmen, aber was muss das vorher bereits für ein armes einsames Leben gewesen sein? Da kann der Tod ja fast schon als Erlösung angesehen werden. Vielleicht hat der Arme ja auch ein bisschen nachgeholfen. Bei einer skelletierten Leiche wird das keiner mehr feststellen (können), zumal er ja "friedlich" in seinem Bett gestorben ist und die Haustür verschlossen war.


21.10.2012 09:09    |    volvosilke

Wie alt war der Mann denn zum Todeszeitpunkt?

Wenn er keine Kinder hatte oder die evtl. zerstritten waren, ist es ziemlich leicht zu vereinsamen, wenn man alt und evtl. so gebrechlich ist, dass man sich nicht mehr regelmäßig draußen zeigt. 17 Jahre sind aber wirklich heftig.

 

Das viel Erstaunlichere finde ich wirklich, dass die Behörden nie etwas gemerkt haben.

Ich wage zu behaupten, dass das in Deutschland nicht so einfach wäre, obwohl Frankreich ja auch als Land der Bürokratie verschrien ist. Irgendein Antrag kommt doch immer mal alle paar Jahre und wenn man darauf nicht reagiert, kommt jemand.

 

Oder wenn der Garten meines Nachbarn z.B. verwildern würde, würde ich mir auch mal Gedanken machen.

Wenn die Rollläden oder Fensterläden sich nie bewegen.

 

Der Mann muss seinen Mitmenschen unglaublich egal gewesen sein.

Sehr, sehr traurig.

Ich überlege gerade, ob es in meinem Freundes- und Familienkreis jemanden gäbe, dem so etwas passieren könnte, und mir fällt niemand ein, da alle irgendwie in Kontakt zueinander stehen. Ich erfahre selbst über Leute etwas, zu denen mir der Kontakt quasi "untersagt" wurde.


21.10.2012 09:28    |    Bert Benz

Irgendwie kaum vorstellbar, dass jemand seit 1995 in seinem Haus tot liegt. Die Daueraufträge sind schuld, könnte mir nicht passieren. Mieter werden stärker überwacht.


21.10.2012 09:36    |    VolkerIZ

Merkwürdige Geschichte, mitten in der Großstadt muß das doch einer merken. Man liest ja öfter mal solche Geschichten, aber dann geht es um ein paar Wochen oder Monate, bis sich die Nachbarn beschweren, weil es komisch riecht.

Er muß sein Leben aber sonst schon ziemlich perfekt organisiert haben oder in Frankreich ist manches anders. Bei uns würde man früher oder später schon aus bürokratischen Gründen auffallen, wenn man sich nie meldet, z.B. mehrere Jahre keine Steuererklärung. Dann stehen sie irgendwann vor der Tür und holen sich das und spätestens dann fällt es auf.


21.10.2012 09:44    |    Brunolp12

Das geht ganz leicht:

kinderlos, Single oder Partner verstorben.

Eltern oder Familie gibts nicht (mehr), oder der Kontakt besteht nicht.

 

Berufsleben und Einkauf sind dann manchmal der einzige Kontakt "nach draussen". Bei Rentnern oder Arbeitslosen entfällt ersteres.

 

Man merkt das doch selbst:

Mit 20 wächst der Bekanntenkreis von ganz allein - mit 40 schrumpft der Bekanntenkreis von ganz allein, wenn man die sozialen Kontakte nicht regelrecht "aktiv organisiert", damit sie erhalten bleiben. Dafür aber lässt vielen der Alltag nicht sonderlich viel Energie und Zeit. So beobachte ich es jedenfalls bei mir und meinem Umfeld.

 

Die 17 Jahre klingen schlimm, aber ich denk mal, daß es irgendwann auch keinen Unterschied mehr macht:

wessen Ableben nach 12 Monaten niemandem auffällt, dessen Ableben wird auch nach 12 Jahren nur noch per Zufall bemerkt.

 

Zitat:

VolkerIZ

Bei uns würde man früher oder später schon aus bürokratischen Gründen auffallen, wenn man sich nie meldet, z.B. mehrere Jahre keine Steuererklärung. Dann stehen sie irgendwann vor der Tür und holen sich das und spätestens dann fällt es auf.

Nein.

Steuerklärung muß man nicht zwingend abgeben.

Meine letzte ist auch Jahre her und ich habe nie etwas vom Finanzamt dazu gehört.

Aber ich denke auch, daß die Verhältnisse hier speziell waren, sonst wären überquellende Briefkästen oder üble Gerüche irgendwem aufgefallen.


21.10.2012 10:38    |    jagdompteur

sagt nicht,dass so etwas in Deutschland nicht passieren kann.

Wer kennt zum Beispiel alle seine Nachbarn vom Sehen und beim Namen?

 

Die Gleichgültigkeit und Ignoranz gegenüber unserer Mitmenschen erlaubt solche Situationen überhaupt zu entstehen.

 

Wie alt war dieser Mensch? In Deutschland muss man als Rentner ja alle nasenlang eine Lebensbescheinigung abgeben, um überhaupt noch Rente zu erhalten. Ein Arbeitgeber scheint ihn ja nicht vermisst zu haben.

 

Alles im allen macht mich dieser Fall sehr nachdenklich und auch ein bisschen traurig. Nur wenn das soziale Umfeld nicht stimmt, kann so etwas überhaupt passieren.


21.10.2012 11:54    |    Drahkke

Zum Zeitpunkt seines Todes war er 75 Jahre alt.


21.10.2012 12:08    |    Psychris

Zitat:

Ich wage zu behaupten, dass das in Deutschland nicht so einfach wäre,

Doch, das gibt es hier auch, wenn vielleicht auch nicht in diesen Dimensionen, was den Zeitraum angeht. In Hagen wurde diesen Sommer eine Leiche Entdeckt, als jemand dort eingebrochen ist. Die Frau lag 5 Jahre dort. In dem Moment möchte ich sicher nicht der Einbrecher sein...

 

http://www.focus.de/.../...-jahren-in-wohnung-entdeckt_aid_752768.html


21.10.2012 14:10    |    notting

@jagdompteur:

Zitat:

sagt nicht,dass so etwas in Deutschland nicht passieren kann.

 

Wer kennt zum Beispiel alle seine Nachbarn vom Sehen und beim Namen?

 

Die Gleichgültigkeit und Ignoranz gegenüber unserer Mitmenschen erlaubt solche Situationen überhaupt zu entstehen.

Jetzt übertreib mal nicht. Was kann ich dafür

- wenn in einem Nachbarhaus die Nachbarn recht häufig wechseln? (älteres Haus, das hauptsächlich von Leuten mit geringem Einkommen bewohnt wird und die auch möglichst schnell wieder da raus wollen, wenn sie wieder mehr verdienen)

- wenn sich die Nachbarn nicht mal vorstellen, wenn man sich z. B. gerade im Hof aufhält und zudem wie ich wohl berufstätig sind, sodass man halt gezwungenermaßen unter der Woche nur mit sehr großem zeitl. Abstand aneinander vorbeiläuft?

- wenn die Nachbarn nicht in den gleichen Vereinen etc. wie ich sind? (oder anders ausgedrückt: Wenn die Nachbarn Kinder haben, sind die oft mit diesen beschäftigt - da ich keine Kinder habe, gibt's da halt diesbzgl. keine Berührpunkte wie z. B. Schule)

- wenn die Nachbarn ganz definitiv mit praktisch niemanden Kontakt wollen?

 

notting


21.10.2012 14:47    |    Mitsumichi

Ich kann es mir nur so vorstellen, dass er in einem Haus wohnte, wo der Briefkasten von der Straße aus nicht sichtbar ist. Ich mein wieviel Post kommt in 17 Jahren???


21.10.2012 14:55    |    notting

@Mitsumichi: Ich kenne div. Leute, die einen Briefschlitz in der Tür haben - diese Art von Briefkasten hat ein Fassungsvermögen von vielen m³...

Meine Post besteht im übrigen im wesentlichen aus einem Zeitschriften-Abo (meine Oma will nicht einmal ein Abo von ihrer TV-Zeitschrift, sondern holt sich jede Ausgabe im Laden...) und dem üblichen Werbekram.

 

notting


21.10.2012 15:56    |    Mitsumichi

Ich war ja selbst jahrelang Zeitungsjunge, wenn die Zeitung (mit viel zusätzlicher Werbung) mal wieder zu dick war, hab ich sie vor den Türschlitz gelegt, bevor ich da minutenlang da rumfummel oder sie knick oder reißt. Deswegen denk ich mal, es muss mal was vor der Türe geblieben sein. Alternativ war der Türschlitz sehr groß, soll's ja auch geben :D


21.10.2012 16:05    |    notting

@Mitsumichi: Also bei uns war noch keine Tageszeitung >3cm dick, wenn sie nicht (wie eigentlich nicht vorgesehen) auf DIN A5-Format zusammengefaltet wurde -> http://www.briefkasten-net.de/briefkastennormen.htm

Sprich das müssen bei dir kleine Schlitze gewesen sein, die keiner Norm mehr entsprechen.

 

notting


21.10.2012 16:10    |    Brunolp12

Zitat:

jagdompteur

sagt nicht,dass so etwas in Deutschland nicht passieren kann.

Wer kennt zum Beispiel alle seine Nachbarn vom Sehen und beim Namen?

Die Gleichgültigkeit und Ignoranz gegenüber unserer Mitmenschen erlaubt solche Situationen überhaupt zu entstehen.

Von uns wird Flexibilität erwartet. Man soll räumlich ungebunden und flexibel sein und sich den Anforderungen der Arbeitswelt unterwerfen.

Das kann dazu führen, daß Menschen öfters in eine völlig fremde Nachbarschaft kommen. Da lernt man sich nicht so schnell kennen und wenn einer fehlt, das fällt auch nicht gleich auf.

Klar kenne ich meine Nachbarn vom sehen und teils auch mit Namen (obwohl ich mich in der Nachbarschaft nur an freien Tagen und abends aufhalte). Auch grüßt man sich. Aber das bedeutet doch nicht, daß mir auffallen würde, wenn einer fehlt - und wenn doch, dann würde ich annehmen, daß er weggezogen ist.

Einige machen Schichtdienst - da läuft man sich manchmal sehr lange garnicht über den Weg.


21.10.2012 16:14    |    VolkerIZ

Die Nachbarn merken manchmal noch das Wenigste, aber es ist schon unwahrscheinlich, daß wirklich überhaupt niemand über so viele Jahre was von einem will. Hier vergeht eigentlich kein Jahr, ohne daß irgendjemand hier rein will oder wenigstens einen Zettel einwirft, auf den er eine Reaktion erwartet, wie z.B. daß der Wasserzähler abgelesen oder ausgetauscht werden muß oder der Schornsteinfeger gewechselt hat und eine neue Einzugsermächtigung braucht usw.

Da müssen schon ein paar sehr merkwürdige Zufälle zusammengekommen sein.


21.10.2012 16:19    |    Brunolp12

@VolkerIZ

... darüber habe ich auch schon nachgedacht. Eventuell war es ein Eigenheim und keine Mietwohnung (oder in Frankreich ist manches anders).

Eigenheimbesitzern sind gewisse Berührungen mit der Außenwelt vermutl. eher selbst überlassen als Mietern. Dennoch sind ja auch bei uns genug Fälle bekannt, wo Menschen lange Zeit tot in der Wohnung lagen (wie oben schon gesagt wurde).


21.10.2012 16:27    |    notting

@VolkerIZ bzw. Brunolp12: Wasserverbrauch etc. wird dann AFAIK basierend auf alten Werten einfach geschätzt. Desweiteren geht der Trend zu Messgeräten, die man ablesen kann, ohne dass man die Wohnung betreten muss, z. B. per Funk. Bei einer Ölheizung gibt's erst Energienachschub, wenn jemand bei einer Firma bestellt. Evtl. gibt's in F keine Schornsteinfegerpflicht. Meine eine Oma hatte IIRC einen Herd, der mit Gasflaschen betrieben wurde, also auch da kein Energieversorger, der stutzig werden könnte, wenn nicht regelmäßig die Rechnung abgebucht werden kann (und wie gesagt, wenn die Rente ausreicht, ist ja immer genug Geld da, gerade weil man ja in totem Zustand tendenziell weniger Energie verbraucht, wenn man nicht kurz vorher noch ein paar Geräte auf volle Pulle gestellt hat). Evtl. auch so abgeschieden, dass z. B. statt einem Wasseranschluss eine eigene Quelle genutzt wird (hab Verwandte mit einer Quelle vor dem Haus, die allerdings nicht für die Hauswasserversorgung verwendet wird, da zu wenig).

 

notting


21.10.2012 16:31    |    fehlzündung

Auch in Deutschland muß man keine Lebensbescheinigung vorlegen, um Rente zu beziehen. Und schon garnicht alle naselang.


21.10.2012 16:44    |    notting

@fehlzündung: Das Finanzamt will aber AFAIK von Rentnern mind. alle paar Jahre irgendwas hören, sonst werden vermutlich hohe Steuern erhoben.

 

notting


21.10.2012 17:13    |    Brunolp12

Zitat:

notting

Wasserverbrauch etc. wird dann AFAIK basierend auf alten Werten einfach geschätzt. Desweiteren geht der Trend zu Messgeräten, die man ablesen kann, ohne dass man die Wohnung betreten muss, z. B. per Funk. Bei einer Ölheizung gibt's erst Energienachschub, wenn jemand bei einer Firma bestellt

Bei mir kommt 2 mal im Jahr einer und will die Heizung und Warmwasser ablesen. Der kommt auch mehrmals und hinterlässt Info- Zettel mit Nachfristen, bis er einen erreicht.

Um Öl kümmert man sich als Mieter ja eher nicht.


21.10.2012 17:15    |    notting

@Brunolp12: Der Artikel liest sich für mich so, als ob es sein Haus, sein Eigentum gewesen wäre. Für Heizung und Warmwasser können zur Not Schätzungen herangezogen werden bzw. heute gibt's z. B. http://www.techem.de/.../

 

notting


21.10.2012 17:39    |    i need nos

was ist in einer Großstadt so ungewöhnlich daran, dass jemand stumpf übersehen bzw. vergessen wird? Ich war bis vor ein paar Tagen (zum ersten mal) in Shanghai und muss sagen, dass diese Stadt derart mächtig und unübersichtlich ist und unendlich viele kleine Wohnungen, Häuser usw. hat, dass das da bestimmt alle Nase lang passiert....zumal viele vom Land in die Stadt ziehen, ohne dass die Familien auch nur annähernd den Kontakt halten.


21.10.2012 17:51    |    fehlzündung

@notting:

 

Naja, zur Zeit sind die Renten ja nicht voll steuerpflichtig und man muß erstmal über dem Freibetrag liegen, um überhaupt Steuern zahlen zu müssen. Daran scheitert es bei den meisten Rentnern. Der Rentenbetrag wird eh elektronisch ans Finanzamt übermittelt und wenn man unterhalb der Grenze liegt, fordern die auch keine Steuerklärung an, da würden sie sich ja unnötig Arbeit mit machen, ohne dass etwas bei rumkommt.


21.10.2012 17:58    |    italeri1947

Zitat:

Der Mann muss seinen Mitmenschen unglaublich egal gewesen sein.

Vermutlich war das ein einsamer Rentner ohne Verwandte, der sich nie gezeigt hat, der einfach nur sein Leben lebte und nicht weiter auffiel, der mit niemandem groß sprach und von dem einige Nachbarn zu Lebzeiten noch nicht einmal wussten, dass er überhaupt existiert, weil man ihn so selten sah. Wohl hatte der alte Herr keine Berührungspunkte mit anderen Leuten und wurde daher kaum registriert. Dass ihn niemand vermisst hat, kann ich mir vorstellen; solche Fälle gibt es öfter, als man denkt!

 

Dennoch klingt das Ganze seltsam. Fünf Jahre ist das möglich; so etwas kann ich mir in einer Großstadt wie Lille schon vorstellen, aber das muss doch jemand merken, selbst wenn er einfach im Bett stirbt und keine Anzeichen für Verbrechen da sind.

 

Zitat:

sagt nicht,dass so etwas in Deutschland nicht passieren kann. Wer kennt zum Beispiel alle seine Nachbarn vom Sehen und beim Namen? Die Gleichgültigkeit und Ignoranz gegenüber unserer Mitmenschen erlaubt solche Situationen überhaupt zu entstehen.

Ich kenne alle meine Nachbarn - aber ich lebe auf dem Land, und in der Stadt sieht das ganz anders aus. Da kennt man vielleicht nur den Blocknachbarn und den auch nur flüchtig, weil es im 200-Wohnungen-Komplex sowieso ein Kommen und Gehen ist. In Köln, wo ich vor Jahren mal war, hatte ich einen riesigen Hochhauskomplex gesehen ("Europacentrum"?); da kann so etwas schon passieren. Es ist keine länderspezifische Sache, das ist viel mehr eine traurige Geschichte, die überall sein kann.


21.10.2012 17:58    |    MV12

Kürzlich erst gelesen

 

Will nicht wissen wie oft es sowas gibt...

 

Sachen gibts...


21.10.2012 18:13    |    AR147

Zitat:

andyrx

 

Ja,irgendwie schrecklich.....soviele Jahre und niemand nimmt Notiz vom ableben...gruselig

Und wenn auf eure Beerdigung 20, 50 oder 100 Menschen kommen? Wer denkt 10 Jahre später noch an euch? Niemand. Und wer vermisst euch bei Motor-Talk? ... ... ... Und welchen Trost spendet es, wenn beim Ableben so und so viele Menschen dann traurig sind? Kann man auch von der positiven Seite sehen, immerhin musste also niemand um ihn trauern.

 

Wenn man der letzte Verbliebene einer Familie ist und ohne Kinder, wer sollte sich schon darum scheren? Das Schicksal werden bald viele Deutsche haben, denn wir wollen ja alle keine Kinder mehr.


21.10.2012 18:28    |    notting

@AR147: Das halte ist für eine völlig falsche Pauschalisierung. Es ist nur so dass...

- viele, die ihren Kindern auch was bieten wollen, dank prekärer Beschäftigungsverhältnisse auf Kinder verzichten (also immer nur Zeitverträge wo man ggf. ohne Begründung zum Stichtag weg vom Fenster ist, Zeitarbeit als Lohndrücker-Mittel, etc.).

- selbst außerhalb prekärer Arbeitsverhältnisse die Vereinbarkeit von Familie und Beruf immernoch verbesserungswürdig ist, auch wenn sich schon einiges getan hat.

- viele ungewollt partnerlos sind - hat seine Vorteile, wenn man zu zweit Kinder aufzieht (Warst du schon mal auf einem "Single"-Tanzkurs (hetero, also jeder Mann hat eine Frau als Tanzpartner), wo div. nette Männer Single waren, aber keine einzige Frau - oder auf Flirt-Webseiten Frauen nicht einmal antworten, obwohl man ein vernünftiges Profil hat?).

- und natürlich auch verschiedene Leute, wo zumindest einer der beiden Partner aus medizinischen Gründen keine Kinder bekommen kann bzw. darauf verzichtet wird, weil eine Schwangerschaft mit Hilfe des Partners nicht möglich ist (z. B. gleichgeschlechtlich).

 

notting


22.10.2012 12:18    |    HyundaiGetz

Zitat:

Man merkt das doch selbst:

 

Mit 20 wächst der Bekanntenkreis von ganz allein - mit 40 schrumpft der Bekanntenkreis von ganz allein, wenn man die sozialen Kontakte nicht regelrecht "aktiv organisiert", damit sie erhalten bleiben. Dafür aber lässt vielen der Alltag nicht sonderlich viel Energie und Zeit. So beobachte ich es jedenfalls bei mir und meinem Umfeld.

Ich glaube, das ist noch sehr positiv von den Zahlen her. Den ersten Schnitt gibt es doch, wenn man die Schule beendet. Von "Freunden", die man sonst täglich gesehen hat, hört man plötzlich nichts mehr. Kommt einfach davon das die Leute dann nicht mehr auf ein gutes Zusammenleben in der Schule angewiesen sind.

 

Durch Ausbildung oder Studium lernt man dann ggf. wieder Leute kennen, aber wie "Haltbar" diese Freundschaft ist, wer weiß es?

 

Im Leben hat man - wenn man es ehrlich sieht - doch wirklich nur 2, 3 gute Freunde, die einen über eine lange Zeit begleiten und wo es auch mal nicht schlimm ist, wenn man durch den Alltag nicht genug Energie und Zeit hat, einen regelmäßigen, intenstiven Kontakt zu haben.

 

Ich kann mir durchaus vorstellen das es einigen Leuten, besonders im Alter, so geht das sie einsam sind. Wenn man nur mit einer Hand voll Leuten kontakt hat, und die dann irgendwann auch weg sind (gestorben oder vielleicht weiter weg gezogen), kann es gut passieren das der eigene Tod nicht bemerkt wird.

 

Ich lebe in einer sauerländischen Kleinstadt. Die Nachbarn bei mir im Haus (2 Parteien) kenne ich, die ein paar Häuser weiter habe ich vielleicht mal gesehen, aber ob es mir auffallen würd, wenn ich die betreffende Person eine geraume Zeit nicht mehr sehe, ich wage es zu bezweifeln.


22.10.2012 15:00    |    Nigoulein

Ich weiß nicht was ich von diesem Artikel halten soll hat man etwa an der Zeit geschraubt? Im Artikel heißt es 17 Jahre unter dem Foto des Hauses 15 Jahre ja was denn nun?


22.10.2012 15:45    |    Ascender

Naja, wie lang er auch immer da jetzt rumlag ist doch völlig egal. Er war eine lange Zeit verstorben und keiner hat es gemerkt.

 

Was ich viel verwunderlicher finde: Keiner hat den Verwesungsgeruch bemerkt? Kaum vorstellbar.

Aber da stand ja auch was vom gesundheitsgefährdenden Zustand des Bauwerks. Evtl. kam es dadurch zu einer solchen Geruchsbelastung, dass der Gestank eines langsam verwesenden Leichnams nicht weiter aufgefallen ist...


22.10.2012 16:15    |    andyrx

in unserer von Single Haushalten geprägten urbanen City Welt wird das Phänomen sicherlich eher noch öfter vorkommen als aktuell....der Zusammenhalt auf dem Land scheint ein anderer zu sein;)

 

mfg Andy


Deine Antwort auf "und niemand hat ihn vermisst...."

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