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02.05.2008 18:38    |    Swedecruiser Swedecruiser    |    Kommentare (6)

Botanical Green Metallic
Botanical Green Metallic

Hallo zusammen,

 

vor einigen Tagen hatte ich das Vergnügen gegen Abend eine kurze Ausfahrt im neuen Jaguar XF zu unternehmen. Von dieser möchte ich hier kurz berichten.

 

Es handelte sich um einen Jaguar XF 2.7 V6 Diesel Premium Luxury in Botanical Green. Das Fahrzeug hatte im Innenraum die Kombination aus Champagne-farbenen perforiertem Leder und Truffle-farbenen Armarturenbrett-Oberteil/Lenkrad. Als Dekor hat dieses Fahrzeug das Walnuss-Wurzelholz verbaut. Eine überaus schicke Kombination, nach den ersten fernmündlichen Ankündigungen des stolzen Besitzers hätte ich nicht gedacht dass das derart stimmig wirkt! Das schicke Serien-Leichtmetallrad "Cygnus" im 18"-Format rundet das sportlich-schicke Auftreten der stilvollen Limousine angenehm ab.

 

Ich habe das Fahrzeug schon 2x auf Auto-Ausstellungen gesehen, nämlich bei dessen Premiere auf der IAA in Frankfurt und dann nochmal Anfang des Jahres in Genf auf dem Salon Auto. Beide male habe ich das Auto zwar wahrgenommen aber nicht wirklich registriert. Auch in freier Wildbahn habe ich bisher noch keinen der neuen Mietzekatzen gesehen.

 

Als ich nun aber vor dem Fahrzeug stand war ich doch ziemlich beeindruckt. Das Fahrzeug hat eine unheimlich interessante Linienführung. Die geduckte Haltung des Fahrzeuges, die Coupeartige Dachlinie und die breite Spur verleihen ihm die Anmutung eines Sportwagens, Gene eines Aston Martins (was keinesfalls als Abwertung verstanden werden soll) sind wohl nicht zu verleugnen.

Die Front wirkt sehr elegant, der große Verchromte Kühlergrill, die Chromleisten im Lufteinlass und die stark konturierte Kühlerhaube verhelfen ihm zu einem stattlichen Auftritt. Die Heckansicht hingegen wirkt kraftvoll, die breiten 245er Reifen sowie die 2-flutige Auspuffanlage verleihem dem Kätzchen ein sportliches Hinterteil. Die konsequente Designsprache setzt sich hier sehr positiv fort, obwohl er deutlich anders aussieht als die klassischen Jaguars der 70er Jahre ist er mit einer breiten Chromleiste und der Jaguar-Figur am Heck deutlich als Jaguar zu erkennen.

 

Im Innenraum erwartet den Fahrer ein nobles Ambiente. Die perforierten Ledersitze sind Teil der Premium Luxury Ausführung, meine Begeisterung über die Farbgebung habe ich bereits weiter oben zum Ausdruck gebracht. Auf den ersten Blick wirken auch die Aluminium-Einlagen sehr gelungen, jedoch hätte ich von Jaguar erwartet dass man hier keine Alu-Kunststoff-Blenden verbaut. Optisch sehen sie wirklich ganz nett aus, allerdings beim tasten merkt man schnell dass die Einlagen warm sind und damit nicht die Haptik einer kalten Metalleinlage haben. Aber okay - seis drum!

Das Touchscreen-Navi habe ich nicht sofort verstanden, nach etwas Eingewöhnung würde ich das aber sicher hinbekommen. Beim Starten des Motors durch drücken der Start/Stop-Taste auf dem Mitteltunnel öffnen sich automatisch die Lüftungsklappen (also das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen - aber showeffekt!) und der Automatik-Wähl-Drehknopf fährt heraus. Scheinbar hat hier ein Ingenieur ziemlich freie Hand für seine Phantasien gehabt! Die Bedienung dieses Automatik-Wähl-Drehknopfes ist jedoch intuitiv: Parken, Rückwärtsgang, Neutral, Drive, Sport-Drive... wie gehabt. Die Gänge lassen sich alternativ dann noch mit den Schaltpaddeln am Lenkrad schalten - rechts hoch, links runter.

 

Der Motor benimmt sich hervorragend. Man hört ihn nur bei starker Last, bei gezügeltem Gasfuß ist es kaum wahrnehmbar dass es sich um einen Selbstzünder handelt. Es steht stets genügend Leistung zur Verfügung und der Verbrauch sollte sich im Rahmen halten. Ich würde im Schnitt mit 9 Litern rechnen (der Bordcomputer hat etwas von 8,5 Litern angezeigt, jedoch ist das Auto erst knapp 800 km alt).

Das Fahrverhalten ist sehr gutmütig, trotz nassen Straßen und Heckantrieb hatte ich nie auch nur im Ansatz ein ungutes Gefühl. Auch bei zügigen rausbeschleunigen aus engen Kurven kein nervöses Heck und kein hecktisches ESP... respekt! Lenkung sehr direkt, hat mir ein gutes Gefühl zur Straße vermittelt.

Leider war die Testfahrt nur gut 15km lang, von daher kann ich hier nur einen kurzen Eindruck über Motor und Fahrverhalten liefern.

 

Fazit: eine sehr schicke Limousine mit Charme! Sportliches Fahren definitiv möglich, jedoch steht bei den Käufern sicherlich Cruisen und Reisen im Vordergrund. Ich für meinen Teil könnte mir jedoch vorstellen dass der Weg auch gerne mal das Ziel sein kann ;-)

 

Viele Grüße,

Michael


Kommentare: 6

02.05.2008 20:04    |    mitwisser mitwisser

Solange du nicht beim ersten bild den Rückwärtsgang einlegst, ist ja alles top :D

02.05.2008 21:41    |    AALHAI AALHAI

Toller Bericht

 

Hab ihn mir auch schon mal aus der Nähe angeschaut, ein schönes Auto welches leider nicht in meinem Budget liegt:rolleyes:

 

Gruß Sven

02.05.2008 22:49    |    payn payn

find irgendwie das der garnit mehr nach jaugar aussieht. verbinde mit jaugar irgendwie immer vorne die 4 lichter. und find das der hinten wie nen astin martin Db 9 aussieht. sonst ist der wagen recht nett nur passen meiner meinung die lichter nit zum wagen, weiss aber nit warum wirkt irgendwie billig auf mich, also zumindest auf dem foto

03.05.2008 08:56    |    hertzkasper hertzkasper

Die Silhouette und das Heck sind wirklich sehr gelungen, die Frontansicht wirkt hingegen etwas koreanisch. Diese orangenen Blinkereinsätze haben in dieser Preisklasse einfach nichts verloren :/ Zumal beispielsweise durch versteckte Scheinwerfer- und Scheibenwaschdüsen wiederum auf eine cleane Optik geachtet wurde. Nunja....

 

Der Innenraum gefällt mir ausgesprochen gut. Ein Verzicht auf den hässlichen Automatik-Wählhebel war längst überflüssig. Zudem gefällt der satte Druckpunkt des Wählrades. Dass zuvor der Startknopf im Doppeltakt ähnlich einem Herzschlag pulsiert - um so besser! Die Bedienung ist grundsätzlich einfach gehalten, wenngleich auch mir die Touch-Bedienung anfangs gewöhnungsbedürftig (da teils unlogisch) erschien. Da sind andere Infotainmentsysteme intuitiver gestaltet.

 

Dafür entschädigen andere Gimmicks ... Rückfahrkamera, elektronische Handbremse, Handschuhfachöffnung via Sensor, Warmhalteplatten in den Becherhaltern und und und ... da fühlt sich der Ingenieurscharakter pudelwohl! Von der Anmutung her hat es mir vor allem das "Yacht-Holz" angetan, das in Natur noch etwas heller als auf dem Bild wirkt.

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