MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

17.11.2012 18:59    |    AMenge AMenge    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: , , , ,

Heute habe ich die Winterräder meines Octavia versiegelt und montiert. Dabei habe ich einen doppelten Produkt-Vergleich gestarten, den ich hier dokumentieren möchte.

 

Als Versiegelung habe ich zum einen das bekannte FinishKare 1000P verwendet und dieses gegen das Sonax Polymer Netshield antreten lassen. Das Netshield hat mir den Sommer über auf dem Lack ausgesprochen gut gefallen und hat mich durch seine erstaunlich gute Standzeit überzeugt. Von daher drängte es sich für die Felgen geradezu auf. Das FK1000P habe ich in der Vergangenheit zu meiner vollen Zufriedenheit verwendet, so dass es als Vergleichsgröße herhalten muss. Ich habe - wie bisher auch - zwei Schichten davon aufgetragen. Vom Netshield gab's nur eine Schicht. Das mag man als unfair ansehen, aber die eine Schicht, die ich auf dem Lack hatte, hat mich sehr positiv überrascht, so dass der Test auch zeigen soll, ob die eine Schicht ausreichend ist, um die Felgen über den Winter zu bringen.

 

Von der Verarbeitung her nehmen sich beide Produkte nicht wirklich viel. Das Netshield ist insofern einfacher, als dass es keine große Ablüftzeit braucht. Man kann also eine Felge am Stück versiegeln und dann zur Seite legen. Beim FK1000P habe ich erst beide Felgen eingewachst und nach einer kurzen Ablüftzeit den Überschuss abgenommen. Das ganze wie gesagt in zwei Schichten.

 

Optische Unterschiede kann ich nicht erkennen, was ich bei silbernen Alu-Felgen allerdings auch nicht erwartet habe. Mit einem Wassersprüher habe ich dann mal versucht, mir einen Eindruck vom Beading zu verschaffen. Dies gestaltete sich ein wenig schwierig, da man je nach Dosierung so ziemlich jede Tropfenform erzeugen kann. Aber lassen wir Bilder sprechen.

 

Links Sonax, rechts FinishKare 1000P:

 

Parallel dazu teste ich zwei Mittelchen für die Reifenflanken. Bekannt und bewährt ist das Zaino Z-16. Es tritt an gegen das Sonax Xtreme Reifenglanz Spray. Dieses habe ich kürzlich mit dem Hinweis erhalten, dass es sich dabei um ein ganz neues Produkt handelt. Ein Test drängt sich also geradezu auf.

 

Das Z-16 habe ich mit einem Applikator-Pad aufgetragen. Große Worte muss man dazu wohl nicht verlieren, das Zeug macht einfach seinen Job. Das Sonax Reifenglanz kommt als Spray daher und ich habe es wie vom Hersteller vorgesehen aufgesprüht. Das geht mit etwas Vorsicht sehr gut, allerdings läuft man natürlich immer Gefahr, dass das Spray irgendwo hingelangt, wo es nicht hin soll. Auf die Idee, das Reifenglanz auch mittels Pad zu verarbeiten bin ich leider erst gekommen, als die Reifen schon fertig waren.

 

Hier erstmal der Ausgangszustand:

 

Direkt nach dem Auftrag glänzt das Sonax-Produkt sehr heftig:

 

Das sieht beim Zaino Z-16 ein wenig anders aus:

 

Aber so bleiben die Reifen natürlich nicht. Beide Produkte habe ich mit einem MFT nachgewischt und dann ergibt sich ein deutlich anderes Bild.

 

Auch hier zunächst das Sonax:

 

Und das Z-16:

 

Beide Produkte im direkten Vergleich - das Sonax ist jeweils links im Bild, das Zaino demzufolge rechts:

 

Man sieht auf diesen Bildern hoffentlich, dass das Z-16 deutlich matter ist. Dem gegenüber produziert das Sonax Reifenglanz ein satteres schwarz, allerdings verbunden mit etwas mehr Glanz. Was nun besser aussieht dürfte Geschmackssache sein. Ich werde jetzt beobachten, wie sich beide Produkte über die Zeit schlagen und hier berichten.

 

 

Update:

So, es gibt ein erstes Update zur Reifenpflege. Am Samstag habe ich die Produkte aufgetragen. Am Sonntag war ich im Regen unterwegs, gestern und heute war es trocken. Gesamtfahrleistung: ca 200-250km.

 

Ich lasse am Besten wieder Bilder sprechen. Zunächst das Sonax Reifenglanz-Sprax in der Reihenfolge Vorderrad - Hinterrad - Gesamtansicht:

 

Und nun die Zaino-Seite in der selben Reihenfolge:

 

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass auf beiden Seiten noch deutlich Luft nach oben ist. Ich werde wie gesagt noch einen Versuch am zweiten Wagen vornehmen. Vielleicht behandele ich da jeden Reifen nur zur Hälfte, um eine bessere Vergleichbarkeit zu haben.


31.10.2012 16:29    |    AMenge AMenge    |    Kommentare (28)    |   Stichworte: , , ,

Ich möchte kurz über meine Erfahrungen mit dem Chemical Guys P40-Polish+ berichten. Von dieser Politur liest man wenig bis gar nichts, was ich hiermit ändere. ;)

 

Das P40-Polish+ wird als silikonfreie Single-Step-Politur beworben, die sich sowohl von Hand als auch per Maschine verarbeiten lässt. Die Silikonfreiheit muss ich dem Hersteller glauben, die Verarbeitbarkeit von Hand und per Maschine (Exzenter) kann ich bestätigen.

 

Ich habe mir die Politur vor einigen Jahren gekauft, als ich in die intensivere Fahrzeugpflege eingestiegen bin. Seinerzeit verfügte ich noch nicht über eine Poliermaschine, also war Handarbeit angesagt. Von der damaligen Aufbereitung gibt es leider keine Vorher-nachher-Bilder, aber ich war vom Ergebnis schwer begeistert. Verarbeitet hatte ich die Politur mit dem Gripper-System von Chemical Guys und konnte damit den Grauschleier, der auf dem Lack lag, problemlos entfernen. Zur Defektentfernung kann ich nur wenig sagen, da ich damals noch nicht die Beleuchtung hatte, die ich heute habe - außerdem würde ich heute sicherlich andere Maßstäbe anlegen.

 

Als ich mir eine Poliermaschine zugelegt habe, geriet das P40-Polish etwas in Vergessenheit, da ich mit Polituren von Menzerna und Prima gearbeitet habe. Zur Winteraufbereitung meines Octavia habe ich es aber mal wieder aus der Kiste geholt, da der Grundzustand des Wagens noch sehr ordentlich war. Ich hatte das Auto im Mai komplett aufbereitet (Bericht hier) und mit Sonax Polymer Netshield gut über den Sommer gebracht. Von daher brauchte es nach meiner Auffassung nur eine milde Finish-Politur und genau das soll das P40-Polish ja sein.

 

Hier mal ein Eindruck vom Ausgangszustand. Die abgebildete C-Säule war schon der schlimmste Lackbereich (wobei ich mich frage, wie ich mir da die ganzen Swirls eingehandelt habe).

 

 

Verarbeitet habe ich das Pro-Polish+ mit einem orangenen HexLogic-Pad auf Stufe 6 (Exzenter-Maschine, DAS6-Derivat), zum Ende hin dann mit Sufe 4 und abnehmenden Druck. Den Druck in kg zu benennen vermag ich leider nicht. Nach einem Durchgang sah das Ergebnis dann so aus:

 

 

Bitte nicht an dem waagerechten Strich auf dem ersten Bild stören. Ich weiss nicht, was das war, aber nach einem zusätzlich Wisch mit dem MFT war er verschwunden. Das Ergebnis war jedenfalls so, wie ich mir das vorgestellt hatte - die Swirls waren weg.

 

Was gibt es zu der Politur noch zu sagen? Sie lässt sich sowohl von Hand als auch mit der Maschine gut verarbeiten. Allerdings staubte sie bei der Maschinen-Verarbeitung recht stark - jedenfalls für eine Finish-Politur. Ich habe mal versucht, die Staubentwicklung im Bild einzufangen, was allerdings nicht ganz einfach war. Hier mal exemplarisch der Bereich zwischen Schiebedach und seitlicher Dachkante nach einem Polierdurchgang der angrenzenden Dachfläche:

 

 

Interessanterweise hatte ich diese Staubbildung auf dem ganzen Auto - mit Ausnahme des rechten hinteren Seitenteils, welches vor einigen Jahren mal neu lackiert wurde. Dort war keinerlei nennenswerte Staubbildung zu bemerken. Ich habe also wieder mal den Effekt, dass sich ein und die selbe Politur auf unterschiedlichen Lacken ganz unterschiedlich verhält. Ich werde dem P40-Polish daher bei der Aufbereitung von Frauchens Peugeot nochmal eine Chance geben und dann berichten, wie es sich dort geschlagen hat.

 

Von der Staubbildung abgesehen ist das P40-Polish eine Politur, die sich nicht nur leicht verarbeiten sondern auch problemlos wieder abnehmen lässt. Sie entfernt Swirls zuverlässig (jedenfalls auf dem Octavia-Lack) und stößt bei stärkeren Kratzern naturgemäß an ihre Grenzen.

 

Wer also eine Alternative zu den etablierten Finish-Polituren sucht, der könnte beim Pro-Polish+ durchaus fündig werden.


06.06.2012 20:46    |    AMenge AMenge    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: , ,

Es gibt ein Update zum Produkt "SONAX ProfiLine PolymerNetShield". Eine erste Produktvorstellung habe ich hier vorgenommen, der Bericht zur Aufbereitung, bei dem ich das Netshield eingesetzt habe, ist hier zu finden.

 

Die Komplettaufbereitung ist jetzt zweieinhalb Wochen her. Seither wurde mein Auto nicht gewaschen, aber täglich bewegt. Das Auto steht nachts in der Garage, tagsüber draußen, tägliche Fahrtstrecke min. 70km.

 

Den heutigen Regen habe ich dann mal genutzt, ein paar Fotos zu machen. Das Ergebnis finde ich - gerade für ein ungewaschenes Auto - durchaus erfreulich.

 

 

 

Nach einer kurzen Fahrt sah das Dach dann so aus:

 

Und hier der Beweis, dass das Auto wirklich ungewaschen war:

 

 

Mein Zwischenfazit zum Polymer Netshield, natürlich noch nach recht kurzer Zeit, fällt zwiespältig aus. Das Ergebnis überzeugt durchaus, die Verarbeitung nicht unbedingt. Aber da ist vielleicht auch noch Optimierungspotential bei mir vorhanden. Ich bin jetzt auf die Standzeit gespannt und werde mir beim Waschen die Detailer-Spielereien verkneifen.

 

Eine Frage am Runde: Warum sehen einen die Nachbarn eigentlich so komisch an, wenn man im Regen mit einem Fotoapparat in der Hand um sein Auto läuft? Verstehe ich irgendwie nicht.


03.06.2012 10:36    |    AMenge AMenge    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: , ,

Ich war am Pfingstwochenende wieder fleißig. Ein Kollege hatte sich ein nettes Freizeit-Spielzeug gegönnt und dieses verlangte nach einer Grundaufbereitung.

 

Hier die grundlegenden Daten:

Fahrzeug: Mercedes SL 320

Baureihe: R129

Farbe: Azuritblau Metallic

Baujahr: 1999

Kaufleistung: 76.000km

 

 

Ich persönlich finde diese Baureihe einfach zeitlos schön, so dass ich der Bitte um eine Aufbereitung gern nachgekommen bin. Also habe ich mein ganzes Zeug ins Auto geladen und war wieder mal froh über den großen Kofferraum meines Octavia. Auch die von mir verwendeten Rotho-Boxen haben sich wieder erneut bewährt.

 

 

Wie man sieht stand als Arbeitsplatz eine geflieste Doppelgarage zur Verfügung. Sowas ist wirklich eine feine Sache – insbesondere wenn man immer wieder daran erinnert wird, welche Marke hier bevorzugt wird.

 

 

Von diesen Logos gibt es in der Garage übrigens zwei, eins für jedes dort geparkte Fahrzeug!

 

Aber zurück zur eigentlichen Aufbereitung. Als ich am Samstag morgen eingetroffen bin, stand der Wagen bereits gewaschen da. Lediglich etwas Blütenstaub musste ich mit ein wenig Detailer-Hilfe runter wischen, um den Lack begutachten zu können. Der erste Eindruck aus der Ferne war durchweg positiv. Für ein 13 Jahre altes Fahrzeug war der Lack in einem überdurchschnittlichen guten Zustand. Der Vorbesitzer muss offenbar recht pfleglich mit dem guten Stück umgegangen sein. Der Baustrahler brachte dann die üblichen Swirls ans Licht, welche sich allerdings nur schwer aufs Foto bannen ließen.

 

 

Erstmal habe ich einen Testspot auf der Haube abgeklebt und die Waffen gewählt. Schnell ein orangenes HexLogic-Pad auf den EZ-Polisher geschnallt und in der großen Kiste nach der Prima Swirl gekramt: Die machte genau das, was sie sollte, nämlich die vorhandenen Swirls entfernen und dabei schönen Glanz zu hinterlassen. Leider ließ sich das Ergebnis des Testspots partout nicht als 50/50 fotografieren.

 

Mit der Kombination Prima Swirl auf HexLogic orange habe ich dann das gesamte Auto bearbeitet. An einigen Stellen waren hartnäckigere Kratzer. Diesen rückte ich entweder mit einem zweiten Durchgang oder – bei den wenigen Härtefällen – mit Menzerna PO S34A auf gelbem HoxLogic-Pad zu Leibe. Unterm Strich sind nahezu alle Defekte raus. Lediglich einige minimale Kratzer sind verblieben, die aber nur unterm Baustrahler sichtbar sind. Die mit der Maschine nicht zugänglichen Bereiche hat der stolze Besitzer per Hand mit ChemicalGuys ProPolish poliert.

 

Üblicherweise arbeite ich mich in der Reihenfolge Politur – PreCleaner - Wachs übers gesamte Fahrzeug. Das funktionierte jedoch nicht, da man bei aufgesetztem Hardtop nicht mehr alle Lackflächen an den Seitenteilen erreicht. Also haben wir zuerst das Dach vollständig bearbeitet und dann dem Hardtop ein kleines Sonnenbad gegönnt.

 

 

Weiter ging‘s rund ums Auto. Die Motorhaube war von der Bearbeitung her die Hölle. Weniger, weil dort die stärksten Swirls zu finden waren als vielmehr, weil das Ding so unendlich breit ist. Die Mitte der Haube zu polieren war für den Rücken ausgesprochen unschön, aber das Ergebnis entschädigt für alles! Grundsätzlich ist dieser Fahrzeugtyp aber sehr angenehm zu polieren, da er viele große gerade Flächen hat. Wir brauchten auch nur sehr wenige Teile abzukleben, da im Außenbereich keinerlei unlackierte Kunststoffteile zu finden sind. So blieben nur Scheibendichtungen, Embleme und Schriftzüge zum abkleben – und die Übergänge zum aufgespannten Stoffdach. Das 3M-Tape funktioniert übrigens auch auf einem Stoffverdeck ganz hervorragend.

 

Während ich die nicht enden wollenden Quadratmeter Blech mit der Maschine beackert habe, hat sich mein Kollege dem Motorraum gewidmet, der mit ChemicalGuys Silk Shine Sprayable Dressing in Form gebracht wurde. Auch hier war die Ausgangsbasis eine sehr gute, was für die gute Pflege durch den Vorbesitzer spricht.

 

 

Sehr aufopferungsvoll und penibel hat er sich dann auch um den Innenraum gekümmert. Wie penibel er vorgegangen ist, mag dieses Bild vom zwischenzeitlichen Verbrauch an Q-Tipps belegen.

 

 

Die Kunstleder-Komponenten wurden mit dem Kunststoffreiniger stark und dem Kunststoff Protector von Colorlock bearbeitet, das hellgraue Leder mit dem Reiniger mild und dem Leder Protector der gleichen Firma.

 

 

Zurück zum Lack. Nachdem dieser von nahezu allen Defekten befreit war, kam das bewährte Prima Amigo auf blauen HexLogic-Pads zum Einsatz. Die Verarbeitung ist für mich immer wieder ein Genuss und die resultierende Lackglätte ein Traum. Das finale Wachsen mit Collinite 476 fiel dann meinem Kollegen zu. Und ich sach noch „dünn auftragen, ganz dünn“. Offenbar haben wir beide ein grundlegend unterschiedliches Verständnis des Wortes „dünn“. Naja, das Collinite zählt ja zu den eher preisgünstigen Wachsen.

 

Die Reifen bekamen noch ein bisschen Zaino Z-16 spendiert und dann ging‘s nach draußen zur finalen Begutachtung.

 

 

 

 

Während der „Abnahme“ des Ergebnisses musste ich einfach ein wenig mit Wasser spielen, war ja warm!

 

 

Sowohl meine Wenigkeit als auch die Besitzer waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ja, ich weiß, die Radhausschalen hätten es auch noch verdient gehabt, aber man muss ja noch Luft nach oben haben. Auch so waren gute 9 Stunden abzüglich einer kurzen Mittagspause am Grill ins Land gegangen. Ich denke aber, dass man sich mit dem Auto jetzt wieder sehen lassen kann.


25.05.2012 16:06    |    AMenge AMenge    |    Kommentare (11)

Ich habe den Vatertag in der Garage statt an der Bierkiste verbracht und mich ein wenig um mein Auto gekümmert. Dabei handelt es sich um einen Skoda Octavia, Baujahr 2001, Farbe tiefseeblau-metallic. Der Apparat hat jetzt über 250.000km runter, aber die muss man einem Auto ja nicht zwingend ansehen, oder?

 

Gröbere Defekte waren nicht zu entfernen, die letzte Komplettaufbereitung hat im vergangenen Herbst stattgefunden. Daher hätten Vorher-Bilder auch nicht wirklich Sinn gemacht.

 

Der Ablauf war der Übliche:

  • waschen
  • kneten (wo es notwendig war)
  • Hochglanzpolitur
  • PreCleaner
  • Versiegelung

 

Für die Politur habe ich das Prima Finish verwendet. Mit dem hatte ich bislang nur gute Erfahrungen gemacht. Dieses mal hatte ich aber große Probleme damit, denn trotz sparsamster Dosierung und gutem Durcharbeiten ließen sich die Politurreste nur ausgesprochen schwer abnehmen. Teilweise war dies nur unter Zuhilfenahme von IPA möglich. Auf der Haube hatte ich zudem mit starker Wolkenbildung zu kämpfen. So richtig erklären konnte ich mir das Verhalten des Prima Finish nicht und daher habe ich zur noch vorhandenen Menzerna PO85RE5 gegriffen. Diese ließ sich deutlich einfacher verarbeiten. Nach der ganzen Aufbereitung habe ich hier im Forum ein wenig recherchiert. Offenbar reagieren Polituren auf verschiedenen Lacken ganz unterschiedlich.

 

Da ich als Versiegelung das Sonax Polymer Netshield eingeplant hatte, wollte ich mir eigentlich den PreCleaner sparen. Aufgrund der teilweise starken Wolkenbildung des Prima Finish habe ich mich dann aber entschlossen, dem ganzen Wagen noch eine Runde Prima Amigo zu gönnen. Damit hatte ich dann endlich das Lackbild, das ich haben wollte.

 

Als Finale kam dann das erwähnte Netshield zum Einsatz. Ich war sehr gespannt, war mein erster Eindruck doch ein recht zwiespältiger. Dieser Eindruck hat sich bei der Verarbeitung zunächst mal bestätigt. Das Auftragen ist kinderleicht und das Produkt lässt sich sehr sparsam dosieren. Das Abnehmen gestaltete sich jedoch recht zickig. Am besten funktionierte es noch mit dem billigsten meiner Mikrofasertücher, den ganz kurzfaserigen MegaClean-Tüchern. Mein schönes Microfibre Madness Crazy Pile mochte das Netshield leider nicht so wirklich. Unabhängig vom verwendeten Tuch blieben an manchen Stellen noch Schlieren zurück, die während der Arbeit verdammt schwer zu sehen waren.

 

Das Netshield war übrigens mein erstes Last-Step-Produkt, dass dem Lack deutlich Glätte genommen hat - also im Vergleich zum Zustand nach dem Prima Amigo. Jetzt bleibt es abzuwarten, wie lange das Netshield hält und wie sich das Beading entwickelt. Ich werde mich dieses mal auch beherrschen und nicht mit Detailer nach der Wäsche rumhantieren.

 

Nach dem Lack waren dann noch die Kunststoff- und Gummiteile dran. Die Reifen haben das erste mal Zaino Z-16 verpasst bekommen, welches sich sehr gut auftragen liess und auch optisch überzeugt. Die unlackierten Kunststoffteile habe ich probehalber teilweise mit APC und teilweise mit Autoglym Kunststoff- und Gummireiniger bearbeitet, da hier aus vorangegangenen Aktionen, bei denen ich unsauber gearbeitet hatte, einige Politurrückstände vorhanden waren. Das Autoglym hat dabei eindeutig gegen den APC gewonnen. Am Ende kam das BlackMax zum Einsatz, da mir die Haptik beim Autoglym nicht zusagt. Das Endergebnis erfüllt jetzt meine Erwartungen voll und ganz.

 

Hier nun das Vatertagsergebnis:


02.05.2012 11:35    |    AMenge AMenge    |    Kommentare (10)

Heute möchte ich mal meine Aufbewahrungslösung und meinen Pflege-Arbeitsplatz vorstellen. Ich habe lange nach einer Möglichkeit gesucht, die mit der Zeit gewachsene Sammlung ordentlich im Keller unterzubringen. Die Mikrofasertücher sollten zudem vor Staub geschützt lagern. Ein weiteres Kriterium für mich war die Möglichkeit, den ganzen Krempel auch mal unproblematisch im Auto transportieren zu können.

 

Nach langem suchen bin ich dann im OBI-Baumarkt auf Rollboxen der Firma Rotho gestossen. Die Tatsache, dass die Boxen Rollen haben ist nett, war aber nicht ausschlaggebend. Die Boxen bieten aus meiner Sicht folgende positive Eigenschaften:

  • stabil
  • fest verschliessende Deckel
  • stapelbar
  • in unterschiedlichen Größen erhältlich
  • gutes Platzangebot

 

Und so sehen die Boxen dann im Einsatz aus:

 

Von links nach rechts:

  • flache Box, in der Polierpads, Applikatorpads, Knete und anderer Kleinkram untergebracht sind
  • hohe Box für Mikrofasertücher
  • flache Box für die Poliermaschine nebst zweier Verlängerungskabel (eins für die Maschine und eins für den Baustrahler)
  • hohe Box für alle Flaschen mit Pflegemitteln

 

 

 

Noch eine Anmerkung zu den Pads und MFTs: Die betreffenden Boxen sind weitestgehend leer, da die Bilder nach der Aufbereitung entstanden sind. Es ist also mehr "Material" vorhanden. ;)

 

 

Wenn ich mal "auswärts" tätig bin, dann kann ich die Boxen problemlos ins Auto packen und auch dort übereinander stapeln (natürlich nicht so hoch wie hier gezeigt).

 

 

 

 

 

Als Arbeitsplatz steht mir mein Tiefgaragenplatz zur Verfügung. Diesen hat mir ein befreundeter Elektriker mit vier zusätzlichen Neonröhren ausgestattet. Außerdem verwende ich zur Ausleuchtung einen Baustrahler auf Stativ.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das letzte Bild zeigt übrigens sehr schön, warum Fotos von "glänzenden" Autos aus der Ferne mit Vorsicht zu geniessen sind. Der Peugeot ist komplett aufbereitet und gewachsrt. Mein Octavia nebenan ist "nur" frisch gewaschen und sieht irgendwie auch gut aus, oder? Dem steht seine Aufbereitung aber noch bevor.


01.05.2012 21:23    |    AMenge AMenge    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: ,

Wie so viele, so habe auch ich den Brückentag genutzt, um ein wenig Glanz auf Deutschlands Straßen zu bringen. Bearbeitungsobjekt war der Peugeot 1007 meiner Holden. Das Auto sieht man recht selten, es wurde auch lediglich von 2005 bis 2009 produziert, was ausgesprochen schade ist. Durch die beiden elektrischen Schiebetüren ist der Wagen der Star in jeder Parklücke und bietet einen bequemen Einstieg wie vermutlich kaum ein anderes Fahrzeug. Umso unverständlicher ist es für mich, dass Peugeot das Fahrzeug nicht gezielt als ideales Gefährt für Menschen mit körperlichen Einschränkungen beworben hat.

 

Nicht ganz grundlos wird der Apparat familienintern "Würfelchen" genannt. Wer sich die Form ansieht weiß, warum. Das hier gezeigte Fahrzeug ist 5 Jahre alt und verfügt über alles niederreissende 73PS. :D

 

"Vorher"-Bilder oder 50/50-Aufnahmen gibt es keine. Der Wagen hat letztes Jahr seine Grundaufbereitung mit der Maschine erhalten, so dass der Lack von leichten feinen Kratzern abgesehen in einem guten Grundzustand war. Schonende Handwäsche lohnt sich halt doch.

 

Demzufolge hielt sich der Arbeitsaufwand in Grenzen. OK, so 8-9 Stunden sind in Summe dann doch bei rausgekommen, aber ich bin sicher auch nicht der Schnellste.

 

Die Arbeitsschritte im Einzelnen:

  • Kneten von Haube, Dach und unteren Seitenflanken (die anderen Bereiche hatten es schlicht nicht nötig)
  • Maschinenpolitur mit Prima Finish; an den stärker verswirlten Flanken mit Prima Swirl unter Verwendung von HexLogic-Pads (orange und gelb)
  • Poorboys Black Hole maschinell mit blauem HexLogic-Pad aufgetragen
  • manuell gewachst mit Collinite 476S
  • Kunststoffteile im Außenbereich teilweise mit Surf City Garage Black Max und teilweise mit Autoglym Kunststoff- und Gummireiniger behandelt
  • Reifenflanken ebenfalls mit Black Max behandelt
  • Front- und Heckscheibe mit Ombrello versiegelt
  • Innenraum ausgesaugt
  • Kunststoffteile im Innenraum mit Chemical Guys Silk Shine Dressing behandelt
  • Scheiben innen mit Frosch Glasreiniger gereinigt
  • Lederlenkrad mit Chemical Guys Liquid Leather behandelt

 

Das Ergebnis sieht dann so aus:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein paar Spiegelbilder:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Haube komplett und aus der Nähe, frontal:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Dach (hier von hinten fotografiert) habe ich eine Hälfte mit Collinite 476S und die andere Hälfte mit Zymöl Carbon gewachst. Einen optischen Unterschied kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Die Carbon-Seite fühlt sich minimal glatter an. Ich bin gespannt, wie sich Beading und Standzeit entwickeln werden.

 


23.04.2012 20:57    |    AMenge AMenge    |    Kommentare (42)    |   Stichworte: , ,

Lange hat's gedauert und nun habe ich mich dazu durchgerungen, auch unter die Blogger zu gehen. Ob die Welt noch ein Blog zum Thema Fahrzeugpflege braucht weiß ich nicht, aber was solls.

 

Beginnen möchte ich mit der Vorstellung eines Produkts, zu dem ich gekommen bin, wie die Jungfrau zum Kind. Eigentlich hatte ich mit Celsi nur vereinbart, dass er mir eine Probe vom AUTOGLYM Kunststoff- und Gummireiniger 07B zukommen lassen wollte. Ein wenig erstaunt war ich, als mich aus dem Paket eine Dose vom SONAX ProfiLine PolymerNetShield anlachte. So knapp, wie die Beschreibung auf der Sonax-Homepage ist, so knapp ist diese auch auf dem Produkt selbst ausgefallen. Auch in den einschlägigen Foren findet man keine Erfahrungsberichte.

 

Die Angabe des Herstellers "Die optimale Ergänzung zur Lackversiegelung mit SONAX ProfiLine NanoLackProtect." sowie die Tatsache, dass das Zeug in einer Sprühdose gereicht wird, liessen mich schlussfolgern, dass es sich um eine Art Detailer handeln müsse. Prima Sache, das Auto war eh gerade gewaschen, also probieren wir das Zeug doch mal aus.

 

Was gleich zu Beginn auffällt: Eine Sprühdose ist vielleicht nicht die beste Darreichungsform für ein solches Produkt. Die Dosierung fällt einigermassen schwer und bei etwas Wind möchte ich nicht wissen, wo das Zeug hingeweht wird. In der Garage war dies aber kein Thema. Verteilt habe ich das Netshield mit einem Applicator Pad, was auch kein Problem darstellte. Etwas schwieriger gestaltete sich das Abnehmen, da das Netshield leicht zur Schmiererei neigte. Dies war auch noch der Fall, als ich versucht habe, besonders sparsam zu dosieren. Ich schließe allerdings nicht aus, dass ich bei der Anwendung noch Spielraum nach oben habe. Auf diese Weise habe ich die Motorhaube und die rechte Dachhälfte meines Octavia bearbeitet. Der Rest des Fahrzeugs wurde mit FinishKare 425 Extra Slick gedetailert - eine bekannte Größe.

 

An dieser Stelle vielleicht ein paar Worte zur Pflege-Vorgeschichte des Fahrzeugs: Die letzte maschinelle Aufbereitung fand im Oktober 2011 statt. Dabei kamen zwei Schichten FinishKare 1000P zum Einsatz. An Motorhaube, Dach und Kofferraumdeckel habe ich zum Jahreswechsel eine Schicht nachgelegt. Zwischenzeitlich wurde das Fahrzeug ein paar mal gewaschen und mit FinishKare 425 gedetailert. Der Ausgangszustand war also nicht grottenschlecht, eine hochwertige maschinelle Vorarbeit hat aber nicht statt gefunden. Wir erinnern uns, ich hatte das Netshield als eine Art Detailer eingestuft.

 

Wir war aber nun das optische und haptische Ergebnis? Einen optischen Unterschied zu den mit FinishKare 425 bearbeiteten Flächen konnte ich nicht feststellen. Rein haptisch fühlte die Oberfläche sich wie vom Hersteller beschrieben "weich" aber auch ein wenig stumpf an. Die Vergleichsflächen mit FinishKare 425 waren deutlich glatter.

 

Neun Tage später - der Wagen wurde in der Zwischenzeit täglich bewegt - gabs dann mal Regen. Also nichts wie raus und Fotos machen. Nur gut, dass in der Mittagspause kein Kollege auf dem Firmenparkplatz war!

 

Erstmal die Haube, die komplett mit Netshield behandelt ist:

 

 

Naja, Wassertropfen auf einer schrägen Fläche halt. Gar nicht mal so schlecht für einen nicht mehr ganz sauberen Lack, oder?

 

Hier das Dach:

Wie man sieht, sieht man keinen Unterschied zwischen linker und rechter Dachhälfte, was ich eigentlich erwartet hätte. Die verhältnissmäßig großen Tropfen auf dem Dach habe ich schon ewig, egal was ich aufs Dach auftrage. Mag auch an dem recht starken Regen gelegen haben, der das Wasser gespendet hat.

 

 

 

 

 

 

 

Nach der ganzen Aktion teilte mir der Kollege Celsi dann mit, dass Sonax das Netshield eher als Versiegelung mit einer mehrmonatigen Standzeit ansieht. So viel zum Thema "ich vergleiche mal zwei Detailer". :confused:

 

Ich bin im Moment unschlüssig, ob ich dem Produkt nach der in absehbarer Zeit anstehenden Frühlings- (oder Sommer-)Aufbereitung mal eine Chance gebe und es auf dem ganzen Wagen anwende. Aber dann müsste ich mir sinnvollerweise den Detailer nach der Wäsche sparen. Ob ich das durchhalte?

 

Update:

Einen Tag später hats auf der Fahrt zur Arbeit geregnet. Jetzt sieht man einen deutlicheren Unterschied auf dem Dach, insbesondere auf dem Glasdach. Mr. Moe gebührt der Preis für die Adleraugen des Tages.

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Update:

Soooo...heute war Waschtag. Zu meiner Überraschung zeigten sich nach dem Einschäumen beim Abspülen mit dem Hochdruckreiniger massive Unterschiede zwischen den beiden Dachhälften:

 

 

Ich bitte die schlechte Bildqualität zu entschuldigen. Hätte ich geahnt, welcher Unterschied da sichtbar wird hätte ich eine ordentliche Kamera mitgenommen. So war nur ein recht betagtes Handy greifbar.

 

Die rechte Dachhälfte mit dem Netshield wie auch die Motorhaube zeigten ein (für meinen Geschmack) deutlich schöneres Beading. Die linke Dachhälfte - das kommt auf dem Bild nur bedingt raus - zeigte ein eher unbefriedigendes Beading. Gut, der Vergleich Detailer gegen "sowas-wie eine-Versiegelung" ist auch grob unfair. Nichtsdestotrotz macht das Netshield Lust auf mehr und ich werde dem Zeug bei der anstehenden Aufbereitung mal eine Chance auf dem ganzen Auto geben. Von daher sind die Würfel gefallen. Der Octavia kriegt bei der anstehenden Aufbereitung das Sonax Netshield. Den Test vom Zymöl Carbon habe ich heute auf dem Peugeot vorgenommen.


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