03.09.2010 02:33    |    myinfo myinfo    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: , , , , ,

Golf VI GTI
Golf VI GTI

Wie vergleicht man verschiedene (Motor-)Konzepte?

 

Die Herstellerangaben zu den Fahrleistungen beschreiben den Fall der maximalen Leistung:

- Beschleunigung von 0 auf 100 km/h

- Elastizität von 80 bis 120 km/h

- Höchstgeschwindigkeit

 

Die Angaben zum Verbrauch, stellen der Fall sehr geringer Leistung dar.

 

Die Angaben zur Motordrehzahl bei max. Leistung und Drehmoment spiegeln die Abstimmung des Motors wider.

 

Manchmal werden die Übersetzungsdaten veröffentlicht, oft nicht.

 

Die Fahrzeuge sind entsprechend ihrem Einsatzzweck abgestimmt.

 

Für die Mehrheit bedeutet dies eine Auslegung, die im NEFZ sowie im Alltag eine spritsparende Fahrweise ermöglicht.

 

Weichen Fahrzeuge davon ab, handelt es sich um spezielle Modelle mit einer anderen Charakteristik (BMW M-Modelle, Audi S- und RS-Modelle, Mercedes AMG, usw.), die ausdrücklich beworben wird.

 

 

Wie vergleicht man gewöhnliche Alltagsautos mit verschiedenen Antriebskonzepten?

 

Wählt man Fahrzeuge, deren maximale Fahrleistungen ungefähr gleich sind?

 

Golf VI 1.6 TDI 77 kW vs. 1.2 TSI 77 kW

Golf VI 2.0 TDI 125 kW (GTD) vs. 1.4 TSI 118 kW

 

Im Alltagsfall, bei typischerweise tiefer Drehzahl, liegt der Diesel vorne. Der TSI könnte mithalten, dazu benötigt er aber Drehzahl. Wäre ein stärkerer TSI nicht besser?

 

Wählt man Fahrzeuge, die im "Alltag" ungefähr gleich sind?

 

Golf VI 1.6 TDI 77 kW vs. 1.4 TSI 90 kW

 

Der 90 kW TSI liegt mit seiner Radzugkraft ab 1.500 U/min im 2. und 3. Gang ungefähr gleichauf. Aber im Maximalfall setzt er sich ab.

 

 

Je nach Motorisierung ändert sich die Wirtschaftlichkeitsberechnung deutlich:

 

Golf VI CL 1.6 TDI 7G-DSG 77 kW = 24.675 €

Golf VI CL 1.2 TSI 7G-DSG 77 kW = 22.175 € = - 2.500 €

 

Golf VI CL 1.4 TSI 7G-DSG 90 kW = 23.050 € = - 1.625 €

Golf VI CL 1.4 TSI 7G-DSG 118 kW = 24.625 € = - 50 €

 

 

Wie vergleicht man verschiedene Fahrzeuge mit verschiedenen Motoren?

 

Beispiel: BMW 320 D vs Audi A4 2.0 TFSI - Wer gewinnt das Duell?

 

Beide verfolgen ähnliche Ziele, aber aufgrund der verschiedenen Konzepte, werden sie anders umgesetzt.

 

Ich wählte den Audi, da er in der Maximalleistung, Fahrwerte, Gewicht, ... vergleichbar erschien. Sein Motor entwickelt wie ein Turbodieselmotor früh viel Kraft. Die Betrachtung der Motordaten reicht aber nicht aus. Auf die Umsetzung dieser Leistung kommt es an. Der Hersteller steht vor einem Zielkonflikt und muss sich entscheiden, wie er das Fahrzeug abstimmt. Audi hat das Getriebe zugunsten des Verbrauchs "lang" ausgelegt.

 

Ein Turbodieselmotor verbraucht bei hohen Geschwindigkeiten deutlich weniger Kraftstoff. BMW konnte daher beim 320 D das Getriebe zugunsten der Fahrleistungen "normal" auslegen. Die Zielgruppe wird es danken.

 

Wie seht ihr dies? Nach welchen Kriterien würdet ihr vergleichen?

 

VG myinfo


Kommentare: 16

03.09.2010 11:51    |    meehster meehster

Ich muß selbst probieren. Alles Andere ist Trockenschwimmen.

 

Mir persönlich ist dank der Kombination aus meiner schaltfaulen Fahrweise und dem Wunsch, selbst im Getriebe rühren und die Kupplung treten zu können ein großer nutzbarer Drehzahlbereich wichtig.


03.09.2010 12:42    |    breakerxvii breakerxvii

edit: bissl am Thema vorbei geschrieben. Hatte aber keine Lust mehr zu löschen.

 

Bevor man sich fragt, welcher Motor benötigt wird, sollte man sich Fragen: Wofür brauch ich das Auto? Gegenbeispiel: wenn ich mir einen nuen PC kaufen will, treffe ich meine Vorauswahl nicht anhand der Grafikkarte oder dem Arbeitsspeicher, sondern, ich stelle mir die Frage: Was will ich damit machen? Zocken, arbeiten, im Internet surfen.. usw.

 

Auf das Auto bezogen: Stadtauto, Autobahn-Tier, Spaßmobil usw. ? Erst dann kann ich mir Gedanken darum machen, ob ich träge voran kommen will oder zügiger Unterwegs sein muss. Zumal dies dann natürlich noch eine Frage des Geldes ist.


03.09.2010 19:32    |    VAGCruiser VAGCruiser

Bei der Elastizität von 80 bis 120 km/h, sei besonders beim Autovergleich drauf zu achten in welchen Gängen diese Zeiten gefahren wurden, sonst kommt man hier schnell in den Fehlvergleich! (Es ist der, in welchen die V-Max erreicht wurde)

 

Einfachstes Beispiel 1.6TDI im Polo 6R1, dort hat der 90PSer bessere Elastizitätswerte als der 105PSer, weil hier eben unterschiedliche Gänge genommen wurden, 90Pser 4ter Gang, 105Pser 5ter Gang!

 

Wären beide im selben Gang, hätte der 105Pser auch bessere Elastizitätswerte.


03.09.2010 22:28    |    G0lf-V-GT G0lf-V-GT

ich als viel-landstrassenfahrer (lkw-überholer) finde 80-120 am interessantestn.

 

sollte aber auch geben: schnellstmöglich 80-120,egal welcher gang.

 

hab selber ein auto mit top Elastizitätswerten :) (1.4tsi)


03.09.2010 22:38    |    mithras666 mithras666

Mal von der Theorie ab, die meisten Leute entscheiden sich nach dem, was der Händler grade am Hof stehen hat. Der Diesel für die Vielfahrer, der Benziner für die Mutti im Stadtverkehr. Das hängt immer noch so drin. Ob das Ding jetz 80, 105 oder 122PS hat is für die meisten völlig wurst, da denen die Basismotorisierung im Regelfall ausreicht.

 

Da red ich jetz nich von so Motorfreaks wie uns, sondern eben von Oma Luise und Opa Schorsch die nur zügig zum Arzt, zur Apotheke und zum Tante-Emma-Laden mit ihrem 3-Zylinder müssen. Oder von Papa Horst der seinen neuen Dienst-Passat mit 105PS TDI kriegt. Und Wenn Tochter Lisa nen neuen Ibiza oder Polo kriegt, dann muss eben der 1,4er Sauger mit 80 bzw. 86PS völlig ausreichen. (is zwar nich der kleinste Motor, aber der allerhäufigste deswegen auch das "was der Händler grade am Hof hat").

 

In den meisten Fällen wird den Kunden nich verkauft, was SIE wollen, sondern was der Verkäufer grade loswerden muss, oder wo es sich für IHN lohnt ;)

 

greetz


03.09.2010 22:46    |    meehster meehster

Ich biete 80-120 in 6,5 Sekunden oder 60-100 in 4,5 Sekunden. 128-PS-Sauger in der Golfklasse eben ;)

 

Ich finde, das ist aber auch Quatsch. Man ist ja nicht unbedingt auf Tempo 120, wenn man wieder einscheren kann. Aussagekräftiger wäre eine Angabe der Zeit bzw. der Strecke, die man auf der Gegenspur verbringen muß, wenn man einen LKW überholt.

 

@ mithras666: Ja, meistens ist es so. Spätestens, wenn man ein Auto bestellen möchte oder gezielt eines sucht, verlagert es sich aber wieder.


03.09.2010 23:00    |    Rigero Rigero

Zitat:

Ich biete 80-120 in 6,5 Sekunden [...] 128-PS-Sauger in der Golfklasse eben ;)

Im höchsten Gang? Sehr beachtlich. Mein Golf benötigt für diese Übung 10,8 Sekunden (lt. Sport Auto). 250 PS Sauger eben.


03.09.2010 23:06    |    meehster meehster

60-100 im 2. und 80-120 im 3. Gang ;)

Von mir aus auch 12 Sekunden für 80-120 im letzten Gang. Letzteres ist auf der Straße aber irrelevant.


03.09.2010 23:13    |    Rigero Rigero

Dennoch tolle Zeiten für einen 130 PS Kompakten.

Typisch Mazda ... auch mir bereitet der aktuelle, 1.000 kg leichte M2 viel Fahrspaß. :)


04.09.2010 07:43    |    myinfo myinfo

Egal ob Schaltwagen oder Automatik, mich interessiert was geht, wenn ich "plötzlich Vollgas" gebe. Manchmal ist bremsen gefährlicher als die Flucht nach vorne. Nur dazu muss man die Fahrleistungen seines Wagen genau kennen. Was geht im 2., 3., 4. ... Gang?

 

Beispiel: Landstraße 70 km/h, viel Verkehr, die Ampel springt um. Ich könnte noch zum Stillstand kommen, aber auch alle hinter mir? Wenn vor mir frei ist, schalte ich zurück und gebe Stoff.

 

Egal welches Auto man hat, man sollte wissen was möglich ist. Dies gilt besonders bei Kleinwagen oder allgemeiner bei schwach motorisierten Fahrzeugen.

 

Ich werde nie vergessen, als ich Beifahrer in einem Peugeot 205 war. Die Ampel war ..., sie fuhr weiter und gab im 4. Gang Gas. Es geschah nichts. Von rechts kam die Armada angestürmt und das Hupkonzert begann. Ich fragte, wieviel PS hat der Wagen. Antwort, keine Ahnung, habe ich von Papa. :eek:


04.09.2010 12:25    |    eibe10 eibe10

Naja, hier wird aber auch wieder ganzschön hochgestappelt....:D

 

Aber gerade für die Zwischenspurts ist ein Diesel super geeignet, da man den Benziner erst auf Drehzahl bringen muß... Es seie denn man fährt permanent bei 4000 U/min...

Beim Diesel, eine Gedenksekunde, und dann vorwärts... es seie denn man fährt unter 1700 U/min...:D

 

Beim abbiegen, ist nen Diesel auch sehr Vorteilhaft... im 2 Gang, Volllast, dürfte sich das mit jedem Benziner der hinter einem ist erstmal erledigt haben.. bei 70 bis 80 KM/h dürfte der Benziner sich dann wieder rantasten...:rolleyes::cool:


04.09.2010 16:52    |    VAGCruiser VAGCruiser

Hochgestapelt? Wenn ich deine Sachen im Nm Arward so lese :rolleyes:

Wenn du schon Diesel mit Benziner vergleichen willst,

dann auch Turbodiesel mit Turbobenziner und Saugbenziner mit Saugdiesel.

Dank z.B. neuer vermehrten TSI Motoren bei VW, sowie vielen anderen Herstellern auch, sind Turbobenziner ja keine seltenheit mehr!

 

Da ich es z.B. gerade eben "wieder" so im Kopf hab, vergleich mal den VW 1.6er 105PS TDI mit dem 1.2 105PS TSI, da muss sich der Diesel hinten anstellen, egal ob abbiegen und beschleunigen von unten heraus, überholen oder Ampelstart.

 

Wie hier schon erwähnt wurde, beim Motorkenzept des Autokaufs interessiert mich das Gesamt, mit Rücksichtnahme auf "wofür brauche ich das Auto", "was ist mein Geschmack" und Was sagt Geldbeutel + Streckenbilanz und vor allem, wie passt es mir in der Probefahrt!

Alltes allgemeine Stammtischgerede über's Dieseldrehmoment zu Zeiten als es Turbobenziner nur in hohen Leistungsklassen gab, interessieren mich nicht.

 

Da ich bei meinen Fall im Polo sowohl den TSI 105PSer als auch 105PSer TDI probegefahren bin, viel die Entscheidung definitiv auf den TSI. Auch wenn der TDI nen kurzen kräftigeren Drehmomentbums hatte, fuhr im der TSI trotzdem davon und der TDI wirkte auf mich im Gegensatz zum TSI sehr träge!

 

Aber wenn jemand von seinem Diesel Dremoment glauben nicht ab zu bekommen ist, hilft einscheinend auch kein Nm Award mit Aufklärungsarbeit etwas :o


04.09.2010 18:52    |    eibe10 eibe10

Ja, hast Du recht...:)

Naja, ich meine VW Diesel, sind ja auch nicht gerade die Sportlichsten...

Und das die die ganzen Turbomotoren haben, liegt auch mit an Audi...

Ansonsten, nen Diesel ohne Turbo, ist wohl eher so wie Fahrrad fahren..;)

 

Aber mal noch was cooles, man sollte mal den 2l Diesel von BMW in nen Polo reinsetzten, am besten noch gechipt oder als 23d... dann geht der mal vorran.. ach ne, keine Traktion... Ich Dummerchen..

 

Matze..


24.09.2010 23:25    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: VW Golf VI:

 

Wechsel von Golf 5 2.0TDI auf Golf 6 1.4 TSI (160 PS)

 

[...] Mitteldruck anliegt, findet ihr hier: Mitteldruck der Golf VI Motoren.

 

 

Wie vergleicht ihr die unterschiedlichen Motorkonzepte bzw. Fahrzeuge? Z.B. BMW 320 D vs Audi A4 2.0 TFSI. Wer interessante Ideen hat, bitte [...]

 

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25.09.2010 17:10    |    myinfo myinfo

Thread: Audi A4 1,8 TFSI(Benzin 160PS) vs. Audi A4 TDI 2,0(Diesel 140PS)

 

Darin ein super Beitrag von Fox. Ich zitiere:

 

Zitat:

Original geschrieben von Fox906bg

aufgrund der angabe reiner maximal-drehmomente lässt sich keine aussage bzgl. der fahrleistungen treffen!

erstmal muss man den drehmomentverlauf über das gesamte drehzahlband kennen!

das max. drehmoment kann ja theoretisch in einem punkt oder aber auch über fast den gesamten drehzahlbereich anliegen!

 

ausserdem liegt das motordrehoment, von dem wir hier sprechen an der kurbelwelle an!

von dort muss es erst durch das getriebe; und genau hier werden die karten neu gemischt!

je kürzer nämlich das getriebe übersetzt ist, desto mehr vom motordrehmoment kann in diesem hochgewandelt werden!

aus dem getriebe geht dann das gewandelte motordrehmoment in form des RADDREHMOMENTS an die antriebsräder!

dieses raddrehmoment wird am umfang des rades aufgetragen und ergibt die RADZUGKRAFT!

dies ist die treibende kraft, die den wagen beschleunigen lässt!

 

da ein dieselmotor ein rund 1/3 kleineres drehzahlband hat, als ein etwa gleich starker benziner (und ich rede hier von gleicher PS-zahl), muss er auch um ca. 1/3 länger übersetzt werden!

dies dient einerseits zur komforterhöhung, andererseits auch zum erreichen einer angemessen hohen endgeschwindigkeit!

(wären sowohl diesel als auch benziner gleich übersetzt, würde -wenn der benziner 200km/h läuft- der diesel schon bei rund 140km/h in den begrenzer laufen)

 

und genau durch diese längere übersetzung des diesels kommt dann auch um ca. ein drittel weniger radzugkraft auf die strasse!

 

übrigens:

der sog. "bums" (sprich: wie stark man in die sitze gepresst wird) ist beim diesel grundsätzlich stärker vorhanden!

dies entsteht ganz einfach durch eine sehr große drehmomentänderung in einem sehr kleinen drehzahlbereich!

ein sprunghafter anstieg des motordrehmoments bewirkt logischerweise auch eine sprunghaften anstieg der radzugkraft und somit auch eine sprunghafte beschleunigungsänderung!

je größer die drehmomentänderung bzw. je kleiner der drehzahlbereich, in dem das geschieht, desto größer der subjektive "bums"!

 

ein saugbenziner im krassen gegensatz entfaltet sein drehmoment über ein sehr großes drehzahlband, wodurch der "bums" größtenteils ausbleibt!

dies vermittelt rein subjektiv natürlich den eindruck, dass die fahrleistungen schlechter seien, als bei einem vergleichbaren diesel od. generell aufgeladenem motor mit sprunghaften drehmomentanstieg!

 

auch der 1.8TFSI entfaltet sein drehmoment sehr gleichmässig und wirkt dadurch im vergleich zum 170ps TDI geradezu "lahm"!

dies tut den genauso guten fahrleistungen allerdings keinen abbruch!

Und dies um 7:40 h morgens, DANKE!


10.12.2010 02:01    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: VW Golf VI - Kaufberatung:

 

1.6 TDI Commonrail Motor beim Golf VI

 

[...] beschleunigt im 5. und liegt exakt auf dem Niveau des TDI.

 

=> Praktisch darf jeder fahren wie er will, zurückschalten oder auch nicht. ;)

 

 

Wie vergleicht man verschiedene (Motor-)Konzepte?

 

Obiger Fall ist klar. Interessant wird es, wenn der Diesel im höchsten [...]

 

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