23.05.2013 20:07    |    BENZinblueter    |    Kommentare (69)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Hallo, heute gibts wieder Lesestoff !

Nun möchte ich einen Mercedes vorstellen, der mich schon immer faszinierte: Die erste C-Klasse, den W202. Als Nachfolger des "Babybenz" macht diese Modellreihe auch heute noch eine gute Figur zwischen den ganzen neumodernen Fahrzeugen.

 

Allgemeines:

Seit 1993 steht bei Mercedes in den Verkaufsräumen die erste C-Klasse. Intern auch Baureihe W202 genannt.

Ab Verkaufsbeginn startet die C-Klasse mit den Designlinien, wie sie heute noch aufgeteilt sind. Es gab den "normalen" und eher nüchternen Classic, außerdem wurde ein Esprit angeboten, welcher auch junge Leute ansprechen sollte, denn diese Ausstattungsvariante war günstig zu haben (fast wie Classic), jedoch wurde das Fahrwerk tiefer gelegt und man konnte im Innenraum knallige Farben für Sitze und Türverkleidungen bekommen. Wer es richtig sportlich wollte, der hat zur Variante Sport gegriffen. Hier waren nun auch ein Lederlenkrad, ein Sportfahrwerk, Blinker in weiß, und Zierleisten in Wagenfarbe usw. vorhanden.

Als Kontrast gab es den Elegance, der eben durch elegantes Auftreten besticht. Es wurde viel Holz im Interior verbaut, das Fahrwerk war komfortabel abgestimmt und das Lenkrad, sowie der Schaltknauf wurden aus Leder verarbeitet.

 

Geschichte:

Die Motorenpalette wurde von bekannten Modellen übernommen, außerdem wurde ein neues Triebwerk, der C180 entwickelt. Dieser sollte die Unterhaltskosten minimieren, da er wenig Hubraum bei "ausreichender" Leistung bot.

 

Benziner:

C180: (122 PS) von 1993-2000

C200: (136 PS) von 1993-2000

C220: später C230 (150 PS) von 1993-1997

C230 Kompressor: (193 PS) von 1995-2000

C280, R6: (193 PS) von 1993-1997

C240, V6: (170 PS) von 1997-2000

C280, V6: (197 PS) von 1997-2000

 

Diesel:

C200 Diesel: 75 PS von 1993-1995

C220 Diesel: 95 PS von 1993-1998

C250 Diesel, R5: 113 PS von 1993-1995

C250 Turbodiesel, R5: 150 PS von 1995-2000

C200 CDI: (102 PS) von 1998-2000

C220 CDI: (125 PS) von 1997-2000

 

An Getrieben war durchgehend ein 5-Gang-Schaltgetriebe vorhanden. Außerdem wurde eine 4-Gang-Automatik angeboten, welche 1996 durch ein neu entwickeltes 5-Stufen-Getriebe ersetzt wurde (Ab 1999 auch mit Tiptronic)

 

Bei der Motorenpalette ist für jeden Käufer eine passende C-Klasse dabei. Es ist hervorzuheben, dass sich die Motoren durch ihre Robustheit auszeichnen, denn sehr große Schwachstellen sind hier nirgendswo zu verzeichnen, dennoch hatte der ein oder andere Motor hier und da mal kleine Probleme. (Der 230K mit gerissenem Krümmer, ein ofter Defekt am Luftmassenmesser an allen Motoren und eine anfällige Pumpe am 220D) Doch all dies sind eher Kleinigkeiten, denn ansonsten verzeihen diese Triebwerke so einiges und laufen dementsprechend hohe Kilometerbeträge ab.

 

1995 traf Mercedes die Entscheidung, eine kleine Modellpflege vorzunehmen. Im Rahmen dieses Facelifts wurden eher kosmetische Aspekte verbessert und die Verarbeitung im Innenraum aufgewertet.

Erst 1997 wurde zu "richtigen" Modellpflege aufgerufen, bei welcher das Auto nun auch außen aufgewertet und technische Verbesserungen vollzogen wurden. Hier kam nun der Wasserlack zum Einsatz, der dafür verantwortlich ist, dass die Autos stärker, als normal vom Rost befallen sind.

 

Doch nun zum vorangegangenen Frage: Ist der W202 ein Gebrauchwagentipp ?

Ich kann den W202 nur befürworten! Das Modell zeichnet sich durch seine Haltbarkeit, vor allem hinsichtlich der Motoren, aus. Auch macht das Cockpit so einiges mit, sodass auch Fahrzeuge mit hohen Kilometerständen noch sehr jungfräulich aussehen können.

Leider hat diese Modellreihe ein Problem mit dem leidigen Thema Rost: Viele Fahrzeuge sind betroffen. Es gammeln gerne Teile der Karosserie, sowie die vorderen Federaufnahmen. Die C-Klassen ab der Modellpflege sind stärker vom Rost betroffen, als die Vorherigen.

 

Aber es gibt eben auch die schönen Autos, die die nicht völlig zerfressen wurden und noch sehr gut aussehen! Daher: Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf ;).

 

Was kostet eine C-Klasse?

Ganz einfach: Für die Spannweite von 1.500€ bis 6.000€ kann man sehr gute und schöne Modelle ergattern. Wobei man bei einem niedrigen Budget keine hohen Ansprüche haben sollte :D.

 

Für 1.500€ bekommt man eben mager ausgestattete 180er, oder schwache Diesel (200D und 220D) der ersten Serie. Schlecht sind diese Fahrzeuge überhaupt nicht, sie sollen sogar besser sein, da sie noch keinen Wasserlack haben, weshalb das Rostproblem nicht so der Fall ist. (Auch für 1.500€ kann man nahezu rostfreie Modelle bekommen)

Der Kilometerstand ist hierbei nicht so aussagekräftig; Einen W202 kauft man nach Zustand, denn die Motoren können schon einiges wegstecken.

Und für 6.000€ kann man eben seltene Topmodelle als Facelift mit einer sehr üppigen Ausstattung und allen Extras bekommen, meist sind diese Fahrzeuge völlig Rostfrei.

Irgendwo dazwischen (3.000-4.000€) ist das preisliche Mittelfeld. Wer einen Wagen sucht, der toll aussieht, wenig gelaufen hat, ein gutes Maß an Ausstattung haben soll und nahezu Rostfrei ist, der ist hier genau richtig. Hier kann man für wenig Geld einen langen und treuen Begleiter ergattern.

 

Diese Modellreihe liegt zur Zeit auf ihrem preislichen Tiefpunkt, denn als Klassiker ist der Wagen zu jung und als Gebrauchter für Viele zu alt. Auch lassen sich viele vom Rost abschrecken.

 

Auf was soll man denn achten?

Grundsätzlich gilt: Jedes Modell, auch teurere Modelle können vom Rost befallen sein, aber es gibt eben auch die, die wir alle suchen: Die nahezu Rostfreien. Die gibt es auch bei den günstigen Inseraten.

Und nach genau denen muss man einfach Ausschau halten. -Eigentlich ganz einfach ;)

 

Man muss nur wissen, wo sich der Rost versteckt: Grundsätzlich sind alle Kanten an Türen, Kofferraum und alle Ecken, sowie Radläufe und Kotflügel usw. abzusuchen, dann sollte man sich die Wagenheberaufnahmen anschauen, aber auch unter den Zierleisten kann sich Rost verstecken. (Die kann man einfach lösen)

Also man merkt schon: Der Rost sitzt eher an der Karosserie, als an sicherheitsrelevanten Teilen, daher ist Rost eher ein Kosmetikproblem. Einzig die Federaufnahmen sind sicherheitsrelevant.

 

Was kann man gegen den Rost machen?

Konservierung heißt das Zauberwort. Wer eine rostfreie C-Klasse gefunden hat und diese lange fahren möchte, der sollte sich frühzeitig Gedanken um Versiegelungen machen. Dann macht dieser Wagen lange Spaß.

 

 

Was ist abschließend zu sagen?

Der W202 ist mein Gebrauchwagentipp schlechthin, denn man kann einen sehr guten Wagen für wenig Geld bekommen. Die Motoren sind robust und die weiteren Antriebsteile ebenso. Einzig das Problem mit dem Rost macht dem W202 zu schaffen, aber wenn man weiß, wo man schauen muss, ist auch dies kein Hindernis mehr.

Außerdem sind die Ersatzteile dermaßen preiswert, das es sich kaum nicht lohnt, einen Kleinwagen zu fahren. Insgesamt kann man beim W202 ein sehr gutes Schnäppchen machen, welches sehr gut fährt, extremst robust ist und noch lange Freude bereiten kann- man muss nur wissen, wie man mit dem Rost umzugehen hat.

 

Jetzt seid ihr an der Reihe: Was sagt ihr zum W202? Meint auch ihr, dass diese Modellreihe ein echter Tipp ist, für jedem, der einen Low-Budget-Gebrauchtwagen sucht?

 

MfG

 

EDIT: Ich beneide Diejenigen, die noch in den Genuss kommen durften, sich damals einen neuen W202 mit V6 zu kaufen, um ihn dann anschließend lange rostfrei zu fahren und dies womöglich heute noch:)


11.06.2013 17:51    |    BENZinblueter    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Hallo,

 

heute gibts mal als "Einschub" einen etwas anderen Blogbeitrag:

 

Es gibt normale Autos und es gibt die Anderen. Doch jeder PKW strahlt irgendwie auch etwas aus und steht für andere Tugenden. Da gibt es Autos, die durch Funktionalität, Luxus, Design oder auch Motorisierung herausstechen. Und genau diese besonderen kennt jeder von uns.

Dabei geht es nicht immer um reine Fakten, sondern um einen ideellen Wert. Das sind Fahrzeuge, die Vielen womöglich gar nicht auffallen, man selber erfreut sich aber umso mehr, eines dieser Autos im Straßenverkehr zu sehen. Auch hier gibt es noch Unterschiede: Viele mögen total gerne schnelle, schnittige und auffällige Lamborghinis, aber es gibt auch die, die sich bspw. an einen Golf 1 eher erfreuen würden.

 

Ich habe auch mehrere Autos, die mich immer wieder faszinieren- sogar sehr viele! Daher wollte ich euch einmal drei Autos vorstellen, die verschiedener nicht sein können. Folgende Fahrzeuge sind für mich absolute Traumwagen:

 

1. Mercedes G-Klasse Cabrio 300GD (W460) in agavengrün.

Warum? Ganz einfach, dieses Fahrzeug ist kein normaler PKW. Man kommt überhall hin, selbst wo man nicht mehr gehen kann.

Außerdem sticht dieses Modell durch sein zeitloses, sowie besonderes Design hervor. Man wird angeschaut, denn so viele 460er Cabrios in agavengrün gibt es nicht. Selbstverständlich wäre ein H-Kennzeichen Pflicht, allein aus Prinzip.

Hier und da könnte ich ihn auch "richtig" halten, wofür er eigentlich bestimmt war. Da ich Jäger bin, wäre dieses Fahrzeug für mich der optimale Begleiter im Gelände. Das Cabriofeeling und der Motor sind einfach ein Traum, weshalb er auch optimal für Ausfahrten am Sonntag wäre. Daher ist dieses G-Modell mein absoluter Favorit und bleibt somit mein Traumwagen.

 

(ich habe leider kein schönes Bild gefunden, aber so in der Art sollte er aussehen, nur mit Klapp-statt Faltverdeck)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Mercedes A124 300E 24V in schwarz.

Dieser PKW fällt durch seine Eleganz auf. Saccos Formensprache gefällt mir sehr und am 124er hat er wirklich tolle Arbeit geleistet. Der 300E 24V ist einer der (für mich) schönsten Benzin-Motoren überhaupt, denn diese Aggregate sind kultiviert, haben einen schönen Klang und machen sehr viel Spaß. Gerne würde ich den Wagen auch mit Gelben Blinkern nehmen, da ich das klassische Design sehr gerne mag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Mercedes W204 350CDI (mopf) in magnetitschwarz + AMG-Paket.

Der W204 hat mich einfach schon immer begeistert, denn die Formensprache, sowie der Motor sind für mich perfekt. Der Motor hält einiges aus, ist drehmomentstark und hat einfach einen genialen Sound. mit dem AMG-Paket wirkt der ganze Wagen auch sportlich und elegant zugleich. Daher einfach der perfekte Kompromiss. Natürlich würde ich nicht Avantgarde, sondern Elegance ordern, da der Stern einfach auf die Haube gehört!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meiner Meinung nach bilden diese Fahrzeuge auch den perfekten Fuhrpark: Einer als Alltagswagen, einer als Hobbyfahrzeug und der 124er für schöne Sommertage. Daher wäre ein Fuhrpark aus o.g. Fahrzegen für mich schon etwas besonderes.

 

So, aber nun seid ihr an der Reihe. Welche Autos haben auch schon immer fasziniert und sind für euch praktisch Traumwagen?

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

BENZinblueter


19.04.2013 23:38    |    BENZinblueter    |    Kommentare (40)

Hallo,

heute gibt's mal wieder was aus meiner Mercedes-Classic-Reihe und diesmal soll es sich um den W140 (Limo) drehen.

 

Doch was ist die Mercedes Baureihe W140 ?

1981 startete Mercedes das Programm W140. Dieser sollte den sehr erfolgreichen und äußerst luxuriösen, sowie haltbaren W126 ablösen- Ein schweres Erbe!

Also beschloss Mercedes, den "Hyper-Benz" schlechthin zu entwickeln. Das Konzept war eine richtig "dicke" Limousine, die die Tugenden der Marke weiter tragen sollte, aber keiner konnte damals ahnen, dass der Mercedes seiner Zeit, vor allem in seiner Größe, den anderen Fahrzeugen ziemlich "überlegen" sein wird.

 

Sogar Daimler erkannte in der Testphase, dass diese S-Klasse nicht die Maße und Masse eines durchschnitts-PKWs aufwieß. 1988 wurde der 140er über den Nürburgring geheizt, und man musste erkennen, dass das Fahrzeug in den Kurven außerordentlich stark wankte. Außerdem stellten die Ingenieure fest, dass die Reifengröße von 215/65 R15 einfach zu klein für den Benz waren, auch die Bremsen waren unterdimensioniert. Also mussten die Radhäuser ausgeweitet werden, damit endlich die großen Schluffen drauf passten.

 

Doch dann war es endlich so weit: 1991 wurde die neue S-Klasse vorgestellt.

 

Welche Motoren wurden verbaut?

Als Basisversion diente 1991 der 300SE, bzw. S320, der immerhin 231 PS leistet. Für den W140 ist dieser Motor sehr angemessen; Man beschleunigt in 8,9s auf 100 und die Tachonadel stoppt erst bei 225 km/h.

1992 kam ein kleiner 2,8L-Motor zur Palette hinzu. Der Motor leistet 193 PS, eigentlich ist man hiermit leicht untermotorisiert, aufrund des großen Fahrzeugs. Der 300SE 2.8 ist eher für gemütliche Fahrer geeignet, was aber nicht heißen soll, dass man langsam ist, aber eben nicht "S-Klasse-like".

 

Außerdem waren zwei V8- Motoren erhältlich, der 400SE und der 500SE. Beide Motoren verfügen über ausreichend Leistung, um sich mit dem 140er flott zu bewegen, wobei der 400SE über 286 PS verfügt und der 500SE über 326PS. (Mit dem 500er beschleunigt man in etwa 7,2s auf 100 und Ende ist erst bei 250km/h.)

 

Topmotorisierung war der V12, genannt 600SE/ S600. Dieser leistet 408PS und schafft es auf über 580Nm Drehmoment, die schon bei 3800 Umdrehungen anliegen. Früher wie heute ist dieser Motor ein Traum, da die Laufruhe sehr ausgeglichen ist und die Leistung ist mehr als ausreichend.- Ein V12 eben ;)

 

Es wurden auch Diesel-Aggregate angeboten: 1992 kam zunächst für den nordamerikanischen Markt der 150 PS starke 300SD auf dem Markt, (ein 3,5L Turbodiesel), der 1996 durch die neue Motorgeneration ersetzt wurde, die auch im W210 erhältlich war. Der 300 Turbodiesel leistet fortan 177PS.

 

Insgesamt hatte Mercedes eine sehr ausgewogene Motorenpalette auf dem Markt: Für jedes Fahrerprofil ein passender Motor. Somit konnten alle Kundenwünsche beglichen werden.

 

Kritik am W140

Der W140 hatte es nicht immer einfach: Er wurde vom "Bürgertum" aufgrund seiner Größe nicht ganz akzeptiert... Der Wagen bekam (leider) schnell den Ruf als dicke Bonzenkarre, deren Besitzer sich nicht um ihre Mitmenschen scheren.

Das Problem war einfach, dass der "Dicke" sehr überheblich und leicht arrogant wirkte, denn neben dem großen Benz sahen kleine Autos aus, wie Spielzeug. Auch Altkanzler Kohl wurde mit dem "Dicken" verglichen.Witzig ist sogar, dass jeder fünfte W140-Besitzer angegeben hat, dass sein Fahrzeug schon einmal mutwillig zerkratzt wurde....

 

Die Leute spotteten über den Wagen und nannten ihn "Schuhkarton, Backstein oder gar Panzer". Außerdem machte man sich über die Zuladung von 260kg lustig ("Man könnte nur zu zweit in den Urlaub fahren")... Mercedes erkannte und löste das Zuladungs-Problem.

 

War diese Kritik berechtigt?

Heute muss man sich entschuldigen, da man zugeben muss, dass diese S-Klasse doch besser ist, als ihr Ruf. Knapp 54% der Eigentümer gaben an, dass die Qualität der S-Klasse als "sehr gut" zu bewerten war. Nur jeder zehnte war nicht mit seinem W140 zufrieden.

Die Größe ist auch heute nicht mehr so das Problem, da sich die S-Klasse schon gut mit heutigen Auto messen kann. Der Wagen ist endlich im Liebhaber-Alter angekommen, ebenfalls wird er von der Bevölkerung akzeptiert. Und als Liebhaberfahrzeug kann er seine ganzen Trümpfe als Mercedes ausspielen, da die Ingenieure ihr bestes taten, um DEN Mercedes schlechthin zu bauen. Und gerade in Sachen "Qualität" und "Luxus" setzt die S-Klasse Maßstäbe.

 

 

Fazit

Mich fasziniert diese Baureihe: Meiner Meinung nach ist das Design sehr ansehnlich, wirkt aber ein wenig, wie ein großer W124, da viele Elemente übernommen wurden, da Sacco die "Form follows Funktion"-Philosophie weiterführte. Trotz ihrer Größe zeigt die S-Klasse elegante und schlichte Formen.

 

Leider durfte ich noch nicht in einer solchen Burg Platz nehmen, doch wird das Fahrgefühl als sehr gemütlich und ausgeglichen geschildert; man bekommt eben den Mercedes-typischen Komfort zu spüren.

Also kann ich abschließend sagen, dass der W140 immer ein sehr gutes Auto war, auch trotz, oder gerade wegen seiner Größe. Heute kennt ihn jeder, denn die Silhouette ist unverwechselbar, außerdem hat das Auto eine spannende Geschichte hinter sich, die nicht immer einfach war. Ich bin gespannt, was in Zukunft aus dem W140 wird, bin aber positiver Dinge, dass die gut erhaltenen Modelle im Wert steigen werden.

 

 

Was sagt ihr zum W140? War der Wagen wirklich besser, als sein Ruf?

Zum Abschluss noch ein Werbeclip.;)

 

Ich bin gespannt!

 

MfG

Benzinblueter


09.04.2013 15:36    |    BENZinblueter    |    Kommentare (94)    |   Stichworte: , , , , , , , ,

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

nun ist es endlich so weit, ich besitze mein erstes eigenes Auto!

Es ist ein W203 (180K )in der Ausstattungslinie Avantgarde mit dem Sportpaket und das in Obsidianschwarz.

Ausstattungsmäßig ist auch einiges an Bord, da wären beispielsweise das Comandsystem, Schiebedach, Leder (Twin), Xenon, Tempomat usw. und das Auto ist handgerührt.

Der Wagen hat zwar etwa 136.000km auf dem Tacho, ist aber erste Hand und voll scheckheftgepflegt bei Mercedes.

 

Es ist eigentlich ein ganz normaler Mercedes, was nur etwas unnormal ist, dass ein 18-Jähriger ihn fährt, da ein Mercedes eigentlich nicht so das Auto für Jugendliche ist, aber das ist mir egal. Ich musste mir auch schon Worte, wie "Was willst du mit einem Rentner-Benz?!" anhören, aber ich belächle solche Aussagen meistens immer... Eventuell rüste ich auch das "Rentnerpaket", also den Hut, den Regenschirm und den Wackeldackel auf der Hutablage nach :p.

 

Und wie ich zum Fahrzeug gekommen bin, möchte ich in diesem Artikel erläutern:

 

Im Grunde genommen fing bei mir die Erstwagensuche schon mit etwa 10 Jahren an. Ich weiß noch, wie ich damals noch von einem W208 Coupé träumte. Vor etwa sieben Jahren konnte man hier und da irgendwelche runtergerittenen Dinger schon günstig ergattern, weshalb ich meinte: "Wenn du 18 bist, kaufst du dir so ein Coupé". Doch irgendwie musste ich erkennen, dass 4 Türen praktischer sind und so stieß ich erstmals auf den W203.

 

Ein paar Jahre später startete ich dann so langsam die Suche nach anderen Fahrzeugen denn irgendwann wurde es langweilig, sich im Internet nur C-Klassen anzuschauen, weshalb ich auch nach E-Klassen, A-Klassen, SLKs, SLs, sogar nach S-Klassen und M-Klassen Ausschau hielt. (Als junger Teenager hat man schon seine Träume :D )

 

Doch komischerweise bin ich immer wieder zum 203er zurückgekommen, das Auto war einfach perfekt für meine Ansprüche: Schönes Design, fünf Sitzplätze, ist finanziell unterhaltbar und fährt sich spitzenmäßig.

Aus diesem Grund meldete ich mich mit 15 genau hier auf MT an, um weiteres über den W203 zu erfahren. Ich hab' mich damals sogar im Forum vorgestellt mit meinem Fahrzeugwunsch- den W203. Nur irgendwie konnten viele nicht glauben, dass es wirklich einmal zum 203er kommen würde. Es ist eben komisch, dass sich ein 15-Jähriger eine biedere C-Klasse als Erstwagen wünscht und keinen Farrari Enzo. :rolleyes:

 

Doch irgendwann musste ich erkennen, dass Mercedes anfangs mit dem W203 eigentlich Mist gebaut hatte, (Rost, Elektrik ...) weshalb ich mir dachte, einen älteren Mercedes zuzulegen. Daher stieß ich zum W202, aber diesen wollte ich unbedingt mit dem all zu verpönten 240er haben. Ein V6 ist eben schon was geiles!

Auch war ich schon beim 124er, denn mir wurde vor etwa einem halben Jahr mal ein 300D angeboten, doch wollte sich der Verkäufer plötzlich doch nicht mehr vom Fahrzeug trennen, weshalb das Auto für mich auch nicht mehr in Frage kam.

 

Und es lief wieder alles auf den W203 zurück. So schaute ich hin und wieder (oder auch öfter :D) auf mobile.de und co, doch wirklich kaufen wollte ich eigentlich noch kein Auto, bis mein Vater sagte, dass wir nun ruhig mal einen Wagen besichtigen könnten. Ab da war dann der Ehrgeiz gepackt. Ich hatte in meiner Umgebung zwei Favoriten, der eine war nur bis 2005 scheckheftgepflegt und fiel deswegen weg und der Andere war mir zu mager ausgestattet und setzte so langsam Rost an. So suchte ich weiter, bis ich das Inserat meines Fahrzeugs entdeckte: 1.Hand, lückenlos Scheckheftgepflegt eine sehr gute Ausstattung ein gepflegtes Auto und ein Ansprechendes Design überzeugten mich, den Verkäufer zu kontaktieren.

 

So rief ich abends beim Verkäufer an, der einen sehr seriösen Eindruck machte, nun war ich gefesselt- ich musste de Wagen sehen! Also machten mein Vater und ich uns am nächsten Tag auf dem Weg. Und das Auto stand klasse da, hatte keinen Rost und fuhr sich prima. (Klar, dass auch ein paar Kleinigkeiten vorh. sind, aber was soll man bei einem fast 10 Jahre alten Auto erwarten?)

 

So wurde das Auto kurzerhand gekauft. :cool:

 

Nun bin ich endlich Besitzer eines Autos und es ist ein sehr gutes Gefühl! Man bekommt ein Grinsen im Gesicht, wenn man im Wagen sitzt und freut sich über jeden Meter, den man die C-Klasse fahren darf.

Leider darf ich noch nicht alleine fahren, aber Mutter und Vater fahren auch gerne im 203er.

 

Was mich sehr froh stimmt ist, dass der Wagen 100% rostfrei ist- ich hab' nochmal heute nachgeschaut und konnte an den typischen Stellen keine einzige Blase finden!

 

So kann ich sagen, dass die Geschichte meines Gebrauchtwagenkaufs endlich zu Ende ist und das mit einem ganz guten Resultat.

 

Daher darf ich mich nun freuen, aktiv am Geschehen im W203-Forum teilzunehmen, um Erfahrungen zu teilen!

 

MfG

Benzinblueter

 

PS: Bitte keine Kommentare vonwegen "mit 18 Jahren und 143PS ?!". Heutzutage sind 143PS nicht mehr so viel, wie damals, als Autos noch gefühlt 100g wogen ;)


24.03.2013 09:08    |    BENZinblueter    |    Kommentare (55)

Wie wichtig ist euch der Kilometerstand beim Autokauf?

Hallo,

 

da ich bald 18 werde *freu*, bin ich auf der Suche nach meinem Erstwagen. Und man stößt auf den jeweiligen Autobörsen auf so manche Autos, die augenscheinlich für ihre Kilometerlaufleistung noch sehr gut aussehen.

Und man sieht hier und da Fahrzeuge, die mit wenigen Kilometern völlig runtergeritten sind.

Und genau hier stellt sich die Frage, ob der Kilometerstand wirklich ein so wichtiges Kriterium ist.

 

Ein Kumpel, der nach einem W203 Diesel Ausschau hält sagte zu mir, dass Autos sehr teuer seien. Ich verwies ihn dann auf Fahrzeuge, die etwa 150.000km runter hatten, laut den Bildern gut aussahen, ein ansprechendes und seriöses Inserat gestaltet wurde und das zu einem erschwinglichen Preis, doch dann kommt immer die Aussage: "Viel zu viele Kilometer! Ich will maximal einen haben mit 100.000km... Alles andere ist Schrott, denn wir verkaufen unsere Autos immer mit 150.000km!".

 

Ich kann diese Aussage einfach nicht verstehen, da ich NIE ein Auto nach Kilometern kaufen würde, sondern nach dem Gesamtzustand und vor allem nach der Vorgeschichte, also: Scheckheft vorhanden; gepflegtes Fahrzeug; seriöser Besitzer; Anzahl der Fahrzeughalter usw ...

Außerdem ist ein Mercedes Diesel mit 100.000km oder mit 150.000km nahezu gleichermaßen "verbraucht" :rolleyes:

 

Wie seht ihr das? Habt ihr auch immer eine harte Grenze, wie viele km ein Auto maximal haben darf, oder seid ihr da auch flexibel und kauft eher nach Gesamtzustand, denn hier auf MT sind auch viele User, die eine sehr strikte Vorstellungen hinsichtlich des Kilometerstandes haben, wenn sie um Kaufberatung bitten.

 

Ich bin gespannt!

 

Grüsse

Benzinblueter


28.01.2013 18:23    |    BENZinblueter    |    Kommentare (37)    |   Stichworte: , , , , , ,

Hallo,

heute hab' ich mal wieder meine alten AutoBILD-Hefte rausgeholt, um den dicken Stapel zu begutachten. Raus kamen sieben dicke Stapel von der normalen AutoBILD (davon einmal "Klassik", und einmal "Sports"), zwei "Auto Motor und Sport" und eine Zeitschrift namens "Oldtimer Markt".

 

Und so fing alles an:

Wir schreiben das Jahr 2006, ich war 11 Jahre alt und damals, wie heute sehr Fahrzeug-interessiert. Als ich mit meiner Mutter beim Kiosk vorbeischaute sah ich sie- die AutoBILD. Es war das Exemplar, wo das neue Zwei-Gesichter-Design (Avantgarde und Elegance) der Mercedes C-Klasse (W204) vorgestellt wurde. (Es war ganz groß auf der Titelseite zu sehen)

Für mich (als Mercedes-Fan) war eines klar "diese Zeitschrift musst du haben!". Naja: gesehen, gekauft.

 

Zuhause angekommen wurde erstmal die C-Klasse begutachtet und ich war sofort überzeugt vom Wagen, denn das "Avantgarde-Gesicht" sah einfach toll aus mit dem Stern im Grill. Sofort wollte ich meinen Vater überreden, so einen W204 als Avantgarde zu kaufen (was er dann später auch tat :D ). Fasziniert von der Zeitschrift musste nun jede Woche eine AutoBILD gekauft werden. Bis wir dann auch die Idee kamen, das Heft einfach zu abonnieren. Gesagt, getan- die AutoBILD wurde abonniert. Ich bekam sogar als neuer Kunde ein Geschenk: Eine Herren-Armbanduhr :D

 

Und so wurden mir dann Jahr für Jahr 52 Hefte ins Haus gebracht. Und ich habe alle fein aufbewahrt. Eigentlich bin ich kein Typ, der alles sammelt- im Gegenteil, aber ich dachte mir immer, dass es bestimmt spannend wäre, diese Zeitschriften in zehn Jahren nochmal rauszuholen, damit man die alten Fahrzeuge nochmal begutachten könnte.

 

Heute habe ich mal mein "Archiv" hervorgeholt mir die Tests und "Neuheiten" von 2006 angeschaut.

Ich dachte mir aber auch, dass neuer Wind gar nicht so schlecht wäre. (Nach so vielen AutoBILD-Zeitschriften)

 

Daher meine ich, dass es mal Zeit ist, etwas neues zu abonnieren. Deshalb möchte ich euch fragen "was lest ihr so?", und warum?

Und welche Erfahrungen habt ihr so gemacht?

 

 

MfG


27.01.2013 14:14    |    BENZinblueter    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: , , , , , , , , ,

Hallo,

heute berichte ich von einem ganz besonderen Fahrzeug- Ich meine den W109 300 SEL 6.3

Das Auto war damals die Speerspitze der Automobilbranche. Dabei steht "S" für S-Klasse, "E" für Einspritzer und "L" für Langversion.

 

Und los gehts:

im März 1968 stellt Mercedes auf dem Genfer Autosalon etwas noch nie dagewesenes vor. Es ist eine Luxuslimousine mit 6,3L Hubraum (Ja! Sowas kennen wir sonst nur von heutigen AMG-Modellen! Und tatsächlich hatte der W109 sogar noch mehr Hubraum, als der C 63 AMG).

Der V8 leistete aber "nur" 250PS (bei 4000/min), hatte aber das wahnsinnige Drehmoment von 503Nm (bei 2800/min). Damit schaffte das Fahrzeug eine Vmx von 220km/h und sprintete laut Mercedes von 0-100 in 7,4. Das Getriebe und der Motor stammen aus dem Mercedes 600.

Damit war diese Limousine konkurrenzfähig mit damaligen Sportwagen, und diese Werte überzeugen sogar heute noch und das nach 45 Jahren!

 

Aber nicht nur dadurch zeichnete sich der Vorgänger der S-Klasse aus. Es war unter anderem das überaus elegante und zeitlose Design, welches wir einer der besten Designer, nämlich Paul Bracq, zu verdanken haben. Die Heckflossen des Vorgängers wurden entfernt, das Design leicht modernisiert und seitlich wurden Chromzierleisten angebracht, die das Fahrzeug sehr elegant und trotzdem nicht prollig wirken lassen.

Und genau deshalb ist dieser Mercedes für mich einer der schönsten Fahrzeuge, die jemals bei Daimler vom Band liefen.

 

Auch in Sachen Ausstattung setzte der 300SEL Maßstäbe: Eine Klimaanlage, Automatikgetriebe, el Fentserheber (vorn und hinten!), Zentralverriegelung, Servolenkung (ab 1968), el. Schiebedach waren nur wenige Beispiele, die man in seinem 300SEL bestellen konnte.

 

Im Motorsport sorge der 300SEL für Aufsehen, denn AMG bohrte den 6,3L V8 auf 6,8L auf, verpasste dem Fahrzeug einen neuen roten Anstrich und machte das Auto fertig für den Motorsport. Raus kam ein 330PS-Renner, der so einen verdammt grollenden Motor hatte, dass diese AMG-Version auf "die Rote Sau" getauft wurde. Damit wurde der W109 berühmter denn je, was ihm zu einem unerreichbaren Traumwagen für manch einem machte.

 

Noch mehr Prestige erhielt der W109 6.3 durch die Prominenz, die sich den Wagen in den Schuppen stellte, denn Peter Alexander, Hildegard Knef und Udo Jürgens hatten einen von 6.526 gebauten Modellen in der Garage stehen.

 

Eigene Meinung:

Mich fasziniert der 300SEL 6.3 auch heute noch, denn er verkörpert etwas besonderes. Dieses Fahrzeug hat praktisch die Ära der leistungsstarken Luxuslimousinen eingeläutet, und ist somit der Urvater des heutigen S63 AMG. Das Fahrzeug lässt einem immer wieder die Spucke weg, erst recht, wenn man sich die Werte anschaut weiß man, dass dieser Mercedes vom anderen Stern ist.

Bei einer Umfrage in den USA zum Thema "Luxuswagen" erreichte der 300 SEL 6.3 den 1. Platz und erhielt den Titel "Greatest Sedan in the World".

Für mich ist dieses Fahrzeug ein Traumauto, da es schon damals durch moderner Technik und einem "Supermotor" ins Auge fiel. Dieser Mercedes ist kein normaler Mercedes, es ist eben die Speerspitze der Luxuswagen. Und damit kann sich der 300 SEL 6.3 auch heute noch gut sehen lassen, da dieses Auto immernoch Prestige verkörpert, wie kein Anderes.

 

Aber jetzt seid ihr gefragt: Was haltet ihr vom 300 SEL 6.3 ? Findet ihr auch, dass es das Auto schlechthin war, oder ein zu hochgejubelter Luxuswagen von der Stange?

 

Mit freundlichen grüßen

BENZinblueter


04.01.2013 14:47    |    BENZinblueter    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: , , , , , ,

Hallo,

mein zweiter Blogartikel wird von einem Fahrzeug mit unverwechselbarem Charakter handeln.

Ich rede von der Mercedes G-Klasse, und speziell möchte ich meinen Artikel dem W460 (erste Serie) als 300 GD widmen.

Die G-Klasse ist das Fahrzeug, was sich nun seit über 30 Jahren kaum im Design verändert hat, weshalb das Auto nie seinen Charme verlor. Das G-Modell von Mercedes hat sich seither durch seiner eher funktionellen Form ausgezeichnet und hat jedem Design-Trend die Kante gezeigt.

 

Zur Baureihe W460

1972 entschieden sich Steyr-Daimler-Puch und Daimler-Benz, einen Geländewagen aus gemeinsamer Kooperation zu entwickeln.

Ziel war es, ein voll geländetaugliches Fahrzeug für Armeen und Jäger zu entwickeln. So konnte man von Anfang an Differentialsperren ordern. Und zur Serienausstattung gehörte sofort der Allradantrieb, lange Federwege, Starrachsen, sowie kurze Überhänge vorne und hinten.

Wer damals (Erscheinung 1979) einen G kaufte, musste dafür viel Geld bezahlen. Ein 280GE kostete fast so viel, wie ein SE.

 

Durch technische Meisterleistungen schafft eine G-Klasse eine 100% Steigung und hat einen Kippwinkel von 38°.

 

Den W460 konnte man mit diversen Aufbauten bestellen. Dazu gehören: Der Stationwagon als 3-, oder 5-Türer, der Kasten als 3-Türer und das Cabrio als 3-Türer. Das Cabrio war vorerst nur mit Planenverdeck zu bekommen, später wurde ein richtiges Stoffverdeck verbaut.

 

Motoren

Anfangs war er mit zwei Diesel-Aggregaten, dem 240 GD (R4-Diesel mit 72 PS, OM616) und dem 300 GD (R5-Diesel mit 88 PS, OM617), und mit zwei Benzinmotoren, dem 230 G (R4-Benziner, kein Einspritzer, mit 90 bzw. 102 PS) und dem 280 GE (R6, Einspritzer mit gedrosselten 156 PS) zu haben.

Die Motoren wurden aus dem 123er übernommen. Dem 280 GE wurden flache Kolben verpasst, damit er mit ganz schlechten Benzin gefahren werden kann. Und der 230 G wurde nach kurzer Zeit zum 230 GE mit 125 PS.

 

Der 300 GD

Eingehen möchte ich speziell auf den 300 GD. Der 300 GD hat 2938 ccm und 88 PS (R5), ein maximales Drehmoment von 172 Nm, die aber schon bei 2400 Umdrehungen anstehen. Trotzdem hat der 300 GD Fahreigenschaften, wie ein LKW, denn er braucht knapp eine halbe Minute von 0-100 und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 127 km/h. Die Fahrer eines solchen Fahrzeugs müssen eben viel Geduld mit sich bringen ;) Und viel Geld, denn der Motor kostet einiges an Steuern und braucht auch gerne 13L auf 100 km.

 

Schwachstellen

Leider hat die G-Klasse, speziell der W460 ein großes Problem mit dem Rost, der sich eigentlich überall an der Karosserie gerne ansammelt. Fast alle G-Modelle der ersten Baureihen rosten an der Heckleuchte, sofern sie nicht restauriert wurden. Auch der Rahmen und die Stoßdämpferaufnahmen sind sehr gerne angegammelt.

 

Ein weiteres Problem ist, dass die schwachen Motoren oft getreten wurden, sodass ein eigentlich sehr solider Motor nur 100.000 km hält. Auch harter Geländeeinsatz macht dem G zu schaffen.

Da die Getriebe auch vom 123er übernommen wurden, gibt es auch hier manchmal Probleme. die Schaltgetriebe werden hakelig, oder es lassen sich schwer die Gänge einlegen. Auch das Getriebe wird durch häufigen Geländeeinsatz sehr beansprucht.

Die Radlager sollten auch vor dem kauf eines G-Modells immer gecheckt werden.

 

Was ist aus heutiger Sicht zu sagen?

G-Klassen für wenig Geld gibt es nicht! Wer eine gute G-Klasse möchte, sollte schon mindestens für den W460 10.000€ -15.000€ investieren.

Die G-Klasse ist ein sehr robustes Auto, mit einer extrem hohen Wertstabilität. Ein guter W460 (am besten mit H-Kennzeichen) wird nicht mehr viel am Wert verlieren. Bei den Diesel-Modellen ist das H-Kennzeichen auch nur zu empfehlen, denn die Steuern sind bei einem 3,0 L Diesel ohne DPF usw. einfach enorm. Mit H-Kennzeichen zahlt man 171€ Steuern und darf plakettenfrei in jede Großstadt.

 

Trotz der eigentlich guten Langlebigkeit sollte man sich im klaren sein, dass Ersatzteile sehr teuer zu erstehen sind, auch wenn diese nicht original von Mercedes kommen. Daher ist G-Modell-Fahren eher ein Hobby für Fans. Eine G-Klasse ist langsam, verbraucht viel, ist nicht umweltfreundlich, und teuer im Unterhalt. Der großen G-Fangemeinde ist dies kein Dorn im Auge, man muss nur die Vorzüge und die Philosophie des W460 zu schätzen wissen.

 

Auch heutzutage braucht sich der W460 im Gelände nicht vor den neumodernen SUVs verstecken- im Gegenteil. Wo die SUVs schon lange aufliegen, oder aufgrund ihrer Straßenreifen festsitzen, fährt ein 460er mit Leichtigkeit weiter. Die erste G-Klasse ist auch noch aus heutiger Sicht ein Urgestein im Gelände.

Die Fahreigenschaften auf Landstraßen ist natürlich nicht mit heutigen Fahrzeugen zu vergleichen, aber man kommt voran.

 

Meine Meinung zum G

Trotz meiner 17 Jahre muss ich sagen, dass ein 460er Cabrio als 300 GD mit dem unterhaltsfreundlichen H-Kennzeichen mein Traumwagen schlechthin ist. Leider saß ich noch nie in einem 460er, aber ich bin schon in einem W463 (G-Klasse ab 1990) als G55 AMG (Mit Kompressor) mitgefahren. Und kann nur sagen, dass die Sitzhöhe, das Gefühl von Überlegenheit, die charakteristische Motorhaube mit den zwei aufgesetzten Blinkern für sich sprechen.

Ein 300 GD Cabrio spielt zwar in einer anderen Liga (heute Gas geben, morgen losfahren), aber trotzdem ist es das, was mich sehr am G-Modell fasziniert. Das Cabrio hat ein sehr edles Design und sieht auch noch als Oldtimer nicht all zu alt neben den neuen G-Klassen aus, erst recht, wenn die Kotflügelverbreiterungen usw. nachgerüstet wurden.

 

Und für mich als Jugendjagdscheininhaber ist so ein G-Modell sehr interessant, da es halt sehr geländegängig mit den Sperren und dem Kriechgang ist, denn dafür wurde die G-Klasse Br. 460 entwickelt. Im Gelände, im Matsch, aber auch in der Wüste, einfach überall kann man mit dem G-Modell fahren. Es gibt kaum einen Ort, wo man nicht mit dem G-Modell hinkommen könnte. Nicht umsonst fährt die Bundeswehr diesen Kasten seit sehr langer Zeit. Und nicht nur die Bundeswehr, sondern auch andere Heere schwören auf den Mercedes, sogar die Special-Forces der USA fahren G

 

Die einen hassen ihn, die anderen lieben ihn. Für mich ist die G-Klasse Mythos. Man fährt kein normales Auto, man fährt was Besonderes- einen G. Es gibt viele Meinungen zum G-Modell, daher möchte ich euch fragen: Wie seht ihr das? W460: Ein Auto mit Stil und Lifestyle-Wagen, oder ein schnödes und hässliches Fahrzeug, was eigentlich nichts auf unseren Straßen zu suchen hat?

 

Ich bin mal gespannt! ;)

 

MfG

BENZinblueter


28.12.2012 14:08    |    BENZinblueter    |    Kommentare (45)    |   Stichworte: , , , , , , ,

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Hallo liebe Leserinnen und Leser,

In meinem Blog "Sternstunden" möchte ich Young-und Oldtimer der Marke Mercedes-Benz noch einmal genauer unter die Lupe nehmen und Vorzüge, bzw. Nachteile der einzelnen Modelle weiter erläutern.

 

Mein erstes Thema möchte ich dem W123 240D widmen. Als Reiz diente der sauber erhaltene 240D meines Onkels, mit welchen ich am letzten Wochenende eine- lasst es uns "Probefahrt" nennen- machen durfte.

 

Allgemeines

Die Baureihe W123 wurde von November 75 bis Januar 1986 ca. 2,7 Millionen mal gebaut. Dabei unterscheidet man zwischen der Serie 0,5 (1975-1976), der ersten Serie (1976-1979), der zweiten Serie (1979-1982) und der dritten Serie (1983-1986).

 

Zu jeder Serie kamen gewisse Neuerungen, sodass sich die Serie 0,5 durch viele Details von der dritten Serie unterscheidet, wobei man die Dritte Serie gut an den rechteckigen Scheinwerfern erkennen kann, wo vorher nur zwei runde "Ochsaugen" verbaut wurden. Die Eckigen Scheinwerfer waren bis zu dritten Serie nur den Topmodellen, dem 300D und dem 280E, sowie den Coupés vorbehalten.

 

Den 123er konnte man in vier Karosserievarianten bestellen. Dazu gehört die Limousine, das T-Modell (Kombi), die Langversion, und das Coupé.

 

Zum 240D

Der 240D (OM 616) ist ein Vierzylinder Reihenmotor als Vorkammerdiesel mit 2.404 cm³ bzw. später mit 2,399 cm³. Er hatte erst 65, dann 72PS, wobei das Starten der 65PS Variante noch mittels Zugstarter geschehen muss. Außerdem hat der 240D ein maximales Drehmoment von 137Nm, die schon bei 2400 Umdrehungen anstehen. Der 240D wurde relativ häufig verbaut, aber er ist trotzdem, wie alle 123er, ein beliebtes Fahrzeug, was ihn heute selten macht. Der reelle Verbrauch liegt etwa bei 9L Diesel auf 100km.

Insgesamt wurde der OM616 oft eingesetzt: Im /8er und im 123er als 200D, 220D und 240D und in der G-Klasse als 240GD. Außerdem war der OM616 ein beliebter Motor für diverse Nutzfahrzeuge (Unimog, Gabelstapler, Kleintransporter).

 

 

Mein Eindruck

Die Fahrt mit dem 240D (Handgeschaltet, dritte Serie, Bj. 1983) gefiel mir sehr.

 

Schon beim Öffnen und Schließen der Tür fällt einem auf, dass man in einem knapp 30 Jahre alten Fahrzeug sitzt. Die Tür schließt sich sehr charakteristisch mit einem -"klack".

 

Sofort fühlt man sich zuhause. Die beigen Sessel fangen den Fahrer und seine Beifahrer weich auf, sodass eben das von mir so angepriesene "welcome home-flair" entsteht und alles wirkt, wie für die Ewigkeit gemacht. Man bekommt auch beim Anfassen der Schalter keine Angst, man könnte den Softlack abbröseln, so wie es bei unserem W204 der Fall ist :mad:

 

Die Fahrt sollte beginnen. Wer sonst nur W204 gewohnt ist, wird schon mal mit Vorglühen konfrontiert. Was beim W204 nebensächlich geschieht, muss beim 123er noch etwas Zeit kosten.

Als der 240D dann gestartet war, wurde mir sofort ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Er ist zwar zwar das Gegenteil von den modernen und "zarmen" Dieseln, aber eben genau das macht ihn aus. Er nagelt ziemlich rau und auffällig, aber man bekommt die Illusion von Unzerstörbarkeit und Langlebigkeit in den Kopf gesetzt. Als es dann endlich losging konnte ich mich am sehr einzigartigen Fahrgefühl erfreuen. Man sieht eine komplette Motorhaube und vorne thront der Stern so stolz es nur geht.

 

Der 240D ist kein Beschleunigungswunder, aber er reicht aus, um im Verkehr mitzuschwimmen. Es ist komfortables Gleiten angesagt. Einige behaupten auch, dass knappe 160 auf dem Tacho auch mit dem 240D gut möglich sind. Daher soll keiner spotten, der 240D sei eine lahme Krücke. Schnell ist er zwar nicht, aber ausreichend. Die Wanderdünen sind eher der 200D und der 220D, aber was möchte man auch von einem etwa 30 Jahre alten (Saug-)Diesel verlangen?

 

Das nächste Aha-Gefühl bekam ich bei der Lenkung, denn auch diese ist in keinster Weise mit heutigen Fahrzeugen zu vergleichen, obwohl die Servolenkung den Wagen souverän durch die Landschaft steuert. Das Fahrzeug lässt sich indirekter lenken und es untersteuernder, als moderne Fahrzeuge. Das ist eben Effekt der "Evolution", die das Auto erfuhr.

Die Federung ist weich abgestimmt, was auch sehr gut zum 240D passt, denn dadurch wird der Charakter der komfortablen Oberklasselimousine unterstrichen.

 

Am Ende der Fahrt durfte ich einen Blick unter die Haube werfen. Sofort fällt diese Leere auf. Wenn ich beim W204 oben auf dem Motor eine Schaufel Sand werfen würde, würde unten nicht mehr viel auf dem Boden ankommen. Beim 123er war es eben genau anders. Man kann sogar die Pflasterung, auf der das Auto steht, gut erkennen. Nun fragt man sich, ob man heutzutage wirklich so viel "Schnick-Schnack" am Motor braucht, oder ob alles doch letztendlich nur Verschlimmbesserungen, oder überflüssige Technologien sind, denn auch der 240D fährt sich nicht schlecht und ist eben längst nicht so anfällig, wie heutige Motoren.

 

Schwachstellen

Auch ein eigentlich solides Fahrzeug hat seine Schwachstellen, denn das perfekte Auto wurde leider noch nicht erfunden ;)

Besonders die Fahrzeuge der ersten Serie und der Serie 0,5 sind leider vom Rost befallen, da diese fast nicht versiegelt wurden und keine Innenkotflügel vorhanden sind. Die dritte Serie ist zwar immernoch anfällig, aber man kann von einem versiegelten Fahrzeug sprechen.

Die typischen Roststellen sind eben die Wagenheberaufnahmen, und viele Teile der Karosserie, wie Türen, Radläufe und der Kotflügelübergang zur Frontschürze, um nur wenige Herde zu nennen.

 

Die störende Kugelumfanglenkung spielt auch eine Rolle beim W123, sowie die gerne streikende Zentralverriegelung.

 

Was ist aus heutiger Sicht zu sagen?

Der W123 und speziell der 240D ist ein sehr solides Fahrzeug. Wer den 123er erst einmal zurecht gemacht hat, der kann sich lange an ein Auto mit Charakter und solider Technik erfreuen. Der Mercedes hat ein, für mich, sehr ansprechendes Design und verkörpert die pure Eleganz.

Leider hat der W123 ein Problem mit der braunen Pest. Daher sind sehr gut erhaltene W123 auch für stolze Summen zu erhalten, denn das Fahrzeug ist ein beliebter Young-bzw. Oldtimer. Stolze Preise sind bei Sammlermodellen keine Seltenheit.

 

Einen einigermaßen guten W123 kann man schon für 5.000€ -6.000€ erstehen, nach oben sind für die Topmodelle alles offen, speziell der 300D Turbo, den es nur selten und nur beim T-Modell gab.

 

Alles in allem kann ich sagen, dass mir die Fahrt mit dem 240D sehr gefallen hat. Das Fahrzeug ist einfach ein Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst. Viele Faktoren, wie das Solide und die Eleganz tragen dazu bei, dass der 123er auch heute noch ein gern gesehener Mercedes mit einer großen Fangemeinde ist.

 

 

Ich hoffe, euch hat mein erster Blogartikel gefallen! Ich werde im Laufe der Zeit weitere Modellreihen, oder Motorisierungen in meinem Blog veröffentlichen. Wenn euch mein Artikel gefallen hat, ihr Wünsche, oder Anregungen habt, könnt ihr gerne einen Kommentar hinterlassen, oder mir eine private Nachricht verfassen. Über Kommentare zum Fahrzeug freue ich mich natürlich auch sehr.

 

 

MfG

und einen guten Rutsch!